Boeing 707-320 Intercontinental

Vier Triebwerke unter gepfeilten Flügeln, ein spitzer Antennendorn auf der Seitenflosse und Platz für den Nordatlantik: Die 707-320 Intercontinental war die erste echte Langstrecken-707. Als Airliner ist sie Geschichte – als AWACS, Tanker und Museumsstück lebt sie weiter.

Auch bekannt als: 707 Intercontinental · 707-320B · 707-320C · 707-420 · 707-430 · 707-330B · 707-330C · Seven-O-Seven

USABoeingHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: B70311 Min. Lesezeit

B703

ICAO-Typcode

1959

Liniendebüt bei Pan Am

4

Triebwerke unter den Flügeln

1960

erster Lufthansa-Jet (707-430)

Das Wichtigste in Kürze

  • Die 707-320 Intercontinental ist die Langstreckenversion der 707: längerer Rumpf, größerer Flügel, mehr Tank – gebaut für Nonstop-Flüge über den Atlantik.
  • Drei Hauptvarianten: -320 mit JT4A-Turbojets, -320B mit sparsameren JT3D-Turbofans, -320C als Convertible mit Frachttür. Die -420 ist die -320 mit Rolls-Royce-Conway-Triebwerken.
  • Lufthansa startete 1960 mit der 707-430 ins Jetzeitalter und flog später 707-330B und -330C bis 1984.
  • Als Airliner ist der Typ historisch: Passagierflüge endeten 2013, der letzte zivile Betrieb 2019.
  • Lebendig bleibt die Zelle beim Militär: E-3 Sentry, E-6 Mercury und Tanker-Umbauten basieren auf der 707-300 – in Deutschland vor allem in Geilenkirchen zu sehen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Boeing 707-320?
  2. 2.Die Varianten im Überblick
  3. 3.Die 707 bei Lufthansa
  4. 4.So erkennst du die 707-320
  5. 5.Militärische Ableger: Hier lebt die 707 weiter
  6. 6.Das Ende im Zivilbetrieb
  7. 7.Museen und Spotting-Tipps
  8. 8.Fazit

Steckbrief

HerstellerBoeing
Familie707 (707-120, 707-320, 707-320B, 707-320C, 707-420) und Boeing 720
ICAO-TypcodeB703 (707-300-Serie)
Erstflug 707-320B31. Januar 1962
Erstflug 707-320C19. Februar 1963
Erster Linieneinsatz707-320: August 1959 bei Pan Am; 707-320B: Juni 1962 bei Pan Am
Triebwerke4 × P&W JT4A (707-320), 4 × P&W JT3D (707-320B/-320C), 4 × Rolls-Royce Conway (707-420)
Länge46,61 m (707-320C)
Spannweite44,42 m (707-320B/-320C)
Höhe12,80 m (707-320C)
Sitzplätzebis 194 in reiner Passagierversion (707-320C), alternativ 13 Frachtpaletten
Max. Startgewichtrund 142 t (707-320) bis rund 151 t (707-320C)
ProduktionZivile 707 von 1958 bis 1978; militärische Ableger auf 707-Basis bis in die 1990er
StatusHistorisch: Linien-Passagierdienst 2013 beendet, letzter ziviler Einsatz endete 2019; militärische Ableger fliegen weiter

Erkennungsmerkmale

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  • Vier Triebwerke in Einzelgondeln unter stark gepfeilten Flügeln – je zwei pro Seite an kurzen Pylonen
  • Spitzer Antennendorn (HF-Antenne) oben an der Seitenflosse, der nach vorn ragt – das klassische 707-Merkmal
  • Schmaler Rumpf mit vielen kleinen Fenstern und spitz zulaufender Nase
  • Bei der -320B/-320C: kurze Fan-Gondeln der JT3D-Turbofans mit sichtbarem Nebenstromauslass statt langer, schlanker Turbojet-Röhren
  • Bei der -320C: große Frachttür auf der linken Rumpfseite vor dem Flügel
  • Längerer Rumpf und größere Flügel als bei 707-120 und Boeing 720 – die Proportionen wirken gestreckter

Aktualisiert: Oktober 2026 – Vier Triebwerke, ein schlanker Rumpf und oben auf der Seitenflosse ein spitzer Dorn, der nach vorn zeigt: Wer diese Silhouette sieht, hat eine Boeing 707 vor sich. Die 707-320 Intercontinental und ihre Weiterentwicklungen -320B und -320C machten aus dem ersten Boeing-Jet einen echten Langstreckenflieger. Lufthansa stieg mit ihr ins Jetzeitalter ein, und auch wenn der Typ als Airliner längst Geschichte ist, fliegt seine Zelle beim Militär weiter. Hier erfährst du, wie du die Varianten auseinanderhältst und wo du heute noch eine 707 vor die Linse bekommst.

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Was ist die Boeing 707-320?

Die erste Serienversion der 707, die 707-120, war für amerikanische Inlandsstrecken und kurze Atlantiketappen ausgelegt. Für Nonstop-Flüge zwischen Europa und den USA mit voller Zuladung fehlte ihr Reichweite. Boeing antwortete mit der 707-320 Intercontinental: Der Rumpf wurde verlängert, der Flügel vergrößert und mit mehr Tankvolumen versehen, dazu kamen stärkere Pratt-&-Whitney-JT4A-Turbojets.

Wie leistungsfähig das Ergebnis war, zeigte Boeing im Mai 1959 mit einem Nonstop-Flug von Seattle nach Rom: rund 5.382 Meilen in gut elf Stunden. Im August 1959 nahm Pan Am die Intercontinental in den Liniendienst – für die Airline, die schon die 707-120 als Erstkundin eingeführt hatte, der nächste große Schritt über den Atlantik. Mehr zur Rolle von Pan Am in dieser Phase liest du in der Pan-Am-Geschichte.

Parallel entstand die 707-420, technisch eine -320 mit Rolls-Royce-Conway-Triebwerken. Sie war vor allem für Airlines interessant, die britische Triebwerke bevorzugten oder bevorzugen mussten, darunter BOAC, Air India, El Al, Varig – und Lufthansa. Insgesamt wurden 37 Exemplare der -420 gebaut.

B703ICAO-Typcode der 707-300-Serie
46,61 mLänge der 707-320C – deutlich gestreckter als die 707-120
1958–1978Bauzeit der zivilen 707

Die Varianten im Überblick

Die -320-Familie war der eigentliche Verkaufsschlager der 707. Von den gut 850 gebauten 707 (die Boeing 720 nicht mitgerechnet) entfiel der größte Teil auf die Intercontinental und ihre Ableger.

Variante Triebwerke Besonderheit Gebaut (ca.)
707-320 4 × P&W JT4A (Turbojet) Erste Langstrecken-707, Liniendebüt 1959 69
707-420 4 × Rolls-Royce Conway -320 mit britischen Triebwerken, u. a. Lufthansa 37
707-320B 4 × P&W JT3D (Turbofan) Sparsamer, leiser, neue Flügelspitzen, Erstflug 1962 rund 175
707-320C 4 × P&W JT3D (Turbofan) Convertible mit Frachttür, Erstflug 1963 rund 335

Die Zahlen für -320B und -320C schwanken je nach Quelle um ein bis zwei Exemplare, weil Umbauten und Sonderbestellungen unterschiedlich gezählt werden. Die Größenordnung ist aber klar: Die -320C war mit Abstand die häufigste 707.

707-320B: der Schritt zum Turbofan

Mit dem JT3D kam Anfang der 1960er-Jahre ein Turbofan, der deutlich weniger Treibstoff verbrauchte und leiser war als die reinen Turbojets. Die -320B flog erstmals am 31. Januar 1962 und ging im Juni 1962 wieder bei Pan Am in Dienst. Neben den neuen Triebwerken bekam sie aerodynamische Feinschliffe, darunter neu geformte Flügelspitzen, die die Spannweite um rund einen Meter vergrößerten. Das maximale Startgewicht stieg auf rund 149 Tonnen.

707-320C: Passagiere, Fracht oder beides

Die -320C flog erstmals am 19. Februar 1963. Ihr Kennzeichen ist die große Frachttür auf der linken Rumpfseite, dazu ein verstärkter Kabinenboden. Airlines konnten sie als reinen Passagierjet mit bis zu 194 Sitzen, als Frachter mit 13 Paletten oder gemischt einsetzen. Genau diese Flexibilität machte sie zur meistgebauten 707 – und später zur bevorzugten Basis für Frachtumbauten und militärische Zweitkarrieren.

Praxis-Tipp: erst Triebwerk, dann Tür

Schau zuerst auf die Triebwerksgondeln: lang und schlank heißt Turbojet (-320 oder -420), kurz mit sichtbarem Nebenstromauslass heißt Turbofan (-320B oder -320C). Dann suchst du links vor dem Flügel nach der großen Frachttür. Das Kennzeichen bestätigt am Ende die genaue Variante.

Die 707 bei Lufthansa

Für die deutsche Luftfahrt ist die 707 ein Meilenstein: Mit ihr begann bei Lufthansa das Jetzeitalter. Die Airline bestellte die Conway-Version 707-430 bereits Mitte der 1950er-Jahre. Die erste Maschine wurde im Februar 1960 übergeben, landete am 2. März 1960 mit dem Kennzeichen D-ABOB in Hamburg-Fuhlsbüttel und ging am 17. März 1960 in den Liniendienst. Lufthansa war damit die erste Airline, die mit der 707-420 Passagiere beförderte.

Ab 1963 kamen Turbofan-Maschinen der Baureihen -320B und -320C hinzu (bei Lufthansa mit dem Kundencode 30 als 707-330B und -330C geführt), die Lufthansa auf der Langstrecke und im Frachtverkehr einsetzte. Die Conway-707 wurden bis 1977 ausgemustert, die übrigen 707 flogen bis Dezember 1984. Danach übernahmen Boeing 747 und Großraum-Zweistrahler die Langstrecke.

Eine der frühen Maschinen, die 707-430 D-ABOD, blieb Hamburg lange erhalten: Sie diente als Schulungsflugzeug für die Technik und stand später als Ausstellungsstück am Flughafen Hamburg. Im Juni 2021 wurde sie verschrottet. Im selben Jahr verschwand auch die in Lufthansa-Farben ausgestellte 707 am früheren Flughafen Berlin-Tegel – eine ehemalige El-Al-Maschine, die nie für Lufthansa geflogen war. Mehr zum Standort erzählt die Geschichte des Flughafens Tegel. Eine vollständige zivile 707 in Lufthansa-Lackierung kannst du in Deutschland damit nicht mehr besichtigen.

Achtung bei alten Spotting-Listen

Ältere Reiseführer und Foren nennen die Hamburger D-ABOD noch als Fotomotiv. Das Flugzeug existiert seit 2021 nicht mehr. Prüf bei Museums- und Ausstellungsstücken immer, ob sie aktuell noch vor Ort sind.

Die größere Geschichte der 707 – vom Prototyp Dash 80 bis zum Ende im Liniendienst – erzählt der Beitrag Boeing 707: Geschichte des ersten Boeing-Jets.

So erkennst du die 707-320

Die 707 ist im Feld selten geworden, umso wichtiger ist eine sichere Bestimmung, wenn doch einmal eine auftaucht – meist in militärischem Grau.

Triebwerke zählen

Vier Triebwerke in einzelnen Gondeln unter dem Flügel grenzen sofort ein: 707 und ihre Ableger, Douglas DC-8, Convair 880/990 oder eine KC-135.

Flossenspitze ansehen

Ein spitzer Antennendorn, der oben an der Seitenflosse nach vorn ragt, ist das bekannteste 707-Merkmal. Die DC-8 hat ihn nicht.

Proportionen prüfen

Langer Rumpf und großer Flügel sprechen für die -320. Die 707-120 und die Boeing 720 wirken kürzer und gedrungener.

Details zur Variante

Fan-Gondeln oder Turbojet-Röhren, Frachttür ja oder nein – damit trennst du -320, -320B und -320C.

Verwechslungsgefahr: DC-8, KC-135, 720 und VC10

Die Douglas DC-8 ist der direkte Konkurrent aus derselben Zeit und sieht auf den ersten Blick ähnlich aus. Ihre Seitenflosse endet aber ohne Antennendorn, die Fenster sind größer, und die Flügelpfeilung wirkt etwas flacher. Die Boeing KC-135 Stratotanker entstand parallel aus demselben Prototyp, hat aber einen schmaleren, kürzeren Rumpf und kaum Fenster. Die Boeing 720 ist eine verkürzte, leichtere 707-Ableitung für kürzere Strecken. Die Vickers VC10 scheidet sofort aus: Ihre vier Triebwerke sitzen am Heck. Die Convair CV-880 ist deutlich kürzer und schlanker.

Schnellbestimmung: vierstrahliger Jet-Klassiker

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Boeing 707 oder Ableger

Einzelgondeln und Antennendorn sprechen für die 707. Ein großer Radar-Pilz auf dem Rücken heißt E-3 Sentry, eine Frachttür links vorn -320C. Langer Rumpf deutet auf die -320-Familie.

Wahrscheinlich

Douglas DC-8

Ohne Antennendorn und mit großen Fenstern ist die DC-8 der wahrscheinlichste Kandidat. Bei gestreckten Versionen fällt der sehr lange Rumpf auf.

Wahrscheinlich

KC-135 oder C-135-Ableger

Schmaler Rumpf ohne Fensterreihe und Tankausleger am Heck sprechen für einen KC-135-Tanker oder eine Sonderversion wie die RC-135.

Wahrscheinlich

Vickers VC10

Vier Hecktriebwerke und T-Leitwerk passen zur VC10 – oder zur sowjetischen Il-62, die dasselbe Layout nutzt.

Militärische Ableger: Hier lebt die 707 weiter

Weil die 707-320B und -320C robust, geräumig und weltweit verfügbar waren, wurden sie zur Basis zahlreicher militärischer Sonderflugzeuge. Boeing baute auf der 707-Zelle noch bis Anfang der 1990er-Jahre Neubauten für das Militär, als die zivile Produktion längst ausgelaufen war.

Ableger Basis Rolle Status (Stand Oktober 2026, soweit bekannt)
E-3 Sentry (AWACS) 707-320B Advanced Luftraumüberwachung, 68 gebaut Bei NATO, USA, Frankreich und Saudi-Arabien im Dienst, Großbritannien hat 2021 ausgemustert und Maschinen an Chile abgegeben
E-6 Mercury 707-300 Kommunikationsflugzeug der US Navy, 16 gebaut Im Dienst, Nachfolger E-130J vorgesehen
E-8C Joint STARS gebrauchte 707-300 Bodenüberwachung Letzter Flug im November 2023
VC-137C (Air Force One) 707-353B (-320B) Präsidentenflugzeug Museumsstücke
Tanker-Umbauten 707-320B/-320C Luftbetankung U. a. Israel und Iran, Anzahl rückläufig

E-3 Sentry: die 707 mit dem Pilz

Die bekannteste 707 der Gegenwart trägt einen großen, drehbaren Radardom auf dem Rücken: die Boeing E-3 Sentry. Sie basiert auf der 707-320B Advanced, die NATO-Version E-3A fliegt mit TF33-Triebwerken, einer militärischen Variante des JT3D. Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist sie die wichtigste 707 überhaupt, denn die NATO betreibt ihre E-3A-Flotte vom Flugplatz Geilenkirchen nahe der niederländischen Grenze. Laut den verfügbaren Angaben umfasst diese Flotte 14 Maschinen; als Nachfolger hat die NATO die Saab GlobalEye ausgewählt, und per Lebensdauerverlängerung soll die E-3A bis etwa 2035 im Dienst bleiben.

Wie du dort am besten fotografierst, zeigen der Spotterhügel Teveren am Flugplatz Geilenkirchen und der Guide Planespotting in Geilenkirchen. Wie du AWACS von anderen Aufklärern unterscheidest, erklärt der Beitrag AWACS und Aufklärungsflugzeuge erkennen.

E-6 Mercury und die Air Force One

Die Boeing E-6 Mercury der US Navy ist die letzte Neubau-Linie auf 707-Basis. Sie fliegt anders als die meisten 707 mit modernen CFM56-Triebwerken und dient als fliegende Kommunikationszentrale. Als Nachfolger ist die E-130J auf Basis der C-130J vorgesehen, die E-6 soll die Aufgabe aber noch bis in die 2030er-Jahre wahrnehmen.

Geschichte geschrieben hat die 707 auch als Präsidentenflugzeug: Die VC-137C mit der Kennung SAM 26000, technisch eine 707-353B, steht heute im National Museum of the US Air Force bei Dayton, Ohio. Ihre Nachfolgerin SAM 27000 ist an der Ronald Reagan Presidential Library in Kalifornien ausgestellt. Wie US-Militärkennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag zu USAF-Serials.

AWACS-Alarm einrichten

Setz die E-3 oder bestimmte Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Das Ende im Zivilbetrieb

Mit der Boeing 747 und später den effizienten Zweistrahlern verlor die 707 ab den 1970er-Jahren ihre Rolle auf den großen Langstrecken. Die zivile Produktion endete 1978. Viele Maschinen flogen danach als Frachter, Charterjets oder Regierungsflugzeuge weiter, vor allem in Afrika, Südamerika und im Nahen Osten. Lärmschutzregeln machten den älteren Turbojet- und frühen Turbofan-Versionen in Europa und Nordamerika zunehmend das Leben schwer.

Die letzten planmäßigen Passagierflüge mit einer 707 endeten im April 2013 bei der iranischen Saha Airlines. Danach flog die Airline ihre 707 noch für die iranische Luftwaffe. Im Januar 2019 verunglückte eine Saha-707 im Frachteinsatz bei Teheran – mit ihr endete nach den verfügbaren Angaben der zivile Betrieb des Typs. Seitdem ist die 707 ein rein militärisches und museales Flugzeug.

Realistische Chancen auf eine 707-Zelle

  • NATO-E-3A in Geilenkirchen und bei Übungen über Europa
  • E-3 und Tanker bei Airshows und Militärflugtagen
  • Museumsstücke in den USA, etwa die VC-137C im Museum in Dayton

Mit Glück und Recherche

  • Tanker oder Transporter ausländischer Luftwaffen bei Überführungen
  • E-6 Mercury bei Besuchen außerhalb der USA
  • Abgestellte Zellen an Flughäfen in Übersee – vor der Reise immer aktuell prüfen

Nicht mehr möglich

  • Ein 707-Passagierflug im Linien- oder Charterdienst
  • Die Lufthansa-707 in Hamburg oder Berlin-Tegel
  • Eine zivile 707 im regulären Frachtbetrieb

Museen und Spotting-Tipps

Für die zivile 707 führt die Reise heute fast zwangsläufig in die USA. Im Großraum Seattle, wo die 707 entwickelt und gebaut wurde, zeigt das Museum of Flight am Boeing Field eine frühe Präsidenten-707 (eine Ableitung der kürzeren 707-120) – ein guter Ort, um die Proportionen mit späteren Boeing-Typen zu vergleichen. Die VC-137C in Dayton ist das prominenteste erhaltene Exemplar der -320B-Linie.

Für Fotos der E-3 in Geilenkirchen gilt: Die Maschinen sind groß und vergleichsweise langsam, ein mittleres Tele reicht meist. Den Radardom bekommst du am besten von schräg vorn oder seitlich, wenn die Sonne im Rücken steht. Wann das Licht passt und wie sich die Startrichtung auswirkt, hängt vom Wind ab – plane deine Session daher wie bei jedem anderen Militärflugplatz mit Wetter und Pistenrichtung. Tipps, wie du ältere Typen generell zuordnest, liefert der Beitrag Historische Flugzeuge erkennen.

Bereit für deine 707-Jagd?

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  • Ich weiß, ob am Zielort eine 707-Zelle aktuell tatsächlich vor Ort ist oder fliegt.
  • Ich kenne die voraussichtliche Pistenrichtung und den Sonnenstand.
  • Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich, auch an einem Militärflugplatz.
  • Ich kann Antennendorn, Triebwerksgondeln und Frachttür auseinanderhalten.
  • Akku voll, Speicherkarte frei, Brennweite passt zur Entfernung.

Fazit

Die 707-320 Intercontinental machte die 707 zum Weltflugzeug: Erst mit ihr wurden Nonstop-Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika mit dem Jet zur Routine, und Lufthansa stieg mit ihr 1960 ins Düsenzeitalter ein. Als Passagierflugzeug ist sie Geschichte, die zivilen Ausstellungsstücke in Deutschland sind verschwunden. Wer die Zelle heute sehen will, schaut nach Geilenkirchen auf die E-3A oder reist zu den Museen in den USA. Mehr über den Hersteller findest du auf der Seite zu Boeing.

Kurzfazit

Vier Einzeltriebwerke, Antennendorn auf der Flosse, langer Rumpf: Das ist die 707-320. Fan-Gondeln heißen -320B oder -320C, eine Frachttür links vorn -320C. Fliegend siehst du die Zelle heute fast nur noch als E-3, E-6 oder Tanker – in Deutschland am ehesten in Geilenkirchen.

Zusammenfassung

  • Die 707-320 erweiterte die 707 ab 1959 zum echten Interkontinentaljet und war zusammen mit -320B und -320C die meistgebaute 707-Familie.
  • Lufthansa übernahm 1960 ihre erste 707-430 und flog den Typ in mehreren Versionen bis Ende 1984.
  • Antennendorn auf der Flosse, vier Einzeltriebwerke, Fan-Gondeln und gegebenenfalls Frachttür reichen für die Bestimmung von Variante und Typ.
  • Heute siehst du die Zelle vor allem als NATO-E-3A in Geilenkirchen, als E-6 oder Tanker in Übersee sowie als Museumsflugzeug wie die frühere Air Force One SAM 26000.

Häufige Fragen

Was bedeutet „Intercontinental“ bei der 707-320?

Boeing nannte die -320 so, weil sie anders als die erste 707-120 voll beladen Nonstop-Strecken über den Atlantik schaffte. Dafür bekam sie einen verlängerten Rumpf, einen größeren Flügel mit mehr Tankvolumen und stärkere Triebwerke.

Welchen ICAO-Typcode hat die 707-320?

Die Maschinen der 707-300-Serie laufen unter B703. Die kurze 707-100 hat B701, die Boeing 720 B720. Militärische Ableger wie E-3 oder E-6 haben eigene Codes.

Wie unterscheide ich -320 und -320B?

Am Triebwerk: Die ursprüngliche -320 hat lange, schlanke JT4A-Turbojets, die -320B kürzere Gondeln der JT3D-Turbofans, bei denen der Nebenstrom-Auslass vorn an der Gondel sichtbar ist. Dazu hat die -320B leicht verlängerte, neu geformte Flügelspitzen. Viele -320 wurden später allerdings umgerüstet, deshalb bestätigt erst das Kennzeichen die Variante.

Woran erkenne ich eine 707-320C?

An der großen Frachttür auf der linken Rumpfseite vor dem Flügel. Das „C“ steht für Convertible: Die Maschine kann Passagiere, Fracht oder beides transportieren. Sie war mit über 300 gebauten Exemplaren die häufigste Einzelvariante der 707.

Welche 707 flog Lufthansa?

Zuerst die 707-430 mit Rolls-Royce-Conway-Triebwerken, die erste kam im März 1960 nach Hamburg und ging am 17. März 1960 in den Liniendienst. Später folgten 707-330B und Frachter beziehungsweise Convertibles vom Typ -330C. Ende 1984 war die 707-Ära bei Lufthansa vorbei.

Gibt es in Deutschland noch eine Lufthansa-707 zu sehen?

Nicht mehr als komplettes Flugzeug. Die 707-430 D-ABOD stand lange am Hamburger Flughafen und wurde 2021 verschrottet, ebenso die in Lufthansa-Farben ausgestellte 707 in Berlin-Tegel. Die realistischste Chance auf eine 707-Zelle in Deutschland bieten heute die NATO-E-3A in Geilenkirchen.

Fliegen heute noch 707?

Im Passagierdienst nicht – die letzten Linienflüge endeten 2013, der letzte zivile Betreiber stellte den Betrieb 2019 ein. Militärisch fliegen weiterhin Maschinen auf 707-Basis, etwa E-3 Sentry, E-6 Mercury und Tanker einiger Luftstreitkräfte. Welche davon aktuell aktiv sind, ändert sich mit Ausmusterungen und Nachfolgeprogrammen.

Boeing 707-320 Intercontinental sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Vier Triebwerke an schlanken Pylonen, ein stark gepfeilter Flügel und ein kurzes, frühes Seitenleitwerk: Die 707-120 war die erste Serienversion der Boeing 707 und brachte ab 1958 den Düsenjet in den Alltag. So erkennst du sie und grenzt sie von der 707-320 ab.

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