Das Wichtigste in Kürze
- IATA ATH, ICAO LGAV: Griechenlands größter Flughafen, 2025 mit knapp 34 Millionen Passagieren.
- Zwei Parallelbahnen: 03R/21L mit 4.000 Metern und 03L/21R mit 3.800 Metern, meist getrennt nach Starts und Landungen.
- Drehkreuz von Aegean und Olympic Air – mit viel Airbus-A320-Familie und ATR-Turboprops.
- Nachfolger von Hellinikon: Der alte Stadtflughafen am Meer schloss am 28. März 2001, dem Eröffnungstag des neuen Airports.
- Spotten mit Mietwagen: Kein offizieller Spotterplatz, aber zahlreiche Standorte an den Anflügen.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Von Hellinikon nach Spata
- 7.Ein Großprojekt mit privatem Partner
- 8.Das Layout: zwei Bahnen, Terminals in der Mitte
- 9.Betriebsrichtung 03 oder 21?
- 10.Aegean, Olympic Air und die Inselflieger
- 11.Wer sonst in Athen landet
- 12.Spotting in Athen: ohne Besucherhügel, aber mit vielen Optionen
- 13.Licht, Hitze und Ausrüstung
- 14.Anreise zum Flughafen
- 15.Athen und der Rest Griechenlands
- 16.Fazit
- 17.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | ATH |
|---|---|
| ICAO-Code | LGAV |
| Betreiber | Athens International Airport S.A. (AIA) – 1996 als öffentlich-private Partnerschaft gegründet, mit dem griechischen Staat und privaten Investoren als Anteilseignern |
| Lage | Gemeinde Spata in der Mesogeia-Ebene östlich von Athen, rund 20 bis 25 km vom Stadtzentrum entfernt, auf etwa 94 m Höhe |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Asphaltbahnen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung: 03R/21L mit 4.000 m und 03L/21R mit 3.800 m, jeweils 45 m breit |
| Passagierterminals | Hauptterminal und Satellitenterminal zwischen den beiden Bahnen, verbunden durch einen unterirdischen Gang |
| Wichtigste Nutzer | Aegean Airlines und Olympic Air (Drehkreuz), dazu SKY express und Ryanair mit Basen |
| Verkehr 2025 | Knapp 34,0 Mio. Passagiere und rund 283.600 Flugbewegungen |
| Eröffnung | 28. März 2001 – am selben Tag schloss der alte Flughafen Hellinikon |
| Bau | Ab 1996 durch ein Konsortium unter Führung von Hochtief, Kosten von gut 2 Mrd. Euro |
| Anbindung | Metro-Linie 3, Vorortbahn Proastiakos, Expressbusse und die Autobahn Attiki Odos |
| Für Spotter relevant | Kein offizieller Besucherbereich, aber viele Standorte an Feldwegen rund um beide Anflüge – ein Mietwagen ist fast Pflicht |
| Offizielle Website | www.aia.gr |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Athen Eleftherios Venizelos aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Athen Eleftherios Venizelos
- Die Bahnverteilung geprüft – in Athen wird meist auf einer Bahn gelandet und auf der anderen gestartet
- Einen Airbus A321neo von Aegean beim Anflug fotografiert
- Eine ATR 42 oder ATR 72 von Olympic Air oder SKY express auf dem Weg zu den Inseln erwischt
- Eine Dash 8-100 von Olympic Air gesehen – ein in Europa selten gewordenes Muster
- Einen Langstreckenflieger aus Nordamerika oder vom Golf im Anflug notiert
- Einen Frachter auf dem Weg zum Frachtbereich fotografiert
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – griechische Flugzeuge tragen das Präfix SX-
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Viele Turboprops im Inselverkehr – ATR und Dash 8 in einer Dichte, die es in Mitteleuropa kaum gibt
- Zwei getrennte Bahnen mit klarer Aufteilung in Starts und Landungen
- Bunter Mix aus Ferienfliegern, Golf-Carriern, Nordamerika-Verkehr und Fracht
- Meist stabiles, sonniges Wetter – an vielen Tagen im Jahr fotografierbar
- Bergkulisse der Mesogeia an mehreren Anflugspots
Wo es hakt
- Kein offizieller Besucherhügel oder Aussichtspunkt
- Starkes Hitzeflimmern im Sommer, schon ab dem späten Vormittag
- Viele Spots nur über Schotter- und Feldwege erreichbar
- An Feldspots weder Schatten noch Wasser
- Griechenland ist beim Thema Fotografieren an Flughäfen und Militär sensibel
Wer nach Griechenland fliegt, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit hier: Der Flughafen Athen Eleftherios Venizelos ist das Drehkreuz für das Festland, die Inseln und Zypern, Heimat von Aegean und Olympic Air und seit 2001 Nachfolger des legendären Stadtflughafens Hellinikon. Für Spotter ist ATH ein Flughafen mit zwei Gesichtern. Einen offiziellen Besucherhügel gibt es nicht – dafür ATR-Turboprops in Serie, die in Europa selten gewordene Dash 8-100, Golf-Carrier, Nordamerika-Verkehr und eine Bergkulisse, die man an keinem deutschen Flughafen bekommt.
Dein ATH-Logbuch beginnt hier
Sichtungen mit Kennzeichen, Typ und Airline festhalten und später im Hangar wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Von Hellinikon nach Spata
Die Geschichte des Athener Luftverkehrs beginnt nicht in Spata, sondern am Meer. Südlich der Innenstadt, direkt am Saronischen Golf, entstand 1938 der Flugplatz Kalamaki – später als Hellinikon bekannt. Über Jahrzehnte war er das Tor nach Griechenland. Im Zweiten Weltkrieg nutzte ihn die deutsche Luftwaffe, nach dem Krieg war bis 1993 auch das US-Militär vor Ort.
Architektonisch berühmt ist bis heute das Ostterminal, das der finnische Architekt Eero Saarinen in den 1960er-Jahren entwarf. Dort fertigten die ausländischen Airlines ab, während die damalige Staatsairline Olympic Airways ihr eigenes Westterminal nutzte. Für viele Spotter älterer Generation ist Hellinikon untrennbar mit Olympic-Jumbos, Boeing 727 und Anflügen über die Küstenstraße verbunden.
Das Problem: Hellinikon war eingeklemmt zwischen Stadt und Meer. Ausgelegt für rund 11 Millionen Passagiere im Jahr, fertigte der Flughafen im Jahr 2000 bereits etwa 13,5 Millionen ab. Schon in den 1970er-Jahren hatte Griechenland deshalb nach einem neuen Standort gesucht und sich für die Mesogeia-Ebene bei Spata entschieden, östlich des Hymettos-Gebirges. Danach verging allerdings viel Zeit. Erst Mitte der 1990er-Jahre kam das Projekt wirklich in Fahrt.
Ein Großprojekt mit privatem Partner
1995 erhielt ein Konsortium unter Führung des deutschen Baukonzerns Hochtief den Zuschlag, Bau und Betrieb des neuen Flughafens zu übernehmen. Zum Konsortium gehörte auch die damalige Flughafen Frankfurt/Main AG, die heutige Fraport. 1996 wurde die Betreibergesellschaft Athens International Airport S.A. als öffentlich-private Partnerschaft gegründet, mit dem griechischen Staat als Mehrheitseigner und privaten Investoren als Minderheitspartnern. Die Baukosten lagen bei gut zwei Milliarden Euro.
Der Bau verlangte einiges an Erdbewegung: Ein Hügel auf dem Gelände wurde abgetragen, und eine kleine byzantinische Kapelle wurde um mehrere hundert Meter versetzt. Bei den Arbeiten kamen zahlreiche archäologische Funde zutage, von denen einige heute in einer kleinen Ausstellung im Terminal zu sehen sind.
Fertig war der Flughafen im Herbst 2000, eröffnet wurde er am 28. März 2001 – mit etwas Verspätung, weil die Straßenanbindung noch nicht stand. Am selben Tag endete der Linienverkehr in Hellinikon. Die Flughafensparte von Hochtief samt ihrer Athener Beteiligung ging 2013 an den kanadischen Pensionsfonds PSP Investments und heißt heute AviAlliance. Seit 2024 ist die Betreibergesellschaft an der Athener Börse notiert, AviAlliance ist seither Mehrheitsaktionär.
Was aus Hellinikon wurde
Teile des alten Flughafengeländes dienten bei den Olympischen Spielen 2004 als Wettkampfstätten, unter anderem für Kanuslalom, Hockey und Baseball. Seit 2020 wird auf dem riesigen Areal ein neues Stadtviertel mit Park, Wohnungen und Gewerbe gebaut. Flugzeuge siehst du dort keine mehr – das Kapitel Hellinikon ist für Spotter abgeschlossen.
Das Layout: zwei Bahnen, Terminals in der Mitte
Der Flughafen ist klar und symmetrisch aufgebaut. Zwei parallele Bahnen verlaufen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung, dazwischen liegen das Hauptterminal und das Satellitenterminal. Die beiden Gebäude sind durch einen unterirdischen Gang verbunden. Im Hauptterminal trennt der Flughafen zwischen Schengen- und Inlandsflügen auf der einen und Nicht-Schengen-Verkehr auf der anderen Seite.
| Bahn | Länge | Lage | Typische Nutzung laut Spotter-Erfahrung |
|---|---|---|---|
| 03R/21L | 4.000 m × 45 m | östlich, näher am Terminal | häufig Starts, zu bestimmten Tageszeiten auch Landungen |
| 03L/21R | 3.800 m × 45 m | westlich | häufig Landungen, zu bestimmten Tageszeiten auch Starts |
| Hauptterminal | – | zwischen den Bahnen | Abfertigung Schengen, Inland und international |
| Satellit | – | vor dem Hauptterminal, unterirdisch angebunden | zusätzliche Fluggastbrücken |
Das Besondere in Athen: Statt beide Bahnen gemischt zu nutzen, wird meist auf einer Bahn gelandet und auf der anderen gestartet. Nach Angaben aus der Spotter-Community wechselt diese Aufteilung im Tagesverlauf nach einem festen Muster, und zu besonderen Anlässen wie Prüfungszeiten im Frühsommer gelten abweichende Zeitfenster. Die genauen Uhrzeiten können sich ändern – verlass dich deshalb nicht auf alte Listen, sondern prüf live in einer Flugverfolgung, wo gerade gelandet wird.
Betriebsrichtung 03 oder 21?
Wie überall starten und landen die Flugzeuge gegen den Wind. Bei Wind aus nördlichen Richtungen läuft der Betrieb Richtung 03 – die Maschinen landen dann aus Süden kommend über der Ebene von Markopoulo und starten Richtung Norden. Bei Südwind dreht sich das Bild auf Richtung 21, und die Anflüge kommen von Norden über das Gebiet um Paiania und Loutsa.
Für dich als Spotter ist das die wichtigste Frage des Tages, denn viele Standorte funktionieren nur in einer Richtung. Wie du Wind und Betriebsrichtung vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Für die Live-Kontrolle vor Ort hilft dir der Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Wind und Pisten auf einen Blick
Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – so weißt du vor der Fahrt, welches Bahnende sich lohnt. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Aegean, Olympic Air und die Inselflieger
Athen ist das Drehkreuz von Aegean Airlines. Die größte Airline Griechenlands fliegt im Jetverkehr ausschließlich Muster der Airbus-A320-Familie, darunter den A320neo und den A321neo. Als Mitglied der Star Alliance sorgt Aegean dafür, dass diese Allianz in Athen klar dominiert: 2025 entfiel rund die Hälfte aller Passagiere auf Star-Alliance-Airlines.
Für Spotter aus Mitteleuropa mindestens genauso spannend ist die Aegean-Tochter Olympic Air. Sie fliegt ausschließlich Turboprops: die ATR 42-600, die ATR 72-600 und einzelne betagte Dash 8-100. Gerade die Dash 8-100 ist in Europa selten geworden – wenn du eine vor die Linse bekommst, lohnt sich der Eintrag ins Logbuch.
Dritte große Kraft ist SKY express. Die Airline aus Heraklion hat in Athen eine Basis und setzt ebenfalls auf eine gemischte Flotte: ATR-Turboprops für kleine Inselflughäfen und Airbus A320neo und A321neo für die dichteren Strecken. Zusammen mit Olympic Air sorgt SKY express dafür, dass in Athen ständig Propellermaschinen unterwegs sind.
| Airline | Rolle in Athen | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Aegean Airlines | Drehkreuz, Star Alliance | A320, A320neo, A321, A321neo |
| Olympic Air | Drehkreuz, Aegean-Tochter | ATR 42-600, ATR 72-600, Dash 8-100 |
| SKY express | Basis | ATR 42, ATR 72, A320neo, A321neo |
| Ryanair | Basis | Boeing 737 |
| Internationale Airlines | Ziel- und Ferienverkehr | Schmalrumpfjets, Großraumflugzeuge von Golf- und Überseeairlines |
Wer sonst in Athen landet
Neben den griechischen Airlines prägen Ferien- und Low-Cost-Airlines das Bild, allen voran Ryanair mit einer eigenen Basis. Laut Flughafenstatistik war Ryanair 2025 nach Aegean/Olympic und SKY express die drittgrößte Airline in Athen.
Spannend wird es bei den Großraumflugzeugen. Die Golf-Carrier wie Emirates und Qatar Airways fliegen Athen an, dazu Turkish Airlines und im Sommer mehrere nordamerikanische Airlines wie Delta und United. New York gehörte 2025 zu den wichtigsten Interkontinentalzielen, ebenso Tel Aviv – Flüge von El Al gehören deshalb zum Alltag. Auch Frachtairlines und im Sommer zahlreiche Geschäftsreiseflugzeuge tauchen regelmäßig auf.
Welche Langstreckenflüge gerade im Plan stehen, hängt stark von der Saison ab. Im Sommer ist das Angebot deutlich größer als im Winter. Ein Blick in die Ankunftstafel vor dem Spotting-Tag spart dir viel Warten.
Spotting in Athen: ohne Besucherhügel, aber mit vielen Optionen
Einen offiziellen Besucherbereich wie in München oder Zürich hat Athen nicht. Die Spotter-Community hat über die Jahre aber eine ganze Reihe von Standorten zusammengetragen, die rund um beide Anflüge verteilt sind. Grob lassen sie sich in drei Gruppen einteilen.
Am Terminal: Aus dem Abflugbereich des Hauptterminals hast du nach der Sicherheitskontrolle Blick auf Vorfeld und Rollwege. Die Scheiben sind getönt, für Erinnerungsfotos vor dem Abflug reicht es aber. Rund um die Brücken zur Metro und zu den Parkplätzen gibt es außerdem öffentliche Stellen mit Blick auf die westliche Bahn – dort hängen allerdings Kameras, und Sicherheitspersonal ist schnell vor Ort. Kurze Besuche und Zurückhaltung sind hier angesagt.
Im Süden bei Markopoulo: Wenn Richtung 03 gelandet wird, kommen die Anflüge über Felder, Olivenhaine und Solarparks. Hier gibt es mehrere Standorte an Feldwegen und kleinen Kapellen, teils mit Bergen im Hintergrund – ideal für Bilder, die nach Griechenland aussehen.
Im Norden bei Paiania und Loutsa: Bei Betrieb Richtung 21 landen die Maschinen über das Gebiet nördlich des Flughafens, unter anderem in der Nähe des Messegeländes. Auch hier findest du Feldwege und Hügel mit freiem Blick auf den Anflug.
Betriebsrichtung klären
Landen die Flugzeuge aus Süden (03) oder aus Norden (21)? Davon hängt ab, ob du nach Markopoulo oder Richtung Paiania fährst.
Lande- und Startbahn zuordnen
Meist landet alles auf einer Bahn, gestartet wird auf der anderen. Prüf live, welche gerade welche Aufgabe hat.
Mietwagen mit Bodenfreiheit
Viele Spots liegen an Schotterwegen. Ein robustes Auto und eine Versicherung, die Reifen und Scheiben abdeckt, ersparen dir Ärger.
Wasser und Sonnenschutz einpacken
An den Feldspots gibt es weder Schatten noch Kiosk. Im Sommer wird es schnell sehr heiß.
Früh starten
Am Morgen ist die Luft klarer. Ab dem späten Vormittag verschlechtert Hitzeflimmern die Bildqualität deutlich.
Licht, Hitze und Ausrüstung
Weil die Bahnen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung verlaufen, wandert das Licht im Tagesverlauf von einer Seite des Flughafens auf die andere. Morgens hast du die Sonne im Rücken, wenn du östlich einer Bahn stehst und nach Westen schaust; nachmittags und abends sind die Standorte westlich der Bahnen im Vorteil. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du vorher, wo du zu welcher Uhrzeit stehen solltest.
Das größere Problem ist oft nicht das Licht, sondern die Luft. Im griechischen Sommer flimmert es über Asphalt und trockenen Feldern schon ab dem späten Vormittag stark, gerade bei langen Brennweiten. Wie du dagegen ankommst, steht im Beitrag zum Hitzeflimmern in der Flugzeugfotografie. Im Winter steht die Sonne tief, dafür ist die Luft oft klarer.
Bei der Brennweite gilt: Für Anflugbilder an den Feldspots reicht häufig ein mittleres Tele, weil die Maschinen tief über dich hinwegziehen. Für Bilder vom Terminal oder Übersichten über das Gelände brauchst du mehr Reichweite. Was sonst in die Tasche gehört, zeigt die Ausrüstungs-Checkliste.
Griechenland ist beim Fotografieren sensibel
Seit dem Kalamata-Fall 2001 wissen Spotter, dass Griechenland beim Fotografieren militärischer Anlagen keinen Spaß versteht. Am zivilen Flughafen Athen wird Spotten nach Erfahrungsberichten meist toleriert. Trotzdem gilt: keine Leitern am Zaun, nicht lange an der Umzäunung herumstehen, Militär- und Regierungsflüge zurückhaltend behandeln und bei Kontrollen ruhig bleiben. Hilfreich sind die Beiträge Planespotting in Griechenland heute und Polizeikontrolle beim Spotten.
Anreise zum Flughafen
Vom Stadtzentrum aus erreichst du den Flughafen mit der Metro-Linie 3, die direkt am Terminal endet, oder mit der Vorortbahn Proastiakos. Dazu kommen die Expressbusse X93, X95, X96 und X97 sowie Regionalbusse in die umliegenden Orte. Mit dem Auto führt die mautpflichtige Autobahn Attiki Odos zum Flughafen, alternativ gibt es Landstraßen aus mehreren Richtungen.
Für das Terminal und die Brücken in Terminalnähe kommst du mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut hin. Für die Spots an den Anflügen brauchst du praktisch immer ein Auto – die Busse in die Dörfer fahren selten und halten nicht dort, wo du hinwillst. Allgemeine Tipps zur Anreise findest du im Beitrag Anreise zum Spot.
Athen passt zu dir, wenn …
- du Turboprops wie ATR und Dash 8 in großer Zahl sehen willst
- du einen Mietwagen hast und gern mehrere Spots abklapperst
- du Flugzeuge mit Bergkulisse fotografieren möchtest
Bedingt geeignet, wenn …
- du nur mit Bus und Bahn unterwegs bist
- du nur im Hochsommer zur Mittagszeit Zeit hast
Eher woanders, wenn …
- du einen offiziellen Besucherhügel mit Infrastruktur suchst
- du vor allem große Langstreckenflotten in hoher Dichte sehen willst
Athen und der Rest Griechenlands
Athen ist selten das einzige Ziel einer Griechenland-Reise. Von hier aus führen die Inlandsflüge zu den anderen großen Flughäfen des Landes: zum Flughafen Thessaloniki im Norden, zum Flughafen Heraklion auf Kreta und zum Flughafen Rhodos. Thessaloniki und Heraklion gehörten 2025 zu den meistgeflogenen Inlandsstrecken ab Athen.
Wer spektakuläre Anflüge sucht, kombiniert Athen mit einer Insel: Das Pistenende am Flughafen Skiathos und Kanoni am Flughafen Korfu zählen zu den bekanntesten Spots Europas. Und wenn du dich für Luftfahrtgeschichte interessierst, lohnt der Abstecher zum Museum der griechischen Luftwaffe in Tatoi nördlich von Athen. Einen Überblick über das ganze Land gibt dir der Griechenland-Guide für Spotter.
Jeder Inselhüpfer zählt
Beiträge mit Foto, Typ und Kennzeichen, Spot-Karte mit bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme für seltene Muster wie die Dash 8-100 – alles in Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Athen ist kein Flughafen zum gemütlichen Hinsetzen. Es gibt keinen Besucherpark, die besten Spots liegen an Feldwegen, und im Sommer kämpfst du mit Hitze und flimmernder Luft. Dafür bekommst du ein Flugzeugbild, das sich deutlich von Mitteleuropa unterscheidet: Aegean-Airbusse im Minutentakt, ATR-Turboprops auf dem Weg zu den Inseln, Golf-Carrier, Nordamerika-Verkehr und Anflüge vor der Bergkulisse der Mesogeia.
Wer die Bahnaufteilung versteht, früh am Morgen startet und sich an die griechischen Spielregeln hält, kommt mit vollen Speicherkarten zurück. Und wer vor Ort auf Olympic-Jumbos in Hellinikon hofft, muss sich mit der Geschichte begnügen – die gehört zum Flughafen Athen aber genauso dazu wie der heutige Betrieb in Spata.
Kurzfazit
ATH ist Griechenlands Drehkreuz und Heimat von Aegean und Olympic Air. Ohne offiziellen Spotterplatz brauchst du Mietwagen, Betriebsrichtung und frühes Licht – dann belohnen dich Turboprops, Bergkulisse und viel Abwechslung.
Zusammenfassung
- Athen ist das Tor zu Griechenland: Fast jeder Inselhüpfer, viele Urlaubsflüge und das komplette Netz von Aegean laufen über den Flughafen bei Spata.
- Die beiden Parallelbahnen werden meist nach Starts und Landungen getrennt betrieben – wer das versteht, findet schnell den richtigen Spot.
- Turboprops von Olympic Air und SKY express machen den Flughafen für Spotter aus Mitteleuropa besonders reizvoll.
- Einen Besucherpark gibt es nicht. Du arbeitest mit Feldwegen, Hügeln und Brücken – und mit Rücksicht auf die griechische Sensibilität beim Fotografieren.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Athen?
Der IATA-Code ist ATH, der ICAO-Code LGAV. ATH steht auf Tickets und Gepäckanhängern, LGAV nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste. Der alte Flughafen Hellinikon führte den ICAO-Code LGAT.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Athen?
Zwei parallele Bahnen: 03R/21L mit 4.000 Metern Länge und 03L/21R mit 3.800 Metern. Beide sind 45 Meter breit. Die Terminals liegen zwischen den Bahnen.
Warum heißt der Flughafen Eleftherios Venizelos?
Er ist nach Eleftherios Venizelos benannt, einem der prägenden griechischen Staatsmänner des frühen 20. Jahrhunderts, der mehrfach Ministerpräsident war. Im Alltag sagen die meisten einfach Athens Airport oder ATH.
Was ist aus dem alten Flughafen Hellinikon geworden?
Hellinikon lag an der Küste südlich der Innenstadt und wurde am 28. März 2001 geschlossen. Teile des Geländes dienten 2004 als Olympia-Wettkampfstätten. Seit 2020 wird dort ein neues Stadtviertel mit Park, Wohnungen und Gewerbe gebaut. Für Spotter ist Hellinikon heute Geschichte.
Darf man am Flughafen Athen spotten?
Spotten von öffentlich zugänglichen Orten aus wird nach Erfahrungsberichten von Spottern meist toleriert. Griechenland reagiert aber sensibel auf das Fotografieren militärischer Anlagen, wie der Kalamata-Fall gezeigt hat. Halte Abstand zum Zaun, verzichte auf Leitern und bleib bei Kontrollen ruhig und kooperativ.
Wie komme ich zum Flughafen Athen?
Mit der Metro-Linie 3 aus der Innenstadt, mit der Vorortbahn Proastiakos oder mit den Expressbussen der Linien X93, X95, X96 und X97. Mit dem Auto führt die mautpflichtige Attiki Odos bis vor das Terminal. Für die meisten Spots außerhalb des Terminals brauchst du allerdings ein Auto.
Welche Airlines sieht man in Athen am häufigsten?
Mit großem Abstand Aegean und Olympic Air, die 2025 zusammen über 40 Prozent der Passagiere beförderten. Dahinter folgen SKY express und Ryanair. Dazu kommen viele europäische Airlines, Golf-Carrier sowie Verbindungen nach Nordamerika und Israel.
Sichtungen rund um Flughafen Athen Eleftherios Venizelos sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Aegean Airlines
Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.
OA / OALOlympic Air
Griechenlands Regionalairline mit den sechs Ringen: 2009 gestartet, seit 2013 Tochter von Aegean und heute mit ATR 42-600, ATR 72-600 und zwei betagten Dash 8-100 vor allem auf Inlands- und Inselstrecken unterwegs.
GQ / SEHSKY express
Griechische Airline aus Heraklion, gegründet 2005: ATR-Turboprops für die Inseln, eine junge Airbus-A320neo-Flotte für Athen und Europa und ein Netz, das inzwischen auch fünf deutsche Städte erreicht hat.
OA / OALOlympic Airways
Historische griechische Nationalairline (1957–2009): gegründet von Reeder Aristoteles Onassis, ab 1975 in Staatsbesitz, bekannt für die sechs Ringe am Leitwerk, Langstrecken mit 707, 747 und A340 – und ein langes Ende, aus dem 2009 Olympic Air hervorging.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
LY / ELYEl Al
Israels Nationalairline aus Tel Aviv: reine Boeing-Flotte mit 787 Dreamliner, 777-200ER und 737, keine Allianz – und an europäischen Flughäfen mit besonders strengen Sicherheitsverfahren unterwegs.
Typische Flugzeuge
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypATR 42-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei Sechsblatt-Propeller und ein kurzer, kompakter Rumpf: Die ATR 42-600 ist der kleinste Turboprop von ATR. So erkennst du sie und trennst sie von der größeren ATR 72.
FlugzeugtypDe Havilland Canada Dash 8-100
Kurzer Rumpf, T-Leitwerk und Fahrwerk in den Triebwerksgondeln: Die Dash 8-100 ist die Urversion der Dash-8-Familie. Seit 1984 im Dienst, längst nicht mehr gebaut und trotzdem in Norwegen und Kanada noch Alltag. So erkennst du sie.
Spotting-Spots rund um Flughafen Athen Eleftherios Venizelos
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Museum der griechischen Luftwaffe am Flugplatz Tatoi
Auf der aktiven Luftwaffenbasis Dekelia nördlich von Athen zeigt die griechische Luftwaffe ihre Geschichte – von der Spitfire über Starfighter und Corsair II bis zu Wracks aus der Ägäis. So planst du den Besuch an einem Wochenende richtig.
AnflugschneisePistenende am Flughafen Skiathos
Am Südende der kurzen Piste von Skiathos ziehen Ferienjets so tief über die Uferstraße, dass der Spot oft mit Maho Beach verglichen wird. Spektakulär, aber saisonal, wetterabhängig und mit echter Jetblast-Gefahr – hier erfährst du, wie du den Spot sicher und mit gutem Ergebnis nutzt.
SpotterhügelKanoni am Flughafen Korfu
Vom Kanoni-Hügel südlich von Korfu-Stadt schaust du auf die Mausinsel, das Kloster Vlacherna und Ferienjets, die knapp über das Wasser zur Piste 34 einschweben – eines der bekanntesten Postkartenmotive der Spotterwelt. Hier erfährst du, wann der Spot funktioniert und wohin du nachmittags umziehst.
Weitere Einträge
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
FlughafenFlughafen Thessaloniki
Griechenlands zweitgrößter Flughafen liegt direkt am Thermaischen Golf: zwei sich kreuzende Bahnen, eine davon um einen Kilometer ins Meer verlängert und seit 2020 in Betrieb, ein neues Terminal seit 2021 – und ein bunter Mix aus Aegean, SKY express, Olympic-Turboprops und Low-Cost-Jets aus ganz Europa.
FlughafenFlughafen Heraklion
Kretas wichtigster Flughafen und nach Athen der zweitgrößte Griechenlands: eine Hauptbahn zwischen Stadtrand und Meer, Ferienflieger aus ganz Europa in dichter Folge – und ein Nachfolger in Kastelli, der den alten Platz ablösen wird.
FlughafenFlughafen Rhodos Diagoras
Rhodos Diagoras ist einer der großen Ferienflughäfen Griechenlands: eine 3.305 Meter lange Bahn direkt an der Küste bei Paradisi, über sieben Millionen Passagiere im Jahr, ein Sommer voller Charter- und Low-Cost-Jets – und einige der bekanntesten Fence-Spots der Ägäis.
Passende Guides aus dem Blog
- Planespotting in Griechenland: Athen und die Inselflughäfen neben Skiathos
- Planespotting in Griechenland heute: Militärflugplätze, Inselflughäfen und erlaubte Spots
- Der Kalamata-Fall 2001: Als Planespotter in Griechenland als Spione galten
- Hitzeflimmern vermeiden: Distanz, Tageszeit und Standort bei Wärme
- Polizeikontrolle beim Spotten: Ausweispflicht, Rechte und richtiges Verhalten
- Planespotting im Urlaub: Spotting mit Familien- und Strandurlaub verbinden

