Das Wichtigste in Kürze
- Norwegian ist eine norwegische Low-Cost-Airline mit Sitz in Fornebu bei Oslo und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA DY, ICAO NOZ, Rufzeichen „NORDIC“; Norwegian Air Sweden fliegt als NSZ mit dem Rufzeichen „REDNOSE“.
- Die Flotte ist eine reine Boeing-737-Flotte: 737-800 und 737 MAX 8, zusammen rund 95 Flugzeuge (Stand 2025).
- Markenzeichen sind die Heckflossen-Helden: Porträts berühmter Persönlichkeiten am Leitwerk machen viele Maschinen zu Einzelstücken.
- Die Langstrecke ist Geschichte: Die Boeing 787 flogen ab 2013 für Norwegian, im Januar 2021 kam das endgültige Aus.
- Seit Januar 2024 gehört Widerøe zum Konzern – die größte Regionalairline Norwegens.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Norwegian im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Eine Marke, zwei Flugbetriebe
- 4.Die Flotte: nur Boeing 737
- 5.737-800 oder 737 MAX 8? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Norwegian erkennst
- 7.Widerøe: die Konzernschwester mit Propellern
- 8.Rückblick: die 787-Jahre
- 9.Norwegian in Deutschland und Europa spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | DY |
|---|---|
| ICAO-Code | NOZ |
| Rufzeichen | NORDIC |
| Drehkreuze | OSL, ARN, CPH, HEL |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Kurz- und Mittelstrecken in Skandinavien, Finnland, dem Baltikum und nach Südeuropa |
| Sitz | Bürogebäude „Diamanten“ in Fornebu (Bærum) bei Oslo, Norwegen |
| Gegründet | 1993, zunächst als Regionalflieger mit Fokker 50; eigener Jetbetrieb mit Boeing 737 seit 2002 |
| Konzern | Norwegian Air Shuttle ASA mit den Flugbetrieben Norwegian Air Shuttle AOC (Norwegen) und Norwegian Air Sweden AOC (Schweden), dazu seit Januar 2024 die Regionalairline Widerøe |
| Wichtigste Basen | Oslo (OSL), Stockholm-Arlanda (ARN), Kopenhagen (CPH), Helsinki (HEL), Bergen, Riga sowie Basen in Spanien wie Alicante, Málaga und Las Palmas |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut Norwegian, Stand 2025) | Rund 95 Flugzeuge, ausschließlich Boeing 737-800 und 737 MAX 8 |
| Bestellung | 80 Boeing 737 MAX 8 fest bestellt (50 aus dem Jahr 2022 plus 30 ausgeübte Optionen von 2025), letzte Auslieferungen 2031 |
| Kennzeichen | LN- (Norwegen) und SE- (Norwegian Air Sweden) |
| Markenzeichen | Weißer Rumpf mit roter Nase und Porträts bekannter Persönlichkeiten am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Norwegian Air Shuttle?
- Knallrote Nase auf weißem Rumpf – von vorn das schnellste Erkennungszeichen
- Heckflossen-Helden: Viele Maschinen zeigen am Leitwerk das Porträt einer historischen Persönlichkeit
- Immer eine Boeing 737: 737-800 oder 737 MAX 8, keine Airbus-Typen
- Flugnummer beginnt mit DY, auf dem Tracker steht meist NOZ oder bei schwedischen Flügen NSZ
- Kennzeichen mit LN- (Norwegen) oder SE- (Schweden) am Heck
- Im Funk meldet sich die Crew mit „NORDIC“, die schwedische Tochter mit „REDNOSE“
Eine weiße 737 mit roter Nase rollt zur Piste, und am Leitwerk schaut dich ein bekanntes Gesicht an: Das ist Norwegian. Die skandinavische Low-Cost-Airline hat eine Flotte, die technisch so einheitlich ist wie bei Ryanair – und trotzdem sieht fast jedes Flugzeug anders aus. Diese Seite zeigt dir, wie du Norwegian sicher zuordnest, die beiden Flugbetriebe auseinanderhältst und 737-800 und 737 MAX 8 unterscheidest.
Jeden Heckflossen-Helden sammeln
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ und Airline fest sammelst sie in deinem Hangar und setzt fehlende Norwegian-Maschinen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Norwegian im Überblick
Norwegian Air Shuttle ist eine norwegische Low-Cost-Airline mit Sitz im Bürogebäude „Diamanten“ in Fornebu, direkt vor den Toren Oslos. Die Firma wurde im Januar 1993 gegründet – allerdings nicht als Billigflieger. Sie übernahm damals Regionalstrecken an der norwegischen Westküste, die zuvor die pleitegegangene Busy Bee im Auftrag von Braathens geflogen war. Das Werkzeug dafür: drei geleaste Fokker 50.
Der große Wandel kam 2002. Nachdem SAS Braathens übernommen hatte, endete die Zusammenarbeit, und Norwegian startete mit gebrauchten Boeing 737-300 einen eigenen Low-Cost-Inlandsverkehr ab Oslo-Gardermoen. Seitdem ist die 737 das Rückgrat der Airline. 2003 folgte der Börsengang in Oslo.
In den 2010er-Jahren wuchs Norwegian rasant, flog mit der Boeing 787 bis in die USA und nach Asien und beförderte 2019 über 36 Millionen Fluggäste. Die Pandemie beendete diese Phase: Nach einer Restrukturierung unter Gläubigerschutz, unter anderem in Irland, verließ die Airline 2021 die Langstrecke und fliegt seitdem wieder fokussiert in Europa. 2024 zählte Norwegian rund 22,6 Millionen Passagiere.
Anders als SAS gehört Norwegian keiner Allianz an. Zu den wichtigsten Basen zählen Oslo, Stockholm-Arlanda, Kopenhagen, Helsinki und Bergen. Dazu kommen Riga und Basen in Spanien wie Alicante, Málaga und Las Palmas, von denen aus Norwegian vor allem Urlaubsziele für Skandinavier bedient.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code DY: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in den meisten Flugplänen.
- ICAO-Code NOZ: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern, wenn der norwegische Flugbetrieb fliegt.
- Rufzeichen NORDIC: so meldet sich die Crew im Funk – seit März 2022. Vorher hieß es „NORSEMAN“.
- Norwegian Air Sweden: fliegt unter ICAO NSZ mit dem Rufzeichen REDNOSE, eine Anspielung auf die rote Nase der Flugzeuge.
Der Code DY hat nichts mit dem Namen der Airline zu tun – IATA-Codes sind vergebene Kennungen, keine Abkürzungen. Merk dir deshalb lieber das Paar DY/NOZ. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich funktionieren, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes; den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen findest du im Guide Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern taucht oft nicht die DY-Flugnummer auf, sondern das ICAO-Rufzeichen. Steht dort NSZ statt NOZ, fliegt der schwedische Flugbetrieb. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Eine Marke, zwei Flugbetriebe
Für Passagiere ist Norwegian einfach Norwegian. Hinter der Marke stehen aber zwei Flugbetriebe mit eigener Betriebsgenehmigung – und das siehst du am Heck.
| Flugbetrieb | Land | ICAO-Code | Rufzeichen | Typisches Kennzeichen |
|---|---|---|---|---|
| Norwegian Air Shuttle AOC | Norwegen | NOZ | NORDIC | LN- |
| Norwegian Air Sweden AOC | Schweden | NSZ | REDNOSE | SE- |
Beide fliegen in identischer Bemalung und unter DY-Flugnummern. Ein großer Teil der 737 MAX 8 fliegt bei der schwedischen Gesellschaft – die Verteilung ist aber nicht starr, Flugzeuge wechseln auch mal den Betrieb. Wer sauber sammeln will, notiert deshalb immer das Kennzeichen. Warum ein SE- schwedisch und ein LN- norwegisch ist, erklärt der Artikel zu Länderkennungen bei Flugzeugen.
Aus der Langstrecken-Zeit kennst du vielleicht noch weitere Namen wie Norwegian Air International aus Irland oder Norwegian Air UK. Diese Gesellschaften sind Geschichte; wer alte Fotos mit irischen oder britischen Kennzeichen im Archiv hat, besitzt heute echte Erinnerungsstücke.
Nase und Leitwerk prüfen
Rote Nase und Porträt am Leitwerk – damit ist die Marke klar.
Kennzeichen lesen
LN- oder SE-: Das Präfix zeigt dir, welcher Flugbetrieb die Maschine einsetzt.
Tracker abgleichen
NOZ oder NSZ im Tracker bestätigt, wer den Flug wirklich durchführt.
Helden notieren
Halte den Namen auf dem Leitwerk mit fest. So wird aus der Sichtung ein eindeutiger Sammeleintrag.
Die Flotte: nur Boeing 737
Norwegian setzt konsequent auf einen Flugzeugtyp. Laut eigener Angabe flog die Airline 2025 rund 95 Boeing 737 in zwei Versionen:
| Typ | Sitze | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-800 | 186–189 | Bisheriges Arbeitspferd | Wird nach und nach durch MAX ersetzt – viele Helden-Leitwerke sitzen auf 737-800 |
| Boeing 737 MAX 8 | 189 | Wachsender Flottenteil | Neue Auslieferungen bis 2031 |
Bestellt sind 80 Boeing 737 MAX 8: 50 Maschinen aus einem Vertrag von 2022 und 30 weitere, für die Norwegian im September 2025 seine Optionen gezogen hat. Laut Norwegian ist die letzte Auslieferung für 2031 vorgesehen; die Auslieferungen sind auf auslaufende Leasingverträge der 737-800 abgestimmt. Dazu kommen geleaste MAX 8 von Leasinggesellschaften. Für dich als Spotter heißt das: Der Anteil der älteren 737-800 sinkt Jahr für Jahr. Wer bestimmte 737-800 mit ihren Helden im Hangar haben will, wartet besser nicht zu lange.
Hersteller beider Typen ist Boeing. Airbus-Flugzeuge spielen im Norwegian-Flugbetrieb keine Rolle – siehst du ein Airbus-Flugzeug mit Norwegian-Bezug, ist das in aller Regel ein Charter- oder Partnerflug.
Dein Lieblingsheld landet?
Richte Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen oder die 737 MAX 8 ein und lass dich benachrichtigen, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
737-800 oder 737 MAX 8? So unterscheidest du sie
Gleiche Bemalung, gleiche Rumpflänge, beide mit roter Nase – auf den ersten Blick sind die beiden Versionen kaum auseinanderzuhalten. Ein paar Details helfen.
Das spricht für die 737 MAX 8
- Größere Triebwerke mit gezackter Hinterkante an der Verkleidung
- Geteilte Winglets mit Spitze nach oben und nach unten
- Spitzer auslaufender Heckkonus
- Auf Trackern als B38M geführt
Das spricht für die 737-800
- Glatte Triebwerksverkleidung ohne Zacken
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Abgerundeteres Heckende
- Auf Trackern als B738 geführt
Am zuverlässigsten sind die Triebwerke: Die gezackten Hinterkanten der MAX siehst du mit Teleobjektiv auch im Anflug noch gut. Mehr Tipps zur Typbestimmung findest du in Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Woran du Norwegian erkennst
Die Bemalung ist schlicht und trotzdem unverwechselbar: weißer Rumpf, rote Nase und eine dunkelblaue Linie – die Farben der norwegischen Flagge. Das eigentliche Highlight sitzt hinten: Auf vielen Leitwerken prangt das Porträt einer historischen Persönlichkeit, der sogenannte Heckflossen-Held.
Die Helden stammen aus ganz Europa und Amerika – Entdecker, Künstler, Schriftsteller, Wissenschaftler oder Luftfahrtpioniere. Auf frühen 737 MAX 8 waren zum Beispiel der britische Airline-Pionier Freddie Laker und der Schriftsteller Oscar Wilde zu sehen. Wichtig zu wissen: Ein Held ist an ein bestimmtes Flugzeug gebunden, nicht an einen Typ. Der Name am Leitwerk hilft dir daher, eine Sichtung schnell einem Kennzeichen zuzuordnen.
Daneben gibt es immer wieder Sonderbemalungen, etwa eine 737-800 im UNICEF-Design (LN-NGE). Solche Maschinen sind begehrte Motive. Wie du sie gezielt findest, erklärt der Guide zu Special Liveries.
Achtung Verwechslung
Der Held am Leitwerk verrät dir weder den Typ noch den Flugbetrieb. Mach deshalb immer auch ein Bild, auf dem das Kennzeichen lesbar ist – wie du es richtig liest, zeigt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
Widerøe: die Konzernschwester mit Propellern
Seit Januar 2024 gehört Widerøe zum Norwegian-Konzern. Die Übernahme der größten Regionalairline Norwegens hatte Norwegian 2023 angekündigt; die Wettbewerbsbehörde stimmte im Dezember 2023 zu. Widerøe fliegt weiter unter eigenem Namen und eigener Bemalung – mit Turboprops der Dash 8-Familie und Jets vom Typ Embraer E190-E2.
Für dich heißt das: In Norwegen begegnen dir zwei Konzernmarken, die völlig unterschiedlich aussehen. Norwegian bringt die 737 auf die großen Strecken, Widerøe die kleinen Flugzeuge zu den vielen Kurzbahnen im Land. Im Juni 2026 kündigte Norwegian zudem an, die Muttergesellschaft der skandinavischen Ferienairline Sunclass übernehmen zu wollen – ob und wie sich das auf die Flotte auswirkt, ist offen.
Rückblick: die 787-Jahre
Spotter, die schon länger dabei sind, verbinden Norwegian auch mit der Boeing 787-9 und der 787-8. Ab 2013 flog Norwegian mit dem Dreamliner von Skandinavien, London und Südeuropa bis in die USA, nach Südamerika und Asien – zu Preisen, die den Markt aufmischten.
Mit der Pandemie endete dieses Kapitel: Ab März 2020 standen die Dreamliner am Boden, im Januar 2021 gab Norwegian die Langstrecke endgültig auf und trennte sich von den Flugzeugen. Ein Norwegian-787-Foto in deinem Archiv ist damit ein Stück Luftfahrtgeschichte.
Norwegian in Deutschland und Europa spotten
In Deutschland ist Norwegian kein Massenphänomen wie Ryanair oder easyJet. Die Airline verbindet vor allem große Flughäfen mit Skandinavien und Finnland. Im Sommer 2024 gehörten etwa Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München zum Netz. Gute Plätze dafür sind die Besucherterrasse am BER, die Besucherterrasse in Hamburg, die Besucherterrasse in Düsseldorf oder der Besucherhügel in München. Weil es meist nur wenige Umläufe pro Tag sind, lohnt ein Blick in den Flugplan vorab.
Richtig viel Norwegian siehst du in Skandinavien selbst. Am Flughafen Oslo, am Flughafen Stockholm-Arlanda, am Flughafen Kopenhagen und am Flughafen Helsinki gehören die roten Nasen zum Alltag – oft direkt neben SAS und Finnair. In Kopenhagen ist der Spotterplatz Flyvergrillen eine bekannte Adresse. Im Winter lohnen außerdem Spaniens Ferienflughäfen, etwa Palma de Mallorca, wo Norwegian Skandinavier in die Sonne bringt.
Gute Chancen auf Norwegian, wenn …
- du in Oslo, Stockholm, Kopenhagen oder Helsinki spottest
- dein deutscher Flughafen DY-Flüge nach Skandinavien im Plan hat
- Winter ist und du an Spaniens Sonnenzielen unterwegs bist
Prüf es vorher, wenn …
- du nach alten Berichten planst – das Streckennetz ändert sich mit den Saisons
- du einen bestimmten Helden suchst und das Kennzeichen nicht kennst
Eher kein Norwegian-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Verbindungen nach Skandinavien oder Finnland hat
Bei wenigen Umläufen zählt die richtige Seite des Platzes. Lies deshalb die Betriebsrichtung, bevor du losfährst – der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen hilft dabei. Und im skandinavischen Winter steht die Sonne tief: Mit dem Sonnenstand-Guide planst du, wann das Licht auf das Leitwerk fällt.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Norwegian mit SAS verwechseln – beide sind skandinavisch, aber SAS fliegt überwiegend Airbus und ist Teil von SkyTeam; Norwegian fliegt nur Boeing 737 und ist ohne Allianz.
- Jede Norwegian-737 für norwegisch halten – viele Maschinen fliegen für Norwegian Air Sweden mit SE-Kennzeichen.
- Den Helden für die Typbezeichnung halten – das Porträt verrät das einzelne Flugzeug, nicht ob es eine 737-800 oder MAX 8 ist.
- Widerøe-Dash 8 als Norwegian notieren – Widerøe gehört zum Konzern, ist aber eine eigene Airline mit eigenem Code.
- Norwegian 787 heute noch erwarten – die Langstrecke endete im Januar 2021.
- DY für eine Abkürzung halten – der Code ist eine vergebene Kennung ohne Bezug zum Namen.
Norwegian im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die 737 MAX 8, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Norwegian ist der Beweis, dass eine einheitliche Flotte nicht langweilig sein muss. Technisch fliegt die Airline nur Boeing 737-800 und 737 MAX 8, optisch macht jeder Heckflossen-Held aus einer Maschine ein eigenes Sammelstück. Wer Kennzeichen, ICAO-Code und den Namen am Leitwerk notiert, hat jede Sichtung sauber im Logbuch – und erlebt nebenbei, wie die MAX die 737-800 Schritt für Schritt ablöst.
Kurzfazit
Norwegian (IATA DY, ICAO NOZ) ist eine norwegische Low-Cost-Airline mit reiner Boeing-737-Flotte. Die rote Nase zeigt die Marke, das Kennzeichen LN- oder SE- zeigt den Flugbetrieb, und der Held am Leitwerk macht jedes Flugzeug unverwechselbar.
Zusammenfassung
- Norwegian erkennst du an der roten Nase und am Porträt auf dem Leitwerk – und daran, dass immer eine Boeing 737 vor dir steht.
- Zwei Flugbetriebe fliegen unter der Marke: Das Kennzeichen LN- oder SE- und der ICAO-Code NOZ oder NSZ zeigen, welcher es ist.
- Zwischen 737-800 und 737 MAX 8 unterscheidest du über Triebwerke, Winglets und den Tracker-Typcode.
- In Deutschland siehst du Norwegian vor allem auf Strecken nach Skandinavien und Finnland an großen Flughäfen wie Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder München.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Norwegian?
Der IATA-Code von Norwegian ist DY, der ICAO-Code NOZ. Im Funk meldet sich die Airline seit März 2022 mit dem Rufzeichen „NORDIC“, davor lautete es „NORSEMAN“. Die schwedische Tochter Norwegian Air Sweden nutzt den ICAO-Code NSZ und das Rufzeichen „REDNOSE“.
Gehört Norwegian zu einer Allianz?
Nein. Norwegian ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline verkauft vor allem eigene Direktflüge.
Welche Flugzeuge fliegt Norwegian?
Ausschließlich Boeing 737: die 737-800 mit 186 bis 189 Sitzen und die 737 MAX 8 mit 189 Sitzen, jeweils in reiner Economy-Bestuhlung. Laut Norwegian umfasste die Flotte 2025 rund 95 Flugzeuge. Fest bestellt sind 80 Boeing 737 MAX 8, die letzten davon kommen 2031. Damit wächst der MAX-Anteil Jahr für Jahr, während ältere 737-800 die Flotte verlassen.
Was sind die Heckflossen-Helden?
Viele Norwegian-Flugzeuge tragen am Leitwerk das Porträt einer bekannten Persönlichkeit aus Europa oder Amerika – Entdecker, Künstler, Wissenschaftler oder Luftfahrtpioniere. Beispiele sind der britische Airline-Gründer Freddie Laker und der Schriftsteller Oscar Wilde, beide auf frühen 737 MAX 8. Für Spotter machen die Helden aus einer einheitlichen 737-Flotte eine Sammlung von Einzelstücken.
Fliegt Norwegian noch Langstrecke?
Nein. Ab 2013 flog Norwegian mit Boeing 787-8 und 787-9 unter anderem in die USA und nach Asien, betrieben von eigenen Langstrecken-Gesellschaften. Nach dem Stillstand in der Pandemie gab die Airline die Langstrecke im Januar 2021 endgültig auf und konzentriert sich seitdem auf Europa.
Was hat Norwegian mit Widerøe zu tun?
Norwegian hat Widerøe, die größte Regionalairline Norwegens, gekauft. Die norwegische Wettbewerbsbehörde gab im Dezember 2023 grünes Licht, im Januar 2024 war die Übernahme abgeschlossen. Widerøe fliegt weiter unter eigenem Namen und mit eigener Flotte aus Turboprops und Embraer-Jets.
Wo kann ich Norwegian in Deutschland spotten?
Norwegian verbindet vor allem große deutsche Flughäfen mit Skandinavien und Finnland, im Sommer 2024 etwa Berlin, Hamburg, Düsseldorf und München. Die Zahl der Flüge ist deutlich kleiner als bei Ryanair oder easyJet und schwankt mit den Saisons. Prüf vor dem Spotten den aktuellen Flugplan deines Flughafens nach DY-Flügen.
Warum stehen auf manchen Norwegian-737 schwedische Kennzeichen?
Weil ein großer Teil der Flotte von Norwegian Air Sweden betrieben wird, einem eigenen Flugbetrieb mit schwedischer Betriebsgenehmigung. Diese Flugzeuge tragen SE--Kennzeichen, die übrigen meist das norwegische LN-. Bemalung und Flugnummer sind gleich – nur Kennzeichen und ICAO-Code unterscheiden sich.
Norwegian Air Shuttle im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
Weitere Airlines
Widerøe
Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.
NetzwerkSAS Scandinavian Airlines
Die skandinavische Netzwerk-Airline mit dem blauen Leitwerk: 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gegründet, drei Drehkreuze, seit 2024 bei SkyTeam statt in der Star Alliance – und eine Flotte mit Kennzeichen aus vier Ländern.
NetzwerkFinnair
Die finnische Netzwerk-Airline mit dem schlichten Weiß-Blau: 1923 als Aero gegründet, Drehkreuz Helsinki, oneworld-Mitglied und 2015 erste A350-Betreiberin Europas – mit einer Flotte, die du an der Kennzeichen-Reihe fast schon auswendig lernen kannst.
Low-CostRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
Low-CosteasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
Low-CostFlyr
Historische Low-Cost-Airline aus Norwegen: mitten in der Pandemie gegründet, ab Juni 2021 mit grün-weißen Boeing 737 ab Oslo-Gardermoen unterwegs – und nach nur rund 19 Monaten Flugbetrieb im Februar 2023 im Konkurs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Boeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Oslo-Gardermoen
Norwegens Tor zur Welt liegt rund 35 Kilometer nördlich von Oslo auf einem alten Militärgelände: zwei parallele Nord-Süd-Bahnen, ein einziges Terminal mit Flytoget-Bahnhof, SAS, Norwegian und Widerøe als Hausherren – und ein Betreiber, der Spottern eigene Plätze ausweist.
FlughafenFlughafen Stockholm-Arlanda
Schwedens größter Flughafen liegt rund 40 Kilometer nördlich von Stockholm im Wald bei Märsta: drei Pisten in zwei Richtungen, ein Terminalsystem im Umbau, SAS als Hausherr – und ein offizieller Spotterpavillon, um den herum sich ein ganzes Netz an Fotopunkten gebildet hat.
FlughafenFlughafen Kopenhagen-Kastrup
Der größte Flughafen der nordischen Länder liegt auf Amager, acht Kilometer vom Rathausplatz entfernt: drei Pisten, ein Terminalkomplex mit Metro- und Zuganschluss, SAS als Hausherr – und mit dem Flyvergrillen ein Spotterplatz, der in Dänemark Kultstatus hat.
Wo du Norwegian Air Shuttle vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Flyvergrillen am Flughafen Kopenhagen
Der Klassiker unter den Spots in Kopenhagen: Seit 1972 steht an der Amager Landevej ein Grill direkt am Flughafenzaun. Von hier schaust du auf die Piste 04L/22R und den Rollweg davor – mit Burger, Toilette und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
Passende Guides aus dem Blog
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung
- Länderkennungen von Flugzeugen: Präfixe von D- bis N erklärt
- Special Liveries finden: So erwischst du Sonderbemalungen gezielt
- Flugzeugtypen erkennen: Der Leitfaden für Einsteiger
- Planespotting für Einsteiger: Ausrüstung, Spots und erste Schritte



