Das Wichtigste in Kürze
- Porter Airlines ist eine kanadische Airline mit Sitz am Stadtflughafen Billy Bishop in Toronto und gilt heute als drittgrößte Airline des Landes.
- Codes: IATA PD, ICAO POE, Rufzeichen „PORTER AIR“.
- Zwei Welten: Die Dash 8-400 fliegt ab Billy Bishop, die Embraer E195-E2 ab Toronto-Pearson, Ottawa und weiteren Flughäfen.
- Schnelles Wachstum: Seit Dezember 2022 hat Porter als nordamerikanischer Erstkunde der E2-Familie über 50 E195-E2 übernommen.
- Keine Allianz, aber ein Joint Venture mit Air Transat und Partnerschaften mit großen Netzwerk-Airlines.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Porter Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Billy Bishop: der Flughafen, der Porter geprägt hat
- 4.Die Flotte: Dash 8-400 und Embraer E195-E2
- 5.Dash 8-400 oder E195-E2? So unterscheidest du sie
- 6.Woran du Porter erkennst
- 7.Vom Inselflughafen in die Karibik: das Netz
- 8.Porter in Kanada einordnen
- 9.Porter spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | PD |
|---|---|
| ICAO-Code | POE |
| Rufzeichen | PORTER AIR |
| Drehkreuze | YTZ, YYZ, YOW |
| Geschäftsmodell | Linien-Airline mit Umsteigeverkehr über Toronto und Ottawa, Turboprops im Regional- und Jets im Mittelstreckenverkehr |
| Sitz | Billy Bishop Toronto City Airport, Toronto (Ontario), Kanada |
| Gegründet | 2006, erster Linienflug am 23. Oktober 2006 nach Ottawa |
| Eigentümer | Porter Aviation Holdings |
| Drehkreuze | Toronto-Billy Bishop (YTZ), Toronto-Pearson (YYZ) und Ottawa (YOW) |
| Allianz | keine; Joint Venture mit Air Transat, dazu Partnerschaften unter anderem mit British Airways und Alaska Airlines |
| Flotte (Stand 2026) | rund 80 Flugzeuge – knapp 30 De Havilland Canada Dash 8-400 und über 50 Embraer E195-E2 |
| Bestellung | weitere E195-E2 aus Festbestellungen über insgesamt 75 Jets, dazu Kaufrechte |
| Kennzeichen | Kanadische Registrierung mit dem Präfix C- |
| Markenzeichen | Kleingeschriebener Schriftzug „porter“, Waschbär-Maskottchen „Mr. Porter“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Porter Airlines?
- Nur zwei Typen: Turboprop Dash 8-400 oder Jet Embraer E195-E2 – nichts anderes trägt den Porter-Schriftzug
- Schriftzug „porter“ konsequent in Kleinbuchstaben
- Am Stadtflughafen Billy Bishop ausschließlich Dash 8-400, denn dort sind Jets verboten
- Jets mit langen Flügeln ohne Winglets und großen Getriebefan-Gondeln: die E195-E2
- Kanadisches Kennzeichen mit C- am Heck
- Flugnummer mit PD, auf dem Tracker POE und Rufzeichen „PORTER AIR“
Auf einer Insel vor der Skyline von Toronto, nur wenige Hundert Meter vom Bankenviertel entfernt, liegt ein Flughafen, an dem Jets nicht landen dürfen. Genau dort hat Porter Airlines 2006 angefangen – mit schnellen Turboprops und dem Versprechen, Geschäftsreisende ohne lange Anfahrt nach Ottawa oder Montréal zu bringen. Zwanzig Jahre später ist Porter Kanadas drittgrößte Airline und betreibt eine der größten Flotten der Embraer E195-E2. Diese Seite zeigt dir, welche Codes Porter nutzt, wie die zweigeteilte Flotte funktioniert und wo du die Airline vor die Linse bekommst.
Q400 und E2 im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Porter-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Typ und Spot fest – und siehst, ob dir die Dash 8 oder die E195-E2 noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Porter Airlines im Überblick
Porter Airlines ist eine kanadische Linien-Airline mit Sitz am Billy Bishop Toronto City Airport. Die Idee stammt von Robert Deluce, der die Airline heute als Executive Chairman begleitet; Geschäftsführer ist Michael Deluce. Im Februar 2006 kündigte Porter die Strecke Toronto–Ottawa an, am 23. Oktober 2006 ging der erste Linienflug in die Hauptstadt. Der Start war holprig: Die Erweiterung des Inselflughafens war in Toronto politisch umstritten, und am ersten Tag blockierten Demonstranten sogar den Fähranleger.
Porter setzte von Anfang an auf ein klares Rezept: kurze Wege in die Innenstadt, ein ruhiger Terminal statt Großflughafen-Trubel und Service, der sich deutlich von Low-Cost-Anbietern abhebt. Lange Zeit war Porter damit eine reine Turboprop-Airline für Ostkanada und den Nordosten der USA.
Der große Umbruch kam nach der Pandemie. Im März 2020 stellte Porter den gesamten Flugbetrieb ein und flog erst am 8. September 2021 wieder – fast 18 Monate später. Schon im Juli 2021 hatte die Airline aber ihre bisher größte Entscheidung verkündet: Jets von Embraer, stationiert am großen Flughafen Toronto-Pearson. Seitdem wächst Porter in einem Tempo, das man in Nordamerika selten sieht, und gilt inzwischen hinter Air Canada und WestJet als drittgrößte Airline des Landes.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code PD: steht in der Flugnummer, also auf Ticket, Anzeigetafel und in den meisten Flugplänen.
- ICAO-Code POE: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen PORTER AIR: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Zusätzlich sind für Porter ein zweiter IATA-Code, P3, und ein zweites Rufzeichen, „DASH PORT“, registriert. Für die meisten Spotter spielt das im Alltag kaum eine Rolle, kann aber erklären, warum ein Tracker gelegentlich eine ungewohnte Kennung zeigt. Wie IATA- und ICAO-Codes grundsätzlich zusammenhängen, erklärt der Guide zu IATA- und ICAO-Codes.
Tracker richtig lesen
Auf vielen Flugtrackern steht das ICAO-Rufzeichen, nicht die PD-Flugnummer. Achte zusätzlich auf den Typcode: DH8D steht für die Dash 8-400, E295 für die E195-E2. So weißt du schon vor dem Anflug, ob ein Propeller- oder ein Jet-Porter kommt. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Billy Bishop: der Flughafen, der Porter geprägt hat
Ohne den Inselflughafen gäbe es Porter in dieser Form nicht. Billy Bishop Toronto City Airport (IATA YTZ) liegt auf den Toronto Islands im Ontariosee, direkt vor der Innenstadt. Passagiere kommen per Fähre oder seit dem 30. Juli 2015 durch einen rund 240 Meter langen Fußgängertunnel unter dem Kanal hindurch.
Für den Betrieb gelten strenge Regeln. Eine Vereinbarung zwischen der Stadt Toronto, der Hafenbehörde und der Bundesregierung von 1983 verbietet Jets – Ambulanzflüge ausgenommen – und legt Lärmgrenzen fest. Geflogen wird nur zwischen 6:45 und 23:00 Uhr. Die längere der beiden Pisten misst nur gut 1.200 Meter. Für diese Bedingungen ist die Dash 8-400 wie gemacht: schnell genug für Strecken wie Toronto–Halifax, aber kurzstartfähig und leiser als ein Jet.
2013 wollte Porter das ändern. Die Airline kündigte eine an Bedingungen geknüpfte Bestellung über Bombardier-CS100-Jets an, um vom Inselflughafen aus deutlich längere Strecken zu fliegen. Dafür hätten die Piste verlängert und das Jetverbot gelockert werden müssen. Im November 2015 erklärte die Bundesregierung, dass sie das nicht unterstützt. Die Jetpläne lagen damit auf Eis – bis Porter einen anderen Weg fand: die Jets einfach woanders zu stationieren.
Spannend für Spotter: Billy Bishop teilt sich Porter mit Air Canada Express, deren Regionalflüge dort ebenfalls mit Turboprops abgewickelt werden. Die beiden Dash-8-Flotten auseinanderzuhalten, ist eine der typischen Aufgaben am Inselflughafen – mehr dazu unten bei den Verwechslungen.
Die Flotte: Dash 8-400 und Embraer E195-E2
Porter fliegt nur zwei Typen – aber zwei sehr unterschiedliche. Laut Flottenübersichten sieht die Flotte 2026 ungefähr so aus:
| Typ | Anzahl (Stand 2026) | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| De Havilland Canada Dash 8-400 | knapp 30 | 78 | Billy Bishop, Regionalstrecken in Ostkanada und Nordosten der USA | T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller, Typcode DH8D |
| Embraer E195-E2 | über 50 | 132 | Pearson, Ottawa und weitere Basen, Strecken quer durch Kanada, USA, Mexiko, Karibik | Lange Flügel ohne Winglets, Typcode E295 |
| Embraer E195-E2 | weitere bestellt | 132 | Auslieferung läuft | Festbestellungen über insgesamt 75 Jets plus Kaufrechte |
Dash 8-400: das Arbeitspferd der ersten Jahre
Porter bestellte ursprünglich zehn Q400 mit 70 Sitzen und stockte die Flotte danach mehrfach auf; im November 2011 kamen die ersten Q400 der NextGen-Version dazu. Weil die Piste auf Billy Bishop kurz ist, waren die Flugzeuge anfangs bewusst mit 70 Plätzen bestuhlt. 2021 rüstete Porter die Flotte auf 78 Sitze um. Hersteller der Baureihe ist heute De Havilland Canada, das das Programm von Bombardier übernommen hat – deshalb heißt der Typ je nach Quelle Q400 oder Dash 8-400.
E195-E2: der Wachstumsmotor
Im Juli 2021 bestellte Porter 30 Embraer E195-E2 und sicherte sich Rechte auf viele weitere. Im Juli 2022 kamen 20 feste Bestellungen dazu, im November 2023 noch einmal 25 – damit stehen 75 Jets fest im Auftragsbuch. Am 21. Dezember 2022 übernahm Porter die ersten beiden Maschinen und wurde damit nordamerikanischer Erstkunde der E2-Familie. Inzwischen fliegen über 50 Exemplare, und Porter zählt damit zu den größten E2-Betreibern weltweit.
Porter bestuhlt die E195-E2 mit 132 Plätzen in Zweierreihen ohne Mittelsitz: vorn die Premium-Kabine PorterReserve, dahinter Reihen mit mehr Beinfreiheit und die normale Economy. An Bord gibt es kostenloses WLAN, aber keine Bildschirme in den Sitzlehnen. Gewartet werden die Jets in Ottawa, wo Porter eine große Wartungsbasis für die E2 gebaut hat. Hersteller ist Embraer aus Brasilien.
Die nächste E2 nicht verpassen
Setz Porter, die E195-E2 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich bei Anflug oder Landung benachrichtigen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Dash 8-400 oder E195-E2? So unterscheidest du sie
Die Frage klingt banal – Propeller oder nicht –, aber auf große Distanz, bei Gegenlicht oder in der Dämmerung über dem Ontariosee ist sie es nicht immer. Diese Merkmale helfen:
Das spricht für die Dash 8-400
- Hochdecker: Die Flügel sitzen oben auf dem Rumpf
- T-Leitwerk mit Höhenruder ganz oben auf der Flosse
- Große Sechsblatt-Propeller, das Hauptfahrwerk klappt in die Triebwerksgondeln
- Auf dem Tracker als DH8D geführt
Das spricht für die E195-E2
- Tiefdecker mit langen, schlanken Flügeln ohne Winglets
- Zwei große, rundliche Getriebefan-Triebwerke unter den Flügeln
- Höhenleitwerk am Rumpfende, nicht oben auf der Flosse
- Auf dem Tracker als E295 geführt
Schwieriger wird es, wenn du eine Porter-E2 von anderen E-Jets abgrenzen willst. Die erste Generation, etwa die Embraer E195, hat kleinere Triebwerke und kürzere Flügel, die etwas kürzere E190-E2 sieht der E195-E2 sehr ähnlich, hat aber einen kürzeren Rumpf und eine etwas geringere Spannweite. Porter fliegt allerdings nur die große E195-E2 – siehst du einen E-Jet mit Porter-Schriftzug, ist der Typ damit klar. Wie du die ganze Familie sortierst, zeigt der Guide Embraer E-Jets unterscheiden. Für die Propellerseite lohnt sich der Artikel ATR und Dash 8 unterscheiden.
Woran du Porter erkennst
Porter pflegt ein bewusst eigenständiges Markenbild. Der Name steht konsequent kleingeschrieben als „porter“ auf dem Rumpf. Maskottchen ist ein stilisierter Waschbär namens „Mr. Porter“, der in der Werbung der Airline auftaucht, und die Uniformen des Personals orientieren sich an der Airline-Mode der 1960er-Jahre. Das Ziel war von Anfang an, sich vom üblichen Bild nordamerikanischer Regionalflieger abzuheben.
Noch einfacher als die Bemalung ist die Flottenlogik: Porter hat nur zwei Typen. Ein Turboprop mit Porter-Schriftzug ist eine Dash 8-400, ein Jet ist eine E195-E2. Und weil Porter auf dem Inselflughafen keine Jets betreiben darf, verrät dir der Standort oft schon den Typ.
Für Sonderbemalungen lohnt sich ein Blick zurück: Zum 150. Geburtstag Kanadas im Jahr 2017 war Porter mit einer Jubiläumsbemalung unterwegs. Solche Motive sind bei Porter selten – umso größer ist der Wert, wenn eine auftaucht.
Standort beachten
Billy Bishop heißt Dash 8-400, Pearson und Ottawa sind das Revier der E195-E2.
Schriftzug prüfen
Kleingeschriebenes „porter“ auf dem Rumpf – damit ist die Airline klar.
Kennzeichen lesen
C- am Heck zeigt die kanadische Registrierung. Notier das komplette Kennzeichen, denn bei nur zwei Typen macht erst das Kennzeichen jede Sichtung einzigartig.
Tracker abgleichen
POE und der Typcode DH8D oder E295 bestätigen, was du gesehen hast.
Wie kanadische und andere Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Vom Inselflughafen in die Karibik: das Netz
Lange war Porter eine Airline für den „Korridor“ zwischen Toronto, Ottawa und Montréal, ergänzt um Ziele in den Maritimes und im Nordosten der USA, etwa Boston und Newark. Mit den Jets hat sich das grundlegend verändert. Von Toronto-Pearson und Ottawa aus fliegt Porter heute quer durch Kanada, unter anderem nach Vancouver, Calgary, Edmonton, Winnipeg und Victoria. Dazu kommen Ziele in den USA wie Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und mehrere Flughäfen in Florida, außerdem New York-LaGuardia.
Auch in die Sonne geht es: Mexiko, Costa Rica und die Karibik stehen im Winterflugplan. Für die Saison 2026/27 stehen neue Ziele wie Aruba, Los Cabos, Montego Bay und San José in Costa Rica im Flugplan – das Netz ist ständig in Bewegung.
Ein neuer Standort ist seit dem 15. Juni 2026 der Flughafen Montréal Metropolitan in Saint-Hubert, wo Porter ein eigenes Terminal für Inlandsflüge eröffnet hat. Dort setzt Porter sowohl die Dash 8-400 als auch die E195-E2 ein.
Partner hat Porter trotz fehlender Allianz einige: Mit Air Transat besteht seit 2023 ein Joint Venture, das Porter-Inlandsflüge mit Transats Ferien- und Transatlantiknetz verknüpft. Partnerschaften gibt es außerdem unter anderem mit British Airways und Alaska Airlines.
Stand beachten
Strecken, Flottenzahlen und Basen geben den Stand von Oktober 2026 wieder. Porter wächst schnell – bevor du eine Spottertour planst, prüf den aktuellen Flugplan des jeweiligen Flughafens.
Porter in Kanada einordnen
Im kanadischen Markt nimmt Porter eine eigene Position ein. Die großen Netzwerk-Airlines Air Canada und WestJet arbeiten mit Regionalpartnern: Air Canada mit Jazz Aviation und PAL Airlines unter der Marke Air Canada Express, WestJet mit der Regionaltochter WestJet Encore. Porter fliegt dagegen alles selbst und unter eigenem Namen – vom 78-sitzigen Turboprop bis zum 132-sitzigen Jet.
Von Ultra-Low-Cost-Anbietern wie Flair Airlines grenzt sich Porter durch den Service ab: Snacks und Getränke inklusive Bier und Wein sind an Bord kostenlos, auf längeren E2-Flügen gibt es frische Speisen. Das Vielfliegerprogramm heißt VIPorter.
Porter spotten
Porter fliegt nicht nach Europa. Wenn du die Airline fotografieren willst, gehört sie auf die Liste für eine Nordamerika-Reise – und dort ist sie an einigen Orten kaum zu übersehen.
Sehr gute Chancen auf Porter …
- in Toronto: Billy Bishop für die Dash 8-400, Pearson für die E195-E2
- in Ottawa, dem zweiten Drehkreuz und Wartungsstandort der E2
- in Montréal, Halifax und an Flughäfen im Nordosten der USA wie Boston, Newark oder LaGuardia
Gute Chancen, aber vorher prüfen …
- in Westkanada und an Zielen in Kalifornien oder Nevada
- an saisonalen Sonnenzielen in Florida, Mexiko und der Karibik
Keine Chance …
- an europäischen Flughäfen – Porter hat dort keine Strecken
Billy Bishop ist das ungewöhnlichste Porter-Revier. Der Flughafen liegt mitten im Stadtgebiet, An- und Abflüge führen über das Wasser des Ontariosees und den Hafen. Von öffentlich zugänglichen Bereichen am Ufer und auf den Inseln lassen sich die Dash 8 vor der Kulisse der Stadt fotografieren – ein Motiv, das es so an kaum einem anderen Flughafen gibt. Achte auf die Betriebszeiten: Vor 6:45 Uhr und nach 23 Uhr startet und landet dort im Linienverkehr nichts.
An Toronto-Pearson siehst du die E195-E2 zwischen den Großraumjets von Air Canada und internationalen Airlines. Weil dort sehr viel Verkehr herrscht, hilft ein Alarm auf dem Tracker, um die Porter-Bewegungen nicht zu verpassen – wie das geht, erklärt der Guide zu Flugverfolgungs-Alarmen.
Bist du an der US-Ostküste unterwegs, lohnen sich klassische Spots: In Boston bietet sich Castle Island an, in New York der Planeview Park am Flughafen LaGuardia. Mit etwas Glück steht dort eine Porter-E2 zwischen den US-Airlines in der Anflugkette.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen. Zäune, Absperrungen und Sicherheitszonen sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren – auch nicht über dem Hafen von Toronto. Was beim Spotten grundsätzlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Porter-Dash-8 mit Air Canada Express verwechseln – auf Billy Bishop fliegen beide Turboprops. Schriftzug und ICAO-Code (POE gegenüber dem Code des Express-Partners) klären das.
- Jede Dash 8 für eine Q400 halten – kleinere Versionen wie die Dash 8-300 haben Vierblatt-Propeller und einen kürzeren Rumpf. Porter fliegt nur die -400.
- Q400 und Dash 8-400 als zwei Typen notieren – es ist dasselbe Flugzeug, nur unter dem Namen von Bombardier beziehungsweise De Havilland Canada.
- Die E195-E2 als E190-E2 oder E195 der ersten Generation eintragen – Porter fliegt ausschließlich die E195-E2.
- Eine Porter-E2 auf Billy Bishop erwarten – dort gilt ein Jetverbot, die E2 starten an Pearson, Ottawa und weiteren Flughäfen.
- Porter für einen Low-Cost-Anbieter halten – Porter verzichtet auf das Ultra-Low-Cost-Modell und setzt auf inklusive Service an Bord.
Porter im Blick behalten
Beobachte einzelne Porter-Kennzeichen oder die E195-E2, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Porter Airlines ist eine der spannendsten Wachstumsgeschichten der nordamerikanischen Luftfahrt. Die Airline begann als Turboprop-Spezialist auf einem Inselflughafen mit Jetverbot und hat sich mit der Embraer E195-E2 zum landesweiten Anbieter mit Zielen bis in die Karibik entwickelt. Für Spotter ist das Bild trotzdem übersichtlich: zwei Typen, ein klares Markenbild und ein Standort, der oft schon verrät, was kommt. Wer in Toronto beide Flughäfen besucht, hat die ganze Porter-Flotte an einem Tag im Kasten.
Kurzfazit
Porter Airlines (IATA PD, ICAO POE) ist eine kanadische Airline aus Toronto mit nur zwei Typen: der Dash 8-400 am Stadtflughafen Billy Bishop und der Embraer E195-E2 ab Pearson, Ottawa und weiteren Basen. Nach Europa fliegt Porter nicht.
Zusammenfassung
- Porter erkennst du am kleingeschriebenen Schriftzug und daran, dass die Flotte nur aus Dash 8-400 und Embraer E195-E2 besteht.
- Billy Bishop ist das Turboprop-Revier: Dort gilt ein Jetverbot, deshalb starten Porters E2 an Pearson und Ottawa.
- Die Airline ist seit 2022 vom Regional-Spezialisten zum landesweiten Anbieter mit Zielen in den USA, Mexiko und der Karibik gewachsen.
- Nach Europa fliegt Porter nicht – Sichtungen sind ein Thema für Nordamerika-Reisen, etwa in Toronto, Ottawa, Boston oder New York.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Porter Airlines?
Der IATA-Code ist PD, der ICAO-Code POE, im Funk meldet sich die Besatzung als „PORTER AIR“. Daneben sind für Porter noch der IATA-Code P3 und das Rufzeichen „DASH PORT“ registriert. In Flugnummern auf Tickets und Anzeigetafeln begegnet dir in der Regel PD.
Gehört Porter Airlines zu einer Allianz?
Nein. Porter ist weder in der Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Die Airline arbeitet stattdessen mit einzelnen Partnern: Mit Air Transat besteht seit 2023 ein Joint Venture, dazu kommen Partnerschaften unter anderem mit British Airways und Alaska Airlines.
Welche Flugzeuge fliegt Porter?
Nur zwei Typen: den Turboprop De Havilland Canada Dash 8-400 (früher Bombardier Q400) und den Jet Embraer E195-E2. Laut Flottenübersichten waren es 2026 knapp 30 Dash 8-400 und über 50 E195-E2, zusammen rund 80 Flugzeuge. Weitere E2 stehen noch aus den Bestellungen aus.
Warum fliegt Porter am Billy Bishop Airport keine Jets?
Für den Inselflughafen in Toronto gilt seit 1983 eine Vereinbarung zwischen Stadt, Hafenbehörde und Bundesregierung, die Jets – abgesehen von Ambulanzflügen – ausschließt. Porters Vorstoß von 2013, mit Bombardier-CS100-Jets dort zu fliegen, fand keine Unterstützung. Die E195-E2 sind deshalb an Toronto-Pearson und Ottawa stationiert.
Seit wann fliegt Porter die Embraer E195-E2?
Die ersten beiden E195-E2 hat Porter am 21. Dezember 2022 übernommen. Damit war Porter der erste Kunde der E2-Familie in Nordamerika. Die Erstbestellung von 2021 wurde mehrmals aufgestockt, zuletzt im November 2023 auf 75 feste Bestellungen.
Wie viele Sitze hat eine Porter-E195-E2?
Porter bestuhlt die E195-E2 mit 132 Plätzen in einer Zwei-Zwei-Anordnung ohne Mittelsitz: vorn PorterReserve, dahinter Sitze mit mehr Beinfreiheit und die normale Economy. Die Dash 8-400 hat laut Flottenübersichten 78 Sitze.
Fliegt Porter nach Europa?
Nein. Porter fliegt innerhalb Kanadas, in die USA sowie nach Mexiko, Mittelamerika und in die Karibik. Wer Porter fotografieren will, braucht eine Nordamerika-Reise – Toronto, Ottawa, Montréal, Halifax, Boston oder New York sind gute Anlaufpunkte.
Wo kann ich Porter am besten spotten?
In Toronto gleich doppelt: Am Stadtflughafen Billy Bishop siehst du die Dash 8-400, an Toronto-Pearson die E195-E2. Auch in Ottawa, wo Porter seine E2 wartet, ist die Airline sehr präsent. Prüf vor der Tour den aktuellen Flugplan, denn das Netz wächst und ändert sich schnell.
Porter Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)
Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.
Weitere Airlines
Air Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
NetzwerkWestJet
Kanadas zweitgrößte Airline aus Calgary: als Low-Cost-Airline gestartet, heute mit Boeing 787-9 auf der Langstrecke, großer 737-Flotte und Dash-8-Turboprops bei WestJet Encore.
FerienfliegerAir Transat
Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.
RegionalJazz Aviation
Kanadas größte Regionalairline fliegt fast ausschließlich als Air Canada Express: Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175 im Air-Canada-Look, eigene Codes QK und JZA und eine Geschichte, die auf vier Regionalairlines zurückgeht.
RegionalWestJet Encore
Die Regionaltochter von WestJet fliegt seit 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 – in WestJet-Farben, aber mit eigenem ICAO-Code WEN. Hier erfährst du, wie du die Turboprops aus Calgary sicher zuordnest.
Low-CostFlair Airlines
Neongrün, Schwarz und ein Hauch Lila: Flair Airlines ist Kanadas unabhängige Ultra-Low-Cost-Airline mit einer kompakten Flotte aus Boeing 737 MAX 8 und 737-800 – und eine bewegte Geschichte zwischen Charterflügen, NewLeaf und Leasing-Ärger.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
De Havilland Canada
Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.
HerstellerEmbraer
Vom Zubringer-Turboprop Bandeirante zum E195-E2 mit 146 Sitzen: Embraer aus São José dos Campos gilt nach Airbus und Boeing als dritte große Kraft im Verkehrsflugzeugbau – und baut nebenbei Businessjets, den Militärtransporter C-390 und den Super Tucano. Hier erfährst du, wie du die Familien auseinanderhältst und wo du sie in Europa vor die Linse bekommst.
FlughafenFlughafen Toronto Pearson
Kanadas größter Flughafen und wichtigstes Drehkreuz von Air Canada: fünf Bahnen in drei Richtungen am Rand von Mississauga, zwei Terminals, ein Mix aus 777, 787, E195-E2 und Dash 8 – und Winter, in denen die Enteisungsanlage zum Motiv wird.
Wo du Porter Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Castle Island in South Boston am Flughafen Boston Logan
Ein historisches Fort, ein Uferweg am Hafen und Jets im Endanflug: Auf Castle Island in South Boston ziehen die Landungen auf die Piste 4R von Boston Logan über das Wasser an dir vorbei – mit Skyline, Schiffen und viel Platz, kostenlos und ganzjährig zugänglich.
AnflugschneisePlaneview Park am Flughafen New York LaGuardia
Der kleine Nachbarschaftspark in East Elmhurst liegt direkt vor der Schwelle der Piste 04 von LaGuardia. Bei passender Betriebsrichtung kommen die Jets über den Grand Central Parkway so tief herein, dass du Fahrwerk und Klappen aus nächster Nähe siehst – kostenlos und mitten in Queens.
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