McDonnell Douglas DC-9

Zwei Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse: Die DC-9 prägte ab 1965 die Kurzstrecke in Europa und den USA. So erkennst du die Serien 10 bis 50 und trennst sie von MD-80, 717 und One-Eleven.

Auch bekannt als: DC-9 · Douglas DC-9 · DC-9-10 · DC-9-15 · DC-9-21 · DC-9-32 · DC-9-41 · DC-9-51 · C-9A Nightingale · C-9B Skytrain II · VC-9C

USAMcDonnell DouglasHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: DC91, DC92, DC93, DC94, DC9512 Min. Lesezeit

1965

Erstflug

976

gebaute Maschinen

DC9x

ICAO-Codes DC91 bis DC95

2

Triebwerke am Heck

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DC-9 ist ein zweistrahliger Kurz- und Mittelstreckenjet mit Hecktriebwerken und T-Leitwerk – Erstflug 1965, Liniendienst ab Dezember 1965 bei Delta.
  • Fünf Serien von 10 bis 50 unterscheiden sich vor allem in der Rumpflänge: von rund 31,8 m bei der Serie 10 bis rund 40,7 m bei der Serie 50.
  • Die Serie 30 war der Bestseller: 662 der insgesamt 976 gebauten DC-9 gehören zu dieser Familie, einschließlich der militärischen C-9.
  • In Europa prägten SAS, Swissair, Austrian, KLM, Finnair, Alitalia und Iberia den Typ. SAS war Erstkundin der Serien 20 und 40, Swissair flog die DC-9 von 1966 bis 1988.
  • Heute ist die DC-9 eine Rarität: Delta flog im Januar 2014 den letzten großen Linienflug. Aktiv sind nur noch wenige Maschinen, überwiegend Frachter in Mexiko, dazu einzelne in Afrika.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die McDonnell Douglas DC-9?
  2. 2.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  3. 3.Die Versionen im Überblick
  4. 4.DC-9, MD-80, 717 oder One-Eleven?
  5. 5.Die DC-9 in Europa und im DACH-Raum
  6. 6.Verbleib: Wo die DC-9 heute noch fliegt
  7. 7.DC-9 im Museum
  8. 8.Fototipps für den Kurzstrecken-Klassiker
  9. 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  10. 10.Fazit

Steckbrief

HerstellerDouglas Aircraft, ab 1967 McDonnell Douglas (Long Beach, Kalifornien)
FamilieDC-9 Serie 10, 20, 30, 40 und 50; Militärversionen C-9; Weiterentwicklungen MD-80, MD-90 und Boeing 717
ICAO-TypcodesDC91 (Serie 10), DC92 (Serie 20), DC93 (Serie 30), DC94 (Serie 40), DC95 (Serie 50)
Erstflug25. Februar 1965
Indienststellung8. Dezember 1965 bei Delta Air Lines
Triebwerke2 × Pratt & Whitney JT8D am Rumpfheck (je nach Version -1 bis -17)
Längerund 31,8 m (Serie 10/20) bis rund 40,7 m (Serie 50)
Spannweiterund 27,3 m (Serie 10) bzw. rund 28,4 m (ab Serie 20)
Höherund 8,4 bis 8,8 m
Sitzplätzezugelassen für 109 (Serie 10) bis 139 Passagiere (Serie 50), Fünferreihen
Max. Startgewichtrund 41 t (Serie 10) bis rund 55 t (DC-9-34)
Reichweiteje nach Version und Zuladung grob 2.200 bis 3.400 km
Cockpitzwei Piloten, analoge Instrumente
Produktion976 Maschinen von 1965 bis 1982, einschließlich der militärischen C-9
StatusHistorisch im europäischen Linienverkehr; laut Wikipedia im August 2025 noch rund 30 Maschinen im Dienst, überwiegend Frachter in Mexiko sowie einzelne Maschinen in Afrika

Erkennungsmerkmale

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  • T-Leitwerk: Das Höhenleitwerk sitzt ganz oben auf der gepfeilten Seitenflosse
  • Zwei schlanke Triebwerke seitlich am Rumpfheck, die Flügel sind frei von Triebwerken
  • Flügelspitzen ohne Winglets, Tragflächen relativ weit hinten am Rumpf
  • Schmaler Rumpf mit einem Gang und Fünferreihen in der Economy, kleine runde Fenster
  • Spitz zulaufendes Heck mit Hecktreppe unter dem Leitwerk, bei vielen Maschinen sichtbar an der Rumpfunterseite
  • Kurze Fahrwerksbeine: Die Maschine steht tief auf dem Vorfeld, die Kabinentür liegt nah am Boden

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Jet, zwei Triebwerke hinten am Rumpf, das Höhenleitwerk hoch oben auf der Flosse: So sah die Kurzstrecke in den 1970er-Jahren in Zürich, Wien, Kopenhagen oder Amsterdam aus. Die McDonnell Douglas DC-9 war über Jahrzehnte einer der wichtigsten Kurzstreckenjets der Welt und Ausgangspunkt einer Familie, die bis zur Boeing 717 reicht. Hier erfährst du, woran du die DC-9 erkennst, wie sich die Serien 10 bis 50 unterscheiden, welche europäischen Airlines sie flogen und wo du sie heute noch findest.

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Was ist die McDonnell Douglas DC-9?

Die DC-9 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für kurze und mittlere Strecken. Sie hat einen Gang, in der Economy sitzen fünf Passagiere nebeneinander. Je nach Serie war sie für 109 bis 139 Personen zugelassen. Im Cockpit sitzen zwei Piloten – ein Flugingenieur, wie ihn die großen Jets jener Zeit brauchten, war nicht vorgesehen.

Entwickelt wurde sie Anfang der 1960er-Jahre noch bei Douglas Aircraft in Long Beach. Die Idee: ein kleiner Jet, der auch auf kurzen Pisten und an kleineren Flughäfen zurechtkommt und dort Propellerflugzeuge ablöst. Deshalb hängen die Triebwerke hinten am Rumpf, der Flügel bleibt frei, die Maschine steht tief auf kurzen Fahrwerksbeinen, und eine eingebaute Treppe macht sie unabhängig von Fluggasttreppen am Boden. Den großen Bruder lieferte Douglas mit der vierstrahligen DC-8 für die Langstrecke.

Der Erstflug fand am 25. Februar 1965 statt. Schon am 8. Dezember 1965 ging die DC-9 bei Delta Air Lines in den Liniendienst. Die Nachfrage war groß, die Produktion kam kaum hinterher – und die hohen Kosten des Hochlaufs trugen dazu bei, dass Douglas 1967 mit McDonnell zu McDonnell Douglas fusionierte. Mehr zur Firmengeschichte findest du auf der Seite über McDonnell Douglas.

Bis zum Produktionsende 1982 entstanden 976 DC-9. Danach lief die Familie in gestreckter Form weiter: als MD-80, MD-90 und schließlich als Boeing 717, nachdem McDonnell Douglas 1997 in Boeing aufgegangen war.

976gebaute DC-9 von 1965 bis 1982, inklusive Militärversionen
5Serien von 10 bis 50 mit eigenen ICAO-Codes DC91 bis DC95
2014letzter Linienflug bei Delta Air Lines

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Hecktriebwerke und T-Leitwerk hatten in den 1960er-Jahren mehrere Kurzstreckenjets. Mit drei Blicken grenzt du die DC-9 trotzdem sicher ein.

Heck und Leitwerk

Zwei Triebwerke hängen seitlich am Rumpfende, darüber thront das Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse. Unter den Flügeln hängt nichts. Damit ist die Grundform klar: ein Hecktriebwerks-Jet mit T-Leitwerk.

Gondeln und Rumpfspitze

Die JT8D-Gondeln der DC-9 sind lang und schlank. Die Nase ist ein normales, geschlossenes Cockpit ohne verglasten Bug – das schließt etwa die Tupolew Tu-134 aus.

Rumpfende ansehen

Das Heck läuft spitz zu, ohne die aufklappbaren Bremsklappen, die Fokker F28 und Fokker 100 am Rumpfende tragen. Viele DC-9 zeigen dort zudem die Klappe der Hecktreppe.

Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ und die Serie. Wie du Registrierungen liest und zurückverfolgst, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Grundlagen zur Typbestimmung findest du in Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.

Praxis-Tipp: Fenster zählen

Wenn die Länge schwer zu schätzen ist, hilft ein scharfes Seitenfoto. Zähl die Fenster zwischen vorderer Tür und Flügel – je mehr es sind, desto länger die Serie. Mit einem Referenzfoto einer bekannten DC-9-30 im Vergleich siehst du sofort, ob deine Maschine kürzer oder länger ist.

Die Versionen im Überblick

Die DC-9 wuchs in mehreren Schritten. Alle Serien nutzen Pratt-&-Whitney-Triebwerke der JT8D-Familie; mehr zum Triebwerkshersteller liest du bei Pratt & Whitney.

Serie Gebaut Länge Erstkunde / Einführung Besonderheit
DC-9-10 137 rund 31,8 m Delta, Dezember 1965 Ausgangsversion, kürzeste DC-9
DC-9-20 10 rund 31,8 m SAS, Januar 1969 kurzer Rumpf, längerer Flügel, stärkere Triebwerke
DC-9-30 662 rund 36,4 m Eastern, Februar 1967 meistgebaute Serie, inklusive C-9
DC-9-40 71 rund 38,3 m SAS, März 1968 Wunsch der SAS nach mehr Sitzen
DC-9-50 96 rund 40,7 m Eastern, August 1975 längste DC-9, bis 139 Passagiere

Serie 10: Die Urversion bot je nach Bestuhlung rund 72 bis 90 Sitzplätze. Sie war auf kurze Pisten und kurze Strecken ausgelegt. Ein Teil wurde als DC-9-15 mit höherem Gewicht und als umrüstbare Fracht-Passagier-Version gebaut. Diese Generation war zum Beispiel bei Swissair und KLM die erste DC-9.

Serie 20: Eine Spezialanfertigung für SAS. Die Skandinavier brauchten einen Jet für kurze Pisten im Norden und bekamen den kurzen Rumpf der Serie 10 mit dem längeren Flügel der Serie 30 und stärkeren Triebwerken. Nur zehn Exemplare entstanden – die seltenste Serie.

Serie 30: Der Bestseller. Der Rumpf ist rund 4,5 m länger als bei der Serie 10, der Flügel etwas größer. Mit Unterversionen wie -31, -32, -33 und -34 deckte die Serie 30 vom Linienjet über den Kombi bis zum Frachter fast alles ab. Auch die militärischen C-9 basieren auf ihr.

Serie 40: Noch einmal rund 2 m länger, angestoßen von SAS, die mehr Sitze auf ihren dichten Inlands- und Regionalstrecken wollte. Neben SAS war die japanische Toa Domestic Airlines einer der Hauptkunden.

Serie 50: Die längste DC-9 kam erst Mitte der 1970er-Jahre. Eastern startete den Liniendienst im August 1975, Swissair erhielt im selben Monat die erste ihrer Maschinen. Mit rund 40,7 m Länge war die -50 der direkte Vorläufer der noch längeren MD-80.

Militärische Ableger

Auf Basis der DC-9-32CF entstanden die C-9A Nightingale (21 Sanitätsflugzeuge der US Air Force, im Dienst bis 2005), die C-9B Skytrain II für US Navy und Marine Corps (bei der Navy bis 2014, beim Marine Corps bis 2017) und drei VC-9C als Regierungsflugzeuge (bis 2011). Kuwait erhielt zwei C-9K.

DC-9, MD-80, 717 oder One-Eleven?

Die meisten Verwechslungen passieren innerhalb der eigenen Familie und mit britischen oder niederländischen Zeitgenossen. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Hecktriebwerks-Jet

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen oder Typcode haben das letzte Wort.

Wahrscheinlich

McDonnell Douglas DC-9

Schlanke JT8D-Gondeln und ein Rumpf bis rund 40 m sprechen für die DC-9. Über Länge und Fensterzahl ordnest du die Serie ein, das Kennzeichen bestätigt.

Wahrscheinlich

MD-80-Familie

Dickere Gondeln und ein sehr langer Rumpf deuten auf eine MD-80. Wirkt die Maschine kurz, aber mit dicken Gondeln, prüf die MD-87.

Wahrscheinlich

Boeing 717

Große, runde Triebwerke an einem kompakten Rumpf sind das Bild der Boeing 717, der jüngsten Ableitung der DC-9.

Wahrscheinlich

Fokker F28 oder Fokker 100

Die seitlich aufklappenden Bremsklappen am Heck sind das Markenzeichen der Fokker-Jets, etwa der F28 Fellowship oder der Fokker 100.

Merkmal DC-9-30 MD-80 Boeing 717 BAC One-Eleven
Triebwerke P&W JT8D, schlank P&W JT8D-200, dicker BMW Rolls-Royce BR715, groß und rund Rolls-Royce Spey
Länge rund 36 m rund 45 m (MD-81 bis -88) rund 38 m rund 28 bis 33 m
Cockpit analog analog, später teils digitalisiert Glascockpit analog
Gebaut bis 1982 1980 bis 1999 bis 2006 in Großbritannien bis 1982

Die britische BAC One-Eleven ist die nächste Verwandte im Aussehen, aber kein Teil der Familie. Sie ist etwas kürzer, ihre Flosse und die Spey-Triebwerke wirken gedrungener. Im Zweifel klärt das Kennzeichen. Vom Erscheinungsbild ganz anders ist die Boeing 737-200, die damals um dieselben Kunden kämpfte: Ihre Triebwerke hängen unter den Flügeln.

Die DC-9 in Europa und im DACH-Raum

In Europa wurde die DC-9 zu einem der Standardjets der 1970er-Jahre – besonders bei Airlines, die sich bewusst gegen die Boeing 737 entschieden. Lufthansa ging den anderen Weg und war Erstkundin der Boeing 737.

Schweiz: Swissair stellte 1966 ihre ersten DC-9 in Dienst und baute die Flotte mit DC-9-32 und ab 1975 mit DC-9-51 aus. 1988 wurden die letzten DC-9 durch Fokker 100 ersetzt. Swissair blieb Douglas treu und war 1977 gemeinsam mit Austrian Erstkundin der DC-9-81, aus der die MD-80-Familie wurde. Am Flughafen Zürich gehörte die DC-9 damit über zwei Jahrzehnte zum Alltag.

Österreich: Austrian Airlines vereinheitlichte ab 1971 ihre Kurz- und Mittelstreckenflotte mit neun DC-9-32. Ab 1975 kamen fünf DC-9-51 dazu. Wie Swissair stieg Austrian danach früh auf die MD-80 um. Am Flughafen Wien war die rot-weiß-rote DC-9 jahrelang ein vertrautes Bild.

Deutschland: Bei deutschen Airlines blieb die DC-9 eine Randerscheinung. Der Ferienflieger Aero Lloyd übernahm Anfang 1982 drei DC-9-32 mit 119 Sitzen und stieg später auf MD-83 und MD-87 um. Ansonsten kam die DC-9 vor allem als Gast ausländischer Airlines nach Deutschland.

Weitere europäische Betreiber: SAS war Erstkundin der Serien 20 und 40 und gehörte zu den größten europäischen Nutzern. KLM flog 6 DC-9-15 und 19 Maschinen der Serie 30 von 1966/1967 bis 1989. Finnair übernahm zwölf neue DC-9-51. Im Süden setzten Alitalia, Iberia und ihre Inlandsschwester Aviaco die DC-9 ein, auf dem Balkan JAT Yugoslav Airlines und Inex-Adria. Viele dieser Airlines trugen damals Lackierungen, die heute Kultstatus haben – einen Überblick gibt Legendäre Airline-Lackierungen.

Keine planmäßigen DC-9 mehr in Europa

Stand Oktober 2026 setzt keine europäische Airline die DC-9 im Linienverkehr ein. Eine Sichtung im DACH-Raum wäre ein seltener Ausnahmefall, etwa bei einer Überführung oder einem Charter.

Verbleib: Wo die DC-9 heute noch fliegt

In den USA blieb die DC-9 erstaunlich lange im Liniendienst. Northwest Airlines nutzte große DC-9-Flotten bis zur Fusion mit Delta. Delta Air Lines, schon Erstkundin von 1965, flog am 6. Januar 2014 den letzten Linienflug mit einer DC-9: Flug DL2014 von Minneapolis/St. Paul nach Atlanta. Damit endete der große Passagiereinsatz des Typs nach fast 50 Jahren.

Danach blieben vor allem Frachtbetreiber. Laut Wikipedia waren im August 2025 noch rund 30 Maschinen der DC-9-Serie im Dienst. Den größten Anteil stellte der mexikanische Frachtflieger Aeronaves TSM mit etwa 20 Flugzeugen. Der Rest flog überwiegend als Frachter, dazu kamen wenige Maschinen in Afrika, darunter ein Passagierflugzeug bei African Express Airways in Kenia. Wie viele davon im Oktober 2026 noch fliegen, kann sich schnell ändern.

Wenn du gezielt suchen willst, filterst du in einem Tracking-Dienst nach den Codes DC91 bis DC95 – praktisch ist vor allem DC93 für die Serie 30. Wie du dir dafür Benachrichtigungen einrichtest, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten. Wie selten deine Sichtung im Vergleich ist, kannst du mit dem Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einschätzen.

Keine DC-9 mehr verpassen

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DC-9 im Museum

Wer eine DC-9 in Ruhe ansehen will, findet sie heute vor allem in Ausstellungen. Ein paar lohnende Ziele:

  • Volandia bei Mailand-Malpensa: Das Luftfahrtmuseum zeigt eine ehemalige DC-9 der italienischen Luftwaffe mit dem Kennzeichen MM62012. Mehr zum Museum auf der Seite Volandia, Infos zum Standort im Spot-Guide Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa.
  • Museo del Aire Madrid: Auf dem Flugplatz Cuatro Vientos ist der vordere Rumpfabschnitt der DC-9 EC-BYE ausgestellt. Details findest du beim Museo del Aire und im Spot-Guide Museo del Aire am Flugplatz Madrid-Cuatro Vientos.
  • Canada Aviation and Space Museum in Ottawa: Hier ist die DC-9 CF-TLL ausgestellt. Den Besuch planst du mit dem Guide zum Canada Aviation and Space Museum.
  • Delta Flight Museum in Atlanta: Seit April 2014 steht dort die DC-9-51 N675MC, die zuvor bei Delta flog.

Ein Rumpfvorderteil in KLM-Farben – von einer Maschine, die nie für KLM flog – ist zudem am Flughafen Amsterdam-Schiphol ausgestellt. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist uns nach unseren Recherchen keine komplette DC-9 in einem Museum bekannt. Weitere Abstellorte ausgemusterter Jets stellt der Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards vor.

Fototipps für den Kurzstrecken-Klassiker

Wenn sich die Chance auf eine DC-9 ergibt, zählt jedes Detail. Diese Punkte machen dein Foto später auch für die Bestimmung wertvoll.

Volle Seitenansicht

Eine saubere Seitenaufnahme zeigt die Länge, die Fensterzahl und das T-Leitwerk auf einen Blick – damit lässt sich die Serie später zuverlässig bestimmen.

Heck mitnehmen

Gondeln, Leitwerk und Hecktreppe sind die Signatur des Typs. Eine leicht schräge Ansicht von hinten setzt sie gut in Szene.

Kennzeichen scharf

Bei alten Maschinen mit langer Geschichte lohnt ein klares Bild der Registrierung. Damit verfolgst du Vorbesitzer und frühere Lackierungen nach.

Licht vorab planen

Ein seltener Gast kommt selten zweimal. Prüf vorher, wo die Sonne bei Ankunft steht, damit du nicht im Gegenlicht fotografierst.

Wie du das Licht an deinem Spot berechnest, erklärt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Oldtimer und Seltenheiten sich außerdem lohnen, zeigen Seltene Flugzeuge spotten und Historische Flugzeuge erkennen.

Bereit für die DC-9-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe eine aktive Maschine mit Code DC91 bis DC95 im Tracking gefunden.
  • Ich kenne Ankunftszeit und voraussichtliche Landerichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die DC-9, wenn …

  • zwei schlanke Triebwerke am Heck und ein T-Leitwerk zu sehen sind
  • die Flügel ohne Winglets enden
  • der Rumpf kompakt bis mittellang wirkt
  • im Tracking ein Code zwischen DC91 und DC95 steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Gondeln auffällig dick wirken – dann könnte es eine MD-80 oder MD-87 sein
  • du die Maschine nur von vorn siehst und die Länge nicht einschätzen kannst
  • die Flosse sehr gedrungen wirkt – denk an die BAC One-Eleven

Es ist keine DC-9, wenn …

  • die Triebwerke unter den Flügeln hängen – dann bist du etwa bei der Boeing 737-200
  • große runde Triebwerke und ein Glascockpit dazugehören – das ist die Boeing 717
  • ein drittes Triebwerk in der Flosse sitzt – dann ist es die große Schwester DC-10
  • sich am Heck Bremsklappen öffnen – dann ist es ein Fokker-Jet

Fazit

Die DC-9 machte den Jet auf kurzen Strecken alltäglich. T-Leitwerk, zwei schlanke Hecktriebwerke und ein kompakter Rumpf ergeben ihr unverwechselbares Bild, die Serien 10 bis 50 trennst du über die Länge. Für Swissair, Austrian, SAS und viele andere war sie über Jahre das Rückgrat der Kurzstrecke, und mit MD-80, MD-90 und 717 lebte ihr Konzept bis ins 21. Jahrhundert weiter. Heute ist jede fliegende DC-9 ein echter Fang.

Kurzfazit

Zwei schlanke JT8D am Heck, T-Leitwerk, keine Winglets und ein Rumpf bis rund 40 m: Das ist die DC-9. Fliegend findest du sie fast nur noch in Amerika und Afrika – in Europa eher im Museum.

Zusammenfassung

  • Douglas entwickelte die DC-9 Anfang der 1960er-Jahre als kleinen Jet für kurze Strecken und kleinere Flughäfen. Erstflug war am 25. Februar 1965, bis 1982 entstanden 976 Exemplare.
  • T-Leitwerk, zwei Hecktriebwerke und Flügel ohne Winglets kennzeichnen die DC-9. Die Serien trennst du über Länge und Fensterzahl, das Kennzeichen bestätigt am Ende.
  • Mit MD-80, MD-90 und Boeing 717 wuchs aus der DC-9 eine ganze Familie. Die Nachfolger sind länger und haben größere Triebwerke, die 717 zusätzlich ein Glascockpit.
  • Im deutschsprachigen Raum war die DC-9 vor allem bei Swissair, Austrian und als Gast vieler europäischer Airlines präsent. Heute siehst du sie eher im Museum als am Zaun.

Häufige Fragen

Welche ICAO-Typcodes hat die DC-9?

Jede Serie hat einen eigenen Code: DC91 für die Serie 10, DC92 für die Serie 20, DC93 für die Serie 30, DC94 für die Serie 40 und DC95 für die Serie 50. Weiterentwicklungen wie die MD-80-Familie laufen unter eigenen Codes.

Wie unterscheide ich DC-9 und MD-80?

Die MD-80 ist länger als jede DC-9 und hat einen Flügel mit größerer Spannweite. Ihre JT8D-200-Triebwerke sitzen in sichtbar dickeren, längeren Gondeln. Am schwierigsten ist die Abgrenzung zwischen DC-9-50 und der kurzen MD-87 – hier hilft am Ende nur das Kennzeichen oder der Typcode im Tracking.

Wie unterscheide ich die DC-9 von der Boeing 717?

Die Boeing 717 ist eine Weiterentwicklung der DC-9, hat aber Triebwerke von BMW Rolls-Royce mit deutlich größerem Durchmesser. Die Gondeln wirken rund und kräftig, bei der DC-9 lang und schlank. Die 717 hat außerdem ein Glascockpit.

Was unterscheidet die Serien 10, 20, 30, 40 und 50?

Vor allem die Länge: Serie 10 und 20 sind mit rund 31,8 m gleich kurz, die 20 hat aber die längeren Flügel der Serie 30 und stärkere Triebwerke für kurze Pisten. Die Serie 30 ist rund 4,5 m länger, die 40 noch einmal rund 2 m, die 50 misst rund 40,7 m.

Welche Airlines aus Deutschland, Österreich und der Schweiz flogen die DC-9?

Swissair flog die DC-9 ab 1966 in den Versionen -15, -32 und -51, bis 1988 die letzten durch Fokker 100 ersetzt wurden. Austrian Airlines betrieb ab 1971 neun DC-9-32 und ab 1975 fünf DC-9-51. In Deutschland flog Aero Lloyd ab 1982 drei DC-9-32. Lufthansa setzte in dieser Zeit auf die Boeing 737.

Fliegt die DC-9 noch?

Ja, aber nur noch selten. Laut Wikipedia waren im August 2025 noch rund 30 DC-9 im Einsatz, davon etwa 20 beim mexikanischen Frachtflieger Aeronaves TSM. Der Rest fliegt überwiegend als Frachter, dazu kommen wenige Maschinen in Afrika. Stand Oktober 2026 kann sich diese Zahl weiter verringert haben.

Was sind C-9A, C-9B und VC-9C?

Militärversionen auf Basis der DC-9-32CF. Die US Air Force flog 21 C-9A Nightingale als Sanitätsflugzeuge bis 2005 und drei VC-9C als Regierungsflieger bis 2011. Die US Navy und das Marine Corps nutzten die C-9B Skytrain II – die Navy bis 2014, das Marine Corps bis 2017.

McDonnell Douglas DC-9 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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