Douglas DC-3 / C-47

Zwei Sternmotoren, Spornrad, schräg stehender Rumpf am Boden: Die DC-3 und ihre Militärschwester C-47 sind Legenden. So erkennst du sie und so findest du die letzten Flieger in Europa.

Auch bekannt als: C-47 Skytrain · Dakota · R4D · C-53 Skytrooper · Douglas Sleeper Transport (DST) · Lisunow Li-2 (Lizenzbau) · Basler BT-67 (Turboprop-Umbau)

USADouglas Aircraft CompanyHistorische FlugzeugeICAO-Typcode: DC312 Min. Lesezeit

1935

Erstflug

DC3

ICAO-Typcode

≈ 16.000

Gebaute Exemplare inkl. Lizenzbau

2

Sternmotoren

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DC-3 ist das Verkehrsflugzeug, das den Linienluftverkehr wirtschaftlich gemacht hat: Erstflug 1935, Liniendienst ab 1936 bei American Airlines.
  • C-47, Dakota, R4D und Skytrain sind militärische Ableger desselben Grundmusters – optisch vor allem an der großen Frachttür zu erkennen.
  • Schnellster Erkennungsweg: zwei Sternmotoren, Spornrad und der schräg stehende Rumpf am Boden.
  • In Europa fliegen nur noch wenige Exemplare, meist betrieben von Vereinen und Stiftungen in Skandinavien, Großbritannien und Frankreich.
  • Im Tracking taucht der Typ unter dem ICAO-Code DC3 auf – Turboprop-Umbauten wie die Basler BT-67 werden in Typenverzeichnissen gesondert geführt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Douglas DC-3?
  2. 2.Vom Airliner zum Kriegstransporter: C-47, Dakota und Co.
  3. 3.Die DC-3 bei der Berliner Luftbrücke
  4. 4.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  5. 5.DC-3 oder ähnlicher Oldtimer?
  6. 6.Sonderfall Turbo-Dakota: die Basler BT-67
  7. 7.Wo in Europa noch DC-3 fliegen
  8. 8.So findest du eine fliegende DC-3
  9. 9.Fototipps speziell für die DC-3
  10. 10.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  11. 11.Fazit

Steckbrief

HerstellerDouglas Aircraft Company, Santa Monica (Kalifornien)
ICAO-TypcodeDC3
Erstflug17. Dezember 1935 (DST-Prototyp)
ErstkundeAmerican Airlines, Liniendienst ab Juni 1936
Gebaute Exemplarerund 16.000 inkl. Lizenzbauten (607 zivile DC-3, gut 10.000 Militärversionen, Li-2 und L2D)
Antrieb2 × Neunzylinder-Sternmotor Wright R-1820 Cyclone oder 14-Zylinder-Doppelstern Pratt & Whitney R-1830 Twin Wasp
Längeca. 19,7 m
Spannweiteca. 29,0 m (95 ft)
Höheca. 5,2 m
Sitzplätzetypisch 21 in der Tagversion, je nach Bestuhlung bis rund 32
Max. Abflugmasseca. 11,4 t (zivile DC-3), militärische C-47 deutlich höher
Reisegeschwindigkeitrund 300–340 km/h
Reichweiterund 2.400 km (je nach Beladung)
FahrwerkSpornradfahrwerk, Hauptfahrwerk nach vorn in die Motorgondeln einziehbar

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Spornradfahrwerk: Am Boden steht der Rumpf deutlich schräg, die Nase zeigt nach oben, hinten trägt ein kleines Heckrad
  • Zwei Sternmotoren mit runden Verkleidungen und Dreiblattpropellern – keine Strahltriebwerke, keine schlanken Turboprop-Gondeln
  • Flügel mit deutlich gepfeilter Vorderkante und fast gerader Hinterkante, die Spitzen sind abgerundet
  • Eingezogenes Hauptfahrwerk: Die Räder ragen auch im Flug noch ein Stück aus den Motorgondeln heraus
  • C-47: große zweiflügelige Frachttür hinten links; zivile DC-3 mit kleinerer Passagiertür an derselben Stelle
  • Rundes Seitenleitwerk mit großer, geschwungener Fläche, Höhenleitwerk direkt am Rumpfende
  • Zwei Motoren plus glatte Aluminiumhaut – bei drei Motoren und Wellblech bist du bei der Ju 52

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein tiefes, sonores Brummen über dem Flugplatz, zwei runde Motoren, ein silberner Rumpf, der am Boden schräg nach oben zeigt: Wenn du das erlebst, steht mit großer Wahrscheinlichkeit eine Douglas DC-3 oder ihre Militärschwester C-47 vor dir. Kaum ein Flugzeug hat die Luftfahrt so geprägt, und kaum eines ist für Planespotter so begehrt – gerade weil es heute nur noch wenige flugfähige Exemplare gibt. Hier erfährst du, woran du die DC-3 sicher erkennst, wie du sie von ähnlichen Oldtimern unterscheidest und wo in Europa du sie noch in der Luft erwischst.

Die Dakota in deinen Hangar

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Was ist die Douglas DC-3?

Die DC-3 ist ein zweimotoriges Verkehrsflugzeug mit Kolbenmotoren, entwickelt von der Douglas Aircraft Company in Santa Monica, Kalifornien. Den Anstoß gab American Airlines: Die Airline wollte einen größeren Nachfolger der DC-2, in dem Passagiere auf Nachtflügen quer durch die USA schlafen konnten. So entstand zuerst der Douglas Sleeper Transport (DST) mit Liegeplätzen. Dieser Prototyp hob am 17. Dezember 1935 ab, genau 32 Jahre nach dem ersten Motorflug der Brüder Wright. Ab Juni 1936 flog American Airlines die neue Maschine im Liniendienst, die Tagversion mit typisch 21 Sitzen wurde unter dem Namen DC-3 zum Verkaufsschlager.

Ihren Ruf verdankt die DC-3 einer einfachen Tatsache: Sie war das erste Verkehrsflugzeug, mit dem Airlines allein vom Transport von Passagieren leben konnten, ohne auf Postaufträge angewiesen zu sein. Robuste Ganzmetallbauweise, verlässliche Sternmotoren und eine für die Zeit große Kabine machten sie in wenigen Jahren zum Standardflugzeug in den USA. Mitbewerber wie die Boeing 247 hatten gegen sie kaum eine Chance. Auch europäische Fluggesellschaften wie KLM und Swissair setzten die DC-3 schon vor dem Zweiten Weltkrieg ein.

Ein Wort zum Namen: Douglas ging 1967 in McDonnell Douglas auf, 1997 übernahm Boeing das Unternehmen. Die Geschichte des Nachfolgekonzerns findest du auf der Seite zu McDonnell Douglas. Die ausführliche Geschichte der DC-3 selbst erzählt der Magazinbeitrag Douglas DC-3: die Geschichte einer Legende.

1935Erstflug des DST-Prototyps am 17. Dezember
≈ 16.000gebaute Exemplare inklusive Militärversionen und Lizenzbauten
21Sitze in der klassischen Tagversion

Vom Airliner zum Kriegstransporter: C-47, Dakota und Co.

Von den rund 16.000 Flugzeugen dieser Familie waren nur gut 600 ursprünglich zivile DC-3. Der weitaus größte Teil entstand im Zweiten Weltkrieg als Militärtransporter. Die wichtigste Version ist die C-47 Skytrain der US Army Air Forces. Sie bekam einen verstärkten Kabinenboden, eine große zweiflügelige Ladetür hinten links und Twin-Wasp-Sternmotoren von Pratt & Whitney. Die US Navy nannte ihre Maschinen R4D, die Royal Air Force Dakota – ein Name, der sich in Europa bis heute gehalten hat. Die C-53 Skytrooper war eine Truppentransport-Variante mit kleinerer Tür.

Dazu kamen Lizenzbauten: In der Sowjetunion entstanden fast 5.000 Maschinen als Lisunow Li-2, in Japan knapp 500 als L2D. Gezählt über alle Varianten liegt die Gesamtzahl bei gut 16.000 Exemplaren.

Nach dem Krieg landeten tausende C-47 auf dem zivilen Markt. Fluggesellschaften in aller Welt bauten sie zu Passagierflugzeugen um, und so fliegt heute oft eine „DC-3“, die eigentlich als C-47 vom Band lief. In Deutschland nutzte die neu gegründete Lufthansa ab 1955 drei DC-3, zunächst im Inlandsverkehr und später für Fracht.

Praxis-Tipp für die Bestimmung

Viele flugfähige „DC-3“ sind ehemalige C-47. Achte auf die Tür hinten links: Eine große, zweiflügelige Ladetür verrät die militärische Herkunft, auch wenn die Maschine in einer Airline-Lackierung unterwegs ist.

Die DC-3 bei der Berliner Luftbrücke

Für Deutschland hat die C-47 eine besondere Bedeutung. Als die Sowjetunion 1948 die Land- und Wasserwege nach West-Berlin blockierte, gehörten C-47 der US Air Force und Dakotas der Royal Air Force zu den ersten Flugzeugen der Luftbrücke. Sie landeten unter anderem in Tempelhof und brachten Lebensmittel, Kohle und Medikamente in die Stadt. Im Volksmund hießen sie bald „Rosinenbomber“. Weil die größere Douglas C-54 Skymaster deutlich mehr Ladung schaffte, übernahm sie im Lauf der Luftbrücke den Großteil der Flüge.

Wie die Versorgung der Stadt organisiert wurde, erklärt der Beitrag Die Berliner Luftbrücke 1948/49. Den historischen Schauplatz stellt die Seite zum Flughafen Berlin-Tempelhof vor. Eine C-47 als Erinnerung an diese Zeit siehst du am Deutschen Technikmuseum Berlin, wo ein „Rosinenbomber“ weithin sichtbar am Gebäude hängt.

Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Eine DC-3 zu erkennen ist für Spotter vergleichsweise leicht – schwieriger wird es bei den nah verwandten Typen. Mit diesen drei Schritten bist du auf der sicheren Seite.

Fahrwerk und Haltung prüfen

Die DC-3 hat ein Spornradfahrwerk. Am Boden steht der Rumpf deshalb schräg, die Nase zeigt nach oben, und hinten trägt ein kleines Heckrad. Moderne Turboprops stehen dagegen waagerecht auf einem Bugrad.

Motoren zählen und ansehen

Zwei runde Sternmotoren mit großen Verkleidungen und Dreiblattpropellern. Sind es vier Motoren, bist du bei der DC-4 oder C-54, sind es drei, bei der Ju 52.

Flügel und Türen anschauen

Die Flügelvorderkante ist deutlich gepfeilt, die Hinterkante fast gerade. Die Tür sitzt hinten links: groß und zweiflügelig bei der C-47, kleiner bei der zivilen DC-3.

Ein schönes Detail für Fotos: Das Hauptfahrwerk klappt nach vorn in die Motorgondeln, die Räder ragen dabei auch eingefahren noch ein Stück heraus. Bei einer Bauchlandung können die herausragenden Räder einen Teil der Last aufnehmen – ein oft zitiertes Sicherheitsdetail der Konstruktion.

DC-3 oder ähnlicher Oldtimer?

Bei Airshows stehen oft mehrere Propeller-Oldtimer nebeneinander. Der Finder hilft dir, die DC-3 von ihren häufigsten Verwechslungspartnern zu trennen.

Schnellbestimmung: klassischer Propeller-Airliner

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Douglas DC-3 / C-47

Zwei Sternmotoren, Spornrad und glatte Haut sind das typische DC-3-Bild. Prüf noch die Tür hinten links und das Kennzeichen, um DC-3, C-47 oder einen Lizenzbau wie die Li-2 sicher zu trennen.

Wahrscheinlich

Junkers Ju 52

Drei Motoren und eine Wellblechhaut sprechen klar für die „Tante Ju“. Sie ist ähnlich alt, aber völlig anders konstruiert.

Wahrscheinlich

Douglas DC-4 / C-54 oder jüngerer Typ

Vier Motoren und ein Bugradfahrwerk deuten auf die DC-4 oder einen ihrer Nachfolger. Die DC-3 ist deutlich kleiner und steht immer auf einem Heckrad.

Die typischen Verwechslungen im Überblick:

Typ Motoren Fahrwerk Wichtigster Unterschied zur DC-3
Douglas DC-2 2 Sternmotoren Spornrad Kleiner und schmaler, kürzere Spannweite; heute fast nur im Museum
Lisunow Li-2 2 Sternmotoren Spornrad Tür auf der rechten Rumpfseite, andere Motorverkleidungen
Junkers Ju 52 3 Spornrad Wellblechhaut, dritter Motor in der Nase
Douglas DC-4 / C-54 4 Sternmotoren Bugrad Viel größer, steht waagerecht
Convair CV-440 2 Sternmotoren Bugrad Jüngerer Nachkriegs-Airliner, steht waagerecht
Basler BT-67 2 Turboprops Spornrad DC-3-Zelle, aber schlanke Turboprop-Gondeln und längerer Rumpf

Mehr zu den Erkennungsmerkmalen alter Flugzeuge findest du im Guide Oldtimer am Himmel erkennen. Die Ju 52 hat zusätzlich einen eigenen Magazinbeitrag: Junkers Ju 52 – die Tante Ju.

Sonderfall Turbo-Dakota: die Basler BT-67

Die DC-3 ist so robust, dass sie bis heute umgebaut wird. Am bekanntesten ist die Basler BT-67 aus Oshkosh in Wisconsin. Dabei bekommt eine alte DC-3- oder C-47-Zelle eine verstärkte Struktur, einen um rund einen Meter verlängerten Rumpf und zwei Turboprop-Triebwerke vom Typ Pratt & Whitney Canada PT6A-67R mit Fünfblattpropellern. Die ersten Umbauten flogen 1990.

Für Spotter ist die BT-67 ein Grenzfall: Rumpf, Flügel und Spornrad sind eindeutig DC-3, die schlanken Triebwerksgondeln aber nicht. Eingesetzt werden solche Maschinen unter anderem in der Polarforschung, auch das deutsche Alfred-Wegener-Institut nutzt umgebaute Basler für Messflüge. In Tracking-Diensten laufen die Umbauten in der Regel unter einem eigenen Typcode statt unter DC3 – achte also auf beides, wenn du gezielt suchst.

Wo in Europa noch DC-3 fliegen

Weltweit sind nach Schätzungen von Enthusiasten noch einige Dutzend bis wenige hundert DC-3 und C-47 in der Luft, viele davon in Nord- und Südamerika und Afrika. In Europa ist die Zahl überschaubar. Die meisten flugfähigen Exemplare gehören Vereinen, Stiftungen oder Museumsbetrieben, die sie für Mitgliederflüge, Rundflüge und Airshow-Auftritte nutzen. Die folgende Übersicht nennt bekannte Betreiber; welche Maschine in einer Saison wirklich fliegt, kann sich durch Wartung, Kosten oder Vorschriften schnell ändern.

Land Betreiber Maschine Heimatbasis
Großbritannien Battle of Britain Memorial Flight (RAF) Dakota ZA947 RAF Coningsby, Lincolnshire
Schweden Flygande Veteraner DC-3 SE-CFP „Daisy“ Stockholm-Bromma
Norwegen Dakota Norway C-53D LN-WND Sandefjord-Torp
Finnland Airveteran / DC Association DC-3 OH-LCH Helsinki-Vantaa
Frankreich Vereine und private Halter u. a. F-AZTE, F-AZOX verschiedene Plätze

Großbritannien: Die Dakota der Battle of Britain Memorial Flight war ursprünglich Begleit- und Trainingsflugzeug für die Lancaster-Crews und tritt heute selbst bei Airshows auf, oft auch mit Fallschirmspringern bei Gedenkveranstaltungen. Nach einer längeren Wartungspause seit Oktober 2022 kehrte sie für die Saison 2025 in einer neuen Lackierung zurück. Weitere C-47 privater Halter tauchen immer wieder bei Veranstaltungen wie den Airshows in Duxford auf, die du vom Spot am IWM Duxford aus fotografierst. Das zugehörige Museum stellt die Seite Imperial War Museum Duxford vor.

Skandinavien: Hier ist die DC-3-Szene besonders lebendig. Flygande Veteraner in Stockholm fliegt die „Daisy“ seit den 1980er-Jahren mit Mitgliederflügen von etwa April bis September. Dakota Norway betreibt in Sandefjord eine C-53D, die früher bei Finnair und der finnischen Luftwaffe im Einsatz war und seit 1986 regelmäßig in der Region Vestfold fliegt. In Finnland ist OH-LCH nach Vereinsangaben die einzige flugfähige DC-3 des Landes; sie flog ab 1948 rund zwei Jahrzehnte im Liniendienst der finnischen Aero, der Vorläuferin der Finnair.

Niederlande: Lange war die PH-PBA „Prinses Amalia“ der Dutch Dakota Association ein vertrauter Anblick am Flughafen Schiphol. Steigende Kosten, der Verlust des Hangars und Vorgaben rund um den Flugkraftstoff Avgas führten dazu, dass der Verein die Passagierflüge 2024 einstellte. Ende 2024 flog die Maschine zum Aviodrome in Lelystad, das sie inzwischen dauerhaft am Boden als Ausstellungsstück zeigt. Einen Besuch am Spot beim Aviodrome planst du also als Museumsbesuch, nicht als Flugbeobachtung.

Deutschland: Einen regelmäßigen DC-3-Flugbetrieb mit deutscher Zulassung gibt es nach unserem Stand nicht. Deine besten Chancen sind Gastauftritte ausländischer Maschinen bei Airshows und Fly-ins, etwa beim Oldtimer-Fliegertreffen Hahnweide. Statische DC-3 und C-47 findest du in mehreren Museen, etwa im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow; einen Überblick gibt der Beitrag Luftfahrtmuseen in Deutschland.

Flugbetrieb ändert sich jede Saison

Oldtimer-Betreiber fliegen mit kleinen Budgets und viel Ehrenamt. Wartung, Versicherung oder der Kraftstoff können eine Saison kurzfristig beenden. Prüf vor jeder Anreise das aktuelle Programm des Betreibers oder der Airshow.

Keine Dakota mehr verpassen

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So findest du eine fliegende DC-3

Anders als bei Linienflugzeugen gibt es für die DC-3 keinen Flugplan. Du brauchst eine Mischung aus Recherche und Glück.

Bereit für deine Dakota-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe die Saisonplanung der europäischen DC-3-Betreiber geprüft.
  • Ich kenne die Airshows und Fly-ins, bei denen eine Dakota angekündigt ist.
  • Ich weiß, wo die Sonne zur Display-Zeit steht.
  • Ich habe die Kennzeichen der Maschinen für die Suche in Tracking-Diensten notiert.
  • Kamera und Belichtung sind auf Propeller-Fotografie eingestellt.

Ein wichtiger Hinweis zum Tracking: Viele Oldtimer senden zwar ADS-B, manche aber nur eingeschränkt oder gar nicht. Wenn die Maschine im Tracking fehlt, heißt das nicht, dass sie nicht fliegt. Welche Airshows sich für Oldtimer besonders lohnen, zeigt der Überblick Airshows in Europa für Planespotter.

Fototipps speziell für die DC-3

Die DC-3 ist ein Fotomotiv mit Charakter: polierte Aluminiumflächen, runde Formen, ein Rumpf, der Licht wunderbar reflektiert. Ein paar Punkte machen den Unterschied zwischen Schnappschuss und Hingucker.

Propeller nicht einfrieren

Mit zu kurzer Belichtungszeit stehen die Propeller still, und das Flugzeug wirkt wie ein Modell. Starte bei Sternmotoren mit etwa 1/125 s oder länger und arbeite mit Mitziehern.

Rollen und Bodenhaltung zeigen

Das schräg stehende Spornrad-Profil ist typisch für die DC-3. Ein Foto beim Rollen oder kurz vor dem Abheben, wenn sich das Heck hebt, erzählt mehr als ein Überflug.

Mit dem Licht arbeiten

Blankes Metall reflektiert stark. Mit der Sonne im Rücken und flachem Abendlicht bekommst du Glanz ohne ausgefressene Lichter.

Details nicht vergessen

Motorverkleidungen, Nietenreihen, das Heckrad oder die Ladetür der C-47 sind starke Detailmotive – gerade wenn die Maschine am Boden steht.

Wie lang die Belichtung für sichtbare Propellerkreise sein darf, erklärt der Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit. Die Technik dahinter vertieft der Beitrag Mitzieher-Technik.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für eine DC-3 / C-47, wenn …

  • du zwei Sternmotoren und ein Heckrad siehst
  • der Rumpf am Boden schräg nach oben zeigt
  • die Flügelvorderkante gepfeilt und die Hinterkante gerade ist
  • die Tür hinten links sitzt

Sieh genauer hin, wenn …

  • die Tür auf der rechten Seite liegt – dann könnte es eine Li-2 sein
  • die Motorgondeln schlank sind und Fünfblattpropeller tragen – Basler BT-67
  • die Maschine auffallend klein wirkt – DC-2

Es ist keine DC-3, wenn …

  • drei Motoren und eine Wellblechhaut zu sehen sind
  • vier Motoren unter den Flügeln hängen – dann bist du bei der DC-4 oder DC-6
  • das Flugzeug waagerecht auf einem Bugrad steht

Fazit

Die DC-3 ist mehr als ein Oldtimer: Sie hat den Linienluftverkehr wirtschaftlich gemacht, im Krieg als C-47 und Dakota die Logistik der Alliierten getragen und bei der Berliner Luftbrücke Geschichte geschrieben. Für Planespotter ist sie leicht zu erkennen, aber schwer zu finden. Wer eine fliegende Dakota vor die Linse bekommen will, schaut nach Skandinavien, Großbritannien und zu den großen Oldtimer-Airshows – und prüft vorher, wer in dieser Saison wirklich fliegt.

Kurzfazit

Zwei Sternmotoren, Spornrad, gepfeilte Flügelvorderkante: Das ist die DC-3 oder C-47. Fliegend triffst du sie in Europa vor allem bei Vereinen in Skandinavien, bei der RAF-Dakota in Großbritannien und auf Oldtimer-Airshows.

Zusammenfassung

  • Die DC-3 flog erstmals im Dezember 1935 und wurde zusammen mit ihren Militärversionen und Lizenzbauten rund 16.000-mal gebaut.
  • Im Zweiten Weltkrieg wurde die C-47 zum Standardtransporter der Alliierten, bei der Berliner Luftbrücke 1948/49 zählte sie zu den ersten „Rosinenbombern“.
  • Spornrad, zwei Sternmotoren und die markante Flügelform machen sie unverwechselbar – Unterschiede zu DC-2, Li-2 und C-54 erkennst du an Größe, Türen und Motorzahl.
  • Flugfähige Exemplare siehst du heute vor allem bei Airshows, Oldtimer-Treffen und Rundflügen von Vereinen; Einsätze ändern sich jede Saison.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DC-3 und C-47?

Die DC-3 ist das zivile Verkehrsflugzeug, die C-47 die militärische Transportversion für die US Army Air Forces. Die C-47 hat einen verstärkten Kabinenboden für Fracht und eine große zweiflügelige Ladetür hinten links. Viele C-47 wurden nach dem Krieg zivil umgebaut und flogen danach als „DC-3“ weiter – deshalb verschwimmen die Bezeichnungen im Alltag.

Warum heißt die DC-3 auch Dakota?

Dakota war der Name der Royal Air Force für die C-47 und verwandte Versionen. In Großbritannien, den Commonwealth-Staaten und bei vielen europäischen Vereinen ist der Name bis heute üblich. Die US Army nannte die C-47 „Skytrain“, die US Navy führte sie als R4D.

Wie viele DC-3 wurden gebaut?

Nimmt man die zivilen DC-3, die Militärversionen sowie die Lizenzbauten Li-2 aus der Sowjetunion und L2D aus Japan zusammen, kommt man auf rund 16.000 Flugzeuge. Davon waren nur gut 600 ursprünglich zivile DC-3, der Großteil entstand als Militärtransporter.

Welchen ICAO-Typcode hat die DC-3?

Die DC-3 und ihre Kolbenmotor-Versionen laufen unter DC3. Umbauten mit Turboprop-Triebwerken wie die Basler BT-67 werden in den Typenverzeichnissen separat geführt. Für die Suche in Tracking-Diensten lohnt es sich deshalb, zusätzlich nach dem Kennzeichen zu filtern.

Wo kann ich in Europa noch eine DC-3 fliegen sehen?

Flugfähige Exemplare betreuen unter anderem die Battle of Britain Memorial Flight der RAF in Großbritannien, Flygande Veteraner in Stockholm, Dakota Norway in Sandefjord und Airveteran in Finnland. Dazu kommen Vereine und private Halter, etwa in Frankreich. Ob eine Maschine in der aktuellen Saison fliegt, prüfst du am besten direkt beim Betreiber oder im Airshow-Programm.

Fliegt in Deutschland noch eine DC-3?

Einen regelmäßigen Rundflugbetrieb mit einer in Deutschland zugelassenen DC-3 gibt es nach unserem Stand nicht. Deine besten Chancen sind Gastauftritte ausländischer Maschinen bei Airshows und Oldtimer-Treffen. Am Boden findest du DC-3 und C-47 in mehreren Museen, etwa im Deutschen Technikmuseum Berlin oder im Militärhistorischen Museum Berlin-Gatow.

Wie unterscheide ich die DC-3 von der Lisunow Li-2?

Die Li-2 ist ein sowjetischer Lizenzbau und sieht der DC-3 sehr ähnlich. Ein typisches Merkmal ist die Passagiertür auf der rechten Rumpfseite, während sie bei der DC-3 und C-47 links liegt. Dazu kommen andere Motorverkleidungen. Im Zweifel klärt das Kennzeichen die Frage.

Douglas DC-3 / C-47 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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TT

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