Das Wichtigste in Kürze
- IATA KGS, ICAO LGKO: der internationale Flughafen der Dodekanes-Insel Kos, 2025 mit rund 3,2 Millionen Passagieren – fast alle davon im Sommerhalbjahr.
- Eine Bahn, kein Rollweg: Die rund 2.400 Meter lange Bahn 14/32 hat keinen parallelen Taxiway, Flugzeuge rollen auf der Bahn zurück und wenden am Ende.
- Fraport-Flughafen: Seit 2017 betreibt Fraport Greece den Platz; seit 2021 gibt es ein neues Terminal mit 28 Check-in-Schaltern.
- Ferienflughafen durch und durch: Charter-, Ferien- und Low-Cost-Airlines aus ganz Europa prägen den Sommer, Aegean und SKY express sichern den ganzjährigen Inlandsverkehr.
- Regeln beachten: Einen offiziellen Spotterbereich gibt es nicht – die griechischen Regeln fürs Fotografieren solltest du kennen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom Inselflugplatz zum Ferienflughafen
- 7.Fraport übernimmt: das neue Terminal
- 8.Eine Bahn ohne Rollweg
- 9.Betriebsrichtung: meistens 32
- 10.Ferienflieger aus ganz Europa
- 11.Griechische Airlines: das Rückgrat im Winter
- 12.Spotten in Kos: was geht und was nicht
- 13.Hitze, Licht und Ausrüstung
- 14.Anreise und Anbindung
- 15.Kos im Vergleich
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | KGS |
|---|---|
| ICAO-Code | LGKO |
| Offizieller Name | Internationaler Flughafen Kos „Ippokratis“, benannt nach dem auf Kos geborenen antiken Arzt Hippokrates |
| Betreiber | Fraport Greece (Joint Venture von Fraport AG und Copelouzos-Gruppe), 40-jährige Konzession seit dem 11. April 2017 |
| Lage | Im Inselinneren bei Antimachia, rund 24–26 km westlich von Kos-Stadt an der Straße nach Kefalos, etwa 125 m über dem Meer |
| Start- und Landebahn | Eine Bahn 14/32 mit rund 2.400 m Länge und 45 m Breite (Asphalt), ohne parallelen Rollweg – Flugzeuge rollen auf der Bahn zurück |
| Terminal | Neues Terminal aus dem Fraport-Ausbauprogramm, in Betrieb seit 2021, mit 28 Check-in-Schaltern und neun Sicherheitsspuren |
| Verkehr 2025 | Rund 3,2 Mio. Passagiere, davon der weitaus größte Teil international |
| Verkehrsprofil | Stark saisonal: Charter-, Ferien- und Low-Cost-Airlines im Sommer, griechische Inlandsflüge ganzjährig |
| Eröffnung | 4. April 1964, zunächst mit einer rund 1.200 m kurzen Bahn |
| Für Spotter relevant | Übersichtlicher Ein-Bahn-Flughafen mit Backtrack-Manövern, bunter Airline-Mix im Sommer – griechische Regeln zum Fotografieren beachten |
| Offizielle Website | www.kgs-airport.gr |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Kos aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Kos
- Einen Ferienflieger aus Deutschland notiert, etwa von Condor, TUIfly oder Eurowings
- Einen britischen Ferien- oder Low-Cost-Jet wie Jet2 oder easyJet im Logbuch
- Einen Airbus der A320neo-Familie von Aegean oder SKY express fotografiert
- Ein Backtrack-Manöver beobachtet: Ein Jet rollt auf der Bahn bis zum Wendehammer und dreht dort um
- Die Betriebsrichtung vor Ort bestimmt – meist 32, bei Südostwind 14
- Ein Flugzeug vor der hügeligen Inselkulisse erwischt
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert, damit die vielen ähnlichen Ferienjets unterscheidbar bleiben
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Übersichtlicher Ein-Bahn-Flughafen – du verpasst kaum eine Bewegung
- Backtracking auf der Bahn bringt die Flugzeuge zusätzlich vor die Linse
- Bunter Mix europäischer Ferien- und Low-Cost-Airlines im Sommer
- Gut mit einem Badeurlaub auf Kos kombinierbar, Busverbindung zu mehreren Urlaubsorten
- Modernes Terminal seit dem Fraport-Ausbau
Wo es hakt
- Im Winter nur wenig Verkehr, hauptsächlich Inlandsflüge
- Kein offizieller Spotterbereich und keine Besucherterrasse bekannt
- Der früher beliebte Kapellenhügel neben dem Terminal ist seit Langem gesperrt
- Starkes Hitzeflimmern an Sommernachmittagen
- In Griechenland gelten strenge Regeln rund um Flughäfen und militärische Anlagen
Kos ist eine dieser Inseln, auf denen der Urlaub schon beim Landeanflug beginnt: Unter dir zieht die karge Hügellandschaft der Dodekanes vorbei, dann setzt der Jet mitten im Inselinneren auf einer einzigen Bahn auf. Der Flughafen Kos „Ippokratis“ ist klein, übersichtlich und im Sommer randvoll – ein klassischer griechischer Ferienflughafen. Für Spotter hat er eine Besonderheit, die du an großen Flughäfen nie erlebst: Es gibt keinen parallelen Rollweg. Jedes Flugzeug rollt auf der Bahn hin und her, bevor es startet oder nach der Landung das Vorfeld erreicht.
Dein Kos-Logbuch
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Vom Inselflugplatz zum Ferienflughafen
Die Geschichte des Flughafens beginnt am 4. April 1964. Damals geht bei dem Dorf Antimachia ein bescheidener Flugplatz mit einer Bahn von nur rund 1.200 Metern in Betrieb. Für die Propellerflugzeuge der damaligen Inlandsverbindungen reicht das, für Jets nicht. Seine Aufgabe ist klar: die Insel für Besucher erreichbar machen und den Tourismus ankurbeln.
Das gelingt. Schon wenige Jahre später ist klar, dass Kos größere Flugzeuge braucht. Mitte der 1970er-Jahre wird die Bahn auf rund 2.400 Meter verlängert, die Quellen nennen dafür 1973 oder 1974. Von da an können auch die großen Charterjets landen, mit denen der europäische Pauschaltourismus seine Gäste in den Süden bringt. 1980 folgt ein neues Abfertigungsgebäude, 1997 ein weiterer Ausbau mit einem separaten Ankunftsbereich neben dem Abflugterminal.
Eine Kuriosität aus dieser Zeit: Im Sommer 2003 stand eine Boeing 747-400 auf dem Vorfeld von Kos – ein Ausnahmebesuch an einem Flughafen, der sonst fast ausschließlich Schmalrumpfflugzeuge sieht. Ebenfalls eine Fußnote für Technikfans: 2005/2006 wurde die Bahn von 15/33 in 14/32 umbenannt, weil sich die magnetische Missweisung verschoben hatte. Die Bahn selbst blieb dabei, wo sie war.
Fraport übernimmt: das neue Terminal
Der große Umbruch kommt mit der Privatisierung. Im Dezember 2015 unterzeichnet Griechenland den Vertrag mit einem Joint Venture aus der Frankfurter Fraport AG und der griechischen Copelouzos-Gruppe. Seit dem 11. April 2017 betreibt Fraport Greece insgesamt 14 Regionalflughäfen des Landes, darunter Kos, Rhodos, Korfu und Thessaloniki. Die Konzession läuft 40 Jahre.
Kurz nach der Übernahme stellte Fraport Greece im November 2017 auf Kos seine Ausbaupläne vor. Die wichtigsten Punkte:
- ein neues Terminal mit rund 24.000 m² Fläche
- Check-in-Schalter von 16 auf 28 aufgestockt
- Sicherheitsspuren von vier auf neun erweitert
- komplette Sanierung der Start- und Landebahn
- erweitertes und erneuertes Vorfeld
- neue Gepäckförderanlage, neue Feuerwache und neu gestalteter Vorfahrtsbereich mit Parkplätzen
Das Programm lief an allen 14 Flughäfen zwischen 2017 und Anfang 2021. In Kos ging das neue Terminal im Frühjahr 2021 in Betrieb. Wer den Flughafen noch aus den Nullerjahren kennt, erinnert sich an enge Hallen und lange Schlangen in der Sommerhitze – heute ist die Abfertigung deutlich großzügiger.
Seitdem ist der Verkehr weiter gewachsen. 2019 zählte Kos knapp 2,7 Millionen Passagiere, 2023 rund 2,95 Millionen bei knapp 22.000 Flugbewegungen. Für 2025 weisen die veröffentlichten Statistiken rund 3,2 Millionen Passagiere aus. Der Inlandsanteil liegt dabei nur bei gut einem Zehntel – Kos ist vor allem ein Tor für internationale Urlauber.
Eine Bahn ohne Rollweg
Das Layout ist schnell erklärt und für Spotter genau deshalb interessant. Es gibt eine einzige Start- und Landebahn, die 14/32, rund 2.400 Meter lang und 45 Meter breit. Sie verläuft in Nordwest-Südost-Richtung durch das flache Inselinnere bei Antimachia. Das Terminal und das Hauptvorfeld liegen seitlich der Bahn, daneben gibt es ein kleineres Vorfeld für Privat- und Geschäftsflugzeuge.
Was fehlt, ist ein paralleler Rollweg. Das hat Folgen für den Betrieb: Ein startendes Flugzeug rollt vom Vorfeld auf die Bahn, fährt auf ihr bis zum Ende, wendet dort auf einem Wendehammer und startet dann in Gegenrichtung. Landende Maschinen bremsen ab, drehen gegebenenfalls ebenfalls und rollen auf der Bahn zurück zur Abzweigung. Diesen Vorgang nennt man Backtracking.
Für den Flughafen bedeutet das: Die Bahn ist während dieser Manöver blockiert, die Kapazität begrenzt. Für dich bedeutet es: Viele Flugzeuge kommen gleich zweimal an deinem Standpunkt vorbei – einmal rollend, einmal im Start- oder Landelauf. Gerade für Rollaufnahmen mit Inselkulisse ist das ein Geschenk.
| Bereich | Lage | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|
| Bahn 14/32 | Nordwest-Südost durchs Inselinnere | alle Starts und Landungen, dazu Backtracking |
| Wendehammer an den Bahnenden | jeweils am Ende der Bahn | wendende Jets kurz vor dem Start |
| Hauptvorfeld | vor dem Terminal | abgestellte Ferienjets und Inlandsmaschinen |
| Kleines Vorfeld | neben dem Hauptvorfeld | Privat- und Geschäftsflugzeuge, länger abgestellte Kleinflugzeuge |
Technisch spannend: Laut verfügbaren Angaben verfügt keines der beiden Bahnenden über ein Instrumentenlandesystem (ILS). Angeflogen wird nach Sicht oder mit Hilfe eines VOR/DME-Verfahrens. Bei klarem Sommerwetter ist das kein Problem, bei tiefen Wolken oder Gewittern im Herbst kann es aber zu Verspätungen oder Ausweichlandungen kommen.
Die seltenen Gäste nicht verpassen
Mit Planetrack setzt du Airlines, Typen und Kennzeichen auf die Wunschliste deines Hangars und wirst bei Anflug benachrichtigt – auch für Special Liveries. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Betriebsrichtung: meistens 32
Wie überall starten und landen Flugzeuge gegen den Wind. Auf Kos weht er im Sommer überwiegend aus West bis Nord – der berühmte Meltemi der Ägäis lässt grüßen. Deshalb ist meist die Bahn 32 aktiv: Die Landungen kommen dann von Südosten herein, die Starts gehen nach Nordwesten. Nur wenn der Wind auf Süd oder Südost dreht, wechselt der Betrieb auf die 14, und die Anflüge kommen aus der Gegenrichtung.
Für deine Planung ist das eine gute Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit, dass du an einem Sommertag die 32 siehst, ist hoch. Trotzdem lohnt sich vor dem Losfahren ein Blick auf die Windvorhersage und in eine Flugverfolgung, um zu sehen, aus welcher Richtung die Anflüge gerade kommen. Wie du das zuverlässig liest, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen; für die Wetterseite hilft Windy und andere Wetterkarten. In Planetrack siehst du Wetter, Wind und aktive Pisten für den Flughafen direkt in der App.
Licht und Bahnrichtung zusammen denken
Die Bahn liegt schräg in Nordwest-Südost-Richtung, die Sonne steht mittags im Süden und wandert am Nachmittag nach Westen. Je nachdem, auf welcher Seite der Bahn du stehst, hast du am Vormittag oder am Nachmittag das bessere Licht. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher, und der Sonnenstand-Planer in Planetrack zeigt dir die Sonnenposition für deinen Standort.
Ferienflieger aus ganz Europa
Kos lebt vom Tourismus, und das siehst du am Himmel. Zwischen Frühjahr und Herbst fliegen Ferien-, Charter- und Low-Cost-Airlines aus fast allen Ländern Europas die Insel an. Traditionell stark vertreten sind deutsche und britische Gesellschaften. Aus dem deutschsprachigen Raum gehören je nach Saison und Flugplan Condor, TUIfly und Eurowings zum Bild, dazu kommen Verbindungen aus Österreich und der Schweiz, etwa mit Austrian Airlines, Edelweiss oder Helvetic Airways.
Aus Großbritannien bringen Jet2, TUI Airways und easyJet ihre Gäste auf die Insel, auch Ryanair ist vertreten. Hinzu kommen Gesellschaften aus den Niederlanden und Belgien wie TUI fly Netherlands und TUI fly Belgium, aus Skandinavien, aus Polen wie Enter Air und LOT, aus Italien wie Neos und aus Tschechien, etwa Smartwings. Gerade die vielen TUI-Flugbetriebe aus verschiedenen Ländern machen Kos interessant: Hier triffst du an einem Tag gleich mehrere Mitglieder der TUI-Airline-Familie.
Typenseitig dominiert die Schmalrumpfwelt. Die Boeing 737-800 und die 737 MAX 8 stellen bei vielen Ferienairlines den Großteil der Flotte, daneben laufen die A320, die A321 und ihre neo-Nachfolger. Wer die vielen ähnlichen Jets auseinanderhalten will, findet Hilfe in den Beiträgen zur A320-Familie und zu neo und ceo.
Wie sich Charter- und Linienverkehr unterscheiden und warum die Grenze heute verschwimmt, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug. In Kos siehst du beides nebeneinander, oft mit identischen Flugzeugen.
Griechische Airlines: das Rückgrat im Winter
Ganzjährig prägen griechische Gesellschaften den Verkehr. Aegean Airlines führt Kos als Focus City und fliegt von hier unter anderem nach Athen und Thessaloniki. SKY express verbindet Kos ebenfalls mit Athen und dazu mit Rhodos und kleineren Nachbarinseln der Dodekanes. Damit siehst du regelmäßig Airbus-Jets wie den A320neo und den A321neo in griechischen Farben, je nach Strecke und Flugplan auch Turboprops wie die ATR 72-600.
Diese Verbindungen sind es auch, die den Flughafen im Winter am Leben halten. Wenn die Ferienflieger nach Saisonende weitgehend verschwunden sind, bleiben vor allem die Flüge nach Athen. Das Verhältnis ist eindeutig: Von den rund 3,2 Millionen Passagieren im Jahr 2025 entfiel nur ein gutes Zehntel auf den Inlandsverkehr. Kos ist ein Saisonflughafen mit ausgeprägter Spitze im Juli und August.
| Airline-Gruppe | Typische Muster | Saison |
|---|---|---|
| Griechische Airlines (Aegean, SKY express) | A320-Familie, teils Turboprops | ganzjährig, im Sommer verstärkt |
| Ferienflieger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz | 737-800, 737 MAX 8, A320, A321 | Frühjahr bis Herbst |
| Britische und irische Ferien- und Low-Cost-Airlines | 737-800, A320-Familie | Frühjahr bis Herbst, Spitzen in den Schulferien |
| Airlines aus Benelux, Skandinavien, Mittel- und Osteuropa | überwiegend Schmalrumpfjets | Hauptsaison |
Spotten in Kos: was geht und was nicht
Einen offiziellen Spotterbereich oder eine Besucherterrasse gibt es in Kos nach unserem Kenntnisstand nicht. Früher galt eine kleine Kapelle auf einem Hügel neben dem Abfluggebäude als Geheimtipp mit gutem Blick auf das Vorfeld. Der Zugang wurde aber bereits Anfang der 2000er-Jahre aus Sicherheitsgründen gesperrt – plane also nicht mit diesem Standpunkt.
Wer heute in Kos fotografiert, steht an öffentlich zugänglichen Orten außerhalb des Flughafenzauns, etwa an Straßen und Feldwegen in Sichtweite der Anflugschneise. Das Inselinnere um Antimachia ist vergleichsweise offen und dünn besiedelt, Felder und niedrige Vegetation bieten oft freie Sicht. Achte trotzdem darauf, keine Privatgrundstücke zu betreten und nicht auf Zufahrten oder am Straßenrand im Weg zu stehen.
Wichtiger als der perfekte Standpunkt ist in Griechenland das richtige Verhalten. Kos liegt in der Ostägäis nahe der türkischen Küste, und griechische Behörden nehmen das Fotografieren rund um Flughäfen und militärische Einrichtungen ernst. Spotter erinnern sich bis heute an den Kalamata-Fall 2001, bei dem eine Gruppe britischer und niederländischer Spotter nach einer Flugschau festgenommen wurde. Was heute gilt und wie du dich verhältst, fasst der Beitrag Planespotting in Griechenland heute zusammen.
Sperrzonen und Militär bleiben aus dem Bild
Fotografiere keine militärischen Anlagen, Radarstationen oder Militärflugzeuge und achte auf Schilder mit Fotografierverboten. Betritt keine Sperrbereiche und lass Drohnen in Flughafennähe grundsätzlich zu Hause. Wirst du angesprochen, bleib freundlich, erklär dein Hobby und zeig auf Nachfrage deine Bilder. Grundsätzliches dazu steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.
Regeln vor Ort kennen
Lies dich vor der Reise in die griechischen Regeln ein. Im Zweifel lieber auf ein Motiv verzichten.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
West- bis Nordwind bedeutet meist Bahn 32 mit Landungen von Südosten, Südostwind die 14.
Die Wellen abpassen
Ferienflüge kommen gebündelt, besonders an Wochenenden. Ein Blick in die Ankunftstafel zeigt dir die Spitzen.
Backtracking einplanen
Viele Jets rollen vor dem Start auf der Bahn entlang. Halte die Kamera bereit, bevor die Maschine wendet.
Kennzeichen mitschreiben
Bei vielen ähnlichen 737 und A320 am Tag ist das Kennzeichen der einzige Weg, deine Sichtungen auseinanderzuhalten.
Hitze, Licht und Ausrüstung
Kos im Sommer heißt: viel Sonne, trockene Hitze und kräftiges Hitzeflimmern über Asphalt und ausgedörrten Feldern. Mit langer Brennweite werden Bilder um die Mittagszeit schnell weich. Plane deine Fotozeiten deshalb in die Morgen- und Abendstunden und halte die Distanz zum Motiv so kurz, wie es legal möglich ist. Praktische Tipps gibt der Beitrag Hitzeflimmern vermeiden. Für dich selbst lohnt ein Blick in Planespotting im Sommer – Schatten ist im Inselinneren rar, Wasser und Kopfbedeckung gehören ins Gepäck.
Ein Vorteil des Meltemi: Der kräftige Nordwind sorgt oft für klare Luft und gute Fernsicht. Wolkenlose Tage sind im Hochsommer die Regel, dramatische Himmel eher die Ausnahme. Im Frühjahr und Herbst ist das Licht weicher, dafür ist weniger los.
Weil du in Kos meist im Urlaub stehst, reist die Ausrüstung im Flugzeug mit. Ein mittleres Telezoom reicht für Landungen nahe am Zaun oft aus, ein längeres Objektiv hilft bei Starts und Rollbewegungen in größerer Entfernung. Wie du Kamera und Objektive sicher transportierst, erklärt der Beitrag Kameraausrüstung im Handgepäck. Und wie du Spotting und Familienurlaub unter einen Hut bekommst, steht in Planespotting im Urlaub.
Anreise und Anbindung
Der Flughafen liegt rund 24 bis 26 Kilometer westlich von Kos-Stadt an der Inselstraße nach Kefalos, beim Dorf Antimachia. Bis Kefalos an der Westspitze sind es etwa 18 Kilometer. Von vielen Urlaubsorten aus bist du mit Mietwagen, Roller oder Taxi in kurzer Zeit am Flughafen, die Insel ist überschaubar.
Linienbusse der KTEL Kos halten rund 50 Meter vor dem Terminal. Sie verbinden den Flughafen mit Kos-Stadt, Mastichari, Kardamena und Kefalos, die Tickets kaufst du beim Fahrer. Die Fahrpläne richten sich nach der Saison, prüfe sie vorab bei der KTEL. Außerdem gibt es am Terminal Taxis. Viele Reiseveranstalter bieten ihren Gästen Transfers zwischen Hotel und Flughafen an – praktisch, wenn du mit dem Pauschalpaket anreist und die Kamera schon beim Abflug griffbereit haben willst.
Kos-Sichtungen mit allen Daten
Mit Planetrack postest du deine Bilder mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und siehst auf der Spot-Karte, wo andere Spotter mit welchem Licht fotografiert haben. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Kos passt zu dir, wenn …
- du ohnehin Urlaub auf Kos oder einer Nachbarinsel machst
- du viele verschiedene europäische Ferien-Airlines sammeln willst
- du Rollaufnahmen und Backtracking an einem kleinen Flughafen magst
Bedingt geeignet, wenn …
- du einen ausgewiesenen, offiziellen Spotterbereich erwartest
- du nur im Winter reisen kannst
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
- du spektakuläre Tiefanflüge über Strände erwartest
Kos im Vergleich
Innerhalb Griechenlands gehört Kos zu den mittelgroßen Ferienflughäfen. Der Nachbar Rhodos im Süden der Dodekanes ist deutlich größer, ebenso Kreta mit dem Flughafen Heraklion. Im Ionischen Meer spielt Korfu eine ähnliche Rolle, ist aber mit dem Spot Kanoni für Spotter deutlich berühmter. Wer spektakuläre Tiefanflüge sucht, schaut nach Skiathos ans Pistenende. Das ganzjährige Drehkreuz des Landes bleibt der Flughafen Athen, über den die meisten Inlandsverbindungen nach Kos laufen.
Im Mittelmeervergleich ist Kos ein kleiner Platz – mit großen Ferienflughäfen wie Palma de Mallorca oder Antalya hat er wenig gemein. Gerade das macht ihn entspannt: Du verlierst nie den Überblick, und an einem Sommertag kommt trotzdem eine ordentliche Sammlung europäischer Airlines zusammen. Einen Überblick über alle griechischen Möglichkeiten gibt der Spotting-Guide Griechenland, und wie du einen ganzen Urlaub um Spots herum planst, steht in Spotting-Urlaub planen.
Fazit
Der Flughafen Kos ist kein Ziel für ausgedehnte Spottertage mit Komfort, sondern ein überschaubarer Inselflughafen mit eigenem Charme. Eine einzige Bahn ohne Rollweg, Backtracking bei fast jeder Bewegung und ein bunter Airline-Mix aus ganz Europa machen ihn im Sommer abwechslungsreich – vorausgesetzt, du respektierst die strengen Regeln, die in Griechenland rund um Flughäfen gelten.
Seit dem Fraport-Ausbau ist die Abfertigung moderner und großzügiger geworden, der Charakter des Platzes ist geblieben. Wenn du ohnehin auf Kos Urlaub machst, lohnt sich ein Abstecher an den Zaun allemal.
Kurzfazit
KGS ist der Ferienflughafen der Dodekanes-Insel Kos mit rund 3,2 Millionen Passagieren im Jahr 2025. Eine Bahn, kein Rollweg, viel Backtracking – dazu Ferienflieger aus ganz Europa. Regeln beachten, Wind und Licht einplanen, dann wird der Urlaub zum Spottertag.
Zusammenfassung
- Kos ist ein typischer griechischer Inselflughafen: klein, übersichtlich, im Sommer voll ausgelastet und im Winter fast verschlafen.
- Spannend für Spotter sind der Airline-Mix aus ganz Europa und die Ein-Bahn-Situation ohne Rollweg, bei der jeder Jet auf der Bahn zurückrollt.
- Die vorherrschenden West- bis Nordwinde sorgen dafür, dass meist auf der Bahn 32 gestartet und gelandet wird – plane Standpunkt und Licht danach.
- Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen, meide Sperrzonen und halte dich an die in Griechenland geltenden Regeln.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Kos?
Der IATA-Code ist KGS, der ICAO-Code LGKO. KGS steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LGKO nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.
Wie weit ist der Flughafen Kos von Kos-Stadt entfernt?
Rund 24 bis 26 Kilometer. Der Flughafen liegt im Inselinneren beim Dorf Antimachia an der Straße von Kos-Stadt nach Kefalos. Bis Kefalos im Westen sind es etwa 18 Kilometer.
Wie komme ich vom Flughafen Kos in die Urlaubsorte?
Linienbusse der KTEL Kos halten rund 50 Meter vor dem Terminal und fahren nach Kos-Stadt, Mastichari, Kardamena und Kefalos; Tickets gibt es beim Fahrer. Außerdem gibt es am Terminal Taxis. Aktuelle Fahrpläne findest du bei der KTEL Kos.
Wer betreibt den Flughafen Kos?
Seit dem 11. April 2017 die Fraport Greece, ein Joint Venture der Frankfurter Fraport AG mit der griechischen Copelouzos-Gruppe. Kos gehört zu den 14 griechischen Regionalflughäfen, die Fraport Greece im Rahmen einer 40-jährigen Konzession betreibt – darunter auch Rhodos, Korfu und Thessaloniki.
Warum rollen Flugzeuge in Kos auf der Landebahn?
Weil es keinen parallelen Rollweg gibt. Nach der Landung rollen die Flugzeuge auf der Bahn bis zu einer Abzweigung zum Vorfeld, vor dem Start rollen sie auf der Bahn bis zum Ende, wenden dort und starten in Gegenrichtung. Für Spotter heißt das: Viele Flugzeuge passieren den Standpunkt mehrmals.
Welche Bahnrichtung wird in Kos meist genutzt?
Überwiegend die 32, weil der Wind auf Kos meist aus West bis Nord weht. Dann kommen die Landungen von Südosten herein. Dreht der Wind auf Süd oder Südost, wird die 14 genutzt.
Darf ich am Flughafen Kos Flugzeuge fotografieren?
Von öffentlich zugänglichen Bereichen aus ist das Fotografieren ziviler Flugzeuge grundsätzlich üblich. In Griechenland gilt aber besondere Vorsicht rund um Flughäfen und militärische Einrichtungen: keine Sperrbereiche betreten, Schilder beachten und bei Kontrollen kooperieren. Mehr dazu im Beitrag Planespotting in Griechenland heute.
Sichtungen rund um Flughafen Kos sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Aegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
GQ / SEHSKY express
Griechische Airline aus Heraklion, gegründet 2005: ATR-Turboprops für die Inseln, eine junge Airbus-A320neo-Flotte für Athen und Europa und ein Netz, das inzwischen auch fünf deutsche Städte erreicht hat.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
X3 / TUITUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
QS / TVSSmartwings
Tschechiens größte Airline aus Prag: früher Travel Service, heute Charter- und Linienflieger mit Boeing-737-Flotte, A220 in Czech-Airlines-Farben und seit Oktober 2026 Teil der Pegasus-Gruppe.
Typische Flugzeuge
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
Spotting-Spots rund um Flughafen Kos
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Kanoni am Flughafen Korfu
Vom Kanoni-Hügel südlich von Korfu-Stadt schaust du auf die Mausinsel, das Kloster Vlacherna und Ferienjets, die knapp über das Wasser zur Piste 34 einschweben – eines der bekanntesten Postkartenmotive der Spotterwelt. Hier erfährst du, wann der Spot funktioniert und wohin du nachmittags umziehst.
AnflugschneisePistenende am Flughafen Skiathos
Am Südende der kurzen Piste von Skiathos ziehen Ferienjets so tief über die Uferstraße, dass der Spot oft mit Maho Beach verglichen wird. Spektakulär, aber saisonal, wetterabhängig und mit echter Jetblast-Gefahr – hier erfährst du, wie du den Spot sicher und mit gutem Ergebnis nutzt.
Weitere Einträge
Flughafen Rhodos Diagoras
Rhodos Diagoras ist einer der großen Ferienflughäfen Griechenlands: eine 3.305 Meter lange Bahn direkt an der Küste bei Paradisi, über sieben Millionen Passagiere im Jahr, ein Sommer voller Charter- und Low-Cost-Jets – und einige der bekanntesten Fence-Spots der Ägäis.
FlughafenFlughafen Heraklion
Kretas wichtigster Flughafen und nach Athen der zweitgrößte Griechenlands: eine Hauptbahn zwischen Stadtrand und Meer, Ferienflieger aus ganz Europa in dichter Folge – und ein Nachfolger in Kastelli, der den alten Platz ablösen wird.
FlughafenFlughafen Korfu Ioannis Kapodistrias
Eine Piste, mitten in die Lagune gebaut, ein Endanflug über Mausinsel und Kloster Vlacherna und im Sommer Ferienjets aus halb Europa: Der Flughafen Korfu ist einer der berühmtesten Spotterflughäfen des Kontinents. Hier findest du Geschichte, Betrieb, Airlines und die wichtigsten Spotting-Tipps.
FlughafenFlughafen Athen Eleftherios Venizelos
Griechenlands größter Flughafen liegt seit 2001 in der Mesogeia-Ebene bei Spata: zwei Parallelbahnen, Drehkreuz von Aegean und Olympic Air, viel Turboprop-Verkehr zu den Inseln – und Nachfolger des legendären Stadtflughafens Hellinikon.
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