Das Wichtigste in Kürze
- Die DHC-515 ist die Neuauflage des CL-415: gleiches Grundkonzept als Flugboot, aber neue Avionik, neue Werkstoffe und verbesserter Korrosionsschutz.
- Europa ist Erstkunde: Kroatien, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich haben zusammen 22 Maschinen bestellt; Frankreich legte im Juni 2026 zwei weitere nach.
- rescEU: Zwölf neue, von der EU finanzierte Löschflugzeuge bilden die feste europäische Reserve, stationiert in den sechs Bestellerländern.
- Stand Oktober 2026 ist noch keine DHC-515 im Einsatz – die erste Auslieferung ist für 2028 geplant.
- Von außen ähnelt sie dem CL-415 fast vollständig, die Bestimmung läuft über das Kennzeichen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die DHC-515?
- 2.Was ist neu gegenüber dem CL-415?
- 3.So erkennst du die DHC-515
- 4.Die europäische Sammelbestellung
- 5.rescEU: Löschflugzeuge für ganz Europa
- 6.Kanada setzt ebenfalls auf die DHC-515
- 7.Wo und wie die DHC-515 gebaut wird
- 8.DHC-515 oder anderes Löschflugzeug?
- 9.Spotting-Ausblick: Wann und wo du sie siehst
- 10.Fototipps für das neue Flugboot
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | De Havilland Aircraft of Canada (De Havilland Canada) |
|---|---|
| Offizielle Bezeichnung | De Havilland Canadair 515 (DHC-515), zuvor als CL-515 entwickelt |
| Bauart | Zweimotoriges Amphibienflugzeug (Flugboot) mit Turboprop-Antrieb, speziell für die Brandbekämpfung |
| Programmstart | 31. März 2022 |
| Endmontage | Calgary, Alberta (Kanada) |
| Länge | 19,8 m |
| Spannweite | 28,6 m |
| Höhe | 9,02 m |
| Löschwasser | 6.137 Liter, dazu 680 Liter Schaummittel |
| Wasseraufnahme | rund 12 Sekunden für einen vollen Tank, Betrieb bei bis zu 2 m Wellenhöhe |
| Max. Startgewicht | 18.597 kg (Utility), 19.890 kg (Restricted) |
| Reisegeschwindigkeit | normal 333 km/h, maximal 346 km/h |
| Überführungsreichweite | rund 2.333 km mit vollen Tanks |
| Erste Auslieferung | geplant ab 2028 (Stand Oktober 2026) |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Klassischer Flugboot-Rumpf mit gekielter Unterseite und Stufe – äußerlich praktisch identisch mit dem CL-415
- Stützschwimmer unter beiden Flügeln, ein Stück innen von den Flügelspitzen
- Hoch auf dem Rumpf sitzender, gerader Flügel mit zwei schlanken Turboprop-Gondeln
- Hoch am Seitenleitwerk angesetztes Höhenleitwerk und Winglets an den Flügelspitzen – wie beim CL-415
- Innen ein modernisiertes Cockpit mit neuer Avionik – von außen nicht sichtbar
- Sichere Unterscheidung zum CL-415 meist nur über Kennzeichen und Betreiberunterlagen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Wer im Sommer am Mittelmeer ein gelbes oder rotes Flugboot über die Bucht gleiten sieht, denkt sofort an den „Canadair“. Seit 2015 wird der CL-415 aber nicht mehr gebaut, und viele Maschinen sind Jahrzehnte alt. Die Antwort heißt DHC-515: eine modernisierte Neuauflage aus Kanada, die gleich sechs EU-Staaten gemeinsam bestellt haben. Hier erfährst du, was die DHC-515 vom Vorgänger unterscheidet, wer sie bekommt, was rescEU damit zu tun hat und wann sie dir realistisch vor die Linse fliegt.
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Was ist die DHC-515?
Die DHC-515 ist ein zweimotoriges Amphibienflugzeug, das ausschließlich für die Brandbekämpfung aus der Luft gebaut wird. Wie beim Vorgänger landet die Besatzung auf einem See, einem Stausee oder dem Meer, nimmt im Gleiten Wasser auf und startet sofort wieder Richtung Feuer. Diese Arbeitsweise macht das Flugboot so wirkungsvoll: Solange eine Wasserfläche in der Nähe liegt, muss es zwischen den Abwürfen nicht zu einem Flugplatz zurück. Der Hersteller betont, dass das Muster von Grund auf als Amphibien-Löschflugzeug konstruiert ist.
Technisch knüpft die DHC-515 direkt an den Canadair CL-415 an. Dessen Geschichte reicht über den Kolbenmotor-Vorläufer CL-215 bis ins Jahr 1967 zurück. Bombardier beendete die Fertigung des CL-415 im Jahr 2015, 2016 übernahm Viking Air die Musterzulassung. Ab 2019 prüfte das Unternehmen eine Rückkehr in die Serienfertigung mit einer modernisierten Version, die zunächst CL-515 hieß. Heute gehört das Programm zu De Havilland Canada, dem Hersteller hinter Twin Otter und Dash 8. Am 31. März 2022 startete das Unternehmen das Projekt offiziell unter dem Namen DHC-515 Firefighter – gleichzeitig in Calgary und Brüssel, was die europäische Ausrichtung deutlich machte. In aktuellen Mitteilungen taucht das Flugzeug als De Havilland Canadair 515 auf, eine Verbeugung vor dem traditionsreichen Namen.
Was ist neu gegenüber dem CL-415?
Wer eine Revolution erwartet, wird enttäuscht – und das ist Absicht. Die Betreiber kennen das Konzept seit Jahrzehnten, Piloten, Mechaniker und Einsatzverfahren sind darauf eingespielt. De Havilland Canada hat deshalb die bewährte Grundform behalten und vor allem an drei Stellen angesetzt.
Cockpit und Avionik
Das Flugdeck wurde komplett überarbeitet und mit einer modernen Avionik ausgestattet. Ziel sind laut Hersteller mehr Sicherheit und ein besseres Lagebild für die Besatzung – im tiefen Einsatzflug über Rauch und Gelände ein entscheidender Punkt.
Werkstoffe und Korrosionsschutz
Wer ständig in Salzwasser landet, kämpft mit Korrosion. Neue Materialien und ein verbesserter Schutz sollen laut Hersteller die Wartungskosten senken.
Zuverlässigkeit
Die DHC-515 ist eine Neuproduktion. Statt jahrzehntealte Zellen weiter zu betreiben, bekommen die Kunden frische Flugzeuge mit voller Lebensdauer.
Die Kernwerte bleiben fast gleich: Laut Herstellerdatenblatt fasst der Tank 6.137 Liter Wasser, der Füllvorgang dauert rund zwölf Sekunden, und die Maschine kann auch bei Wellen bis zu zwei Metern Wasser aufnehmen. Beim Programmstart nannte De Havilland Canada außerdem eine mögliche Abwurfmenge von fast 700.000 Litern pro Tag, wenn Wasserquelle und Brand nah beieinander liegen. Solche Werte gelten unter günstigen Bedingungen; im echten Einsatz bestimmen Entfernung, Wind und Sicht das Tempo.
| Merkmal | CL-415 | DHC-515 |
|---|---|---|
| Grundkonzept | Flugboot mit Stützschwimmern | Flugboot mit Stützschwimmern |
| Produktion | 1993–2015 bei Canadair/Bombardier | Neuproduktion bei De Havilland Canada |
| Cockpit | Avionik-Stand der 1990er-Jahre | Komplett modernisiertes Flugdeck |
| Löschwasser | rund 6.100 l | 6.137 l laut Hersteller |
| Wasseraufnahme | rund 12 Sekunden | rund 12 Sekunden |
| Status Oktober 2026 | im Einsatz, u. a. in Südeuropa | in Produktion, Auslieferung ab 2028 geplant |
Die Abmessungen gibt der Hersteller mit 19,8 Metern Länge, 28,6 Metern Spannweite und 9,02 Metern Höhe an – also praktisch die Maße des Vorgängers. Mit normaler Reisegeschwindigkeit ist die DHC-515 mit 333 km/h unterwegs, für Überführungen kommt sie mit vollen Tanks rund 2.333 Kilometer weit.
So erkennst du die DHC-515
Ehrlich gesagt: Von außen wirst du eine DHC-515 kaum von einem CL-415 unterscheiden können. Die Silhouette ist gleich, die Neuerungen stecken innen. Trotzdem lohnt es sich, die Merkmale der Familie sicher zu beherrschen, damit du sie von anderen Löschflugzeugen trennst.
Bootsrumpf und Schwimmer
Gekielte Rumpfunterseite, eine Stufe im Bootskörper und zwei Stützschwimmer unter den Flügeln: Das ist die Canadair-Familie.
Turboprops am Hochdecker
Zwei schlanke Turboprop-Gondeln am hoch sitzenden Flügel schließen den alten CL-215 mit seinen dicken Sternmotoren aus.
Kennzeichen und Baujahr
Zwischen CL-415, umgebautem CL-215T und DHC-515 entscheidet am Ende das Kennzeichen. Ein Baujahr ab 2026 ist ein klares Indiz für die Neuauflage.
Einen offiziellen ICAO-Typcode speziell für die DHC-515 konnten wir bis Redaktionsschluss nicht verlässlich belegen. Der CL-415 läuft in Tracking-Diensten als CL2T – ob die Neuauflage denselben oder einen eigenen Code bekommt, prüfst du am besten, sobald die ersten Maschinen fliegen. Wie du Kennzeichen liest und in Datenbanken nachschlägst, erklärt der Beitrag Flugzeug-Kennzeichen verstehen; speziell um das Alter einer Maschine geht es in Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Praxis-Tipp: neue Lackierung als Hinweis
Die ersten DHC-515 in Europa sind zum Teil für die EU-Reserve rescEU vorgesehen. Achte bei neuen Maschinen auf Kennzeichnungen der Betreiber und auf EU-Hinweise im Anstrich. Wie die Lackierungen konkret aussehen, zeigt sich erst bei den Auslieferungen – eine neue Farbgebung allein ist also noch kein Beweis.
Die europäische Sammelbestellung
Das Besondere an der DHC-515 ist die Art, wie Europa sie gekauft hat. Statt dass jedes Land einzeln verhandelt, haben sich sechs Staaten zusammengetan. Beim Programmstart 2022 lagen Absichtserklärungen für die ersten 22 Flugzeuge vor. Abgewickelt werden die Verträge als Regierungsgeschäft über die Canadian Commercial Corporation, eine staatliche kanadische Agentur.
Bis Juli 2024 hatten Griechenland, Kroatien und Portugal unterschrieben, danach folgten Spanien, Italien und Frankreich. Wie sich die 22 Maschinen auf die einzelnen Länder verteilen, hat der Hersteller nicht veröffentlicht; Griechenland und Spanien gelten nach Medienberichten als größte Abnehmer. Am 4. Juni 2026 verkündete die französische Regierung eine Nachbestellung von zwei weiteren Flugzeugen für die Sécurité Civile, die damit ihren Anteil verdoppelt.
| Land | Betreiber des heutigen Canadair | Bezug zur DHC-515 |
|---|---|---|
| Frankreich | Sécurité Civile | Startkunde, im Juni 2026 um zwei Maschinen aufgestockt |
| Italien | Feuerwehr (Vigili del Fuoco) | Teil der gemeinsamen EU-Bestellung |
| Spanien | Luftwaffe, 43 Grupo | Teil der gemeinsamen EU-Bestellung |
| Griechenland | Luftwaffe | Vertrag bis Juli 2024 unterzeichnet |
| Kroatien | Luftwaffe | Vertrag bis Juli 2024 unterzeichnet |
| Portugal | bisher keine eigenen Canadair | Vertrag bis Juli 2024 unterzeichnet |
Zahlen und Termine können sich verschieben
Stückzahlen pro Land stammen teils aus Medienberichten, nicht aus Herstellerangaben. Auslieferungstermine bei einem neuen Produktionsprogramm verschieben sich erfahrungsgemäß. Prüf aktuelle Meldungen von Hersteller und Betreibern, bevor du eine Tour planst.
rescEU: Löschflugzeuge für ganz Europa
Hinter einem Teil der Bestellung steht rescEU, die strategische Reserve des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Wenn ein Land bei einem Großbrand an seine Grenzen kommt, kann es über das Verfahren Hilfe anfordern; reichen die Angebote der anderen Staaten nicht, springt rescEU ein. Bisher bestand die Luftkomponente vor allem aus nationalen Flugzeugen, deren Bereitschaft die EU mitfinanziert.
Das ändert sich mit der DHC-515. Für eine feste rescEU-Flotte finanziert die EU zwölf neue Löschflugzeuge, die in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland stationiert werden. Die EU-Kommission nennt als Ziel die ersten Auslieferungen Anfang 2028. Betrieben werden die Maschinen von den Gastländern, eingesetzt werden sie nach gemeinsamer Entscheidung von Kommission und betroffenen Staaten – also auch weit außerhalb des Heimatlandes.
Für dich als Spotter ist das spannend: Eine in Kroatien stationierte rescEU-Maschine kann im Sommer genauso über Griechenland, Portugal oder dem Balkan auftauchen. Die Wege dieser Flugzeuge werden also bunter als die der rein nationalen Flotten.
Kanada setzt ebenfalls auf die DHC-515
Auch im Herstellerland wächst das Interesse. Laut De Havilland Canada haben die Provinzen Manitoba, Ontario und Alberta Verträge für die DHC-515 unterschrieben, Manitoba hatte seine Kaufabsicht bereits im Juni 2025 bestätigt. Stückzahlen und Liefertermine für die Provinzen hat der Hersteller in seiner Produktionsmeldung nicht genannt. Dazu kommt eine Diskussion um eine nationale Wasserbomber-Flotte für Kanada, für die De Havilland Canada im Sommer 2026 öffentlich geworben hat.
Wo und wie die DHC-515 gebaut wird
Die Endmontage findet in Calgary statt, wo De Havilland Canada schon die Betreuung der CL-215 und CL-415 angesiedelt hatte. Beim Programmstart kündigte das Unternehmen an, dafür mehr als 500 Menschen einzustellen. Teile kommen aus weiteren kanadischen Standorten des Herstellers.
Im Juli 2024 meldete der Hersteller, die DHC-515 sei in Produktion. Am 10. März 2026 folgte ein konkreter Zwischenstand: Cockpit und Rumpf der ersten Maschine sind in Calgary zum vorderen Rumpfteil verbunden, der erste Flügelkasten mit 28,6 Metern Länge ist fertig. Im Juli 2026 veröffentlichte das Unternehmen ein weiteres Video zum Produktionsfortschritt. Einen Termin für den Erstflug haben wir in den ausgewerteten Herstellermitteilungen nicht gefunden.
Die erste DHC-515 nicht verpassen
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DHC-515 oder anderes Löschflugzeug?
Bei Großbränden arbeiten oft verschiedene Typen gleichzeitig. Der Finder hilft dir, die Silhouette am Himmel schnell einzuordnen.
Schnellbestimmung: Löschflugzeug am Himmel
CL-415, CL-215T oder DHC-515
Bootsrumpf plus Turboprops ist die moderne Canadair-Familie. Ob du eine neue DHC-515 vor dir hast, verrät erst das Kennzeichen – bis 2028 ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit noch ein CL-415.
CL-215 mit Kolbenmotoren
Die dicken Sternmotoren gehören zum Klassiker der Familie. Ihn löst die DHC-515 auf lange Sicht ebenfalls ab.
Landgestütztes Löschflugzeug
Ohne Bootsrumpf tankt ein Flugzeug am Boden. Das können umgebaute Transporter wie die C-130 Hercules oder die Dash 8 Q400 in Löschausführung sein.
Wer Turboprops generell sicherer auseinanderhalten will, findet im Ratgeber Turboprops unterscheiden die wichtigsten Merkmale. Die kleineren Geschwister aus demselben Haus – etwa die DHC-6 Twin Otter oder die DHC-2 Beaver – fliegen ebenfalls oft auf Schwimmern, sind aber einmotorig beziehungsweise deutlich kleiner und ohne Bootsrumpf.
Spotting-Ausblick: Wann und wo du sie siehst
Kurz gesagt: 2026 noch gar nicht, ab 2028 zunächst vereinzelt. Wer früh dabei sein will, behält die Nachrichten der Betreiber im Auge. Die französische Löschflotte hat ihre Basis in Nîmes-Garons, die spanischen Canadair gehören zur Luftwaffe mit Heimat Torrejón bei Madrid, die griechischen Maschinen fliegen ebenfalls bei der Luftwaffe. Wo genau die neuen DHC-515 ihre Basen bekommen, legen die Betreiber fest.
Die besten Chancen ergeben sich wie beim CL-415 im Sommer. Während der Brandsaison sind Löschflugzeuge an zivilen und militärischen Flugplätzen rund ums Mittelmeer stationiert – Regionen um Marseille, Athen, Split, Zagreb, Lissabon oder Madrid gehören zu den Kandidaten, an denen du die Canadair-Familie mit Glück beobachtest. Wie du solche Ziele mit einem Urlaub verbindest, zeigen Planespotting im Urlaub und Spotting-Urlaub planen.
Bereit für die erste DHC-515?
- Ich verfolge die Meldungen von De Havilland Canada und den Betreibern.
- Ich weiß, welche Behörde in meiner Urlaubsregion Löschflugzeuge betreibt.
- Ich kann CL-415 und CL-215 sicher unterscheiden.
- Mein Standort ist öffentlich zugänglich und weit genug von jedem Einsatz entfernt.
- Die Drohne bleibt bei Löscheinsätzen im Rucksack.
Sicherheit vor dem Foto
Bei Waldbränden gilt: Abstand halten, Straßen frei lassen und Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen. Drohnen sind in der Nähe von Löscheinsätzen tabu, weil sie die tief fliegenden Maschinen gefährden. Die Regeln im Ausland erklärt Mit der Drohne in den Urlaub; ob dein Standort grundsätzlich in Ordnung ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Fototipps für das neue Flugboot
Sobald die DHC-515 fliegt, gelten dieselben Grundregeln wie beim Vorgänger – mit einem Extra: Fabrikneue Maschinen mit frischer Lackierung sind für jede Sammlung ein Highlight.
Kennzeichen dokumentieren
Weil die DHC-515 äußerlich dem CL-415 gleicht, ist ein Bild mit lesbarem Kennzeichen Pflicht. Nur damit ordnest du die Sichtung später sicher zu.
Gischt einfrieren
Beim Scooping erzeugen die Maschinen mächtige Fontänen. Eine sehr kurze Belichtungszeit macht einzelne Tropfen sichtbar.
Propeller in Bewegung
Beim Überflug darf die Belichtungszeit länger sein, damit die Propeller nicht stillstehen. Mitziehen hält den Rumpf scharf.
Sonne im Rücken
Über Wasser blendet Gegenlicht stark. Plan deinen Standpunkt so, dass das Licht von hinten kommt.
Wann die Sonne an deinem Ufer-Spot richtig steht, berechnest du vorab – wie das geht, zeigt Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du die Lichtrichtung direkt auf der Spot-Karte. Und weil die Brandsaison in die heißesten Wochen fällt, lohnt ein Blick in Planespotting im Sommer.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für eine DHC-515, wenn …
- Bootsrumpf, Schwimmer und Turboprops zusammenkommen
- das Kennzeichen zu einer ab 2026 gebauten Maschine gehört
- der Betreiber sie als Neuzugang oder rescEU-Flugzeug ausweist
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine neu lackiert wirkt – auch alte CL-415 bekommen frische Farbe
- du nur eine Silhouette im Rauch siehst
- es um Spanien oder Griechenland geht, wo mehrere Varianten parallel fliegen
Es ist keine DHC-515, wenn …
- dicke, runde Sternmotoren arbeiten – dann ist es ein CL-215
- keine Schwimmer unter den Flügeln hängen
- das Flugzeug vier Motoren oder Jettriebwerke hat
- du die Sichtung vor 2028 gemacht hast – dann war es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein CL-415
Fazit
Die DHC-515 ist keine neue Silhouette am Himmel, sondern die Fortsetzung einer Legende mit moderner Technik. Für Europa ist sie ein Meilenstein: Sechs Staaten haben gemeinsam bestellt, und mit zwölf EU-finanzierten Maschinen bekommt rescEU erstmals eine feste Löschflotte. Bis die ersten Flugzeuge 2028 ausgeliefert werden, tragen CL-415 und CL-215 die Hauptlast. Danach wird es für Spotter spannend, die erste fabrikneue „Canadair“ seit über zehn Jahren in den Hangar zu bekommen.
Kurzfazit
Bootsrumpf, Schwimmer, Turboprops – optisch ein CL-415, technisch eine Neuauflage mit modernem Cockpit. Bestellt von Kroatien, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich sowie mehreren kanadischen Provinzen, Erstauslieferung für 2028 geplant. Sicher bestimmen lässt sie sich nur über das Kennzeichen.
Zusammenfassung
- De Havilland Canada startete das Programm am 31. März 2022 mit Absichtserklärungen europäischer Kunden für die ersten 22 Flugzeuge.
- Bis Juli 2024 hatten Griechenland, Kroatien und Portugal ihre Verträge unterzeichnet, danach folgten Spanien, Italien und Frankreich; die Bestellungen laufen über die Canadian Commercial Corporation.
- Im März 2026 meldete der Hersteller, dass in Calgary Cockpit und Rumpf der ersten Maschine verbunden sind und der erste Flügelkasten fertig ist.
- Neben Europa haben die kanadischen Provinzen Manitoba, Ontario und Alberta Verträge unterschrieben.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DHC-515 und CL-415?
Das Grundkonzept ist gleich: zweimotoriges Flugboot, das Wasser im Gleitflug aufnimmt. Die DHC-515 ist aber eine Neuproduktion mit überarbeitetem Cockpit und moderner Avionik, neuen Werkstoffen und besserem Korrosionsschutz, was die Wartung vereinfacht. Von außen sind die Unterschiede minimal – den CL-415 und die DHC-515 trennst du in der Praxis über das Kennzeichen.
Heißt das Flugzeug DHC-515 oder Canadair 515?
Beides begegnet dir. Entwickelt wurde es zunächst als CL-515, zum Programmstart 2022 hieß es DHC-515 Firefighter. In aktuellen Mitteilungen nutzt De Havilland Canada die Bezeichnung De Havilland Canadair 515, die Kurzform DHC-515 bleibt gebräuchlich.
Welche Länder haben die DHC-515 bestellt?
In Europa Kroatien, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Frankreich, zusammen zunächst 22 Maschinen. Frankreich hat im Juni 2026 zwei zusätzliche Flugzeuge bestellt. In Kanada haben die Provinzen Manitoba, Ontario und Alberta Verträge unterzeichnet.
Was hat rescEU mit der DHC-515 zu tun?
rescEU ist die strategische Katastrophenschutz-Reserve der EU. Für ihre feste Flotte finanziert die EU zwölf neue Löschflugzeuge, die in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Kroatien und Griechenland stationiert werden – also genau in den Ländern der gemeinsamen DHC-515-Bestellung. Den Flugzeugtyp nennt die EU-Seite selbst nicht. Die ersten Flugzeuge sind laut EU-Kommission für Anfang 2028 vorgesehen.
Wann kann ich eine DHC-515 sehen?
Im Oktober 2026 ist noch keine Maschine ausgeliefert. Die erste Übergabe ist für 2028 geplant, die Auslieferungen an alle Kunden dürften sich über mehrere Jahre ziehen. Bis dahin fliegen in Südeuropa weiterhin CL-415 und CL-215.
Wie viel Wasser trägt die DHC-515?
Laut Hersteller 6.137 Liter Wasser, dazu 680 Liter Schaummittel. Ein voller Tank ist in rund zwölf Sekunden aufgenommen, aus Süß- oder Salzwasser, bei Wellen bis zu zwei Metern.
Wo wird die DHC-515 gebaut?
Die Endmontage läuft in Calgary in der kanadischen Provinz Alberta, wo De Havilland Canada bereits die Betreuung von CL-215 und CL-415 angesiedelt hatte. Bauteile kommen aus weiteren kanadischen Werken des Herstellers.
De Havilland Canada DHC-515 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Canadair CL-415 (und CL-215)
Bootsrumpf, hoch angesetzter Flügel, Schwimmer unter den Flügelenden: Der Canadair ist das Löschflugzeug Südeuropas schlechthin. So erkennst du CL-415, CL-215 und CL-215T und weißt, wo du sie im Sommer erwischst.
TurbopropDe Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
TurbopropDe Havilland Canada DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.
MilitärLockheed C-130 Hercules
Hoher Flügel, vier Turboprops, ein bauchiger Rumpf mit Heckrampe: Die C-130 Hercules fliegt seit 1954 und wird bis heute gebaut. So erkennst du sie, trennst alte und neue Versionen und weißt, wo du sie siehst.
GADe Havilland Canada DHC-2 Beaver
Dicker Sternmotor, Hochdecker mit Streben, Schwimmer statt Räder: Die DHC-2 Beaver ist seit 1947 das Sinnbild des Buschflugzeugs. So erkennst du den kanadischen Klassiker und findest ihn vor der Linse.
TurbopropDe Havilland Canada Dash 8-200 (Q200)
Von außen eine Dash 8-100, unter der Haube deutlich mehr Leistung: Die Dash 8-200 ist die schnellere Kurzversion der Dash-8-Familie. Nur 105 Exemplare wurden gebaut, heute fliegen sie vor allem in Norwegen und Island.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
De Havilland Canada
Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
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Südfrankreichs Tor zum Mittelmeer liegt in Marignane am Ufer des Étang de Berre: zwei Parallelbahnen, ein neues Terminal 1, eine starke Low-Cost-Basis – und gleich nebenan der Hauptsitz von Airbus Helicopters mit Hubschraubern im Testbetrieb.
FlughafenFlughafen Athen Eleftherios Venizelos
Griechenlands größter Flughafen liegt seit 2001 in der Mesogeia-Ebene bei Spata: zwei Parallelbahnen, Drehkreuz von Aegean und Olympic Air, viel Turboprop-Verkehr zu den Inseln – und Nachfolger des legendären Stadtflughafens Hellinikon.
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