Das Wichtigste in Kürze
- Alitalia ist eine historische italienische Airline: gegründet 1946, erster Flug 1947, letzter Flug am 14. Oktober 2021.
- Codes: IATA AZ, ICAO AZA, Rufzeichen „ALITALIA“. Den IATA-Code AZ nutzt heute ITA Airways, den ICAO-Code AZA nicht.
- Drehkreuz war Rom-Fiumicino, dazu Mailand-Linate; Mailand-Malpensa war nur von 1998 bis 2008 ein zweites Drehkreuz.
- Drei Neuanfänge, ein Ende: Insolvenz 2008, Neustart mit Air One 2009, Etihad-Einstieg 2015, erneute Sonderverwaltung ab 2017.
- Das „A“ am Leitwerk in den Landesfarben machte Alitalia-Maschinen über Jahrzehnte unverwechselbar.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | AZ |
|---|---|
| ICAO-Code | AZA |
| Rufzeichen | ALITALIA |
| Drehkreuze | FCO, LIN |
| Allianz | SkyTeam |
| Status | Historisch – Flugbetrieb am 14. Oktober 2021 eingestellt, seit 15. Oktober 2021 fliegt ITA Airways |
| Gegründet | 16. September 1946 als Aerolinee Italiane Internazionali, mit Kapital des italienischen Staates und der British European Airways |
| Erster Flug | 5. Mai 1947 mit einer Fiat G.12 auf der Strecke Turin–Rom–Catania |
| Fusion | Ab 1. November 1957 mit der Linee Aeree Italiane (LAI) zur Alitalia – Linee Aeree Italiane |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline und Flag Carrier mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Sitz | Zuletzt Fiumicino am Flughafen Rom-Fiumicino, früher in Rom (EUR und Magliana) |
| Drehkreuze | Rom-Fiumicino (FCO) und Mailand-Linate (LIN); Mailand-Malpensa (MXP) von 1998 bis 2008 |
| Allianz | SkyTeam, Mitglied vom 27. Juli 2001 bis zur Einstellung 2021 |
| Gesellschaften | Alitalia-LAI (bis 2008), Alitalia-CAI (2009–2014), Alitalia-SAI mit 49 % Etihad (ab 2015) |
| Letzter Flug | AZ1586 von Cagliari nach Rom-Fiumicino am Abend des 14. Oktober 2021 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Alitalia?
- Stilisiertes „A“ am Leitwerk in Grün und Rot – das Markenzeichen seit 1969
- Klassisches Design: weißer Rumpf mit grünem Längsstreifen, ab 2015 ein heller, elfenbeinfarbener Rumpf ohne Streifen
- Schriftzug „Alitalia“ am vorderen Rumpf
- Italienische Kennzeichen mit I- am Heck
- Flugnummer mit AZ, im Flugplan der Flugsicherung AZA bzw. „ALITALIA“
- Typen der letzten Jahre: A319, A320, A321, A330-200 und Boeing 777, bei CityLiner Embraer-Regionaljets
Über Jahrzehnte war das grün-rote „A“ am Leitwerk das Erste, was du von Italien gesehen hast, wenn ein Flugzeug aus Rom oder Mailand landete. Alitalia war die Nationalairline des Landes – mit Langstrecke in alle Welt, einer langen Liste legendärer Flugzeugtypen und einer Geschichte, die sich am Ende fast nur noch um Krisen drehte. Heute ist Alitalia Geschichte. Diese Seite zeigt dir, wie die Airline entstand, welche Flugzeuge sie flog, woran du sie auf alten Fotos erkennst und wie der Übergang zu ITA Airways ablief.
Dein Archiv, sauber sortiert
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – so findest du auch alte Alitalia-Fotos jederzeit wieder. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Alitalia im Überblick
Alitalia war die italienische Nationalairline und flog von 1947 bis 2021. Gegründet wurde sie 1946 als Aerolinee Italiane Internazionali, ihr wichtigstes Drehkreuz lag in Rom, zuletzt am Flughafen Rom-Fiumicino. Als zweiter Schwerpunkt diente Mailand, zuletzt vor allem Mailand-Linate.
Alitalia war eine klassische Netzwerk-Airline: Inlandsverbindungen, dichtes Europa-Netz und Langstrecke nach Nord- und Südamerika, Asien und Afrika. Ab 2001 gehörte sie zur Allianz SkyTeam. Bekannt war Alitalia auch als Airline des Papstes: Von 1964 bis 2021 flog das Oberhaupt der katholischen Kirche auf vielen Auslandsreisen mit gecharterten Alitalia-Jets.
Wirtschaftlich stand die Airline ab den 2000er-Jahren fast dauerhaft unter Druck. Insolvenz 2008, Neustart 2009, Einstieg von Etihad 2015, erneute Sonderverwaltung ab 2017 – am Ende übernahm der Staat die Regie und gründete mit ITA Airways eine Nachfolgerin. Der letzte Alitalia-Flug landete am späten Abend des 14. Oktober 2021 in Fiumicino.
Die Geschichte in Etappen
Alitalia entstand aus der Nachkriegsordnung. Am 16. September 1946 wurde die Aerolinee Italiane Internazionali gegründet, finanziert zu 60 Prozent vom italienischen Staat und zu 40 Prozent von der britischen British European Airways. Der erste Flug folgte am 5. Mai 1947: Eine dreimotorige Fiat G.12 flog von Turin über Rom nach Catania. Gut zwei Monate später, im Juli 1947, ging es erstmals ins Ausland, nach Oslo.
1946/1947
Gründung der Aerolinee Italiane Internazionali, erster Flug am 5. Mai 1947 mit einer Fiat G.12 von Turin über Rom nach Catania.
1957
Fusion mit der Linee Aeree Italiane (LAI). Ab 1. November fliegt die Airline als Alitalia – Linee Aeree Italiane.
1960
Die ersten Jets kommen: Douglas DC-8 und Sud Aviation Caravelle. Im Jahr der Olympischen Spiele in Rom befördert Alitalia erstmals mehr als eine Million Fluggäste.
1969/1970
Alitalia fliegt als erste europäische Airline nur noch Jets. Das neue Design mit dem „A“ am Leitwerk erscheint, 1970 folgt die erste Boeing 747.
2001
Beitritt zur Allianz SkyTeam im Juli 2001.
2008/2009
Die alte Alitalia geht in die Sonderverwaltung. Ein Investorenkonsortium übernimmt die tragfähigen Teile, verschmilzt sie mit Air One und startet am 13. Januar 2009 neu.
2015
Etihad Airways steigt mit 49 Prozent ein, der Flugbetrieb geht an die Alitalia – Società Aerea Italiana über. Neues Design mit hellem Rumpf.
2017–2021
Erneute Sonderverwaltung ab Mai 2017, staatliche Kontrolle ab 2020. Am 14. Oktober 2021 endet der Flugbetrieb.
Den Namen „Alitalia“ – eine Verbindung aus „ali“ (Flügel) und „Italia“ – trug die Airline schon früh als Marke. Mit der Fusion von 1957 wurde er zum offiziellen Firmennamen. Danach wuchs Alitalia rasch: Die Olympischen Spiele 1960 in Rom brachten einen Schub, und mit DC-8 und Caravelle zog im selben Jahr das Jetzeitalter ein.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code AZ: stand in der Flugnummer, auf Tickets und Anzeigetafeln, zum Beispiel beim letzten Flug AZ1586.
- ICAO-Code AZA: verwendete die Flugsicherung im Flugplan.
- Rufzeichen ALITALIA: so meldeten sich die Besatzungen im Funk.
Hier liegt eine typische Stolperfalle für dein Logbuch. Der IATA-Code AZ lebt weiter, denn ITA Airways fliegt seit Oktober 2021 mit AZ-Flugnummern. Der ICAO-Code und das Rufzeichen haben sich aber geändert: ITA nutzt ITY und „ITARROW“. Siehst du in alten Flugdaten AZA als Betreiber, ist sicher Alitalia gemeint. Eine AZ-Flugnummer allein sagt dagegen erst zusammen mit dem Datum, welche Airline geflogen ist.
Alte Fotos richtig beschriften
Notiere bei Alitalia-Fotos immer Kennzeichen, Typ und Datum. Gerade um den Oktober 2021 herum flogen dieselben Flugzeuge erst für Alitalia, dann für ITA Airways. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Flotte im Wandel der Jahrzehnte
Kaum eine europäische Airline hat so viele heute legendäre Typen geflogen wie Alitalia. In den Anfangsjahren waren es Propellerflugzeuge wie die Fiat G.12 und später Douglas-Muster. Ab 1960 kamen die ersten Jets, und 1969 hatte Alitalia als erste Airline Europas keine Propellerflugzeuge mehr in der Flotte. Gebaut wurden die Jets vor allem von McDonnell Douglas, Boeing und später Airbus.
| Typ | Zeitraum bei Alitalia | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Douglas DC-8 | ab 1960 | Erster Langstreckenjet der Airline |
| Sud Aviation Caravelle | 1960–1977 | Französischer Kurzstreckenjet mit Hecktriebwerken |
| McDonnell Douglas DC-9 | 1967–1996 (DC-9-30) | Rückgrat im Europaverkehr der 1970er- und 1980er-Jahre |
| Boeing 747-200 | 1971–2002 (747-200B) | Jumbo auf der Langstrecke, dazu ab 1970 die 747-100 |
| McDonnell Douglas MD-82 | 1983–2012 | Jahrzehntelang das typische Alitalia-Bild in Europa |
| McDonnell Douglas MD-11 | 1991–2003 | Dreistrahliger Langstreckenjet |
| Boeing 767-300ER | 1995–2012 | Zweistrahlige Langstrecke |
| Airbus A321 | 1994–2020 | Längste Variante der A320-Familie |
| Boeing 777-300ER | 2017–2021 | Späte Ergänzung der Langstrecke |
Die MD-82 ist für viele Spotter der Inbegriff von Alitalia: schlanker Rumpf, zwei Triebwerke am Heck, das „A“ hoch oben auf dem T-Leitwerk. Fast drei Jahrzehnte lang flog dieser Typ das Gros der Europa- und Inlandsstrecken, bevor ihn die A320-Familie ablöste. Wie sich die Mitglieder der MD-80-Familie unterscheiden, zeigt die Übersicht zur MD-80-Familie.
Die Flotte der letzten Jahre
Zum Ende hin war die Flotte deutlich übersichtlicher. Auf Kurz- und Mittelstrecke flogen Airbus A319, Airbus A320 und einige A321. Die Langstrecke bedienten Airbus A330-200 und Boeing 777-200ER, zeitweise ergänzt um die 777-300ER. Die Tochter Alitalia CityLiner setzte im Regionalverkehr Embraer 175 und 190 ein, davor auch Bombardier CRJ900.
Die genaue Zahl der Flugzeuge schwankte in den letzten Jahren stark, weil Alitalia unter der Sonderverwaltung Maschinen zurückgab und Leasingverträge auslaufen ließ. Belastbar ist vor allem, was ITA Airways übernahm: Zum Start am 15. Oktober 2021 waren das 49 Flugzeuge, nämlich 18 A319, 25 A320 und 6 A330-200.
Typen sicher unterscheiden
Zwischen A319, A320 und A321 hilft dir die Rumpflänge und die Anordnung der Notausgänge, wie es der Guide A318, A319, A320 und A321 auseinanderhalten zeigt. Auf der Langstrecke unterscheidest du die A330 an der Nase und den Fahrwerken klar von der Boeing 777 mit ihren sechsrädrigen Hauptfahrwerken.
Ex-Alitalia-Maschinen aufspüren
Setz Kennzeichen auf deine Wunschliste und richte einen Sichtungs-Alarm ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Alitalia erkennst
Das Erscheinungsbild von Alitalia war erstaunlich beständig. 1969 kam das Design, das die Airline berühmt machte: ein von der Agentur Landor gestaltetes, stilisiertes „A“ am Leitwerk in Grün und Rot, dazu ein grüner Streifen entlang des weißen Rumpfs. Es gilt bis heute als eine der bekanntesten Airline-Lackierungen – mehr dazu im Beitrag über legendäre Airline-Lackierungen.
Mitte der 2000er-Jahre wurde das Logo leicht überarbeitet. 2015, im Zuge des Etihad-Einstiegs, folgte ein größerer Schritt: Der grüne Längsstreifen, der rund 46 Jahre lang zum Bild gehört hatte, verschwand. Stattdessen trugen die Flugzeuge einen warmen, elfenbeinfarbenen Rumpf, das Leitwerk blieb grün-rot mit dem „A“.
Zeigt dein altes Foto wirklich Alitalia?
- Stilisiertes „A“ in Grün und Rot am Leitwerk
- Schriftzug „Alitalia“ am vorderen Rumpf
- Italienisches Kennzeichen mit I- am Heck
- Typ wie MD-82, A320-Familie, A330-200, Boeing 777, 767 oder 747
- Aufnahme aus der Zeit vor dem 15. Oktober 2021
- Ort wie Rom-Fiumicino, Mailand-Linate oder Mailand-Malpensa
Daneben gab es zahlreiche Sonderlackierungen, etwa für eine Automarke oder zur Expo 2015 in Mailand. Und einige Flugzeuge trugen das Logo der Allianz SkyTeam am Rumpf – welche Allianz-Designs es gibt, zeigt der Beitrag zu Allianz-Lackierungen.
Drehkreuze und Strecken
Das Herz von Alitalia schlug in Rom-Fiumicino. Von dort flog die Airline in alle Regionen Italiens, quer durch Europa und auf die Langstrecke. Wenn du heute am Flughafen fotografieren willst, findest du die passenden Standpunkte im Guide Planespotting in Rom-Fiumicino.
Der zweite Schwerpunkt lag in Mailand. Von 1998 bis 2008 baute Alitalia Mailand-Malpensa als zweites Drehkreuz auf, gab es im Zuge der Krise von 2008 aber weitgehend auf. Danach konzentrierte sich die Airline in Mailand auf das stadtnahe Linate, vor allem mit Verbindungen nach Rom. Daneben war Alitalia an vielen weiteren italienischen Flughäfen präsent, etwa in Catania, Palermo, Neapel und Venedig.
Krisen, Partner und Neustarts
Ab den 2000er-Jahren kämpfte Alitalia mit hohen Kosten, starker Konkurrenz durch Low-Cost-Airlines und der Hochgeschwindigkeitsbahn zwischen Rom und Mailand. Mehrere Rettungsversuche folgten aufeinander.
| Phase | Zeitraum | Was passierte |
|---|---|---|
| Alitalia-LAI | bis 2008 | Staatlich geprägte Airline, 2008 Sonderverwaltung |
| Alitalia-CAI | 2009–2014 | Neustart durch das Konsortium Compagnia Aerea Italiana, Fusion mit Air One, 25 Prozent für Air France-KLM |
| Alitalia-SAI | 2015–2017 | Etihad Airways mit 49 Prozent beteiligt, neues Produkt und Design |
| Sonderverwaltung | 2017–2021 | Staatlicher Überbrückungskredit, Suche nach Käufern, ab 2020 unter staatlicher Kontrolle |
Der Neustart von 2009 brachte die Fusion mit Air One, bis dahin die wichtigste italienische Konkurrentin. Air France-KLM erwarb rund ein Viertel der Anteile, und Alitalia blieb in SkyTeam eng mit Air France, KLM und Delta Air Lines verbunden.
2015 kam Etihad. Die Golf-Airline übernahm 49 Prozent an der neuen Alitalia – Società Aerea Italiana und brachte frisches Kapital, ein überarbeitetes Produkt und das neue Design. Wie Etihad Airways damals in Europa investierte, ordnet der Beitrag zum Geschäftsmodell der Golf-Airlines ein.
Allianz und Großaktionär gleichzeitig
Etihad gehörte nie zu SkyTeam. Alitalia arbeitete deshalb parallel mit den SkyTeam-Partnern und mit Etihad zusammen – ein Grund, warum Alitalia-Flüge in jener Zeit mit sehr unterschiedlichen Codeshare-Nummern unterwegs waren.
Der Bruch kam 2017. Nachdem die Belegschaft einen Sanierungsplan mit Stellenabbau abgelehnt hatte, beantragte Alitalia im Frühjahr 2017 die Sonderverwaltung. Der Staat stellte einen Überbrückungskredit von 900 Millionen Euro bereit, drei Sonderverwalter suchten Käufer – ohne Erfolg. 2020 übernahm der Staat die volle Kontrolle und gründete im November 2020 eine neue Gesellschaft: ITA Airways.
Das Ende im Oktober 2021
Im August 2021 kündigte Alitalia an, den Flugbetrieb zum 15. Oktober 2021 einzustellen. Die EU-Kommission bestand darauf, dass die Nachfolgerin wirtschaftlich klar von der alten Airline getrennt ist – deshalb startete ITA als neue Gesellschaft statt als Fortsetzung von Alitalia.
24. August 2021
Alitalia gibt bekannt, dass ab dem 15. Oktober keine Flüge mehr stattfinden.
14. Oktober 2021
ITA Airways kauft die Marke Alitalia für 90 Millionen Euro. Am Abend landet AZ1586 aus Cagliari als letzter Alitalia-Flug in Rom-Fiumicino.
15. Oktober 2021
ITA Airways startet den Flugbetrieb mit 52 Flugzeugen, davon 49 aus der Alitalia-Flotte, und fliegt weiter mit AZ-Flugnummern.
Das Vielfliegerprogramm MilleMiglia durfte ITA nicht vollständig übernehmen, und auch Personal und Strecken gingen nur zum Teil an die neue Airline. Den Namen Alitalia nutzt ITA bis heute nicht für den Flugbetrieb. Wie sich das Ende einordnet, liest du im Beitrag zu großen Airline-Pleiten in Europa.
Spotten heute: nur noch mit Vorgeschichte
Ein Flugzeug im Linienbetrieb für Alitalia wirst du nicht mehr sehen. Was bleibt, sind Fotos bis Oktober 2021 und frühere Alitalia-Maschinen, die bei ITA Airways oder anderen Airlines weiterfliegen oder schon ausgemustert sind. Fotografiere sie wie jedes andere Flugzeug nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus.
Alitalia im Spotter-Alltag heute
Für dein Logbuch ist Alitalia vor allem ein Archiv-Thema. Wer bis 2021 in Rom, Mailand oder an einem der großen europäischen Flughäfen fotografiert hat, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit Alitalia auf der Speicherkarte – je nach Jahrgang eine MD-82, einen A320 oder eine Boeing 777. Mit Typ, Kennzeichen, Ort und Datum werden aus diesen Erinnerungsfotos saubere Logbuch-Einträge.
Spannend ist die Spurensuche nach dem Verbleib. Viele A319, A320 und A330-200 flogen direkt bei ITA Airways weiter, teils zunächst noch in der alten Lackierung. Andere Maschinen gingen an Leasinggeber zurück und tauchten bei neuen Betreibern auf. Wie du den Lebenslauf eines Flugzeugs über Seriennummer und Kennzeichen nachverfolgst, erklärt der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Wer Luftfahrtgeschichte in Italien live erleben will, findet im Museum Volandia am Flughafen Mailand-Malpensa einen guten Ausgangspunkt – mit Blick auf den Verkehr eines der früheren Alitalia-Drehkreuze.
Gute Chancen auf Alitalia-Spuren, wenn …
- du dein Fotoarchiv aus der Zeit vor dem 15. Oktober 2021 durchsiehst
- du gezielt nach Kennzeichen früherer Alitalia-Flugzeuge suchst, etwa in der ITA-Flotte
Prüf es genau, wenn …
- ein Foto aus Oktober 2021 oder später stammt – dann flog die Maschine vermutlich schon für ITA Airways
- ein Flug eine AZ-Nummer trägt – das kann Alitalia oder ITA sein, je nach Datum
Keine Chance auf Alitalia, wenn …
- du heute im Tracker nach dem ICAO-Code AZA suchst – die Airline fliegt seit Oktober 2021 nicht mehr
Häufige Verwechslungen
- ITA Airways für Alitalia unter neuem Namen halten – ITA ist eine neue Gesellschaft mit eigenem ICAO-Code, die einen Teil der Flotte übernommen hat.
- Jede AZ-Flugnummer Alitalia zuschreiben – seit dem 15. Oktober 2021 fliegt ITA Airways mit AZ.
- Alitalia CityLiner als Alitalia notieren – die Embraer-Regionaljets flog eine eigene Tochter, nur der Auftritt war Alitalia.
- Air One mit Alitalia gleichsetzen – Air One war bis 2009 eine eigenständige Konkurrentin und wurde erst danach Teil von Alitalia.
- Malpensa als dauerhaftes Drehkreuz ansehen – das war es nur von 1998 bis 2008, Kern blieb immer Rom-Fiumicino.
- Das elfenbeinfarbene Design für ITA halten – das war die Alitalia-Optik ab 2015, ITA fliegt in Blau.
Geschichte im eigenen Hangar
Sammle deine Alitalia-Fotos im Hangar, poste sie mit Typ, Kennzeichen und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Alitalia war mehr als eine Airline – sie war ein Stück italienischer Identität in der Luft. Von der Fiat G.12 über DC-8, Jumbo und MD-82 bis zur Boeing 777 reicht eine Flottengeschichte, die kaum eine europäische Airline übertrifft. Dass am Ende die Krisen überwogen, ändert nichts am Reiz für Spotter: Alte Fotos, saubere Kennzeichen und die Flugzeuge, die bei ITA Airways weiterflogen, halten die Geschichte lebendig.
Kurzfazit
Alitalia (IATA AZ, ICAO AZA) flog von 1947 bis zum 14. Oktober 2021 und war Italiens Nationalairline mit Drehkreuz Rom-Fiumicino. Das grün-rote „A“ am Leitwerk verrät die Airline, das Datum trennt sie von ITA Airways, die mit AZ-Flugnummern weiterfliegt.
Zusammenfassung
- Alitalia startete 1947 mit Propellerflugzeugen und war 1969 die erste europäische Airline, die nur noch Jets flog.
- Über Jahrzehnte prägten DC-8, Caravelle, DC-9, Boeing 747, MD-80 und MD-11 das Bild – zuletzt eine Flotte aus der A320-Familie, A330-200 und Boeing 777.
- Seit 2008 hangelte sich die Airline von Krise zu Krise: Insolvenz, Neustart mit Air One, Beteiligungen von Air France-KLM und Etihad, ab 2017 Sonderverwaltung.
- Am 14. Oktober 2021 endete der Flugbetrieb; ITA Airways übernahm Flugzeuge, den IATA-Code AZ und kaufte die Marke Alitalia.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Alitalia?
Alitalia flog mit dem IATA-Code AZ in der Flugnummer und dem ICAO-Code AZA. Im Funk meldeten sich die Besatzungen mit „ALITALIA“. Die Nachfolgerin ITA Airways verwendet den IATA-Code AZ weiter, hat aber einen eigenen ICAO-Code (ITY) und ein eigenes Rufzeichen.
Wann flog Alitalia zum letzten Mal?
Der letzte Flug unter der Flugnummer von Alitalia war AZ1586 von Cagliari auf Sardinien nach Rom-Fiumicino am Abend des 14. Oktober 2021. Seit dem 15. Oktober 2021 fliegt ITA Airways.
Ist ITA Airways dasselbe wie Alitalia?
Nein. ITA Airways ist eine neu gegründete Gesellschaft, die im Oktober 2021 den Flugbetrieb startete. Sie übernahm einen Teil der Alitalia-Flotte, nutzt den IATA-Code AZ weiter und kaufte die Marke Alitalia, ist rechtlich aber nicht die alte Airline. Alitalia selbst wurde in Sonderverwaltung abgewickelt.
War Alitalia Mitglied einer Allianz?
Ja. Alitalia trat im Juli 2001 der Allianz SkyTeam bei und blieb bis zur Einstellung des Flugbetriebs Mitglied. Partner waren unter anderem Air France, KLM und Delta Air Lines.
Welche Flugzeuge flog Alitalia zuletzt?
In den letzten Jahren bestand die Flotte aus Airbus A319, A320 und A321 für Kurz- und Mittelstrecke sowie Airbus A330-200 und Boeing 777-200ER und 777-300ER für die Langstrecke. Die Tochter Alitalia CityLiner flog Embraer 175 und 190.
Was bedeutet das „A“ am Leitwerk?
Das stilisierte „A“ steht für Alitalia. Es kam 1969 mit einem neuen Design der Agentur Landor an die Flugzeuge und greift die Farben der italienischen Flagge auf. Das Logo wurde Mitte der 2000er-Jahre und 2015 überarbeitet, blieb aber bis zum Ende das Erkennungszeichen der Airline.
Was hatten Air France-KLM und Etihad mit Alitalia zu tun?
Beide waren zeitweise Anteilseigner. Air France-KLM übernahm 2009 rund 25 Prozent der neu gestarteten Alitalia. 2015 stieg Etihad Airways mit 49 Prozent bei der Alitalia – Società Aerea Italiana ein. Keine der beiden Beteiligungen konnte die Airline dauerhaft stabilisieren.
Fliegen ehemalige Alitalia-Flugzeuge noch?
Ja, teilweise. ITA Airways übernahm zum Start 49 Flugzeuge von Alitalia, darunter A319, A320 und A330-200. Viele davon flogen zunächst noch in alter Lackierung und wurden später umlackiert. Über das Kennzeichen lässt sich die Alitalia-Vergangenheit eines Flugzeugs zurückverfolgen.
Alitalia im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-82
Mehr als jede andere Version prägte die MD-82 das Bild der MD-80-Familie: Hunderte „Super 80“ bei American Airlines, 90 Maschinen bei Alitalia, Lizenzmontage in Shanghai. So erkennst du sie und so findest du heute noch eine.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-11
Drei Triebwerke, Winglets und ein Triebwerk mitten im Seitenleitwerk: Die MD-11 war der letzte große Trijet und fliegt heute fast nur noch als Frachter. So erkennst du sie, so grenzt du sie von der DC-10 ab und so stehen deine Chancen nach dem Grounding 2025.
FlugzeugtypBoeing 747-200
Mehr Schub, mehr Startgewicht, mehr Reichweite: Die Boeing 747-200 machte den Jumbo ab 1971 zum Langstrecken-Arbeitstier – als Passagierjet, Combi und Frachter. So erkennst du sie und hier begegnet sie dir heute noch.
FlugzeugtypDouglas DC-8
Mit der DC-8 stieg Douglas ins Jetzeitalter ein: vier Triebwerke, gepfeilter Flügel und später ein Rumpf von über 57 Metern. Hier liest du, wie sich die Serien unterscheiden, warum die Super Sixty so berühmt wurde und wo du eine der letzten DC-8 noch erwischst.
Weitere Airlines
ITA Airways
Italiens Netzwerk-Airline und Nachfolgerin von Alitalia: Drehkreuz Rom-Fiumicino, seit April 2026 in der Star Alliance, mit Lufthansa als Anteilseignerin und einer reinen Airbus-Flotte in tiefem Blau.
NetzwerkAir One
Historische italienische Airline von Carlo Toto: aus der Aliadriatica in Pescara entstanden, ab 1995 Herausforderin der Alitalia mit Boeing 737, eng mit Lufthansa verbunden, ab 2009 Teil von Alitalia und bis 2014 als „Smart Carrier“ unterwegs.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkEtihad Airways
Die Airline aus Abu Dhabi: Etihad fliegt mit 787, A350-1000 und einer kleinen A380-Flotte über das Drehkreuz Zayed International und ist in Frankfurt, München und Düsseldorf regelmäßig zu sehen.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Rom-Fiumicino
Italiens größter Flughafen liegt direkt am Tyrrhenischen Meer: drei Bahnen mit klarer Arbeitsteilung, ITA Airways als Heimatairline, viel Nordamerika- und Asienverkehr – und keine Besucherterrasse. Wer hier spotten will, braucht ein Auto, einen Plan für die Betriebsrichtung und Respekt vor dem Zaun.
FlughafenFlughafen Mailand-Linate
Nur rund sieben Kilometer vom Mailänder Zentrum entfernt: Linate ist der Stadtflughafen der Lombardei, mit einer einzigen Bahn, politisch begrenztem Verkehr nach Italien und Europa, einer großen ITA-Airways-Präsenz und viel Geschäftsreiseverkehr. Seit 2022 hält die U-Bahn M4 direkt am Terminal – und die Erinnerung an das Unglück von 2001 prägt den Flughafen bis heute.
FlughafenFlughafen Mailand-Malpensa
Italiens zweitgrößter Passagierflughafen und die Nummer eins bei der Fracht: zwei fast 4.000 Meter lange Parallelbahnen am Rand des Ticino-Parks, eine große easyJet-Basis, Langstrecke von Emirates bis Cathay Pacific und Frachter von FedEx, DHL und Cargolux. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – gespottet wird am Zaun und am Terminal.
Wo du Alitalia vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
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