McDonnell Douglas MD-81

Mit ihr fing der „Mad Dog“ an: Die MD-81 war die erste Serienversion der MD-80-Familie und startete 1980 bei Swissair und Austrian in den Liniendienst. Hier erfährst du, wie du sie erkennst, wer sie flog und warum sie heute eine echte Rarität ist.

Auch bekannt als: DC-9-81 · DC-9 Super 81 · DC-9 Super 80 · DC-9 Serie 80 · Mad Dog

USAMcDonnell DouglasHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: MD8113 Min. Lesezeit

MD81

ICAO-Typcode

1980

Liniendienst ab

132

gebaute Maschinen

45,1 m

Länge

Das Wichtigste in Kürze

  • Die MD-81 ist die Urversion der MD-80-Familie: Erstflug der Super 80 im Oktober 1979, Liniendienst ab 10. Oktober 1980 bei Swissair.
  • Swissair und Austrian bestellten im Oktober 1977 und bekamen 1980 die ersten Maschinen – die MD-81 ist damit ein Stück Schweizer und österreichischer Luftfahrtgeschichte.
  • Antrieb: zwei Pratt & Whitney JT8D-209 mit je rund 82 kN – die schwächsten Triebwerke der langen MD-80.
  • Von außen kaum von MD-82, -83 und -88 zu unterscheiden. Im Feld hilft nur das Kennzeichen oder der ICAO-Code MD81.
  • Mit 132 gebauten Exemplaren blieb sie eine kleine Serie; die stärkere MD-82 lief ihr schnell den Rang ab.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die MD-81?
  2. 2.Vom Super 80 zur MD-81: die Entstehung
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.MD-81 im Vergleich zu ihren Geschwistern
  5. 5.MD-81, DC-9 oder MD-90?
  6. 6.Die MD-81 in der Schweiz und in Österreich
  7. 7.SAS und die MD-81 in Skandinavien
  8. 8.Weitere Betreiber weltweit
  9. 9.So findest du heute noch eine MD-81
  10. 10.Wo die MD-81 einst zu Hause war: Spots für Erinnerungsfotos
  11. 11.Fototipps, falls sich die Chance ergibt
  12. 12.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  13. 13.Fazit

Steckbrief

HerstellerMcDonnell Douglas, Long Beach (Kalifornien)
FamilieMD-80 (MD-81, MD-82, MD-83, MD-87, MD-88); Vorgänger DC-9
Ursprüngliche BezeichnungDC-9-81 bzw. DC-9 Super 81; ab Juli 1983 MD-81
ICAO-TypcodeMD81
ProgrammstartOktober 1977 mit Bestellungen von Swissair und Austrian Airlines
Erstflug18. Oktober 1979 (erste Super 80)
FAA-Zulassung25. August 1980
Erstauslieferung13. September 1980 an Swissair
Indienststellung10. Oktober 1980 bei Swissair (Zürich–London-Heathrow)
Letzte AuslieferungJuni 1994 nach Japan
Gebaute Exemplare132
Triebwerke2 × Pratt & Whitney JT8D-209 am Rumpfheck, je rund 82 kN Schub
Längerund 45,1 m
Spannweiterund 32,8 m
Höherund 9,0 m
Sitzplätzetypisch 155 in reiner Economy, maximal 172
Max. Startgewichtrund 63,5 t (optional rund 64,4 t)
Reichweitegrob 2.900 bis 3.300 km, je nach Zuladung
StatusHistorisch; im europäischen Linienverkehr längst ausgemustert

Erkennungsmerkmale

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  • T-Leitwerk ganz oben auf der Seitenflosse, zwei Triebwerke seitlich am Rumpfheck, unter den Flügeln nichts
  • Sehr langer, schlanker Rumpf von rund 45 m – deutlich gestreckter als jede DC-9
  • Lange, kräftige Triebwerksgondeln der JT8D-200-Serie, sichtbar dicker als die schlanken Röhren der DC-9
  • Flügel ohne Winglets, größer und weiter auslaufend als bei der DC-9
  • Außen praktisch identisch mit MD-82, MD-83 und MD-88 – die Version verrät erst das Kennzeichen oder der Typcode MD81
  • Frühe Maschinen trugen ab Werk den ursprünglichen, eher spitz zulaufenden Heckkonus; den flacheren Low-Drag-Konus von MD-83 und MD-87 bekamen ältere MD-80 erst ab 1987

Aktualisiert: Oktober 2026 – Langer, schlanker Rumpf, zwei Triebwerke hinten am Heck, das Höhenleitwerk ganz oben auf der Flosse: So sah 1980 die Zukunft der Kurz- und Mittelstrecke aus. Die McDonnell Douglas MD-81 war die erste Serienversion der späteren MD-80-Familie und startete in der Schweiz und in Österreich ins Liniengeschäft. Hier erfährst du, wie die MD-81 entstand, was sie von ihren Geschwistern unterscheidet, welche Airlines sie prägten und wie du heute überhaupt noch eine findest.

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Was ist die MD-81?

Die MD-81 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet mit einem Gang, fünf Sitzen pro Reihe in der Economy und zwei Piloten im Cockpit. In reiner Economy-Bestuhlung passen typischerweise 155 Passagiere hinein, maximal sind 172 möglich. Gedacht war sie für Strecken von Kurz- bis Mittelstrecke, also genau das europäische Netz, das Airlines wie Swissair und Austrian Ende der 1970er-Jahre bedienten.

Technisch ist sie eine stark gestreckte DC-9. McDonnell Douglas verlängerte den Rumpf gegenüber der größten DC-9, der Serie 50, um rund viereinhalb Meter, vergrößerte den Flügel und setzte die neuen, leiseren Triebwerke der JT8D-200-Serie von Pratt & Whitney ein. Bei der MD-81 ist das die Variante JT8D-209 mit rund 82 kN Schub pro Triebwerk.

Der Name hat eine eigene Geschichte. Das Projekt lief zunächst als DC-9 Serie 80, dann als DC-9 Super 80, die erste Serienversion hieß DC-9-81 oder Super 81. Erst im Juli 1983 führte McDonnell Douglas die Markennamen MD-80 und MD-81 ein. In der Musterzulassung der US-Luftfahrtbehörde FAA blieb die DC-9-Bezeichnung stehen, die MD-Nummer erscheint dort nur in Klammern. Deshalb findest du in alten Registern und Flugbüchern bis heute die Schreibweise DC-9-81. Den Überblick über die ganze Familie bekommst du auf der Seite zur MD-80.

MD81ICAO-Typcode in Flugplänen und Tracking-Diensten
132gebaute MD-81 zwischen 1980 und 1994
82 kNSchub je JT8D-209 – die Basismotorisierung der Familie

Vom Super 80 zur MD-81: die Entstehung

Im Oktober 1977 fiel der Startschuss. Swissair bestellte 15 Maschinen plus fünf Optionen und gilt als Startkundin des Programms. Fast zeitgleich, am 13. Oktober 1977, orderte auch Austrian Airlines acht Flugzeuge. Zwei europäische Airlines, die schon mit der DC-9 gute Erfahrungen gemacht hatten, gaben damit den Anstoß für die gesamte Familie.

Der Erstflug der ersten Super 80 fand am 18. Oktober 1979 in Long Beach statt. Die FAA erteilte die Zulassung am 25. August 1980, am 13. September 1980 übernahm Swissair die erste Maschine. Am 10. Oktober 1980 ging es los: Der erste Linienflug führte von Zürich nach London-Heathrow. Austrian folgte wenige Tage später, am 26. Oktober 1980, mit einem Flug von Wien nach Zürich.

Die MD-81 blieb allerdings nicht lange das Maß der Dinge. Schon 1981 kam die MD-82 mit stärkeren JT8D-217 und höherem Startgewicht auf den Markt. Für viele Kunden, besonders in den USA mit heißen Flughäfen und vollen Maschinen, war sie die attraktivere Wahl. So erklärt sich, dass von der MD-81 nur 132 Exemplare entstanden, von der MD-82 dagegen über 500. Die letzte MD-81 verließ das Werk im Juni 1994 und ging an einen japanischen Inlandsflieger.

Datum Ereignis
Oktober 1977 Bestellungen von Swissair und Austrian, Programmstart
18. Oktober 1979 Erstflug der ersten Super 80 in Long Beach
25. August 1980 Zulassung durch die FAA
13. September 1980 Erste Auslieferung an Swissair
10. Oktober 1980 Erster Linienflug, Zürich–London-Heathrow
26. Oktober 1980 Erster MD-81-Linienflug bei Austrian, Wien–Zürich
Juli 1983 Umbenennung in MD-80 bzw. MD-81
Juni 1994 Letzte Auslieferung einer MD-81

Die MD-81 als Basis

Alle späteren langen MD-80 bauen auf der MD-81 auf. Die MD-83 bekam mehr Treibstoff und Reichweite, die MD-88 ein moderneres Cockpit. Rumpf und Flügel blieben gleich – deshalb sehen die Versionen von außen fast identisch aus.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die MD-81 selbst sicher zu bestimmen, ist eine zweistufige Sache: Erst erkennst du die lange MD-80, dann klärst du die Version. Für die erste Stufe reichen drei Blicke.

Grundform prüfen

Zwei Triebwerke seitlich am Rumpfende, T-Leitwerk, nichts unter den Flügeln. Damit bist du in der DC-9-Familie oder bei einem Zeitgenossen wie der Fokker 100.

Länge schätzen

Die MD-81 ist mit rund 45 m auffällig gestreckt. Der Abstand zwischen Flügel und Leitwerk wirkt enorm, der Rumpf erinnert an eine Zigarre.

Gondeln ansehen

Die JT8D-209 sitzen in langen, kräftigen Gondeln. Sind die Triebwerke schlank wie bei der DC-9 oder kurz und kugelrund wie bei MD-90 und Boeing 717, ist es keine MD-81.

Für die zweite Stufe – MD-81 oder doch MD-82, -83 oder -88 – hilft dir das Auge nicht weiter. Hier entscheidet das Kennzeichen. Schlag es in einer Datenbank nach oder achte im Tracking auf den Typcode MD81. Wie du Registrierungen liest und zurückverfolgst, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp: Vorsicht bei umgerüsteten Maschinen

Einige MD-81 wurden im Lauf ihres Lebens auf MD-82-Standard gebracht, etwa bei Austrian. Je nach Datenbank taucht so ein Flugzeug dann als MD-81 oder als MD-82 auf. Notiere dir beim Eintragen deiner Sichtung deshalb immer das Kennzeichen – dann kannst du die Geschichte der Maschine später sauber nachvollziehen.

MD-81 im Vergleich zu ihren Geschwistern

Die Unterschiede innerhalb der Familie stecken vor allem in Triebwerk, Gewicht und Tankvolumen.

Merkmal MD-81 MD-82 MD-83 MD-87
ICAO-Typcode MD81 MD82 MD83 MD87
Länge rund 45,1 m rund 45,1 m rund 45,1 m rund 39,8 m
Triebwerk JT8D-209 JT8D-217 JT8D-217/-219 JT8D-217/-219
Max. Startgewicht rund 63,5 t höher rund 72,6 t niedriger
Gebaut 132 539 (+30 MD-82T) 265 75
Erstbetreiber Swissair, 1980 Republic Airlines, 1981 Alaska Airlines, 1985 Austrian Airlines, 1987

Wichtig für dich als Spotter: Die Tabelle zeigt, dass nur die MD-87 außen klar aus der Reihe fällt. Sie ist rund fünf Meter kürzer und trägt eine kleine Verlängerung der Flosse über dem Höhenleitwerk. Alles andere spielt sich unter der Verkleidung ab.

MD-81, DC-9 oder MD-90?

Außerhalb der eigenen Versionen sind die häufigsten Verwechslungen die Mutter DC-9 und die Nachfolgerin MD-90. Der Finder hilft beim Eingrenzen.

Schnellbestimmung: Hecktriebwerks-Jet aus Long Beach

Drei Fragen, eine Einschätzung. Kennzeichen oder Typcode haben das letzte Wort.

Wahrscheinlich

Lange MD-80: MD-81, MD-82, MD-83 oder MD-88

Langer Rumpf mit kräftigen JT8D-200-Gondeln: Das ist eine lange MD-80. Ob es eine MD-81 ist, verrät erst das Kennzeichen oder der Code MD81 im Tracking.

Wahrscheinlich

MD-87

Kürzerer Rumpf, dicke Gondeln und die verlängerte Flosse sprechen für die MD-87.

Wahrscheinlich

DC-9

Schlanke Gondeln und ein kompakterer Rumpf deuten auf die DC-9, die Mutter der Familie.

Wahrscheinlich

MD-90 oder Boeing 717

Große, runde Triebwerke sind das Bild der MD-90 mit langem Rumpf oder der kompakten Boeing 717.

Der große Konkurrent der frühen 1980er-Jahre war die Boeing 737-300. Die lässt sich leicht ausschließen: Ihre Triebwerke hängen unter den Flügeln, das Höhenleitwerk sitzt unten am Rumpf. Die Fokker 100 hat zwar ebenfalls Hecktriebwerke und T-Leitwerk, ist aber deutlich kürzer und zeigt am Rumpfende ihre seitlich aufklappenden Bremsklappen.

Die MD-81 in der Schweiz und in Österreich

Kaum ein anderer Typ ist so eng mit dem Alpenraum verbunden wie die MD-81. Beide Startkunden kamen von hier.

Swissair: Die Schweizer brachten die MD-81 als Erste in den Liniendienst und erneuerten damit ihre Kurzstreckenflotte. Laut Flottenübersicht flog Swissair insgesamt 25 MD-81 von 1980 bis 1998, ergänzt durch einige wenige MD-82 und MD-83. Viele der Schweizer MD-81 gingen nach ihrer Zeit bei Swissair an SAS und an Trans World Airlines. Am Flughafen Zürich war die rot-weiße MD-81 fast zwei Jahrzehnte lang ein Alltagsbild. Ihre Kennzeichen begannen wie bei allen Schweizer Maschinen mit HB – mehr dazu in Schweizer HB-Kennzeichen.

Austrian Airlines: Österreichs Nationalairline setzte die MD-81 ab dem 26. Oktober 1980 ein. Später kamen MD-82, MD-83 und die MD-87 dazu, bei der Austrian sogar Erstkundin war. Einen Teil der MD-81 rüstete die Airline auf MD-82-Standard um; die Flottenliste führt MD-81 und MD-82 daher zusammen und nennt 2005 als Ende ihres Einsatzes. Am Flughafen Wien gehörten die Maschinen mit den OE-Kennzeichen damit ein Vierteljahrhundert zum Bild. Wie die österreichischen Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt Österreichische OE-Kennzeichen.

Wenn du historische Swissair- und Austrian-Bilder sammelst: Die Lackierungen jener Zeit gelten heute als Klassiker. Mehr dazu in Legendäre Airline-Lackierungen.

Deine Klassiker an einem Ort

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SAS und die MD-81 in Skandinavien

SAS baute ab den 1980er-Jahren eine große MD-80-Flotte auf, und die MD-81 war ein fester Teil davon. Ein Teil stammte aus zweiter Hand, unter anderem von Swissair. Im skandinavischen Netz rund um Kopenhagen, Stockholm und Oslo prägte die Familie über Jahrzehnte das Bild.

Bekannt wurde eine SAS-MD-81 durch ein Ereignis, das in der Luftfahrt bis heute als Lehrstück gilt. Am 27. Dezember 1991 startete die erst 1991 gebaute MD-81 OY-KHO „Dana Viking“ als Flug 751 in Stockholm-Arlanda, Ziel war Warschau mit Zwischenlandung in Kopenhagen. Über Nacht hatte sich klares Eis auf den Flügeln gebildet, das bei der Enteisung vor dem Start nicht erkannt und entfernt worden war. Beim Abheben brach es ab und geriet in beide Triebwerke, die daraufhin ausfielen. Die Crew brachte die Maschine bei Gottröra auf einem Feld herunter. Das Flugzeug zerbrach in drei Teile, doch es gab kein Feuer, und alle 129 Menschen an Bord überlebten.

Ende Oktober 2013 setzte SAS die MD-80 zum letzten Mal im Linienverkehr ein. Am Flughafen Stockholm-Arlanda und am Flughafen Kopenhagen verschwand damit ein jahrzehntelang vertrautes Bild. Damit endete in Skandinavien eine Ära, die mit der MD-81 begonnen hatte.

Weitere Betreiber weltweit

Außerhalb Europas blieb die MD-81 eher eine Nebenrolle neben der MD-82. Ein paar Namen tauchen aber immer wieder auf:

  • Continental Airlines: gehörte in den USA zu den Betreibern der MD-81 und setzte daneben weitere MD-80-Versionen ein.
  • Midwest Airlines: setzte acht MD-81 sowie MD-82 und MD-88 ein und gab die MD-80 Ende 2008 ab.
  • Japanischer Inlandsverkehr: Die letzte MD-81 ging im Juni 1994 an eine japanische Inlandsairline, die später in Japan Airlines aufging.
  • Austral Líneas Aéreas: verlor am 12. Juni 1988 eine MD-81 (DC-9-81) im Anflug auf Posadas, alle 22 Insassen kamen ums Leben.

Durch Weiterverkäufe landeten viele frühe MD-81 bei Charter- und Zweitbetreibern. Dazu kam, wie bei Austrian, die Umrüstung auf MD-82-Standard. Die Spur einzelner Maschinen ist deshalb oft verschlungen – ideal für alle, die gern Kennzeichen-Geschichten recherchieren.

Keine MD-81 mehr im europäischen Linienverkehr

Stand Oktober 2026 setzt keine europäische Airline die MD-81 regulär ein. Auch weltweit sind die verbliebenen MD-80 überwiegend MD-82 und MD-83. Wie viele MD-81 noch flugfähig sind, ließ sich nicht verlässlich belegen – eine Sichtung im DACH-Raum wäre ein seltener Ausnahmefall.

So findest du heute noch eine MD-81

Weil die MD-81 so selten geworden ist, funktioniert Spotting hier anders als bei aktuellen Typen: weniger Zaun, mehr Recherche.

Typcode filtern

Such in Tracking-Diensten gezielt nach MD81. Taucht der Code auf, prüf das Kennzeichen – manchmal ist eine Maschine falsch eingetragen.

Alarm einrichten

Lass dich benachrichtigen, sobald eine passende Maschine in deiner Nähe unterwegs ist. Wie das geht, erklärt Flugverfolgung: Alarme einrichten.

Seltenheit einordnen

Eine MD-81 ist heute ein echter Treffer. Wie besonders deine Sichtung ist, schätzt du mit Wie selten ist meine Sichtung? ein.

Archiv nicht vergessen

Hast du alte Fotos aus Zürich, Wien oder Kopenhagen? Die MD-81 darauf sind heute dokumentarisch wertvoll – Kennzeichen notieren lohnt sich.

Ausgemusterte MD-80 enden häufig auf Abstellplätzen in Wüstenregionen. Was dort passiert, beschreibt der Beitrag Flugzeugfriedhöfe und Boneyards. Weitere Oldtimer und Raritäten stellen Seltene Flugzeuge spotten und Historische Flugzeuge erkennen vor.

Keine MD-81 mehr verpassen

Leg in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen an – die App meldet dir, wenn eine passende Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Wo die MD-81 einst zu Hause war: Spots für Erinnerungsfotos

Die MD-81 selbst triffst du an diesen Flughäfen nicht mehr. Wer aber auf ihren Spuren unterwegs ist oder alte Aufnahmen nachstellen will, kennt die klassischen Spots ihrer Heimatflughäfen:

Flughafen Bezug zur MD-81 Spot-Tipp
Zürich Swissair-Basis, erster Linienflug 1980 Butzenbüel
Wien Austrian-Basis ab Oktober 1980 Spotterhügel Wien
Stockholm-Arlanda Startort von SAS-Flug 751 Spotterhügel Arlanda
Kopenhagen SAS-Drehkreuz, MD-80-Einsatz bis 2013 Flyvergrillen

Ausführliche Tipps für die Flughäfen findest du in den Guides Planespotting in Zürich, Planespotting in Wien-Schwechat und Planespotting in Kopenhagen-Kastrup.

Fototipps, falls sich die Chance ergibt

Taucht doch einmal eine MD-81 auf, zählt jedes Detail. Diese Punkte machen dein Foto auch für die spätere Bestimmung wertvoll.

  • Seitenansicht mit voller Länge: Die gestreckte Silhouette ist das Markenzeichen und trennt die lange MD-80 auf einen Blick von MD-87 und DC-9.
  • Kennzeichen scharf: Weil die MD-81 außen wie eine MD-82 aussieht, ist die Registrierung dein einziger Beweis für die Version.
  • Heck schräg von hinten: So zeigst du Triebwerksgondeln, Heckkonus und T-Leitwerk zusammen.
  • Licht planen: Ein seltener Gast kommt selten zweimal. Prüf vorher, wo die Sonne zur Ankunftszeit steht – Hilfe dazu gibt Sonnenstand planen für deinen Fotospot.

Bereit für die MD-81-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe im Tracking nach dem Code MD81 gesucht.
  • Ich habe das Kennzeichen geprüft, damit es keine umgebaute oder falsch eingetragene MD-82 ist.
  • Ich kenne Ankunftszeit und voraussichtliche Landerichtung.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur erwarteten Zeit steht.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die MD-81, wenn …

  • du eine lange MD-80 mit T-Leitwerk und kräftigen Hecktriebwerken siehst
  • im Tracking der Code MD81 steht
  • das Kennzeichen in einer Datenbank als MD-81 bzw. DC-9-81 geführt wird

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Maschine früher bei Austrian flog – sie könnte auf MD-82-Standard umgerüstet sein
  • Datenbanken für dasselbe Kennzeichen unterschiedliche Versionen nennen
  • du nur die Front siehst und die Länge nicht einschätzen kannst

Es ist keine MD-81, wenn …

  • der Rumpf sichtbar kürzer ist und die Flosse über dem Höhenleitwerk verlängert ist – das ist die MD-87
  • die Triebwerke kurz und kugelrund wirken – dann ist es eine MD-90 oder Boeing 717
  • ein drittes Triebwerk in der Flosse sitzt – dann bist du bei der DC-10 oder MD-11

Fazit

Die MD-81 war der Anfang einer der erfolgreichsten Schmalrumpf-Familien ihrer Zeit. Swissair und Austrian holten sie 1980 als Erste in den Liniendienst, SAS machte sie in Skandinavien zum Alltagsflugzeug. Gegen die stärkere MD-82 hatte sie im Verkauf das Nachsehen, deshalb blieb sie mit 132 Exemplaren eine kleine Serie. Heute ist sie im europäischen Linienverkehr Geschichte – und jedes Foto, das du von ihr findest oder machst, ist ein Stück Luftfahrthistorie.

Kurzfazit

Lange Zigarre, T-Leitwerk, kräftige JT8D am Heck – und im Tracking der Code MD81: Das ist die MD-81. Von außen gleicht sie der MD-82 aufs Haar, also entscheidet das Kennzeichen. Fliegend ist sie heute eine Rarität, in den Fotoarchiven von Zürich, Wien und Kopenhagen dafür umso präsenter.

Zusammenfassung

  • Die MD-81 war die erste Serienversion der gestreckten DC-9, damals noch als DC-9-81 oder Super 81 bezeichnet. Erstkunde war Swissair, kurz danach folgte Austrian Airlines.
  • Bis 1994 entstanden 132 Maschinen. Neben Swissair und Austrian setzten unter anderem SAS, Continental, Midwest und japanische Inlandsairlines den Typ ein.
  • Optisch gleicht sie den anderen langen MD-80. Typcode MD81 und Kennzeichen sind der einzige sichere Weg zur Version.
  • Stand Oktober 2026 fliegt in Europa keine MD-81 mehr im Linienverkehr. Wer sie heute fotografiert, erwischt eine echte Rarität.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen MD-80 und MD-81?

MD-80 ist der Familienname, die MD-81 eine konkrete Version davon – die erste. Zur Familie gehören außerdem MD-82, MD-83, MD-87 und MD-88. Ein eigenständiges Flugzeug mit dem Namen „MD-80“ gibt es nicht.

Warum hieß die MD-81 anfangs DC-9-81?

Das Projekt startete als Weiterentwicklung der DC-9, zunächst als DC-9 Serie 80, dann als Super 80. Die erste Serienversion bekam die Bezeichnung DC-9-81. Erst im Juli 1983 stellte McDonnell Douglas auf die Namen MD-80 und MD-81 um. In der FAA-Musterzulassung steht bis heute die DC-9-Bezeichnung, MD-81 nur in Klammern.

Wie unterscheide ich eine MD-81 von einer MD-82?

Von außen praktisch gar nicht. Rumpf, Flügel und Leitwerk sind gleich. Die MD-82 hat stärkere JT8D-217-Triebwerke und ein höheres Startgewicht, doch das siehst du am Zaun nicht. Sicher klärst du die Version über das Kennzeichen oder den Typcode MD81 im Tracking. Dazu kommt: Einige MD-81 wurden später auf MD-82-Standard umgerüstet.

Welche Airlines aus dem DACH-Raum flogen die MD-81?

Swissair war 1980 Erstbetreiberin und flog laut Flottenübersicht insgesamt 25 MD-81 bis 1998. Austrian Airlines setzte die MD-81 ab Oktober 1980 ein, der erste Linienflug ging von Wien nach Zürich. Einen Teil ihrer MD-81 rüstete Austrian später auf MD-82-Standard um.

Was passierte bei SAS-Flug 751?

Am 27. Dezember 1991 verlor eine MD-81 von SAS mit dem Kennzeichen OY-KHO kurz nach dem Start in Stockholm-Arlanda beide Triebwerke, weil Eis von den Flügeln in die Triebwerke geraten war. Die Crew landete die Maschine auf einem Feld bei Gottröra notdürftig. Das Flugzeug zerbrach in drei Teile, alle 129 Menschen an Bord überlebten.

Fliegt die MD-81 noch?

In Europa nicht mehr. Wie viele MD-81 weltweit noch aktiv sind, ließ sich für Stand Oktober 2026 nicht verlässlich belegen. Die verbliebenen MD-80 sind überwiegend MD-82 und MD-83. Eine MD-81 vor die Linse zu bekommen, ist heute ein echter Glücksfall.

Welchen ICAO-Typcode hat die MD-81?

Die MD-81 läuft unter MD81. Die Geschwister haben eigene Codes: MD82, MD83, MD87 und MD88.

McDonnell Douglas MD-81 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Verwandte Flugzeugtypen

Historisch

McDonnell Douglas MD-80

Lang wie eine Zigarre, zwei kräftige Triebwerke am Heck: Die MD-80-Familie war von 1980 bis in die 2010er-Jahre ein Standardjet in Europa und den USA. So unterscheidest du MD-81, -82, -83, -87 und -88 und findest heute noch einen „Mad Dog“.

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McDonnell Douglas MD-83

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McDonnell Douglas MD-87

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