Das Wichtigste in Kürze
- Loganair ist Schottlands Regionalairline mit Sitz am Flughafen Glasgow und Wurzeln bis 1962.
- Codes: IATA LM, ICAO LOG, Rufzeichen „LOGAN“.
- Die Flotte ist ein Typen-Mix: ATR 42 und ATR 72, Embraer ERJ-145, Twin Otter, Islander und ATR-Frachter.
- Zwei Weltkuriositäten: Landungen auf dem Strand von Barra und der rund 1,5-minütige Flug Westray–Papa Westray.
- Keine Allianz, aber Codeshares mit British Airways und KLM.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | LM |
|---|---|
| ICAO-Code | LOG |
| Rufzeichen | LOGAN |
| Drehkreuze | GLA, ABZ, EDI, INV |
| Geschäftsmodell | Regionalairline für Inselverbindungen, Inlandsstrecken im Vereinigten Königreich und einige Ziele in Irland und Europa |
| Sitz | Flughafen Glasgow, Paisley (Renfrewshire), Schottland |
| Gegründet | 1962 durch den schottischen Bauunternehmer Willie Logan, Start mit einer Piper Aztec in Renfrew |
| Eigentümer | Brüder Stephen und Peter Bond über Airline Investments Limited |
| Wichtigste Standorte | Glasgow (GLA), Aberdeen (ABZ), Edinburgh (EDI) und Inverness (INV), dazu weitere Basen wie Kirkwall |
| Allianz | keine; Codeshares mit British Airways und KLM |
| Flotte (laut Flottenübersichten, Stand April 2026) | rund 35 Flugzeuge: ATR 42, ATR 72-600, ATR 72-500F (Fracht), Embraer ERJ-145, DHC-6 Twin Otter und Britten-Norman Islander |
| Markenzeichen | Eigenes Tartan-Muster im Branding seit 2017 |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Loganair?
- Branding mit eigenem Loganair-Tartan, seit 2017 im Scottish Register of Tartans eingetragen
- Überwiegend Turboprops: ATR 42 und ATR 72 mit Schulterdecker-Flügel und T-Leitwerk
- Einziger Jet-Typ ist die Embraer ERJ-145 mit zwei Triebwerken am Heck
- Kleinflugzeuge mit festem Fahrwerk: Twin Otter (Barra, Tiree, Campbeltown) und Islander (Orkney)
- Flugnummern mit LM, auf dem Tracker LOG, im Funk „LOGAN“
- Britische Kennzeichen mit dem Präfix G-
Wenn du schon alles an Airbus und Boeing gesehen hast, ist Loganair ein Grund, nach Schottland zu fahren. Die Regionalairline fliegt zu Inseln, die nur aus ein paar Häusern und einer Graspiste bestehen, landet auf einem Sandstrand und betreibt den kürzesten Linienflug der Welt. Gleichzeitig ist sie auf vielen britischen Inlandsstrecken die wichtigste Airline. Diese Seite zeigt dir, wie du Loganair erkennst, was in der Flotte steckt und wo sich das Spotten lohnt.
Islander, Twin Otter, ATR – alles im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – auch die kleinen Inselflieger, die sonst im Logbuch untergehen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Loganair im Überblick
Loganair ist eine schottische Regionalairline mit Sitz am Flughafen Glasgow in Paisley. Die Geschichte beginnt 1962: Der Bauunternehmer Willie Logan übernahm ein kleines Lufttaxi-Unternehmen und nannte es nach sich selbst. Am Anfang stand eine einzige Piper Aztec in Renfrew. 1963 folgte die erste Linienverbindung von Dundee nach Edinburgh, 1967 kamen die Inselflüge auf Orkney und ein Vertrag für Ambulanzflüge dazu, 1970 begannen die Flüge auf den Shetlandinseln.
Über Jahrzehnte war Loganair für Passagiere oft gar nicht sichtbar: Von 1994 bis 2008 flog die Airline im Franchise für British Airways, danach bis 2017 im Franchise für Flybe. Erst seit September 2017 tritt sie wieder unter eigenem Namen auf – mit neuem Erscheinungsbild, das auf schottischem Tartan aufbaut.
Den größten Sprung brachte der März 2020. Nach dem Zusammenbruch von Flybe übernahm Loganair mehrere frei gewordene Strecken, einige davon schon nach wenigen Tagen. Laut eigener Darstellung wurde die Airline damit zum größten Anbieter im britischen Inlandsverkehr und zur größten Airline am Flughafen Aberdeen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code LM: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code LOG: erscheint im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen LOGAN: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Bei Codeshare-Flügen kann derselbe Flug zusätzlich eine BA- oder KL-Flugnummer tragen. Auf dem Tracker bleibt es aber bei LOG – daran siehst du, wer tatsächlich fliegt. Wie Flugnummer und Rufzeichen zusammenhängen, erklärt der Artikel Callsign und Flugnummer, die Systematik der Codes findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Inselflüge auf dem Tracker
Die kleinen Islander und Twin Otter fliegen niedrig und oft über abgelegenen Regionen. Dort ist der ADS-B-Empfang nicht immer lückenlos. Verlass dich auf den Flugplan und auf Tageslicht-Fenster, nicht nur auf die Live-Karte. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: vom Neunsitzer bis zum Regionaljet
Kaum eine europäische Airline hat eine so bunte Flotte bei so wenigen Flugzeugen. Laut Flottenübersichten (Stand April 2026) sieht sie ungefähr so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| ATR 42-500 / ATR 42-600 | 4 / 2 | 48 | Regionalstrecken, kleinere Plätze | Kurzer Rumpf, sechs Propellerblätter |
| ATR 72-600 | 10 | 72 | Hauptstrecken in Schottland und Inland | Der heutige Standardtyp |
| ATR 72-500F | 4 | Fracht | Frachtflüge | Ältere -500-Generation, nur Fracht |
| Embraer ERJ-145 | 10 | 49 | Längere Inlands- und Europastrecken | Einziger Jet, Triebwerke am Heck |
| DHC-6 Twin Otter | 3 | 19 | Barra, Tiree, Campbeltown | Festes Fahrwerk, Hochdecker |
| Britten-Norman Islander | 2 | 8 | Orkney Inter-Isles | Kolbenmotoren, sehr klein |
Die ATR 72-600 und die kleinere ATR 42-600 bilden das Rückgrat. Loganair holt die Turboprops des Herstellers ATR seit Ende 2019 verstärkt in die Flotte und hat damit Dornier 328, Saab 2000 und zuletzt die Saab 340 ersetzt – die letzten Saab 340 gingen im Januar 2024 außer Dienst. Wer noch ein Foto einer Loganair-Saab im Archiv hat, besitzt also schon ein Stück Geschichte.
Die Embraer ERJ-145 ist der einzige Jet der Flotte; die ersten Exemplare kamen 2019 von der damaligen Schwestergesellschaft Flybmi. Sie hat mit den größeren E-Jets wie der Embraer E175 wenig gemein: schmaler Rumpf, drei Sitze pro Reihe und zwei Triebwerke hinten am Rumpf unter dem T-Leitwerk.
Die Twin Otter fliegt Loganair unter anderem auf Strecken, die von der schottischen Regierung als öffentliche Daseinsvorsorge ausgeschrieben werden: von Glasgow nach Barra, Tiree und Campbeltown. Die beiden DHC-6-400 für diese Strecken hat 2015 die Flughafengesellschaft Highlands and Islands Airports angeschafft.
Die Islander fehlt dir noch?
Setz die Islander auf deine Wunschliste und stell Sichtungs-Alarme für Typen oder Kennzeichen ein – Planetrack meldet dir, wenn sie an deinem Flughafen anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Zwei Kuriositäten für die Bucket List
Barra: Landung auf dem Strand
Auf der Insel Barra in den Äußeren Hebriden gibt es keine asphaltierte Piste. Der Flughafen nutzt den Strand Traigh Mhòr als Landebahn – vermutlich der einzige Flughafen weltweit, an dem Linienflüge auf einem Gezeitenstrand landen. Drei Sandpisten sind im Dreieck angelegt und an den Enden mit Holzpfählen markiert. Bei Flut verschwinden sie unter Wasser, deshalb richtet sich der Flugplan nach den Gezeiten. Loganair verbindet Barra mit Glasgow, geflogen wird mit der Twin Otter.
Für Fotografen ist das ein Traummotiv: eine kleine Propellermaschine, die auf nassem Sand aufsetzt, dahinter Dünen und Meer. Plan deinen Besuch nach dem Tidenkalender und dem Flugplan, und bleib unbedingt außerhalb der markierten Pistenbereiche, sobald ein Flugzeug erwartet wird. Barra gehört zu Recht auf jede Spotter-Bucket-List.
Westray–Papa Westray: der kürzeste Linienflug der Welt
Auf Orkney fliegt Loganair seit 1967 die sogenannten Inter-Isles-Verbindungen zwischen Kirkwall und mehreren kleinen Inseln. Ein Abschnitt davon ist berühmt: Zwischen Westray und Papa Westray liegen nur rund 2,7 Kilometer. Planmäßig dauert der Flug etwa anderthalb Minuten, bei passendem Wind geht es schneller – der Rekord liegt bei 53 Sekunden. Geflogen wird mit einer Britten-Norman Islander, einem Hochdecker mit acht Passagiersitzen. Die Inter-Isles-Flüge betreibt Loganair im Auftrag des Orkney Islands Council.
Gezeiten prüfen
Auf Barra bestimmt die Tide, wann geflogen wird. Ohne Tidenkalender stehst du womöglich vor leerem Wasser.
Flugplan abgleichen
Inselflüge gibt es oft nur wenige Male am Tag. Notiere dir die Zeiten für Hin- und Rückflug.
Wetter einplanen
Wind und tiefe Wolken führen auf den Inseln schnell zu Verspätungen oder Ausfällen. Ein Blick auf METAR und TAF hilft.
Respekt vor dem Betrieb
Abstand halten, Markierungen beachten, keine Drohnen. Diese Plätze sind klein, aber echte Flugplätze.
Wie du Wettermeldungen liest, erklärt der Guide METAR und TAF für Spotter. Für die oft grauen Tage im Norden lohnt sich auch Planespotting bei schlechtem Wetter.
Woran du Loganair erkennst
Seit der Rückkehr zur eigenen Marke 2017 setzt Loganair auf ein Branding mit schottischem Tartan. Das Muster wurde im März 2017 im Scottish Register of Tartans eingetragen. Die eigenständige Bemalung zeigte Loganair erstmals im April 2017 an einem Saab-340-Frachter. Auf dem Vorfeld fällt die Airline dadurch sofort auf, auch neben BA- oder easyJet-Maschinen.
Der zweite Hinweis ist der Typ. Siehst du an einem schottischen Flughafen eine ATR mit britischem Kennzeichen, ist die Chance auf Loganair hoch. Bei Jets mit Triebwerken am Heck und nur rund 30 Metern Länge solltest du an die ERJ-145 denken. Twin Otter und Islander mit Loganair-Schriftzug gibt es ohnehin nur auf den Inselstrecken.
ATR 72-600
- Langer, schlanker Rumpf mit 72 Sitzen
- Hintere Passagiertür, Einstieg oft über das Vorfeld
- Auf Trackern als AT76 geführt
ATR 42
- Deutlich kürzerer Rumpf, wirkt gedrungen
- 48 Sitze, gut für kleinere Plätze
- Auf Trackern als AT45 oder AT46 geführt
Beim Fotografieren der Turboprops lohnt ein Blick auf die Verschlusszeit: Mit zu kurzer Belichtung frieren die Propeller ein und das Flugzeug wirkt wie ein Modell. Wie du sichtbare Propellerbewegung hinbekommst, zeigt der Artikel Propeller fotografieren.
Achtung Verwechslung
Loganair setzt auch ATR 72-500 als reine Frachter ein. Von außen sehen sie einer Passagier-ATR ähnlich – wer Typ und Variante nicht prüft, notiert sie leicht als normale ATR 72. Tipps zu Frachtmaschinen findest du unter Frachtflugzeuge erkennen.
Netz und Partner
Loganair gehört keiner Allianz an. Dafür bestehen Codeshares mit British Airways und KLM sowie Interline-Abkommen mit zahlreichen weiteren Airlines, darunter (Stand 2023) Aer Lingus, Air France und Finnair. Das ermöglicht Umsteigeverbindungen von den schottischen Inseln in die weite Welt. 2023 startete Loganair außerdem Flüge von Shetland, Orkney, Derry und Dundee nach London-Heathrow; welche davon aktuell noch im Plan stehen, prüfst du am besten im Flugplan.
Das Netz reicht laut Loganair über Schottland hinaus in andere Teile des Vereinigten Königreichs, auf die Isle of Man, die Kanalinseln und nach Irland, dazu kommen einzelne Ziele auf dem europäischen Festland. Weitere Basen gibt es unter anderem in Kirkwall, Dundee, Derry, Newcastle, Jersey, auf der Isle of Man und seit 2025 in Southampton.
Ein naher Verwandter im Geschäftsmodell ist Widerøe in Norwegen: ebenfalls Regionalflüge zu abgelegenen Orten, ebenfalls kurze Pisten und viel Wetter. Wer beide Airlines kennt, versteht, wie Regionalverkehr im hohen Norden Europas funktioniert. Den Gegenpol bildet eine Konzerntochter wie KLM Cityhopper, die vor allem ein großes Drehkreuz versorgt.
Gute Chancen auf Loganair, wenn …
- du in Glasgow, Aberdeen, Edinburgh oder Inverness spottest
- du auf Orkney, Shetland oder den Hebriden unterwegs bist
- du die Abflug- und Ankunftszeiten vorher im Flugplan nachgeschaut hast
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Reiseberichten planst – Strecken und Basen ändern sich
- du eine bestimmte Strecke nach Heathrow oder auf das Festland erwischen willst
- Sturm oder Nebel angesagt ist
Eher kein Loganair-Tag, wenn …
- du an einem deutschen Flughafen spottest – dort ist Loganair praktisch nicht unterwegs
Sicherheit und Regeln
Gerade auf kleinen Inselplätzen gibt es oft keine Zäune wie an Großflughäfen. Halte trotzdem Abstand zu Pisten und Vorfeld, folge Hinweisschildern und dem Personal vor Ort. Was beim Spotten generell gilt, steht im Artikel Ist Planespotting erlaubt?, Drohnen-Regeln findest du unter Drohnen am Flughafen.
Blick nach vorn
Loganair beschäftigt sich seit einigen Jahren mit emissionsarmen Antrieben. Angekündigt wurden unter anderem eine wasserstoffbetriebene Islander für Orkney, eine Partnerschaft mit Heart Aerospace für Hybrid-Elektro-Flugzeuge und Pläne für elektrische Flugzeuge von BETA Technologies für Strecken in den Highlands und auf den Inseln. Ob und wann diese Muster im Liniendienst auftauchen, ist offen. Für Spotter heißt das: Auf den Inselstrecken kann es in den nächsten Jahren interessante Prototypen und Erprobungsflüge geben.
Häufige Verwechslungen
- LM für einen Länder-Code halten – LM ist eine reine Airline-Kennung von Loganair.
- Jede ATR in Schottland für Loganair halten – auch andere Airlines fliegen ATR nach Großbritannien. Bemalung und Kennzeichen entscheiden.
- ERJ-145 mit E-Jets verwechseln – die ERJ-145 ist kleiner, hat Triebwerke am Heck und nur drei Sitze pro Reihe.
- ATR 42 und ATR 72 vertauschen – achte auf die Rumpflänge im Verhältnis zum Flügel.
- Codeshare-Nummer mit durchführender Airline gleichsetzen – ein BA- oder KL-Flug kann von Loganair geflogen werden; der Tracker zeigt LOG.
- Saab 340 noch im Plan erwarten – die Saab wurde im Januar 2024 ausgemustert.
Wie du einzelne Maschinen über ihr Kennzeichen sauber zuordnest, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Seltene Typen wie Islander und Twin Otter findest du gezielter mit den Tipps aus Seltene Flugzeuge spotten.
Schottland-Tour planen
Finde Spots mit Anreise, bestem Licht und Community-Fotos, check Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und poste deine Loganair-Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Loganair ist die Airline für Spotter, die das Besondere suchen. Statt großer Jets gibt es ATR-Turboprops, eine Handvoll Regionaljets und echte Inselflieger, die auf Sand oder Graspisten landen. Wer Codes, Typen und Kennzeichen kennt, ordnet jede Sichtung schnell zu – und wer einmal auf Barra eine Twin Otter auf dem Strand aufsetzen sieht, vergisst das nicht so schnell.
Kurzfazit
Loganair (IATA LM, ICAO LOG) ist Schottlands Regionalairline mit Sitz in Glasgow. Die Flotte reicht von der Islander über die Twin Otter bis zur ATR 72 und der Embraer ERJ-145 – und mit Barra und Westray–Papa Westray fliegt sie zwei der ungewöhnlichsten Strecken der Welt.
Zusammenfassung
- Loganair fliegt dort, wo sonst kaum jemand fliegt: zu den schottischen Inseln, in die Highlands und auf viele britische Inlandsstrecken.
- Für Spotter ist die Flotte das Spannende – vom Neunsitzer Islander über die Twin Otter bis zur ATR 72 und dem Regionaljet ERJ-145.
- Codes LM und LOG sowie das Tartan-Branding helfen beim Zuordnen; das Kennzeichen zeigt dir die einzelne Maschine.
- Strecken und Basen ändern sich bei Regionalairlines häufig – prüf vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Loganair?
Der IATA-Code von Loganair ist LM, der ICAO-Code LOG. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „LOGAN“. Auf Flugtrackern siehst du in der Regel den ICAO-Code mit Flugnummer.
Welche Flugzeuge fliegt Loganair?
Laut Flottenübersichten (Stand April 2026) besteht die Flotte aus rund 35 Flugzeugen: ATR 42-500 und ATR 42-600 mit 48 Sitzen, ATR 72-600 mit 72 Sitzen, ATR 72-500F für Fracht, Embraer ERJ-145 mit 49 Sitzen, DHC-6 Twin Otter mit 19 Sitzen und Britten-Norman Islander mit acht Sitzen. Die Saab 340 hat Loganair im Januar 2024 ausgemustert.
Gehört Loganair zu einer Allianz?
Nein. Loganair ist kein Mitglied von Star Alliance, oneworld oder SkyTeam. Es gibt aber Codeshares mit British Airways und KLM sowie Interline-Vereinbarungen mit zahlreichen weiteren Airlines. Seit 2025 nutzt Loganair außerdem Avios als Währung im Vielfliegerprogramm.
Was ist der kürzeste Linienflug der Welt?
Die Strecke Westray–Papa Westray auf den Orkney-Inseln, die Loganair mit einer Britten-Norman Islander fliegt. Die Entfernung liegt bei rund 2,7 Kilometern, planmäßig dauert der Flug etwa anderthalb Minuten, tatsächlich oft nur rund eine Minute. Der Rekord liegt bei 53 Sekunden.
Landet Loganair wirklich auf einem Strand?
Ja. Der Flughafen Barra auf den Äußeren Hebriden nutzt den Strand Traigh Mhòr als Landebahn. Drei Sandpisten sind dort im Dreieck markiert, bei Flut stehen sie unter Wasser. Deshalb richten sich die Flugzeiten nach den Gezeiten. Loganair fliegt Barra von Glasgow aus mit der Twin Otter an.
War Loganair früher Teil von Flybe oder British Airways?
Loganair flog von 1994 bis 2008 im Franchise für British Airways und danach bis 2017 im Franchise für Flybe. Seit September 2017 tritt die Airline wieder unter eigenem Namen auf. Nach dem Zusammenbruch von Flybe im März 2020 übernahm Loganair mehrere ehemalige Flybe-Strecken.
Kann ich Loganair in Deutschland spotten?
Kaum. Loganair konzentriert sich auf Schottland, das übrige Vereinigte Königreich, die Isle of Man, die Kanalinseln und Irland, dazu einzelne Ziele auf dem europäischen Festland. Für Sichtungen ist eine Reise nach Großbritannien der realistische Weg, etwa nach Glasgow, Aberdeen, Edinburgh oder Inverness.
Was plant Loganair bei der Flottenerneuerung?
Loganair setzt seit 2019 verstärkt auf ATR-Turboprops und hat damit Saab- und Dornier-Muster ersetzt. Daneben arbeitet die Airline an Projekten mit emissionsarmen Antrieben, etwa einer wasserstoffbetriebenen Islander für Orkney und einer Partnerschaft mit Heart Aerospace für Hybrid-Elektro-Flugzeuge. Ob und wann solche Muster im Liniendienst auftauchen, ist offen.
Loganair im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
ATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypDe Havilland Canada DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
British Airways
Die britische Netzwerk-Airline aus London: 1974 aus BOAC und BEA entstanden, Drehkreuz Heathrow, Teil der IAG, Gründungsmitglied von oneworld und mit A380, 777 und 787 eine der vielfältigsten Langstreckenflotten Europas.
RegionalWiderøe
Norwegens größte Regionalairline: seit 1934 in der Luft, Heimat in Bodø, ein dichtes Netz kleiner Kurzbahn-Flugplätze entlang der Küste – und eine Flotte, in der fast nur Propeller drehen.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
NetzwerkAer Lingus
Irlands Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Dublin: gegründet 1936, seit 2015 Teil der IAG, ohne Allianz – und mit A321LR und A321XLR einer der spannendsten Single-Aisle-Betreiber über dem Nordatlantik.
RegionalAir UK
Historische britische Regionalairline (1980–1998), entstanden aus Air Anglia, British Island Airways und zwei kleineren Gesellschaften. Air UK flog Fokker-Turboprops und BAe 146 ab Norwich und Stansted, geriet schrittweise unter KLM-Kontrolle und hieß ab 1998 KLM uk.
RegionalAurigny
Die Airline der Kanalinsel Guernsey gehört der Inselregierung, fliegt heute fast nur noch ATR 72-600 und war Erstbetreiberin der dreimotorigen Britten-Norman Trislander.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
ATR
Der französisch-italienische Hersteller ATR baut seit den 1980er-Jahren nur zwei Flugzeuge – die ATR 42 und die ATR 72. Hochdecker, T-Leitwerk, Propeller: Wer die Familie einmal verstanden hat, erkennt sie überall, von Lanzarote bis zu den griechischen Inseln.
FlughafenFlughafen London Heathrow
Europas verkehrsreichster Flughafen kommt mit nur zwei Bahnen aus – und genau das macht ihn für Spotter so spannend: Großraumflugzeuge im Minutentakt, ein fester Runway-Wechsel um 15 Uhr und mit der Myrtle Avenue einer der bekanntesten Anflugspots der Welt.
Passende Guides aus dem Blog
- Propellerflugzeuge fotografieren: Verschlusszeit und Mitzieher richtig wählen
- Flugzeug-Kennzeichen verstehen: So liest du jede Registrierung
- IATA- und ICAO-Codes erklärt: Flughäfen, Airlines und Flugzeugtypen entschlüsseln
- Seltene Flugzeuge spotten: Unicorns, Erstbesuche und Überführungen
- Spotting-Bucket-List: Die legendärsten Planespotting-Spots der Welt



