Das Wichtigste in Kürze
- Die MD-82 ist die meistgebaute Version der MD-80-Familie: 539 Maschinen unter dieser Bezeichnung, dazu 30 als MD-82T geführte.
- Ihr Plus gegenüber der MD-81: die stärkeren JT8D-217-Triebwerke und ein höheres Startgewicht – ideal für heiße Flughäfen und volle Kabinen.
- American Airlines machte sie berühmt: 1982 begann das Leasing, 1984 folgte eine Großbestellung, bis 2019 flog die „Super 80“ bei American.
- In Europa prägten vor allem Alitalia, Meridiana, Spanair und zahlreiche Charterairlines das Bild. Der letzte reguläre Flug einer MD-82 in Europa fand im Oktober 2023 statt.
- Von außen gleicht sie MD-81, MD-83 und MD-88 – am Zaun entscheiden Kennzeichen und Typcode MD82.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die MD-82?
- 2.Entstehung: mehr Schub für die Super 80
- 3.American Airlines und die „Super 80“
- 4.Die MD-82 in den USA neben American
- 5.MD-82 in Europa
- 6.Lizenzmontage in Shanghai
- 7.MD-82, MD-81, MD-83 oder MD-88?
- 8.Abgrenzung zu DC-9, MD-87, MD-90 und 717
- 9.Wo die MD-82 heute noch fliegt
- 10.MD-82 im Museum
- 11.Fototipps für die MD-82
- 12.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 13.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | McDonnell Douglas, Long Beach (Kalifornien); Lizenzmontage einzelner Maschinen in Shanghai |
|---|---|
| Familie | MD-80 (MD-81, MD-82, MD-83, MD-87, MD-88) |
| ICAO-Typcode | MD82 |
| Offizielle Zulassungsbezeichnung | DC-9-82 |
| Erstflug | 8. Januar 1981 |
| FAA-Zulassung | 29. Juli 1981 |
| Erstauslieferung | 5. August 1981 an Republic Airlines |
| Letzte Auslieferung | November 1997 an U-Land Airlines (Taiwan) |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney JT8D-217, -217A oder -217C am Rumpfheck, je rund 89 kN Schub (JT8D-217) |
| Länge | 45,06 m |
| Spannweite | 32,87 m |
| Höhe | 9,02 m |
| Sitzplätze | bis 155 in reiner Economy, rund 143 in zwei Klassen |
| Max. Startgewicht | zunächst rund 66,7 t, später rund 67,8 t |
| Reichweite | rund 3.800 km mit 155 Passagieren |
| Reisegeschwindigkeit | Mach 0,76 (Langstreckenflug) bis Mach 0,80 |
| Produktion | 539 MD-82, dazu 30 als MD-82T geführte Maschinen |
| Status | Historisch im europäischen Linienverkehr (letzter Flug Oktober 2023); Restbestände in Amerika, Afrika und als Frachter |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk und zwei Triebwerke seitlich am Rumpfheck – das Grundbild der ganzen DC-9- und MD-80-Familie
- Langer, schlanker Rumpf von gut 45 m, deutlich gestreckter als jede DC-9
- Kräftige, lange JT8D-200-Gondeln, sichtbar dicker als die schlanken Röhren der DC-9
- Flügel ohne Winglets, gegenüber der DC-9 größer und weiter auslaufend
- Außen praktisch identisch mit MD-81, MD-83 und MD-88 – die Version klärst du über Kennzeichen oder den Code MD82
- Bei American Airlines blank polierter Aluminiumrumpf mit den Streifen in Rot, Weiß und Blau
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein langer, silbern glänzender Rumpf mit roten, weißen und blauen Streifen, zwei kräftige Triebwerke am Heck, das Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse: Für viele US-Spotter war genau das über Jahrzehnte der Inbegriff eines Kurzstreckenjets. Die McDonnell Douglas MD-82 ist die meistgebaute Version der MD-80-Familie und das Flugzeug, das bei American Airlines als „Super 80“ Kultstatus erreichte. In Europa flog sie für Alitalia, Meridiana, Spanair und viele Ferienflieger. Hier erfährst du, was die MD-82 von ihren Schwestern unterscheidet, wer sie flog und wo du heute noch eine erwischst.
Eine Super 80 vor der Linse?
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Was ist die MD-82?
Die MD-82 ist die zweite Version der MD-80-Familie – und die mit Abstand erfolgreichste. Sie teilt sich Rumpf, Flügel und Cockpit mit der MD-81, bekam aber die stärkeren Triebwerke vom Typ Pratt & Whitney JT8D-217 und ein höheres maximales Startgewicht. Das klingt nach einem Detail, war aber genau das, was viele Airlines wollten: Mit mehr Schub kommt eine voll besetzte Maschine auch an heißen Sommertagen oder auf hoch gelegenen Flughäfen ohne Gewichtseinschränkungen in die Luft.
Wie alle MD-80 ist die MD-82 ein zweistrahliger Schmalrumpfjet mit einem Gang und fünf Sitzen pro Reihe in der Economy. In reiner Economy-Bestuhlung passen bis zu 155 Passagiere hinein, in zwei Klassen typisch rund 143. Die Reichweite liegt mit voller Kabine bei rund 3.800 Kilometern – genug für jede Strecke innerhalb Europas oder quer über die USA mit Zwischenstopp.
Offiziell heißt das Flugzeug bis heute DC-9-82. Als McDonnell Douglas die Familie 1983 von „DC-9 Super 80“ in MD-80 umbenannte, blieb die Musterzulassung beim alten DC-9-Namen. Deshalb findest du in Luftfahrzeugregistern oft DC-9-82, in Flugplänen und Tracking-Diensten aber den ICAO-Code MD82. Wie du solche Einträge liest, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Entstehung: mehr Schub für die Super 80
Die MD-80-Familie startete 1979 mit der MD-81, die Swissair im Oktober 1980 in Dienst stellte. Schon im April 1979 hatte McDonnell Douglas die stärkere Version angekündigt. Die MD-82 – damals noch als DC-9 Super 82 – hob am 8. Januar 1981 zum Erstflug ab und erhielt am 29. Juli 1981 die Zulassung der US-Luftfahrtbehörde FAA.
Erste Kundin war die US-Regionalairline Republic Airlines aus Minneapolis, die ihre erste Maschine am 5. August 1981 übernahm. Zunächst war die MD-82 mit dem JT8D-217 für rund 89 kN Schub zugelassen. Ab Mitte 1982 gab es die Variante JT8D-217A, die einen garantierten Startschub auch bei höheren Temperaturen und auf höher gelegenen Plätzen lieferte, dazu später die sparsamere JT8D-217C. Das maximale Startgewicht stieg im Lauf der Produktion von rund 66,7 auf rund 67,8 Tonnen.
Nicht jeder Kunde nahm das stärkste Triebwerk: Die Schweizer Charterairline Balair bestellte ihre MD-82 mit den schwächeren JT8D-209 der MD-81. Die Triebwerke stammen alle aus der JT8D-200-Familie von Pratt & Whitney, deren dicke, lange Gondeln das Bild der MD-80 prägen.
Produziert wurde die MD-82 bis 1997. Die letzte Maschine ging im November 1997 an U-Land Airlines aus Taiwan. Da war McDonnell Douglas bereits in Boeing aufgegangen, und die Linie lief mit der MD-90 und der Boeing 717 weiter.
American Airlines und die „Super 80“
Ohne American Airlines wäre die MD-82 nicht der Bestseller der Familie geworden. Anfang der 1980er-Jahre verkaufte sich die MD-80 schleppend, und McDonnell Douglas brauchte dringend einen Großkunden. Im Oktober 1982 einigte sich der Hersteller mit American auf ein Leasing von zwanzig MD-82 mit 142 Sitzen – zu sehr flexiblen Bedingungen, die das Risiko weitgehend beim Hersteller ließen. Das Experiment lohnte sich: Im März 1984 legte American 67 Festbestellungen und 100 Optionen nach.
In den Jahren danach wuchs die Flotte enorm. Laut der Flottenübersicht auf Wikipedia gingen bei American über die Jahre insgesamt 270 MD-82 in Dienst, dazu kamen über 100 MD-83. Zeitweise flog American Airlines weltweit die größte MD-80-Flotte überhaupt. Die Drehkreuze Dallas/Fort Worth und Chicago O’Hare waren über Jahrzehnte voll von glänzenden Super 80.
Den Spitznamen erklärt die Geschichte des Namens: Während McDonnell Douglas ab 1983 nur noch von MD-80 sprach, behielt American die ursprüngliche Bezeichnung „Super 80“ in der eigenen Flottendokumentation bei. Unter Spottern weltweit kam noch der Name „Mad Dog“ dazu – ein Wortspiel mit dem Kürzel MD.
Den Abschied feierte American am 4. September 2019: Der letzte Linienflug mit der Flugnummer 80 führte von Dallas/Fort Worth nach Chicago O’Hare. Viele ehemalige American-MD-82 landeten danach auf Abstellflächen in der Wüste; was dort mit ausgemusterten Jets passiert, zeigt der Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Polierter Rumpf als Markenzeichen
American flog seine Super 80 im klassischen Design mit unlackiertem, blank poliertem Aluminium und Streifen in Rot, Weiß und Blau. Fotos aus dieser Zeit gehören heute zu den gefragtesten Motiven in Spotter-Archiven. Mehr zu solchen Designs in Legendäre Airline-Lackierungen.
Die MD-82 in den USA neben American
Auch andere große US-Airlines setzten auf die MD-82. Republic Airlines ging 1986 in Northwest Airlines auf, die die MD-82 bis 1999 einsetzte. Auch Continental Airlines hatte MD-80 in der Flotte, und Midwest Airlines betrieb einige MD-82 neben MD-81 und MD-88 bis 2008. Der Ferienflieger Allegiant Air baute einen großen Teil seines Netzes auf gebrauchten MD-80 auf, darunter viele MD-82, und musterte sie 2018 aus.
Zu den bekanntesten Kapiteln in der Geschichte der MD-82 gehören leider auch Unfälle. Beim Absturz von Northwest-Flug 255 im August 1987 in Detroit und beim Unglück von Spanair-Flug 5022 im August 2008 in Madrid waren jeweils MD-82 betroffen; in beiden Fällen startete die Crew ohne ausgefahrene Landeklappen und Vorflügel, und die Startwarnung blieb stumm. In Madrid überlebten von 172 Menschen an Bord nur 18. Beide Unfälle führten zu Änderungen bei Checklisten und Warnsystemen.
MD-82 in Europa
In Europa war die MD-82 weniger dominant als in den USA, aber trotzdem ein vertrauter Anblick – vor allem im Süden.
Italien: Alitalia war neben American die wichtigste Kundin. Insgesamt flog die italienische Airline 90 MD-82, ab Mitte der 1980er-Jahre bis 2012. Der letzte kommerzielle Einsatz war am 27. Oktober 2012. Am Flughafen Rom-Fiumicino und in Mailand-Linate gehörte die MD-82 drei Jahrzehnte lang zum Alltag. Auch Meridiana aus Sardinien setzte MD-82 ein – eine davon steht heute im Museum.
Spanien: Spanair betrieb eine große MD-80-Flotte, in der die MD-82 eine wichtige Rolle spielte. Die Schwesterversionen MD-87 und MD-88 flogen außerdem bei Iberia.
Schweiz und Österreich: In der Schweiz flog Balair die MD-82, während Swissair auf die MD-81 setzte. Austrian Airlines betrieb eine gemischte MD-80-Flotte mit mehreren Versionen. Wer damals in Zürich oder Wien stand, konnte die langen Versionen nur über das Kennzeichen auseinanderhalten.
Charterverkehr: Viele gebrauchte MD-82 landeten bei Ferienfliegern rund ums Mittelmeer und in Osteuropa, die damit Urlauber aus Mitteleuropa an die Strände brachten. So tauchten MD-80 aller Versionen lange Zeit auch an deutschen Flughäfen im Sommerflugplan auf.
Europa ist MD-82-frei
Am 21. Oktober 2023 flog die MD-82 LZ-LDP von European Air Charter aus Bulgarien ihren letzten Einsatz – nach gängiger Darstellung der vorerst letzte reguläre Passagierflug einer MD-80 in Europa. Stand Oktober 2026 setzt keine europäische Airline den Typ regulär ein.
Lizenzmontage in Shanghai
Eine Besonderheit der MD-82 ist ihre chinesische Geschichte. Mitte der 1980er-Jahre vereinbarte McDonnell Douglas mit der Shanghai Aviation Industrial Corporation, MD-82 aus angelieferten Bausätzen in China zu montieren; die Montage begann Ende 1986. Die Shanghaier Flugzeugbau-Tradition lebt heute im Umfeld des Herstellers COMAC weiter.
Abnehmer waren China Eastern Airlines, China Northern und China Southern Airlines, die die China-Northern-Flotte nach der Fusion 2003 übernahm. Wie viele MD-82 und MD-83 genau in Shanghai entstanden, geben die Quellen unterschiedlich an – die Angaben reichen von gut 20 bis über 30 Maschinen. Aus heutiger Sicht war das Projekt ein wichtiger Schritt für den chinesischen Flugzeugbau.
MD-82, MD-81, MD-83 oder MD-88?
Hier wird es für Spotter knifflig: Die vier langen MD-80 sind außen praktisch identisch. Gleicher Rumpf, gleiche Flügel, gleiche Leitwerke. Die Unterschiede stecken in Triebwerksversion, Tankvolumen, Gewicht und Cockpit.
| Merkmal | MD-81 | MD-82 | MD-83 | MD-88 |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | MD81 | MD82 | MD83 | MD88 |
| Triebwerk | JT8D-209 | JT8D-217/-217A/-217C | JT8D-219 | JT8D-217C/-219 |
| Länge | 45,06 m | 45,06 m | 45,06 m | 45,06 m |
| Cockpit | analog | analog | analog | EFIS-Bildschirme |
| Typischer Erstbetreiber | Swissair | Republic Airlines | Alaska Airlines | Delta Air Lines |
| Besonderheit | Ausgangsversion | meistgebaute Version | mehr Treibstoff, größte Reichweite | modernisiertes Cockpit und Kabine |
Am Zaun hast du deshalb drei Wege zur sicheren Version:
Typcode im Tracking
In Tracking-Diensten steht der ICAO-Code MD82 direkt beim Flug. Das ist der schnellste Weg, solange die Maschine einen Transponder mit Typangabe sendet.
Kennzeichen nachschlagen
Fotografiere das Kennzeichen scharf und schlag es im Register oder einer Flottendatenbank nach. Dort steht meist DC-9-82 oder MD-82.
Betreiber einordnen
Manche Airlines flogen nur eine Version. Bei American-Fotos aus den 1980er-Jahren ist eine MD-82 wahrscheinlicher als eine MD-83 – sicher ist es aber erst mit dem Kennzeichen.
Wie du ein unleserliches Kennzeichen trotzdem ermittelst, zeigt Unlesbares Kennzeichen ermitteln. Das Baujahr einer bestimmten Maschine findest du mit Flugzeugalter herausfinden.
Praxis-Tipp: Erst die Familie, dann die Version
Grenze zuerst sicher auf eine lange MD-80 ein – T-Leitwerk, dicke Gondeln am Heck, sehr langer Rumpf. Die Version selbst ist dann eine Frage der Datenbank, nicht des Auges. Wer das akzeptiert, vermeidet die häufigsten Fehlbestimmungen.
Abgrenzung zu DC-9, MD-87, MD-90 und 717
Außerhalb der langen MD-80 hilft das Auge wieder deutlich mehr. Der Finder grenzt die Verwandtschaft ein.
Schnellbestimmung: MD-82 oder Verwandte?
Lange MD-80 – vielleicht eine MD-82
Lange Zigarre mit kräftigen JT8D-200-Gondeln: Das ist eine MD-81, MD-82, MD-83 oder MD-88. Statistisch ist die MD-82 die häufigste, sicher wird es erst mit Kennzeichen oder dem Code MD82.
MD-87
Kürzerer Rumpf, dicke Gondeln und die verlängerte Flosse sprechen für die MD-87.
DC-9
Schlanke Gondeln und ein kompakter Rumpf deuten auf die DC-9, die Ahnin der ganzen Familie.
MD-90 oder Boeing 717
Große, runde Triebwerke sind das Bild der MD-90 mit langem Rumpf oder der kompakten Boeing 717.
Die größte Konkurrentin der MD-82 in den 1980er-Jahren war die Boeing 737-300. Sie ist leicht zu trennen: Bei der 737 hängen die Triebwerke unter den Flügeln, und das Höhenleitwerk sitzt unten am Rumpf. Wie du Typen generell an Triebwerkslage und Leitwerk sortierst, steht in Flugzeugtypen erkennen für Anfänger. Auch das Geräusch hilft: Die JT8D gehören zu den lautesten Triebwerken, die heute noch im Linienverkehr laufen – mehr dazu in Flugzeugtypen am Geräusch erkennen.
Wo die MD-82 heute noch fliegt
Die weltweite MD-80-Flotte schrumpft seit Jahren. Laut Wikipedia waren im August 2022 noch 116 Maschinen der Familie im Dienst; neuere Zählungen schwanken je nach Quelle. Ein großer Teil davon sind MD-82 und MD-83. Wichtige Betreiber sitzen in Lateinamerika, etwa die venezolanische Laser Airlines und Aeropostal. Dazu kommen Charter- und Frachtbetreiber in den USA und Afrika.
Ein zweites Leben bekam die MD-82 als Frachter. Um 2012 entstand aus einer ehemaligen American-MD-82 der erste kommerzielle Frachtumbau, die MD-82SF. Die erste umgebaute Maschine ging im Februar 2013 an Everts Air Cargo in Alaska. Wie viele MD-82 im Oktober 2026 noch fliegen, ändert sich schnell – prüf vor einer Tour am besten aktuelle Daten.
Wenn du gezielt suchen willst, filterst du in einem Tracking-Dienst nach dem Code MD82. Wie du dafür Benachrichtigungen einrichtest, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten. Wie besonders eine MD-82 in deinem Logbuch ist, schätzt du mit Wie selten ist meine Sichtung? ein.
Keine MD-82 mehr verpassen
Leg in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen an – die App meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
MD-82 im Museum
Weil viele MD-82 lange flogen, sind erhaltene Exemplare noch rar. Einige lohnen den Weg:
- Volandia bei Mailand-Malpensa: Hier steht die ehemalige Meridiana-MD-82 I-SMEL. Mehr zum Museum auf der Seite Volandia, Anreise und Fotomöglichkeiten im Spot-Guide Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa.
- Tulsa Air and Space Museum (Oklahoma): Die frühere American-MD-82 N259AA dient dort als Kinosaal.
- Stillwater (Oklahoma): Die ehemalige American-Maschine N491AA nutzt die Oklahoma State University für die Ingenieursausbildung.
Ein Museumsbesuch ist auch die beste Gelegenheit, die Details aus der Nähe zu sehen, die du am Zaun nur ahnst: die Hecktreppe unter dem Rumpf, die Gondeln und das hohe T-Leitwerk. Wer lieber selbst noch einmal mitfliegt, findet Ideen in Seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen.
Fototipps für die MD-82
Wenn sich die Chance auf eine MD-82 ergibt, lohnt sich Vorbereitung. Diese Punkte machen dein Bild auch für die spätere Bestimmung wertvoll.
Ganze Länge zeigen
Die gestreckte Silhouette ist das Markenzeichen. Eine saubere Seitenansicht bringt Rumpf, Fensterreihe und T-Leitwerk ins Bild.
Kennzeichen scharf
Bei der MD-82 entscheidet das Kennzeichen über die Version. Plane deine Brennweite so, dass die Registrierung lesbar bleibt.
Heck im Blick
Eine leicht schräge Ansicht von hinten setzt die kräftigen Gondeln und das hohe Leitwerk in Szene – gerade beim Start mit sichtbarer Abgasfahne.
Licht vorab planen
Ein seltener Gast kommt selten zweimal. Prüf vorher, wo die Sonne zur Ankunft steht.
Wie du das Licht an deinem Spot berechnest, steht in Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Klassiker stellen Seltene Flugzeuge spotten und Historische Flugzeuge erkennen vor.
Bereit für die MD-82-Jagd?
- Ich habe eine aktive Maschine mit Code MD82 im Tracking gefunden.
- Ich kenne Ankunftszeit und voraussichtliche Landerichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die MD-82, wenn …
- eine lange MD-80 mit T-Leitwerk und kräftigen Hecktriebwerken vor dir steht
- im Tracking der Code MD82 erscheint
- im Register DC-9-82 eingetragen ist
- die Maschine aus einer ehemaligen American- oder Alitalia-Flotte stammt
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Silhouette hast – MD-81, MD-83 und MD-88 sehen genauso aus
- der Betreiber gemischte MD-80-Flotten flog
- das Kennzeichen auf dem Foto nicht lesbar ist
Es ist keine MD-82, wenn …
- der Rumpf sichtbar kürzer ist und die Flosse über dem Höhenleitwerk verlängert ist – dann ist es eine MD-87
- große, runde Triebwerke am Heck sitzen – dann bist du bei MD-90 oder Boeing 717
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen – etwa bei der Boeing 737-300
- im Tracking MD81, MD83 oder MD88 steht – dann ist es eine Schwester, etwa die MD-83
Fazit
Die MD-82 ist die MD-80 schlechthin: mehr Schub als die MD-81, ein Leasing-Coup bei American Airlines und fast 570 gebaute Exemplare, wenn man die MD-82T mitzählt. Als Super 80 prägte sie fast vier Jahrzehnte lang die US-Drehkreuze, als Alitalia-Jet drei Jahrzehnte lang Italien. Von außen gleicht sie ihren langen Schwestern so sehr, dass erst Kennzeichen oder Typcode Gewissheit bringen. In Europa ist sie seit 2023 Geschichte – anderswo hält sich die zähe Super 80 noch.
Kurzfazit
Lange Zigarre, kräftige JT8D-Gondeln am Heck, T-Leitwerk – und im Tracking der Code MD82: Das ist die meistgebaute MD-80. Fliegend findest du sie heute vor allem in Amerika und Afrika oder als Frachter, in Europa nur noch im Museum.
Zusammenfassung
- Die MD-82 flog erstmals im Januar 1981 und ging im August 1981 bei Republic Airlines in Dienst. Gegenüber der MD-81 brachte sie mehr Schub und mehr Startgewicht.
- Mit der Leasing-Offensive bei American Airlines wurde sie zum Verkaufsschlager. Alitalia, Northwest und viele Ferienflieger folgten, in China entstanden Maschinen in Lizenzmontage.
- Optisch unterscheidet sie sich kaum von den anderen langen MD-80. Die sichere Zuordnung gelingt über Kennzeichen, Register oder den Code MD82 im Tracking.
- Stand Oktober 2026 fliegt keine MD-82 mehr regulär in Europa. Restbestände findest du in Amerika und Afrika, als Frachter MD-82SF oder im Museum.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen MD-81 und MD-82?
Von außen keiner, der dir am Zaun hilft. Die MD-82 bekam die stärkeren Triebwerke vom Typ JT8D-217 statt der JT8D-209 der MD-81 und ein höheres maximales Startgewicht. Dadurch kommt sie auf heißen oder hoch gelegenen Flughäfen mit voller Kabine besser weg. Die Version klärst du über Kennzeichen oder den ICAO-Code: MD81 oder MD82.
Warum nennt American Airlines die MD-82 „Super 80“?
Die Familie hieß anfangs offiziell DC-9 Super 80. McDonnell Douglas stellte 1983 auf den Namen MD-80 um, doch American behielt die alte Bezeichnung in der eigenen Flottendokumentation bei. So wurde „Super 80“ zum Spitznamen der American-Flotte.
Welchen ICAO-Typcode hat die MD-82?
Die MD-82 läuft unter MD82. Die Schwestern haben eigene Codes: MD81, MD83, MD87 und MD88. In Registern taucht die MD-82 dagegen oft als DC-9-82 auf, weil sie unter dem DC-9-Namen zugelassen wurde.
Wie viele MD-82 wurden gebaut?
Die Lieferstatistik nennt 539 MD-82 und zusätzlich 30 Maschinen unter der Bezeichnung MD-82T. Je nach Zählweise ergeben sich daher knapp 570 Exemplare. Damit ist sie mit Abstand die häufigste Version der MD-80-Familie.
Wurde die MD-82 in China gebaut?
Teilweise. Ab Mitte der 1980er-Jahre montierte die Shanghai Aviation Industrial Corporation MD-82 aus Bausätzen von McDonnell Douglas. Die Maschinen gingen an China Eastern, China Northern und China Southern. Wie viele es genau waren, geben Quellen unterschiedlich an – die Angaben reichen von gut 20 bis über 30 Maschinen.
Wann flog American Airlines die letzte MD-82?
Am 4. September 2019. Der letzte Linienflug trug passenderweise die Flugnummer 80 und führte von Dallas/Fort Worth nach Chicago O’Hare.
Fliegt die MD-82 noch?
Ja, aber nur noch vereinzelt. Einige Maschinen sind in Amerika und Afrika im Passagier- oder Charterverkehr unterwegs, andere fliegen als umgebaute Frachter MD-82SF. In Europa endete der reguläre Betrieb im Oktober 2023 mit European Air Charter aus Bulgarien.
McDonnell Douglas MD-82 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
McDonnell Douglas
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HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
HerstellerCOMAC
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