Das Wichtigste in Kürze
- GetJet Airlines ist eine litauische ACMI- und Charterairline mit Sitz in Vilnius, gegründet 2016.
- Codes: ICAO GJT, Rufzeichen „GETJET“, IATA GW.
- Die Flotte besteht aus Airbus A320, einem A321 und Boeing 737-800 – laut eigener Website 17 Flugzeuge.
- Das Geschäft ist Vermietung: GetJet stellt anderen Airlines Flugzeug und Crew zur Verfügung und fliegt Charter für baltische Reiseveranstalter.
- Für Spotter zählen Kennzeichen (LY-) und ICAO-Code – Flugnummer und Bemalung führen oft zur Kunden-Airline.
Inhaltsverzeichnis
- 1.GetJet Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Wet-Lease, ACMI und Charter: So verdient GetJet Geld
- 4.Geschichte: von der 737-400 zum A320
- 5.Die Flotte: Airbus und Boeing gemischt
- 6.Woran du GetJet erkennst
- 7.GetJet spotten: wo und wann
- 8.GetJet im baltischen ACMI-Markt
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | GW |
|---|---|
| ICAO-Code | GJT |
| Rufzeichen | GETJET |
| Drehkreuze | VNO |
| Geschäftsmodell | ACMI/Wet-Lease (Flugzeug, Crew, Wartung, Versicherung) und Charterflüge |
| Sitz | Vilnius, Litauen |
| Gegründet | 2016, erster Flug am 25. Mai 2016 ab Vilnius |
| Gründer | Aleksandr Celiadin (Vorsitzender des Boards) |
| Konzern | GetJet Group |
| Heimatbasis | Flughafen Vilnius (VNO), dazu wechselnde Einsatzbasen bei Kunden |
| Flotte (laut GetJet-Website, Stand 2026) | 17 Flugzeuge: 11 Airbus A320, 1 Airbus A321, 5 Boeing 737 Next Generation |
| Zertifizierung | IOSA-registriert seit Februar 2018 |
| Allianz | keine |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich GetJet Airlines?
- Im Wet-Lease fliegt GetJet oft unter der Flugnummer des Kunden – das Flugzeug selbst gehört aber GetJet
- Litauisches Kennzeichen mit LY- am Rumpf – das wichtigste Erkennungsmerkmal
- Auf Flugtrackern taucht der ICAO-Code GJT bzw. das Rufzeichen „GETJET“ auf
- Zwei Typfamilien: Airbus A320/A321 und Boeing 737-800
- Typische Einsatzzeit: Sommersaison, wenn Airlines zusätzliche Kapazität zukaufen
- Bemalung wechselt je nach Auftrag – mal eigene Farben, mal Titel oder Optik der Kunden-Airline
Manche Airlines siehst du jeden Tag und weißt trotzdem nicht, dass sie da sind. GetJet Airlines aus Litauen gehört genau in diese Kategorie: Ihre Flugzeuge starten unter fremden Flugnummern, tragen mal eigene Farben, mal die Titel eines Kunden, und stehen plötzlich in Amsterdam, Barcelona oder Helsinki. Wer genau hinschaut, entdeckt am Rumpf ein LY-Kennzeichen – und hat damit eine der spannenderen Sichtungen im europäischen Sommerverkehr. Diese Seite zeigt dir, wie GetJet funktioniert, welche Flugzeuge dazugehören und wie du sie sicher zuordnest.
Jede LY-Registrierung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline fest – auch wenn ein GetJet-Jet gerade für eine andere Airline fliegt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
GetJet Airlines im Überblick
GetJet Airlines ist eine litauische ACMI- und Charterairline mit Sitz in Vilnius. Gegründet wurde sie 2016 von Aleksandr Celiadin, der bis heute den Vorsitz im Board innehat. Der erste Flug startete am 25. Mai 2016 in Vilnius – damals mit einer einzigen Boeing 737-400. Heute gehört die Airline zur GetJet Group mit Sitz in Vilnius.
Das Geschäftsmodell unterscheidet GetJet deutlich von klassischen Airlines wie Eurowings oder einer Low-Cost-Airline wie Wizz Air. GetJet verkauft kaum eigene Tickets an Passagiere. Stattdessen vermietet die Airline komplette Flugzeuge samt Besatzung an andere Airlines und fliegt Charterketten für Reiseveranstalter, vor allem aus dem Baltikum. Damit steht sie in einer Reihe mit anderen baltischen Spezialisten wie Avion Express, Heston Airlines oder der inzwischen eingestellten SmartLynx Airlines aus Lettland.
Laut eigener Darstellung ist GetJet IOSA-registriert, hat also das Sicherheitsaudit der IATA bestanden – seit dem 7. Februar 2018. Dazu kommen Genehmigungen für Flüge nach Kanada, Großbritannien und in die USA. Für eine ACMI-Airline sind solche Zulassungen wichtig: Je mehr Märkte sie bedienen darf, desto mehr Kunden kann sie ansprechen.
Codes und Rufzeichen
- ICAO-Code GJT: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern, wenn GetJet unter eigenem Rufzeichen fliegt.
- Rufzeichen GETJET: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- IATA-Code GW: wird für GetJet geführt, ist im Spotter-Alltag aber selten zu sehen.
Der wichtigste Punkt für Spotter: Bei Wet-Lease-Flügen steht auf der Anzeigetafel fast immer die Flugnummer der Kunden-Airline. Ob der Tracker dann den Kunden-Code oder GJT zeigt, hängt davon ab, wie der Flug angemeldet ist. Verlass dich deshalb nie allein auf die Flugnummer, sondern prüf das Kennzeichen. Wie du Tracker-Daten richtig liest, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Kennzeichen schlägt Flugnummer
Ein LY- am Rumpf zeigt eine litauische Registrierung – das ist bei GetJet der schnellste Beweis. Wie Länderpräfixe aufgebaut sind, liest du in Flugzeugkennzeichen verstehen.
Wet-Lease, ACMI und Charter: So verdient GetJet Geld
Das Kürzel ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Eine Airline, die bei GetJet einkauft, bekommt also ein komplettes Paket: das Flugzeug, die Piloten und Flugbegleiter, die Wartung und die Versicherung. Die Kunden-Airline kümmert sich um Vertrieb, Ticketpreise und Flugnummern. Für Passagiere sieht das oft aus wie ein ganz normaler Flug ihrer gebuchten Airline – nur das Flugzeug und die Crew sind andere. Die Grundlagen erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt, den Unterschied zum reinen Mieten ohne Crew der Beitrag Flugzeugleasing erklärt.
GetJet bietet Wet-Lease kurzfristig und langfristig an. Kurzfristige Aufträge springen zum Beispiel ein, wenn bei einer Airline Flugzeuge ausfallen oder Triebwerke in der Werkstatt stehen. Langfristige Verträge decken meist eine ganze Sommersaison ab. Zu den Partnern zählten laut Berichten unter anderem Eurowings, Wizz Air, TUI Airways, Finnair, Icelandair, Transavia, Vueling und Etihad Airways. Welche Aufträge aktuell laufen, wechselt von Saison zu Saison.
Daneben fliegt GetJet klassische Charterflüge, vor allem für Reiseveranstalter aus dem Baltikum. 2018 übernahm die Airline Charterflüge ab Vilnius, die vorher die litauische Small Planet Airlines durchgeführt hatte. Wie sich Charter- und Linienverkehr unterscheiden, zeigt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Kunde braucht Kapazität
Eine Airline hat zu wenige Flugzeuge für die Saison oder einen kurzfristigen Ausfall.
GetJet liefert das Paket
Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung kommen aus Litauen – oft an einer Basis des Kunden stationiert.
Flug unter Kunden-Nummer
Tickets und Flugnummer gehören der Kunden-Airline, geflogen wird mit dem GetJet-Jet.
Zurück nach Vilnius
Nach Saisonende kehren viele Flugzeuge zurück – zur Wartung oder für den Winterauftrag.
Geschichte: von der 737-400 zum A320
Die Entwicklung von GetJet lässt sich gut an der Flotte ablesen. Laut Unternehmenschronik verlief sie so:
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 2016 | Gründung in Vilnius, erster Flug am 25. Mai mit einer Boeing 737-400 |
| 2017 | Ausbau auf mehrere Boeing 737-400 und 737-300 |
| 2018 | Aufnahme ins IOSA-Register am 7. Februar; Übernahme von Charterflügen ab Vilnius |
| 2019 | Erster Airbus A330 – GetJet fliegt als erste baltische Airline Langstrecke mit einem Großraumflugzeug |
| 2020 | Auszeichnung als führendes Unternehmen der litauischen Transport- und Logistikbranche durch die Zeitung „Verslo žinios“ |
| 2022 | Erster kommerzieller Flug einer litauischen Airline nach Australien |
| 2023 | Umzug der Verwaltung in den Bürokomplex Business Garden in Vilnius |
Die frühen Jahre gehörten den älteren Boeing-Generationen. Die Boeing 737-300 und die Boeing 737-400 waren damals günstig zu bekommen und bei Charterairlines verbreitet. Inzwischen spielen diese Typen bei GetJet keine Rolle mehr – wer ein Foto einer GetJet-737 Classic hat, besitzt also ein historisches Motiv.
Bemerkenswert ist der Ausflug in die Langstrecke. Ab Herbst 2019 flog GetJet mit einem Airbus A330 laut Berichten für LOT Polish Airlines zwischen Warschau und Toronto. Im selben Jahr wurde auch eine Zusammenarbeit mit der kanadischen Sunwing Airlines gemeldet. Auf der aktuellen Flottenliste der GetJet-Website taucht kein A330 mehr auf – das Großraum-Kapitel ist damit zumindest vorerst Geschichte.
LY-Kennzeichen auf der Wunschliste
Setz einzelne LY-Kennzeichen auf deine Wunschliste und richte Sichtungs-Alarme für GetJet ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Jets bei dir anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Die Flotte: Airbus und Boeing gemischt
Viele ACMI-Airlines setzen auf eine einzige Typfamilie. GetJet geht einen anderen Weg und bietet beide großen Schmalrumpf-Familien an. Das hat einen geschäftlichen Grund: Eine Airbus-Airline wie Vueling bekommt lieber einen A320, eine Boeing-Airline lieber eine 737 – so passen Abläufe und Bodenausrüstung des Kunden besser. Laut GetJet-Website sieht die Flotte 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A320 | 11 | Arbeitspferd der Flotte |
| Airbus A321 | 1 | Einzelstück – für Sammler das seltenste GetJet-Motiv |
| Boeing 737-800 | 5 | 737 Next Generation, beliebt bei Boeing-Kunden |
Die Zahlen solltest du als Momentaufnahme verstehen. Bei ACMI-Airlines kommen Flugzeuge oft kurzfristig dazu oder gehen an Leasinggeber zurück. Andere Quellen nennen für 2026 leicht abweichende Werte, etwa ein A320 mehr. Prüf deshalb vor einer gezielten Jagd aktuelle Flottendaten. Hersteller sind Airbus und Boeing.
Für die Bestimmung am Spot hilft dir der Vergleich der Familien: Einen A320 trennst du vom A321 über die Rumpflänge und die Zahl der Notausgänge über dem Flügel. Die Details zeigt der Guide A318, A319, A320 und A321 unterscheiden. Bei der 737 verrät dir der Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden, woran du eine 737-800 von älteren Classic-Modellen trennst – praktisch, wenn du alte GetJet-Fotos sortierst.
Das spricht für einen GetJet-A320
- Typischer Airbus-Bug mit rundem Cockpitfenster-Bereich
- Kurzes, gerades Fahrwerk – der Rumpf sitzt recht hoch
- Triebwerke rund und mit Abstand zum Boden
- Auf Trackern als A320 bzw. A320-Familie geführt
Das spricht für eine GetJet-737-800
- Spitzer Bug mit markanten Cockpitfenstern
- Rumpf sitzt tiefer, Triebwerke unten abgeflacht
- Meist nach oben gebogene Winglets
- Auf Trackern als 737-800 bzw. B738 geführt
Woran du GetJet erkennst
Die Bemalung ist bei GetJet kein verlässliches Merkmal. Je nach Auftrag fliegen die Jets in eigenen Farben, mit Titeln der Kunden-Airline oder in einer weitgehend neutralen Optik. Manche Kunden verlangen ihre Marke am Flugzeug, andere nicht. Dazu kommt, dass Flugzeuge zwischen Aufträgen umgerüstet werden. Deine sicheren Anker sind deshalb:
- Das Kennzeichen: Litauische Flugzeuge tragen das Präfix LY-. Siehst du einen A320 mit LY- im Farbschema einer westeuropäischen Airline, ist ein ACMI-Einsatz sehr wahrscheinlich.
- Der ICAO-Code im Tracker: GJT oder das Rufzeichen „GETJET“ bestätigt den Betreiber. Wie du ein Flugzeug gezielt über sein Kennzeichen findest, steht im Guide Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
- Die Saison: Viele GetJet-Einsätze bei westeuropäischen Kunden konzentrieren sich auf den Sommer.
Achtung Verwechslung
LY- heißt nur „Litauen“, nicht automatisch GetJet. Auch Avion Express und Heston Airlines fliegen mit litauischen Kennzeichen und teils mit A320. Erst der ICAO-Code oder ein Abgleich des Kennzeichens mit der Flottenliste macht die Zuordnung sicher.
GetJet spotten: wo und wann
In Vilnius ist GetJet zu Hause. Am Flughafen Vilnius siehst du die Jets im Charterverkehr mit baltischen Reiseveranstaltern und zwischen zwei Aufträgen, wenn sie zur Wartung zurückkommen. Laut eigenen Meldungen baut die GetJet Group am Flughafen Vilnius zudem Wartungskapazitäten aus – ein weiterer Grund, warum dort immer wieder LY-Flugzeuge zu sehen sind.
Außerhalb Litauens bestimmt der Auftragsplan, wo GetJet auftaucht. Auf der eigenen Website nennt die Airline Einsatzbasen wie Barcelona, Amsterdam, Helsinki, Malta, Marseille, Keflavík, London-Gatwick, Belgrad, Baku, Tunis, Casablanca und Montreal. Das ist eine Momentaufnahme – die Liste ändert sich, sobald neue Verträge laufen. In Deutschland gibt es keinen festen GetJet-Flugplan. Die Chance steigt, wenn eine Airline mit vielen Deutschland-Strecken gerade Kapazität einkauft.
Gute Chancen auf GetJet, wenn …
- du in Vilnius oder an einer aktuellen Einsatzbasis spottest
- Sommersaison ist und Airlines zusätzliche Kapazität fliegen
- du einen Alarm auf den ICAO-Code oder bekannte LY-Kennzeichen gesetzt hast
Prüf es vorher, wenn …
- du nach Sichtungen aus dem Vorjahr planst – ACMI-Aufträge wechseln jede Saison
- ein Kunde Flugzeuge in seiner eigenen Bemalung verlangt
Eher kein GetJet-Tag, wenn …
- tiefer Winter ist und kein bekannter Auftrag an deinem Flughafen läuft
Weil GetJet-Einsätze schwer vorherzusagen sind, lohnt sich eine automatische Benachrichtigung. Wie du Alarme für Kennzeichen, Typen und Airlines in gängigen Trackern einrichtest, zeigt der Guide Benachrichtigungen einrichten. Und wie selten deine Sichtung im Vergleich zu einer Standard-Ryanair ist, kannst du mit dem Artikel Seltenheit einer Sichtung einschätzen bewerten.
GetJet im baltischen ACMI-Markt
Litauen ist eines der Zentren des europäischen ACMI-Geschäfts. Neben GetJet sitzen dort mit Avion Express und Heston Airlines weitere Anbieter, die Flugzeuge samt Crew an Airlines in ganz Europa vermieten. Eine Generation früher prägte die nationale Airline flyLAL den Luftverkehr in Vilnius, bis sie 2009 aufgab. Der Wandel zeigt sich am Flughafen: Statt einer großen Heimat-Airline stehen dort heute viele Flugzeuge, die meist anderswo im Einsatz sind.
Für Spotter macht genau das den Reiz aus. Die Flotten der baltischen ACMI-Airlines sind überschaubar, und manche Jets tragen über die Jahre unterschiedliche Kundenbemalungen – wie du Misch- und Übergangslackierungen erkennst, zeigt der Guide Hybrid-Liveries erkennen. Wer ein LY-Kennzeichen über mehrere Saisons verfolgt, kann mehrere Looks desselben Flugzeugs sammeln.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren – in Litauen genauso wie in Deutschland.
Häufige Verwechslungen
- Flugnummer mit Betreiber gleichsetzen – bei Wet-Lease gehört die Flugnummer dem Kunden, das Flugzeug GetJet.
- Jedes LY-Kennzeichen für GetJet halten – auch Avion Express und Heston Airlines fliegen mit litauischer Registrierung.
- Kunden-Bemalung als Kundenflugzeug notieren – ein A320 in fremden Farben kann trotzdem ein GetJet-Jet sein.
- GetJet für eine Low-Cost-Airline halten – GetJet verkauft vor allem Kapazität an Airlines und Reiseveranstalter, nicht Tickets an Passagiere.
- Den A330 in der aktuellen Flotte suchen – das Großraumflugzeug taucht in der heutigen Flottenliste nicht mehr auf.
GetJet im Blick behalten
Beobachte GetJet oder einzelne LY-Kennzeichen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
GetJet Airlines ist eine Airline, die du eher zufällig entdeckst. Seit 2016 hat sich der Betrieb aus Vilnius von ein paar alten Boeing 737 zu einer gemischten Flotte aus Airbus A320, einem A321 und Boeing 737-800 entwickelt, die Sommer für Sommer für andere Airlines fliegt. Wer bei jeder Sichtung das Kennzeichen und den ICAO-Code mitnimmt, erkennt GetJet auch dann, wenn Flugnummer und Bemalung auf eine ganz andere Airline zeigen.
Kurzfazit
GetJet Airlines (ICAO GJT, Rufzeichen „GETJET“) ist eine litauische ACMI- und Charterairline aus Vilnius mit A320, A321 und Boeing 737-800. Das LY-Kennzeichen und der ICAO-Code verraten sie – die Flugnummer gehört oft dem Kunden.
Zusammenfassung
- GetJet Airlines erkennst du am sichersten am litauischen LY-Kennzeichen und am ICAO-Code GJT im Tracker, nicht an der Flugnummer.
- Die Airline mischt Airbus A320/A321 und Boeing 737-800 – ungewöhnlich für eine kleine Airline und ein Bonus für Typensammler.
- Im Sommer fliegen GetJet-Jets an vielen europäischen Flughäfen für andere Airlines; in Vilnius siehst du sie zusätzlich im Charterverkehr.
- Seit der Gründung 2016 hat sich die Flotte von alten 737-300/-400 über einen kurzen A330-Abschnitt zu A320 und 737-800 entwickelt.
Häufige Fragen
Welchen ICAO- und IATA-Code hat GetJet Airlines?
Der ICAO-Code von GetJet Airlines ist GJT, das Rufzeichen im Funk lautet „GETJET“. Als IATA-Code wird GW geführt. Im Alltag siehst du den IATA-Code selten, weil GetJet viele Flüge unter der Flugnummer der Kunden-Airline durchführt.
Was bedeutet ACMI bei GetJet?
ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. GetJet stellt einer anderen Airline also ein komplettes Paket aus Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung zur Verfügung. Die Kunden-Airline verkauft die Tickets und vergibt die Flugnummer, geflogen wird mit GetJet-Personal. Mehr dazu im Artikel Wet-Lease erklärt.
Welche Flugzeuge fliegt GetJet Airlines?
Laut GetJet-Website umfasst die Flotte 17 Flugzeuge: 11 Airbus A320, einen Airbus A321 und fünf Boeing 737 Next Generation, also 737-800. In den Anfangsjahren flog GetJet ältere Boeing 737-300 und 737-400, ab 2019 zeitweise auch einen Airbus A330 für Langstrecken. Flottenzahlen ändern sich bei ACMI-Airlines oft, deshalb lohnt ein Blick auf aktuelle Daten.
Wo hat GetJet Airlines ihre Basis?
Heimat und Sitz ist Vilnius in Litauen. Daneben stationiert GetJet Flugzeuge dort, wo gerade Kunden sie brauchen – auf der Website nennt die Airline unter anderem Barcelona, Amsterdam, Helsinki, Malta, Keflavík, London-Gatwick, Montreal und Casablanca. Diese Liste wechselt mit den Aufträgen.
Gehört GetJet zu einer Allianz?
Nein. GetJet ist Teil der GetJet Group, aber kein Mitglied von Star Alliance, oneworld oder SkyTeam. Für eine ACMI-Airline ist das typisch: Sie verkauft keine eigenen Netzanschlüsse, sondern Kapazität an andere Airlines.
Wie erkenne ich einen GetJet-Flug, der für eine andere Airline fliegt?
Schau auf das Kennzeichen: Ein LY- am Rumpf zeigt eine litauische Registrierung. Bestätigen kannst du es im Flugtracker, wo meist der ICAO-Code GJT oder das Rufzeichen „GETJET“ steht, obwohl die Anzeigetafel die Flugnummer der Kunden-Airline zeigt.
Wo kann ich GetJet in Deutschland spotten?
Einen festen Flugplan in Deutschland hat GetJet nicht. Die Jets tauchen auf, wenn eine Kunden-Airline Kapazität zukauft – oft in der Sommersaison. Laut Berichten zählt auch Eurowings zu den Partnern. Am zuverlässigsten findest du GetJet über einen Alarm auf den ICAO-Code oder einzelne LY-Kennzeichen.
GetJet Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypBoeing 737-300
Dicke Triebwerke mit platter Unterseite, ein gestreckter Rumpf und ein neues Cockpit: Mit der 737-300 machte Boeing die 737 Mitte der 1980er fit für eine zweite Karriere. Hier erfährst du, woher sie kommt, wer sie in Deutschland flog und wo du sie heute noch triffst.
Weitere Airlines
Avion Express
Die Airline für Airlines aus Vilnius: Avion Express vermietet Airbus A320 und A321 samt Crew an Fluggesellschaften und Reiseveranstalter in Europa und Lateinamerika. Am Heck steht oft ein fremder Name, im Tracker aber NVD.
CharterHeston Airlines
Litauische ACMI- und Charter-Airline aus Vilnius, seit 2021 in der Luft: A320-Flotte mit LY- und 9H-Kennzeichen, Einsätze für Airlines wie Condor und ein kurzes Kapitel mit ehemaligen Aeroflot-A330.
CharterSmartLynx Airlines
Lettische ACMI-Airline aus Riga, die über 30 Jahre Flugzeuge samt Crew an andere Airlines vermietete – mit A320, A321 und A321P2F-Frachtern. Im November 2025 stellte sie den Flugbetrieb ein.
NetzwerkflyLAL – Lithuanian Airlines
Historische Nationalairline Litauens aus Vilnius: 1991 aus der Aeroflot-Abteilung hervorgegangen, mit einer Vorgängerin aus den Jahren 1938 bis 1940, ab 2005 privatisiert als flyLAL und mit Boeing 737 und Saab 2000 unterwegs – bis zum Ende des Linienbetriebs im Januar 2009.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Vilnius
Litauens größter Flughafen liegt nur rund sechs Kilometer südlich der Altstadt: eine einzige Bahn, ein Terminal mit Sowjet-Fassade und neuem Abflugbau, über fünf Millionen Passagiere im Jahr – und ein Wartungscluster, der immer wieder überraschende Gäste an den Zaun bringt.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
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