Planespotting in Griechenland: Athen und die Inselflughäfen neben Skiathos

Skiathos kennt jeder. Doch Griechenland hat Dutzende Flughäfen mit Meer, Bergen und Turboprops vor der Linse. Dieser Guide zeigt, wo sich Athen und die Inseln lohnen, wie der Meltemi deine Planung bestimmt und warum du an gemischt genutzten Flugplätzen besonders vorsichtig sein musst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202612 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Mehr als Skiathos: Athen, Korfu, Rhodos, Kos, Zakynthos und Samos bieten Ferienflieger, Turboprops und Kulissen mit Meer und Bergen.
  • Athen ohne Besucherhügel: Die zwei Parallelbahnen werden meist getrennt für Starts und Landungen genutzt. Die Spots liegen an Feldwegen, deshalb brauchst du praktisch immer ein Auto.
  • Der Wind entscheidet: Im Sommer bläst über der Ägäis oft der kräftige Nordwind Meltemi. Er bestimmt die Betriebsrichtung und damit, welcher Spot an diesem Tag funktioniert.
  • Vorsicht bei Militärflächen: Chania, Heraklion, Santorini und Aktion werden zivil und militärisch genutzt. Seit dem Kalamata-Fall von 2001 weiß die Szene: Hier gilt besondere Zurückhaltung.
  • Saison zählt: Viele Inselflughäfen leben vom Sommerflugplan. Zwischen Mai und Oktober ist am meisten los, im Winter herrscht an manchen Plätzen fast Stillstand.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Griechenland fürs Spotting: die kurze Antwort
  2. 2.Wer die Flughäfen betreibt
  3. 3.Athen: Drehkreuz ohne Besucherhügel
  4. 4.Die Inseln im Überblick
  5. 5.Thessaloniki: das Festland im Norden
  6. 6.Militär: die Regel, die du nie brechen solltest
  7. 7.Wind, Licht und Hitze
  8. 8.Sicherheit am Pistenende
  9. 9.Deine Spotting-Reise planen
  10. 10.Ein Blick zurück: Olympic Airways
  11. 11.Fazit

Wer „Planespotting in Griechenland“ hört, denkt sofort an Skiathos: Ferienjets, die knapp über die Uferstraße schweben, und Menschen, die am Pistenende die Arme hochreißen. Der Spot ist zu Recht berühmt, aber er ist nur ein Ausschnitt. Griechenland hat ein dichtes Netz aus Insel- und Festlandflughäfen, ein Drehkreuz in Athen mit ganz eigenem Charakter und eine Flotte von Turboprops, die du in Mitteleuropa kaum noch zu sehen bekommst. Dieser Guide zeigt dir, wo sich Spotting in Griechenland jenseits von Skiathos lohnt, wie Wind und Licht deine Planung bestimmen und warum du an manchen Plätzen die Kamera bewusst unten lässt.

Griechische Spots auf einer Karte

Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Standorte an Athen und den Inselflughäfen mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Griechenland fürs Spotting: die kurze Antwort

Griechenland ist vor allem ein Spotting-Land für den Urlaub. Ganzjährig interessant ist Athen, wo sich Inselverkehr, Netzwerkflüge und Langstrecke mischen. Die Inselflughäfen leben dagegen fast ausschließlich vom Sommer: Dann kommen Ferienflieger aus ganz Europa, oft vor einer Kulisse aus Meer, Bergen und weißen Dörfern. Dazwischen pendeln die Turboprops von Olympic Air und SKY express – für viele Spotter aus Deutschland der eigentliche Grund, nach Griechenland zu fahren.

Das Besondere ist die Mischung aus Spektakel und Zurückhaltung. Einige der schönsten Anflüge Europas liegen hier, gleichzeitig werden mehrere Flughäfen auch militärisch genutzt. Wer beides im Kopf behält, kommt mit großartigen Bildern nach Hause.

14Regionalflughäfen unter Fraport Greece seit 2017
2Parallelbahnen in Athen, 4.000 und 3.800 m lang
1.628 mkurze Piste in Skiathos zum Vergleich

Wer die Flughäfen betreibt

Seit April 2017 betreibt Fraport Greece, ein Gemeinschaftsunternehmen von Fraport und der griechischen Copelouzos-Gruppe, 14 Regionalflughäfen im Rahmen einer Konzession über 40 Jahre: Aktion (Preveza), Chania, Korfu, Kavala, Kefalonia, Kos, Mytilini, Mykonos, Rhodos, Samos, Santorini, Skiathos, Thessaloniki und Zakynthos. Eigentümer bleibt der griechische Staat. Viele dieser Flughäfen wurden in den Jahren danach modernisiert, etwa mit neuen oder erweiterten Terminals.

Nicht dazu gehören der Hauptstadtflughafen Athen, der von einer eigenen Gesellschaft betrieben wird, und Heraklion auf Kreta, der in staatlicher Hand liegt und zivil wie militärisch genutzt wird. Für dich als Spotter hat das vor allem eine praktische Folge: Besucherbereiche, Regeln und Ansprechpartner unterscheiden sich von Flughafen zu Flughafen.

Athen: Drehkreuz ohne Besucherhügel

Der Flughafen Athen Eleftherios Venizelos liegt seit 2001 in der Mesogeia-Ebene bei Spata, östlich der Hauptstadt. Er ersetzte den alten Stadtflughafen Hellinikon an der Küste, der heute nur noch Geschichte ist. Zwei parallele Bahnen verlaufen in Nordnordost-Südsüdwest-Richtung: 03R/21L mit 4.000 Metern und 03L/21R mit 3.800 Metern.

Athen ist das Drehkreuz von Aegean Airlines und ihrer Tochter Olympic Air, dazu haben SKY express und Ryanair hier Basen. Für Spotter aus Mitteleuropa reizvoll ist der dichte Turboprop-Verkehr zu den Inseln: ATR 72-600, ATR 42-600 und bei Olympic Air sogar die selten gewordene Dash 8-100. Dazu kommen Aegeans Airbusse wie der A320neo, Golf-Carrier und im Sommer Langstrecke aus Nordamerika.

So funktioniert der Betrieb

In Athen wird meist auf einer Bahn gelandet und auf der anderen gestartet. Nach Erfahrung der Spotter-Community wechselt diese Aufteilung im Tagesverlauf. Verlass dich nicht auf alte Listen mit Uhrzeiten, sondern prüf live in einer Flugverfolgung, wo gerade gelandet wird.

Bei Wind aus nördlichen Richtungen läuft der Betrieb Richtung 03: Die Flugzeuge landen dann von Süden über die Ebene bei Markopoulo. Bei Südwind kommen die Anflüge aus nordnordöstlicher Richtung auf die 21. Wie du das vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Die Spots

Einen offiziellen Besucherbereich gibt es nicht. Die bekannten Standorte liegen an Feldwegen, Kapellen und Hügeln rund um beide Anflüge, im Süden oft mit Olivenhainen und Bergen im Hintergrund. Für die meisten brauchst du einen Mietwagen, idealerweise mit einer Versicherung, die Schotterpisten nicht ausschließt. Schatten und Wasser gibt es an den Feldspots keine – im Sommer ein ernstes Thema.

Weil die Bahnen nordnordöstlich verlaufen, wandert das Licht über den Tag: Morgens sind Standorte östlich der Bahnen im Vorteil, nachmittags die westlichen. Mit dem Guide zum Sonnenstand am Fotospot findest du dein Zeitfenster.

Ein Abstecher für Luftfahrthistoriker liegt nördlich der Stadt: das Museum der griechischen Luftwaffe am Flugplatz Tatoi. Es liegt auf einem aktiven Militärgelände – fotografiere dort nur innerhalb des Museumsbereichs und nur, wenn es ausdrücklich erlaubt ist.

Athen mit dem Inselhüpfen verbinden

Viele Inselflüge gehen über Athen. Wer ohnehin dort umsteigt, plant einen Tag Aufenthalt ein und kombiniert einen Spotting-Tag in der Mesogeia mit dem Weiterflug auf die Insel.

Die Inseln im Überblick

Abseits von Skiathos gibt es eine ganze Reihe von Inselflughäfen, die bei Spottern bekannt sind. Die folgende Tabelle ordnet die wichtigsten ein.

Flughafen Piste Besonderheit für Spotter Achtung
Korfu (CFU) 16/34, rund 2.370 m Anflug auf die 34 über das Wasser, Blick von Kanoni auf Mausinsel und Kloster Vlacherna im Hochsommer sehr voll
Zakynthos (ZTH) 16/34, rund 2.230 m Anflüge über die Bucht von Laganas, Endanflug über den Strand von Kalamaki Nachtflugverbot zum Schutz der Meeresschildkröten
Samos (SMI) 09/27, rund 2.100 m kurze Piste zwischen Meer und Bergen nahe Pythagorio Meltemi macht Landungen anspruchsvoll
Rhodos (RHO) 06/24, rund 3.300 m viel Ferienverkehr, Flughafen an der Westküste bei Paradisi an Spitzentagen hohe Verkehrsdichte
Kos (KGS) 14/32, rund 2.400 m Ferienflieger im Inselinneren nahe Antimachia Spots weitgehend ohne Schatten
Santorini (JTR) 15/33, rund 2.200 m kompakter Flughafen bei Kamari mit Bergkulisse zivil-militärisch genutzt
Chania (CHQ) 11L/29R, rund 3.350 m Kreta-Verkehr auf der Halbinsel Akrotiri intensiv von der Luftwaffe genutzt

Die Pistenangaben sind gerundet. Welche Richtung an einem Tag aktiv ist, hängt vom Wind ab.

Korfu: das Postkartenmotiv

Der Flughafen Korfu liegt am Südrand von Korfu-Stadt zwischen einer Lagune und dem Meer. Bei Landungen auf der 34 schweben die Flugzeuge von Süden knapp über das Wasser ein. Vom Hügel Kanoni blickst du dabei auf die Mausinsel Pontikonisi und das Kloster Vlacherna – eines der bekanntesten Motive der Spotterwelt. Eine Leiter brauchst du nicht, der Hügel liegt deutlich über dem Flughafen. Das Licht passt hier vor allem am Vormittag. Nachmittags lohnt sich ein Wechsel auf die gegenüberliegende Seite Richtung Perama.

Zakynthos: Anflug über die Bucht

Auf Zakynthos kommen die Anflüge auf die 34 typischerweise über die Bucht von Laganas, drehen und führen im Endanflug über den Strand von Kalamaki. Strandbilder mit tief fliegenden Jets sind hier möglich. Bedenke aber, dass die Strände dort zum Nationalpark gehören und Brutgebiet der Unechten Karettschildkröte sind. Deshalb gilt am Flughafen ein Nachtflugverbot zwischen 22 und 5 Uhr. Halte dich an Strandregeln und Absperrungen, auch wenn ein Standort fotografisch verlockend wirkt.

Samos: kurz, windig, spektakulär

Samos hat eine eher kurze Piste, 09/27, in der Nähe von Pythagorio. Hinter den Pistenenden liegen Meer und Berge, im Sommer bläst häufig ein kräftiger Meltemi. Das macht die Landungen anspruchsvoll – und für Spotter interessant, weil Seitenwind die Anflüge lebendig wirken lässt. Was dabei technisch passiert, erklärt der Beitrag zur Seitenwindlandung.

Rhodos und Kos: Ferienflieger satt

Der Flughafen Rhodos liegt an der Westküste bei Paradisi, rund 14 Kilometer südwestlich der Stadt Rhodos. Mit einer langen Piste 06/24 und viel Ferienverkehr gehört er zu den verkehrsreichsten Flughäfen des Landes. Im Sommer siehst du hier die ganze Bandbreite europäischer Ferienflieger: Condor, TUIfly, Jet2, easyJet und viele weitere, oft mit der Boeing 737-800 oder der A320-Familie.

Auf Kos liegt der Flughafen im Inselinneren nahe Antimachia, die Piste 14/32 ist rund 2.400 Meter lang. Die Kulisse ist weniger spektakulär als auf Korfu, dafür ist der Sommerverkehr dicht und gut planbar.

Der seltene Turboprop im Anflug?

Mit Sichtungs-Alarmen meldet dir Planetrack, wenn ein beobachtetes Kennzeichen, ein Typ wie die Dash 8-100 oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Thessaloniki: das Festland im Norden

Einer der größten Flughäfen des Landes, Thessaloniki, liegt bei Thermi südöstlich der Stadt direkt am Meer. Er hat zwei sich kreuzende Bahnen: 10/28 mit rund 3.440 Metern und 16/34 mit rund 2.420 Metern. Die 10/28 wurde um rund einen Kilometer ins Meer verlängert, der verlängerte Abschnitt ist seit 2020 in Betrieb. Thessaloniki ist eine Basis von Aegean und SKY express und hat ganzjährig Verkehr – eine gute Ergänzung, wenn du Nordgriechenland bereist.

Militär: die Regel, die du nie brechen solltest

Mehrere griechische Flughäfen werden zivil und militärisch genutzt. Chania auf Kreta wird intensiv von der griechischen Luftwaffe genutzt, Heraklion und Santorini sind ebenfalls gemischt genutzte Plätze, und am Flughafen Aktion bei Preveza sind neben der Luftwaffe auch NATO-Einheiten präsent. Auf solchen Flughäfen stehen Kampfjets, Hubschrauber oder Hangars oft nur wenige hundert Meter neben dem Ferienflieger.

Wie ernst das Thema ist, zeigt der Kalamata-Fall von 2001: Eine Gruppe britischer und niederländischer Spotter wurde nach einem Tag der offenen Tür auf dem Luftwaffenstützpunkt Kalamata wegen Spionage angeklagt. Erst in der Berufung kam der Freispruch. Seitdem gilt in der Szene: In Griechenland ist bei allem Militärischen besondere Zurückhaltung angesagt.

In der Regel unproblematisch

  • Zivile Flugzeuge von öffentlichen Straßen und Stränden aus
  • Ausgewiesene Aussichtspunkte wie Kanoni auf Korfu
  • Museumsbereiche, in denen Fotografieren ausdrücklich erlaubt ist

Genau hinsehen

  • Spots an gemischt genutzten Flughäfen wie Chania, Heraklion oder Santorini
  • Bildausschnitte, in denen Militärflächen im Hintergrund auftauchen
  • Löschflugzeuge wie die Canadair CL-415 im Einsatz – Abstand halten, Einsatzkräfte nicht behindern

Finger weg

  • Militärflugzeuge, Stellungen und Anlagen ohne ausdrückliche Erlaubnis
  • Orte mit Verbotsschildern für Fotografieren
  • Notizen mit Militärkennungen oder Seriennummern

Mehr zur aktuellen Lage findest du im Beitrag Planespotting in Griechenland heute. Allgemeine Regeln zu Militärflugplätzen fasst Militärflugplätze fotografieren zusammen. Wirst du kontrolliert, bleib ruhig, zeig auf Nachfrage deine Bilder und erklär dein Hobby – Tipps dazu stehen im Beitrag Polizeikontrolle beim Spotten.

Wind, Licht und Hitze

Drei Faktoren bestimmen in Griechenland, ob ein Spotting-Tag gelingt.

Der Meltemi. Im Sommer weht über der Ägäis häufig ein kräftiger Wind aus nördlichen Richtungen. Er legt an vielen Flughäfen die Betriebsrichtung oft für mehrere Tage fest. Liegt die Piste quer zu ihm, sorgt er für ruppige Seitenwindanflüge. Prüf deshalb vor jeder Fahrt, welche Richtung aktiv ist. Ein Spot an der falschen Seite der Insel bringt dir sonst nur Abflüge von hinten.

Das Licht. In Griechenland steht die Sonne im Sommer mittags sehr hoch. Rumpfunterseiten liegen dann im Schatten, Kontraste werden hart. Die besten Stunden sind Vormittag und später Nachmittag. Welche Seite der Piste wann funktioniert, hängt wie überall von deren Ausrichtung ab.

Die Hitze. Viele Spots liegen an Stränden oder Feldern ohne jeden Schatten. Nimm reichlich Wasser, Sonnenschutz und Kopfbedeckung mit – mehr dazu im Beitrag Planespotting im Sommer. Über aufgeheiztem Asphalt flimmert die Luft, was lange Brennweiten unscharf macht. Wie du gegensteuerst, zeigt Hitzeflimmern vermeiden.

Sicherheit am Pistenende

Spots direkt am Pistenende wie in Skiathos sind faszinierend, aber nicht harmlos. Startende Flugzeuge erzeugen einen Abgasstrahl, der Menschen umwerfen und Steine aufwirbeln kann. Stell dich nie hinter ein Flugzeug, das gleich Startschub gibt, beachte Ampeln, Absperrungen und Anweisungen. Hintergründe erklärt der Beitrag zur Jetblast-Gefahr.

Deine Spotting-Reise planen

1. Flughafen nach Saison wählen

Athen und Thessaloniki haben ganzjährig Verkehr. Für die Inseln plane mit dem Sommerflugplan, wenn die Ferienflieger kommen.

2. Pisten und Spots vorab ansehen

Prüf auf der Karte, wo die Anflüge verlaufen, welche Spots öffentlich zugänglich sind und ob Militärflächen in der Nähe liegen.

3. Mobilität klären

In Athen und an vielen Inselflughäfen brauchst du ein Auto oder einen Roller. Auf Korfu erreichst du Kanoni auch mit dem Stadtbus.

4. Ausrüstung reisetauglich packen

Ein Telezoom und ein Standardzoom reichen an den meisten Spots. Wie du Kamera und Objektive sicher mitnimmst, steht im Beitrag zur Kameraausrüstung im Handgepäck.

5. Wind und Betriebsrichtung täglich prüfen

Morgens nachsehen, woher der Wind kommt und welche Piste aktiv ist – dann entscheiden, welcher Spot sich lohnt.

Weitere Tipps für Reisen mit Kamera findest du in Planespotting im Urlaub und Spotting-Urlaub planen. Wenn du Griechenland mit anderen Zielen vergleichen willst, hilft dir die Übersicht Die besten Spotting-Spots in Europa. Dort findest du auch Klassiker wie Maho Beach, mit dem Skiathos oft verglichen wird.

Ein Blick zurück: Olympic Airways

Wer länger dabei ist, verbindet Griechenland mit Olympic Airways, der historischen Staatsairline, die bis 2009 flog. Ihre Jets prägten jahrzehntelang den alten Flughafen Hellinikon. Heute führt Olympic Air die sechs Ringe weiter, allerdings als Turboprop-Tochter von Aegean. Wer eine ihrer ATR oder Dash 8 fotografiert, hält also auch ein Stück griechischer Luftfahrtgeschichte fest.

Bist du bereit für Griechenland?

Hak ab, was du vor der Reise geklärt hast.

  • Ich weiß, ob mein Zielflughafen zivil oder auch militärisch genutzt wird.
  • Ich kenne die Pistenrichtungen und die Spots für beide Betriebsrichtungen.
  • Ich habe ein Auto, einen Roller oder eine andere Anreise zu den Spots geplant.
  • Ich habe Wasser, Sonnenschutz und Kopfbedeckung eingepackt.
  • Ich prüfe vor jeder Fahrt Wind und aktive Piste.
  • Ich halte Abstand zum Pistenende bei Starts und beachte Absperrungen.

Deine Griechenland-Sichtungen im Hangar

Poste deine Bilder mit Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot, sammle sie im Hangar und prüf Wetter, Wind und Pisten am Flughafen, bevor du losfährst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Griechenland ist weit mehr als Skiathos. Athen bietet ganzjährig Turboprops, Aegean-Airbusse und Langstrecke vor Bergkulisse, verlangt aber ein Auto und etwas Planung. Die Inseln liefern im Sommer Ferienflieger vor Meer und Felsen, von Korfus Mausinsel bis zu den windigen Anflügen auf Samos. Der Wind entscheidet über den Spot, die Sonne über die Uhrzeit, und bei allem Militärischen gilt: Kamera runter, Abstand halten.

Kurzfazit

Für Abwechslung fährst du nach Athen, für Kulisse auf die Inseln – am besten zwischen Frühsommer und Herbst. Prüf täglich Wind und Betriebsrichtung, plane das Licht für Vormittag oder späten Nachmittag und meide an gemischt genutzten Flughäfen alles, was nach Militär aussieht.

Zusammenfassung

  • Griechenland ist ein Spotting-Land für den Urlaub: Athen als ganzjähriges Drehkreuz, dazu viele Inselflughäfen mit ausgeprägtem Sommerverkehr.
  • 14 Regionalflughäfen betreibt seit 2017 Fraport Greece, darunter Korfu, Rhodos, Kos, Zakynthos, Samos und Thessaloniki.
  • Typische Motive sind ATR-Turboprops von Olympic Air und SKY express, Aegean-Airbusse und Ferienjets aus ganz Europa vor Meer und Bergen.
  • Plane nach Wind, Pistenrichtung und Sonnenstand, halte Abstand zu allem Militärischen und bleib bei Kontrollen ruhig und kooperativ.

Häufige Fragen

Welche griechischen Flughäfen lohnen sich neben Skiathos fürs Spotting?

Für Abwechslung ist Athen der wichtigste Flughafen, denn dort mischt sich Inselverkehr mit Netzwerk- und Langstreckenflügen. Bei den Inseln sind vor allem Korfu mit dem Anflug über die Mausinsel, Zakynthos mit dem Anflug über die Bucht von Laganas, Samos mit seiner kurzen Piste am Meer sowie Rhodos und Kos mit viel Ferienverkehr beliebt.

Ist Planespotting in Griechenland erlaubt?

Von öffentlich zugänglichen Orten aus wird Spotten an zivilen Flughäfen nach Erfahrung vieler Spotter in der Regel toleriert. Sehr empfindlich reagieren Behörden dagegen auf das Fotografieren militärischer Anlagen. Mehrere Flughäfen werden auch militärisch genutzt. Beachte Verbotsschilder, fotografiere keine Militärflugzeuge oder -anlagen ohne Erlaubnis und folge Anweisungen von Polizei und Personal.

Was war der Kalamata-Fall?

2001 wurden britische und niederländische Spotter nach einem Tag der offenen Tür auf dem Luftwaffenstützpunkt Kalamata festgenommen und wegen Spionage angeklagt. In erster Instanz wurden sie verurteilt, später in der Berufung freigesprochen. Der Fall gilt bis heute als Mahnung, in Griechenland bei allem Militärischen besonders vorsichtig zu sein.

Brauche ich in Athen ein Auto zum Spotten?

Praktisch ja. Der Flughafen Athen hat keinen offiziellen Besucherhügel, die bekannten Standorte liegen verteilt an Feldwegen rund um die Anflüge im Süden bei Markopoulo und am nördlichen Ende der Bahnen. Mit Bahn und Bus kommst du zwar zum Terminal, aber kaum zu den Spots.

Wann ist die beste Reisezeit fürs Spotting in Griechenland?

Für die Inselflughäfen der Sommerflugplan, also grob April bzw. Mai bis Oktober. Dann landen Ferienflieger aus ganz Europa. Im Hochsommer ist es sehr heiß und Hitzeflimmern stört lange Brennweiten. Frühsommer und Herbst bieten oft den besseren Kompromiss aus Verkehr und Licht. Athen hat ganzjährig Verkehr.

Warum dreht sich auf den Inseln so oft die Betriebsrichtung?

Weil Flugzeuge gegen den Wind starten und landen. Im Sommer weht über der Ägäis häufig der Meltemi aus nördlichen Richtungen, teils sehr kräftig. Je nach Ausrichtung der Piste legt er die Betriebsrichtung für Tage fest, oder er sorgt für anspruchsvolle Seitenwindlandungen. Prüf deshalb vor jeder Fahrt Wind und aktive Piste.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

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