Seltene Flugzeugtypen mitfliegen: So sammelst du Typen und Airlines als Passagier

747-8, A380, Islander auf der Kurzstrecke oder ein Oldie auf der Regionalroute: Wie du seltene Typen als Passagier gezielt findest, buchst, absicherst und sauber in deinem Flugbuch festhältst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Selten heißt meist: auslaufend oder Nische. Interessant sind Typen, die gerade aus den Flotten verschwinden, die nur noch wenige Airlines betreiben oder die nur auf ganz speziellen Strecken fliegen.
  • Buchen heißt nicht sicher fliegen. Der Flugzeugtyp im Buchungssystem ist eine Planung, keine Zusage. Kurzfristige Flugzeugwechsel gehören beim Typensammeln zum Alltag.
  • Wer den Umlauf kennt, kennt das Risiko. Strecken, die ein Typ täglich und seit Monaten bedient, sind verlässlicher als Einzelflüge, auf denen er nur aushilfsweise auftaucht.
  • Regeln vorher festlegen: Zählt nur ein selbst geflogener Typ, oder reicht ein Kurzflug? Zählen Varianten wie 747-400 und 747-8 getrennt? Wer das früh entscheidet, hat ein sauberes Flugbuch.
  • Kennzeichen notieren: Erst mit dem Kennzeichen wird aus einem Flug ein dokumentiertes Erlebnis – und du siehst später, ob du dieselbe Maschine schon einmal am Zaun hattest.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Typensammeln: die kurze Antwort
  2. 2.Was einen Typ „selten“ macht
  3. 3.Die Klassiker auf der Wunschliste
  4. 4.Den Typ vor der Buchung herausfinden
  5. 5.Wenn der Flieger getauscht wird
  6. 6.Besondere Strecken: Inseln, Strände, Kurzflüge
  7. 7.Abschieds- und Sonderflüge
  8. 8.Das Flugbuch: Regeln und Daten
  9. 9.An Bord: das Beste aus dem Flug holen
  10. 10.Worauf du achten solltest
  11. 11.Fazit

Am Zaun hast du sie alle schon gesehen: die 747 im Endanflug, den A380 beim Rollen, den kleinen Turboprop auf dem Vorfeld. Irgendwann reicht das Zuschauen nicht mehr, und du willst wissen, wie sich der Oberdeck-Aufstieg im Jumbo anfühlt oder wie laut eine Islander auf einer Inselroute ist. Willkommen beim Typensammeln. Dieser Guide zeigt dir, wie Avgeeks seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen, wie sie Flüge mit dem richtigen Fluggerät finden, Flugzeugwechsel einkalkulieren und ihre Sammlung sauber dokumentieren.

Deine Typen, deine Sammlung

Im Hangar von Planetrack sammelst du Flugzeuge mit Typ, Kennzeichen und Airline – und auf der Wunschliste steht, was dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Typensammeln: die kurze Antwort

Typensammler buchen Flüge nicht nach Preis oder Abflugzeit, sondern nach dem Flugzeug, das die Strecke bedient. Das Ziel ist ein Typ, der noch im Flugbuch fehlt – oft ein Muster, das gerade aus den Flotten verschwindet, nur noch bei wenigen Airlines fliegt oder auf einer ganz besonderen Route eingesetzt wird. Die Herausforderung liegt darin, dass der Typ beim Buchen nur vorgesehen ist: Airlines tauschen Flugzeuge kurzfristig, und dann sitzt du statt im Jumbo in einem gewöhnlichen Twinjet.

Dazu kommt oft eine zweite Liste: die Airlines, mit denen du geflogen bist. Beides zusammen ergibt ein Hobby, das sich gut mit dem Spotting verbindet. Wer am Boden Kennzeichen sammelt, findet in der Luft manchmal genau die Maschine wieder, die er schon fotografiert hat. Wie das Sammeln von Airlines funktioniert, beschreibt der Artikel Airlines sammeln ausführlich.

48gebaute Passagierflugzeuge der Boeing 747-8
254gebaute Airbus A380 inklusive Testflugzeugen
~1,5 minplanmäßige Flugzeit Westray–Papa Westray

Was einen Typ „selten“ macht

Seltenheit ist beim Mitfliegen etwas anderes als am Zaun. Ein Typ kann am Flughafen Frankfurt jeden Tag landen und trotzdem schwer zu buchen sein, weil er nur auf wenigen Langstrecken fliegt. Grob lassen sich vier Kategorien unterscheiden:

  • Auslaufende Klassiker: Typen, deren Produktion beendet ist und die nach und nach aus den Flotten gehen. Die Passagier-747 und der Airbus A340 sind die bekanntesten Beispiele.
  • Kleine Serien: Muster, die nie in großen Stückzahlen gebaut wurden. Von der Boeing 747-8 entstanden nach Angaben gängiger Nachschlagewerke nur 48 Passagierflugzeuge, der Rest waren Frachter.
  • Nischentypen auf Spezialstrecken: Kleinflugzeuge auf Insel- und Versorgungsrouten, etwa die DHC-6 Twin Otter oder die Britten-Norman Islander in Schottland.
  • Regional seltene Typen: Flugzeuge, die in Europa kaum vorkommen, auf anderen Kontinenten aber noch Alltag sind – etwa die Boeing 717, die zuletzt vor allem in den USA flog.

Wie du einschätzt, ob eine Sichtung am Boden wirklich selten ist, steht im Guide Wie selten ist meine Sichtung? – vieles davon lässt sich direkt aufs Mitfliegen übertragen.

Die Klassiker auf der Wunschliste

Welche Typen gerade besonders gefragt sind, verschiebt sich mit jeder Flottenentscheidung. Die folgende Übersicht nennt Beispiele, die im Oktober 2026 viele Sammler beschäftigen. Flottenzahlen und Strecken ändern sich laufend – prüf sie vor jeder Buchung neu.

Typ Warum begehrt Wo du ihn findest (Beispiele) Worauf du achtest
Boeing 747-8 letzte Jumbo-Generation, kleine Serie Lufthansa ab Frankfurt, außerdem Air China und Korean Air, die bereits einen Teil ihrer 747-8 verkauft hat Umrüstungen auf neue Kabinen können einzelne Maschinen zeitweise binden
Boeing 747-400 klassischer Jumbo mit Oberdeck Lufthansa betreibt noch einige Exemplare, die Ausmusterung ist bis 2028 angekündigt Strecken wechseln häufig, Umlauf vorher beobachten
Airbus A380 größtes Passagierflugzeug, Produktion beendet Emirates als größter Betreiber, außerdem etwa Singapore Airlines, British Airways, Lufthansa ab München und ANA nach Honolulu Bei Emirates leicht zu bekommen, bei anderen Airlines nur auf wenigen Routen
Airbus A340-300 / -600 Vierstrahler-Langstrecke, verschwindet aus Europa Lufthansa hat die Ausmusterung beider Varianten angekündigt Die -600 stand zuerst auf der Abgabeliste, aktuellen Stand prüfen
Boeing 717 kleine Flotte, kaum Betreiber Delta und Hawaiian Beide Airlines haben den Ausstieg aus dem Typ angekündigt
Islander / Twin Otter Kurzstrecken zu Inseln, Strandlandungen Loganair in Schottland Wetter und Gezeiten bestimmen den Flugbetrieb

Für die Unterschiede zwischen den Jumbo-Generationen hilft der Guide Boeing 747-100 bis 747-8 erkennen. Wer A380 und 747 noch verwechselt, schaut in den Vergleich A380 und Boeing 747.

Auslaufende Typen nicht auf die lange Bank schieben

Wenn eine Airline das Ende eines Typs ankündigt, schrumpft das Angebot oft schneller als gedacht: Erst fallen einzelne Strecken weg, dann nur noch Aushilfseinsätze. Wer einen Klassiker im Flugbuch haben will, bucht besser früh als zum letzten Linienflug, der meist ausgebucht ist.

Den Typ vor der Buchung herausfinden

Die gute Nachricht: Der vorgesehene Flugzeugtyp ist kein Geheimnis. Die schlechte: Er ist nur eine Planung. So gehst du vor.

1. Buchungsmaske prüfen

Viele Airlines zeigen in den Flugdetails das vorgesehene Fluggerät an. Das ist dein Ausgangspunkt, aber noch keine Sicherheit.

2. Historie der Flugnummer ansehen

Auf Flugradar-Seiten siehst du, mit welchem Typ und welchem Kennzeichen die Flugnummer in den letzten Tagen und Wochen tatsächlich geflogen ist. Täglich derselbe Typ ist ein gutes Zeichen.

3. Umlauf verstehen

Langstreckenflugzeuge fliegen oft Hin- und Rückflug als Paar. Wer weiß, aus welchem Flug die Maschine kommt, erkennt früh, ob eine Verspätung oder ein Tausch droht.

4. Flugplanperiode beachten

Mit dem Wechsel zwischen Sommer- und Winterflugplan tauschen Airlines häufig Typen auf ihren Strecken. Buch nicht über den Wechsel hinweg, ohne den neuen Plan zu prüfen.

5. Kurz vor Abflug erneut checken

Sitzplan und Flugstatus verraten oft, ob das Fluggerät noch stimmt. Ändert sich die Sitzplatzverteilung, ist das ein Warnsignal.

Ausführlicher beschreibt das der Guide Flugzeugtyp vor der Buchung herausfinden. Warum Typen zum Saisonwechsel rotieren, erklärt der Artikel zum IATA-Sommer- und Winterflugplan.

Fallen: Codeshare und Wet-Lease

Zwei Begriffe solltest du kennen, bevor du für einen Typ bezahlst. Bei einem Codeshare verkauft eine Airline Plätze auf einem Flug, den eine andere durchführt – du buchst bei Airline A, fliegst aber mit dem Flugzeug von Airline B. Für die Airline-Liste ist das ein Unterschied, für die Typen-Liste oft auch. Bei einem Wet-Lease mietet eine Airline Flugzeug samt Crew bei einem anderen Betreiber. Dann steht ein ganz anderer Typ am Gate, als du erwartest – manchmal ein Ärgernis, manchmal ein unverhoffter Neuzugang. Beides erklären die Artikel Codeshare-Flüge erklärt und Wet-Lease erklärt.

Wissen, wann dein Wunschtyp kommt

Mit Sichtungs-Alarmen benachrichtigt dich Planetrack, wenn ein beobachteter Typ, eine Airline oder ein Kennzeichen an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Wenn der Flieger getauscht wird

Früher oder später passiert es jedem Sammler: Du hast den Flug wegen des Typs gebucht, und am Gate steht etwas anderes. Ein Anspruch auf ein bestimmtes Flugzeug besteht in aller Regel nicht – Airlines behalten sich den Wechsel des Fluggeräts in ihren Beförderungsbedingungen vor. Du kannst das Risiko aber kleiner machen.

Senkt das Risiko

  • Strecken, auf denen der Typ seit Wochen täglich fliegt
  • Flüge mit mehreren täglichen Umläufen desselben Typs
  • Hin- und Rückflug beide mit dem Wunschtyp, damit eine zweite Chance bleibt
  • Umbuchbare Tarife, wenn sich ein Tausch früh abzeichnet

Erhöht das Risiko

  • Einzelne Aushilfseinsätze eines auslaufenden Typs
  • Flüge kurz vor einem angekündigten Ausmusterungsdatum
  • Strecken mit gemischtem Einsatz verschiedener Typen
  • Reisen über den Flugplanwechsel hinweg

Ein bewährter Trick ist die Rückfalloption: Plane die Reise so, dass sie sich auch ohne den Wunschtyp lohnt. Wer nur wegen der 747 nach Übersee fliegt und dann im Twinjet sitzt, ist enttäuscht. Wer ohnehin dorthin wollte, nimmt den Tausch gelassener – und hat vielleicht auf dem Rückflug Glück.

Besondere Strecken: Inseln, Strände, Kurzflüge

Nicht nur große Jets landen auf der Wunschliste. Manche der begehrtesten Flüge dauern nur Minuten. Bekanntestes Beispiel ist die Verbindung Westray–Papa Westray auf den Orkney-Inseln: Loganair fliegt die rund 2,7 Kilometer mit einer Britten-Norman Islander, die planmäßige Flugzeit liegt bei etwa anderthalb Minuten. Alles über die Strecke steht im Artikel Der kürzeste Linienflug der Welt.

Ebenfalls legendär ist der Flughafen Barra auf den Äußeren Hebriden. Dort landet die Twin Otter auf dem Strand, und weil die Pisten bei Flut unter Wasser stehen, richten sich die Flugzeiten nach den Gezeiten. Wer mitfliegen will, sollte vorher auch den Blick von außen kennen: Der Spot Flughafen Barra und der Guide Barra: Strandlandung spotten zeigen, wie das aussieht.

Für solche Strecken gelten eigene Regeln:

  • Kleine Kabinen, begrenzte Plätze: Flugzeuge mit wenigen Sitzen sind schnell ausgebucht, vor allem in der Saison.
  • Wetterabhängigkeit: Wind, Sicht und – in Barra – die Tide entscheiden, ob und wann geflogen wird. Plan Puffertage ein.
  • Gepäckgrenzen: In Kleinflugzeugen sind Gepäck und manchmal sogar das Körpergewicht der Passagiere ein Thema. Lies die Hinweise der Airline vorher.
  • Fensterplatz garantiert: In einer Islander oder Twin Otter sitzt fast jeder am Fenster. Wie du sonst den richtigen Platz wählst, steht im Guide Den besten Fensterplatz für Fotos wählen.

Welcher Sammeltrip passt zu dir?

Drei Fragen – am Ende bekommst du eine Empfehlung für deinen nächsten Typ.

Empfehlung

Der Typen-Sprint in Europa

Kombiniere mehrere Kurz- und Mittelstreckenflüge mit Regionalflugzeugen und Umsteigeverbindungen. Viele neue Typen, überschaubares Risiko pro Flug.

Empfehlung

Die Inselroute

Schottland, Nordatlantik oder Karibik: Kurzflüge mit Islander, Twin Otter oder Turboprops. Plane Puffertage für Wetter und Gezeiten ein.

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Der Klassiker auf der Langstrecke

747 oder A380 auf einer Strecke, die der Typ täglich bedient. Hin- und Rückflug mit dem Wunschtyp buchen, damit eine zweite Chance bleibt.

Abschieds- und Sonderflüge

Wenn eine Airline einen Typ verabschiedet, gibt es oft besondere Flüge: letzte Linienumläufe, Rundflüge für Fans oder eine Ehrenrunde über dem Heimatflughafen. Für Sammler sind das emotionale Momente, aber selten die beste Gelegenheit für den Erstflug mit einem Typ – diese Flüge sind gefragt und teils lange im Voraus ausgebucht. Besser ist es, den Typ im normalen Liniendienst zu fliegen, solange er noch regelmäßig eingesetzt wird, und den Abschied vom Boden aus zu erleben. Wie das gelingt, zeigt der Guide Abschieds- und Erstflüge spotten.

Auch historische Flugzeuge lassen sich manchmal mitfliegen, etwa bei Rundflügen mit restaurierten Oldtimern. Angebote, Preise und Flugbetrieb wechseln dort stark; prüf sie direkt beim Veranstalter. Hintergründe zu solchen Klassikern liefern die Artikel über die Douglas DC-3 und die Junkers Ju 52.

Das Flugbuch: Regeln und Daten

Ein Flug ist erst dann gesammelt, wenn er sauber notiert ist. Bevor du loslegst, lohnt es sich, ein paar Regeln festzulegen – denn offizielle gibt es nicht.

Zählt bei den meisten Sammlern …

  • jeder Flug als Passagier, bei dem das Flugzeug abgehoben ist
  • Kurzflüge genauso wie Langstrecken
  • Flüge mit Wet-Lease-Maschinen unter dem tatsächlichen Betreiber

Eigene Entscheidung …

  • ob Varianten (747-400 und 747-8) getrennt zählen
  • ob Rundflüge ohne Ziel mitzählen
  • ob Codeshare-Flüge zur Airline-Liste des Verkäufers oder des Betreibers gehören

Zählt in der Regel nicht …

  • Besichtigungen am Boden, etwa im Museum oder bei einer Flughafentour
  • Flüge, die vor dem Start abgebrochen wurden
  • Flugsimulatoren, so realistisch sie sein mögen

Für jeden Flug notierst du mindestens Datum, Flugnummer, Strecke, Airline, Typ und Kennzeichen. Das Kennzeichen findest du an der Außenseite des Flugzeugs, manchmal auch auf einem Schild im Türbereich, oder nachträglich in der Historie der Flugnummer. Was ein Kennzeichen verrät, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen; wie alt deine Maschine war, findest du über Flugzeugalter herausfinden.

Ob Notizbuch, Tabelle oder App, ist Geschmackssache. Die Vor- und Nachteile vergleicht der Artikel Notizbuch, Tabelle oder App, einen Überblick über spezialisierte Werkzeuge gibt Logbuch-Apps für Spotter.

Geflogen und gesehen an einem Ort

Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen. Im Hangar wächst deine Sammlung, und die Wunschliste zeigt, welche Typen noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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An Bord: das Beste aus dem Flug holen

Wenn der Wunschtyp tatsächlich am Gate steht, beginnt der schöne Teil. Ein paar Gewohnheiten machen den Flug zum dokumentierten Erlebnis:

  • Am Gate fotografieren: Ein Bild durch die Terminalscheibe mit sichtbarem Kennzeichen ist der beste Beleg für dein Flugbuch.
  • Sitzplatz bewusst wählen: Vor der Tragfläche hast du freie Sicht, über ihr siehst du Klappen und Spoiler arbeiten, dahinter die Triebwerke. Tipps für Fotos aus der Kabine gibt der Artikel Aus dem Flugzeugfenster fotografieren.
  • Details festhalten: Sicherheitskarte, Kabinenausstattung und Besonderheiten des Typs – beim Jumbo etwa die Treppe zum Oberdeck – sind später oft die schönsten Erinnerungen.
  • Die Crew nicht stören: Fotos von Crew und Mitreisenden nur mit deren Einverständnis, und Anweisungen an Bord gehen immer vor.
  • Am Zielflughafen kurz innehalten: Vom Vorfeld oder aus dem Terminal siehst du oft Typen, die du zu Hause nie zu Gesicht bekommst – ein kleiner Bonus für die Spotting-Liste.

Ist dein Sammelflug gut vorbereitet?

Hak ab, was du vor der Buchung geklärt hast – am Ende siehst du, wie hoch dein Risiko ist.

  • Ich habe die Historie der Flugnummer der letzten Wochen geprüft.
  • Der Typ fliegt die Strecke regelmäßig, nicht nur aushilfsweise.
  • Meine Reise liegt nicht über einem Flugplanwechsel.
  • Ich weiß, ob es ein Codeshare- oder Wet-Lease-Flug ist.
  • Die Reise lohnt sich für mich auch ohne den Wunschtyp.
  • Ich habe festgelegt, welche Daten ich nach dem Flug notiere.

Worauf du achten solltest

  • Flottendaten haben ein Ablaufdatum. Was heute auf einer Strecke fliegt, kann im nächsten Flugplan schon verschwunden sein. Prüf vor jeder Buchung aktuelle Quellen.
  • Kein Typ ist eine Reise in den Ruin wert. Gezieltes Typensammeln kann teuer werden. Setz dir ein Budget und kombiniere Sammelflüge mit Reisen, die du ohnehin machst.
  • Allianzen helfen beim Umsteigen. Wer innerhalb einer Allianz wie der Star Alliance bucht, kann oft mehrere Typen auf einem Ticket kombinieren.
  • Spotting und Sammeln verbinden. Viele Flugzeuge, die du mitfliegst, siehst du später am Zaun wieder – etwa die Lufthansa-Jumbos am Besucherhügel München oder an der Aussichtsplattform Zeppelinheim.

Fazit

Typensammeln ist die Fortsetzung des Spottings mit anderen Mitteln: Du recherchierst Umläufe, beobachtest Flottenentscheidungen und planst Reisen um ein bestimmtes Flugzeug herum. Die größten Herausforderungen sind Flugzeugwechsel und das Tempo, mit dem Klassiker wie 747 und A340 aus den Flotten verschwinden. Wer regelmäßig bediente Strecken wählt, eine Rückfalloption einplant und jeden Flug mit Kennzeichen notiert, baut sich Schritt für Schritt ein Flugbuch auf, das mehr erzählt als jede Bonusmeilen-Übersicht.

Kurzfazit

Seltene Typen fliegst du am sichersten auf Strecken, die sie täglich bedienen – geprüft über die Historie der Flugnummer. Rechne mit Flugzeugwechseln, buche auslaufende Klassiker lieber früh als zum Abschiedsflug und halte jeden Flug mit Typ und Kennzeichen fest.

Zusammenfassung

  • Typensammler suchen gezielt nach Flugzeugen, die selten geworden sind, nur noch bei wenigen Airlines fliegen oder auf ungewöhnlichen Strecken eingesetzt werden.
  • Den vorgesehenen Typ findest du über Buchungsmaske, Flugplandaten und die Historie auf Flugradar-Seiten. Am verlässlichsten sind Strecken, auf denen der Typ seit Wochen täglich auftaucht.
  • Flugzeugwechsel lassen sich nie ganz ausschließen. Flexible Tarife, Puffer im Reiseplan und eine Ausweichoption entschärfen die Enttäuschung.
  • Ein gutes Flugbuch hält Datum, Strecke, Airline, Typ, Kennzeichen und Sitzplatz fest – und verbindet die geflogenen Maschinen mit deinen Sichtungen am Boden.

Häufige Fragen

Was bedeutet es, Flugzeugtypen zu sammeln?

Typensammler führen eine Liste der Flugzeugtypen, mit denen sie selbst als Passagier geflogen sind – oft ergänzt um die Airlines, mit denen sie unterwegs waren. Das Ziel ist nicht der günstigste oder schnellste Flug, sondern ein bestimmtes Flugzeug: ein auslaufender Klassiker, ein Nischenmuster oder eine Airline, die man noch nicht im Flugbuch hat.

Wie finde ich heraus, welcher Flugzeugtyp auf meinem Flug eingesetzt wird?

Viele Airlines zeigen den vorgesehenen Typ in der Buchungsmaske oder in den Flugdetails an. Zusätzlich lohnt ein Blick in die Historie auf Flugradar-Seiten: Wer sieht, dass ein Flug seit Wochen täglich mit demselben Typ durchgeführt wird, kann das Risiko gut einschätzen. Eine Garantie gibt es trotzdem nicht – der Typ kann sich bis kurz vor Abflug ändern.

Habe ich Anspruch auf den gebuchten Flugzeugtyp?

In der Regel nicht. Airlines behalten sich in ihren Beförderungsbedingungen vor, das eingesetzte Fluggerät zu wechseln. Ein Flugzeugwechsel allein ist normalerweise kein Grund für eine Erstattung. Wer gezielt für einen Typ bucht, trägt dieses Risiko selbst und sollte die Tarifbedingungen vorher lesen.

Welche Flugzeugtypen gelten heute als selten?

Das ändert sich ständig. Typisch sind Muster, deren Produktion beendet ist und die nach und nach ausgemustert werden, etwa die Passagierversion der Boeing 747 oder der Airbus A340. Dazu kommen Typen mit wenigen Betreibern wie die Boeing 717 und Kleinflugzeuge auf Inselstrecken. Was in Mitteleuropa selten ist, kann anderswo noch Alltag sein.

Zählt ein Flug als Positionierung oder im Cockpit-Jumpseat auch?

Das entscheidest du selbst. Es gibt keine offiziellen Regeln fürs Typensammeln. Die meisten Sammler zählen nur Flüge, bei denen sie als Passagier an Bord waren und das Flugzeug abgehoben ist. Wichtig ist, dass du deine Regel einmal festlegst und dann konsequent anwendest.

Zählen Varianten wie A340-300 und A340-600 als zwei Typen?

Viele Sammler führen zwei Ebenen: die Typfamilie (zum Beispiel A340) und die Variante (A340-300, A340-600). So bleibt die Liste übersichtlich, und du verlierst trotzdem nicht die Information, welche Version du tatsächlich geflogen bist.

Wie halte ich meine Flüge am besten fest?

Notiere mindestens Datum, Flugnummer, Strecke, Airline, Typ und Kennzeichen, gern auch Sitzplatz und Besonderheiten wie eine Sonderlackierung. Ob du dafür ein Notizbuch, eine Tabelle oder eine App nutzt, ist Geschmackssache – entscheidend ist, dass du es direkt nach dem Flug machst.

PT

Planetrack Redaktion

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