Das Wichtigste in Kürze
- PAL Airlines ist eine Regionalairline aus St. John’s in Neufundland und fliegt fast ausschließlich in Ostkanada.
- Codes: IATA PB, ICAO PVL, Rufzeichen „PROVINCIAL“ – ein Überbleibsel des früheren Namens Provincial Airlines.
- Reine Dash-8-Flotte: Serie 100, Serie 300 und als Rückgrat die Q400.
- Seit 2023 Air-Canada-Express-Partner: Ein Teil der Q400 fliegt im Auftrag von Air Canada, unter anderem ab Halifax und Montréal.
- Zur Gruppe gehören auch Air Borealis und PAL Aerospace – Twin Otter in Labrador und Überwachungsflugzeuge auf Dash-8- und King-Air-Basis.
Inhaltsverzeichnis
- 1.PAL Airlines im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Von der Flugschule zur Dash-8-Airline
- 4.Die Flotte: nur Dash 8
- 5.Air Canada Express: PAL im Ahornblatt-Netz
- 6.PAL Aerospace und Air Borealis
- 7.Woran du PAL Airlines erkennst
- 8.PAL spotten: St. John’s, Halifax und Labrador
- 9.Zwischenfälle
- 10.PAL im kanadischen Markt
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | PB |
|---|---|
| ICAO-Code | PVL |
| Rufzeichen | PROVINCIAL |
| Drehkreuze | YYT, YHZ, YUL, YYR |
| Geschäftsmodell | Regionale Linien-, Charter- und Frachtairline in Ostkanada, dazu Kapazitätspartner von Air Canada Express |
| Sitz | St. John’s, Neufundland und Labrador – St. John’s International Airport (YYT) |
| Basen | St. John’s, Halifax, Montréal-Trudeau, Goose Bay und Wabush |
| Ursprung | Flugschul- und Charterbetrieb aus den 1970er-Jahren, Linienverkehr seit 1980, lange unter dem Namen Provincial Airlines |
| Eigentümer | Exchange Income Corporation (EIC), Kanada – Teil der PAL Group of Companies |
| Allianz | keine; Partner von Air Canada Express, Vielfliegerprogramm Aeroplan |
| Flotte | Im Passagierverkehr ausschließlich De Havilland Canada Dash 8: Serie 100, Serie 300 und – als größte Gruppe – Q400 |
| Schwestergesellschaften | Air Borealis (Twin Otter an der Küste Labradors), PAL Aerospace (Seeüberwachung und Spezialmissionen) |
| Markenzeichen | Weißer Rumpf, dunkles Leitwerk mit großem orange-goldenem Stern, Schriftzug „PALairlines“ |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich PAL Airlines?
- Dunkles, fast schwarzes Leitwerk mit einem großen orange-goldenen Stern
- Weißer Rumpf mit dem Schriftzug „PALairlines“
- Einige Maschinen tragen eine Variante mit weißem Leitwerk und dunklem Streifen an der Vorderkante – der Stern bleibt
- Nur Turboprops: Dash 8 in drei Größen, die Q400 mit sechsblättrigen Propellern
- Kanadisches Kennzeichen mit C-; auf dem Tracker taucht der ICAO-Code PVL auf
Wer in Ostkanada unterwegs ist, kommt an einem Flugzeugtyp kaum vorbei: der Dash 8. Und eine Airline hat sich ganz auf diesen Turboprop festgelegt – PAL Airlines aus St. John’s in Neufundland. Sie verbindet die Insel mit Labrador, Québec und den Maritimes, fliegt in Orte, die nur per Flugzeug oder Schiff erreichbar sind, und betreibt seit 2023 zusätzlich Q400 für Air Canada Express. Hier erfährst du, woher die Airline kommt, was in ihrer Flotte steckt und woran du sie am Vorfeld erkennst.
Dash 8 sammeln, Variante für Variante
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot fest – und siehst in deinem Hangar, welche PAL-Dash-8 dir noch fehlt. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
PAL Airlines im Überblick
PAL Airlines ist eine kanadische Regionalairline mit Sitz am St. John’s International Airport, der Hauptstadt der Provinz Neufundland und Labrador. Sie fliegt Linienverkehr, Charter, Fracht und medizinische Transporte. Die Airline selbst beschreibt sich als eine der größten unabhängigen Fluggesellschaften in Ostkanada und Québec.
Das Netz konzentriert sich auf den Osten des Landes. In Neufundland und Labrador gehören Orte wie Deer Lake, Gander, St. Anthony, Happy Valley-Goose Bay, Wabush und Churchill Falls dazu; die kleinen Küstengemeinden Labradors bedient die Schwester Air Borealis. In Québec fliegt PAL unter anderem nach Blanc-Sablon, Sept-Îles, Gaspé, Mont-Joli, auf die Îles-de-la-Madeleine sowie nach Québec City und Montréal; in New Brunswick steht Moncton im Plan. Weil sich Strecken saisonal und durch neue Verträge ändern, gilt wie immer: aktuellen Flugplan prüfen, bevor du losfährst.
Hinter der Airline steht die PAL Group of Companies mit Hauptsitz in St. John’s. Zu ihr gehören neben der Airline unter anderem PAL Aerospace, Air Borealis, ein Avionik- und ein Trainingsbetrieb. Seit 2014/2015 ist die Gruppe Teil der kanadischen Exchange Income Corporation, einer börsennotierten Holding, die mehrere Luftfahrtunternehmen besitzt.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code PB: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code PVL: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf vielen Flugtrackern.
- Rufzeichen PROVINCIAL: so meldet sich die Besatzung im Funk – der alte Name lebt hier weiter.
Achtung bei Flügen für Air Canada Express: Diese laufen unter Air-Canada-Flugnummern. Auf dem Tracker siehst du dann nicht automatisch „PAL“, sondern musst über Kennzeichen oder Betreiberangabe herausfinden, wer die Maschine fliegt. Wie du kanadische C-Kennzeichen und Registrierungen allgemein liest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.
Noch eine Verwechslungsfalle: Auch Philippine Airlines wird oft „PAL“ abgekürzt. Die beiden Gesellschaften haben nichts miteinander zu tun – auf Commons und in Fotodatenbanken landen sie trotzdem gern im selben Suchergebnis.
Von der Flugschule zur Dash-8-Airline
Die Wurzeln von PAL liegen in den 1970er-Jahren. Die Exchange Income Corporation nennt 1972 als Gründungsjahr der Gruppe, andere Darstellungen setzen den Start des Flugschul- und Charterbetriebs auf 1974. Planmäßige Linienflüge kamen 1980 dazu. Danach wuchs das Unternehmen in mehreren Schritten:
1980er: Expansion in Labrador
1988 übernahm Provincial den Kurier- und Charterbetrieb Eastern Flying Service und gründete gemeinsam mit den Innu die Innu Mikun Airlines. Parallel lief bis 1989 eine Sparte für Seeüberwachung.
1995–1997: Interprovincial
Für einige Jahre trat die Airline im Rahmen einer Vereinbarung mit Air Nova als Interprovincial Airlines auf, ab 1997 dann wieder unter eigenem Namen.
2000er: größere Flugzeuge
2001 kam die erste Saab 340, ab 2004 folgten Dash 8 – zunächst für Flüge zur Voisey’s-Bay-Mine in Labrador.
Seit 2011: Aufteilung und neuer Eigentümer
Die Gruppe trennte Airline und Aerospace-Sparte, wurde 2014/2015 Teil der Exchange Income Corporation und fliegt seit 2023 auch für Air Canada Express.
Aus früheren Jahren stammen Typen wie Britten-Norman Islander, Piper Navajo, Convair 580 und Saab 340. Im Passagierverkehr ist die Airline heute ganz auf eine Familie ausgerichtet – das vereinfacht Wartung, Schulung und Ersatzteile in einer Region, in der jeder Ausfall weite Wege bedeutet.
Die Flotte: nur Dash 8
PAL Airlines fliegt im Passagierverkehr ausschließlich die Dash 8 – ursprünglich von De Havilland Canada entwickelt, zwischenzeitlich unter Bombardier gebaut, angetrieben von Turboprops von Pratt & Whitney Canada. Die Sitzzahlen stammen aus den Angaben der Airline:
| Typ | Sitze | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Dash 8-100 | 37 (auch 29 oder 21) | Kurze Strecken, auch mit reduzierter Bestuhlung | Kurzer Rumpf, vierblättrige Propeller – ein echter Klassiker |
| Dash 8-300 | 50 (auch 47 oder 40) | Regionale Strecken und Charter | Gestreckte Version der Ur-Dash-8 |
| Dash 8-400 (Q400) | 76 | Hauptstrecken und Air Canada Express | Langer Rumpf, sechsblättrige Propeller |
Die Dash 8-100 ist die Ursprungsversion aus den 1980er-Jahren. Die Dash 8-300 ist die gestreckte Variante derselben Generation. Beide Typen sind im Liniendienst weltweit selten geworden, was PAL für Sammler interessant macht.
Das Rückgrat bildet die Dash 8-400 (Q400). Sie ist deutlich länger, schneller und bietet 76 Sitze. Nach gängigen Flottenübersichten stellt die Q400 mit Abstand den größten Teil der rund 20 PAL-Flugzeuge; ein Teil davon fliegt für Air Canada Express. Weil im Januar 2026 weitere Q400 für diesen Vertrag vereinbart wurden, schwanken die genauen Zahlen – verlass dich beim Komplettieren lieber auf aktuelle Registerdaten als auf eine feste Liste.
Die Dash 8-100 fehlt dir noch?
Setz Typ, Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Air Canada Express: PAL im Ahornblatt-Netz
Im Mai 2023 unterzeichnete PAL eine Absichtserklärung, Regionalflüge in Ostkanada im Auftrag von Air Canada durchzuführen; noch im selben Jahr startete der Flugbetrieb unter der Marke Air Canada Express. Am 1. Oktober 2024 flog PAL erstmals grenzüberschreitend für Air Canada Express – von Halifax nach Newark und Boston. Im Januar 2026 verlängerten beide Seiten den Kapazitätsvertrag bis 2032; dabei kamen fünf weitere Q400 hinzu, und Verbindungen von Montréal-Trudeau in Québec und nach New Brunswick wurden abgesichert.
Für Spotter heißt das: PAL-Q400 können plötzlich auch an Orten auftauchen, die nicht im eigenen PAL-Netz liegen. Wer in Newark oder Boston eine Dash 8 von Air Canada Express sieht, sollte genau hinschauen – sie kann von PAL stammen. Spots dafür findest du etwa am Flughafen Newark Liberty oder auf Castle Island in South Boston. Ob die Verbindung gerade im Plan ist, prüfst du am besten kurz vorher.
Den größten Teil von Air Canada Express fliegt weiterhin Jazz Aviation, ebenfalls mit Dash 8 und CRJ. Für die Zuordnung hilft dir deshalb das Kennzeichen mehr als die Bemalung.
PAL Aerospace und Air Borealis
Die Airline ist nur ein Teil der Gruppe. Zwei Schwesterunternehmen solltest du kennen, weil ihre Flugzeuge oft auf denselben Vorfeldern stehen:
- Air Borealis entstand 2017 aus Innu Mikun Airlines und Air Labrador. Partner sind die Innu Development Limited Partnership und die Nunatsiavut Group of Companies. Mit DHC-6 Twin Otter fliegt Air Borealis die Gemeinden an der Küste Labradors wie Nain, Hopedale, Makkovik, Postville und Rigolet an – oft auf Schotterpisten. Seit 2020 gibt es zusätzlich eine Hubschrauber-Charter-Sparte.
- PAL Aerospace betreibt Flugzeuge für Seeüberwachung, Aufklärung und Spezialmissionen, unter anderem für kanadische Behörden und im Ausland. Dazu gehören Dash 8 mit Sensorausrüstung sowie Maschinen der King-Air-Familie und Beechcraft 1900D.
Lebensader Labrador
Viele Küstenorte in Labrador haben keine Straßenanbindung an das übrige Kanada. Flugzeuge bringen dort Menschen, Post, Lebensmittel und Patienten – die Twin Otter von Air Borealis und die Dash 8 von PAL sind für diese Gemeinden so wichtig wie anderswo Bus und Bahn. Ähnliche Aufgaben übernehmen weiter nördlich Air Inuit in Nunavik und Canadian North in der Arktis.
Woran du PAL Airlines erkennst
Die aktuelle Bemalung ist schlicht, aber gut erkennbar: weißer Rumpf, dunkles, fast schwarzes Leitwerk mit einem großen Stern in Orange-Gold. Am Rumpf steht der Schriftzug „PALairlines“. Manche Maschinen tragen eine Variante mit weißem Leitwerk, bei der nur die Vorderkante dunkel abgesetzt ist – der Stern bleibt das sichere Merkmal.
Flugzeuge, die PAL für Air Canada Express fliegt, sind dagegen in der Regel im Erscheinungsbild von Air Canada unterwegs. Hier verrät dir erst das Kennzeichen oder der Betreibereintrag auf dem Tracker, dass PAL dahintersteckt.
Die Unterscheidung der Dash-8-Varianten ist das eigentliche Spotter-Thema:
Das spricht für Dash 8-100 oder -300
- Vierblättrige Propeller, kürzerer, gedrungener Rumpf
- Die -100 wirkt fast stummelig, die -300 ist sichtbar gestreckt
- Auf Trackern als DH8A (-100) bzw. DH8C (-300) geführt
Das spricht für die Q400
- Sechsblättrige Propeller und auffällig langer Rumpf
- Hohes Bugfahrwerk, schlanke, lange Triebwerksgondeln
- Auf Trackern als DH8D geführt
Für alle Dash 8 gilt: Das Hauptfahrwerk fährt in die Triebwerksgondeln ein, nicht in eine Verkleidung am Rumpf wie bei der ATR. Eine ausführliche Anleitung findest du im Guide ATR und Dash 8 unterscheiden.
Tracker richtig lesen
Eigene PAL-Flüge erscheinen mit dem ICAO-Code PVL. Der Typcode DH8A, DH8C oder DH8D zeigt dir schon vor der Landung, welche Variante kommt. Wie du ADS-B-Daten für deine Planung nutzt, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
PAL spotten: St. John’s, Halifax und Labrador
Der naheliegende Ort ist St. John’s International (YYT). Der Flughafen liegt wenige Kilometer nordwestlich der Stadt und hat zwei Pisten: 10/28 mit rund 2.590 Metern und 16/34 mit rund 2.135 Metern. PAL hat hier seine Heimatbasis. Daneben verkehren Air Canada, WestJet, Porter und Air Saint-Pierre, dazu Hubschrauber für die Offshore-Ölplattformen. Unter Piloten heißt der Platz übrigens bis heute oft „Torbay“. Denk an die Zeitzone: Neufundland liegt eine halbe Stunde versetzt zu Atlantic Time.
Weitere gute Chancen hast du in Halifax, wo PAL eine Basis hat und viele Air-Canada-Express-Flüge startet, in Montréal-Trudeau sowie in Goose Bay und Wabush in Labrador. Wer zur Küste Labradors reist, sieht dort eher Air Borealis mit Twin Otter.
Gute Chancen auf PAL, wenn …
- du in St. John’s, Halifax oder Goose Bay bist
- du in Montréal auf die Regionalflüge nach Québec und New Brunswick achtest
- du Air-Canada-Express-Q400 im Osten genauer prüfst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt die Dash 8-100 oder -300 suchst – sie fliegen seltener
- du auf grenzüberschreitende Flüge in die USA hoffst
Eher kein PAL-Tag, wenn …
- du in Westkanada spottest – dort fliegen eher WestJet Encore oder Air North
Das Wetter spielt in Neufundland eine große Rolle. Nebel, tiefe Wolken und kräftiger Wind sind keine Seltenheit, und Seitenwindlandungen gehören für die Dash-8-Crews zum Alltag. Tipps für graue Tage findest du unter Planespotting bei schlechtem Wetter, Hintergründe zu böigen Anflügen im Artikel Seitenwindlandungen. Und damit die Propeller auf dem Foto nicht eingefroren wirken, lohnt der Blick in den Guide zur richtigen Verschlusszeit bei Propellern.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu – auch an kleinen Plätzen in Labrador. Grundlagen dazu findest du im Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Zwischenfälle
Wie jede Airline mit dichtem Kurzstreckenbetrieb hatte auch PAL Vorfälle, die Schlagzeilen machten. Im Mai 2024 rollte eine Q400 in St. John’s bei sehr schlechter Sicht über das Ende der Piste 10 hinaus. Am 28. Dezember 2024 verlor eine Q400 (C-GPNA) auf dem Air-Canada-Express-Flug 2259 von St. John’s nach Halifax Räder des linken Hauptfahrwerks; das blieb vor der Landung unbemerkt, und die Maschine setzte in Halifax auf dem Federbein auf. Alle 77 Menschen an Bord konnten das Flugzeug sicher verlassen; der Flughafen Halifax war vorübergehend gesperrt.
PAL im kanadischen Markt
Im Osten Kanadas besetzt PAL eine klare Nische: Die Airline bedient Strecken, die für große Netzwerkairlines zu klein sind, und verbindet sie mit den Drehkreuzen. Meilen laufen über das Aeroplan-Programm von Air Canada. Durch den Air-Canada-Express-Vertrag ist PAL inzwischen zugleich Partner im Netz der Star Alliance-Mitglied Air Canada – selbst ist PAL aber kein Allianzmitglied.
Im Vergleich zu Porter Airlines, die mit der Q400 groß wurde und heute auch Jets fliegt, ist PAL bei der Dash 8 geblieben. Und anders als Jazz fliegt PAL neben dem Auftragsgeschäft ein eigenes Netz unter eigenem Namen.
Häufige Verwechslungen
- PAL Airlines mit Philippine Airlines verwechseln – gleiche Abkürzung, völlig andere Airline.
- Jede Air-Canada-Express-Q400 Jazz zuschreiben – ein Teil wird von PAL geflogen.
- PAL Aerospace für die Airline halten – die Überwachungsflugzeuge gehören zur Schwesterfirma.
- Twin Otter in Labrador PAL zuordnen – sie fliegen für Air Borealis.
- Dash 8-300 und Q400 verwechseln – zähl die Propellerblätter: vier gegen sechs.
Ostkanada im Hangar
Beobachte einzelne Kennzeichen oder die seltenen Dash 8-100, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
PAL Airlines ist die Dash-8-Airline Neufundlands: gewachsen aus einem Flugschul- und Charterbetrieb, heute Lebensader für abgelegene Gemeinden und zugleich Partner von Air Canada. Für Spotter ist sie doppelt reizvoll – mit den alten Dash 8-100 und -300 im Linieneinsatz und mit Q400, die unter fremder Flagge bis nach Boston und Newark kommen.
Kurzfazit
PAL Airlines (IATA PB, ICAO PVL) hat ihre Basis in St. John’s und fliegt ausschließlich Dash 8. Erkennungszeichen ist das dunkle Leitwerk mit dem orange-goldenen Stern; ein Teil der Q400 fliegt für Air Canada Express.
Zusammenfassung
- PAL Airlines erkennst du am dunklen Leitwerk mit dem großen orange-goldenen Stern und dem Schriftzug „PALairlines“.
- Die Flotte besteht nur aus Dash 8 – vom kurzen Klassiker Serie 100 bis zur gestreckten Q400.
- Spannend sind die alten Dash 8-100 und -300, die PAL auf kurzen Strecken in Neufundland und Labrador einsetzt.
- Am sichersten erwischst du PAL in St. John’s, Halifax, Goose Bay und Montréal-Trudeau.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat PAL Airlines?
Der IATA-Code von PAL Airlines ist PB, der ICAO-Code PVL. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „PROVINCIAL“ – eine Erinnerung an den früheren Namen Provincial Airlines.
Wofür steht PAL?
PAL ist die Kurzform von Provincial Airlines, dem langjährigen Namen der Gesellschaft aus Neufundland. Mit der Philippine Airlines, die ebenfalls unter dem Kürzel PAL bekannt ist, hat sie nichts zu tun.
Welche Flugzeuge fliegt PAL Airlines?
PAL Airlines setzt im Passagierverkehr ausschließlich die Dash 8 von De Havilland Canada ein: die Serie 100 mit bis zu 37 Sitzen, die Serie 300 mit bis zu 50 Sitzen und die Q400 mit 76 Sitzen. Die Q400 stellt den größten Teil der Flotte. Die Zahl einzelner Maschinen ändert sich, weil PAL laufend Flugzeuge für Air Canada Express hinzunimmt.
Fliegt PAL Airlines für Air Canada?
Ja. Seit 2023 ist PAL ein Betreiber von Air Canada Express in Ostkanada. Anfang 2026 wurde der Vertrag bis 2032 verlängert und um weitere Q400 erweitert. Diese Flüge laufen unter Air-Canada-Flugnummern, ausgeführt werden sie von PAL.
Wem gehört PAL Airlines?
PAL Airlines gehört zur PAL Group of Companies, die seit der Übernahme 2014/2015 Teil der börsennotierten Exchange Income Corporation aus Kanada ist. Zur Gruppe zählen auch PAL Aerospace und Air Borealis.
Was ist Air Borealis?
Air Borealis ist eine Schwesterairline von PAL, die 2017 aus Innu Mikun Airlines und Air Labrador entstand. Partner sind die Innu Development Limited Partnership und die Nunatsiavut Group of Companies. Air Borealis fliegt mit Twin Otter die Gemeinden an der Küste Labradors an.
Ist PAL Airlines Mitglied einer Allianz?
Nein. PAL ist weder in der Star Alliance noch bei oneworld oder SkyTeam. Sie fliegt aber als Partner von Air Canada Express, und Fluggäste sammeln Meilen im Aeroplan-Programm.
PAL Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)
Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-300 (Q300)
Länger als die Dash 8-100, deutlich kürzer als die Q400 und mit vier Blättern pro Propeller: Die Dash 8-300 ist die mittlere Größe der Dash-8-Familie. Widerøe, PAL und Air New Zealand fliegen sie noch, bei Air Canada Express ist sie Geschichte.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-100
Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypDe Havilland Canada DHC-6 Twin Otter
Hochdecker mit Flügelstreben, starres Fahrwerk, zwei schlanke PT6-Turboprops: Die Twin Otter landet auf Strand, Wasser, Schnee und Schotter. So erkennst du den kanadischen Klassiker.
FlugzeugtypBeechcraft King Air 200/B200/250
Seit 1974 im Dienst und noch immer in Produktion: Die King Air 200 und ihre Nachfolger B200, 250 und 260 sind der Turboprop-Klassiker für Geschäftsreisen, Ambulanzflüge und Militär. So erkennst du sie.
FlugzeugtypBeechcraft 1900D
19 Sitze, zwei PT6A, ein Buckel über der Kabine und kleine Flossen überall am Heck: Die Beechcraft 1900D ist der Zubringer-Turboprop, der Kanada, die USA und viele Inselnetze geprägt hat. So erkennst du sie.
Weitere Airlines
Air Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
RegionalJazz Aviation
Kanadas größte Regionalairline fliegt fast ausschließlich als Air Canada Express: Dash 8-400, CRJ900 und Embraer 175 im Air-Canada-Look, eigene Codes QK und JZA und eine Geschichte, die auf vier Regionalairlines zurückgeht.
NetzwerkPorter Airlines
Kanadas drittgrößte Airline: gestartet 2006 mit Turboprops auf der Toronto-Insel, heute mit einer der größten Embraer-E195-E2-Flotten der Welt und Strecken bis in die USA, nach Mexiko und in die Karibik.
RegionalWestJet Encore
Die Regionaltochter von WestJet fliegt seit 2013 ausschließlich De Havilland Canada Dash 8-400 – in WestJet-Farben, aber mit eigenem ICAO-Code WEN. Hier erfährst du, wie du die Turboprops aus Calgary sicher zuordnest.
RegionalAir Inuit
Die Lebensader Nunaviks: Seit 1978 verbindet Air Inuit die Inuit-Dörfer im Norden Québecs untereinander und mit Montréal – mit Dash 8, Twin Otter und Boeing 737 Combi auf Schotterpisten.
RegionalAir North
Die Airline des Yukon: Von Whitehorse aus verbindet Air North den hohen Norden Kanadas mit Vancouver, Calgary und Edmonton – mit ATR 42 für die Arktis und Boeing 737 für den Süden.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
De Havilland Canada
Vom Buschflugzeug Beaver über die Twin Otter bis zur Dash 8 und dem Löschflugzeug DHC-515: De Havilland Canada steht für robuste Kurzstart-Flugzeuge. Hier erfährst du, wie das Unternehmen entstand, wem es gehörte und wo du seine Typen heute vor die Linse bekommst.
HerstellerBombardier
Bombardier hat den Regionaljet in Europa populär gemacht, die heutige A220 entwickelt und Learjet, Canadair und de Havilland Canada unter einem Dach vereint. Heute baut der Konzern aus Montreal nur noch Businessjets – und die siehst du an Genf, Le Bourget oder Nizza öfter, als du denkst.
HerstellerPratt & Whitney
US-Triebwerkshersteller aus Connecticut, der mit dem JT8D die Kurzstrecke der 1960er prägte, mit dem JT9D den Jumbo antrieb und heute mit dem Getriebefan PW1000G unter A220, A320neo und E2 hängt. Für Spotter ist P&W der Grund, warum so viele Neos zeitweise am Boden standen.
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