Flughafen Burgas

Das Tor zur bulgarischen Schwarzmeerküste: Burgas bringt jeden Sommer Urlauber an den Sonnenstrand, nach Nessebar und Sosopol. Eine 3.200 Meter lange Piste, ein modernes Terminal, viele Ferienflieger aus Polen, Großbritannien, Tschechien und Deutschland – und ein Winter, in dem es sehr ruhig wird.

Auch bekannt als: Burgas Airport · Летище Бургас · Letishte Burgas · Flughafen Bourgas · Fraport Twin Star (Betreiber)

FlughäfenBOJ / LBBG13 Min. Lesezeit

BOJ

IATA-Code

LBBG

ICAO-Code

3.200 m

eine Piste in Südwest-Nordost-Richtung

1,85 Mio.

Passagiere im Jahr 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA BOJ, ICAO LBBG: Ferienflughafen an der bulgarischen Schwarzmeerküste, 2025 mit rund 1,85 Millionen Passagieren.
  • Eine Piste, 3.200 Meter: Die Bahn 04/22 wurde im Winter 2025/26 komplett saniert und ist seit Anfang Mai 2026 wieder im regulären Betrieb.
  • Fraport als Betreiber: Seit 2006 führt Fraport Twin Star die Flughäfen Burgas und Warna per Konzession.
  • Polen, Großbritannien und Tschechien vorn: Ferien- und Low-Cost-Airlines wie Enter Air, Jet2, Smartwings, Ryanair und Wizz Air prägen den Sommer.
  • Sommerflughafen: Der Großteil des Verkehrs fällt zwischen Mai und Oktober an, im Winter wird es sehr ruhig.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Von der Funkstation zum Ferienflughafen
  7. 7.Ein Terminal für den ganzen Verkehr
  8. 8.Eine Piste zwischen See und Meer
  9. 9.Die neue Piste: Sanierung im Winter 2025/26
  10. 10.Ein Flughafen im Takt der Saison
  11. 11.Wer in Burgas landet
  12. 12.Die Flugzeuge: 737 und A320-Familie in vielen Farben
  13. 13.Spotten in Burgas: was geht, was nicht
  14. 14.Spotting im Urlaub planen
  15. 15.Burgas im Vergleich
  16. 16.Fazit
  17. 17.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeBOJ
ICAO-CodeLBBG
BetreiberFraport Twin Star Airport Management AD – Gemeinschaftsunternehmen unter Führung der Frankfurter Fraport AG, das auch den Flughafen Warna betreibt
Konzession2006 vergeben, gemeinsam für Burgas und Warna; als Laufzeit werden 35 Jahre genannt
LageIm Norden der Stadt Burgas am Stadtteil Sarafowo, rund 10 km nördlich des Stadtzentrums; westlich des Flughafens erstreckt sich der Atanassowsko-See
Start- und LandebahnEine Piste 04/22 in Südwest-Nordost-Richtung, 3.200 m lang und 45 m breit
HöheRund 41 m über dem Meer (135 ft)
PassagierterminalTerminal 2, Ende 2013 eröffnet, ausgelegt auf rund 2,7 Mio. Passagiere pro Jahr
Verkehr 2025Rund 1,85 Mio. Passagiere und gut 13.000 Flugbewegungen – drittgrößter Flughafen Bulgariens nach Sofia und knapp hinter Warna
Besonderheit 2025/26Komplettsperrung im Winter 2025/26 für die Generalsanierung der Piste, Eröffnung der neuen Piste am 29. April, regulärer Flugbetrieb ab 1. Mai 2026
Für Spotter relevantAusgeprägter Saisonflughafen: im Sommer Ferien- und Low-Cost-Airlines aus Polen, Großbritannien, Tschechien, Deutschland, Skandinavien und Israel
Offizielle Websitewww.bourgas-airport.com

Tätigkeitsfelder

Ferien- und Charterverkehr – der Kern des Geschäfts: Saisonflüge aus ganz Europa an die südliche bulgarische Schwarzmeerküste
Low-Cost-Linienverkehr – Airlines wie Ryanair, Wizz Air, easyJet und Jet2 verbinden Burgas in der Saison mit vielen europäischen Städten
Inlandsverkehr – Zubringer in die Hauptstadt Sofia mit Bulgaria Air
Konzessionsbetrieb – Betrieb, Ausbau und Instandhaltung durch Fraport Twin Star im Rahmen der gemeinsamen Konzession mit Warna
Fracht und Sonderflüge – kleinere Frachtmengen sowie gelegentliche militärische Transport- und Zwischenlandungen

Geschichte im Zeitraffer

1927Die französische Fluggesellschaft CIDNA, ein Vorläufer der Air France, wählt das Gelände bei Sarafowo für eine Funkstation aus.
1942Der Platz wird ausgebaut und technisch modernisiert.
1947Am 29. Juni landet eine Junkers Ju 52/3m auf der neuen Linie Sofia–Burgas – das Datum gilt in Bulgarien als Geburtsstunde der zivilen Luftfahrt.
1962Bau einer Betonpiste; in den Folgejahren wird der Platz Schritt für Schritt modernisiert.
1970Burgas wird internationaler Flughafen – der Ferienverkehr an die Schwarzmeerküste beginnt zu wachsen.
1979Nach Bauarbeiten ab 1977 ist die Piste von 2.600 auf 3.200 Meter verlängert.
2006Der Staat vergibt die Konzession für Burgas und Warna an Fraport Twin Star.
2012Am 18. Juli tötet ein Bombenanschlag auf einen Bus mit israelischen Urlaubern am Flughafen mehrere Menschen; der Flughafen ist über 30 Stunden geschlossen.
2013Im Dezember geht das neue Terminal 2 in Betrieb und übernimmt den gesamten Passagierverkehr.
2018Rekordjahr mit knapp 3,3 Millionen Passagieren.
2020Die Pandemie lässt den Verkehr auf rund 0,4 Millionen Passagiere einbrechen.
2025Rund 1,85 Millionen Passagiere; ab November ist der Flughafen für die Generalsanierung der Piste geschlossen.
2026Am 29. April wird die erneuerte Piste eröffnet, ab 1. Mai läuft der Flugbetrieb wieder – rechtzeitig vor der Sommersaison.

Flughafen Burgas aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Burgas

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Eine Bulgaria Air-Maschine auf dem Inlandsflug nach Sofia gesehen – mit dem LZ-Kennzeichen eines der wenigen ganzjährigen Gäste
  • Einen polnischen Charterflieger erwischt, etwa eine Enter Air-737 oder eine Maschine von LOT
  • Eine Smartwings-737 aus Prag, Brünn oder Ostrava notiert
  • Einen britischen Ferienflieger fotografiert, etwa von Jet2, TUI Airways oder easyJet
  • Eine Boeing 737 MAX 8-200 von Ryanair und einen Airbus A321neo von Wizz Air an einem Tag gesehen
  • Einen Flug aus Israel registriert, zum Beispiel von Israir oder Bluebird
  • Einen der selteneren Gäste festgehalten, etwa Luxair, airBaltic, Avion Express oder eine skandinavische Chartermaschine
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei vielen gleich lackierten 737 und A320 der einzige sichere Weg

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Große Airline-Vielfalt im Sommer: Ferienflieger aus Polen, Großbritannien, Tschechien, Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum und Israel
  • Seltene Betreiber wie Charterairlines aus Litauen oder Polen, die du zu Hause kaum siehst
  • Übersichtlich: eine einzige Piste, ein Passagierterminal
  • Frisch sanierte Piste und ein modernes Terminal aus dem Jahr 2013
  • Lässt sich gut mit einem Badeurlaub am Schwarzen Meer verbinden

Wo es hakt

  • Extrem saisonabhängig – im Winter bleibt kaum mehr als der Inlandsverkehr
  • Kaum Großraumflugzeuge und keine Langstrecke
  • Keine offiziellen Besucherbereiche für Spotter bekannt
  • Gelegentliche militärische Nutzung: militärische Flugzeuge und Bereiche nicht fotografieren
  • Wechselnde Flugpläne: Viele Verbindungen gibt es nur an einzelnen Wochentagen und in bestimmten Monaten

Wer schon einmal am Sonnenstrand, in Nessebar oder in Sosopol Urlaub gemacht hat, kennt Burgas als ersten Eindruck von Bulgarien: aussteigen, warme Luft, Transferbus zur Küste. Für Spotter lohnt sich ein zweiter Blick. An einer einzigen Piste zwischen Atanassowsko-See und Schwarzem Meer landen in der Hochsaison Ferienflieger aus Polen, Großbritannien, Tschechien, Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum und Israel – darunter Charterbetreiber, die du in Mitteleuropa nur selten vor die Linse bekommst. Großraumjets sind die Ausnahme, dafür ist die Mischung an Airlines und Kennzeichen bemerkenswert bunt.

Urlaubssichtungen festhalten

Ob am Gate oder vom Strand aus: Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Von der Funkstation zum Ferienflughafen

Die Geschichte des Flughafens Burgas reicht weit zurück. 1927 wählten Fachleute der französischen Fluggesellschaft CIDNA, einem Vorläufer der Air France, das Gelände beim heutigen Stadtteil Sarafowo für eine Funkstation aus. Burgas lag günstig an der Route zwischen Mitteleuropa und dem Nahen Osten. Anfang der 1940er-Jahre wurde der Platz ausgebaut.

Das wichtigste Datum für die bulgarische Luftfahrt folgte nach dem Krieg: Am 29. Juni 1947 landete eine Junkers Ju 52/3m auf der neuen Linie von Sofia nach Burgas. Dieser Flug gilt in Bulgarien als Beginn der zivilen Luftfahrt des Landes. Aus der damaligen Luftverkehrsdirektion ging später die staatliche Airline hervor, die als Balkan Bulgarian Airlines jahrzehntelang den Verkehr prägte.

In den 1960er-Jahren erhielt Burgas eine Betonpiste, 1970 wurde der Platz zum internationalen Flughafen. Zu dieser Zeit entwickelte sich die Küste nördlich und südlich von Burgas zu einem beliebten Ferienziel, und mit den großen Hotelanlagen am Sonnenstrand wuchs der Bedarf an Flügen. Zwischen 1977 und 1979 verlängerte man die Piste von 2.600 auf 3.200 Meter – lang genug für alles, was im Ferienverkehr unterwegs ist.

Den nächsten großen Schritt brachte die Privatisierung. 2006 vergab der bulgarische Staat die Konzession für die beiden Schwarzmeerflughäfen Burgas und Warna gemeinsam an die Fraport Twin Star Airport Management AD. Hinter dem Unternehmen steht maßgeblich die Fraport AG, die den Flughafen Frankfurt betreibt, dazu ein bulgarischer Partner. Als Laufzeit werden 35 Jahre genannt. Fraport investierte anschließend unter anderem in ein neues Passagierterminal und die Modernisierung der Infrastruktur.

1,85 Mio.Passagiere im Jahr 2025
13.000+Flugbewegungen 2025
3.200 mLänge der einzigen Piste
1947erste Linie Sofia–Burgas

Ein Terminal für den ganzen Verkehr

Seit Dezember 2013 läuft der gesamte Passagierverkehr über das Terminal 2. Gebaut wurde es zwischen Ende 2011 und Ende 2013, ausgelegt ist es auf rund 2,7 Millionen Passagiere pro Jahr. Das Gebäude hat gut 30 Check-in-Schalter, acht Abfluggates und mehrere Gepäckbänder, dazu Geschäfte, Gastronomie und einen Innenhof unter freiem Himmel. Die älteren Terminalgebäude spielen für Fluggäste keine Rolle mehr.

Für dich als Spotter hat das einen praktischen Vorteil: Alle Ferienflieger stehen am selben Vorfeld vor demselben Gebäude. Wer ohnehin abfliegt, sieht beim Warten am Gate einen guten Querschnitt dessen, was an diesem Tag unterwegs ist. Seit Bulgarien im März 2024 dem Schengen-Raum für den Luft- und Seeverkehr beigetreten ist, entfallen für Flüge aus anderen Schengen-Ländern zudem die regulären Passkontrollen.

Eine Piste zwischen See und Meer

Das Layout ist schnell erklärt. Burgas hat eine einzige Start- und Landebahn mit der Bezeichnung 04/22: 3.200 Meter lang und 45 Meter breit. Sie verläuft von Südwesten nach Nordosten. Damit gehört sie zu den längeren Pisten der Region. Der Flughafen liegt rund 41 Meter über dem Meer im flachen Küstenland nördlich der Stadt.

Wie überall starten und landen die Flugzeuge gegen den Wind. Läuft der Betrieb auf 04, kommen die Landungen von Südwesten herein und kommen dabei aus der Richtung des Atanassowsko-Sees, der sich westlich des Flughafens erstreckt. Auf 22 ist es umgekehrt: Die Maschinen landen aus Nordosten und starten Richtung Südwesten. Weil es nur eine Bahn gibt, teilen sich Starts und Landungen dieselbe Piste. In den Spitzenzeiten an Sommerwochenenden wechseln sich ankommende und abfliegende Ferienflieger dicht hintereinander ab.

Bereich Lage Was du dort typischerweise siehst
Piste 04/22 Südwest-Nordost-Achse Starts und Landungen aller Flüge
Terminal 2 am zivilen Vorfeld Ferien- und Low-Cost-Flieger beim Ein- und Aussteigen
Anflug Piste 04 Südwesten, Richtung Atanassowsko-See Landungen bei Wind aus nordöstlicher Richtung
Anflug Piste 22 Nordosten Landungen bei Wind aus südwestlicher Richtung

Wie du die Betriebsrichtung vor dem Losgehen einschätzt und warum sie über das Motiv entscheidet, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob gerade auf 04 oder 22 geflogen wird, siehst du am schnellsten in einer Flugverfolgung mit ADS-B; einen Blick auf die Windvorhersage wirfst du mit Windy und anderen Wetterkarten.

Licht an einer Südwest-Nordost-Piste

Bei dieser Ausrichtung steht die Sonne am Vormittag eher im Südosten, am Nachmittag im Südwesten. Stehst du südöstlich der Bahn und blickst nach Nordwesten, hast du die Sonne über weite Teile des Tages im Rücken und Licht auf der Flugzeugseite. Von der Nordwestseite fotografierst du dagegen eher gegen die Sonne. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher genau.

Die neue Piste: Sanierung im Winter 2025/26

Ein Einschnitt der jüngsten Zeit betrifft die Piste selbst. Ihr Kern stammt aus den 1960er-Jahren, die bisherige Bahn war seit Ende der 1970er-Jahre in dieser Form über 40 Jahre in Betrieb. Fraport Twin Star kündigte deshalb Ende 2024 eine Generalsanierung an und legte sie bewusst in den verkehrsarmen Winter. Von November 2025 bis April 2026 war der Flughafen komplett geschlossen. Erneuert wurden der Belag, die angrenzenden Flächen, die Entwässerung und die Pistenbefeuerung. Angekündigt war eine Investition von rund 50 Millionen Euro, nach Abschluss bezifferte der Betreiber die Kosten auf rund 60 Millionen Euro.

Am 29. April 2026 wurde die erneuerte Bahn mit einem Sonderflug von Bulgaria Air aus Sofia eröffnet, einem Airbus A220. Seit dem 1. Mai läuft der reguläre Betrieb wieder, die Sommersaison 2026 fand also bereits auf der neuen Piste statt. Für Spotter ist das vor allem eine gute Nachricht: Burgas ist mit der neuen Bahn für viele Jahre gerüstet.

Wetter, Wind und Pisten im Blick

Planetrack zeigt dir für jeden Flughafen Wetter, Wind und die aktive Piste – so weißt du vor dem Losgehen, von wo die Landungen kommen. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Ein Flughafen im Takt der Saison

Kaum ein Flughafen dieser Größe schwankt so stark wie Burgas. 2025 zählte er rund 1,85 Millionen Passagiere bei gut 13.000 Flugbewegungen – und das, obwohl er ab November bereits für die Pistensanierung geschlossen war. Damit ist Burgas nach Sofia und knapp hinter Warna der drittgrößte Flughafen Bulgariens.

Der Löwenanteil des Verkehrs fällt in die Sommersaison, grob von Mai bis Oktober. Dann fliegen Ferien- und Low-Cost-Airlines aus vielen Ländern die Küste an, oft nur einmal oder wenige Male pro Woche und häufig gebündelt an bestimmten Wochentagen. Im Winter bleibt vor allem der Inlandsverkehr nach Sofia.

Interessant ist der Blick auf die Herkunft der Gäste. Im Jahr 2023 war Polen der stärkste Markt, gefolgt von Großbritannien, Tschechien, Deutschland und Israel. Die stärksten Städteverbindungen führten nach London, Warschau, Kattowitz, Prag und Tel Aviv. Das unterscheidet Burgas deutlich von vielen Ferienflughäfen am Mittelmeer, an denen britische und deutsche Urlauber dominieren.

Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, wie stark der Flughafen vom Tourismus abhängt. 2018 erreichte Burgas mit knapp 3,3 Millionen Passagieren seinen bisherigen Rekord. In der Pandemie brach der Verkehr fast vollständig ein, seither hat er sich zwar erholt, liegt aber deutlich unter dem früheren Niveau.

Jahr Passagiere (gerundet) Einordnung
2018 3,3 Mio. Rekordjahr
2019 2,9 Mio. letztes Jahr vor der Pandemie
2020 0,4 Mio. Einbruch durch Reisebeschränkungen
2022 1,6 Mio. Erholung
2023 1,85 Mio. weiteres Wachstum
2024 1,8 Mio. stabil
2025 1,85 Mio. Winterschließung ab November

Für deine Planung heißt das: Wenn du in Burgas Vielfalt sehen willst, komm im Hochsommer. Wer im Februar landet, sieht einen sehr ruhigen Regionalflughafen.

Wer in Burgas landet

Der Verkehr wird von Ferien- und Low-Cost-Airlines geprägt. Aus Polen kommen vor allem die Charterflüge von Enter Air sowie Verbindungen von LOT und Wizz Air aus Warschau, Danzig und Kattowitz. Aus Tschechien fliegt Smartwings ab Prag, Brünn und Ostrava.

Aus Großbritannien verbinden Jet2, TUI Airways und easyJet Burgas in der Saison mit zahlreichen britischen Flughäfen. Ryanair fliegt unter anderem aus Dublin, Budapest und Rom, Aer Lingus aus Dublin.

Aus dem deutschsprachigen Raum kommen Eurowings, Discover Airlines, TUI fly Deutschland und Sundair, dazu Austrian Airlines aus Wien. Aus den Benelux-Ländern fliegen TUI fly Belgium, TUI fly Netherlands, Corendon und Luxair.

Richtig spannend wird es bei den selteneren Gästen. Aus dem Norden kommen Norwegian, SAS, Finnair und TUI fly Nordic, aus dem Baltikum airBaltic sowie die litauischen Charterspezialisten Avion Express und GetJet Airlines. Aus Israel fliegen unter anderem Israir und Bluebird, aus Italien Neos. Dazu kommen Volotea, Transavia France und Iberojet. Ganzjährig hält Bulgaria Air die Verbindung nach Sofia.

Welche Airline in welchem Monat tatsächlich fliegt, ändert sich von Saison zu Saison. Die Aufzählung zeigt das typische Bild der vergangenen Sommer, ist aber kein Flugplan – prüf vor deinem Besuch die aktuellen Ankunfts- und Abflugtafeln. Den Unterschied zwischen Charter- und Linienverkehr, der hier eine große Rolle spielt, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.

Seltene Gäste nicht verpassen

Richte Sichtungs-Alarme für Airlines, Typen oder Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn sie im Anflug sind. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Die Flugzeuge: 737 und A320-Familie in vielen Farben

Wer in Burgas spottet, sieht vor allem zwei Familien. Die Boeing 737 fliegen Enter Air, Smartwings, Jet2, TUI und Norwegian in großer Zahl, meist als Boeing 737-800 oder bereits als Boeing 737 MAX 8. Ryanair bringt zusätzlich die dichter bestuhlte Boeing 737-8-200 mit. Wie du die Generationen auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Auf der Airbus-Seite dominiert die A320-Familie: Wizz Air setzt stark auf den Airbus A321neo, easyJet, Eurowings und viele andere bringen den A320 und den A320neo mit. Wie du neo und ceo unterscheidest, steht im Beitrag A320neo oder ceo?, die Unterschiede innerhalb der Familie unter A318, A319, A320 und A321 sicher auseinanderhalten. airBaltic schickt in der Regel einen Airbus A220-300.

Großraumflugzeuge sind in Burgas die Ausnahme, Langstrecke gibt es nicht. Die lange Piste zieht aber gelegentlich ungewöhnliche Besucher an. Seit 2001 nutzt die US Air Force den Platz immer wieder für Zwischenlandungen und als Basis für Tankflugzeuge, dazu kommen gelegentlich größere Fracht- und Transportmaschinen. Solche Besuche sind selten und nicht planbar – wer sie mitnimmt, hat Glück. Wie selten deine Sichtung wirklich ist, hilft dir der Beitrag Wie selten ist meine Sichtung? einzuschätzen.

Spotten in Burgas: was geht, was nicht

Eines vorweg: Burgas ist kein Flughafen mit Besucherhügel oder ausgewiesener Spotterterrasse. Uns sind keine offiziellen Besucherbereiche bekannt. Viele Urlauber spotten deshalb ganz entspannt aus der Passagierperspektive: beim Warten am Gate durch die Terminalscheiben, beim Rollen aus dem Fenster oder beim Anflug über die Küste. Was beim Fotografieren an Bord erlaubt ist, fasst der Beitrag Fotografieren und Filmen an Bord zusammen.

Rund um den Flughafen gilt, was überall gilt: Bleib auf öffentlichen Wegen, respektiere Zäune, Absperrungen und Verbotsschilder und folge den Anweisungen von Polizei und Sicherheitspersonal. Weil der Platz gelegentlich auch militärisch genutzt wird, ist bei Militärflugzeugen und abgesperrten Bereichen besondere Zurückhaltung angesagt. Allgemeine Hinweise dazu findest du im Beitrag Regeln für das Fotografieren an Militärflugplätzen, die Grundlagen für zivile Flughäfen unter Ist Planespotting erlaubt?.

Regeln vorher klären

Informiere dich über die örtlichen Vorgaben zum Fotografieren am Flughafen. Im Zweifel gilt: Kein Foto ist ein Gespräch mit der Polizei wert.

Betriebsrichtung prüfen

Wind aus Nordost heißt Piste 04, Wind aus Südwest Piste 22. Daraus ergibt sich, von welcher Seite die Landungen hereinkommen.

Ankunftswellen heraussuchen

Ferienflüge kommen gebündelt. Die Ankunftstafel zeigt dir, wann die Wellen aus Polen, Großbritannien oder Tschechien eintreffen.

Am Gate fotografieren

Durch saubere Terminalscheiben gelingen oft gute Bilder vom Vorfeld. Objektiv nah an die Scheibe, Spiegelungen mit dunkler Kleidung oder der Hand abschirmen.

Kennzeichen notieren

Bei vielen gleich lackierten 737 und A320 einer Airline ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später auseinanderzuhalten.

Militärisches bleibt tabu

Fotografiere keine militärischen Flugzeuge, Gebäude oder Sicherheitseinrichtungen und halte dich von Absperrungen fern. Drohnen sind in der Nähe von Flughäfen ohnehin verboten. Hinweise des Sicherheitspersonals gelten ausnahmslos – auch wenn du nur Ferienflieger im Sucher hattest.

Spotting im Urlaub planen

Die meisten Spotter kommen nicht wegen des Flughafens nach Burgas, sondern wegen des Urlaubs – und nehmen die Kamera mit. Das passt gut zusammen: Viele Badeorte der Region liegen nicht weit vom Flughafen entfernt, und die Stadt Burgas selbst ist über die Buslinie 15 angebunden. Wenn du nur ein Teleobjektiv mitnehmen willst, ist ein Zoom bis etwa 300 oder 400 Millimeter ein guter Kompromiss; wie du die Ausrüstung sicher ins Flugzeug bekommst, steht im Beitrag zur Kameraausrüstung im Handgepäck.

Grundsätzliche Tipps, wie du Familie, Strand und Spotting unter einen Hut bekommst, findest du im Beitrag Planespotting im Urlaub. Wer eine reine Spotting-Reise plant, findet in Spotting-Urlaub planen eine Checkliste. Bedenke die Hitze: Im Hochsommer flimmert die Luft über dem Asphalt stark, gerade mit langer Brennweite. Früh morgens und am späten Nachmittag sind die Bedingungen meist deutlich besser – mehr dazu im Beitrag Hitzeflimmern vermeiden und in den Tipps zu Planespotting im Sommer.

Burgas passt zu dir, wenn …

  • du Urlaub an der bulgarischen Schwarzmeerküste machst und nebenbei spotten willst
  • du Charterairlines aus Polen, Tschechien, Skandinavien und dem Baltikum sammeln möchtest
  • dich Boeing 737 und A320-Familie in vielen Lackierungen reizen

Bedingt geeignet, wenn …

  • du formatfüllende Nahaufnahmen vom Zaun aus suchst
  • du außerhalb der Saison reist

Eher woanders, wenn …

  • du Großraumflugzeuge und Langstrecke sehen willst
  • du feste, offizielle Spotterplätze erwartest

Burgas im Vergleich

In Bulgarien teilt sich Burgas den Ferienverkehr mit dem nördlichen Nachbarn Warna, der ebenfalls von Fraport Twin Star betrieben wird. Ganzjährigen Linien- und Netzwerkverkehr siehst du dagegen am Flughafen Sofia, dem mit Abstand größten Flughafen des Landes und Basis von Bulgaria Air. Wer die Region weiter erkunden will, findet mit dem Flughafen Bukarest Henri Coandă im Norden und dem Flughafen Thessaloniki im Süden zwei größere Nachbarn.

Vom Charakter her ähnelt Burgas den türkischen Ferienflughäfen: Der Flughafen Dalaman ist ähnlich saisonal geprägt, der Flughafen Antalya spielt mit seinem riesigen Ferienverkehr in einer ganz anderen Liga. Wer sich für die Konzernstruktur hinter den vielen TUI-Fliegern interessiert, findet sie unter TUI-Airlines.

Jede Urlaubssichtung zählt

Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Burgas ist kein klassisches Spotter-Ziel, sondern ein Ferienflughafen, der seine Stärken im Sommer ausspielt. Eine 3.200 Meter lange, frisch sanierte Piste, ein modernes Terminal und ein Strom an Ferienfliegern, der stärker als anderswo aus Polen, Tschechien, Skandinavien und dem Baltikum kommt. Wer gern Airlines und Kennzeichen sammelt, findet hier Betreiber, die zu Hause selten auftauchen.

Die Einschränkungen gehören dazu: Im Winter ist es sehr ruhig, offizielle Spotterbereiche gibt es nicht, und bei der gelegentlichen militärischen Nutzung ist Zurückhaltung Pflicht. Wenn du das respektierst und die Saison im Blick hast, wird Burgas zum entspannten Bonus deines Urlaubs am Schwarzen Meer.

Kurzfazit

BOJ ist das Tor zur bulgarischen Schwarzmeerküste und im Sommer ein Sammelplatz für Ferienflieger aus Ost-, Nord- und Westeuropa. Plane nach Saison, Betriebsrichtung und den Regeln vor Ort – dann lohnt sich der Blick aufs Vorfeld.

Zusammenfassung

  • Burgas ist das Tor zur südlichen bulgarischen Schwarzmeerküste und erschließt Badeorte wie den Sonnenstrand, Nessebar, Pomorie und Sosopol.
  • Der Verkehr ist stark saisonal: Im Sommer landen Ferienflieger aus ganz Europa und Israel, im Winter bleiben vor allem Inlandsflüge nach Sofia.
  • Mit einer einzigen Piste und einem Terminal ist der Flughafen übersichtlich, spannend macht ihn die Vielfalt der oft osteuropäischen und skandinavischen Charterbetreiber.
  • Seit der Pandemie liegt Burgas deutlich unter dem Rekordniveau von 2018 – die Generalsanierung der Piste 2025/26 macht den Platz für viele Jahre fit.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Burgas?

Der IATA-Code ist BOJ, der ICAO-Code LBBG. BOJ steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LBBG nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.

Wie viele Start- und Landebahnen hat Burgas?

Eine: die Piste 04/22, 3.200 Meter lang und 45 Meter breit. Sie verläuft von Südwesten nach Nordosten. Je nach Wind wird in Richtung Nordosten (04) oder in Richtung Südwesten (22) gestartet und gelandet.

Wer betreibt den Flughafen Burgas?

Seit 2006 die Fraport Twin Star Airport Management AD, ein Gemeinschaftsunternehmen unter Führung der Fraport AG, die auch den Flughafen Frankfurt betreibt. Die Konzession umfasst die beiden Schwarzmeerflughäfen Burgas und Warna.

Warum war der Flughafen Burgas im Winter 2025/26 geschlossen?

Die Piste stammt in ihrem Kern aus den 1960er-Jahren und war seit Ende der 1970er-Jahre über 40 Jahre in dieser Form in Betrieb. Fraport Twin Star hat sie deshalb von November 2025 bis April 2026 grundlegend erneuert – inklusive Entwässerung und neuer Befeuerung. Angekündigt waren rund 50 Millionen Euro, am Ende lagen die Kosten bei rund 60 Millionen Euro. Am 29. April 2026 wurde die neue Piste eröffnet, seit dem 1. Mai läuft der Linienbetrieb wieder.

Wie viele Passagiere nutzen Burgas?

2025 waren es rund 1,85 Millionen Fluggäste bei gut 13.000 Flugbewegungen. Damit ist Burgas der drittgrößte Flughafen Bulgariens nach Sofia und – knapp – Warna. Den Rekord hält das Jahr 2018 mit knapp 3,3 Millionen Passagieren.

Welche Airlines fliegen nach Burgas?

Im Sommer vor allem Ferien- und Low-Cost-Airlines: Ryanair, Wizz Air, easyJet, Jet2, TUI Airways, Smartwings, Enter Air, Eurowings und viele mehr. Ganzjährig verbindet Bulgaria Air Burgas mit Sofia. Der Flugplan ändert sich von Saison zu Saison.

Gibt es am Flughafen Burgas eine Besucherterrasse?

Uns ist keine offizielle Besucherterrasse oder Spotterplattform bekannt. Viele Urlauber fotografieren deshalb aus der Passagierperspektive – am Gate, beim Rollen oder im Anflug. Wer außerhalb des Flughafens fotografiert, sollte sich an öffentliche Flächen halten und Absperrungen respektieren.

Wann ist in Burgas am meisten los?

In der Sommersaison, grob von Mai bis Oktober, mit den Spitzen im Juli und August. Dann kommen die Ferienflüge aus Polen, Großbritannien, Tschechien, Deutschland und Skandinavien oft in Wellen. Im Winter bleiben vor allem die Inlandsflüge nach Sofia.

Sichtungen rund um Flughafen Burgas sammeln

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

FB / LZB

Bulgaria Air

Die bulgarische Nationalairline aus Sofia: Nachfolgerin der Balkan Bulgarian Airlines, seit 2023 mit Airbus A220 und dazu A320 und Embraer 190 auf Strecken quer durch Europa.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

W6 / WZZ

Wizz Air

Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.

LS / EXS

Jet2.com

Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.

QS / TVS

Smartwings

Tschechiens größte Airline aus Prag: früher Travel Service, heute Charter- und Linienflieger mit Boeing-737-Flotte, A220 in Czech-Airlines-Farben und seit Oktober 2026 Teil der Pegasus-Gruppe.

E4 / ENT

Enter Air

Polens größte private Airline fliegt fast nur für Reiseveranstalter: eine reine Boeing-737-Flotte aus 737-800 und 737 MAX 8, Basen in Warschau und Kattowitz und Beteiligungen an Chair Airlines und Fly4.

U2 / EZY

easyJet

Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.

BY / TOM

TUI Airways

Der britische Ferienflieger der TUI Group: größte Airline im TUI-Verbund, Boeing 737 auf der Kurz- und Mittelstrecke, Boeing 787 auf der Langstrecke und eine Geschichte, die bei Britannia Airways beginnt.

EW / EWG

Eurowings

Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.

6H / ISR

Israir

Israels zweitgrößte Airline fliegt ab Tel Aviv Linie und Charter nach Europa, im Inland nach Eilat und neu mit zwei A330 auf der Langstrecke – unterstützt von vielen Wetlease-Maschinen.

Typische Flugzeuge

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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