Das Wichtigste in Kürze
- Die 737-400 ist die längste Version der 737 Classic – rund drei Meter länger als die -300 und mit bis zu 188 Sitzen gebaut für volle Ferien- und Pendelstrecken.
- Zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite und ein Hecksporn unterscheiden sie im Feld von -300 und -500.
- Erstkunde war Piedmont Airlines, der Erstflug folgte am 19. Februar 1988. Bis Februar 2000 entstanden 486 Maschinen.
- In Deutschland prägte vor allem Hapag-Lloyd den Typ, die von 1989 bis 2004 bis zu 16 Exemplare im Urlaubsverkehr flog.
- Heute triffst du die -400 fast nur noch als Frachter, etwa bei Swiftair im Expressverkehr. Alaska Airlines flog sie bis 2017 sogar als Combi.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 737-400?
- 2.Entwicklung: noch mehr Sitze auf dem Classic-Rumpf
- 3.Erstflug, Erstkunde und Produktion
- 4.Kegworth: der Unfall, der Regeln veränderte
- 5.Die -400 im europäischen Ferienflug
- 6.Combi und Frachter: das zweite Leben
- 7.So erkennst du eine 737-400
- 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 9.Wo du die 737-400 heute siehst
- 10.Fototipps für die 737-400
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 737 Classic (737-300, -400, -500) |
| ICAO-Typcode | B734 |
| Programmstart | Juni 1986 mit einer Bestellung von Piedmont Airlines (25 Festbestellungen, 30 Optionen) |
| Rollout | 26. Januar 1988 |
| Erstflug | 19. Februar 1988 |
| Erster Liniendienst | Herbst 1988 bei Piedmont Airlines |
| Triebwerke | 2 × CFM International CFM56-3 |
| Länge | rund 36,4 m (rund 3 m mehr als die 737-300) |
| Spannweite | rund 28,9 m |
| Höhe | rund 11,1 m |
| Sitzplätze | typisch rund 147 bis 168, maximal 188 |
| Max. Startgewicht | bis rund 68 t |
| Reichweite | rund 3.800 km |
| Produktion | 486 Exemplare, letzte Auslieferung 28. Februar 2000 an ČSA |
| Status | Im Passagierdienst weitgehend ausgemustert, als Umbaufrachter weiter im Einsatz |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Dicke CFM56-Triebwerke mit unten abgeflachtem Einlass vor der Flügelvorderkante – das Classic-Markenzeichen, das sie mit -300 und -500 teilt
- Zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite – -300 und -500 haben nur einen
- Lang gestreckter Rumpf von rund 36,4 m auf einem vergleichsweise kurzen Flügel mit rund 28,9 m Spannweite, ab Werk ohne Winglets
- Hecksporn (Tail Bumper) unter dem hinteren Rumpf, der beim Rotieren vor Bodenkontakt schützt
- Rückenflosse (Dorsal Fin) vor dem Seitenleitwerk und das schmale, eher stumpfe Heck der Classic-Generation
- Als Frachter: große Ladetür links vor dem Flügel und fensterlose Rumpfseiten; als Combi bei Alaska Airlines Fenster nur im hinteren Teil
Aktualisiert: Oktober 2026 – Lange Röhre, kurzer Flügel, zwei Notausgänge über der Tragfläche: Wer in den 1990er-Jahren in Hannover, Palma oder auf den Kanaren stand, hatte die Boeing 737-400 mit großer Wahrscheinlichkeit vor der Linse. Sie war die größte Version der 737 Classic und bei Ferienfliegern beliebt, weil sie bis zu 188 Menschen auf einer Mittelstrecke transportieren konnte. Hier erfährst du, warum Boeing die -300 noch einmal streckte, welche Rolle die -400 im europäischen Charterverkehr spielte, was der Unfall von Kegworth veränderte und wo du sie heute als Frachter oder Combi-Erinnerung findest.
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Was ist die Boeing 737-400?
Die 737-400 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für Kurz- und Mittelstrecken und das gestreckte Mitglied der 737 Classic. Typisch waren rund 147 bis 168 Sitze, in dichter Charterbestuhlung bis zu 188. Angetrieben wird sie wie ihre Schwestern von zwei CFM56-3 des Herstellers CFM International, die Reichweite liegt bei rund 3.800 Kilometern – genug für Strecken von Deutschland ans Mittelmeer und je nach Beladung auch bis auf die Kanaren.
Zur Classic-Generation gehören außerdem die 737-300 und die kürzere 737-500. Davor kamen die 737-100 und 737-200 mit schlanken JT8D-Triebwerken, danach die Next Generation. Den Überblick über alle Generationen bekommst du im Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden, mehr zum Hersteller auf der Seite zu Boeing.
Entwicklung: noch mehr Sitze auf dem Classic-Rumpf
Mitte der 1980er-Jahre lief die 737-300 hervorragend, doch zwischen ihr und der deutlich größeren 757-200 klaffte eine Lücke. Viele Airlines suchten einen Nachfolger für die alternde 727-200, wollten aber bei der Familie bleiben, deren Piloten, Ersatzteile und Wartung sie schon kannten. Boeing startete deshalb 1985 die Arbeit an einer gestreckten 737.
Die Lösung war vergleichsweise einfach: Der Rumpf der -300 bekam vor und hinter dem Flügel zusätzliche Segmente und wuchs so um rund drei Meter. Mehr Passagiere bedeuteten mehr Gewicht, also verstärkte Boeing den Flügelholm und erhöhte das maximale Startgewicht. Weil das längere Heck beim Rotieren schneller den Boden berühren kann, montierte Boeing zudem einen Hecksporn unter den hinteren Rumpf. Für die größere Kabine waren zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite nötig – bis heute das schnellste Erkennungsmerkmal.
Den Flügel selbst ließ Boeing in der Spannweite praktisch unverändert. Deshalb wirkt die -400 im Profil leicht unproportioniert: ein langer Rumpf auf einer eher kurzen Tragfläche. Das unterscheidet sie auf den ersten Blick von der Next Generation, die einen komplett neuen, deutlich größeren Flügel bekam.
Auch beim Antrieb blieb es beim Bewährten. Die -400 nutzt Varianten des CFM56-3 mit den typischen, unten abgeflachten Einlässen, die vor dem Flügel auf kurzen Pylonen sitzen. Warum die Triebwerke so aussehen, erklärt der Beitrag Triebwerke erkennen; für die schwerere -400 gab es die schubstärkeren Ausführungen des Triebwerks.
Erstflug, Erstkunde und Produktion
Im Juni 1986 gab die US-Airline Piedmont Airlines den Startschuss mit einer Bestellung über 25 Maschinen und 30 Optionen. Die erste -400 rollte am 26. Januar 1988 aus der Halle und flog am 19. Februar 1988 zum ersten Mal. Im Herbst 1988 ging sie bei Piedmont in den Liniendienst. Gemeint ist die historische Piedmont, die kurz darauf in USAir aufging – nicht die heutige Regionaltochter, die auf der Seite zu Piedmont Airlines abgegrenzt wird. Später flog die -400 auch im Netz von US Airways.
Bis zum Produktionsende entstanden 486 Exemplare. Die letzten beiden gingen am 28. Februar 2000 an ČSA Czech Airlines – sie waren zugleich die letzten 737 Classic, die Boeing überhaupt auslieferte. Ihre Nachfolgerin in der Next Generation wurde die 737-800, die ab 1998 in Dienst ging und mit ihrem neuen Flügel deutlich weiter fliegt.
Ein wichtiger Betreiber in Nordamerika war Alaska Airlines, die ab 1992 insgesamt 40 Maschinen einsetzte. Im März 2018 flogen die letzten Passagier-400 der Airline – Alaska war damit die letzte große Fluggesellschaft mit der 737 Classic im regulären Liniendienst.
Kundennummer im Blick
Wie bei allen älteren Boeing-Typen verrät die Kundenbezeichnung den Erstbesteller. Eine 737-4K5 etwa kam ab Werk zu Hapag-Lloyd. Im Logbuch hilft dir das, die Geschichte einer Maschine über mehrere Besitzer hinweg nachzuvollziehen.
Kegworth: der Unfall, der Regeln veränderte
Nur wenige Monate nach der Indienststellung erlebte die -400 ihre schwerste Stunde. Am 8. Januar 1989 war eine fast neue Maschine von British Midland, Kennzeichen G-OBME, von London-Heathrow nach Belfast unterwegs. Im linken Triebwerk brach eine Fanschaufel. Die Crew schaltete jedoch das intakte rechte Triebwerk ab, wollte nach East Midlands ausweichen – und kurz vor der Landebahn fiel auch das beschädigte linke Triebwerk aus. Das Flugzeug schlug an der Böschung der Autobahn M1 bei Kegworth auf. 47 der 126 Menschen an Bord kamen ums Leben, 79 überlebten.
Die Untersuchung führte zu zahlreichen Sicherheitsempfehlungen. Die übrigen 737-400 wurden damals vorübergehend stillgelegt und ihre Triebwerke modifiziert, weil die Schaufeln bei hoher Leistung in Schwingungen geraten waren. Neue oder stark überarbeitete Triebwerke müssen seitdem unter realistischen Flugbedingungen getestet werden, und die Auswertung der Verletzungen floss in eine überarbeitete Schutzhaltung für Passagiere ein. Der Unfallort liegt nur wenige Kilometer vom heutigen Aeropark East Midlands entfernt, mehr zum Airport steht auf der Seite zum Flughafen East Midlands.
Die -400 im europäischen Ferienflug
In Europa war die 737-400 vor allem ein Urlaubsflieger. Charter- und Ferienairlines verkaufen ihre Kapazität meist in festen Kontingenten an Reiseveranstalter, und jeder zusätzliche Sitz auf dem Weg nach Mallorca oder Antalya drückt die Kosten pro Gast. Genau dafür war die -400 gebaut: viele Plätze, Mittelstreckenreichweite und eine Technik, die Wartungsbetriebe von der -300 schon kannten. Wie sich Charter- und Linienverkehr unterscheiden, erklärt der Beitrag Charterflug und Linienflug.
Hapag-Lloyd Flug aus Hannover ist die Airline, die du in Deutschland am stärksten mit der -400 verbindest. Ab 1988 ersetzte die Gesellschaft ihre ältere Flotte durch A310 sowie 737-400 und -500 – die kleineren Boeings auch deshalb, weil sie gut zu Regionalflughäfen passten. Die erste -400 kam 1989, 1993 standen bereits elf in der Flotte, in der Spitze waren es 16 Maschinen mit je 167 Sitzen. Damit ging es von vielen deutschen Flughäfen zu den Zielen am Mittelmeer und auf den Kanaren. Ab 1998 übernahm die 737-800 schrittweise, 2004 verließ die letzte -400 die Flotte. Mehr zur Airline und ihrem Übergang zu TUIfly liest du bei Hapag-Lloyd Flug.
Auch Air Berlin hatte die -400 in den 1990er-Jahren neben anderen 737 Classic in der Flotte, bevor die Airline auf die Next Generation und Airbus umstellte. Die Rückschau auf die Geschichte von Air Berlin ordnet diese Jahre ein.
| Betreiber | Rolle der 737-400 | Hinweis |
|---|---|---|
| Piedmont Airlines | Erstkunde, Liniendienst ab Herbst 1988 | historische Airline, später Teil von USAir |
| Hapag-Lloyd Flug | Ferien- und Charterflug ab 1989 | bis zu 16 Maschinen, letzte 2004 abgegeben |
| British Midland | Liniendienst in Großbritannien | Unfall von Kegworth 1989 |
| Alaska Airlines | Linie, Combi und Fracht | Combis bis 2017, Passagier-400 bis 2018 |
| ČSA Czech Airlines | Liniendienst | letzte Auslieferung im Februar 2000 |
Wer heute auf Ferienflughäfen spotten will, findet dort fast nur noch Airbus A320-Familie und 737 NG oder MAX. Wie sich das Bild verändert hat, siehst du in den Guides zum Planespotting auf Mallorca und zum Planespotting auf den Kanaren.
Seltene Classic auf die Wunschliste
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Combi und Frachter: das zweite Leben
Als die Passagierairlines ihre -400 ab den 2000er-Jahren abgaben, waren viele Zellen technisch noch fit. Für Express- und Postverkehr auf kurzen und mittleren Strecken ist ihre Größe ideal, also lohnte sich der Umbau. Die Frachtversionen laufen unter Bezeichnungen wie 737-400SF (Special Freighter) oder 737-400BDSF (Bedek Special Freighter) – Details dazu findest du auf der Seite zur 737-300SF und -400SF.
Eine Sonderrolle spielte Alaska Airlines. Sie baute als erste eine -400 zum Frachter mit Platz für zehn Paletten um und machte 2006 und 2007 außerdem fünf Maschinen zu Combis: Im vorderen Teil der Kabine reiste Fracht, hinten saßen bis zu 72 Passagiere. So versorgte die Airline Gemeinden in Alaska, die keine Straßenverbindung haben, mit Menschen und Gütern in einem Flug. Im Oktober 2017 gingen die Combis in Rente, umgebaute 737-700-Frachter übernahmen ihre Aufgaben.
In Europa fliegt die -400 heute vor allem im Auftrag der Expressdienste. Die spanische Swiftair hat mehrere 737-400SF in der Flotte, ein Teil davon fliegt für DHL. Eine Swiftair-Maschine verunglückte im November 2024 beim Anflug auf Vilnius, ein Crewmitglied kam dabei ums Leben. Auch ASL Airlines Ireland führt eine 737-400SF. Wie die großen Paketnetze funktionieren, liest du unter Express-Integratoren DHL, FedEx und UPS.
Auf lange Sicht ersetzen größere Umbaufrachter wie die 737-800BCF die Classic-Frachter. Wie du Frachter allgemein bestimmst, erklärt der Beitrag Frachtflugzeuge erkennen.
Flottenstand schwankt
Wie viele 737-400 im Herbst 2026 noch fliegen, ändert sich ständig. Im Juli 2019 waren es weltweit noch rund 260 im kommerziellen Einsatz, seitdem sind viele abgestellt oder verschrottet worden. Prüf aktuelle Flottendaten, bevor du für eine bestimmte Maschine losfährst.
So erkennst du eine 737-400
Im Feld reichen meist drei Schritte, um eine -400 sicher einzuordnen.
Generation bestimmen
Dicke, unten abgeflachte Triebwerke vor einem kurzen Flügel ohne Werks-Winglets bedeuten: Classic. Schlanke Röhren dicht unter dem Flügel stehen für die Original-737, ein deutlich längerer Flügel für die Next Generation.
Notausgänge zählen
Zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite bei Classic-Triebwerken: Das ist die -400. Einer spricht für -300 oder -500.
Heck prüfen
Bei Fotos von der Seite oder beim Start lohnt der Blick unter das Heck: Der kleine Hecksporn gehört zur -400.
Schnellbestimmung: lange 737
Boeing 737-400
Classic-Triebwerke, zwei Notausgänge pro Seite und ein langer Rumpf auf kurzem Flügel: Das ist die -400.
Boeing 737-400SF
Lang, fensterlos, mit Ladetür links vor dem Flügel: ein Umbaufrachter auf Basis der -400. Die kürzere -300SF wirkt deutlich gedrungener.
Boeing 737-300 oder -500
Gleiche Triebwerke, aber nur ein Notausgang pro Seite und ein kürzerer Rumpf.
Boeing 737-800
Auch die -800 hat zwei Notausgänge pro Seite, aber einen spürbar größeren Flügel und ein spitzer zulaufendes Heck.
Boeing 737 MAX
Gezackte Triebwerkshinterkanten und markante Winglets gehören zur jüngsten Generation.
Wie du solche Merkmale systematisch abklopfst, erklärt der Einstieg Flugzeugtypen erkennen für Anfänger.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Die tückischste Verwechslung ist die mit der 737-800. Beide haben zwei Notausgänge über dem Flügel und abgeflachte Triebwerkseinlässe, die -800 ist aber noch einmal länger und trägt einen viel größeren Flügel mit über 34 Metern Spannweite, meist mit Winglets. Neben der -800 wirkt die -400 kurzflügelig und lang gestreckt. Achte außerdem auf das Heck: Die NG läuft spitzer aus, die Classic eher stumpf.
Es spricht für eine 737-400, wenn …
- die Triebwerke dick, unten flach und vor einem kurzen Flügel sitzen
- du zwei Notausgänge über dem Flügel pro Seite zählst
- unter dem Heck ein kleiner Hecksporn zu sehen ist
- Tracker oder Flugplan den Code B734 zeigen
Sieh genauer hin, wenn …
- Winglets dran sind – das spricht eher für eine NG
- es ein Frachter ohne Fenster ist – -300SF und -400SF trennst du über die Rumpflänge
- die Maschine nur kurz von vorn zu sehen ist – dann helfen nur Kennzeichen oder Tracker
Wo du die 737-400 heute siehst
Im europäischen Passagierverkehr ist die -400 praktisch verschwunden. Deine besten Chancen hast du an Fracht- und Expressdrehkreuzen, vor allem nachts und in den Tagesrandzeiten. In Deutschland lohnt die Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle, dem großen DHL-Hub – mehr zum Airport auf der Seite zum Flughafen Leipzig/Halle. In Belgien ist der Spotterplatz am Flughafen Lüttich eine gute Adresse für ältere Schmalrumpffrachter, in Großbritannien der Aeropark East Midlands.
Ob gerade eine -400 im Umlauf ist, hängt vom Flugplan und von Ersatzgestellungen ab. Ein Alarm auf den Typ spart dir viel Warten. Weitere Tipps für die Jagd auf Raritäten findest du in Seltene Flugzeuge spotten.
Bereit für die B734?
- Ich habe aktuelle Flottendaten zu Frachtern mit 737-400 geprüft.
- Ich kenne die typischen Ankunftszeiten der Expressflüge an meinem Flughafen.
- Ich trenne -300, -400 und -800 sicher über Notausgänge und Flügel.
- Ich habe ein Tele mit genug Lichtstärke für Dämmerung und Nacht dabei.
- Ich habe Wind und Betriebsrichtung für meinen Spot gecheckt.
Fototipps für die 737-400
Seitenprofil zeigen
Das Typische an der -400 ist die Länge mit den zwei Notausgängen. Eine saubere Seitenansicht hält die Variante eindeutig fest.
Rotation abpassen
Beim Abheben hebt sich die Nase, und der Hecksporn rückt nah an die Piste. Ein Start-Foto zeigt das Detail, das die -400 von ihren Schwestern trennt.
Dämmerung nutzen
Frachter kommen oft früh oder spät. Plan mit dem Sonnenstand und arbeite in der blauen Stunde lieber mit höherer ISO als mit zu langer Belichtungszeit.
Welche Brennweite wofür taugt, erklärt Objektiv und Brennweite fürs Planespotting, und wie du das Licht vorab planst, steht in Sonnenstand planen für deinen Fotospot.
Fazit
Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger und den Abschied von der 727: ein gestreckter Classic-Rumpf mit bis zu 188 Sitzen, zwei Notausgängen über dem Flügel und einem Hecksporn. In Deutschland prägte sie vor allem Hapag-Lloyd, weltweit entstanden 486 Exemplare, bevor die 737-800 übernahm. Der Unfall von Kegworth machte die Luftfahrt sicherer, und als Frachter und Combi bewies die -400, wie vielseitig eine Mittelstreckenzelle sein kann. Heute ist sie eine Rarität, die du mit etwas Planung an Expressdrehkreuzen noch erwischst.
Kurzfazit
Classic-Triebwerke, zwei Notausgänge pro Seite, ein langer Rumpf auf kurzem Flügel und der Code B734: Das ist die 737-400. Im Passagierdienst fast verschwunden, lebt sie als Frachter weiter – jede Sichtung ist ein Stück europäischer Ferienflug-Geschichte.
Zusammenfassung
- Boeing streckte die 737-300 um rund drei Meter, verstärkte den Flügel und setzte einen Hecksporn ans Heck. So entstand ab 1986 die 737-400 für bis zu 188 Passagiere.
- Charter- und Ferienairlines in Europa nutzten die zusätzliche Kapazität, in Deutschland allen voran Hapag-Lloyd.
- Der Unfall von Kegworth im Januar 1989 führte zu Änderungen an den Triebwerken und zu neuen Testvorschriften.
- Nach dem Passagierdienst wurden viele -400 zu Frachtern umgebaut. In der Next Generation übernahm die 737-800 ihre Rolle.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-400?
Die 737-400 läuft unter B734. Ihre Schwestern haben B733 (737-300) und B735 (737-500). Umgebaute Frachter behalten meist den Code B734, in Trackern erkennst du sie also über Airline, Rufzeichen oder Kennzeichen.
Wie unterscheide ich die 737-400 von der 737-300?
Zähl die Notausgänge über dem Flügel: Die -400 hat zwei pro Seite, die -300 nur einen. Außerdem ist die -400 rund drei Meter länger und wirkt dadurch auf dem kurzen Classic-Flügel deutlich gestreckt. Unter dem Heck sitzt bei der -400 ein Hecksporn.
Wer war Erstkunde der 737-400?
Die US-Airline Piedmont Airlines bestellte im Juni 1986 25 Maschinen mit 30 Optionen und brachte den Typ im Herbst 1988 in den Liniendienst. Die historische Piedmont ging später in USAir auf.
Welche deutsche Airline flog die 737-400?
Am stärksten verbunden ist der Typ mit Hapag-Lloyd Flug: Die Hannoveraner setzten ab 1989 bis zu 16 Exemplare mit 167 Sitzen ein und verabschiedeten die letzten 2004. Auch Air Berlin hatte die -400 in den 1990er-Jahren in der Flotte.
Was war der Unfall von Kegworth?
Am 8. Januar 1989 stürzte eine fast neue 737-400 von British Midland nahe dem Flughafen East Midlands an der Autobahn M1 ab. Nach einem Schaufelbruch im linken Triebwerk schaltete die Crew das intakte rechte ab. 47 der 126 Menschen an Bord starben. Danach wurden die übrigen -400 vorübergehend stillgelegt und ihre Triebwerke modifiziert.
Gibt es die 737-400 noch als Frachter?
Ja. Als 737-400SF oder 737-400BDSF fliegt sie bei mehreren Frachtbetreibern, etwa bei Swiftair, teils für DHL. Wie viele im Herbst 2026 noch aktiv sind, ändert sich laufend – prüf aktuelle Flottendaten, bevor du gezielt losziehst.
Was war die 737-400 Combi?
Alaska Airlines baute 2006 und 2007 fünf ihrer 737-400 zu Combis um: vorn Fracht, hinten 72 Passagiersitze. Damit versorgte die Airline Orte in Alaska ohne Straßenanbindung. Im Oktober 2017 gingen die Combis in Rente, umgebaute 737-700-Frachter übernahmen.
Boeing 737-400 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
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HerstellerCFM International
Das Gemeinschaftsunternehmen von GE Aerospace und Safran baut die Triebwerke, die du beim Spotten am häufigsten siehst: das CFM56 für die klassische A320-Familie, die 737 Classic und NG sowie das LEAP für A320neo, 737 MAX und C919. Jede Boeing 737 seit der -300 fliegt mit CFM.
FlughafenFlughafen Leipzig/Halle
Tagsüber ein kleiner Ferienflughafen, nachts eines der größten Frachtdrehkreuze Europas: Leipzig/Halle ist der Europa-Hub von DHL, Heimat der AeroLogic-777F und Standort der Antonow An-124 – und damit ein Flughafen, an dem Spotter nach anderen Regeln planen als anderswo.
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Tagsüber Ferienflieger, nachts Frachter im Minutentakt: East Midlands bei Castle Donington ist Großbritanniens wichtigster reiner Frachtflughafen, Heimat von DHL Air UK und UK-Drehkreuz von UPS – und mit dem Aeropark direkt an der Piste ein Pflichtziel für Frachter-Fans.
Wo du die Boeing 737-400 siehst
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