Das Wichtigste in Kürze
- Die MD-88 ist die letzte Version der MD-80-Familie: technisch eine MD-82/MD-83 mit EFIS-Glascockpit und modernisierter Kabine.
- Delta Air Lines war Startkundin und mit 120 Maschinen der prägende Betreiber. Der Erstflug fand im August 1987 statt, der Liniendienst begann im Januar 1988.
- Von außen gleicht sie MD-81, MD-82 und MD-83 nahezu vollständig. Kennzeichen und Typcode MD88 entscheiden.
- 150 Exemplare entstanden bis 1997; neben Delta flogen unter anderem Aviaco, Iberia, Midwest und Onur Air den Typ.
- Am 2. Juni 2020 endete die Passagier-Ära in den USA: Delta musterte MD-88 und MD-90 pandemiebedingt vorzeitig aus.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die MD-88?
- 2.Entstehung: Delta bestellt sich ein moderneres Cockpit
- 3.MD-88 im Vergleich zu den Schwestern
- 4.So erkennst du die MD-88
- 5.Delta und die MD-88: drei Jahrzehnte Arbeitstier
- 6.Die MD-88 außerhalb von Delta
- 7.Zweites Leben als Frachter
- 8.Die MD-88 im Museum
- 9.Spotter-Tipps: So bekommst du die MD-88 noch vor die Linse
- 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | McDonnell Douglas, Long Beach (Kalifornien) |
|---|---|
| Familie | MD-80 (MD-81, MD-82, MD-83, MD-87, MD-88) |
| ICAO-Typcode | MD88 |
| Programmstart | 23. Januar 1986 mit Bestellungen und Optionen von Delta über 80 Maschinen |
| Erstflug | 15. August 1987 |
| FAA-Zulassung | 8. Dezember 1987 |
| Erstauslieferung | 19. Dezember 1987 an Delta Air Lines |
| Indienststellung | 5. Januar 1988 bei Delta Air Lines |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney JT8D-200-Reihe am Rumpfheck (wie MD-82 und MD-83) |
| Länge | rund 45,1 m |
| Spannweite | rund 32,8 m |
| Höhe | rund 9,0 m |
| Sitzplätze | bis 155 in einer Klasse, rund 143 in zwei Klassen |
| Max. Startgewicht | rund 72,6 t |
| Cockpit | EFIS mit Bildschirmen, Windscherungs-Warnsystem |
| Produktion | 150 Maschinen, letzte Auslieferung am 25. Juni 1997 an Onur Air |
| Status | Historisch im Passagierdienst; Delta flog die letzten Linienflüge am 2. Juni 2020 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- T-Leitwerk und zwei Triebwerke seitlich am Rumpfheck, nichts unter den Flügeln
- Langer, schlanker Rumpf von rund 45 m – außen gleich wie MD-81, MD-82 und MD-83
- Lange, kräftige JT8D-Gondeln, deutlich dicker als bei der DC-9 und schlanker als bei der MD-90
- Der eigentliche Unterschied sitzt im Cockpit: Bildschirme statt Rundinstrumente – von außen nicht sichtbar
- Starker Hinweis auf alten Fotos: Delta-Lackierung – aber Vorsicht, Delta flog auch MD-90
- Sicher bestimmst du die Version nur über Kennzeichen oder den Typcode MD88
Aktualisiert: Oktober 2026 – Lange, schlanke Zigarre, T-Leitwerk, zwei kräftige Triebwerke am Heck und dazu das charakteristische Fauchen der JT8D: So kannten Generationen von US-Reisenden die McDonnell Douglas MD-88. Von außen ist sie eine typische lange MD-80, doch im Cockpit war sie ihrer Zeit voraus. Statt Rundinstrumenten blickten die Piloten auf Bildschirme. Delta Air Lines gab den Anstoß für diese letzte Version der Familie und flog sie mehr als drei Jahrzehnte lang. Hier erfährst du, woher die MD-88 kommt, wie du sie von ihren Schwestern abgrenzt und was du heute noch von ihr zu sehen bekommst.
Mad Dog im Archiv? Ab in den Hangar.
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Was ist die MD-88?
Die MD-88 ist die jüngste Version der MD-80-Familie, der gestreckten Weiterentwicklung der DC-9. Wie ihre Schwestern ist sie ein zweistrahliger Schmalrumpfjet mit einem Gang, fünf Sitzen pro Reihe in der Economy und Triebwerken am Rumpfheck. In einer Klasse passen bis zu 155 Passagiere hinein, in einer typischen Zwei-Klassen-Bestuhlung rund 143.
Technisch baut sie direkt auf der MD-82 und der MD-83 auf. Rumpf, Flügel, Triebwerke der Pratt-&-Whitney-JT8D-200-Reihe, Gewichte, Reichweite und Startleistung entsprechen diesen Versionen. Das maximale Startgewicht liegt wie bei der MD-83 bei rund 72,6 Tonnen. Der Unterschied steckt im Inneren: Die MD-88 bekam ein EFIS-Cockpit – ein elektronisches Fluginstrumentensystem mit Bildschirmen anstelle der klassischen Rundinstrumente. Dazu kamen serienmäßig ein Windscherungs-Warnsystem, das bei den übrigen MD-80 nur als Option oder Nachrüstung erhältlich war, und eine überarbeitete Kabinenausstattung.
Eine Besonderheit am Rande: Während MD-81 bis MD-87 in der Musterzulassung weiter als DC-9-Varianten geführt wurden, lief die MD-88 als einzige Version der Familie direkt unter dem MD-Namen.
Entstehung: Delta bestellt sich ein moderneres Cockpit
Mitte der 1980er-Jahre war die MD-80 längst etabliert, doch die Cockpits stammten noch aus der Welt der Rundinstrumente. Delta Air Lines, mit Hauptsitz am Flughafen Atlanta, wollte für ihre große Inlandsflotte eine modernisierte Version. Am 23. Januar 1986 startete McDonnell Douglas das MD-88-Programm mit Bestellungen und Optionen von Delta über 80 Flugzeuge.
Die ersten acht Delta-Maschinen liefen noch als MD-82 vom Band und wurden anschließend auf MD-88-Standard umgerüstet. Der Erstflug der MD-88 fand am 15. August 1987 statt. Am 8. Dezember 1987 erteilte die US-Luftfahrtbehörde FAA die Zulassung, am 19. Dezember 1987 ging die erste Maschine an Delta. Den Liniendienst nahm der Typ am 5. Januar 1988 auf.
Bis 1997 entstanden insgesamt 150 MD-88. Die letzte wurde am 25. Juni 1997 an die türkische Onur Air ausgeliefert – zu diesem Zeitpunkt stand die Fusion von McDonnell Douglas mit Boeing unmittelbar bevor. Als technischer Nachfolger mit gleichem Rumpfprinzip, aber neuen Triebwerken folgte die MD-90, aus der kürzeren MD-95 wurde später die Boeing 717.
Warum Glascockpit trotz alter Zelle?
Airlines mit großen Flotten profitieren davon, wenn Piloten zwischen Mustern ähnliche Anzeigen vorfinden und Systeme wie Windscherungs-Warnungen integriert sind. Die MD-88 brachte diese Modernisierung, ohne dass Rumpf, Flügel oder Triebwerke neu entwickelt werden mussten. Das hielt Entwicklungskosten und Zulassungsaufwand überschaubar.
MD-88 im Vergleich zu den Schwestern
Weil die Unterschiede fast komplett innen liegen, hilft eine Übersicht beim Einordnen.
| Merkmal | MD-81 | MD-82 | MD-83 | MD-88 |
|---|---|---|---|---|
| Rumpflänge | rund 45,1 m | rund 45,1 m | rund 45,1 m | rund 45,1 m |
| Triebwerke | JT8D-209 | JT8D-217 | JT8D-219 | JT8D-200-Reihe wie MD-82/83 |
| Max. Startgewicht | rund 63,5 t | höher als MD-81 | rund 72,6 t | rund 72,6 t |
| Cockpit | analog | analog | analog | EFIS-Bildschirme |
| Erstbetreiber | Swissair | Republic Airlines | Alaska Airlines | Delta Air Lines |
Die kurze MD-87 spielt in einer anderen Größenklasse, die MD-90 erkennst du an ihren kurzen, dicken IAE-V2500-Triebwerken. Gerade die MD-90 flog bei Delta jahrelang Seite an Seite mit der MD-88 – ein gutes Training für das Auge.
So erkennst du die MD-88
Ein Außenmerkmal, das nur die MD-88 hat, gibt es nicht. Du grenzt sie wie die anderen langen MD-80 in drei Schritten ein.
Familie bestimmen
Zwei Triebwerke am Rumpfheck, T-Leitwerk, nichts unter den Flügeln, dazu ein sehr langer, schlanker Rumpf mit kräftigen, langen Gondeln. Das ist eine lange MD-80.
MD-87 und MD-90 ausschließen
Wirkt der Rumpf kompakter, ist es eher eine MD-87. Sind die Triebwerke kurz und rund mit großem Einlauf, steht eine MD-90 vor dir.
Version klären
Kennzeichen und Typcode entscheiden. Steht im Tracking oder in der Datenbank MD88, hast du sie. Bei Delta-Fotos aus den 1990er- und 2000er-Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, aber nicht sicher – Delta flog auch MD-90.
Wer ganz nah herankommt, etwa bei einem Museumsbesuch oder an einer Parkposition, kann durch die Cockpitscheiben die Bildschirme erkennen. Wie du Flugzeugtypen generell an Nase und Fenstern einordnest, zeigt Flugzeugtypen an Nase und Cockpitfenstern erkennen. Die Kennzeichen-Recherche erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Schnellbestimmung: MD-88 oder etwas anderes?
MD-88
Lange MD-80 mit Typcode MD88: Das ist die Version mit EFIS-Cockpit, die vor allem Delta flog.
Lange MD-80
Eine MD-81, MD-82, MD-83 oder MD-88. Ohne Kennzeichen oder Typcode lässt sich die Version nicht sicher bestimmen – mehr in der Übersicht zur MD-80-Familie.
MD-87 oder Boeing 717
Kompakter Rumpf mit Hecktriebwerken: dicke, lange Gondeln sprechen für die MD-87, runde große Triebwerke für die Boeing 717.
MD-90
Langer Rumpf mit großen, runden Triebwerken am Heck: Das ist die MD-90, Deltas zweiter „Mad Dog“.
Boeing 737 oder Airbus
Triebwerke unter den Flügeln schließen die ganze Familie aus. Bei Delta übernahmen unter anderem die Boeing 737-900ER und die Airbus A321 die Aufgaben der MD-88.
Delta und die MD-88: drei Jahrzehnte Arbeitstier
Keine Airline ist so eng mit der MD-88 verbunden wie Delta. Insgesamt flogen 120 MD-88 in der Delta-Flotte – der Großteil der Weltproduktion. Die letzte fabrikneue MD-88 erhielt Delta im Dezember 1993. Der Typ bediente vor allem Kurz- und Mittelstrecken im US-Inland, und das große Drehkreuz in Atlanta war über Jahrzehnte voll von den schlanken Hecktrieblern. Auch an Flughäfen mit dichtem Inlandsverkehr wie New York-LaGuardia gehörte die MD-88 zum Alltag.
Unter Spottern und Crews hat die MD-80-Familie den Spitznamen „Mad Dog“ – abgeleitet vom Kürzel MD. Die MD-88 trägt ihn als Familienmitglied selbstverständlich mit.
Zwei Zwischenfälle prägten die Betriebsgeschichte. Am 6. Juli 1996 zerbarst bei Delta-Flug 1288 in Pensacola während des Startlaufs ein Triebwerk, Trümmer drangen in die Kabine ein, zwei Passagiere starben. Am 5. März 2015 rutschte Delta-Flug 1086 bei Schneetreiben in LaGuardia von der Piste und wurde schwer beschädigt; es gab nur leichte Verletzungen. Die US-Unfallbehörde NTSB sah die Hauptursache darin, dass zu hoher Umkehrschub die Wirkung des Seitenruders schwächte und die Crew die Richtung nicht mehr halten konnte.
Ursprünglich wollte Delta die MD-88 noch einige Zeit weiterfliegen. Die Corona-Pandemie änderte die Pläne: Mit dem Einbruch der Nachfrage zog die Airline den Abschied vor. Am 2. Juni 2020 endeten die Linienflüge von MD-88 und MD-90. Der letzte planmäßige MD-88-Passagierflug in den USA, Flug DL88, führte vom Flughafen Washington Dulles nach Atlanta. Abgelöst wurde die MD-88 vor allem durch Airbus A220, A321 und die Boeing 737-900ER.
Praxis-Tipp: Delta-Archivfotos richtig zuordnen
Auf älteren Delta-Bildern stehen MD-88 und MD-90 oft nebeneinander. Achte zuerst auf die Triebwerke: lang und schlank bedeutet MD-88, kurz und dick bedeutet MD-90. Danach bestätigt das Kennzeichen den Typ. Die Lackierungen dieser Zeit findest du in Legendäre Airline-Lackierungen.
Die MD-88 außerhalb von Delta
Auch wenn Delta den Typ prägte, flogen ihn weitere Airlines – einige davon mit Bezug zu Europa.
Spanien: Die Inlandsairline Aviaco hatte im März 1994 13 MD-88 neben DC-9 und Fokker F-27 in der Flotte. Mit der vollständigen Übernahme durch Iberia am 1. September 1999 wechselte die gesamte McDonnell-Douglas-Flotte von Aviaco, inklusive der MD-88, zur Muttergesellschaft. Am Flughafen Madrid-Barajas gehörten die MD-88 damit über Jahre zum Alltag.
Türkei: Onur Air aus Istanbul übernahm 1997 die letzte jemals gebaute MD-88. Die Airline flog über viele Jahre eine gemischte MD-80-Flotte mit MD-82, MD-83 und MD-88. Onur Air stellte den Betrieb 2021 ein.
USA: Die Premium-Inlandsairline Midwest Airlines aus Milwaukee setzte MD-88 neben MD-81 und MD-82 ein und gab ihre MD-80 2008 ab.
Kanada: Die Charter- und Linienairline Wardair bestellte Ende der 1980er-Jahre MD-88. Nach der Übernahme der Airline wurden diese Bestellungen jedoch storniert, ausgeliefert wurde keine.
Historischer Typ im Linienverkehr
Stand Oktober 2026 fliegt keine große Passagierairline mehr die MD-88. In Europa ist der Typ schon seit Jahren verschwunden. Wer hier eine MD-88 sieht, erlebt eine echte Ausnahme, etwa bei einer Überführung.
Zweites Leben als Frachter
Nach dem Delta-Abschied wurden viele MD-88 abgestellt und verschrottet, einige fanden aber eine neue Aufgabe. Die US-Frachtairline USA Jet nahm 2021 MD-88 in ihre Frachtflotte auf. Allerdings ist deren Flotte nach öffentlich verfügbaren Angaben seit 2024 überwiegend abgestellt. Ob und wo eine MD-88 aktuell noch fliegt, solltest du deshalb immer tagesaktuell im Tracking prüfen.
Wie umgebaute Passagierjets aussehen – geschlossene Fenster, großes Frachttor –, zeigt Frachtflugzeuge erkennen. Für die Einordnung von Raritäten hilft Wie selten ist meine Sichtung?.
Keine MD-88 mehr verpassen
Leg in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen an – die App meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Die MD-88 im Museum
Die verlässlichste Begegnung mit einer MD-88 ist heute ein Museumsbesuch. Im Delta Flight Museum in Atlanta ist laut Angaben die Cockpitsektion der N900DE ausgestellt. Diese Maschine flog am 2. Juni 2020 als Flug DL88 Deltas letzten planmäßigen MD-88-Passagierflug von Washington Dulles nach Atlanta und ging danach in den Ruhestand. Erhalten blieb nur das Cockpit – genau der Teil, der die MD-88 von ihren Schwestern unterscheidet.
Wenn du ein Cockpit fotografierst, beachte die Regeln der jeweiligen Ausstellung; Hinweise dazu findest du in Fotos im Cockpit.
Spotter-Tipps: So bekommst du die MD-88 noch vor die Linse
Fliegend ist die MD-88 zur Rarität geworden. Mit etwas Planung lohnt sich die Suche trotzdem.
Aktive Maschinen finden
Filtere im Tracking nach dem Code MD88. So siehst du, ob überhaupt eine Maschine unterwegs ist und wo sie fliegt.
Kennzeichen verfolgen
Frachter fliegen unregelmäßig. Ein Alarm auf das Kennzeichen ist zuverlässiger als jeder Flugplan.
Licht planen
Prüf vorab, wo die Sonne zur erwarteten Ankunft steht. Eine seltene Maschine kommt selten zweimal.
Ganze Länge zeigen
Die gestreckte Silhouette mit T-Leitwerk ist das Markenzeichen. Eine saubere Seitenansicht mit scharfem Kennzeichen macht das Foto auch für die Bestimmung wertvoll.
Orte mit dichtem US-Inlandsverkehr sind auch heute lohnende Spots: Am Planeview Park in Queens erlebst du den dichten Inlandsverkehr von LaGuardia, am Gravelly Point Park die Anflüge auf Washington Reagan National. Statt der MD-88 siehst du dort heute ihre Nachfolger – und mit Glück ein seltenes Hecktriebwerk-Flugzeug wie die Boeing 717, die bei Delta noch fliegt.
Wie du Alarme einrichtest, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten, wie du einer einzelnen Maschine folgst, zeigt Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen. Mehr zu Raritäten liefern Seltene Flugzeuge spotten und Historische Flugzeuge erkennen.
Bereit für die MD-88-Suche?
- Ich habe im Tracking nach dem Code MD88 gesucht.
- Ich habe einen Alarm auf Kennzeichen oder Typ gesetzt.
- Ich kenne Ankunftszeit und voraussichtliche Landerichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Ankunftszeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die MD-88, wenn …
- im Tracking oder in der Datenbank MD88 steht
- eine lange MD-80 in Delta-Lackierung schlanke JT8D-Gondeln trägt
- du durch die Frontscheibe Bildschirme statt Rundinstrumente siehst
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur die Silhouette hast – MD-81, MD-82 und MD-83 sehen genauso aus
- die Maschine Aviaco- oder Iberia-Farben trägt – dort flogen auch andere MD-80
- du ein altes Foto ohne lesbares Kennzeichen einordnen willst
Es ist keine MD-88, wenn …
- die Triebwerke kurz und dick sind – dann ist es eine MD-90 oder Boeing 717
- der Rumpf deutlich kürzer wirkt – dann eher eine MD-87 oder DC-9
- die Triebwerke unter den Flügeln hängen
Fazit
Die MD-88 ist das Finale der MD-80-Geschichte: eine bewährte Zelle mit modernem Cockpit, gebaut auf Wunsch von Delta und von dieser Airline 32 Jahre lang geflogen. Von außen verrät sie sich nicht, deshalb führt der Weg zur sicheren Bestimmung immer über Kennzeichen und Typcode. Fliegend ist sie heute eine Rarität, im Delta Flight Museum lebt zumindest ihr Cockpit weiter.
Kurzfazit
Lange MD-80, EFIS-Cockpit, Delta-Ikone: Das ist die MD-88. Am Zaun entscheiden Kennzeichen und der Code MD88 – und wer heute noch eine fliegende Maschine sucht, kommt um Tracking und Alarme nicht herum.
Zusammenfassung
- McDonnell Douglas startete die MD-88 im Januar 1986 auf Wunsch von Delta, die Bestellungen und Optionen für 80 Maschinen abgab. Erstflug war am 15. August 1987, Liniendienst ab dem 5. Januar 1988.
- Rumpf, Flügel, Triebwerke und Gewichte entsprechen MD-82 und MD-83. Neu waren das EFIS-Cockpit mit Bildschirmen, ein Windscherungs-Warnsystem und eine aufgefrischte Kabine.
- Delta setzte insgesamt 120 MD-88 ein und machte den Typ zum Symbol des US-Inlandsverkehrs ab Atlanta. In Europa flogen ihn Aviaco und später Iberia.
- Stand Oktober 2026 fliegt die MD-88 nicht mehr im Linien-Passagierdienst großer Airlines. Einzelne Maschinen kamen als Frachter unter; das Cockpit der N900DE steht im Delta Flight Museum in Atlanta.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die MD-88?
Die MD-88 läuft unter MD88. Mit diesem Code findest du die Maschinen in Tracking-Diensten und alten Flugplandaten. Wie solche Codes aufgebaut sind, erklärt ICAO-Typcodes erklärt.
Was unterscheidet die MD-88 von MD-82 und MD-83?
Vor allem das Cockpit. Die MD-88 bekam ein EFIS-Cockpit mit Bildschirmen, während die übrigen MD-80 überwiegend analoge Rundinstrumente hatten. Dazu kamen ein Windscherungs-Warnsystem und eine modernisierte Kabine. Triebwerke, Gewicht, Reichweite und Startleistung entsprechen MD-82 und MD-83.
Kann ich eine MD-88 von außen erkennen?
Nicht sicher. Rumpf, Flügel, Leitwerk und Triebwerksgondeln sind identisch mit den anderen langen MD-80. Die Bildschirme im Cockpit siehst du nur aus nächster Nähe durch die Frontscheibe. Am Zaun entscheiden Kennzeichen, Betreiber und Typcode.
Warum heißt die MD-88 nicht DC-9-88?
MD-81 bis MD-87 liefen in der Musterzulassung weiter unter DC-9-Bezeichnungen wie DC-9-82. Die MD-88 war die einzige Version der Familie, die direkt unter dem MD-Namen zugelassen wurde.
Wann flog die letzte MD-88 bei Delta?
Am 2. Juni 2020. Der letzte planmäßige MD-88-Passagierflug in den USA, Flug DL88, führte von Washington Dulles nach Atlanta. Delta musterte gleichzeitig die MD-90 aus – die Corona-Pandemie hatte den ursprünglich späteren Abschied vorgezogen.
Gibt es eine MD-88 im Museum?
Ja, zumindest teilweise. Von der N900DE, die am 2. Juni 2020 Deltas letzten planmäßigen MD-88-Passagierflug flog, ist laut Angaben die Cockpitsektion im Delta Flight Museum in Atlanta erhalten.
Wo fliegt die MD-88 heute noch?
Im Passagierdienst großer Airlines nirgends mehr. Die US-Frachtairline USA Jet nahm 2021 MD-88 in ihre Frachtflotte auf; deren Flotte ist aber seit 2024 überwiegend abgestellt. Ob einzelne Maschinen aktiv sind, prüfst du am besten aktuell im Tracking mit dem Code MD88.
McDonnell Douglas MD-88 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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McDonnell Douglas MD-80
Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
McDonnell Douglas
Historischer US-Hersteller, 1967 aus McDonnell Aircraft und Douglas Aircraft entstanden und 1997 in Boeing aufgegangen. Seine Jets mit Hecktriebwerken – DC-9, MD-80, DC-10 und MD-11 – prägten Jahrzehnte des Luftverkehrs und sind heute gesuchte Motive für Spotter.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
FlughafenFlughafen Atlanta Hartsfield-Jackson
Der passagierreichste Flughafen der Welt: fünf parallele Bahnen südlich von Atlanta, das größte Drehkreuz von Delta Air Lines mit rund tausend Abflügen am Tag – und ein Verkehrsmix, in dem Boeing 717, 757 und Airbus A350 nebeneinander rollen.
Wo du die McDonnell Douglas MD-88 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Planeview Park am Flughafen New York LaGuardia
Der kleine Nachbarschaftspark in East Elmhurst liegt direkt vor der Schwelle der Piste 04 von LaGuardia. Bei passender Betriebsrichtung kommen die Jets über den Grand Central Parkway so tief herein, dass du Fahrwerk und Klappen aus nächster Nähe siehst – kostenlos und mitten in Queens.
AnflugschneiseGravelly Point Park am Flughafen Washington Reagan National
Der berühmteste Spotterpunkt in Washington: Im Gravelly Point Park am Potomac donnern die Jets im kurzen Endanflug auf die Piste 19 nur wenige Dutzend Meter über deinen Kopf – mit Blick auf die Skyline, kostenlos und zu Fuß vom Terminal erreichbar.
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