Das Wichtigste in Kürze
- Die Shorts 330 ist ein 30-sitziger Regional-Turboprop aus Belfast, entwickelt aus dem kleinen Skyvan und erstmals 1974 geflogen.
- Schnellster Erkennungsweg: Kastenrumpf plus Doppelleitwerk – die größere Shorts 360 hat dagegen ein einzelnes, hohes Seitenleitwerk.
- Militärisch heißt sie C-23 Sherpa: Die US Air Force flog ihre C-23A ab 1985 von Zweibrücken aus, die US Army National Guard nutzte C-23B bis 2014.
- Im Liniendienst ist der Typ in Europa Geschichte; heute fliegen einzelne Maschinen vor allem als Frachter oder bei Behörden.
- In Tracking-Diensten erscheint der Typ als SH33 – das gilt auch für viele C-23.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Shorts 330?
- 2.Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 3.Die Varianten im Überblick
- 4.Die C-23 Sherpa – die 330 in Deutschland
- 5.Shorts 330, 360 oder Skyvan?
- 6.Die 330 im Liniendienst – eine historische Rolle
- 7.Wo du die Shorts 330 heute antriffst
- 8.Fototipps speziell für die Shorts 330
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Short Brothers, Belfast (Nordirland) |
|---|---|
| Familie | Skyvan-Familie: SC.7 Skyvan, Shorts 330, Shorts 360 |
| ICAO-Typcode | SH33 |
| Erstflug | 22. August 1974 |
| Indienststellung | 1976 bei Time Air (Kanada) |
| Bauzeit | 1974 bis 1992 |
| Gebaute Exemplare | 141 (inkl. Fracht- und Militärversionen) |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney Canada PT6A-45 (330-200: PT6A-45R) |
| Propeller | je fünf Blätter (Hartzell) |
| Länge | 17,69 m |
| Spannweite | 22,76 m |
| Höhe | 4,95 m |
| Sitzplätze | bis zu 30 |
| Max. Startgewicht (330-200) | rund 10,4 t |
| Reisegeschwindigkeit | rund 300 km/h |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Fast quadratischer, kastenförmiger Rumpfquerschnitt – die Maschine wirkt wie ein fliegender Container
- Doppelleitwerk: zwei kleine, rechteckige Seitenleitwerke an den Enden des Höhenleitwerks
- Hoch angesetzter, langer und gerader Flügel, der von Streben zum Rumpf abgestützt wird
- Zwei PT6A-Turboprops mit fünfblättrigen Propellern, weit vorn an der Flügelvorderkante
- Einziehfahrwerk, dessen Hauptbeine in Verkleidungen seitlich am unteren Rumpf verschwinden
- Spitze, etwas nach unten gezogene Nase vor dem eckigen Cockpit
- Bei Sherpa und C-23: breite Laderampe im Heck statt eines geschlossenen Rumpfendes
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein Flugzeug, das aussieht, als hätte jemand einen Frachtcontainer mit Flügeln versehen: Wer zum ersten Mal eine Shorts 330 sieht, glaubt kaum, dass damit einmal Linienpassagiere geflogen sind. Genau das war aber ihr Job. Der eckige Turboprop aus Belfast verband ab Mitte der 1970er-Jahre Inseln, Provinzstädte und Regionalflughäfen, flog unter dem Namen C-23 Sherpa für das US-Militär und ist heute ein Fall für Spotter, die gezielt Raritäten sammeln. Hier erfährst du, wie du die 330 sicher erkennst, wie sie sich von Shorts 360 und Skyvan unterscheidet und wo du überhaupt noch eine vor die Linse bekommst.
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Was ist die Shorts 330?
Die Shorts 330 – offiziell Short SD3-30 – ist ein zweimotoriger Regional-Turboprop für bis zu 30 Passagiere. Gebaut hat sie Short Brothers in Belfast, einer der ältesten Flugzeughersteller der Welt. Die Idee dahinter war pragmatisch: Statt ein völlig neues Regionalflugzeug zu entwickeln, streckten die Ingenieure den bewährten Shorts Skyvan, ein kleines Nutzflugzeug mit kastenförmigem Laderaum. Rumpf und Spannweite wuchsen, das feste Fahrwerk wich einem Einziehfahrwerk, und aus dem rustikalen Transporter wurde ein Pendelflugzeug für Regionalairlines.
Der Erstflug fand am 22. August 1974 statt. 1976 nahm die kanadische Regionalairline Time Air den Typ als erste in Dienst. Bis zum Produktionsende 1992 entstanden 141 Exemplare, davon 68 der Ursprungsversion 330-100 und 73 der stärkeren 330-200 – Fracht- und Militärversionen eingeschlossen. Aus dem Konzept ging später die größere Shorts 360 hervor, die ab 1981 flog und die 330 in vielen Flotten ablöste.
Short Brothers selbst gehört seit 1989 zu Bombardier; 2020 übernahm Spirit AeroSystems die Werke in Belfast. Flugzeuge der Shorts-Familie werden dort längst nicht mehr gebaut.
Ein Detail, das die Konstruktion gut beschreibt: Der Treibstoff sitzt in Tanks direkt über der Kabinendecke, also im Rumpfoberteil unter dem Flügel. So blieb der lange, schlanke Flügel frei von großen Tanks, und der Rumpf konnte seinen rechteckigen Querschnitt behalten.
Die Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Die 330 ist eines der wenigen Flugzeuge, das du schon an der Silhouette erkennst, selbst gegen grauen Himmel. Drei Beobachtungen reichen.
Den Kasten sehen
Der Rumpf hat fast senkrechte Seitenwände und ein flaches Dach. Von vorn wirkt die Maschine eckig statt rund – ein Merkmal, das kaum ein anderes Verkehrsflugzeug zeigt.
Aufs Heck schauen
Zwei kleine, rechteckige Seitenleitwerke sitzen an den Enden des Höhenleitwerks. Dieses Doppelleitwerk trennt die 330 sofort von der Shorts 360 mit ihrer einzelnen, hohen Flosse.
Streben finden
Der hoch angesetzte, lange Flügel wird auf jeder Seite von einer Strebe abgestützt, die vom unteren Rumpf schräg nach oben läuft.
Dazu kommen die beiden Pratt & Whitney Canada PT6A mit fünfblättrigen Propellern, die weit vor der Flügelvorderkante sitzen, und die Fahrwerksverkleidungen seitlich am Rumpfboden. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ. Gerade bei Militär- und Behördenmaschinen lohnt der Blick in eine Datenbank, weil sich hinter der Sherpa-Bezeichnung sowohl 330- als auch 360-Zellen verbergen.
Praxis-Tipp für den ersten Blick
Fotografierst du eine 330 im Vorbeiflug, wähl eine längere Verschlusszeit, damit die Propeller sichtbar drehen. Wie du die passende Belichtung findest, erklärt der Guide Propeller fotografieren: die richtige Verschlusszeit.
Die Varianten im Überblick
Die Shorts-330-Familie ist überschaubar, hat aber ein paar Zweige, die für Spotter wichtig sind – vor allem, weil die militärischen Versionen anders aussehen als die Linienmaschinen.
| Variante | Merkmal | Einsatz |
|---|---|---|
| 330-100 | Ursprungsversion mit PT6A-45A/-45B | Regionalairlines, ab 1976 |
| 330-200 | stärkere PT6A-45R, kleinere Verbesserungen | Regionalairlines, Fracht |
| Sherpa | Frachter mit breiter Heckrampe, Erstflug 23. Dezember 1982 | Fracht, Militär |
| 330-UTT | militärischer Transporter mit verstärktem Boden und Fallschirmspringertüren | u. a. Thailand |
| C-23A Sherpa | Sherpa-Frachter für die US Air Force | Ersatzteilverkehr in Europa ab 1985 |
| C-23B Sherpa | Neubau für die US Army mit Kabinenfenstern, Fallschirmspringertüren und zweiteiliger Rampe | Army National Guard bis 2014 |
Nicht zur 330 im engeren Sinn gehört die C-23B+: Dafür baute die US Army gebrauchte Shorts 360 um, ersetzte deren hohes Einzelleitwerk und Rumpfende durch das Doppelleitwerk und die Rampe der Sherpa. Von außen sieht eine C-23B+ deshalb einer Sherpa sehr ähnlich, obwohl der vordere Rumpf von der 360 stammt. Sicher unterscheiden lassen sich die Versionen meist nur über Kennzeichen oder Seriennummer.
Die C-23 Sherpa – die 330 in Deutschland
Für Spotter in Deutschland hat die Sherpa eine besondere Geschichte. Die US Air Force bestellte im März 1983 18 Maschinen als C-23A für ihr Programm European Distribution System Aircraft. Ihre Aufgabe: Ersatzteile und Personal schnell zwischen den US-Luftwaffenbasen in Europa verteilen. Stationiert war die Flotte ab 1985 auf der Air Base Zweibrücken in Rheinland-Pfalz. Die kastenförmigen Frachter pendelten damit über Jahre durch den westdeutschen Luftraum.
Mit dem Ende des Kalten Kriegs lief der Dienst im November 1990 aus. Die Maschinen kehrten in die USA zurück: Drei gingen an die Testpilotenschule der Air Force, acht an die Army und sieben an den US Forest Service.
Die US Army setzte unterdessen auf die Sherpa als leichten Transporter für die National Guard. Ab 1988 bestellte sie neu gebaute C-23B – insgesamt 16 Stück – und ergänzte sie um umgebaute Shorts 360. Im Januar 2014 musterte die Army National Guard den Typ aus; als Nachfolger hatte die Army bereits 2007 die C-27J Spartan ausgewählt. Mehr als ein Dutzend C-23 gingen anschließend an den US Forest Service, weitere an zivile Betreiber und Behörden. Die NASA nutzt eine C-23 für Forschungsflüge von Wallops aus.
Wie US-Militärkennzeichen aufgebaut sind und was dir die Seriennummer am Leitwerk verrät, erklärt der Guide zu US-Militärkennzeichen. Wer Militär- und Behördenflüge live beobachten will, findet Tipps unter Militärflugzeuge online verfolgen. Wie sich die Sherpa von anderen Transportern abgrenzt, zeigt der Überblick Militärtransporter erkennen.
Zweibrücken heute
Die C-23A sind seit 1990 nicht mehr in Deutschland stationiert. Eine Sherpa an einem deutschen Flughafen ist heute ein absoluter Ausnahmefall, etwa bei Überführungen.
Shorts 330, 360 oder Skyvan?
Innerhalb der Shorts-Familie passieren die meisten Verwechslungen. Der Finder hilft dir, mit drei Beobachtungen einzugrenzen.
Schnellbestimmung: Shorts-Familie
Shorts 330 oder C-23 Sherpa
Doppelleitwerk, Einziehfahrwerk und spitze Nase sprechen für die 330. Hat die Maschine eine Laderampe im Heck, ist es eine Sherpa – prüf über das Kennzeichen, ob eine 330- oder 360-Zelle dahintersteckt.
Shorts 360
Die einzelne, hohe Seitenflosse über einem schlanker auslaufenden Heck ist das Kennzeichen der 360. Sie ist zudem etwas länger als die 330.
Shorts SC.7 Skyvan
Kurzer Kastenrumpf, festes Fahrwerk und stumpfe Nase: Das ist der Skyvan, der Urahn der Familie, häufig im Fallschirmsprung- und Frachtbetrieb.
Außerhalb der Familie wird die 330 manchmal mit anderen Streben- oder Hochdeckern verwechselt. Die Dornier Do 228 und die Let L-410 Turbolet sind kleiner, haben ein einzelnes Seitenleitwerk und einen runderen Rumpf. Die DHC-6 Twin Otter teilt zwar den abgestrebten Hochdecker, hat aber ein festes Fahrwerk und ebenfalls nur eine Flosse. Moderne Regional-Turboprops wie die Saab 340 oder die ATR 42-300 haben runde Rümpfe ohne Streben. Einen guten Überblick über die Unterschiede bei Propellermaschinen bietet der Beitrag Turboprops unterscheiden.
Die 330 im Liniendienst – eine historische Rolle
Ihre große Zeit hatte die Shorts 330 in den späten 1970er- und den 1980er-Jahren. Sie flog bei Zubringer-, Charter- und Frachtfliegern in Kanada, den USA, Großbritannien, Griechenland, Thailand und Australien; dazu kamen Luftstreitkräfte und Behörden in mehreren Ländern. Zu den bekannten Namen zählen Olympic Aviation in Griechenland, Bangkok Airways, Air Labrador und Brymon Airways in Großbritannien.
Auch die schottische Loganair hatte die 330 in der Flotte: Sie kam 1979 hinzu und wurde 1984 durch die größere Shorts 360 ersetzt. Dieses Muster wiederholte sich bei vielen Betreibern – sobald mehr Sitze gefragt waren, wechselten sie zur 360, später zu moderneren Turboprops wie Saab 340, ATR 42 oder Dash 8-100.
Der Rumpf mit seinem großen, rechteckigen Laderaum machte die 330 dafür zum dankbaren Frachter – mehr zu typischen Frachtmustern im Ratgeber Frachtflugzeuge erkennen. Ehemalige Passagiermaschinen flogen nach ihrer Linienkarriere Pakete und Post, später kamen ausgemusterte Sherpas dazu. In den USA war Air Cargo Carriers aus Milwaukee lange einer der bekanntesten Betreiber der Shorts-Familie; 2019 bestand deren Flotte vor allem aus Shorts 360, ergänzt um eine einzelne 330. Ob und welche Maschinen dort im Oktober 2026 noch fliegen, solltest du vor einer Tour aktuell prüfen.
Bestand ändert sich
Für die Shorts 330 gibt es keine verlässliche aktuelle Gesamtzahl aktiver Maschinen. Verlass dich nicht auf ältere Listen, sondern prüf Einzelmaschinen über ihr Kennzeichen in Registern und Tracking-Diensten.
Wo du die Shorts 330 heute antriffst
In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist eine fliegende 330 heute praktisch nicht mehr zu erwarten. Realistische Chancen hast du an anderen Orten:
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Frachtflughäfen in den USA | gering bis mittel | Einzelne Frachtmaschinen der Shorts-Familie bei Zubringerdiensten |
| Behördenflotten in den USA | gering | Ehemalige C-23 bei Forest Service, NASA und anderen Stellen |
| Museen in Großbritannien | sicher | Erhaltene Maschinen in Nordirland und Nordengland |
| DACH-Raum | sehr gering | Allenfalls Überführungen oder Sonderflüge |
Der sicherste Weg zu einer Shorts 330 führt ins Museum. Der Prototyp G-BDBS gehört zur Sammlung der Ulster Aviation Society in Nordirland – passend, denn nur wenige Kilometer entfernt wurde er gebaut. Eine weitere 330, G-OGIL, steht im North East Land, Sea and Air Museum in Sunderland. Wie britische Kennzeichen funktionieren und wie du sie im Register G-INFO nachschlägst, steht im Guide zu britischen G-Kennzeichen.
Ausgemusterte Militär- und Frachtmaschinen landen oft auf Abstellflächen, bevor sie verschrottet oder weiterverkauft werden. Was du dort fotografieren darfst und wo sich solche Plätze befinden, erfährst du im Beitrag über Flugzeugfriedhöfe und Boneyards.
Keine Shorts mehr verpassen
Setz den Typ SH33 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn die Maschine an deinem Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Fototipps speziell für die Shorts 330
Die 330 belohnt dich mit einer Form, die sonst kaum ein Flugzeug hat. Ein paar Punkte helfen, sie richtig in Szene zu setzen.
Das Heck zeigen
Das Doppelleitwerk ist das Erkennungszeichen. Eine Perspektive schräg von hinten oder exakt im Profil macht beide Flossen sichtbar.
Frontal für den Kasten
Von vorn wird der eckige Rumpfquerschnitt am deutlichsten – zusammen mit den Streben und den weit vorn sitzenden Propellern ergibt das ein typisches Bild.
Propeller drehen lassen
Bei Turboprops wirken eingefrorene Propeller unnatürlich. Eine etwas längere Verschlusszeit mit sauberem Mitziehen zeigt eine Propellerscheibe.
Rampe dokumentieren
Bei Sherpas lohnt ein Bild mit geöffneter Heckrampe am Boden. Das unterscheidet sie auf einen Blick von den Passagierversionen.
Weil die 330 heute eher als Oldtimer gilt, lohnt auch ein Blick in den Ratgeber historische Flugzeuge erkennen. Wie du eine bestimmte Maschine anhand ihres Kennzeichens findest und verfolgst, zeigt der Beitrag Flugzeug nach Kennzeichen verfolgen.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Shorts 330, wenn …
- der Rumpf eckig wie ein Container wirkt
- du zwei kleine Seitenleitwerke am Heck siehst
- der Flügel hoch sitzt und von Streben gestützt wird
- das Fahrwerk im Flug eingezogen ist
- im Tracking-Dienst SH33 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- die Maschine eine Heckrampe hat – dann kann eine C-23B+ auf Basis der 360 dahinterstecken
- du nur die Front siehst, denn die Nasen von 330 und 360 ähneln sich stark
- der Betreiber eine Behörde oder ein Militär ist
Es ist keine Shorts 330, wenn …
- ein einzelnes, hohes Seitenleitwerk das Heck prägt – dann ist es eine Shorts 360
- das Fahrwerk fest ausgefahren ist und der Rumpf sehr kurz wirkt – dann ist es ein Skyvan
- der Rumpf rund ist und keine Streben den Flügel stützen
Fazit
Die Shorts 330 ist das Gegenteil eines eleganten Verkehrsflugzeugs – und genau deshalb unter Spottern so beliebt. Kastenrumpf, abgestrebter Hochdecker und Doppelleitwerk machen sie unverwechselbar. Als C-23A Sherpa war sie in den 1980er-Jahren sogar in Zweibrücken stationiert. Heute ist die Liniengeschichte vorbei; was bleibt, sind einzelne Frachter und Behördenmaschinen in Nordamerika sowie erhaltene Exemplare in britischen Museen.
Kurzfazit
Eckiger Rumpf, Streben am Flügel, zwei kleine Seitenflossen: Das ist die Shorts 330. Steht ein einzelnes hohes Leitwerk am Heck, hast du eine Shorts 360 vor dir. Wer eine 330 sehen will, plant am besten einen Museumsbesuch in Großbritannien oder filtert in Tracking-Diensten nach SH33.
Zusammenfassung
- Short Brothers entwickelte die 330 aus dem Skyvan, mit längerem Rumpf, größerer Spannweite und Einziehfahrwerk; 1976 ging sie bei Time Air in Kanada in Dienst.
- Bis 1992 entstanden 141 Exemplare, darunter die Frachtversion Sherpa und die militärischen C-23A und C-23B.
- Kastenrumpf, Streben-Flügel und Doppelleitwerk machen sie unverwechselbar; zur Shorts 360 trennt dich das Leitwerk.
- Wer sie heute sehen will, sucht in Nordamerika bei Frachtfliegern und Behörden oder in Museen.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Shorts 330?
Die Shorts 330 läuft unter SH33. Die größere Shorts 360 hat den Code SH36. Viele C-23 Sherpa werden ebenfalls als SH33 geführt; die C-23B+ basiert aber auf der 360 – im Zweifel hilft das Kennzeichen.
Wie unterscheide ich Shorts 330 und Shorts 360?
Am Heck: Die 330 hat ein Doppelleitwerk mit zwei kleinen Seitenflossen, die 360 ein einzelnes, hohes und gepfeiltes Seitenleitwerk über einem schlankeren, nach oben gezogenen Rumpfende. Die 360 ist außerdem etwas länger.
Was ist der Unterschied zwischen Shorts 330 und Skyvan?
Der Skyvan ist deutlich kürzer, hat ein festes Fahrwerk und eine fast stumpfe, kastenförmige Nase. Die 330 ist gestreckt, hat eine spitzere Nase und ein Einziehfahrwerk. Beide teilen den eckigen Rumpf und das Doppelleitwerk.
Was ist die C-23 Sherpa?
Die militärische Frachtversion der Shorts-Familie mit großer Heckrampe. Die US Air Force bestellte 1983 18 Maschinen als C-23A für Ersatzteiltransporte zwischen ihren Basen in Europa. Die US Army National Guard erhielt neu gebaute C-23B sowie umgebaute Shorts 360 als C-23B+ und musterte den Typ im Januar 2014 aus.
Warum sieht die Shorts 330 so kastenförmig aus?
Das Konzept stammt vom Skyvan, einem Nutzflugzeug mit möglichst großem, rechteckigem Laderaum. Der quadratische Querschnitt bietet viel Platz für Gepäck und Fracht, kostet aber Geschwindigkeit. Für kurze Regionalstrecken war das ein bewusster Kompromiss.
Fliegt die Shorts 330 noch?
Ja, aber nur noch vereinzelt. Bekannte Betreiber nach 2010 waren US-Frachtfluggesellschaften wie Air Cargo Carriers aus Milwaukee sowie Behörden, die ehemalige C-23 übernommen haben. Wie viele Exemplare im Oktober 2026 tatsächlich aktiv sind, lässt sich nicht verlässlich beziffern – prüf Einzelmaschinen über ihr Kennzeichen.
Wo steht eine Shorts 330 im Museum?
Der Prototyp G-BDBS gehört zur Sammlung der Ulster Aviation Society in Nordirland, unweit des Herstellerorts Belfast. Eine weitere Maschine, G-OGIL, steht im North East Land, Sea and Air Museum in Sunderland.
Shorts 330 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Verwandte Flugzeugtypen
Shorts 360
Kastenförmiger Rumpf, abgestrebter Hochdecker, ein großes Seitenleitwerk: Die Shorts 360 ist die gestreckte Weiterentwicklung der Shorts 330 – und heute vor allem als Frachter unterwegs.
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