Aeropostal

Eine der ältesten Airlines Lateinamerikas: 1929 von der französischen Aéropostale gegründet, später als LAV verstaatlicht, privatisiert, wieder verstaatlicht – und über Jahrzehnte mit DC-9 und MD-80 im venezolanischen Inlandsnetz unterwegs.

Auch bekannt als: Aeropostal Alas de Venezuela · Aeropostal Alas de Venezuela C.A. · LAV · Línea Aeropostal Venezolana · CW

VenezuelaVenezuelaNetzwerk-AirlinesIATA: CWICAO: ALV11 Min. Lesezeit

CW

IATA-Code

ALV

ICAO-Code

1929

Erste Flüge

YV

Kennzeichen-Präfix Venezuela

Das Wichtigste in Kürze

  • Aeropostal ist eine der ältesten Airlines Lateinamerikas: Die ersten Flüge in Venezuela starteten 1929 unter französischer Regie.
  • Codes: IATA CW, ICAO ALV, Rufzeichen „AEROPOSTAL“.
  • Die Geschichte ist ein Wechselbad: Staatsairline LAV, Einstellung 1994, Privatisierung 1997/1998 als Aeropostal Alas de Venezuela, ab 2008/2009 wieder unter staatlicher Kontrolle.
  • DC-9 und MD-80 prägten die Airline über Jahrzehnte; die DC-9 ist inzwischen ausgemustert, die MD-80-Familie fliegt weiter.
  • Heute ist Aeropostal klein: wenige Flugzeuge, vor allem Inlandsstrecken ab Caracas.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Aeropostal im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Von der französischen Luftpost zur LAV
  4. 4.Inlandsairline im Schatten der VIASA
  5. 5.Das DC-9-Zeitalter
  6. 6.Einstellung, Privatisierung und Neustart
  7. 7.Krise und Rückkehr zum Staat
  8. 8.Die heutige Flotte: MD-80 als letzter Klassiker
  9. 9.Woran du Aeropostal erkennst
  10. 10.Aeropostal spotten
  11. 11.Häufige Verwechslungen
  12. 12.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeCW
ICAO-CodeALV
RufzeichenAEROPOSTAL
DrehkreuzeCCS
StatusStaatliche Airline mit kleinem Inlandsnetz; Flugbetrieb 2017 unterbrochen und 2018 wieder aufgenommen
GeschäftsmodellLinienairline, heute vor allem im venezolanischen Inlandsverkehr
Gegründet1929 als Ableger der französischen Aéropostale, erste Flüge am 3. Juli 1929
Sitz und DrehkreuzCaracas, Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía (CCS)
EigentümerVenezolanischer Staat (seit der Übernahme ab 2008/2009)
Allianzkeine
Flotte (laut spanischsprachiger Wikipedia, Stand 2026)Wenige McDonnell Douglas MD-82 und MD-83, teils in der Wartung
Historische Jet-TypenDouglas DC-8, Caravelle, DC-9, MD-80-Familie, Boeing 727-200 und Airbus A320
KennzeichenVenezolanische Registrierung mit YV

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Aeropostal?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Fast immer eine MD-80: T-Leitwerk, zwei Triebwerke am Heck, langer schlanker Rumpf
  • Schriftzug „Aeropostal“ am Rumpf
  • Venezolanisches Kennzeichen mit YV, bei neueren Registrierungen ohne Bindestrich direkt gefolgt von Ziffern
  • Flugnummern mit CW, auf Trackern der ICAO-Code ALV
  • Heute vor allem an Inlandsflughäfen wie Caracas, Valencia und Porlamar zu sehen
  • Auf Archivfotos: kurze und lange DC-9, Boeing 727-200 und geleaste Airbus A320

Wer sich für Airlines mit langer Geschichte interessiert, kommt an Aeropostal nicht vorbei. Die venezolanische Gesellschaft hat fast ein Jahrhundert hinter sich: französische Luftpost-Pioniere, Super Constellations nach New York, Jahrzehnte mit der DC-9, eine Privatisierung, eine erneute Verstaatlichung und zuletzt eine kleine Flotte aus MD-80. Diese Seite zeigt dir, woher Aeropostal kommt, welche Flugzeuge die Airline geprägt haben und woran du ihre Maschinen erkennst – im Feld und auf Archivfotos.

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Aeropostal im Überblick

Aeropostal ist eine staatliche Airline aus Venezuela mit Sitz in Caracas. Ihr Drehkreuz ist der Flughafen Simón Bolívar in Maiquetía an der Küste vor der Hauptstadt (CCS). Der vollständige Name lautet heute Aeropostal Alas de Venezuela – ein Erbe der Privatisierung in den 1990er-Jahren. Die Wurzeln reichen aber viel weiter zurück: Die ersten Flüge fanden am 3. Juli 1929 statt, damit gehört Aeropostal zu den ältesten Airlines Lateinamerikas.

Heute ist von der einstigen Größe wenig übrig. Nach den letzten verfügbaren Angaben fliegt Aeropostal mit einer Handvoll Flugzeugen der MD-80-Familie, vor allem im Inland. Ende 2025 standen Caracas, Valencia, Porlamar auf der Isla Margarita und saisonal El Vigía im Netz. Weil sich Flotte und Strecken in Venezuela schnell ändern, gilt dieser Stand mit Vorsicht (Oktober 2026).

CWIATA-Code in der Flugnummer
ALVICAO-Code auf dem Tracker
1929Erste Flüge in Venezuela

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code CW: steht in der Flugnummer auf Tickets und Anzeigetafeln.
  • ICAO-Code ALV: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
  • Rufzeichen AEROPOSTAL: so meldet sich die Crew im Funk.

Wichtig für die Suche: Der ICAO-Code lautet ALV, nicht etwa „AER“ oder ähnlich – wer nach dem Namen sucht, findet die Flüge auf manchen Trackern nicht auf Anhieb. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Guide IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Tracker richtig lesen

Viele Tracker zeigen das ICAO-Rufzeichen statt der Flugnummer. Suchst du nach Aeropostal, filtere nach ALV. Den Flugzeugtyp siehst du dort als ICAO-Typcode, etwa MD82 oder MD83 – was die Kürzel bedeuten, steht im Artikel ICAO-Typcodes erklärt.

Von der französischen Luftpost zur LAV

Die Geschichte beginnt mit der französischen Aéropostale, die Ende der 1920er-Jahre unter dem Unternehmer Marcel Bouilloux-Lafont ein Luftpostnetz in Südamerika aufbaute. Ihr venezolanischer Zweig nahm 1929 den Betrieb auf. Schon wenige Jahre später, Anfang der 1930er-Jahre, übernahm der venezolanische Staat die Gesellschaft. Daraus wurde die Línea Aeropostal Venezolana, kurz LAV – unter diesem Namen kannte man die Airline über Jahrzehnte.

In den ersten Jahren flogen Latécoère 28, später kamen Lockheed Electra und Lodestar sowie die Douglas DC-3 dazu. Mit der DC-3 erschloss LAV viele kleine Plätze im Landesinneren, in einem Land mit Anden, Llanos und Regenwald war das Flugzeug oft die schnellste Verbindung. Die Geschichte dieses Typs erzählt der Beitrag zur DC-3.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde LAV international: 1945 ging es nach Boa Vista in Brasilien, 1946 nach Aruba und 1947 nach New York. Für die Langstrecke setzte LAV auf die Lockheed Constellation und ab Mitte der 1950er-Jahre auf die Super Constellation. Dazu kamen Ziele wie Bogotá, Lima und Panama. Wer mehr über den eleganten Vierstrahler wissen will, findet ihn im Artikel zur Lockheed Constellation.

1929

Erste Flüge des venezolanischen Zweigs der französischen Aéropostale.

1930er-Jahre

Übernahme durch den Staat, Betrieb als Línea Aeropostal Venezolana (LAV).

1945–1947

Erste Auslandsstrecken: Boa Vista, Aruba und schließlich New York.

Anfang der 1960er

Langstrecke geht an VIASA, LAV konzentriert sich auf Inland und Region.

1994–1998

Einstellung, Versteigerung und Neustart als Aeropostal Alas de Venezuela.

2008 bis heute

Rückkehr unter staatliche Kontrolle, Pause 2017/2018, kleine MD-80-Flotte.

Inlandsairline im Schatten der VIASA

Mitte der 1950er-Jahre traf LAV eine Serie schwerer Unfälle. Der schlimmste ereignete sich am 20. Juni 1956: Eine Super Constellation auf dem Flug von New York nach Caracas stürzte vor der Küste von New Jersey in den Atlantik, 74 Menschen kamen ums Leben. Es war der schwerste Unfall in der Geschichte der Airline.

Anfang der 1960er-Jahre ordnete Venezuela seinen Luftverkehr neu. Die internationalen Langstrecken gingen an die neu gegründete VIASA, LAV blieb vor allem im Inland und auf kürzeren Regionalstrecken in die Karibik aktiv. Für die nächsten Jahrzehnte war Aeropostal damit die Airline, mit der Venezolaner zwischen Caracas, Maracaibo, Mérida, Ciudad Guayana oder der Isla Margarita pendelten.

Die Flotte wurde in dieser Zeit moderner. Turboprops wie die Hawker Siddeley HS 748 flogen auf kürzeren Strecken, später kam nach der Caravelle der Jet, der Aeropostal am stärksten prägen sollte: die DC-9.

Das DC-9-Zeitalter

Über Jahrzehnte war die Douglas DC-9 das Arbeitspferd von Aeropostal. Laut spanischsprachiger Wikipedia gingen insgesamt mehrere Dutzend Exemplare durch die Flotte, von der kürzeren DC-9-30 bis zur langen DC-9-50. Der robuste Zweistrahler mit T-Leitwerk trug das dichte Inlandsnetz zwischen Caracas, den Städten in den Anden und der Isla Margarita.

Die DC-9 war allerdings auch an einem der schwersten Unglücke beteiligt: Am 5. März 1991 prallte Flug 108 auf dem kurzen Inlandsflug von Maracaibo nach Santa Bárbara del Zulia kurz nach dem Start gegen einen Berghang. Alle 45 Menschen an Bord starben.

Die letzte DC-9-30 absolvierte im März 2011 ihren letzten Linienflug, die längeren DC-9-50 blieben danach noch eine Weile im Dienst. Heute ist die DC-9 bei Aeropostal Geschichte. Wenn du noch eine DC-9 im Liniendienst sehen willst, ist Südamerika aber nach wie vor eine der besten Adressen. Mehr zum Typ und seiner Weiterentwicklung unter McDonnell Douglas findest du auf der Seite zur McDonnell Douglas DC-9.

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Einstellung, Privatisierung und Neustart

Im August 1994 stellte der Staat den Flugbetrieb von Aeropostal ein – eine Sparmaßnahme. Bei einer Versteigerung in Caracas im Jahr 1997 übernahm die private Corporación Alas de Venezuela die Reste der Airline. Anfang 1998 hob die Gesellschaft als Aeropostal Alas de Venezuela wieder ab. Der Neustart war von langwierigen Rechtsstreitigkeiten um die Finanzierung begleitet, die vor allem Gerichte in New York jahrelang beschäftigten.

Die private Aeropostal war ehrgeizig. Neben DC-9 flogen MD-83 und Boeing 727-200, kurzzeitig auch zwei geleaste Airbus A320 mit irischer Registrierung. Ab Mitte 1998 standen wieder Flüge in die USA im Plan, ab Ende 2001 auch Madrid. Dazu kamen Ziele in der Karibik und in Südamerika.

Zeitraum Typen (Auswahl) Einsatz
1930er–1950er Latécoère 28, Lockheed Electra und Lodestar, DC-3 Post- und Inlandsverkehr
1950er Constellation, Super Constellation Langstrecke nach New York, Südamerika
bis in die 1980er HS 748 und weitere Turboprops Inland und Region
bis in die 2010er DC-9 (Serien 30 bis 50) Rückgrat im Inland
späte 1990er–2000er MD-80-Familie, Boeing 727-200, Airbus A320 Inland, Karibik, USA
seit etwa 2009 MD-82 und MD-83 heutige Rest-Flotte

Die Angaben zu Typen und Zeiträumen stammen vor allem aus Nachschlagewerken; genaue Stückzahlen und Daten weichen je nach Quelle voneinander ab.

Krise und Rückkehr zum Staat

Ende 2007 geriet die private Aeropostal in eine schwere Krise. Die Flotte schrumpfte innerhalb kurzer Zeit von 22 auf nur noch drei Flugzeuge, die Luftfahrtbehörde INAC legte die Airline zeitweise still. 2008 wurde ein Verkauf an eine Gruppe um die Familie Makled gemeldet, das Geschäft war jedoch umstritten. 2009 kündigte die Regierung die Verstaatlichung an – seitdem ist Aeropostal wieder eine staatliche Airline, neben der deutlich größeren Conviasa.

Auch unter staatlicher Führung blieb die Lage schwierig. Fehlende Devisen, Ersatzteilmangel und abgelaufene Zulassungen zwangen Aeropostal 2017 zur Pause: Am 24. September 2017 stellte sie den Flugbetrieb vorerst ein. Am 8. August 2018 meldete sich die Airline zurück, und zwar mit einer internationalen Verbindung von Caracas nach Havanna. Danach rückte wieder das Inlandsnetz in den Mittelpunkt.

Achtung bei alten Quellen

Ältere Spotterberichte und Flottenlisten zeigen oft ein ganz anderes Bild: mehr Flugzeuge, DC-9 im Einsatz und Auslandsstrecken in die USA oder nach Madrid. Für Aeropostal gilt besonders, dass du nur aktuellen Flugplänen und Trackerdaten trauen solltest.

Die heutige Flotte: MD-80 als letzter Klassiker

Laut spanischsprachiger Wikipedia bestand die Flotte 2026 nur noch aus wenigen Flugzeugen der MD-80-Familie: einigen MD-82 im Einsatz und MD-83, die teils in der Wartung standen. Das Durchschnittsalter liegt bei über 30 Jahren. Damit gehört Aeropostal zu den letzten Linienbetreibern dieser Generation weltweit – ähnlich wie die private Laser Airlines, die in Venezuela ebenfalls mit Flugzeugen der DC-9- und MD-80-Familie fliegt.

Die MD-80 ist eine Weiterentwicklung der DC-9 von McDonnell Douglas. Sie ist deutlich länger, hat eine größere Spannweite und stärkere Triebwerke in langen, schlanken Gondeln am Heck. Das Hochleitwerk und die Triebwerke am Rumpfende teilt sie mit der DC-9 und der späteren Boeing 717.

Das spricht für eine MD-80

  • Langer, schlanker Rumpf mit vielen Fenstern
  • Lange Triebwerksgondeln am Heck
  • Auf Trackern als MD82 oder MD83 geführt
  • Bei Aeropostal heute der Normalfall

Das spricht für eine DC-9

  • Kürzerer Rumpf, vor allem bei der DC-9-30
  • Kleinere, kürzere Triebwerksgondeln
  • Auf Trackern als DC93 oder DC95 geführt
  • Bei Aeropostal nur noch auf Archivfotos

MD-82 und MD-83 sehen von außen nahezu gleich aus. Die Unterschiede liegen vor allem bei Triebwerksversion, Gewicht und Tankkapazität. Im Feld hilft dir deshalb nur das Kennzeichen in Verbindung mit einer Flottenliste oder der Typcode auf dem Tracker.

Woran du Aeropostal erkennst

Am einfachsten erkennst du Aeropostal am Schriftzug „Aeropostal“ am Rumpf und an der Kombination aus Flugzeugtyp und Kennzeichen. Eine aktuelle Aeropostal-Maschine ist fast immer eine MD-80 mit venezolanischer Registrierung. Venezolanische Kennzeichen beginnen mit YV; neuere Registrierungen bestehen aus YV und Ziffern ohne Bindestrich, ältere Registrierungen hatten noch einen Bindestrich. Wie Kennzeichen weltweit aufgebaut sind, zeigt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.

Die Bemalung hat sich über die Jahrzehnte mehrfach geändert. Gerade auf Archivfotos lohnt sich deshalb ein Blick auf den Flugzeugtyp: Eine Super Constellation weist auf die LAV-Zeit hin, eine Boeing 727 oder ein Airbus auf die Jahre nach der Privatisierung, eine DC-9 auf fast jede Phase zwischen den 1970er- und 2010er-Jahren. Tipps zum Bestimmen alter Typen gibt der Artikel Oldtimer am Himmel erkennen.

Typ bestimmen

T-Leitwerk und Hecktriebwerke? Dann bist du bei DC-9 oder MD-80.

Kennzeichen lesen

Beginnt es mit YV, ist das Flugzeug in Venezuela registriert.

Titel prüfen

Der Schriftzug am Rumpf trennt Aeropostal von Laser, Avior und anderen.

Tracker abgleichen

ALV im Rufzeichen bestätigt, dass Aeropostal den Flug durchführt.

Aeropostal spotten

Realistisch begegnest du Aeropostal heute nur in Venezuela. Die besten Chancen hast du am Hauptflughafen Caracas-Maiquetía und an Inlandsflughäfen wie Valencia und Porlamar. Dort triffst du auch auf die anderen venezolanischen Airlines, etwa Avior Airlines, Estelar und Laser. Für viele Spotter ist eine Reise nach Venezuela allerdings kaum planbar; informiere dich vorher gründlich über Sicherheitslage und Reisehinweise und fotografiere nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.

Für Spotter in Europa bleibt Aeropostal vor allem ein Thema für Flugtracker und Archive. Über ADS-B-Netzwerke lassen sich auch Flüge in Südamerika verfolgen, sofern dort Empfänger stehen – die Abdeckung ist aber lückenhafter als in Europa. Wie du Tracker sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.

Wenn dich MD-80 in Lateinamerika und der Karibik reizen, lohnt der Blick auf Betreiber mit ähnlicher Flotte. Ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit ist Insel Air aus Curaçao, die MD-80 bis zu ihrem Ende 2019 einsetzte, ein anderes Andes Líneas Aéreas aus Argentinien.

Gute Chancen auf Aeropostal, wenn …

  • du an einem venezolanischen Inlandsflughafen mit CW-Flügen im Plan bist
  • der Tracker einen ALV-Flug im Anflug zeigt

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach älteren Flugplänen oder Berichten planst
  • du auf internationale Strecken hoffst – sie wechseln häufig

Eher kein Aeropostal-Tag, wenn …

  • du außerhalb Venezuelas spottest – dort ist die Airline praktisch nicht mehr unterwegs

Häufige Verwechslungen

  • Aeropostal mit der Modemarke Aéropostale verwechseln – die Bekleidungsmarke hat mit der Airline nichts zu tun, nur der Name klingt gleich.
  • Aeropostal mit VIASA gleichsetzen – VIASA war die internationale Flag-Carrier Venezuelas, Aeropostal flog über Jahrzehnte vor allem im Inland.
  • Jede venezolanische MD-80 für Aeropostal halten – auch Laser Airlines fliegt MD-80, der Titel am Rumpf entscheidet.
  • MD-82 und MD-83 am Äußeren unterscheiden wollen – das gelingt praktisch nur über Kennzeichen oder Typcode.
  • Nach „Aeropostal“ statt nach ALV filtern – auf Trackern führt der ICAO-Code schneller zum Ziel als der Name.
  • Alte Flottenlisten als aktuell nehmen – die Flotte ist heute viel kleiner als in den 1990er- und 2000er-Jahren.

Seltene Airlines im Blick

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Fazit

Aeropostal ist ein Stück lebende Luftfahrtgeschichte. Die Airline hat Luftpostflüge der 1920er-Jahre, das Constellation-Zeitalter, Jahrzehnte mit der DC-9 und eine bewegte Phase zwischen Staat und Privatwirtschaft hinter sich. Heute ist sie klein und fliegt vor allem im Inland – aber mit der MD-80 eines der letzten Exemplare einer ganzen Jet-Generation im Liniendienst. Wer eine Aeropostal-MD-80 vor die Linse bekommt, hat einen echten Klassiker im Logbuch.

Kurzfazit

Aeropostal (IATA CW, ICAO ALV) ist eine staatliche venezolanische Airline mit Wurzeln im Jahr 1929. Erkennbar ist sie heute an MD-80, YV-Kennzeichen und dem Schriftzug „Aeropostal“ – die DC-9 gibt es bei ihr nur noch auf Archivfotos.

Zusammenfassung

  • Aeropostal entstand 1929 als venezolanischer Zweig der französischen Aéropostale und wurde in den 1930er-Jahren vom Staat übernommen.
  • Nach der Gründung der VIASA Anfang der 1960er-Jahre konzentrierte sich die Airline auf Inlands- und Regionalstrecken.
  • Nach der Einstellung 1994 und der Privatisierung flog sie unter dem Namen Aeropostal Alas de Venezuela mit DC-9, MD-83, Boeing 727 und kurzzeitig Airbus-Jets.
  • Spotter erkennen Aeropostal heute an der MD-80, dem YV-Kennzeichen und dem Code ALV auf dem Tracker.

Häufige Fragen

Gibt es Aeropostal heute noch?

Ja, nach den letzten verfügbaren Angaben schon. Aeropostal unterbrach den Flugbetrieb im September 2017 und nahm ihn im August 2018 mit einer Verbindung Caracas–Havanna wieder auf. Ende 2025 flog die staatliche Airline mit sehr kleiner Flotte vor allem im Inland. Weil sich Angebot und Flotte in Venezuela schnell ändern, prüf vor einer Planung immer den aktuellen Flugplan (Stand Oktober 2026).

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Aeropostal?

Aeropostal fliegt unter dem IATA-Code CW und dem ICAO-Code ALV. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AEROPOSTAL“.

Welche Flugzeuge fliegt Aeropostal?

Laut spanischsprachiger Wikipedia bestand die Flotte 2026 nur noch aus wenigen McDonnell Douglas MD-82 und MD-83, von denen ein Teil in der Wartung stand. Die Flugzeuge sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Die DC-9, über Jahrzehnte das Rückgrat der Airline, ist ausgemustert.

Was hat Aeropostal mit der französischen Aéropostale zu tun?

Die französische Luftpostgesellschaft Aéropostale unter Marcel Bouilloux-Lafont baute Ende der 1920er-Jahre Strecken in Südamerika auf. Ihr venezolanischer Zweig startete 1929. Anfang der 1930er-Jahre übernahm der venezolanische Staat den Betrieb; daraus wurde die Línea Aeropostal Venezolana (LAV). Der Name Aeropostal blieb bis heute erhalten.

Was war das Verhältnis zwischen Aeropostal und VIASA?

Anfang der 1960er-Jahre wurde der internationale Verkehr neu geordnet: Die Langstrecke ging an die neue VIASA, Aeropostal flog vor allem im Inland und in der Region. Erst nach der Privatisierung in den späten 1990er-Jahren kamen wieder Flüge in die USA und nach Europa dazu.

Was ist der Unterschied zwischen DC-9 und MD-80?

Die MD-80 ist eine gestreckte Weiterentwicklung der DC-9 mit längerem Rumpf, größerer Spannweite und stärkeren Triebwerken in längeren Gondeln. Beide haben ein T-Leitwerk und zwei Hecktriebwerke. Bei Aeropostal flogen über die Jahre verschiedene DC-9-Versionen bis zur langen DC-9-50 sowie MD-82 und MD-83.

Welche Unfälle gab es bei Aeropostal?

Der schwerste Unfall ereignete sich am 20. Juni 1956, als eine Lockheed Super Constellation auf dem Weg von New York nach Caracas vor der Küste von New Jersey in den Atlantik stürzte; 74 Menschen starben. Am 5. März 1991 prallte eine DC-9 (Flug 108) kurz nach dem Start in Maracaibo gegen einen Berghang, alle 45 Insassen kamen ums Leben.

Wo kann ich Aeropostal spotten?

Realistisch nur in Venezuela, vor allem am Hauptflughafen Caracas-Maiquetía und an Inlandsflughäfen wie Valencia oder Porlamar auf der Isla Margarita. Außerhalb des Landes ist Aeropostal heute praktisch nicht mehr zu sehen. Für Spotter in Europa bleibt die Airline vor allem ein Thema für Archivfotos und Flugtracker.

Aeropostal im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas MD-80

Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas MD-82

Mehr als jede andere Version prägte die MD-82 das Bild der MD-80-Familie: Hunderte „Super 80“ bei American Airlines, 90 Maschinen bei Alitalia, Lizenzmontage in Shanghai. So erkennst du sie und so findest du heute noch eine.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas MD-83

Mehr Treibstoff, mehr Gewicht, mehr Reichweite: Die MD-83 war die Langstrecken-Version der MD-80 und flog Urlauber ohne Zwischenstopp ans Mittelmeer und auf die Kanaren. Heute hält sie sich als ACMI-Charterjet und als Frachter.

Flugzeugtyp

McDonnell Douglas DC-9

Zwei Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk oben auf der Flosse: Die DC-9 prägte ab 1965 die Kurzstrecke in Europa und den USA. So erkennst du die Serien 10 bis 50 und trennst sie von MD-80, 717 und One-Eleven.

Flugzeugtyp

Boeing 727-200

Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.

Flugzeugtyp

Lockheed L-1049 Super Constellation

Drei Seitenflossen, ein Rumpf wie ein Delfin und vier dröhnende Sternmotoren: Die Lockheed Super Constellation ist der Inbegriff der Propeller-Ära. Mit ihr startete Lufthansa 1955 in die Langstrecke, und in Basel hielt ein Verein bis 2016 eine Super Connie in der Luft. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo du sie heute noch findest.

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