Das Wichtigste in Kürze
- Allegiant Air ist eine US-Leisure-Low-Cost-Airline aus Las Vegas, die Urlauber aus kleinen Städten nonstop zu Ferienzielen bringt.
- Codes: IATA G4, ICAO AAY, Rufzeichen „ALLEGIANT“.
- Wenige Flüge, viele Strecken: Die meisten Routen werden nur wenige Male pro Woche bedient, viele davon ohne Nonstop-Konkurrenz.
- Flottenwechsel in zwei Etappen: von MD-80 und 757 zu gebrauchten Airbus A319/A320 (bis 2018), seit Ende 2024 kommen neue Boeing 737 MAX dazu.
- Seit 2026 gehört Sun Country zum Konzern – beide Airlines fliegen vorerst getrennt weiter.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Allegiant Air im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von WestJet Express zu Allegiant: die Geschichte
- 4.Der große Flottenwechsel: von der MD-80 zur A320
- 5.Die Flotte heute: Airbus plus Boeing 737 MAX
- 6.A319, A320 oder 737 MAX? So unterscheidest du die Typen
- 7.Woran du Allegiant erkennst
- 8.Sun Country und andere Konzernthemen
- 9.Allegiant spotten: Wo und wie
- 10.Allegiant im Vergleich
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | G4 |
|---|---|
| ICAO-Code | AAY |
| Rufzeichen | ALLEGIANT |
| Drehkreuze | LAS, SFB, PIE, AZA |
| Geschäftsmodell | Leisure-Low-Cost-Airline: Nonstop-Flüge von kleinen und mittelgroßen US-Städten zu Urlaubszielen, oft nur wenige Male pro Woche |
| Sitz | Las Vegas (Stadtteil Summerlin), Nevada |
| Gegründet | 1997 als WestJet Express, Linienverkehr seit Oktober 1998 (Las Vegas–Fresno) |
| Konzern | Allegiant Travel Company (Nasdaq: ALGT), seit 2026 auch Mutter von Sun Country Airlines |
| Wichtige Basen | Las Vegas (LAS), Orlando-Sanford (SFB), St. Petersburg-Clearwater (PIE) und Phoenix-Mesa (AZA) – insgesamt 22 Basen laut Geschäftsbericht |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Allegiant, Stand 1. Februar 2026) | 122 Flugzeuge: 106 Airbus A319 und A320, 16 Boeing 737 MAX |
| Bestellung | 50 Boeing 737 MAX (34 davon Ende 2025 noch offen, Auslieferung bis 2028), dazu Optionen auf bis zu 80 weitere |
| Historische Typen | Douglas DC-9, McDonnell Douglas MD-80 (bis November 2018) und Boeing 757-200 (bis Ende 2017) |
| Kennzeichen | US-amerikanische Registrierung mit N, häufig mit der Endung NV |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Allegiant Air?
- Schriftzug „Allegiant“ am weißen Rumpf, dazu ein farbig gestaltetes Leitwerk
- Fast immer ein Airbus A319 oder A320 – neuere Maschinen sind Boeing 737 MAX
- Flugnummer beginnt mit G4, auf Trackern steht AAY, im Funk „ALLEGIANT“
- Kennzeichen mit N, bei vielen Maschinen mit der Endung NV – NV wie Nevada
- Oft an kleinen Regionalflughäfen oder Nebenflughäfen wie Sanford, St. Pete-Clearwater oder Mesa statt an den großen Drehkreuzen
- Bis 2018 typisch: die MD-80 mit Hecktriebwerken – heute komplett ausgemustert
Ein Airbus A320, der an einem Dienstagmittag auf einem kleinen Regionalflughafen irgendwo im Mittleren Westen landet, kurz Passagiere tauscht und dann Richtung Florida oder Las Vegas verschwindet – bis zum nächsten Mal in drei oder vier Tagen. So sieht Allegiant Air im Alltag aus. Die Airline aus Las Vegas hat sich auf eine Nische spezialisiert, die kaum eine andere Gesellschaft so konsequent bedient: Urlauber aus Städten, die sonst keine Direktverbindung in die Sonne haben. Für Spotter ist Allegiant spannend, weil sich an ihrer Flotte ein ganzes Kapitel US-Luftfahrtgeschichte ablesen lässt – von der MD-80 über gebrauchte Airbus-Jets bis zur neuen Boeing 737 MAX.
Jede Allegiant-Sichtung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche Allegiant-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Allegiant Air im Überblick
Allegiant Air ist eine US-amerikanische Low-Cost-Airline mit klarer Ferienausrichtung. Sie gehört zur börsennotierten Allegiant Travel Company und hat ihren Sitz in Las Vegas, im Stadtteil Summerlin. Anders als die klassischen Billigflieger, die große Städte im Minutentakt verbinden, setzt Allegiant auf ein ungewöhnliches Muster: kleine und mittelgroße Städte, die direkt mit Urlaubszielen verbunden werden – oft nur zwei- bis viermal pro Woche.
Laut Geschäftsbericht für 2025 bediente Allegiant Anfang Februar 2026 insgesamt 578 Strecken zu 126 Städten. Rund 430 dieser Verbindungen hatten keine Nonstop-Konkurrenz. Die Ziele heißen typischerweise Las Vegas, Orlando, die Golfküste Floridas, Phoenix oder Nashville – Orte, an denen die Fluggäste Urlaub machen und nicht umsteigen. Ein klassisches Drehkreuz gibt es nicht, stattdessen 22 Basen im ganzen Land, an denen Flugzeuge und Crews stationiert sind.
Das Geld verdient Allegiant nicht nur mit dem Ticket. Der Grundpreis ist niedrig, Gepäck, Sitzplatzwahl und andere Extras kosten extra. Verkauft wird fast ausschließlich direkt: Laut Geschäftsbericht liefen 2025 über 92 Prozent der Linienumsätze über die eigene Website. Mit dieser Logik gehört Allegiant in dieselbe Familie wie Spirit Airlines und Frontier Airlines, unterscheidet sich aber durch den starken Fokus auf Kleinstädte und Urlaubsverkehr.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code G4: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Bordkarte und in den meisten Flugplänen.
- ICAO-Code AAY: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen ALLEGIANT: So meldet sich die Besatzung im Funk.
Der IATA-Code G4 hat keinen erkennbaren Bezug zum Namen – IATA-Codes sind reine Kennungen, die vergeben werden, wenn sie frei sind. Beim ICAO-Code AAY ist der Bezug dagegen offensichtlich. Wie die beiden Code-Systeme zusammenhängen, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes.
Tracker richtig lesen
Auf Trackern taucht Allegiant als AAY auf. Achte zusätzlich auf den Typcode: A319 und A320 für die Airbus-Flotte, B38M für die 737 MAX. Was hinter diesen Kürzeln steckt, steht im Guide zu ICAO-Typcodes.
Von WestJet Express zu Allegiant: die Geschichte
Die Airline begann 1997 unter einem Namen, der heute überrascht: WestJet Express. Wegen der Verwechslungsgefahr mit der kanadischen WestJet und eines Markenstreits wurde sie bald in Allegiant Air umbenannt. Den Linienverkehr nahm sie im Oktober 1998 auf, mit einer Douglas DC-9 zwischen Las Vegas und Fresno in Kalifornien.
Der Start lief holprig. Steigende Treibstoffpreise trieben die junge Airline im Dezember 2000 in ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11. Gläubiger Maurice „Maury“ Gallagher übernahm die Kontrolle und baute Allegiant in den Folgejahren um – weg vom klassischen Linienverkehr, hin zum heutigen Modell mit Ferienflügen aus kleinen Städten. 2006 ging die Muttergesellschaft an die Börse.
In den 2000er-Jahren wuchs Allegiant mit gebrauchten Flugzeugen der MD-80-Familie. Die Jets waren günstig zu haben, weil große US-Airlines sie ausmusterten, und für Allegiants geringe Auslastung pro Flugzeug reichte das. Neben Las Vegas kamen Basen in Florida dazu, 2007 auch Phoenix-Mesa. Ab 2010 ergänzte die Airline ihre Flotte um gebrauchte Boeing 757, vor allem für Flüge nach Hawaii.
1997/1998
Gründung als WestJet Express, Umbenennung in Allegiant Air, Linienstart mit der DC-9.
2000–2001
Insolvenzverfahren, Neustart unter Maury Gallagher mit Fokus auf Ferienflüge aus kleinen Städten.
2012–2018
Umstellung von MD-80 und 757 auf die Airbus-A320-Familie, letzte MD-80 im November 2018.
2024–2026
Erste Boeing 737 MAX, Verkauf des Sunseeker Resorts, Übernahme von Sun Country.
Der große Flottenwechsel: von der MD-80 zur A320
Spätestens Mitte der 2010er-Jahre war die alte Flotte ein Problem. Die MD-80 waren durstig, wartungsintensiv und standen zunehmend in der Kritik: 2016 berichtete die Zeitung Tampa Bay Times über deutlich mehr technische Zwischenfälle im Flug bei Allegiant als bei anderen großen US-Airlines. Der Umstieg auf eine jüngere Flotte war zu diesem Zeitpunkt bereits in vollem Gang.
Der Ersatz kam von Airbus. 2012 kündigte Allegiant den Umstieg an, ab 2013 kamen gebrauchte Airbus A319, später auch A320 in die Flotte. 2016 bestellte die Airline erstmals Neuflugzeuge direkt bei Airbus. Zwischen 2013 und 2018 lief der Umstieg – die Boeing 757 ging bis Ende 2017, die letzte MD-80 im November 2018. Damit verschwand einer der markantesten MD-80-Betreiber der USA aus dem Typenregister.
Für Spotter war das ein echter Einschnitt. Die MD-80-Familie mit ihren Hecktriebwerken und dem langen, schlanken Rumpf war bei Allegiant bis zuletzt im Alltagsbetrieb zu sehen, während andere Airlines sie längst abgestellt hatten. Wer damals Allegiant-MD-80 fotografiert hat, besitzt heute Bilder mit Seltenheitswert. Mehr zur Familie und ihrem Hersteller findest du bei McDonnell Douglas und zur Vorgängerin bei der DC-9.
Gebraucht statt neu
Typisch für Allegiant ist der Kauf gebrauchter Flugzeuge. Laut Geschäftsbericht waren Anfang 2026 von 122 Maschinen 93 gebraucht übernommen und 29 neu ausgeliefert. Die Airbus-Flotte war im Schnitt rund 17 Jahre alt – deutlich älter als bei vielen anderen Low-Cost-Airlines.
Die Flotte heute: Airbus plus Boeing 737 MAX
Seit einigen Jahren ändert Allegiant die Strategie erneut. Statt immer weiter gebrauchte Airbus-Jets zu kaufen, bestellte die Airline 50 neue Boeing 737 MAX mit Optionen auf bis zu 80 weitere. Die ersten Maschinen kamen 2024, Ende 2024 begann der Einsatz im Liniendienst. Bis Ende 2025 waren 16 Exemplare ausgeliefert, die übrigen 34 sollen bis 2028 folgen.
| Typ | Anzahl (Februar 2026) | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A319 | Teil der 106 Airbus | Kleinster Typ, ab 156 Sitzen | Kürzester Rumpf, gebraucht übernommen |
| Airbus A320 | Teil der 106 Airbus | Rückgrat der Flotte | Gebrauchte und einige fabrikneue Exemplare |
| Boeing 737 MAX | 16 | Neuer Zukunftstyp, bis 190 Sitze | Seit Ende 2024 im Einsatz, Typcode B38M |
| Boeing 737 MAX (bestellt) | 34 offen | Auslieferung bis 2028 | Ersetzen nach und nach ältere Airbus |
Bei der MAX handelt es sich um die dicht bestuhlte Boeing 737-8-200, die Variante der 737 MAX 8 mit zusätzlichen Notausgängen hinter dem Flügel. Hersteller ist Boeing. Allegiant betreibt die A320-Familie neben der MAX weiter, die neuen Boeing-Jets ersetzen nach und nach vor allem ältere Airbus. Die Flotte bleibt also auf absehbare Zeit gemischt – für Spotter ein Vorteil, weil du an einem Tag beide Familien in denselben Farben sehen kannst.
Die erste Allegiant-MAX fehlt noch?
Setz die Airline oder einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A319, A320 oder 737 MAX? So unterscheidest du die Typen
Weil alle Allegiant-Jets dieselbe Bemalung tragen, entscheidet der Blick auf die Technik. Zwischen Airbus und Boeing ist das leicht, zwischen A319 und A320 braucht es etwas Übung.
Das spricht für einen Airbus
- Rundliche Cockpitfenster und stumpfe Nase
- Kleine Wingtip-Fences oder Sharklets an den Flügelspitzen
- Hauptfahrwerk mit gut sichtbaren Klappen, eher hochbeinig
- A319: auffällig kurzer Rumpf mit nur einem Notausgang über dem Flügel
Das spricht für die 737 MAX
- Spitz zulaufende Nase mit kantigen Cockpitfenstern
- Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante
- Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und unten
- Zusätzliches Türpaar hinter dem Flügel bei der 737-8-200
Zwischen A319 und A320 hilft vor allem die Rumpflänge: Die A319 wirkt gedrungen, die A320 deutlich gestreckter, und über dem Flügel hat die A320 zwei Notausgänge pro Seite statt einem. Eine ausführliche Anleitung gibt es im Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Wer die MAX sicher von älteren 737-Generationen trennen will, findet die Merkmale bei Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Woran du Allegiant erkennst
Die aktuelle Bemalung ist schlicht: weißer Rumpf mit dem Schriftzug „Allegiant“, dazu ein farbig gestaltetes Leitwerk. Das sicherste Merkmal ist trotzdem das Kennzeichen. Allegiant-Maschinen tragen US-Kennzeichen mit N, und viele davon enden auf NV, die Abkürzung für Nevada. Wie N-Nummern aufgebaut sind, erklärt der Artikel zu US-amerikanischen N-Nummern.
Schnellcheck Allegiant
- Schriftzug „Allegiant“ am Rumpf
- Airbus A319/A320 oder Boeing 737 MAX
- Kennzeichen mit N, oft mit NV am Ende
- Tracker zeigt AAY
- Flug zu oder von einem Urlaubsziel bzw. kleinen Regionalflughafen
Achtung Verwechslung
Sun Country gehört seit 2026 zum selben Konzern, fliegt aber weiter unter eigenem Namen, eigenem Code und in eigener Bemalung – mit einer reinen Boeing-737-Flotte. Eine 737-800 in Sun-Country-Farben ist also keine Allegiant, auch wenn beide inzwischen dieselbe Mutter haben.
Sun Country und andere Konzernthemen
Im Januar 2026 vereinbarte Allegiant Travel Company die Übernahme von Sun Country Airlines aus Minneapolis für rund 1,5 Milliarden US-Dollar. Nach Zustimmung der Behörden und der Aktionäre wurde der Deal im Mai 2026 abgeschlossen. Zusammen kommen beide Airlines auf rund 195 Flugzeuge. Bis eine gemeinsame Betriebsgenehmigung der US-Luftfahrtbehörde FAA vorliegt, fliegen sie getrennt weiter. Langfristig soll der Betrieb unter der Marke Allegiant zusammengeführt werden, Minneapolis-St. Paul soll ein wichtiger Standort bleiben.
Für Spotter ist das ein Thema mit Ablaufdatum: Sun Country fliegt Boeing 737 der Next Generation und betreibt außerdem 737-Frachter für Amazon Air. Wenn die Marken zusammengeführt werden, dürfte sich das Bild auf beiden Flotten verändern – wer Sun Country in den eigenen Farben dokumentieren will, sollte das eher früher als später tun.
Ein anderes Kapitel hat Allegiant dagegen abgeschlossen: Lange baute der Konzern an einem eigenen Ferienresort, dem Sunseeker Resort in Florida. Im September 2025 wurde es verkauft – Allegiant konzentriert sich wieder auf das Fliegen.
Allegiant spotten: Wo und wie
Allegiant fliegt fast ausschließlich innerhalb der USA. In Europa wirst du die Airline nicht sehen. Wer sie fotografieren will, plant eine Reise – und die beste Adresse ist der Heimatflughafen Las Vegas Harry Reid. Dort gehören Allegiant-Jets zum Alltagsbild, und die Stadt ist ohnehin eines der beliebtesten Ziele für Spotter. Tipps zu Standorten und Licht stehen im Artikel Planespotting in Las Vegas.
Spannend sind auch die Nebenflughäfen, die Allegiant groß gemacht hat: Orlando-Sanford statt Orlando International, St. Petersburg-Clearwater statt Tampa und Phoenix-Mesa Gateway statt Phoenix Sky Harbor. An diesen Plätzen ist Allegiant oft eine der wichtigsten Airlines überhaupt, der Verkehr ist überschaubar und die Wege sind kurz. Ein weiterer Reiz sind die Regionalflughäfen im Landesinneren, an denen Allegiant manchmal der einzige Jet-Betreiber ist.
Gute Chancen auf Allegiant, wenn …
- du in Las Vegas, Sanford, St. Pete-Clearwater oder Mesa spottest
- Ferienzeit ist oder ein langes Wochenende ansteht
- du den Wochenflugplan vorher geprüft hast
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem kleinen Regionalflughafen bist – dort fliegt Allegiant oft nur an bestimmten Wochentagen
- du nach älteren Berichten planst, denn Basen und Strecken ändern sich regelmäßig
Eher kein Allegiant-Tag, wenn …
- du an einem großen Drehkreuz einer Netzwerk-Airline stehst, an dem Allegiant kaum vertreten ist
Weil Allegiant viele Strecken nur an einzelnen Wochentagen fliegt, lohnt sich Planung mehr als bei anderen Airlines. Mit Planetrack setzt du Allegiant oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und bekommst einen Alarm, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Allgemeine Tipps für die Tour liefert der Artikel zur Planespotting-Reise in die USA.
Sicherheit und Regeln
In den USA gelten an Flughäfen eigene Regeln, und Sicherheitskräfte sprechen Spotter dort eher an als in Europa. Bleib auf öffentlichem Gelände, halte Abstand zu Zäunen und hab im Zweifel einen Ausweis dabei. Was du beachten solltest, steht im Artikel Planespotting in den USA.
Allegiant im Vergleich
Im US-Low-Cost-Markt hat jede Airline ihr eigenes Profil. Southwest Airlines fliegt eine reine Boeing-737-Flotte mit dichtem Netz zwischen großen und mittleren Städten. Spirit und Frontier setzen auf Airbus und viele Flüge an großen Flughäfen. Am ähnlichsten sind Allegiant die jüngeren Anbieter Breeze Airways und Avelo Airlines: Auch sie suchen Strecken ohne Konkurrenz und nutzen kleinere Flughäfen. Allegiant ist in dieser Nische aber der älteste und größte Anbieter.
Häufige Verwechslungen
- WestJet Express mit WestJet verwechseln – der frühe Name von Allegiant hat nichts mit der kanadischen WestJet zu tun und wurde gerade deshalb aufgegeben.
- Allegiant für eine reine Airbus-Airline halten – seit Ende 2024 fliegen auch Boeing 737 MAX in Allegiant-Farben.
- Die MAX als 737-800 notieren – Triebwerke mit Zackenrand und das zusätzliche Türpaar hinter dem Flügel verraten die 737-8-200.
- Sun Country als Allegiant notieren – trotz gemeinsamer Mutter sind es bis zur Zusammenführung getrennte Airlines mit eigenen Codes.
- Mit MD-80 rechnen – die letzte Allegiant-MD-80 flog 2018, aktuelle Sichtungen sind ausgeschlossen.
- Ein Drehkreuz erwarten – Allegiant verteilt die Flotte auf viele Basen, statt alles über einen Hub zu leiten.
Allegiant im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die neuen 737 MAX, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Allegiant Air ist die Ferienairline der amerikanischen Kleinstädte. Statt große Drehkreuze zu bedienen, bringt sie Urlauber aus Orten ohne Direktverbindung nonstop nach Las Vegas, Florida oder Arizona – mit wenigen Flügen pro Woche und einer Flotte, die erst von der MD-80 auf gebrauchte Airbus-Jets und jetzt Schritt für Schritt auf die Boeing 737 MAX umzieht. Mit der Übernahme von Sun Country wird Allegiant 2026 noch einmal größer. Für Spotter heißt das: Die gemischte Flotte jetzt dokumentieren, bevor sich das Bild weiter verändert.
Kurzfazit
Allegiant Air (IATA G4, ICAO AAY) ist eine US-Leisure-Low-Cost-Airline aus Las Vegas mit Airbus A319/A320 und neuen Boeing 737 MAX. Die MD-80 ist seit 2018 Geschichte, und das Kennzeichen mit NV am Ende hilft dir bei der Zuordnung.
Zusammenfassung
- Allegiant erkennst du an der Kombination aus Airbus A319/A320 oder 737 MAX, dem Allegiant-Schriftzug und einem Kennzeichen, das häufig auf NV endet.
- Das Netz ist ungewöhnlich: Statt Drehkreuzen verbindet Allegiant kleine Städte direkt mit Urlaubszielen wie Las Vegas, Orlando oder der Golfküste Floridas.
- Die Flotte erzählt Airline-Geschichte: Allegiant war einer der letzten großen MD-80-Betreiber der USA, bevor 2018 die letzte Maschine ging.
- Allegiant fliegt nicht nach Europa. Wer die Airline vor die Linse bekommen will, plant eine Spottingreise in die USA – Las Vegas ist der logische Startpunkt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Allegiant Air?
Der IATA-Code von Allegiant Air ist G4, der ICAO-Code AAY. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ALLEGIANT“. Auf Flugtrackern siehst du deshalb meist AAY plus Flugnummer, auf der Anzeigetafel G4.
Wo hat Allegiant Air ihren Sitz?
Allegiant sitzt in Las Vegas, Nevada, genauer im Stadtteil Summerlin. Las Vegas ist zugleich die älteste und eine der wichtigsten Basen. Mit der Airline ist die Stadt auch sonst verbunden: Das Football-Stadion der Las Vegas Raiders trägt den Namen Allegiant Stadium.
Welche Flugzeuge fliegt Allegiant?
Laut Geschäftsbericht bestand die Flotte am 1. Februar 2026 aus 122 Flugzeugen: 106 Maschinen der Airbus-A320-Familie (A319 und A320) und 16 Boeing 737 MAX. Die Sitzzahl liegt je nach Typ zwischen 156 und 190. Bis 2028 sollen weitere 737 MAX dazukommen.
Fliegt Allegiant noch die MD-80?
Nein. Allegiant war lange einer der bekanntesten MD-80-Betreiber der USA, hat die letzte Maschine aber im November 2018 ausgemustert. Auch die Boeing 757, die ab 2010 für Hawaii-Flüge kam, ist seit Ende 2017 nicht mehr in der Flotte. Fotos von Allegiant-MD-80 sind heute Archivmaterial.
Warum fliegt Allegiant vor allem kleine Flughäfen an?
Das ist der Kern des Geschäftsmodells. Allegiant sucht Städte, aus denen es keinen Nonstop-Flug zum Urlaubsziel gibt, und bietet dort wenige, günstige Direktflüge pro Woche an. Laut Geschäftsbericht hatten Anfang 2026 rund 430 der knapp 580 Strecken keine Nonstop-Konkurrenz. Kleine Flughäfen und Nebenflughäfen sind außerdem günstiger als große Drehkreuze.
Was hat Allegiant mit Sun Country zu tun?
Allegiant Travel Company hat im Januar 2026 vereinbart, Sun Country Airlines aus Minneapolis zu übernehmen; die Übernahme wurde im Mai 2026 abgeschlossen. Bis eine gemeinsame FAA-Betriebsgenehmigung vorliegt, fliegen beide Airlines getrennt unter eigenen Codes. Langfristig soll der Betrieb unter der Marke Allegiant zusammengeführt werden.
Kann ich Allegiant in Europa sehen?
Praktisch nicht. Allegiant fliegt fast ausschließlich innerhalb der USA. Für Sichtungen brauchst du eine Reise in die USA – am einfachsten in Las Vegas, an Floridas Nebenflughäfen wie Sanford oder St. Pete-Clearwater oder in Phoenix-Mesa.
Allegiant Air im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-8-200 (MAX 200)
Von außen eine MAX 8, mit einem kleinen, aber entscheidenden Unterschied: einem zusätzlichen Paar Notausgangstüren hinter dem Flügel. So erkennst du die 737-8-200, die Boeing für Ryanair entwickelt hat.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-80
Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.
FlugzeugtypBoeing 757-200
Lang, schlank, hochbeinig und mit Triebwerken, die fast zu groß wirken: Die 757-200 ist ein Schmalrumpf mit Langstrecken-Genen. Produziert wird sie seit 2004 nicht mehr, Spotter freuen sich deshalb über jede Begegnung.
Weitere Airlines
Sun Country Airlines
Ferien- und Charterairline aus Minneapolis mit reiner Boeing-737-Flotte: Sun Country fliegt Urlauber in die Sonne, Sportteams und Soldaten im Charter und Pakete für Amazon. Seit Mai 2026 gehört sie zu Allegiant.
Low-CostSpirit Airlines
Historische US-Ultra-Low-Cost-Airline aus Florida mit knallgelber Airbus-A320-Familie: Die Fusion mit JetBlue scheiterte 2024 vor Gericht, nach zwei Insolvenzverfahren stellte Spirit am 2. Mai 2026 den Flugbetrieb ein.
Low-CostFrontier Airlines
Ultra-Low-Cost-Airline aus Denver mit reiner Airbus-A320-Familie: Jedes Flugzeug trägt ein eigenes Tier auf dem Seitenleitwerk – ein Sammelprojekt für Spotter in den USA.
Low-CostBreeze Airways
Die jüngste Airline von JetBlue-Gründer David Neeleman: gestartet 2021 mit Embraer-Jets, heute eine reine Airbus-A220-300-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Strecken zwischen unterversorgten US-Städten – und ein Rufzeichen, das noch an den alten Namen Moxy erinnert.
Low-CostAvelo Airlines
Eine US-Airline mit überraschend langer Vorgeschichte: Aus der Casino-Fluglinie von Elko und der Charterairline Xtra Airways wurde 2021 der Billigflieger Avelo. Heute fliegt er Boeing 737-800 ab Basen wie New Haven, Wilmington und Lakeland – und hat Embraer E195-E2 bestellt.
Low-CostSouthwest Airlines
Die Low-Cost-Pionierin aus Dallas: seit 1971 in der Luft, größter Boeing-737-Betreiber der Welt und Vorbild für Ryanair und Co. – mit einer Flotte, die nur aus einem Typ besteht, und Sonderlackierungen für ganze US-Bundesstaaten.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Las Vegas Harry Reid (LAS)
Vom Wüstenflugplatz Alamo Field zum Tor in die Glücksspielmetropole: vier Pisten direkt am Strip, Southwest-737 im Minutentakt, Spielautomaten im Terminal, die geheimnisvollen weißen Janet-Jets – und ein offizieller Spotterplatz mit der Sonne im Rücken.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
HerstellerMcDonnell Douglas
Historischer US-Hersteller, 1967 aus McDonnell Aircraft und Douglas Aircraft entstanden und 1997 in Boeing aufgegangen. Seine Jets mit Hecktriebwerken – DC-9, MD-80, DC-10 und MD-11 – prägten Jahrzehnte des Luftverkehrs und sind heute gesuchte Motive für Spotter.
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