Das Wichtigste in Kürze
- IATA SKG, ICAO LGTS: Griechenlands zweitgrößter Flughafen, 2025 mit 7,98 Millionen Passagieren laut Fraport Greece.
- Zwei Bahnen im Kreuz: 10/28 mit 3.440 Metern, seit 2020 um einen Kilometer ins Meer verlängert, dazu 16/34 mit gut 2.400 Metern.
- Betreiber ist Fraport Greece – seit 2017 per 40-jähriger Konzession, ein neues Terminal ist seit 2021 in Betrieb.
- Basis von Aegean, Olympic Air und SKY express, dazu eine Basis von Ryanair.
- Vorsicht beim Fotografieren: Der Platz wird auch militärisch genutzt – lies vor der Reise die Spotting-Regeln für Griechenland.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom Kriegsflugfeld zum zweitgrößten Flughafen Griechenlands
- 7.Fraport Greece und die Privatisierung
- 8.Die Bahn, die ins Meer wuchs
- 9.Aegean, Olympic und SKY express: das griechische Grundrauschen
- 10.Low-Cost und Ferienflieger: Europa zu Gast
- 11.Spotting in Thessaloniki: Was du wissen musst
- 12.Anreise und Tagesplanung
- 13.Thessaloniki im Vergleich
- 14.Fazit
- 15.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | SKG |
|---|---|
| ICAO-Code | LGTS |
| Betreiber | Fraport Greece – Konzession über 40 Jahre seit dem 11. April 2017, Eigentümer bleibt der griechische Staat |
| Lage | Am Thermaischen Golf bei Mikra, südöstlich der Innenstadt von Thessaloniki; Quellen nennen rund 10 bis 13 km Entfernung |
| Höhe | Rund 7 m über dem Meeresspiegel |
| Start- und Landebahnen | Zwei sich kreuzende Asphaltbahnen: 10/28 mit 3.440 m und 16/34 mit rund 2.410 bis 2.424 m Länge |
| Bahnverlängerung | Bahn 10/28 wurde um 1.000 m auf einer Aufschüttung ins Meer verlängert, Bauarbeiten bis März 2019, Inbetriebnahme im September 2020 |
| Terminals | Altes Terminal (Gates 13–24) und neues Terminalgebäude mit Gates 01–12, fertiggestellt im Februar 2021 |
| Verkehr 2025 | 7.982.798 Passagiere, ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber 2024 (Angabe Fraport Greece) |
| Wichtige Nutzer | Aegean Airlines, Olympic Air und SKY express mit Basen; dazu Ryanair, easyJet, Wizz Air sowie Linien- und Ferienairlines aus ganz Europa |
| Öffnungszeiten | Terminal laut Flughafen rund um die Uhr geöffnet |
| Für Spotter relevant | Anflug über das Meer, zwei Bahnen im Kreuz, viel Turboprop- und Low-Cost-Verkehr; Teile des Platzes werden militärisch genutzt |
| Offizielle Website | www.skg-airport.gr |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Thessaloniki aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Thessaloniki
- Einen Aegean-Airbus erwischt – am besten einen A320neo oder A321neo mit den großen Getriebefan-Triebwerken von Pratt & Whitney
- Einen Olympic-Air-Turboprop mit den sechs Ringen am Leitwerk fotografiert
- Eine ATR von SKY express neben einem Airbus derselben Airline gesehen
- Einen Anflug über dem Thermaischen Golf mit Wasser im Vordergrund festgehalten
- Bewegungen auf beiden Bahnen notiert – 10/28 und 16/34 kreuzen sich
- Eine Airline aus Osteuropa oder vom Balkan gesehen, die du in Deutschland selten erwischst
- Das griechische Kennzeichen (SX-) jeder Sichtung notiert
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Abwechslungsreicher Verkehrsmix aus Airbus-Jets, ATR, Dash 8 und Low-Cost-Flotten aus ganz Europa
- Anflüge über das Meer mit Wasser als Hintergrund
- Viele Direktflüge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – leicht als Spotting-Ziel erreichbar
- Ganzjähriger Verkehr dank griechischer Inlandsstrecken, nicht nur ein Sommerflughafen
- Gut mit dem Stadtbus aus der Innenstadt erreichbar
Wo es hakt
- Kein offizieller Besucherbereich oder ausgewiesener Spotterplatz bekannt
- Militärische Mitnutzung – Kamera nie auf Militärflugzeuge oder -anlagen richten
- Kaum Großraumflugzeuge im Linienverkehr
- Im Hochsommer starkes Hitzeflimmern über Asphalt und Meer
- Nutzung der beiden Bahnen hängt von Wind und Verkehr ab – ohne Vorab-Check stehst du schnell falsch
Athen ist das Drehkreuz, Thessaloniki der Flughafen, an dem sich Griechenland von seiner vielseitigen Seite zeigt. Direkt am Thermaischen Golf landen griechische Airbus-Jets neben ATR-Turboprops, Low-Cost-Maschinen aus halb Europa neben Ferienfliegern aus Großbritannien und Skandinavien – und das nicht nur im Sommer. Seit eine der beiden Bahnen einen Kilometer weit ins Meer gebaut wurde, kommen viele Anflüge direkt über das Wasser. Wer Nordgriechenland bereist, sollte den Flughafen „Makedonia“ auf dem Zettel haben – und vorher wissen, wo hier die Grenzen liegen.
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Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Airline und Flughafen festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Vom Kriegsflugfeld zum zweitgrößten Flughafen Griechenlands
Die Geschichte des Platzes reicht weit zurück. Schon im Ersten Weltkrieg gab es bei Thessaloniki ein Flugfeld, das die Alliierten an der sogenannten Mazedonischen Front nutzten. Wann genau daraus ein ziviler Flughafen wurde, beantworten die Quellen nicht einheitlich: Genannt werden 1930 als Eröffnungsjahr, 1938 als Baubeginn am heutigen Standort und 1948 als Beginn des regulären Zivilverkehrs, nachdem der Zweite Weltkrieg die Pläne unterbrochen hatte. Sicher ist, dass der Platz 1965 mit Geldern der NATO ausgebaut wurde und dabei ein neues Terminal bekam.
Lange hieß der Flughafen nach dem Ortsteil Mikra, an dessen Rand er liegt. 1993 erhielt er den heutigen Namen „Makedonia“ – nach der Region, deren Hauptstadt Thessaloniki ist. Vor dem Jahr 1997, als die Stadt Kulturhauptstadt Europas war, wurde das Terminal modernisiert und erweitert. Die größten Veränderungen kamen aber erst nach der Privatisierung.
Fraport Greece und die Privatisierung
Im Zuge der griechischen Schuldenkrise beschloss der Staat, seine Regionalflughäfen in private Hände zu geben. Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus der Frankfurter Fraport AG und der griechischen Copelouzos-Gruppe. Seit dem 11. April 2017 betreibt die gemeinsame Gesellschaft Fraport Greece insgesamt 14 Flughäfen für 40 Jahre – darunter Thessaloniki als größten, außerdem Ferienziele wie Korfu, Rhodos und Skiathos. Die Flughäfen selbst bleiben Eigentum des Staates.
Mit der Konzession verpflichtete sich der Betreiber zu Investitionen in allen 14 Flughäfen. In Thessaloniki floss ein großer Teil davon in ein neues Terminalgebäude: Der Bau begann im September 2018 und war im Februar 2021 abgeschlossen. Das neue Gebäude brachte zusätzliche Check-in-Schalter, zwölf neue Gates mit den Nummern 01 bis 12 und mehr Fläche für Geschäfte. Die Gates des alten Terminals tragen seitdem die Nummern 13 bis 24.
Die Zahlen zeigen, dass sich die Investition lohnt: Laut Fraport Greece zählte Thessaloniki 2025 genau 7.982.798 Passagiere, ein Plus von 8,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor der Pandemie, 2019, waren es knapp 6,9 Millionen. Über alle 14 Flughäfen kam Fraport Greece 2025 auf gut 37 Millionen Fluggäste.
Die Bahn, die ins Meer wuchs
Für Spotter ist die Bahnanlage das spannendste Kapitel. Thessaloniki hat zwei asphaltierte Start- und Landebahnen, die sich etwa in der Mitte kreuzen. Die Hauptbahn 10/28 war lange nur 2.440 Meter lang – knapp bemessen für schwere, voll beladene Flugzeuge. Über Jahre wurde deshalb an einer Verlängerung gearbeitet: Auf einer künstlichen Aufschüttung im Thermaischen Golf wuchs die Bahn um 1.000 Meter auf 3.440 Meter. Baulich war das Projekt im März 2019 abgeschlossen, in Betrieb ging die verlängerte Bahn im September 2020. Zusammen mit der Bahn entstand auf der Aufschüttung ein paralleler Rollweg.
Die zweite Bahn 16/34 ist gut 2.400 Meter lang; die Quellen nennen Werte zwischen 2.410 und 2.424 Metern. Sie verläuft etwa in Nord-Süd-Richtung und ergänzt die Hauptbahn, wenn Wind oder Verkehr es verlangen.
| Bahn | Länge | Ausrichtung | Was das für dich bedeutet |
|---|---|---|---|
| 10/28 | 3.440 m | etwa West–Ost, Verlängerung auf Aufschüttung im Meer | Hauptbahn für die meisten Jets, Anflüge teils direkt über das Wasser |
| 16/34 | rund 2.410–2.424 m | etwa Nord–Süd | Zweite Bahn, kreuzt 10/28; wird je nach Wind und Verkehr genutzt |
| Vorfeld | – | zwischen den Bahnen und den Terminals | Abgestellte Airbus-Jets, ATR und Dash 8 an den Positionen |
Nach Nachschlagewerken führt der Anflug aus Westen über das Meer, die Stadt liegt dabei links des Flugzeugs. Aus östlicher Richtung kommen die Maschinen dagegen tief über die Vororte und haben bis zu den ersten Hügeln der Chalkidiki nur wenige Kilometer Abstand. Welche Richtung gerade aktiv ist, entscheidet wie überall der Wind – wie du das vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Licht und Bahn zusammen denken
Die Hauptbahn liegt etwa in West-Ost-Richtung, die Sonne steht mittags im Süden. Stehst du nördlich der Bahn, hast du sie tagsüber im Rücken; von Süden fotografierst du mittags gegen das Licht. Im Hochsommer kommt starkes Hitzeflimmern dazu – die besten Bedingungen hast du oft am Vormittag und am späten Nachmittag. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher.
Aegean, Olympic und SKY express: das griechische Grundrauschen
Den Alltag in Thessaloniki bestimmen drei griechische Airlines, die hier Flugzeuge stationieren. Aegean Airlines ist die größte von ihnen und nutzt Thessaloniki neben Athen als zweites Drehkreuz. Ihre Flotte besteht im Jetverkehr ausschließlich aus Airbus-Mustern der A320-Familie – vom klassischen A320 bis zum A320neo und A321neo. Ab Thessaloniki fliegt Aegean nach Athen, zu griechischen Inseln und zu zahlreichen Zielen in Europa, darunter mehrere deutsche Städte.
Die Aegean-Tochter Olympic Air ist für Spotter fast noch interessanter. Sie fliegt ausschließlich Turboprops – ATR 72-600, ATR 42-600 und einzelne betagte Dash 8-100 – und verbindet Thessaloniki mit Regionalflughäfen und den Inseln der Nordägäis. Am Leitwerk erkennst du sie an den sechs Ringen, die an die Tradition der früheren Olympic Airways erinnern.
Dritte im Bunde ist SKY express. Die Airline mit Sitz auf Kreta mischt ATR-Turboprops mit A320neo und A321neo und hat Thessaloniki als eine ihrer Basen. Neben Inlandsstrecken bietet sie auch Verbindungen ins Ausland an, darunter nach Düsseldorf. Wenn du ATR und Airbus derselben Airline nebeneinander fotografieren willst, ist SKG ein guter Ort dafür. Wer die beiden Turboprop-Familien noch nicht sicher auseinanderhält, findet Hilfe im Beitrag ATR und Dash 8 unterscheiden.
Turboprops und Sonderlackierungen im Blick
Mit Planetrack setzt du Typen, Airlines und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, wenn sie anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Low-Cost und Ferienflieger: Europa zu Gast
Neben den griechischen Airlines prägen Billigflieger das Bild. Ryanair unterhält in Thessaloniki eine Basis und ist mit ihren Boeing 737-800 und 737 MAX 8 entsprechend häufig zu sehen. Dazu kommen easyJet, Wizz Air und weitere Low-Cost-Airlines. Gerade bei Ryanair ändert sich das Angebot von Saison zu Saison deutlich – Strecken kommen und gehen, und die Zahl der stationierten Flugzeuge schwankt.
Aus dem deutschsprachigen Raum ist Thessaloniki gut angebunden. Laut den veröffentlichten Flugplänen fliegen neben Aegean auch Lufthansa, Eurowings, Austrian Airlines und Swiss den Flughafen an. Im Sommer kommen Ferienflieger aus Großbritannien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, außerdem Airlines vom Balkan und aus dem Nahen Osten, die du in Deutschland nur selten vor die Linse bekommst.
| Gruppe | Beispiele | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Griechische Basis-Airlines | Aegean, Olympic Air, SKY express | A320-Familie (ceo und neo), ATR 42/72, Dash 8-100 |
| Low-Cost-Airlines | Ryanair, easyJet, Wizz Air | Boeing 737-800 und 737 MAX 8, A320-Familie |
| Netzwerk-Airlines aus DACH | Lufthansa, Austrian, Swiss | A320-Familie und weitere Schmalrumpfjets |
| Sommer- und Ferienverkehr | Airlines aus Großbritannien, Skandinavien, Osteuropa | Schmalrumpfjets in vielen Lackierungen |
Ein Stück Geschichte hängt ebenfalls an Thessaloniki: Die 2021 eingestellte Ellinair hatte hier ihren Sitz und ihre wichtigste Basis. Wer alte Fotos aus den Jahren vor der Pandemie sortiert, findet darauf mit etwas Glück noch ihre Airbus-Jets.
Spotting in Thessaloniki: Was du wissen musst
Anders als etwa in München gibt es in Thessaloniki keinen offiziellen Besucherpark und – soweit bekannt – keine Aussichtsterrasse. Spotter fotografieren deshalb von öffentlich zugänglichen Orten außerhalb des Flughafengeländes. Durch die Lage am Wasser und die Bahnverlängerung ins Meer ergeben sich vor allem bei Anflügen über den Golf reizvolle Motive mit Wasser im Vordergrund. Für formatfüllende Bilder brauchst du in der Regel ein Teleobjektiv, für Übersichten mit Meer und Stadt reicht oft eine mittlere Brennweite.
Wichtig ist der Rahmen: Nach Nachschlagewerken wird der Flughafen auch von der griechischen Luftwaffe genutzt. In Griechenland ist das Fotografieren militärischer Anlagen und Flugzeuge verboten, und die Behörden nehmen das ernst. Wie weit das gehen kann, zeigt der Kalamata-Fall von 2001, bei dem Spotter als mutmaßliche Spione festgenommen und angeklagt wurden. Heute läuft Spotting an zivilen Flughäfen in Griechenland meist entspannt – aber nur, wenn du die Spielregeln kennst. Eine aktuelle Übersicht liefert der Beitrag Planespotting in Griechenland heute.
Wind und Bahn prüfen
Bei welcher Windrichtung welche Bahn aktiv ist, siehst du am einfachsten live in einer Flugverfolgung oder auf einer Wetterkarte.
Flugplan checken
Turboprops, Ferienflieger und seltene Gäste kommen zu festen Zeiten. Die Ankunftstafel des Flughafens zeigt dir die Wellen des Tages.
Öffentlichen Standpunkt wählen
Nur von frei zugänglichen Orten aus fotografieren, keine Absperrungen überwinden, keine Zäune hochklettern.
Militär ausblenden
Militärische Flugzeuge, Hallen und Anlagen bleiben außen vor – auch wenn sie zufällig ins Bild rollen.
Kennzeichen notieren
Bei vielen gleichen Airbus- und Boeing-Jets ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber auseinanderzuhalten.
Im Zweifel: Kamera runter
Spricht dich Polizei oder Sicherheitspersonal an, bleib ruhig, erklär dein Hobby und folge den Anweisungen. Drohnen sind in Flughafennähe ohnehin tabu. Mehr zur Rechtslage allgemein findest du im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?
Anreise und Tagesplanung
Der Flughafen liegt südöstlich der Innenstadt am Rand von Mikra. Laut Flughafen fahren die Stadtbuslinien 1X tagsüber und 1N nachts ins Zentrum, zum Bahnhof und zum Fernbusbahnhof KTEL Makedonia. Die Linien 2X und 3X stellen die Verbindung zur Metro her, die Linie 79 fährt zum östlichen Umsteigeknoten. Die Haltestelle liegt im Ankunftsbereich vor Ausgang 4. Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Ringautobahn und die Zubringer im Südosten der Stadt.
Das Terminal ist laut Flughafen rund um die Uhr geöffnet. Für Spotter interessant sind vor allem die Tageswellen, in denen Inlandsflüge, Low-Cost-Umläufe und internationale Verbindungen zusammenkommen. Im Sommer ist deutlich mehr los als im Winter, wenn ein Teil des Ferienverkehrs wegfällt. Ganz ruhig wird es aber nie – die Inlandsstrecken nach Athen und zu den Inseln laufen das ganze Jahr.
Thessaloniki lässt sich gut mit einem Urlaub verbinden. Tipps dazu, wie du Familie, Strand und Spotting unter einen Hut bekommst, findest du im Beitrag Planespotting im Urlaub; einen Überblick über die besten Ziele im ganzen Land liefert der Griechenland-Guide.
Thessaloniki passt zu dir, wenn …
- du griechische Airlines und Turboprops sammeln willst
- du Anflüge über dem Meer fotografieren möchtest
- du ohnehin in Nordgriechenland oder auf der Chalkidiki Urlaub machst
Bedingt geeignet, wenn …
- du einen festen, offiziellen Spotterplatz mit Infrastruktur suchst
- du nur im Hochsommer Zeit hast und Hitzeflimmern vermeiden willst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge und Langstrecke sehen willst
- du Militärflugzeuge fotografieren möchtest
Thessaloniki im Vergleich
Innerhalb Griechenlands ist der Flughafen Athen das klare Drehkreuz mit mehr Langstrecke und mehr fremden Airlines. Thessaloniki ist kleiner, aber ganzjährig deutlich lebhafter als die reinen Ferienflughäfen. Auf den Inseln wie Heraklion auf Kreta oder Rhodos dominiert im Sommer der Charter- und Low-Cost-Verkehr, im Winter wird es dort spürbar ruhiger.
Für Fotomotive mit Wasser und Landschaft sind die Inseln ohnehin eine Klasse für sich: Der Klassiker ist Kanoni am Flughafen Korfu mit Blick über die Lagune, legendär sind die tiefen Anflüge am Pistenende von Skiathos. Wer über den Balkan weiterreist, findet mit dem Flughafen Sofia einen weiteren Flughafen in erreichbarer Nähe.
Jeder Anflug über den Golf zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer und Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Thessaloniki ist kein Spotter-Paradies mit Besucherhügel und Terrasse, aber ein abwechslungsreicher, ganzjährig belebter Platz mit eigenem Charakter. Die Bahnverlängerung ins Meer, das neue Terminal und ein Verkehrsmix aus Aegean-Airbus, Olympic- und SKY-express-Turboprops sowie Low-Cost-Jets aus ganz Europa machen ihn zu einem lohnenden Ziel – erst recht, wenn du ohnehin in Nordgriechenland unterwegs bist.
Entscheidend ist der Rahmen: Der Platz wird auch militärisch genutzt, und in Griechenland gelten für das Fotografieren militärischer Anlagen klare Grenzen. Wer sich an öffentliche Standorte hält, Militär konsequent ausblendet und Wind, Licht und Flugplan vorher prüft, kommt mit guten Bildern und ohne Ärger nach Hause.
Kurzfazit
SKG ist Griechenlands zweitgrößter Flughafen, Basis von Aegean, Olympic Air und SKY express und seit 2020 mit einer Bahn, die ins Meer reicht. Plane nach Wind, Licht und Flugplan – und lass die Kamera bei allem Militärischen unten.
Zusammenfassung
- Thessaloniki ist das Tor nach Nordgriechenland und nach Athen der wichtigste Flughafen des Landes – ganzjährig belebt, im Sommer voll mit Ferienverkehr.
- Die 2020 eröffnete Bahnverlängerung ins Meer und das neue Terminal von 2021 haben den Platz in den vergangenen Jahren deutlich verändert.
- Für Spotter prägen griechische Airbus-Jets, Turboprops von Olympic Air und SKY express sowie europäische Low-Cost-Flotten das Bild.
- Weil der Flughafen auch militärisch genutzt wird, gelten hier strengere Spielregeln als an rein zivilen Plätzen.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Thessaloniki?
Der IATA-Code ist SKG, der ICAO-Code LGTS. SKG steht auf Tickets und Gepäckanhängern, LGTS verwenden Flugsicherung, Flugpläne und Flugverfolgungsdienste.
Warum heißt der Flughafen „Makedonia“?
Der Name bezieht sich auf die griechische Region Makedonien, deren Hauptstadt Thessaloniki ist. Bis 1993 war der Flughafen nach dem Ortsteil Mikra benannt, an dem er liegt – in älteren Unterlagen taucht deshalb noch der Name Mikra Airport auf.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Thessaloniki?
Zwei, und sie kreuzen sich. Die Hauptbahn 10/28 ist 3.440 Meter lang, nachdem sie um 1.000 Meter auf einer Aufschüttung in den Thermaischen Golf verlängert wurde. Die zweite Bahn 16/34 misst gut 2.400 Meter. Welche Bahn gerade aktiv ist, hängt vor allem vom Wind ab.
Wer betreibt den Flughafen Thessaloniki?
Fraport Greece, ein Gemeinschaftsunternehmen unter Führung der Frankfurter Fraport AG. Es betreibt seit April 2017 insgesamt 14 griechische Regionalflughäfen im Rahmen einer 40-jährigen Konzession, darunter auch Korfu und Rhodos. Eigentümer der Flughäfen bleibt der griechische Staat.
Welche Airlines fliegen ab Thessaloniki nach Deutschland?
Nach den veröffentlichten Flugplänen unter anderem Aegean Airlines, Lufthansa, Eurowings, Ryanair, easyJet und SKY express. Strecken und Frequenzen ändern sich mit jeder Flugplanperiode, und Low-Cost-Airlines streichen oder ergänzen Ziele häufig – prüf die aktuelle Lage in der Abflugtafel oder bei der Airline.
Gibt es am Flughafen Thessaloniki eine Besucherterrasse?
Ein offizieller Besucherbereich oder eine Aussichtsterrasse ist uns nicht bekannt. Spotter fotografieren deshalb von öffentlich zugänglichen Orten außerhalb des Geländes. Halte dich dabei strikt an Absperrungen und Verbotsschilder, denn der Flughafen wird auch militärisch genutzt.
Ist Planespotting in Thessaloniki erlaubt?
Das Fotografieren ziviler Flugzeuge von öffentlichen Orten aus ist in Griechenland grundsätzlich üblich. Militärische Flugzeuge und Anlagen sind aber tabu, und der Flughafen Thessaloniki wird teilweise militärisch genutzt. Wie ernst das genommen werden kann, zeigt der Kalamata-Fall von 2001. Die aktuelle Lage fasst der Beitrag Planespotting in Griechenland heute zusammen.
Wie komme ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Flughafen?
Laut Flughafen fahren die Stadtbuslinien 1X (tagsüber) und 1N (nachts) ins Zentrum, zum Bahnhof und zum Fernbusbahnhof KTEL Makedonia. Zubringer zur Metro gibt es mit den Linien 2X (Nea Elvetia) und 3X (Mikra). Die Haltestelle liegt im Ankunftsbereich vor Ausgang 4 von Terminal 1.
Sichtungen rund um Flughafen Thessaloniki sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Aegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
OA / OALOlympic Air
Griechenlands Regionalairline mit den sechs Ringen: 2009 gestartet, seit 2013 Tochter von Aegean und heute mit ATR 42-600, ATR 72-600 und zwei betagten Dash 8-100 vor allem auf Inlands- und Inselstrecken unterwegs.
GQ / SEHSKY express
Griechische Airline aus Heraklion, gegründet 2005: ATR-Turboprops für die Inseln, eine junge Airbus-A320neo-Flotte für Athen und Europa und ein Netz, das inzwischen auch fünf deutsche Städte erreicht hat.
EL / ELBEllinair
Historische Airline aus Thessaloniki: Die Tochter des Reiseveranstalters Mouzenidis verband ab 2013/14 griechische Urlaubsziele mit Osteuropa und Deutschland, flog zuletzt Airbus A320 und stellte 2021 den Betrieb ein.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
W6 / WZZWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
LH / DLHLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
Typische Flugzeuge
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-100
Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.
Spotting-Spots rund um Flughafen Thessaloniki
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Kanoni am Flughafen Korfu
Vom Kanoni-Hügel südlich von Korfu-Stadt schaust du auf die Mausinsel, das Kloster Vlacherna und Ferienjets, die knapp über das Wasser zur Piste 34 einschweben – eines der bekanntesten Postkartenmotive der Spotterwelt. Hier erfährst du, wann der Spot funktioniert und wohin du nachmittags umziehst.
AnflugschneisePistenende am Flughafen Skiathos
Am Südende der kurzen Piste von Skiathos ziehen Ferienjets so tief über die Uferstraße, dass der Spot oft mit Maho Beach verglichen wird. Spektakulär, aber saisonal, wetterabhängig und mit echter Jetblast-Gefahr – hier erfährst du, wie du den Spot sicher und mit gutem Ergebnis nutzt.
Weitere Einträge
Flughafen Athen Eleftherios Venizelos
Griechenlands größter Flughafen liegt seit 2001 in der Mesogeia-Ebene bei Spata: zwei Parallelbahnen, Drehkreuz von Aegean und Olympic Air, viel Turboprop-Verkehr zu den Inseln – und Nachfolger des legendären Stadtflughafens Hellinikon.
FlughafenFlughafen Heraklion
Kretas wichtigster Flughafen und nach Athen der zweitgrößte Griechenlands: eine Hauptbahn zwischen Stadtrand und Meer, Ferienflieger aus ganz Europa in dichter Folge – und ein Nachfolger in Kastelli, der den alten Platz ablösen wird.
FlughafenFlughafen Korfu Ioannis Kapodistrias
Eine Piste, mitten in die Lagune gebaut, ein Endanflug über Mausinsel und Kloster Vlacherna und im Sommer Ferienjets aus halb Europa: Der Flughafen Korfu ist einer der berühmtesten Spotterflughäfen des Kontinents. Hier findest du Geschichte, Betrieb, Airlines und die wichtigsten Spotting-Tipps.
FlughafenFlughafen Rhodos Diagoras
Rhodos Diagoras ist einer der großen Ferienflughäfen Griechenlands: eine 3.305 Meter lange Bahn direkt an der Küste bei Paradisi, über sieben Millionen Passagiere im Jahr, ein Sommer voller Charter- und Low-Cost-Jets – und einige der bekanntesten Fence-Spots der Ägäis.
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