Olympic Airways

Historische griechische Nationalairline (1957–2009): gegründet von Reeder Aristoteles Onassis, ab 1975 in Staatsbesitz, bekannt für die sechs Ringe am Leitwerk, Langstrecken mit 707, 747 und A340 – und ein langes Ende, aus dem 2009 Olympic Air hervorging.

Auch bekannt als: Olympic Airlines · Olympiaki Aeroporia · TAE Greek National Airlines (Vorgängerin) · Olympic Aviation (Regionaltochter) · OA

GriechenlandGriechenlandNetzwerk-AirlinesIATA: OAICAO: OAL12 Min. Lesezeit

1957–2009

Bestehen (inkl. Olympic Airlines)

OA

IATA-Code

OAL

ICAO-Code

6

Ringe im Logo

Das Wichtigste in Kürze

  • Olympic Airways war Griechenlands Nationalairline von 1957 bis 2009 – zuerst privat unter Aristoteles Onassis, ab 1975 im Staatsbesitz.
  • Codes: IATA OA, ICAO OAL, Rufzeichen „OLYMPIC“ – die Codes nutzt heute die Nachfolgerin Olympic Air.
  • Sechs Ringe statt fünf: Weil das IOC die olympischen Ringe schützte, bekam das Logo einen sechsten Ring.
  • Breite Flotte: von DC-3 und Comet 4B über Boeing 707, 727, 737 und 747 bis zu Airbus A300 und A340.
  • Langes Ende: Schulden, EU-Beihilfeverfahren und Umbenennung in Olympic Airlines (2003) mündeten 2009 in den Verkauf an Investoren und den Neustart als Olympic Air.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Olympic Airways im Überblick
  2. 2.Codes und Rufzeichen
  3. 3.Die Geschichte in Etappen
  4. 4.Die Flotte: von der DC-3 bis zum A340
  5. 5.Die sechs Ringe: das Markenzeichen
  6. 6.Das Ende: von Olympic Airlines zu Olympic Air
  7. 7.Woran du Olympic Airways erkennst
  8. 8.Unfälle
  9. 9.Olympic heute erleben
  10. 10.Häufige Verwechslungen
  11. 11.Fazit

Steckbrief

IATA-CodeOA
ICAO-CodeOAL
RufzeichenOLYMPIC
DrehkreuzeATH
StatusHistorisch – ab Dezember 2003 als Olympic Airlines weitergeführt, Flugbetrieb Ende September 2009 weitgehend eingestellt, zum 31. Dezember 2009 vollständig beendet
GeschäftsmodellStaatliche Nationalairline mit Inlands-, Insel-, Europa- und Langstreckenverkehr
Gegründet6. April 1957 als Olympic Airways, hervorgegangen aus der staatlichen TAE
GründerReeder Aristoteles Onassis auf Basis eines Vertrags mit dem griechischen Staat vom Juli 1956
EigentümerBis 1974 Onassis, ab 1975 der griechische Staat
BasisAthen-Ellinikon (bis März 2001), danach Athen Eleftherios Venizelos (ATH)
Prägende TypenDouglas DC-3 und DC-6B, Comet 4B, Boeing 707, 720, 727, 737-200, 737-400, 747-200, Airbus A300, A340-300
RegionaltochterOlympic Aviation (ab 1971) mit Turboprops für Inlands- und Inselstrecken
NachfolgeOlympic Air (Flugbetrieb ab 1. Oktober 2009), seit 2013 Tochter von Aegean Airlines

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Olympic Airways?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Die sechs farbigen Ringe am Leitwerk – das Markenzeichen, das an die olympischen Ringe erinnert, aber bewusst einen Ring mehr hat
  • Schriftzug „Olympic“ bzw. „Olympic Airways“ am Rumpf, in späteren Jahren „Olympic Airlines“
  • Griechisches Kennzeichen mit SX- am Rumpf
  • Typische Mischung auf alten Athen-Fotos: 737-200, 727, A300 und 747 nebeneinander am Vorfeld von Ellinikon
  • Live nur noch indirekt: Die Nachfolgerin Olympic Air fliegt bis heute mit Ringen am Leitwerk und dem Code OA

Kaum ein Airline-Logo ist so eng mit einem Land verbunden wie die sechs bunten Ringe von Olympic. Über ein halbes Jahrhundert brachte Olympic Airways Urlauber auf die griechischen Inseln, verband Athen mit New York, Johannesburg und Melbourne und war für viele Auslandsgriechen das Stück Heimat am Himmel. Gegründet hat sie ein Reeder mit Weltruhm: Aristoteles Onassis. Hier erfährst du, wie die Airline entstand, welche Flugzeuge sie flog, woran du sie auf alten Fotos erkennst und warum ihr Ende so lange dauerte.

Historische Airline

Olympic Airways flog ab Dezember 2003 als Olympic Airlines weiter und stellte den Betrieb Ende 2009 ein. Alle Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die historische Gesellschaft. Die Codes OA und OAL nutzt heute die Nachfolgerin Olympic Air.

Olympic Airways im Überblick

Olympic Airways war die Nationalairline Griechenlands. Ihre Vorgängerin war die staatliche TAE (Greek National Airlines), die 1951 aus dem Zusammenschluss mehrerer kleiner Gesellschaften entstanden war und schon nach wenigen Jahren in finanzielle Schieflage geriet. Im Juli 1956 einigte sich der griechische Staat mit Aristoteles Onassis: Der Reeder übernahm die Airline und erhielt dafür weitreichende Exklusivrechte im Luftverkehr des Landes. Am 6. April 1957 bekam die Gesellschaft ihren neuen Namen – Olympic Airways.

Die Heimat war über Jahrzehnte der alte Athener Flughafen Ellinikon an der Küste südlich der Stadt. Als er im März 2001 schloss, zog Olympic an den neuen Flughafen Athen Eleftherios Venizelos um. Wichtige Ziele im Inland waren unter anderem Thessaloniki, Heraklion auf Kreta und Rhodos.

OAIATA-Code der historischen Airline
OALICAO-Code im Flugplan
OLYMPICRufzeichen im Funk

Codes und Rufzeichen

  • IATA-Code OA: stand vor den Flugnummern, auf Tickets und Gepäckanhängern.
  • ICAO-Code OAL: die Kennung für die Flugsicherung.
  • Rufzeichen OLYMPIC: so meldeten sich die Crews im Funk.

Wichtig für die Recherche: Die Codes gingen 2009 an Olympic Air über. Siehst du OA auf einem Foto oder Tracker nach Oktober 2009, ist also die Nachfolgerin gemeint, nicht die Staatsairline. Wie die beiden Code-Systeme zusammenspielen, erklärt der Artikel zu IATA- und ICAO-Codes.

Griechische Luftfahrtgeschichte im Hangar

Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline und Flughafen fest – vom Olympic-Air-Turboprop auf Korfu bis zum Klassiker im Museum – und baust dir deine eigene Sammlung griechischer Luftfahrt auf. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Geschichte in Etappen

1956–1960: Onassis übernimmt

Vertrag mit dem Staat im Juli 1956, Umbenennung in Olympic Airways am 6. April 1957. Den Anfang machen vor allem Douglas DC-3, dazu DC-4 und ab 1958 die DC-6B.

1960er: Ins Jetzeitalter

1960 kommt mit der Comet 4B der erste Jet. 1966 folgt die Boeing 707 und mit ihr der Nonstop-Dienst Athen–New York, ab 1968 die Boeing 727.

1970er: Abschied von Onassis

1971 gründet Olympic die Regionaltochter Olympic Aviation. Nach dem Tod seines Sohnes Alexander 1973 zieht sich Onassis zurück, ab 1975 gehört Olympic dem Staat. 1976 kommen elf Boeing 737-200.

1980er und 1990er: Staatsairline

Airbus A300 und Boeing 747-200 prägen die Großraumflotte, ab 1991 kommen 737-400 und A300-600R. 1999 ersetzen vier A340-300 die Jumbos.

2001–2009: Der lange Abschied

Umzug zum neuen Athener Flughafen 2001, Neustart als Olympic Airlines im Dezember 2003, EU-Verfahren wegen Beihilfen, Verkauf 2009 und Neustart des Betriebs als Olympic Air.

Die Onassis-Jahre

Onassis führte Olympic wie ein Prestigeprojekt. Der Vertrag mit dem Staat sicherte der Airline eine Sonderstellung: Sie war über Jahre praktisch der einzige Anbieter im griechischen Linienluftverkehr. Gleichzeitig investierte Onassis früh in moderne Flugzeuge. Mit der Comet 4B kam 1960 ein Strahlflugzeug, nur wenige Jahre nach dessen Debüt bei westeuropäischen Großairlines. Die Comet flog dabei in enger Kooperation mit der britischen BEA, die denselben Typ einsetzte.

Der Schritt auf die Langstrecke folgte 1966: Mit der Boeing 707 verband Olympic Athen nonstop mit New York – für die große griechische Gemeinde in den USA eine wichtige Verbindung. In den folgenden Jahren kamen unter anderem Montreal und Chicago, ab 1968 Nairobi und Johannesburg und ab 1972 Melbourne via Bangkok und Singapur hinzu. Auch dort lebten viele Auslandsgriechen.

Der Wendepunkt kam im Januar 1973: Alexander Onassis, der Sohn des Gründers, starb nach dem Absturz eines Flugzeugs in Athen. Onassis verlor danach das Interesse an der Airline, die zudem unter hohen Kerosinpreisen und Streiks litt. Ende 1974 zog er sich aus dem Vertrag zurück, ab 1975 übernahm der griechische Staat. Onassis selbst starb im März 1975.

Jahrzehnte als Staatsairline

Als Staatsunternehmen wuchs Olympic weiter, wurde aber zunehmend zum Sorgenkind. Die Flotte war vielfältig, die Personalkosten hoch, und politische Einflussnahme auf Strecken und Personal gehörte zum Alltag. Immer wieder musste der Staat einspringen. Mit dem EU-Binnenmarkt für den Luftverkehr gerieten diese Zahlungen ins Visier der EU-Kommission: Sie stufte mehrere Hilfen als unzulässige Beihilfen ein und verlangte Rückzahlungen, der Europäische Gerichtshof stellte 2008 fest, dass Griechenland eine frühere Rückforderung nicht umgesetzt hatte.

Gleichzeitig wuchs die Konkurrenz: Ab 1999 flog Aegean Airlines Linie im Inland und wurde schnell zum ernsthaften Gegenspieler. Einen Überblick über ähnliche Fälle in Europa gibt der Artikel Große Airline-Pleiten in Europa.

Die Flotte: von der DC-3 bis zum A340

Olympic war eine Airline mit sehr breitem Flottenmix – von Kolbenmotoren über die ersten Jets bis zu modernen Großraumflugzeugen. Die wichtigsten Muster im Überblick:

Typ Zeitraum bei Olympic Einsatz Spotter-Hinweis
Douglas DC-3 1957–1970 Inland und Inseln Letzte Maschine im Mai 1970 abgegeben
Douglas DC-6B 1958–1972 Längere Inlands- und Europastrecken Zehn Exemplare im Einsatz
Comet 4B 1960–1969 Erste Jets Kooperation mit BEA
Boeing 707-320 ab 1966 Langstrecke Erste 707 hieß „City of Athens“
Boeing 720 nach der 707 Mittel- und Langstrecke Gebraucht von Northwest übernommen
Boeing 727-200 ab 1968 Europa Drei Triebwerke am Heck
Boeing 737-200 ab 1976 Inland und Europa Elf neue Maschinen auf einen Schlag
Boeing 747-200 ab den 1970ern Langstrecke Später drei weitere von Singapore Airlines
Airbus A300 ab Ende der 1970er Europa und Inland 1978 bestellt, 1991 durch A300-600R ergänzt
Boeing 737-400 ab 1991 Europa Sieben Maschinen
Airbus A340-300 ab 1999 Langstrecke Vier Maschinen als 747-Ersatz

Douglas DC-3 und DC-6B

Die Douglas DC-3 war das Arbeitspferd der Anfangsjahre und flog vor allem im Inland und zu den Inseln. Erst im Mai 1970 gab Olympic die letzte DC-3 ab. Für längere Inlands- und Europastrecken kamen ab 1958 zehn Douglas DC-6B dazu, die bis 1972 im Einsatz blieben.

Comet, 707 und 720

Die De Havilland Comet in der Version 4B war Olympics erster Jet: Vier Maschinen wurden 1959 bestellt, 1960 begann der Einsatz, 1969 war Schluss. Die Flugzeuge wurden gemeinsam mit BEA betrieben, Crews und Maschinen tauschten die Partner teilweise untereinander. Mehr zum Typ liest du unter De Havilland Comet – der erste Düsenjet.

1966 traf die erste Boeing 707-320 ein, getauft auf den Namen „City of Athens“. Mit ihr begann das Langstreckenzeitalter. Ergänzt wurde sie durch gebrauchte Boeing 720 von Northwest. Die Geschichte des Vierstrahlers erzählt der Artikel zur Boeing 707.

727 und 737: die Europa-Flotte

Ab 1968 flog Olympic die dreistrahlige Boeing 727-200 auf Europastrecken. 1976 folgten elf fabrikneue Boeing 737-200 – der Typ, den viele Urlauber mit Olympic verbinden, weil er auch Inselflughäfen anflog. 1991 kamen sieben Boeing 737-400 dazu. Wie du die Generationen auseinanderhältst, zeigt der Artikel Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.

Großraum: 747, A300 und A340

Für die Langstrecke setzte Olympic auf die Boeing 747-200: zwei Maschinen kamen in den 1970er-Jahren, 1984 drei gebrauchte von Singapore Airlines. Auf dichten Europa- und Inlandsstrecken flog der Airbus A300B4; vier Exemplare wurden 1978 bestellt, 1991 kam der A300-600R hinzu. 1999 lösten vier Airbus A340-300 die Jumbos ab. Tipps zur Unterscheidung findest du unter A330 oder A340? und Boeing 747-100 bis 747-8.

Olympic Aviation: Turboprops für die Inseln

Viele griechische Inseln haben kurze Pisten. Dafür gründete Olympic 1971 die Tochter Olympic Aviation, die mit kleineren Flugzeugen flog – darunter die japanische NAMC YS-11, Shorts Skyvan, Shorts 330 und Dornier 228. Später prägten ATR 42, ATR 72 und Dash 8-100 den Inselverkehr. Zum Schluss bestand die Flotte von Olympic Airlines fast nur noch aus diesen Turboprops und einem einzigen A340. Wie du ATR und Dash 8 unterscheidest, liest du unter Turboprops unterscheiden.

Klassiker auf der Wunschliste

Setz Klassiker wie 737-200, A300 oder A340 auf deine Wunschliste im Hangar und leg Sichtungs-Alarme für Typen, Airlines oder Special Liveries an – Planetrack benachrichtigt dich, wenn so ein Flugzeug an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Die sechs Ringe: das Markenzeichen

Onassis wollte die fünf olympischen Ringe verwenden – Griechenland ist schließlich das Land der Olympischen Spiele. Das Internationale Olympische Komitee bestand aber auf seinen Rechten. Die Lösung: ein sechster Ring. Die übliche Deutung lautet, dass fünf Ringe für die Kontinente stehen und der sechste für Griechenland.

Die bunten Ringe am Leitwerk wurden zum Erkennungszeichen über Jahrzehnte und mehrere Bemalungen hinweg. Sie gehören deshalb zu den Klassikern unter den legendären Airline-Lackierungen. Olympic Air hat das Motiv übernommen – darum siehst du die Ringe bis heute auf griechischen Vorfeldern.

Das Ende: von Olympic Airlines zu Olympic Air

Anfang der 2000er-Jahre suchte der Staat einen Ausweg aus der Schuldenfalle. Im Dezember 2003 übernahm die bisherige Tochter Macedonian Airlines den Flugbetrieb und trat fortan als Olympic Airlines auf. Die Idee hinter dem Umbau: Der Flugbetrieb arbeitet ohne die Altlasten weiter. Die EU-Kommission sah darin aber weitere unzulässige Unterstützung und forderte erneut Rückzahlungen. Mehrere Privatisierungsversuche scheiterten.

Erst 2009 gelang der Schnitt:

  • 6. März 2009: Der Staat kündigt den Verkauf von Flugbetrieb und Technikbasis an die Marfin Investment Group an.
  • Ende September 2009: Olympic Airlines fährt den regulären Flugbetrieb herunter.
  • 29. September 2009: Der letzte Olympic-Airlines-Flug landet aus Toronto via Montreal in Athen.
  • 1. Oktober 2009: Olympic Air startet den Flugbetrieb.
  • 31. Dezember 2009: Olympic Airlines beendet alle Aktivitäten.

Olympic Air übernahm Marke und Codes, aber nicht die Schulden. Eine Fusion mit Aegean scheiterte 2011 zunächst an der EU-Kommission; 2013 kaufte Aegean die Gesellschaft dann doch vollständig. Heute fliegt Olympic Air als Regionaltochter vor allem Inlands- und Inselverbindungen.

Woran du Olympic Airways erkennst

Auf alten Fotos ist Olympic dank der Ringe meist schnell identifiziert. Die feinen Unterschiede liegen im Zeitraum:

Spricht für Olympic Airways

  • Sechs Ringe am Leitwerk und Schriftzug „Olympic“ oder „Olympic Airways“
  • Griechisches SX-Kennzeichen an Jets wie 727, 737-200, A300 oder 747
  • Aufnahme vor Oktober 2009, oft aus Athen-Ellinikon
  • Langstreckenjet mit Ringen – das gab es nur bei der Staatsairline

Spricht dagegen

  • Foto nach Oktober 2009 – dann ist es Olympic Air
  • Schriftzug „Olympic Airlines“ – das ist die Nachfolgefirma ab Ende 2003
  • Moderner Turboprop mit Aegean-Codeshare – typisch Olympic Air

Das Kennzeichen hilft beim Datieren: Mit einem Blick in Registerdaten erfährst du, wann ein Flugzeug zugelassen und wieder abgegeben wurde. Wie das geht, erklären die Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen und Oldtimer am Himmel erkennen.

Alte Urlaubsfotos auswerten

Wer in den 1970er- bis 1990er-Jahren in Griechenland Urlaub gemacht hat, hat mit etwas Glück eine Olympic auf dem Film. Achte auf die Triebwerke: drei am Heck deuten auf eine 727, zwei kurze unter den Flügeln auf eine 737-200, vier große auf eine 747 oder später einen A340.

Unfälle

Olympic erlebte in ihrer langen Geschichte mehrere schwere Unfälle. Im Dezember 1969 stürzte Flug 954, eine DC-6B, bei Keratea nahe Athen ab; 90 Menschen kamen ums Leben. 1972 und 1976 verunglückten zwei YS-11 der Gesellschaft, im August 1989 prallte eine Shorts 330 von Olympic Aviation auf der Insel Samos gegen einen Berg. Bei einem Triebwerksausfall einer 747-200 beim Start in Athen im August 1978 gab es dagegen keine Opfer.

Olympic heute erleben

Live spotten kannst du Olympic Airways nicht mehr. Die Spurensuche lohnt sich trotzdem:

Olympic Air auf den Inseln

  • Die sechs Ringe fliegen weiter an Turboprops
  • Typisch auf Inselflughäfen und in Athen

Archivfotos

  • Ellinikon bis 2001 als Olympic-Heimat
  • Urlaubsfotos von Rhodos, Korfu oder Kreta

Museen

  • Erhaltene Olympic-Jets sind schwer belegbar
  • Vor Ort nachfragen lohnt sich

Die Nachfolgerin Olympic Air siehst du in Athen und auf den Inseln, etwa in Korfu, Kos oder auf Kreta. Spektakuläre Spots für Inselanflüge sind Kanoni am Flughafen Korfu und das Pistenende am Flughafen Skiathos. Wer sich für griechische Luftfahrtgeschichte interessiert, kann das Museum der griechischen Luftwaffe in Tatoi besuchen – dort geht es allerdings um Militärflugzeuge.

Bevor du in Griechenland die Kamera zückst, lies unbedingt Planespotting in Griechenland heute und den Hintergrund zum Kalamata-Fall 2001. Praktische Tipps für Flughäfen und Spots liefert der Guide Planespotting in Griechenland.

Häufige Verwechslungen

  • Olympic Airways und Olympic Air gleichsetzen – Olympic Air ist eine eigene Gesellschaft, die 2009 startete und seit 2013 zu Aegean gehört.
  • Olympic Airlines für eine Neugründung halten – sie führte ab 2003 den Betrieb der Staatsairline weiter, unter neuem Namen.
  • Die sechs Ringe für das olympische Symbol halten – das hat fünf Ringe; Olympic hatte bewusst einen mehr.
  • Olympic mit Cyprus Airways verwechseln – die zyprische Nationalairline Cyprus Airways flog ebenfalls viel nach Athen, war aber ein eigenes Unternehmen.
  • OA in neuen Flugplänen der Staatsairline zuordnen – seit Oktober 2009 steht der Code für Olympic Air.

Griechenland-Sichtungen sauber sortiert

Poste deine Fotos aus Athen, Korfu oder Skiathos mit Typ, Kennzeichen, Airline und Spot, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht für den Inselanflug und tausch dich in der Community mit anderen Griechenland-Fans aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Olympic Airways war mehr als eine Airline: Sie war Griechenlands Visitenkarte am Himmel, gegründet von einem der bekanntesten Unternehmer seiner Zeit. Unter Onassis ging es schnell ins Jetzeitalter und auf die Langstrecke, als Staatsairline wuchs die Flotte bis zu 747 und A340 – und mit ihr die Schulden. Nach Jahren von EU-Verfahren und gescheiterten Verkäufen endete die Geschichte 2009. Die sechs Ringe aber fliegen bei Olympic Air weiter.

Kurzfazit

Olympic Airways (IATA OA, ICAO OAL) war die historische griechische Nationalairline von 1957 bis 2009 mit Basis in Athen. Gegründet von Aristoteles Onassis, ab 1975 in Staatsbesitz und ab 2003 als Olympic Airlines unterwegs, flog sie von der DC-3 bis zum A340. Ihr Erbe trägt heute Olympic Air weiter.

Zusammenfassung

  • Onassis übernahm 1956 die marode Staatsairline TAE und machte daraus Olympic Airways – mit Exklusivrechten im griechischen Luftverkehr und einem schnellen Einstieg ins Jetzeitalter.
  • Die Flotte reichte von DC-3 und DC-6B über die Comet 4B, Boeing 707, 720, 727, 737 und 747 bis zu A300 und A340 – dazu Turboprops der Tochter Olympic Aviation für die Inseln.
  • Nach dem Rückzug von Onassis gehörte die Airline ab 1975 dem Staat; Verluste, Schulden und EU-Verfahren wegen unzulässiger Beihilfen prägten die letzten Jahrzehnte.
  • Spotten kannst du Olympic Airways nicht mehr – die sechs Ringe leben aber bei Olympic Air weiter, die heute zu Aegean gehört.

Häufige Fragen

Gibt es Olympic Airways heute noch?

Nein. Seit Dezember 2003 flog die Airline als Olympic Airlines. Im März 2009 verkaufte der Staat Flugbetrieb und Technik an die Marfin Investment Group, Ende September 2009 endete der reguläre Betrieb, zum 31. Dezember 2009 stellte Olympic Airlines alles ein. Den Namen und das Erbe trägt heute Olympic Air weiter, eine Tochter von Aegean Airlines.

Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Olympic Airways?

Olympic Airways nutzte den IATA-Code OA und den ICAO-Code OAL, im Funk war sie als „OLYMPIC“ unterwegs. Diese Codes verwendet heute die Nachfolgerin Olympic Air – auf aktuellen Flugplänen steht OA also nicht mehr für die historische Staatsairline.

Warum hat das Olympic-Logo sechs Ringe?

Onassis wollte ursprünglich die fünf olympischen Ringe verwenden. Das Internationale Olympische Komitee beanspruchte die Rechte am Symbol, also bekam das Logo einen sechsten Ring. Die Deutung, die oft genannt wird: fünf Ringe für die Kontinente, der sechste für Griechenland.

Was hatte Aristoteles Onassis mit der Airline zu tun?

Der Reeder schloss im Juli 1956 einen Vertrag mit dem griechischen Staat, übernahm die staatliche TAE und benannte sie am 6. April 1957 in Olympic Airways um. Die Airline erhielt weitgehende Exklusivrechte im griechischen Luftverkehr. Nach dem Tod seines Sohnes Alexander 1973 zog sich Onassis zurück; ab 1975 gehörte Olympic dem Staat.

Welche Langstrecken flog Olympic Airways?

Ab 1966 ging es mit der Boeing 707 nonstop von Athen nach New York, später kamen unter anderem Montreal und Chicago, ab 1968 Nairobi und Johannesburg sowie ab 1972 Melbourne via Bangkok und Singapur hinzu. Später übernahmen Boeing 747-200 und ab 1999 Airbus A340-300 die Langstrecke.

Ist Olympic Air dasselbe wie Olympic Airways?

Nein. Olympic Air ist eine 2009 gestartete, eigenständige Gesellschaft, die Namen, Marke und Teile des Betriebs übernahm, nicht aber die Schulden der Staatsairline. 2013 kaufte Aegean Airlines Olympic Air vollständig. Heute fliegt sie vor allem Inlands- und Inselverbindungen in Griechenland.

Wo finde ich heute noch Spuren von Olympic Airways?

Am ehesten auf historischen Fotos und in Archiven. Auf Bildern aus Athen-Ellinikon bis 2001 und von griechischen Inselflughäfen siehst du Olympic regelmäßig. Live siehst du die sechs Ringe am Leitwerk der Olympic-Air-Turboprops. Konkrete Museumsflugzeuge in Olympic-Bemalung konnten wir nicht verlässlich belegen – frag vor Ort nach, bevor du extra anreist.

Olympic Airways im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

Douglas DC-3 / C-47

Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.

Flugzeugtyp

Douglas DC-6

Vier Sternmotoren, Druckkabine, Bugradfahrwerk: Die Douglas DC-6 war nach dem Zweiten Weltkrieg eines der wichtigsten Langstreckenflugzeuge der Welt. Heute fliegt sie noch als Frachter in Alaska – und als blank polierte DC-6B der Flying Bulls aus Salzburg. So erkennst du sie und so bekommst du sie vor die Linse.

Flugzeugtyp

De Havilland DH.106 Comet

Vier Triebwerke versteckt in den Flügelwurzeln, eine schlanke Nase und ein Kapitel Luftfahrtgeschichte, das Triumph und Tragödie vereint: Die De Havilland Comet eröffnete 1952 das Jetzeitalter im Linienverkehr. Hier erfährst du, wie du sie erkennst und wo sie heute steht.

Flugzeugtyp

Boeing 707-320 Intercontinental

Vier Triebwerke unter gepfeilten Flügeln, ein spitzer Antennendorn auf der Seitenflosse und Platz für den Nordatlantik: Die 707-320 Intercontinental war die erste echte Langstrecken-707. Als Airliner ist sie Geschichte – als AWACS, Tanker und Museumsstück lebt sie weiter.

Flugzeugtyp

Boeing 720

Etwas kürzer, leichter und mit überarbeitetem Flügel: Die Boeing 720 war die Mittelstrecken-Ableitung der 707. United, Western und auch Lufthansa flogen sie, Pratt & Whitney Canada testete damit bis 2010 Triebwerke. So erkennst du den seltenen Vierstrahler und erfährst, wo er heute steht.

Flugzeugtyp

Boeing 727-200

Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.

Flugzeugtyp

Boeing 737-200

Schlanke Zigarren-Triebwerke unter dem Flügel, eine Kufe am Bugrad und Luftdüsen vor dem Einlauf: Die 737-200 ist der Jet, der auf Schotter landet. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, woran du sie erkennst und wo sie heute noch fliegt.

Flugzeugtyp

Boeing 737-400

Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.

Flugzeugtyp

Boeing 747-200

Mehr Schub, mehr Startgewicht, mehr Reichweite: Die Boeing 747-200 machte den Jumbo ab 1971 zum Langstrecken-Arbeitstier – als Passagierjet, Combi und Frachter. So erkennst du sie und hier begegnet sie dir heute noch.

Flugzeugtyp

Airbus A300B4

Die A300B4 war die Version, mit der Airbus wirklich ins Geschäft kam: mehr Treibstoff, mehr Reichweite, und 1978 der Durchbruch in den USA. Heute ist sie eine Rarität, die fast nur noch als Frachter unterwegs ist.

Flugzeugtyp

Airbus A300-600

Der erste Großraum-Twin der Welt lebt heute vor allem als Frachter weiter: Die A300-600 fliegt nachts für DHL, FedEx und UPS. So erkennst du sie und findest sie vor deiner Linse.

Flugzeugtyp

Airbus A340-300

Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.

Flugzeugtyp

ATR 42-300/320

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 42-300 und -320 sind die erste Generation des ATR-Turboprops. Heute triffst du sie vor allem als Frachter. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

ATR 72-200/210

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 72-200 und -210 sind die erste Generation der großen ATR. Viele fliegen heute fensterlos als Frachter. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-100

Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Shorts 330

Ein Rumpf wie ein Container, ein hoher Flügel auf Streben und zwei kleine Seitenleitwerke: Die Shorts 330 aus Belfast ist einer der eigenwilligsten Turboprops der Luftfahrt – und heute ein seltener Fang.

Flugzeugtyp

Shorts SC.7 Skyvan

Ein Rumpf wie ein Schuhkarton, ein festes Fahrwerk und eine Heckklappe, aus der Fallschirmspringer ins Freie laufen: Der Skyvan aus Belfast ist der eigenwilligste STOL-Transporter Europas und bis heute im Einsatz.

Flugzeugtyp

Dornier 228

Langer, kantiger Rumpf, schlanker Hochdeckerflügel mit schräg abgeschnittenen Spitzen: Die Dornier 228 fliegt seit 1981 Inselstrecken, Küstenwache und Forschung. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Weitere Airlines

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

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Wo du Olympic Airways vor die Linse bekommst

Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

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Die Airline-Datenbank entsteht aus eigener Beobachtung, Community-Sichtungen und öffentlich zugänglichen Quellen. Flotten, Strecken und Eigentümer ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet.

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