Das Wichtigste in Kürze
- Ethiopian Airlines ist die staatliche Airline Äthiopiens und bezeichnet sich als größte Airline-Gruppe Afrikas.
- Codes: IATA ET, ICAO ETH, Rufzeichen „ETHIOPIAN“ – und das Kennzeichen-Präfix lautet ebenfalls ET-.
- Star Alliance seit Dezember 2011 – als drittes afrikanisches Mitglied nach EgyptAir und South African Airways.
- Afrikanische Erstkundin: erste 787 in Afrika 2012, erste A350 in Afrika 2016 und erste A350-1000 des Kontinents 2024.
- Starke Frachtsparte mit Boeing 777F und europäischem Frachtdrehkreuz in Lüttich.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Ethiopian Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Star Alliance seit 2011
- 4.Die Flotte: modern, groß und überwiegend Boeing
- 5.A350 oder 787? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Ethiopian erkennst
- 7.Ethiopian Cargo: die Frachtsparte
- 8.Afrikanische Erstkundin: die wichtigsten Meilensteine
- 9.Die Ethiopian-Gruppe in Afrika
- 10.Ethiopian in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | ET |
|---|---|
| ICAO-Code | ETH |
| Rufzeichen | ETHIOPIAN |
| Drehkreuze | ADD |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Drehkreuz in Addis Abeba, Passagier- und Frachtverkehr |
| Sitz | Flughafen Addis Abeba Bole, Äthiopien |
| Gegründet | Dezember 1945, erster Linienflug im April 1946 nach Kairo |
| Eigentümer | Äthiopischer Staat (über die staatliche Beteiligungsholding) |
| Drehkreuz | Addis Abeba Bole (ADD) |
| Allianz | Star Alliance seit Dezember 2011 |
| Flotte (laut Ethiopian, abgerufen Oktober 2026) | Airbus A350-900 und A350-1000, Boeing 787-8 und 787-9, 777-200LR und 777-300ER, 737-800 und 737 MAX 8, Dash 8-400; Fracht: 777F, 767-300F, 737-800SF |
| Frachtsparte | Ethiopian Cargo & Logistics Services, Europa-Frachtdrehkreuz in Lüttich |
| Beteiligungen | u. a. ASKY Airlines (Togo), Malawi Airlines, Zambia Airways, Air Congo |
| Markenzeichen | Landesfarben Grün, Gelb und Rot am Leitwerk |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Ethiopian Airlines?
- Leitwerk in den äthiopischen Landesfarben Grün, Gelb und Rot
- Weißer Rumpf mit dem Schriftzug „Ethiopian“, ergänzt durch amharische Schrift
- Kennzeichen mit dem Präfix ET- am Heck
- In Europa fast immer ein Großraumjet: Airbus A350 oder Boeing 787, seltener 777
- Flugnummer beginnt mit ET, auf dem Tracker steht ETH
- Frachter ohne Kabinenfenster in denselben Farben – vor allem die Boeing 777F
Wenn in Frankfurt, Wien oder Zürich ein Großraumjet mit grün-gelb-rotem Leitwerk aufsetzt, ist das meist Ethiopian Airlines. Die äthiopische Staatsairline gehört zu den wenigen afrikanischen Gesellschaften, die du in Mitteleuropa regelmäßig vor die Linse bekommst – und sie fliegt dabei mit einer der modernsten Langstreckenflotten überhaupt. Diese Seite zeigt dir, wie du Ethiopian einordnest, welche Typen du erwarten kannst und wo sich die Sichtung lohnt.
Jede Ethiopian-Sichtung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und setzt die A350 und 787 von Ethiopian, die dir noch fehlen, auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Ethiopian Airlines im Überblick
Ethiopian Airlines ist die staatliche Airline Äthiopiens mit Sitz am Flughafen Addis Abeba Bole. Gegründet wurde sie im Dezember 1945 mit Unterstützung der US-Airline TWA, der erste Linienflug startete im April 1946 mit einer Douglas C-47 – auf der Strecke Addis Abeba–Asmara–Kairo. Heute bezeichnet sich das Unternehmen selbst als größte Airline-Gruppe Afrikas. Zur Gruppe gehören neben dem Flugbetrieb auch eine Frachtsparte, ein großer Wartungsbetrieb, eine eigene Luftfahrt-Hochschule, Catering, Bodenabfertigung und ein Hotel am Flughafen.
Der Kern des Geschäftsmodells ist das Drehkreuz Addis Abeba. Die Stadt liegt günstig zwischen Europa, dem Nahen Osten, Asien und praktisch allen Regionen Afrikas. Ethiopian sammelt dort Passagiere und Fracht aus dem eigenen Netz und verteilt sie weiter – ähnlich wie Turkish Airlines in Istanbul oder Emirates in Dubai, nur mit einem viel stärkeren Fokus auf den afrikanischen Kontinent.
Wie stark die Airline gewachsen ist, zeigen ihre eigenen Zahlen: Im Geschäftsjahr 2023/24 beförderte Ethiopian rund 17 Millionen Fluggäste. Ihre Langfriststrategie „Vision 2025“ erreichte die Airline nach eigenen Angaben in vielen Punkten deutlich früher als geplant; inzwischen gilt eine weiter reichende Planung bis 2035.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code ET: steht in der Flugnummer, also auf Anzeigetafeln, Tickets und in Flugplänen, also ET plus Flugnummer.
- ICAO-Code ETH: taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern auf.
- Rufzeichen ETHIOPIAN: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- Kennzeichen ET-: das Nationalitätszeichen Äthiopiens, gefolgt von drei Buchstaben.
Selten ist so viel Ordnung im Spiel: Bei Ethiopian stimmen IATA-Code und Kennzeichen-Präfix überein. Das hilft beim schnellen Sortieren, ersetzt aber nicht den genauen Blick aufs Heck. Gerade bei Leasing-Flugzeugen oder Maschinen von Partner-Airlines ist das Kennzeichen der sichere Beleg, welches Flugzeug du wirklich gesehen hast. Grundlagen dazu findest du im Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern erscheint Ethiopian meist mit dem ICAO-Code ETH plus Flugnummer. Über den Hex-Code des Transponders kannst du das konkrete Flugzeug schon im Anflug zuordnen. Wie das geht, erklärt der Artikel zur Flugverfolgung für Spotter.
Star Alliance seit 2011
Am 13. Dezember 2011 trat Ethiopian der Star Alliance bei. Als Pate begleitete Lufthansa den Aufnahmeprozess. Ethiopian war damit nach EgyptAir und South African Airways das dritte afrikanische Mitglied des Bündnisses.
Für dich am Spot bedeutet das: In Frankfurt oder Wien landet Ethiopian in einem Umfeld voller Star-Alliance-Partner. Die Flugzeuge tragen das Allianz-Logo dezent am Rumpf. Wer sich für Bündnis-Sonderbemalungen interessiert, findet im Überblick zu den Allianz-Lackierungen die Hintergründe.
Die Flotte: modern, groß und überwiegend Boeing
Die Flotte ist der Grund, warum Ethiopian bei Spottern einen guten Ruf hat. Kaum eine Airline des Kontinents fliegt so viele neue Großraumjets. Laut der Flottenübersicht auf der Unternehmensseite von Ethiopian (abgerufen im Oktober 2026) sieht der Bestand an eigenen Flugzeugen so aus:
| Typ | Anzahl | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A350-900 | 22 | Langstrecke | Häufigster Großraumjet in Europa, weitere 17 bestellt |
| Airbus A350-1000 | 4 | Langstrecke | Erste A350-1000 Afrikas, seit 2024 |
| Boeing 787-8 | 20 | Lang- und Mittelstrecke | Kürzeste 787, erste afrikanische 787 im Jahr 2012 |
| Boeing 787-9 | 10 | Langstrecke | 26 weitere bestellt |
| Boeing 777-300ER | 6 | Langstrecke | Sechsrädriges Hauptfahrwerk, in Europa eher selten |
| Boeing 777-200LR | 6 | Ultralangstrecke | Erste afrikanische Betreiberin |
| Boeing 737 MAX 8 | 23 | Kurz- und Mittelstrecke | 44 weitere bestellt |
| Boeing 737-800 / 737-700 | 8 | Kurz- und Mittelstrecke | Ältere 737-Generation, dazu eine Boeing Business Jet |
| Dash 8-400 | 28 | Regional | Turboprop für Inlands- und Regionalstrecken |
| Boeing 777F | 12 | Fracht | Rückgrat von Ethiopian Cargo |
| Boeing 767-300F / 737-800SF | 6 | Fracht | Umgebaute Passagierflugzeuge |
Dazu kommen geleaste Flugzeuge, weshalb Gesamtzahlen je nach Quelle schwanken. Auf der Bestellliste stehen unter anderem die Boeing 777-9 und neue Frachter vom Typ 777-8F. Ethiopian ist damit eine der wenigen afrikanischen Airlines, die sowohl bei Airbus als auch bei Boeing die neuesten Großraumjets betreibt.
Was in Europa ankommt
Die Dash 8-400 und die meisten 737 bleiben in Afrika und auf Strecken in den Nahen Osten. In Mitteleuropa siehst du Ethiopian fast immer mit A350-900, 787-8 oder 787-9. Welche Maschine an welchem Tag kommt, entscheidet die Airline kurzfristig.
Die A350-1000 fehlt dir noch?
Lege Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder einzelne Kennzeichen an und lass dich benachrichtigen, wenn sie anfliegen oder landen. Fehlende Maschinen merkst du dir auf der Wunschliste in deinem Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A350 oder 787? So unterscheidest du sie
Weil Ethiopian beide modernen Langstreckenfamilien fliegt, ist das die spannendste Frage am Zaun. Gleiche Bemalung, ähnliche Größe, beide mit Rumpf aus Verbundwerkstoff – trotzdem gibt es klare Merkmale.
Das spricht für den A350
- Schwarze „Maske“ um die Cockpitfenster
- Nach oben geschwungene, gebogene Flügelspitzen
- Großer Triebwerkseinlass ohne gezackte Hinterkante
- Auf Trackern als A359 oder A35K geführt
Das spricht für die 787
- Glatte, stromlinienförmige Nase ohne dunkle Maske
- Weit nach oben gebogene Flügel ohne separate Winglets
- Gezackte Hinterkanten an den Triebwerksverkleidungen
- Auf Trackern als B788 oder B789 geführt
Die gezackten Triebwerksverkleidungen sind bei Gegenlicht oft das schnellste Merkmal; die Fenstermaske des A350 erkennst du dagegen schon frontal im Endanflug. Eine ausführliche Anleitung mit Detailfotos findest du im Guide A350 oder 787 unterscheiden. Und falls doch eine 777 kommt: Der Vergleich Boeing 777 und 787 unterscheiden hilft beim Einordnen – die 777 erkennst du an ihrem sechsrädrigen Hauptfahrwerk.
Innerhalb der A350-Familie unterscheidest du die A350-1000 an der größeren Länge und am Hauptfahrwerk mit sechs statt vier Rädern je Bein. Bei der 787 ist die -9 sichtbar länger als die -8; im Zweifel klärt das Kennzeichen den Fall.
Woran du Ethiopian erkennst
Die Bemalung ist schnell zu merken: weißer Rumpf mit dem Schriftzug „Ethiopian“ und ein Leitwerk in den Landesfarben Grün, Gelb und Rot. Der Name erscheint zusätzlich in amharischer Schrift – ein Detail, das sich auf Seitenaufnahmen lohnt. Das Star-Alliance-Logo sitzt dezent am Rumpf.
Hin und wieder tragen einzelne Flugzeuge Sonderbemalungen. Solche Maschinen fliegen im normalen Umlauf, sodass du nie genau weißt, ob gerade eine besondere Maschine nach Europa kommt. Mit Sichtungs-Alarmen für Special Liveries behältst du solche Flugzeuge im Blick, ohne jeden Flugplan selbst zu prüfen.
Leitwerk prüfen
Grün, Gelb und Rot am Seitenleitwerk – damit ist die Airline klar.
Typ bestimmen
Fenstermaske und Triebwerke trennen A350 und 787, das Fahrwerk verrät die 777.
Kennzeichen lesen
ET- plus drei Buchstaben – damit ist die Sichtung eindeutig.
Sauber notieren
Typ, Kennzeichen, Flugnummer und Spot getrennt festhalten, damit du die Maschine später wiederfindest.
Ethiopian Cargo: die Frachtsparte
Ein großer Teil der Bedeutung von Ethiopian liegt in der Fracht. Ethiopian Cargo & Logistics Services fliegt eigene Frachter und gilt als eines der wichtigsten Frachtnetze Afrikas. Neben Addis Abeba nutzt die Sparte den Flughafen Lüttich in Belgien als europäisches Drehkreuz. Auch temperaturempfindliche Güter wie Pharmaprodukte und Frischware gehören zum Geschäft.
Das Rückgrat bilden die Boeing 777F, die Ethiopian 2011 als erste afrikanische Airline bestellte und ab 2012 übernahm. Ergänzt wird die Frachtflotte durch umgebaute Boeing 767-300F und 737-800SF. Spannend: Im Wartungszentrum in Addis Abeba werden gemeinsam mit Israel Aerospace Industries ehemalige 767-Passagierjets zu Frachtern umgebaut. Bestellt sind außerdem neue 777F und die nächste Frachtergeneration 777-8F.
Frachter fotografieren
Die besten Chancen auf Ethiopian-Frachter hast du am Spotterplatz am Flughafen Lüttich. Wie du Frachtversionen von Passagierjets unterscheidest, zeigt der Artikel Frachtflugzeuge erkennen.
Afrikanische Erstkundin: die wichtigsten Meilensteine
Ethiopian hat bei mehreren Flugzeugtypen Pionierarbeit für den Kontinent geleistet:
- 1946: Erster Linienflug mit einer Douglas C-47 von Addis Abeba nach Kairo.
- 2010: Ankunft der ersten Boeing 777-200LR – Ethiopian war die erste afrikanische Betreiberin dieses Ultralangstrecken-Typs.
- 2011: Beitritt zur Star Alliance.
- 2012: Übernahme der ersten Boeing 787 eines afrikanischen Betreibers und der ersten eigenen 777F.
- 2016: Erster Airbus A350 in Afrika.
- 2019: Absturz von Flug ET302 mit einer Boeing 737 MAX 8; alle 157 Menschen an Bord sterben.
- 2024: Erste A350-1000 des afrikanischen Kontinents.
Der Unfall von 2019 bleibt ein tiefer Einschnitt. Die Maschine stürzte am 10. März kurz nach dem Start in Addis Abeba auf dem Weg nach Nairobi ab. Gemeinsam mit einem früheren Unglück in Indonesien führte er zum weltweiten Flugverbot für die 737 MAX. Ethiopian setzt den Typ inzwischen wieder ein und hat weitere Exemplare bestellt.
Die Ethiopian-Gruppe in Afrika
Ethiopian beschränkt sich nicht auf das eigene Drehkreuz. Die Airline ist an mehreren Gesellschaften auf dem Kontinent beteiligt und baut so zusätzliche Knotenpunkte auf:
| Airline | Land | Rolle |
|---|---|---|
| ASKY Airlines | Togo | Westafrika-Netz mit Drehkreuz Lomé |
| Malawi Airlines | Malawi | Strategische Partnerschaft seit 2013, 49 Prozent |
| Zambia Airways | Sambia | Neustart mit Ethiopian als Partner, 45 Prozent |
| Air Congo | DR Kongo | Beteiligung von 49 Prozent |
Diese Airlines fliegen unter eigenem Namen und mit eigenen Codes. In Europa wirst du sie kaum sehen – für Spotter, die in Afrika unterwegs sind, gehören sie aber zum Ethiopian-Kosmos. Im Wettbewerb um Umsteiger auf dem Kontinent steht Ethiopian vor allem Kenya Airways, EgyptAir und den großen Golf-Airlines gegenüber.
Auch das Drehkreuz selbst wächst weiter: Äthiopien plant einen neuen Großflughafen bei Bishoftu, knapp 40 Kilometer südlich von Addis Abeba. Bis dahin bleibt Bole der Dreh- und Angelpunkt.
Ethiopian in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten
Im deutschsprachigen Raum fliegt Ethiopian Frankfurt, Wien und Zürich an. Alle Verbindungen führen nach Addis Abeba, meist mit A350 oder 787.
- Frankfurt: Am Flughafen Frankfurt ist Ethiopian einer von vielen Langstreckengästen. Ein guter Startpunkt ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim; alles Weitere findest du im Spotting-Guide Frankfurt.
- Wien: Am Flughafen Wien bietet die Besucherterrasse einen bequemen Blick auf Vorfeld und Piste; mehr Spots zeigt der Spotting-Guide Wien.
- Zürich: Am Flughafen Zürich lohnt der Butzenbüel für Anflugbilder; einen Überblick gibt der Spotting-Guide Zürich.
Ankunfts- und Abflugzeiten wechseln mit dem Flugplan, prüf sie deshalb kurz vor deiner Tour. Wann Langstreckenverkehr in Europa typischerweise ankommt, erklärt der Guide zu Langstrecken-Ankunftszeiten.
Gute Chancen auf Ethiopian, wenn …
- du in Frankfurt, Wien oder Zürich bist und ein ET-Flug im aktuellen Plan steht
- die Betriebsrichtung deinen Spot auf die Anflugseite bringt
- du Lüttich besuchst und Frachter-Verkehr aus Addis Abeba erwartet wird
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Frequenzen und Zeiten ändern sich
- du gezielt auf A350-1000 oder 777 hoffst, denn der Typ wechselt kurzfristig
Eher kein Ethiopian-Tag, wenn …
- dein Flughafen keine Langstrecke nach Afrika im Plan hat
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus, halte Abstand zu Zäunen und Sicherheitsbereichen und lass die Drohne in Flughafennähe zu Hause. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- A350 für 787 halten – die schwarze Fenstermaske und die Triebwerke ohne Zacken verraten den A350.
- A350-900 und A350-1000 verwechseln – die -1000 ist länger und hat sechs Räder pro Hauptfahrwerksbein.
- Ethiopian mit Partner-Airlines gleichsetzen – ASKY, Malawi Airlines oder Zambia Airways fliegen unter eigener Marke.
- Die Landesfarben einer anderen Airline zuordnen – grün-gelb-rote Leitwerke gibt es auch anderswo; Schriftzug und ET-Kennzeichen schaffen Klarheit.
- Frachter als Passagierjet notieren – die 777F hat keine Kabinenfenster und nur eine Tür vorn links statt einer Türreihe entlang des Rumpfs.
- ET für einen Ländercode der Flugnummer halten – zufällig passt er hier zu Äthiopien, IATA-Codes sind aber grundsätzlich reine Airline-Kennungen.
Ethiopian im Blick behalten
Beobachte Ethiopian, einzelne Kennzeichen oder die A350-1000 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – den Sonnenstand für deinen Spot planst du gleich mit. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Ethiopian Airlines ist für Spotter in Mitteleuropa die zugänglichste afrikanische Airline: regelmäßig in Frankfurt, Wien und Zürich, mit moderner Flotte und einer Bemalung, die du auf große Entfernung erkennst. Wer A350 und 787 sauber auseinanderhält, das ET-Kennzeichen mitnotiert und auch mal einen Abstecher nach Lüttich zu den Frachtern macht, bekommt einen guten Querschnitt einer Airline, die den afrikanischen Luftverkehr seit Jahrzehnten prägt.
Kurzfazit
Ethiopian Airlines (IATA ET, ICAO ETH) ist die staatliche Airline Äthiopiens, Star-Alliance-Mitglied seit 2011 und Afrikas größte Airline-Gruppe. In Europa siehst du sie vor allem mit A350 und 787, ihre Frachtsparte mit 777F – erkennbar am grün-gelb-roten Leitwerk.
Zusammenfassung
- Ethiopian erkennst du an den grün-gelb-roten Landesfarben am Leitwerk und am ET-Kennzeichen am Heck.
- In Mitteleuropa begegnet dir die Airline vor allem mit A350 und 787 auf Langstrecken-Verbindungen nach Addis Abeba.
- Die wichtigste Unterscheidungsfrage am Spot ist A350 oder 787 – Cockpitfenster und Flügelspitzen verraten den Typ.
- Ethiopian Cargo fliegt eigene 777F, die du besonders am Frachtflughafen Lüttich zu sehen bekommst.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Ethiopian Airlines?
Der IATA-Code ist ET, der ICAO-Code ETH. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „ETHIOPIAN“. Praktisch für Spotter: Auch die äthiopischen Kennzeichen beginnen mit ET-, du findest die beiden Buchstaben also in Flugnummer und Registrierung.
Ist Ethiopian Airlines Mitglied der Star Alliance?
Ja. Ethiopian trat der Star Alliance am 13. Dezember 2011 bei – begleitet von Lufthansa als Paten-Airline. Damit war Ethiopian nach EgyptAir und South African Airways das dritte afrikanische Mitglied des Bündnisses.
Welche Flugzeuge fliegt Ethiopian Airlines?
Auf der Langstrecke setzt Ethiopian vor allem auf Airbus A350-900 und A350-1000 sowie Boeing 787-8 und 787-9, dazu 777-200LR und 777-300ER. Für Kurz- und Mittelstrecken gibt es Boeing 737-800 und 737 MAX 8, für Regionalstrecken die Dash 8-400. Die Frachtsparte fliegt Boeing 777F, 767-300F und 737-800SF. Die Flottenübersicht von Ethiopian listet zudem Bestellungen, darunter weitere A350-900, 787-9 und die 777-9.
Wo kann ich Ethiopian Airlines in Deutschland, Österreich und der Schweiz spotten?
Im deutschsprachigen Raum fliegt Ethiopian nach Frankfurt, Wien und Zürich. Die Verbindungen gehen jeweils nach Addis Abeba, meist mit A350 oder 787. Weil Flugpläne sich ändern, prüfst du Tage und Zeiten am besten kurz vor deiner Tour.
Was ist Ethiopian Cargo?
Ethiopian Cargo & Logistics Services ist die Frachtsparte der Gruppe. Sie fliegt eigene Frachter – allen voran die Boeing 777F – und nutzt neben Addis Abeba den belgischen Flughafen Lüttich als europäisches Frachtdrehkreuz. Außerdem transportieren die Passagierflugzeuge viel Fracht im Unterdeck.
War Ethiopian die erste Airline mit der 787 in Afrika?
Ja. Ethiopian übernahm im August 2012 die erste Boeing 787 eines afrikanischen Betreibers. Auch beim Airbus A350 war Ethiopian 2016 die erste afrikanische Airline, und 2024 kam die erste A350-1000 des Kontinents nach Addis Abeba.
Welche Airlines gehören zur Ethiopian-Gruppe?
Ethiopian ist an mehreren afrikanischen Airlines beteiligt, etwa an ASKY Airlines in Togo, Malawi Airlines, Zambia Airways und Air Congo. Diese Gesellschaften fliegen unter eigenem Namen und eigenen Codes. Das Ziel ist ein Netz aus mehreren Drehkreuzen auf dem Kontinent, etwa mit Lomé in Westafrika.
Was geschah bei Flug ET302?
Am 10. März 2019 stürzte eine vier Monate alte Boeing 737 MAX 8 von Ethiopian kurz nach dem Start in Addis Abeba auf dem Weg nach Nairobi ab. Alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Unfall führte, zusammen mit einem früheren Absturz in Indonesien, zum weltweiten Flugverbot für die 737 MAX.
Ethiopian Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A350-1000
Schwarze Cockpit-Maske, gebogene Flügelspitzen und ein Rumpf von fast 74 Metern auf sechsrädrigen Fahrwerken: Die A350-1000 ist die große A350. So erkennst du sie und trennst sie sicher von A350-900 und Boeing 777.
FlugzeugtypBoeing 787-8 Dreamliner
Glatte Nase mit nur vier Cockpitfenstern, gezackte Triebwerkshinterkanten und Flügel, die sich im Flug weit nach oben biegen: Die 787-8 ist der kürzeste Dreamliner. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
ASKY Airlines
Die panafrikanische Airline aus Togo verbindet von ihrem Drehkreuz Lomé aus West- und Zentralafrika – mit einer reinen Boeing-737-Flotte und Ethiopian Airlines als strategischem Partner und Anteilseigner.
NetzwerkKenya Airways
Kenias Flag Carrier aus Nairobi: einzige afrikanische Airline in SkyTeam, Langstrecke mit der Boeing 787-8, Regionalnetz mit Embraer E190 und der Schriftzug „Pride of Africa“ am Rumpf.
NetzwerkEgyptAir
Ägyptens staatlicher Flag Carrier mit Drehkreuz Kairo: Star-Alliance-Mitglied seit 2008, Horus am Leitwerk und eine Flotte im Umbruch – von der 737-800 über die 787-9 bis zur neuen A350-900.
NetzwerkSouth African Airways
Südafrikas staatlicher Flag Carrier aus Johannesburg: Star-Alliance-Mitglied seit 2006, nach Business Rescue und Flugpause 2021 mit kleiner Airbus-Flotte neu gestartet – inklusive vierstrahliger A340-300.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkTurkish Airlines
Die türkische Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 1933 gegründet, seit 2008 in der Star Alliance und mit dem Drehkreuz Istanbul eine der Airlines, die die meisten Länder der Welt anfliegt.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
Wo du Ethiopian Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Wien
Die lange Dachterrasse auf Terminal 3 war jahrelang der bequemste Spot in Wien – derzeit ist sie wegen der Bauarbeiten an der Süderweiterung geschlossen. Hier liest du, was offiziell bekannt ist und welche legalen Alternativen dir am Flughafen Wien bleiben.
SpotterhügelButzenbüel und Spotterhügel am Flughafen Zürich
Den klassischen Spotterhügel beim Heligrill im Westen des Zürcher Flughafens gibt es seit September 2023 nicht mehr, und der Butzenbüel ist ein Parkhügel hinter The Circle – kein Spotterpunkt. Hier erfährst du, was es mit beiden Orten auf sich hat und wo du heute im Westen und rund um den Zaun legal spottest.
SpotterpunktSpotterplätze am Flughafen Lüttich
Lüttich ist einer der größten Frachtflughäfen Europas: Jumbo-Frachter, 777F und 737-Frachter an einer langen Piste, Betrieb rund um die Uhr – und Zaunspots auf beiden Seiten, für die du eine Leiter und einen Plan brauchst.
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