Das Wichtigste in Kürze
- easyJet ist eine britische Low-Cost-Airline mit Sitz am Flughafen London-Luton und gehört keiner Allianz an.
- Codes: IATA U2, ICAO EZY, Rufzeichen „EASY“ – das gilt für easyJet UK.
- Die Flotte ist eine reine Airbus-A320-Familie: A319, A320, A320neo und A321neo, laut easyJet 355 Flugzeuge im Konzern (Stand März 2025).
- Drei Gesellschaften, eine Marke: easyJet UK, easyJet Europe aus Österreich und easyJet Switzerland – erkennbar an Kennzeichen und ICAO-Code.
- In Deutschland hat easyJet eine Basis am BER; viele weitere deutsche Flughäfen werden von Basen im Ausland angeflogen.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | U2 |
|---|---|
| ICAO-Code | EZY |
| Rufzeichen | EASY |
| Drehkreuze | LGW, LTN |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Punkt-zu-Punkt-Verkehr auf Kurz- und Mittelstrecke |
| Sitz | Hangar 89 am Flughafen London-Luton, England |
| Gegründet | 1995 von Stelios Haji-Ioannou, erste Strecken ab London-Luton nach Glasgow und Edinburgh |
| Konzern | easyJet plc mit easyJet UK, easyJet Europe (Österreich) und easyJet Switzerland |
| Wichtigste Basen | London-Gatwick (LGW) als größte Basis, dazu London-Luton (LTN); insgesamt rund 30 Basen in Europa |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut easyJet, Stand 31. März 2025) | 355 Flugzeuge, ausschließlich Airbus A319, A320, A320neo und A321neo |
| Bestellungen | Zahlreiche weitere A320neo und A321neo; die A319 wird schrittweise ausgemustert |
| Kennzeichen | G- (easyJet UK), OE- (easyJet Europe), HB- (easyJet Switzerland) |
| Markenzeichen | Weißer Rumpf, orangefarbenes Leitwerk und orange Schrift „easyJet“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich easyJet?
- Orangefarbenes Leitwerk und orange Schrift „easyJet“ auf weißem Rumpf
- Immer ein Airbus der A320-Familie: A319, A320, A320neo oder A321neo – Boeing fliegt easyJet seit Jahren nicht mehr
- Kennzeichen-Präfix verrät die Gesellschaft: G- für easyJet UK, OE- für easyJet Europe, HB- für easyJet Switzerland
- Auf Trackern läuft easyJet UK unter EZY, im Funk heißt es „EASY“
- Britische Kennzeichen folgen oft einem Muster: G-EZ.. bei älteren Maschinen, G-UZ.. bei vielen neo-Flugzeugen
- Einige A320neo und A321neo tragen einen großen „NEO“-Schriftzug oder Werbe- und Sonderbemalungen
Orange am Leitwerk, Airbus unter dem Lack – easyJet gehört zu den Airlines, die du an fast jedem größeren Flughafen in Europa siehst. Gerade deshalb lohnt sich ein genauerer Blick: Hinter der einheitlichen Optik stecken drei Gesellschaften aus drei Ländern, vier Typen der A320-Familie und Kennzeichen mit G-, OE- oder HB-. Diese Seite zeigt dir, wie du jede easyJet sauber zuordnest und worauf es am Spot ankommt.
Jede orange A320 im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche easyJet-Maschinen dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
easyJet im Überblick
easyJet ist eine britische Low-Cost-Airline mit Sitz in Hangar 89 am Flughafen London-Luton. Gegründet hat sie der Unternehmer Stelios Haji-Ioannou im Jahr 1995. Der Anfang war bescheiden: Mit rund 70 Beschäftigten und zwei geleasten Boeing 737-200 flog easyJet von Luton nach Glasgow und Edinburgh. Das erste eigene Flugzeug kam 1996 – und damit die erste Strecke ins Ausland, nach Amsterdam.
Heute ist easyJet eine der größten Airlines Europas. Laut eigener Angabe umfasste die Flotte am 31. März 2025 genau 355 Flugzeuge, die auf über 1.200 Strecken rund 160 Flughäfen in 38 Ländern verbinden. Im Geschäftsjahr 2025 flogen laut veröffentlichten Zahlen gut 93 Millionen Fluggäste mit easyJet.
Anders als British Airways arbeitet easyJet ohne Drehkreuz für Umsteiger und gehört keiner Allianz an. Die größte Basis ist London-Gatwick, dazu kommen Luton und weitere Basen in Großbritannien und auf dem Kontinent – insgesamt rund 30, etwa in Paris, Mailand, Amsterdam, Lissabon, Genf und Berlin. An diesen Basen sind Flugzeuge und Crews über Nacht stationiert, morgens starten sie zu Direktflügen in alle Richtungen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code U2: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafel, Ticket und in den meisten Flugplänen. Auch viele Flüge von easyJet Europe sind mit U2-Nummern unterwegs.
- ICAO-Code EZY: steht im Flugplan der Flugsicherung und damit auf Flugtrackern, wenn easyJet UK fliegt.
- Rufzeichen EASY: so meldet sich die britische Besatzung im Funk. Wer am Spot mithört, unterscheidet die Gesellschaften schon am Rufzeichen. Was dabei rechtlich gilt, erklärt der Beitrag Flugfunk hören – die Rechtslage.
Weder U2 noch EZY klingen nach Großbritannien – das ist normal. IATA- und ICAO-Codes sind reine Airline-Kennungen, keine Ländercodes. Wie das System funktioniert, liest du im Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt, und warum Flugnummer und Rufzeichen zwei verschiedene Dinge sind, in Callsign und Flugnummer – der Unterschied.
Tracker richtig lesen
Flugtracker zeigen meist das ICAO-Rufzeichen, nicht die U2-Flugnummer. Steht bei einer orangen A320 EJU statt EZY, fliegt easyJet Europe, bei EZS die Schweizer Gesellschaft. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Eine Marke, drei Airlines
Für Passagiere ist easyJet einfach easyJet. Für dich als Spotter ist die Struktur dahinter der spannendste Teil: Unter dem Dach von easyJet plc fliegen drei Gesellschaften mit eigenen Zulassungen.
| Gesellschaft | Sitz | IATA | ICAO | Rufzeichen | Kennzeichen |
|---|---|---|---|---|---|
| easyJet UK | Luton, Großbritannien | U2 | EZY | EASY | G- |
| easyJet Europe | Wien, Österreich | EC (verkauft unter U2) | EJU | ALPINE | OE- |
| easyJet Switzerland | Meyrin bei Genf, Schweiz | DS | EZS | TOPSWISS | HB- |
easyJet Europe entstand als Antwort auf den Brexit. Damit die Airline nach dem Austritt Großbritanniens weiter frei innerhalb der EU fliegen darf, brauchte sie eine Gesellschaft mit EU-Zulassung. Seit 2017 fliegt easyJet Europe mit österreichischem Luftverkehrsbetreiberzeugnis, viele Flugzeuge der kontinentalen Basen tragen deshalb OE-Kennzeichen. Die Schweizer Gesellschaft ist älter und hat ihre eigene Geschichte – alles dazu findest du auf der Seite zu easyJet Switzerland.
Bemalung prüfen
Oranges Leitwerk und orange Schrift – damit ist klar, dass es eine easyJet ist.
Kennzeichen lesen
G- steht für easyJet UK, OE- für easyJet Europe, HB- für easyJet Switzerland.
Tracker abgleichen
EZY, EJU oder EZS bestätigen, welche Gesellschaft den Flug tatsächlich durchführt.
Sauber notieren
Halte Gesellschaft, Kennzeichen und Typ getrennt von der Flugnummer fest. So bleibt die Sichtung später eindeutig.
Wie Kennzeichen aufgebaut sind und welche Präfixe zu welchem Land gehören, erklären die Beiträge Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Länderkennungen von Flugzeugen.
Die Flotte: nur Airbus A320-Familie
Wer bei easyJet nach Typenvielfalt sucht, findet sie innerhalb einer Familie. Alle Flugzeuge stammen von Airbus, vier Typen sind im Einsatz:
| Typ | Sitze | Rolle in der Flotte | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A319 | 156 | Älteste Flugzeuge, werden schrittweise ausgemustert | Kürzester Rumpf, wirkt gedrungen |
| Airbus A320 (A320ceo) | 180 oder 186 | Größte Gruppe der Flotte | Teils mit Sharklets, teils mit kleinen Wingtip-Fences |
| Airbus A320neo | 186 | Wachsender Anteil | Sehr große Triebwerke, immer Sharklets |
| Airbus A321neo | 235 | Größtes Muster, seit 2018 im Einsatz | Deutlich längerer Rumpf, große Triebwerke |
Die Airbus A320 der ersten Generation ist nach wie vor das Rückgrat. Seit Jahren kommen vor allem die A320neo und die A321neo dazu – die erste A321neo übernahm easyJet im Juli 2018. Ende 2023 bestellte die Airline weitere 157 Flugzeuge der neo-Familie, ein großer Teil davon A321neo. Neu ausgelieferte Maschinen haben seit 2026 außerdem die modernere Airspace-Kabine von Airbus an Bord.
Die A319 ist dagegen ein Auslaufmodell. easyJet hatte sie ab 2002 in großer Zahl bestellt und damit die Umstellung von Boeing auf Airbus vollzogen. Inzwischen werden die A319 nach und nach ausgemustert. Wenn dir noch welche im Logbuch fehlen, warte besser nicht zu lange.
Die letzte easyJet-A319 fehlt noch?
Setz Typen oder Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A319, A320, A320neo oder A321neo? So unterscheidest du sie
Alle vier Typen tragen dieselbe Bemalung und sehen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich. Zwei Fragen helfen dir beim Sortieren: Wie lang ist der Rumpf – und wie groß sind die Triebwerke?
Das spricht für die neo-Generation
- Sehr große, runde Triebwerke, die fast bis zum Boden reichen
- Immer Sharklets an den Flügelspitzen
- Auf Trackern als A20N (A320neo) oder A21N (A321neo) geführt
- Häufig britische Kennzeichen mit G-UZ..
Das spricht für die ältere Generation
- Schlankere Triebwerke mit mehr Bodenfreiheit
- Sharklets oder kleine, dreieckige Wingtip-Fences
- Auf Trackern als A319 oder A320 geführt
- Häufig britische Kennzeichen mit G-EZ..
Bei der Länge hilft der Blick auf das Verhältnis von Rumpf zu Flügel: Die A319 wirkt kurz und gedrungen, vor und hinter dem Flügel sind deutlich weniger Fenster als bei der A320. Die Notausgänge über dem Flügel helfen bei easyJet dagegen kaum, denn wegen der dichten Bestuhlung haben auch die A319 zwei Ausgänge je Seite. Die A321neo fällt durch ihren auffallend langen Rumpf auf, gerade im Vergleich mit einer A319 daneben. Und wichtig: Sharklets allein sind kein sicheres neo-Merkmal, denn ein Teil der A320ceo wurde damit ausgeliefert. Verlass dich auf die Triebwerke. Mehr Tipps findest du in Flugzeugtypen erkennen für Anfänger und Airbus und Boeing unterscheiden.
Woran du easyJet erkennst
Orange ist bei easyJet Programm: weißer Rumpf, orange Schrift „easyJet“ und ein orangefarbenes Leitwerk. Die Farbe ist so eng mit der Marke verbunden, dass sie sogar Streit mit einem Mobilfunkkonzern auslöste, der ebenfalls auf Orange setzte. In den frühen Jahren stand groß die Buchungstelefonnummer am Rumpf, später die Webadresse – heute ist die Bemalung deutlich ruhiger.
Weil fast alle Flugzeuge gleich aussehen, sind die Abweichungen die begehrtesten Motive. Mehrere A320neo und eine A321neo tragen einen großen „NEO“-Schriftzug, dazu kommen Werbebemalungen, etwa für easyJet holidays oder Partner, und Sonderlackierungen zu besonderen Anlässen wie dem Eurovision Song Contest 2025. Welche Maschine gerade welches Motiv trägt, ändert sich – wie du gezielt danach suchst, zeigt der Beitrag Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
easyJet UK, easyJet Europe und easyJet Switzerland tragen exakt dieselbe Bemalung. Wer nur das Leitwerk fotografiert, kann sie später nicht mehr auseinanderhalten. Mach deshalb immer auch ein Bild, auf dem das Kennzeichen lesbar ist.
easyJet in Deutschland spotten
Berlin als einzige deutsche Basis
easyJet kam 2004 nach Deutschland – mit Strecken ab Berlin-Schönefeld, Köln/Bonn und Dortmund. Schönefeld wurde zur ersten deutschen Basis, Dortmund gab die Airline 2008 wieder auf. 2017 übernahm easyJet Teile der insolventen Air Berlin in Tegel, darunter geleaste A320 und Start- und Landerechte. Seit November 2020 fliegt die Berliner Basis vom neuen Flughafen Berlin Brandenburg.
Am BER ist easyJet damit eine der Airlines, die du garantiert siehst. Morgens starten die stationierten Maschinen kurz nacheinander, abends kommen sie zurück. Einen offiziellen Blick aufs Vorfeld hast du von der Besucherterrasse am Flughafen Berlin. Prüf vorher die aktuellen Öffnungszeiten.
Andere deutsche Flughäfen
An anderen deutschen Flughäfen wie Hamburg siehst du easyJet vor allem auf Verbindungen von Basen im Ausland, etwa in Großbritannien oder der Schweiz. Welche Strecken gerade bedient werden, wechselt von Saison zu Saison – ein Blick in den aktuellen Flugplan lohnt sich. Hier zählt das Kennzeichen besonders, denn alle drei Gesellschaften können auftauchen. In Hamburg bietet sich etwa die Besucherterrasse an.
easyJet im Ausland
Richtig dicht wird es an den großen easyJet-Basen. In Genf dominiert die Schweizer Gesellschaft, von der Aussichtsterrasse am Flughafen Genf siehst du oft mehrere Orange gleichzeitig. In Amsterdam bietet sich die Spotterplaats an der Polderbaan an, in Manchester der Runway Visitor Park. Im Urlaub begegnet dir easyJet an Zielen wie Palma de Mallorca oder Lanzarote, wo die Playa Honda direkt am Anflug liegt.
Gute Chancen auf easyJet, wenn …
- du am BER, in Genf, Amsterdam, Mailand-Malpensa oder an einer britischen Basis spottest
- du früh am Morgen da bist, wenn die stationierten Flugzeuge starten
- auf dem Tracker Flüge mit EZY, EJU oder EZS auftauchen
Prüf es vorher, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen ohne easyJet-Basis spottest
- du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken ändern sich oft von Saison zu Saison
Eher kein easyJet-Tag, wenn …
- dein Flughafen vor allem Regional- oder Frachtverkehr hat und im Plan keine U2-Flüge stehen
Für gute Bilder zählt neben dem Flugplan das Licht. Wie du den Sonnenstand an deinem Spot einplanst, zeigt Sonnenstand am Fotospot planen, und wie du die Pistenrichtung vorab einschätzt, erklärt Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Neu dabei? Dann hilft dir Planespotting für Einsteiger beim Start.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
easyJet im Vergleich
Im europäischen Low-Cost-Markt hat easyJet ein eigenes Profil. Ryanair fliegt fast nur Boeing 737 und setzt stark auf kleinere, günstige Flughäfen. easyJet dagegen fliegt nur Airbus und ist häufig an großen Hauptflughäfen wie Gatwick, Paris oder Amsterdam präsent. Wizz Air setzt ebenfalls auf die A320-Familie, erkennbar an Pink und Violett statt Orange.
Auch Vueling und Transavia begegnen dir oft an denselben Flughäfen. Vueling fliegt Airbus in Gelb und Grau, Transavia vor allem Boeing 737 und zunehmend A321neo in Grün und Blau. In Deutschland ist Eurowings einer der wichtigsten Wettbewerber im Kurz- und Mittelstreckenverkehr, in Großbritannien neben British Airways vor allem Jet2 im Ferienverkehr.
Häufige Verwechslungen
- Jede orange A320 für easyJet UK halten – easyJet Europe und easyJet Switzerland tragen dieselbe Bemalung. Das Kennzeichen entscheidet.
- U2 für einen Ländercode halten – U2 ist eine reine Airline-Kennung.
- Sharklets als sicheres neo-Merkmal nehmen – viele A320ceo haben ebenfalls Sharklets. Die Triebwerke sind verlässlicher.
- A319 und A320 über die Notausgänge trennen – die easyJet-A319 haben wegen der dichten Bestuhlung ebenfalls zwei Ausgänge über dem Flügel je Seite. Achte auf die Rumpflänge oder prüf den Typ im Tracker.
- easyJet für eine Boeing-Airline halten – die 737 flog nur in den Anfangsjahren, heute ist alles Airbus.
- U2-Flugnummer mit durchführender Gesellschaft gleichsetzen – der ICAO-Code im Tracker zeigt, wer wirklich fliegt.
easyJet im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, die A321neo oder die NEO-Sonderbemalungen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
easyJet ist die orange Konstante an Europas Flughäfen – und mehr als eine einzige Airline. Hinter der Marke stecken drei Gesellschaften aus Großbritannien, Österreich und der Schweiz, vier Typen der A320-Familie und eine Flotte im Wandel von der A319 zur A321neo. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert und auf Triebwerke und Rumpflänge achtet, macht aus jeder Routine-Sichtung einen sauberen Logbuch-Eintrag.
Kurzfazit
easyJet (IATA U2, ICAO EZY) ist eine britische Low-Cost-Airline mit reiner Airbus-A320-Familie. Das Orange zeigt die Marke, das Kennzeichen mit G-, OE- oder HB- zeigt, welche der drei Gesellschaften fliegt.
Zusammenfassung
- easyJet erkennst du sofort an Orange und Airbus – die spannende Frage ist, welche der drei Gesellschaften fliegt.
- Das Kennzeichen-Präfix G-, OE- oder HB- und der ICAO-Code EZY, EJU oder EZS auf dem Tracker klären die Zuordnung.
- In der Flotte stecken vier Typen von der kurzen A319 bis zur langen A321neo. Die A319 verschwindet schrittweise und wird damit zum Sammelobjekt auf Zeit.
- Am BER ist easyJet eine der wichtigsten Airlines; an anderen deutschen Flughäfen siehst du sie vor allem auf Strecken von ausländischen Basen.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat easyJet?
Der IATA-Code von easyJet ist U2, der ICAO-Code EZY. Im Funk meldet sich easyJet UK mit dem Rufzeichen „EASY“. Die Schwestergesellschaften haben eigene Kennungen: easyJet Europe nutzt den ICAO-Code EJU (IATA EC, verkauft wird unter U2), easyJet Switzerland den IATA-Code DS und den ICAO-Code EZS.
Gehört easyJet zu einer Allianz?
Nein. easyJet ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Die Airline verkauft vor allem Direktflüge. Mit „Worldwide by easyJet“ gibt es zwar ein Angebot, um Flüge mit Partnerairlines zu kombinieren – das ist aber keine Allianz und kein klassisches Codesharing.
Welche Flugzeuge fliegt easyJet?
Ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie: A319 mit 156 Sitzen, A320 mit 180 oder 186 Sitzen, A320neo mit 186 Sitzen und A321neo mit 235 Sitzen. Laut easyJet umfasste die Konzernflotte am 31. März 2025 insgesamt 355 Flugzeuge. Die A319 wird schrittweise ausgemustert, die neo-Typen kommen laufend dazu.
Ist easyJet eine britische oder eine österreichische Airline?
Beides – je nach Gesellschaft. Die Konzernmutter easyJet plc und easyJet UK sitzen in Luton. Nach dem Brexit-Votum gründete der Konzern easyJet Europe mit Sitz in Wien und österreichischer Zulassung, damit die Airline innerhalb der EU weiter frei fliegen kann. Dazu kommt easyJet Switzerland mit Sitz bei Genf.
Woran erkenne ich, welche easyJet-Gesellschaft fliegt?
Am Kennzeichen: G- steht für Großbritannien, OE- für Österreich, HB- für die Schweiz. Auf Flugtrackern hilft der ICAO-Code: EZY für easyJet UK, EJU für easyJet Europe, EZS für easyJet Switzerland. Die Bemalung ist bei allen drei gleich.
Hat easyJet eine Basis in Deutschland?
Ja, am Flughafen Berlin Brandenburg. easyJet ist seit 2004 in Berlin präsent und hat 2017 Teile der insolventen Air Berlin in Tegel übernommen. Seit der Eröffnung des BER im November 2020 fliegt die Berliner Basis von dort. Andere deutsche Ziele fliegt easyJet von Basen im Ausland an.
Wo ist die größte Basis von easyJet?
Die größte Basis ist London-Gatwick. Den Firmensitz hat easyJet in Hangar 89 am Flughafen London-Luton, wo die Airline 1995 gestartet ist. Insgesamt betreibt easyJet rund 30 Basen in Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland.
Fliegt easyJet noch Boeing 737?
Nein. In den Anfangsjahren flog easyJet Boeing 737, darunter zwei geleaste 737-200 auf den ersten Strecken. Mit großen Airbus-Bestellungen ab 2002 stellte die Airline auf die A320-Familie um. Heute besteht die Flotte ausschließlich aus Airbus.
easyJet im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Weitere Airlines
easyJet Switzerland
Die Schweizer Gesellschaft im easyJet-Konzern: gleiche orange Optik wie die britische Mutter, aber eigene Codes, Schweizer Kennzeichen und Basen in Genf und am EuroAirport Basel-Mulhouse.
Low-CostRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
Low-CostWizz Air
Ungarns Low-Cost-Airline aus Budapest: reine Airbus-Flotte mit Schwerpunkt A321neo, drei Gesellschaften mit HA-, 9H- und G-Kennzeichen und ein Netz, das von Mittel- und Osteuropa bis in den Nahen Osten reicht.
FerienfliegerJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
NetzwerkBritish Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Berlin Brandenburg
Der Hauptstadtflughafen mit der langen Vorgeschichte: zwei parallele Pisten am Südrand Berlins, viel Europaverkehr mit Low-Cost- und Netzwerkairlines, eine Handvoll Langstrecken, die Flugbereitschaft der Bundesregierung – und eine Besucherterrasse direkt über dem Vorfeld.
FlughafenFlughafen Genf
Zweitgrößter Flughafen der Schweiz mit nur einer Piste – dafür der längsten des Landes. Genf lebt von easyJet, SWISS und einer der stärksten Business-Aviation-Szenen Europas. Mit der kostenlosen Terrasse Panorama und dem Bahnhof direkt am Terminal ist er außerdem eines der bequemsten Spotting-Ziele der Schweiz.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Wo du easyJet vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
BesucherterrasseAussichtsterrasse Flughafen Genf
Im vierten Stock von Terminal 1 schaust du über das Vorfeld auf die längste Piste der Schweiz und die Jurakette dahinter. Die Terrasse Panorama kostet nichts, du kommst ohne Sicherheitskontrolle hinein – und dank Business-Aviation, easyJet-Basis und Langstreckengästen wird es selten langweilig. Einziger Haken: Sie ist nur von Mitte März bis Ende Oktober offen.
BesucherparkRunway Visitor Park am Flughafen Manchester
Großbritanniens bekanntester Besucherpark für Flugzeugfans: Im Runway Visitor Park stehst du auf einem erhöhten Aussichtsbereich wenige Hundert Meter neben der Piste 05L/23R – und hast zwischen den Startwellen eine Concorde, einen Nimrod und eine Trident zum Anfassen.
SpotterhügelSpotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
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