Kameraausrüstung im Handgepäck: Akkus, Gewicht, Stativ und Sicherheitskontrolle

Kamera und Objektive in die Kabine, Ersatzakkus sowieso, das Stativ je nach Lage: Wattstunden-Grenzen, Gewichtsfallen, Stativ-Frage und der Ablauf an der Sicherheitskontrolle für reisende Spotter.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Kamera und Objektive gehören in die Kabine: Die IATA empfiehlt, tragbare Elektronik wie Kameras im Handgepäck mitzunehmen. Dazu kommen Stoßempfindlichkeit, Diebstahlrisiko und der Wert der Ausrüstung.
  • Ersatzakkus nie in den Koffer: Lose Lithium-Akkus und Powerbanks dürfen nur ins Handgepäck, jeder einzeln gegen Kurzschluss geschützt.
  • Kamera-Akkus sind unkritisch: Übliche Akkus für Systemkameras liegen weit unter der 100-Wh-Grenze, bis zu der die Airline nicht zustimmen muss. Die IATA nennt bis zu 20 Ersatzakkus pro Person als Obergrenze, Airlines können strenger sein.
  • Das Gewicht ist das eigentliche Problem: Ein Body mit langem Telezoom füllt das Kilo-Limit vieler Tarife schnell. Wiegen vor der Abreise erspart dir Diskussionen am Gate.
  • Beim Stativ entscheidet die Kontrollstelle: Stative stehen nicht auf der EU-Verbotsliste, die Kontrollkräfte können einzelne Gegenstände aber zurückweisen. Ein kompaktes Reisestativ ist die sicherere Wahl.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Warum die Kamera in die Kabine gehört
  3. 3.Akkus: Wattstunden statt Milliamperestunden
  4. 4.Das Gewicht: die eigentliche Hürde
  5. 5.Das Stativ: Handgepäck oder Koffer?
  6. 6.Kleinkram, der an der Kontrolle auffällt
  7. 7.So läuft die Sicherheitskontrolle mit Kameraausrüstung
  8. 8.Unterwegs: Bilder sichern, Ausrüstung im Blick
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Der Spotting-Trip ist gebucht, der Zielflughafen hat einen legendären Hügel am Pistenende – und jetzt liegt die komplette Ausrüstung auf dem Bett. Body, Telezoom, Weitwinkel, fünf Akkus, Ladegerät, Powerbank, Stativ. Spätestens beim Packen stellt sich die Frage: Was davon darf mit in die Kabine, was muss, und was bleibt lieber zu Hause? Dieser Guide klärt die Akku-Regeln, zeigt, wo die eigentlichen Gewichtsfallen liegen, beantwortet die Stativ-Frage und erklärt, wie du mit Kameraausrüstung ohne Stress durch die Sicherheitskontrolle kommst.

Unterwegs spotten, alles festhalten

Mit Planetrack postest du deine Sichtungen am Zielflughafen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Spot – und sammelst neue Kennzeichen direkt in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Die kurze Antwort

Kamera, Objektive, Speicherkarten und alle Ersatzakkus gehören ins Handgepäck. Für lose Lithium-Akkus und Powerbanks ist das keine Empfehlung, sondern Vorschrift: Im aufgegebenen Koffer haben sie nichts verloren. Typische Kamera-Akkus liegen weit unter der Grenze von 100 Wattstunden, bis zu der du keine Zustimmung der Airline brauchst. Das größere Problem ist meist das Gewicht, denn ein Body mit langem Teleobjektiv frisst einen guten Teil des Handgepäck-Limits. Beim Stativ gibt es keine EU-weite Verbotsregel, die Entscheidung liegt aber im Einzelfall bei der Kontrollstelle.

100 WhGrenze für Akkus ohne Zustimmung der Airline
20Ersatzakkus pro Person laut IATA-Merkblatt (bis 100 Wh)
0lose Ersatzakkus, die in den Koffer dürfen

Warum die Kamera in die Kabine gehört

Rein rechtlich darf eine Kamera mit eingesetztem Akku auch in den Koffer – vorausgesetzt, sie ist komplett ausgeschaltet und gegen Beschädigung und versehentliches Einschalten geschützt. Die IATA empfiehlt trotzdem, tragbare Elektronik wie Kameras, Laptops und Tablets im Handgepäck mitzunehmen. Für Spotter gibt es dafür noch drei handfeste Gründe:

  • Stöße: Aufgegebenes Gepäck läuft über Bänder, Rutschen und Gepäckwagen. Wie viele Stationen ein Koffer durchläuft, zeigt der Artikel Der Weg des Koffers. Für ein Teleobjektiv mit beweglichen Linsengruppen ist das kein guter Ort.
  • Verlust und Diebstahl: Verspätetes Gepäck ist ärgerlich, verspätetes Gepäck mit der kompletten Fotoausrüstung ruiniert den Trip. Wie du teure Technik unterwegs schützt, beschreibt der Guide Fotoausrüstung schützen.
  • Einsatzbereitschaft: Wer am Fenster sitzt, will die Kamera griffbereit haben. Im Gepäckfach über dir ist sie das, im Frachtraum nicht. Tipps zur Sitzwahl stehen im Artikel Den besten Fensterplatz für Fotos wählen.

Die Faustregel lautet deshalb: Alles, was teuer, empfindlich oder unersetzlich ist, reist bei dir. In den Koffer kommen Kleidung, Ladekabel ohne Akku, ein Reinigungsset ohne Flüssigkeiten und – je nach Lage – das Stativ.

Akkus: Wattstunden statt Milliamperestunden

Die Regeln für Lithium-Akkus stammen aus den Gefahrgutvorschriften der Luftfahrt, die die IATA für Passagiere in einem Merkblatt zusammenfasst. Entscheidend ist die Energie in Wattstunden (Wh), nicht die Größe des Akkus. Auf Kamera-Akkus steht der Wert meist direkt auf dem Gehäuse. Fehlt er, rechnest du ihn aus: Kapazität in mAh mal Nennspannung in Volt, geteilt durch 1.000.

Energie je Akku Im Gerät, Handgepäck Im Gerät, Koffer Ersatzakku, Handgepäck Ersatzakku, Koffer Zustimmung der Airline
bis 100 Wh ja ja, Gerät komplett aus ja, laut IATA bis 20 Stück nein nein
über 100 bis 160 Wh ja ja, Gerät komplett aus ja, höchstens 2 Stück nein ja
über 160 Wh nein nein nein nein nur als Gefahrgut-Fracht

Akkus für spiegellose Kameras und DSLRs sind kleine Zellen mit wenigen Dutzend Wattstunden oder weniger und damit klar in der ersten Zeile. Die 100-Wh-Grenze wird erst bei großen Powerbanks, Akkus für Videoleuchten oder Kamera-Gimbals und bei manchen Drohnen interessant – was dort gilt, erklärt der Guide Drohne im Flugzeug mitnehmen.

Wie viele Wattstunden hat dein Akku?

Trag Kapazität und Nennspannung von Akku oder Powerbank ein – beides steht auf dem Typenschild.

Bei Powerbanks ist auf dem Typenschild oft die Zellspannung von rund 3,6 bis 3,7 V angegeben. Steht dort direkt ein Wh-Wert, gilt dieser.

Kurzschlussschutz für jeden Ersatzakku

Ersatzakkus müssen laut IATA einzeln gegen Kurzschluss geschützt sein: in der Originalverpackung, mit abgeklebten Kontakten oder jeder in einem eigenen Beutel oder einer Schutzkappe. Viele Kamera-Akkus werden mit einer passenden Kontaktkappe geliefert – genau dafür ist sie da. Ein Bündel loser Akkus neben Schlüsselbund und Münzen im Rucksackfach ist das Szenario, das die Regel verhindern soll.

Powerbanks und Laden an Bord

Powerbanks gelten nach IATA als Ersatzakkus und dürfen deshalb ebenfalls nur ins Handgepäck. Zusätzlich haben mehrere Airlines in den vergangenen Jahren das Laden mit Powerbanks an Bord und teils auch deren Nutzung eingeschränkt oder untersagt. Lade deine Kamera-Akkus deshalb vor dem Abflug voll und rechne nicht damit, sie im Flugzeug nachladen zu können. Die Details zu Powerbanks findest du im Artikel Powerbanks und Lithium-Akkus im Flugzeug.

Beschädigte Akkus bleiben zu Hause

Aufgeblähte, verformte oder heruntergefallene Akkus mit Rissen sind ein Brandrisiko. Sie gehören nicht ins Flugzeug, sondern zum Sammelpunkt für Altbatterien. Prüf deine Akkus vor dem Packen kurz auf Auffälligkeiten.

Das Gewicht: die eigentliche Hürde

Wie viel Handgepäck du mitnehmen darfst, legt jede Airline selbst fest – und oft hängt es auch vom gebuchten Tarif ab. Manche Tarife enthalten nur einen kleinen persönlichen Gegenstand unter dem Vordersitz, andere zusätzlich ein Trolley-Stück fürs Gepäckfach, beides mit eigenen Maß- und teils Gewichtsgrenzen. Prüf deshalb vor der Buchung die Handgepäckregeln deiner Fluggesellschaft, etwa bei Lufthansa, Eurowings, Condor oder Ryanair, und rechne die Kameratasche ehrlich mit ein.

Für Spotter ist das Gewicht heikler als das Volumen. Ein Vollformat-Body bringt mit Akku schon einiges auf die Waage, ein Telezoom bis 600 mm kommt je nach Modell leicht auf deutlich über ein Kilogramm. Dazu Zweitobjektiv, Laptop für die Sicherung und Ladegeräte – und das Limit ist erreicht, bevor die Kleidung überhaupt in Frage kommt.

1. Zu Hause wiegen

Pack den Fotorucksack exakt so, wie er reisen soll, und stell ihn auf die Waage. Am Gate ist es zu spät, um umzupacken.

2. Brennweiten ausdünnen

Überleg, welche Brennweiten du am Zielflughafen wirklich brauchst. An vielen Spots reicht ein Telezoom plus Handy für die Übersichtsbilder.

3. Gewicht an den Körper verlagern

Jacke mit großen Taschen, Kamera um den Hals: Manches lässt sich am Körper tragen statt im Rucksack. Ob das bei deiner Airline toleriert wird, ist aber nicht garantiert – plane nicht fest damit.

4. Unkritisches in den Koffer

Ladegeräte ohne Akku, Kabel, Gegenlichtblenden, Blasebalg und Stativ dürfen in den Koffer. Akkus, Bodies und Objektive bleiben in der Kabine.

Die Wahl der Tasche entscheidet mit, ob das alles in die Maße passt. Rucksäcke mit Fach für lange Teleobjektive und Modelle, die genau auf die üblichen Kabinenmaße zugeschnitten sind, stellt der Guide Kamerarucksack und Taschen für lange Teleobjektive vor. Wenn du ohnehin über neue Ausrüstung nachdenkst, lohnt sich auch ein Blick auf leichtere Systeme – die Brennweiten-Übersicht zeigt, welche Brennweiten an typischen Spots tatsächlich gebraucht werden.

Vorher wissen, ob sich die Schlepperei lohnt

Die Spot-Karte in Planetrack zeigt dir Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos für Spots am Zielflughafen – so packst du nur die Brennweiten ein, die du dort wirklich brauchst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Das Stativ: Handgepäck oder Koffer?

Beim Stativ gibt es kein einfaches Ja oder Nein. Die EU-Durchführungsverordnung 2015/1998 listet in ihrer Anlage 4-C die Gegenstände auf, die Fluggäste nicht in den Sicherheitsbereich und die Kabine mitnehmen dürfen. Dort finden sich unter anderem Werkzeuge mit Klinge oder Schaft über 6 cm sowie stumpfe Gegenstände wie Schläger und Schlagstöcke. Stative werden dort nicht eigens genannt. Die US-Sicherheitsbehörde TSA erlaubt Stative ausdrücklich im Handgepäck, betont aber, dass am Ende der Kontrolleur entscheidet. Das gilt sinngemäß auch in Europa: Hält die Kontrollkraft einen Gegenstand für gefährlich, kann sie ihn zurückweisen. Wie die EU-Regeln aufgebaut sind, erklärt der Artikel zur EU-Luftsicherheitsverordnung.

Ins Handgepäck, wenn …

  • es ein kompaktes Reisestativ ist, das in den Rucksack passt
  • es keine spitzen Spikes an den Füßen hat
  • dein Gewichtslimit noch Luft lässt

Am Rucksack außen, wenn …

  • die Airline das ausdrücklich nicht als zusätzliches Gepäckstück zählt
  • du bereit bist, es am Gate notfalls einzuchecken

In den Koffer, wenn …

  • es ein großes, schweres Stativ oder ein Einbein mit Spike ist
  • du ohnehin einen Koffer aufgibst
  • du kein Risiko an der Kontrolle eingehen willst

Ehrlich gesagt: Für klassisches Planespotting am Tag brauchst du selten ein Stativ. Bewegte Motive mit kurzen Verschlusszeiten fotografierst du aus der Hand. Sinnvoll wird es für Nachtaufnahmen, Langzeitbelichtungen auf Besucherterrassen und Video. Ob du es am Zaun überhaupt aufstellen darfst, ist eine eigene Frage – dazu mehr im Artikel Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Kleinkram, der an der Kontrolle auffällt

Nicht die Kamera macht Ärger, sondern das Zubehör. Ein paar Dinge solltest du vor dem Packen aussortieren oder umlagern:

  • Multitools und Schraubendreher: Werkzeuge mit Klinge oder Schaft über 6 cm stehen auf der EU-Verbotsliste, Messer mit Klingen über 6 cm ebenfalls. Kleine Schraubendreher fürs Stativ oder Multitools kommen besser in den Koffer.
  • Reinigungsflüssigkeiten: Sensor- und Linsenreiniger zählen als Flüssigkeit und unterliegen den Flüssigkeitsregeln der Kontrolle. Trockene Hilfsmittel wie Blasebalg und Mikrofasertuch sind unproblematisch. Mehr zur Pflege unterwegs steht im Guide Kamera und Sensor reinigen.
  • Gaffa-Tape und Kabelbinder: in der Regel kein Problem, aber gut verstaut statt lose im Fach.
  • Unentwickelter Film: Wer analog fotografiert, nimmt Filme ins Handgepäck. Die TSA empfiehlt das ausdrücklich und schlägt vor, an der Kontrolle bei Bedarf um eine Handkontrolle der Filme zu bitten. Für digitale Kameras und Speicherkarten gilt die Durchleuchtung dagegen als unproblematisch.

So läuft die Sicherheitskontrolle mit Kameraausrüstung

Die Kontrolle ist für Fotografen kein Hexenwerk, aber sie dauert länger, wenn die Tasche voller Elektronik ist. Mit etwas Vorbereitung bist du schnell durch.

Tasche vorher sortieren

Elektronik in eine Ebene, Akkus gebündelt in einem Beutel, Kabel in eine eigene Tasche. Auf dem Röntgenbild ist ein ordentlicher Rucksack schneller freigegeben als ein Kabelknäuel.

Ansage der Spur beachten

An klassischen Röntgengeräten werden größere Elektronikgeräte oft separat in die Wanne gelegt, an CT-Scannern bleiben sie häufig im Gepäck. Was gilt, sagt das Personal oder die Beschilderung.

Kamera ausschalten und wegpacken

An der Kontrollstelle wird nicht fotografiert – auch kein schnelles Handyfoto. Warum das so konsequent durchgesetzt wird, erklärt der Artikel Fotografieren an der Sicherheitskontrolle.

Nachkontrolle gelassen nehmen

Wird dein Rucksack aussortiert, ist das bei viel Elektronik Routine. Erklär ruhig, was drin ist, und lass das Personal arbeiten. Rechtliche Hintergründe stehen im Guide Luftsicherheitsgesetz verständlich erklärt.

Ein großes Teleobjektiv weckt manchmal Neugier – an der Kontrolle genauso wie später am Zaun. Wie du mit Rückfragen umgehst, beschreibt der Artikel Großes Teleobjektiv, großer Verdacht.

Unterwegs: Bilder sichern, Ausrüstung im Blick

Auf Reisen ist nicht nur die Kamera wertvoll, sondern vor allem das, was auf der Karte ist. Zwei Gewohnheiten zahlen sich aus:

  • Mehrere Karten statt einer großen. Geht eine Karte verloren oder kaputt, ist nicht der ganze Trip weg. Welche Karten für Serienbilder taugen, steht im Artikel Speicherkarten für Serienbilder.
  • Abends sichern. Laptop, Tablet oder externe SSD im Handgepäck, dazu wenn möglich eine Cloud-Kopie. Die Backup-Strategie für Spotting-Fotos zeigt, wie das mit wenig Aufwand klappt.

Wer beim Umsteigen ein paar Stunden Zeit hat, kann die Kamera gleich im Terminal einsetzen – Tipps dafür gibt der Artikel Spotting beim Umsteigen. Und an Bord gilt: Fotografieren aus dem Fenster ist meist möglich, solange du Crew und Mitreisende respektierst. Wie du dabei die besten Bilder bekommst, erklärt Fotos aus dem Flugzeugfenster.

Ist deine Kameratasche flugbereit?

Hak ab, was du vor der Abreise erledigt hast – am Ende siehst du, ob du entspannt zum Flughafen fahren kannst.

  • Alle Ersatzakkus und Powerbanks sind im Handgepäck, keiner im Koffer.
  • Jeder Ersatzakku hat eine Kontaktkappe, Originalverpackung oder einen eigenen Beutel.
  • Ich kenne die Wattstunden meiner Akkus und Powerbanks.
  • Ich habe die Handgepäckregeln meiner Airline für meinen Tarif geprüft.
  • Der gepackte Fotorucksack ist gewogen und passt ins Limit.
  • Multitool, Messer und lange Schraubendreher sind im Koffer oder zu Hause.
  • Reinigungsflüssigkeit ist im Flüssigkeitsbeutel oder im Koffer.
  • Für das Stativ habe ich einen Plan B, falls es an der Kontrolle Diskussionen gibt.

Worauf du achten solltest

  • Airline-Regeln schlagen Faustregeln. Die IATA-Werte sind der Rahmen, einzelne Fluggesellschaften setzen eigene, strengere Grenzen für Akkus und Powerbanks. Fliegst du mit mehreren Airlines, richte dich nach der strengsten Regel.
  • Typenschild fotografieren. Ist die Beschriftung eines Akkus abgenutzt, hilft ein Foto vom Datenblatt auf dem Handy, die Wattstunden zu belegen.
  • Drohne separat denken. Drohnenakkus sind größer als Kamera-Akkus und fallen eher auf. Plane sie eigens ein.
  • Für Rückfragen Zeit einplanen. Mit viel Elektronik im Rucksack lohnt es sich, etwas früher an der Kontrolle zu sein. Wer gestresst ist, packt hektisch und vergisst Dinge in der Wanne.
  • Versicherung prüfen. Ob deine Hausrat- oder Fotoversicherung Ausrüstung auf Reisen und im Flugzeug abdeckt, klärst du besser vor dem Abflug.

Für die Planung des gesamten Trips – von der Spotwahl bis zur Anreise am Zielort – lohnt sich die Checkliste Spotting-Trip planen. Wenn du vor allem Urlaub und Spotting verbinden willst, hilft der Artikel Planespotting im Urlaub. Und falls die Reise an einen großen Drehkreuz-Flughafen wie Frankfurt oder München geht: Dort findest du bei uns auch die passenden Spot-Steckbriefe.

Gut gepackt, gut gespottet

Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries, Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und der Sonnenstand-Planer helfen dir, auf der Reise die richtigen Momente zu erwischen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Mit Kameraausrüstung zu fliegen ist einfacher, als es beim Packen wirkt. Die Akku-Regeln sind klar: Ersatzakkus und Powerbanks in die Kabine, jeder gegen Kurzschluss geschützt, und typische Kamera-Akkus liegen weit unter allen kritischen Grenzen. Die echten Stolpersteine sind das Gewicht im Handgepäck, das Stativ und Zubehör wie Multitools oder Reinigungsflüssigkeit. Wer zu Hause wiegt, aussortiert und die Tasche übersichtlich packt, kommt zügig durch die Kontrolle und hat am Ziel alles griffbereit.

Kurzfazit

Kamera, Objektive und alle Akkus gehören ins Handgepäck, Ersatzakkus einzeln geschützt und unter 100 Wh. Prüf vorher das Handgepäcklimit deines Tarifs, entscheide beim Stativ nach Größe und Risiko und lass Werkzeug mit langer Klinge zu Hause.

Zusammenfassung

  • Kameras, Objektive, Speicherkarten und vor allem Ersatzakkus reisen am besten in der Kabine. Für Akkus ist das Handgepäck sogar Pflicht.
  • Maßgeblich für Akkus ist die Energie in Wattstunden: bis 100 Wh ohne Zustimmung der Airline, von 100 bis 160 Wh nur mit Zustimmung und höchstens zwei Ersatzakkus, darüber gar nicht im Passagiergepäck.
  • Gewichts- und Größengrenzen fürs Handgepäck legt jede Airline selbst fest, sie unterscheiden sich je nach Tarif. Wer mit Teleobjektiv reist, plant das Gewicht bewusst.
  • An der Kontrolle hilft eine aufgeräumte Tasche: Elektronik griffbereit, Akkus gebündelt, Werkzeug mit langer Klinge zu Hause gelassen und die Kamera ausgeschaltet.

Häufige Fragen

Darf ich meine Kamera im Handgepäck mitnehmen?

Ja. Kameras gelten als tragbare elektronische Geräte, und die IATA empfiehlt ausdrücklich, solche Geräte im Handgepäck zu transportieren. Ob ein einzelner Gegenstand durch die Kontrolle darf, entscheidet am Ende das Sicherheitspersonal. Die Kamera selbst ist dort aber Alltag.

Dürfen Kamera-Akkus in den Koffer?

Ein Akku, der in der Kamera steckt, ist nach den IATA-Regeln auch im aufgegebenen Gepäck möglich, wenn das Gerät vollständig ausgeschaltet und gegen versehentliches Einschalten geschützt ist. Lose Ersatzakkus dürfen dagegen niemals in den Koffer, sondern ausschließlich ins Handgepäck. Am einfachsten ist es, Kamera und alle Akkus in die Kabine zu nehmen.

Wie viele Ersatzakkus für die Kamera darf ich mitnehmen?

Das IATA-Merkblatt für Passagiere nennt für Akkus bis 100 Wh eine Obergrenze von 20 Ersatzbatterien pro Person, die Airline kann mehr erlauben. Einzelne Fluggesellschaften setzen eigene, strengere Grenzen, deshalb lohnt sich ein Blick in deren Gefahrgut-Hinweise. Für eine normale Spotting-Reise mit drei bis fünf Ersatzakkus bist du weit davon entfernt.

Wie finde ich heraus, wie viele Wattstunden mein Akku hat?

Der Wert steht meist auf dem Akku oder im Datenblatt. Fehlt er, rechnest du: Kapazität in Milliamperestunden mal Nennspannung in Volt, geteilt durch 1.000. Ein Akku mit 2.000 mAh und 7,2 V hat also 14,4 Wh.

Darf ein Stativ ins Handgepäck?

Stative tauchen in der EU-Liste der Gegenstände, die nicht in die Kabine dürfen, nicht eigens auf. Die US-Behörde TSA erlaubt sie ausdrücklich im Handgepäck. Das Kontrollpersonal kann einen Gegenstand aber trotzdem zurückweisen, wenn es ihn für gefährlich hält, etwa ein großes Stativ mit Spikes. Mit einem kompakten Reisestativ hast du die besten Karten.

Muss ich die Kamera an der Sicherheitskontrolle aus der Tasche nehmen?

Das hängt von der Kontrollspur ab. An klassischen Röntgengeräten werden größere Elektronikgeräte oft separat in die Wanne gelegt, an modernen CT-Scannern bleiben sie häufig in der Tasche. Halte dich an die Ansage des Personals und pack so, dass du Kamera und Laptop in Sekunden herausnehmen kannst.

Schadet das Röntgengerät meinen Speicherkarten?

Für digitale Kameras, Objektive und Speicherkarten gilt die Durchleuchtung an der Kontrolle als unproblematisch. Anders ist es bei unentwickeltem Film: Die US-Behörde TSA empfiehlt, Filme und Kameras mit eingelegtem Film im Handgepäck mitzunehmen und an der Kontrolle bei Bedarf um eine Handkontrolle zu bitten.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

Mehr Artikel aus Reisen & Fliegen →

Weiterlesen in Reisen & Fliegen

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Passende Spotting-Spots

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

← Zurück zum Blog