Das Wichtigste in Kürze
- Die 737-200 ist die gestreckte Version der Ur-737 und war mit über 1.100 gebauten Exemplaren die erste große Erfolgsversion der Familie.
- Die -200 Advanced kam 1971 mit besserer Aerodynamik, automatischen Radbremsen, stärkeren Triebwerken und mehr Treibstoff – rund 15 Prozent mehr Nutzlast und Reichweite.
- Das Gravel Kit mit Bugrad-Kufe und Luftdüsen vor den Triebwerken machte die 737-200 zum Jet für Schotterpisten in Alaska und Nordkanada.
- Erkennen kannst du sie an den schlanken JT8D-Zigarren unter dem Flügel – die Classic ab 737-300 hat dicke, unten abgeflachte CFM56.
- Stand Oktober 2026 fliegen nur noch wenige Exemplare, die bekanntesten bei Nolinor Aviation aus Montréal-Mirabel.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Boeing 737-200?
- 2.Von United bestellt: die gestreckte 737
- 3.Die 737-200 Advanced: der eigentliche Durchbruch
- 4.Combi, Quick Change und T-43
- 5.Das Gravel Kit: ein Jet für Schotterpisten
- 6.Die letzten aktiven Exemplare
- 7.So erkennst du eine 737-200
- 8.Häufige Verwechslungen
- 9.Spotting-Tipps: die -200 gezielt jagen
- 10.Fototipps für die 737-200
- 11.Wo du eine 737 Original im Museum siehst
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Boeing |
|---|---|
| Familie | 737 Original (737-100, 737-200), später Classic, NG und MAX |
| ICAO-Typcode | B732 |
| Erstkunde | United Airlines (Bestellung 1965) |
| Erstflug | 8. August 1967 |
| Zulassung (FAA) | 21. Dezember 1967 |
| Erster Liniendienst | 28. April 1968 bei United Airlines |
| 737-200 Advanced | Indienststellung am 20. Mai 1971 bei All Nippon Airways, ab Juni 1971 Produktionsstandard |
| Triebwerke | 2 × Pratt & Whitney JT8D (je nach Version unterschiedliche Schubstufen, z. B. JT8D-15A) |
| Länge | 30,53 m |
| Spannweite | rund 28,35 m |
| Höhe | rund 11,2 m |
| Sitzplätze | rund 100 bis 115, maximal rund 130 |
| Max. Startgewicht | bis rund 58,1 t (Advanced) |
| Reichweite | bis rund 4.800 km (Advanced) |
| Produktion | bis August 1988, letzte Auslieferung an Xiamen Airlines |
| Varianten | -200, -200 Advanced, -200C (Combi), -200QC (Quick Change), T-43 der US Air Force |
| Status (Stand Oktober 2026) | Nur noch wenige Exemplare aktiv, vor allem bei Charter- und Arktisbetreibern in Kanada |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Lange, schlanke JT8D-Triebwerksgondeln dicht unter dem Flügel, hinten mit langem Abgasrohr – das typische „Zigarren“-Profil der 737 Original
- Rund 30,5 m Rumpf: sichtbar gestreckter als die fast quadratische 737-100, aber deutlich kürzer und schlanker als die Classic-Versionen
- Klassische Boeing-Nase der 1960er mit „Augenbrauen“-Fenstern über dem Cockpit bei vielen Exemplaren
- Gravel Kit: eine breite Kufe hinter dem Bugrad und kurze Rohre, die vor den Triebwerkseinläufen nach vorn ragen
- Keine Winglets, gerade Flügelspitzen, Hauptfahrwerk liegt eingefahren offen im Rumpfbauch
- Bei Combi-Maschinen eine große Frachttür vorn links am Rumpf
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schlanker Jet setzt auf einer Schotterpiste irgendwo in der Arktis auf, Staub wirbelt hoch, und hinter dem Bugrad blitzt eine breite Metallkufe. So arbeitet die Boeing 737-200 bis heute. Sie ist die gestreckte Version der allerersten 737, flog 1967 zum ersten Mal und wurde bis 1988 gebaut. Mit langen, dünnen JT8D-Triebwerken unter dem Flügel ist sie das Gegenstück zur moderneren Classic-Generation – in der Szene heißt sie deshalb auch scherzhaft „Jurassic“. Hier erfährst du, wie die -200 und die -200 Advanced entstanden, was das berühmte Gravel Kit kann, woran du den Typ erkennst und wo die letzten Exemplare fliegen.
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Was ist die Boeing 737-200?
Die 737-200 ist ein zweistrahliger Schmalrumpfjet für Kurz- und Mittelstrecken und die zweite Version der Boeing 737. Gegenüber der Urversion 737-100 ist ihr Rumpf vor und hinter dem Flügel verlängert, insgesamt um knapp zwei Meter auf 30,53 Meter. Damit passen in der dichtesten Bestuhlung rund 130 Passagiere hinein, in üblichen Konfigurationen eher 100 bis 115. Angetrieben wird sie von zwei Pratt & Whitney JT8D, Turbofans mit niedrigem Nebenstromverhältnis, die es in mehreren Schubstufen gab.
Zusammen mit der -100 bildet sie die Generation der 737 Original. Danach kamen ab 1984 die Classic-Modelle wie die 737-300 mit CFM56-Triebwerken, später die NG und die MAX. Einen Überblick über alle Generationen bekommst du im Beitrag Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden, mehr zum Hersteller auf der Seite zu Boeing.
Von United bestellt: die gestreckte 737
Boeing hatte das 737-Programm im Februar 1965 mit Lufthansa als Erstkunde gestartet. Nur wenige Wochen später, im April 1965, meldete sich United Airlines mit einer Bestellung über 40 Maschinen – allerdings wollte United mehr Sitze. Boeing streckte den Rumpf daraufhin um rund 91 Zentimeter vor dem Flügel und rund 102 Zentimeter dahinter. Das war die Geburtsstunde der 737-200.
Am 29. Juni 1967 rollte die erste -200 aus der Halle, am 8. August 1967 flog sie zum ersten Mal. Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte die Zulassung am 21. Dezember 1967, nur wenige Tage nach der -100. Am 28. April 1968 ging die -200 bei United in den Liniendienst, der erste Flug führte von Chicago nach Grand Rapids in Michigan.
Schnell zeigte sich, dass die längere Version die bessere Wahl war: mehr Sitze, mehr Treibstoff, mehr Reichweite bei kaum höheren Kosten pro Flug. Die -100 blieb bei 30 Exemplaren stehen, die -200 übernahm die Produktion. Auch Lufthansa stieg später auf die größere Version um.
Die 737-200 Advanced: der eigentliche Durchbruch
Ende der 1960er-Jahre lief der Verkauf der 737 zäh. Boeing überarbeitete den Typ deshalb gründlich. Das Ergebnis war die 737-200 Advanced, die All Nippon Airways am 20. Mai 1971 in Dienst stellte. Ab Juni 1971 baute Boeing nur noch diese Version.
Die Advanced brachte mehrere Verbesserungen zusammen: eine überarbeitete Aerodynamik an Flügel und Klappen, automatische Radbremsen, stärkere JT8D-Varianten und mehr Tankvolumen. Unterm Strich stiegen Nutzlast und Reichweite um rund 15 Prozent gegenüber der ursprünglichen -200. Das maximale Startgewicht lag bei bis zu rund 58 Tonnen, die Reichweite bei bis zu rund 4.800 Kilometern.
Mit der Advanced wurde die 737 zum Verkaufsschlager. Southwest Airlines startete 1971 mit der -200 und baute darauf ihr reines 737-Geschäftsmodell auf. Die Produktion lief bis 1988, die letzte Maschine der -200-Serie ging im August 1988 an Xiamen Airlines. Insgesamt lieferte Boeing 1.114 Flugzeuge der -200-Serie aus.
| Merkmal | 737-100 | 737-200 / Advanced | 737-300 |
|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | B731 | B732 | B733 |
| Erstflug | 9. April 1967 | 8. August 1967 | 24. Februar 1984 |
| Länge | rund 28,6 m | 30,53 m | rund 33,4 m |
| Triebwerke | JT8D | JT8D | CFM56-3 |
| Triebwerksform | schlank, lang | schlank, lang | dick, unten abgeflacht |
| Sitzplätze (max.) | rund 118 | rund 130 | rund 149 |
Combi, Quick Change und T-43
Neben der Passagierversion bot Boeing zwei Varianten an, die für den hohen Norden entscheidend wurden. Die 737-200C (Combi oder Convertible) hat eine große Frachttür vorn links und einen verstärkten Boden. So lassen sich Passagiere und Paletten gleichzeitig transportieren, vorn die Fracht, hinten die Sitze. Die 737-200QC (Quick Change) war darauf ausgelegt, schnell zwischen Passagier- und Frachtrolle zu wechseln.
Eine militärische Sonderrolle spielte die T-43. Die US Air Force kaufte 19 Maschinen, die 1973 und 1974 an die Mather Air Force Base in Kalifornien gingen und dort angehende Navigatoren ausbildeten. Der Auftrag kam in einer Phase schwacher Verkäufe und half, das 737-Programm zu stabilisieren. Nach 37 Dienstjahren musterte die Air Force die T-43 im Jahr 2010 aus. Auch andere Streitkräfte nutzten die -200, etwa Brasilien als VIP-Transporter unter der Bezeichnung VC-96.
Kundennummern verraten den Erstkunden
Wie bei allen älteren Boeing-Typen steht hinter der „2“ ein zweistelliger Kundencode. Eine 737-230 ist ab Werk eine Lufthansa-Maschine, eine 737-297 eine Aloha-Maschine. In Datenbanken findest du so schnell heraus, wo ein Flugzeug seine Karriere begann.
Das Gravel Kit: ein Jet für Schotterpisten
Das Kapitel, das die 737-200 unsterblich gemacht hat, beginnt in Alaska und Nordkanada. Schon bevor die ersten Maschinen ausgeliefert waren, bestellten Airlines wie Wien und Northern Consolidated in Alaska sowie Nordair, Transair und Pacific Western in Kanada die 737. Sie alle flogen Orte an, deren Pisten aus Kies und Schotter bestanden.
Für einen Jet mit tief hängenden Triebwerken ist das heikel. Beim Rollen auf losem Untergrund bilden sich vor dem Einlauf Luftwirbel, die Steine ansaugen können. Gleichzeitig schleudert das Bugrad Kies gegen Rumpfunterseite, Klappen und Triebwerke. Boeing entwickelte deshalb 1968 und Anfang 1969 ein Umrüstpaket und testete es unter anderem auf dem Annette Island Airport bei Ketchikan in Alaska. Bereits ausgelieferte Maschinen kamen im März 1969 zum Umbau zurück zu Boeing und flogen danach sofort auf Schotter.
Das Gravel Kit (offiziell Unpaved Strip Kit) besteht im Kern aus drei Elementen:
Kufe am Bugrad
Eine breite Platte hinter dem Bugrad, oft „Ski“ genannt, lenkt aufgewirbelte Steine nach unten ab, damit sie weder Rumpf noch Triebwerke treffen.
Vortex Dissipators
Rohre mit Düsen ragen unter den Triebwerkseinläufen nach vorn. Sie blasen Zapfluft aus dem Verdichter auf den Boden und lösen so die Wirbel auf, die sonst Kies ansaugen würden.
Schutz an Rumpf und Fahrwerk
Dazu kommen kleinere Änderungen, etwa abriebfeste Lackierung an gefährdeten Flächen, geschützte Bremsleitungen und verstärkte Klappenmechanik.
Für den Betrieb auf Schotter gelten zudem besondere Verfahren und Leistungsgrenzen. Eine vergleichbare Modifikation gab es bei der 737 nur für die -200-Serie, nicht für die späteren Generationen. Genau deshalb blieb die -200 so lange im Norden unverzichtbar: Für viele Gemeinden war sie der einzige Jet, der ihre Pisten anfliegen konnte. Alaska Airlines nutzte gravel-taugliche Combi-Maschinen auf Strecken im ländlichen Alaska bis zur Ausmusterung ihrer -200 im Jahr 2007.
Gravel Kit ist nicht gleich 737-200
Längst nicht jede -200 hat das Kit. Die meisten Maschinen flogen ihr Leben lang auf Asphalt und tragen weder Kufe noch Düsen. Umgekehrt ist eine Kufe am Bugrad ein starkes Indiz für einen Betreiber aus dem hohen Norden.
Die letzten aktiven Exemplare
In den USA endeten planmäßige Passagierflüge mit der 737-200 im März 2008 mit der Einstellung von Aloha Airlines, nach rund 40 Jahren im Liniendienst. Danach wurde die Liste der Betreiber Jahr für Jahr kürzer. Eine Zählung aus dem Herbst 2023 nannte weltweit rund 50 aktive Exemplare bei etwa 30 Betreibern, seitdem ist die Zahl weiter gesunken.
Im kanadischen Norden ging eine Ära zu Ende, als Canadian North ihre letzte 737-200 Combi ausmusterte. Die gravel-taugliche Maschine flog am 6. Mai 2023 ihren letzten Linienflug von Yellowknife nach Cambridge Bay und wurde am Tag darauf nach Edmonton überführt. Als Grund galt, dass Wartung des alten Typs und seiner Modifikationen immer schwieriger und teurer wurde. Auch First Air, die mit Canadian North fusionierte, war lange für ihre 737-200 mit Gravel Kit bekannt.
Air Inuit aus Nunavik kündigte 2023 an, umgebaute 737-800 in Combi- und Frachtausführung zu übernehmen. Anfang 2026 standen laut Branchenberichten dennoch weiterhin vier 737-200 Combi mit Gravel Kit in der Flotte, denn viele Pisten im Norden sind für modernere Jets nicht geeignet. Wie viele -200 dort Stand Oktober 2026 noch fliegen, solltest du in aktuellen Flottendaten prüfen.
Die wichtigste Adresse ist heute Nolinor Aviation vom Flughafen Montréal-Mirabel. Die Charterairline bezeichnet sich als weltweit größter Betreiber der 737-200. Im August 2025 kam mit C-FTWW die achte Maschine hinzu, für 2026 kündigte Nolinor eine neunte an. Die Flugzeuge fliegen Passagiere, Fracht und Combi-Missionen für Bergbau, abgelegene Gemeinden und Behörden – auch auf Schotter, Eis und anderen unbefestigten Pisten. Eine der Maschinen wurde 1974 neu an Transavia ausgeliefert und zählt zu den ältesten aktiven Verkehrsflugzeugen der Welt.
Kein Anflug einer B732 mehr verpassen
Stell in Planetrack einen Sichtungs-Alarm für den Typ oder ein bestimmtes Kennzeichen ein – die App benachrichtigt dich, wenn die Maschine einen Flughafen anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
So erkennst du eine 737-200
Die -200 ist leicht einzuordnen, wenn du auf die Triebwerke achtest. Drei Schritte reichen meist.
Triebwerke prüfen
Lange, schlanke Gondeln, die fast ohne Pylon direkt unter dem Flügel sitzen und hinten in ein langes Abgasrohr übergehen: Das ist die JT8D und damit 737 Original. Dicke, unten abgeflachte Triebwerke gehören zur Classic.
Rumpflänge einschätzen
Die -200 wirkt im Verhältnis zur Spannweite etwas gestreckt, aber noch kompakt. Die -100 ist fast quadratisch – und fliegt ohnehin nicht mehr.
Details suchen
Kufe am Bugrad und Rohre vor den Einläufen zeigen das Gravel Kit, eine große Frachttür vorn links eine Combi. Den Rest klärt das Kennzeichen.
Schnellbestimmung: alte 737 und ihre Verwandten
Boeing 737-200 / -200 Advanced
JT8D-Zigarren unter dem Flügel und ein kompakter Rumpf: Das ist die -200. Ob Advanced oder nicht, verrät die Werknummer.
Boeing 737-200 mit Gravel Kit
Kufe und Vortex Dissipators gibt es in dieser Form praktisch nur an der 737 Original. Fast sicher ein Betreiber aus Nordkanada.
Boeing 737-100
Die Urversion ist noch kürzer. Es gibt nur noch ein Exemplar, und das steht im Museum.
Boeing 737 Classic oder jünger
Dicke CFM56-Triebwerke mit abgeflachter Unterseite gehören zur 737-300, -400 oder -500, Winglets eher zur NG.
Douglas DC-9 oder BAC One-Eleven
Hecktriebwerke und T-Leitwerk: Das ist das Konzept der Konkurrenten aus den 1960ern.
Wie du solche Merkmale systematisch abklopfst, erklärt Flugzeugtypen erkennen für Anfänger. Für ältere Muster lohnt auch Oldtimer am Himmel erkennen.
Häufige Verwechslungen
Es spricht für eine 737-200, wenn …
- schlanke JT8D-Gondeln direkt unter dem Flügel sitzen
- der Rumpf kompakt wirkt und keine Winglets zu sehen sind
- eine Kufe am Bugrad und Rohre vor den Einläufen montiert sind
- Tracking-Dienste den Code B732 anzeigen
Sieh genauer hin, wenn …
- du nur ein altes Foto ohne Kennzeichen hast – dann kann es auch eine -100 sein
- du nur die Nase siehst – Cockpit und Rumpfquerschnitt teilt die 737 mit 727 und 707
- die Maschine im Militäranstrich fliegt – dann kann es eine T-43 oder ein Regierungsjet sein
Spotting-Tipps: die -200 gezielt jagen
Eine 737-200 kommt nicht zufällig an deinen Zaun in Deutschland. Wer sie sehen will, plant gezielt. Die besten Chancen hast du in Kanada: Montréal-Mirabel ist die Basis von Nolinor, im Norden Québecs und an anderen abgelegenen Orten landen die letzten Gravel-Jets auf Schotterpisten. Diese Orte sind allerdings abgelegen und oft nur mit dem Flugzeug erreichbar – manche Spotter buchen deshalb gleich einen Flug mit der -200. Ideen dafür findest du in Seltene Flugzeugtypen als Passagier fliegen.
Auch Alaska ist für Fans alter Boeing-Frachter interessant. In Anchorage flogen lange 737-200 im Frachtdienst, etwa bei Northern Air Cargo, die ihre letzte -200 allerdings 2019 ersetzt hat. Für einen Besuch lohnt der Spot Point Woronzof und der Guide Planespotting in Anchorage.
Bereit für die Jagd auf die B732?
- Ich habe aktuelle Flottendaten geprüft, welche 737-200 noch aktiv sind.
- Ich kenne die Kennzeichen der Maschinen, die ich suche.
- Ich habe einen Alarm für den Typcode B732 gesetzt.
- Ich weiß, wann das Licht am Zielflughafen günstig steht.
- Ich habe einen Plan B, falls die Maschine kurzfristig auf eine andere Rotation wechselt.
Wie selten deine Sichtung wirklich ist, kannst du mit Wie selten ist meine Sichtung? einordnen, und das Baujahr einer Maschine findest du mit Flugzeugalter herausfinden. Weitere Tipps für Raritäten liefert Seltene Flugzeuge spotten.
Fototipps für die 737-200
Das Gravel Kit zeigen
Ein Bild schräg von vorn auf Augenhöhe macht Kufe und Düsen sichtbar. Beim Rollen siehst du sie besser als im Anflug.
Den Rauch einfangen
Die JT8D sind laut und ziehen beim Start oft eine sichtbare Abgasfahne. Ein Seitenprofil kurz nach dem Abheben dokumentiert das Charakteristische der alten Triebwerke.
Kontext mitnehmen
Auf Schotterpisten erzählt die Umgebung die Geschichte: Staub, Tundra, Schnee. Nimm ruhig etwas mehr Landschaft ins Bild.
Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du vorab, wann das Licht auf der Piste günstig steht, und die Spot-Karte zeigt dir Anreise, bestes Licht und Community-Fotos der Spots.
Wo du eine 737 Original im Museum siehst
Wer keine Reise in die Arktis plant, kann die Original-Generation im Museum anschauen. Im Museum of Flight in Seattle steht der allererste 737-Prototyp, eine -100. Der Ort hat für Spotter einen Bonus: Am Boeing Field daneben herrscht aktiver Flugbetrieb. Mehrere 737-200 sind weltweit als Ausstellungsstücke erhalten; prüf vor einem Besuch direkt beim jeweiligen Museum, was gerade gezeigt wird.
Fazit
Die 737-200 ist mehr als eine gestreckte Ur-737. Mit ihr und der Advanced-Version wurde die 737 zum Erfolg, und mit dem Gravel Kit erschloss sie Orte, die kein anderer Boeing-Jet erreichte. Fast 60 Jahre nach dem Erstflug arbeiten die letzten Exemplare noch immer dort, wo Asphalt fehlt – im Norden Kanadas. Für Spotter ist sie eine der begehrtesten Raritäten: laut, rauchig und unverwechselbar.
Kurzfazit
Schlanke JT8D-Zigarren unter dem Flügel, kompakter Rumpf, keine Winglets – und mit etwas Glück eine Kufe am Bugrad: Das ist die Boeing 737-200. Wer sie heute noch fliegen sehen will, schaut nach Kanada, allen voran zu Nolinor in Montréal-Mirabel.
Zusammenfassung
- United Airlines bestellte 1965 eine gestreckte 737, daraus wurde die -200, die am 8. August 1967 erstmals flog und im April 1968 in Dienst ging.
- Mit der -200 Advanced ab 1971 wurde der Typ zum Verkaufsschlager, die Produktion lief bis 1988.
- Airlines im hohen Norden bestellten früh und brachten Boeing dazu, ein Kit für unbefestigte Pisten zu entwickeln, das ab 1969 im Einsatz war.
- Heute ist die 737-200 eine Rarität: Linienflüge in den USA endeten 2008, die letzten aktiven Exemplare arbeiten vor allem als Charter- und Combi-Jets in Kanada.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Boeing 737-200?
Die 737-200 läuft unter B732 – egal ob ursprüngliche -200, Advanced oder Combi. Die kürzere 737-100 hat B731, die Classic-Versionen B733 bis B735. Wer in Tracking-Diensten nach B732 filtert, findet die wenigen noch fliegenden Exemplare am schnellsten.
Was ist der Unterschied zwischen 737-200 und 737-200 Advanced?
Die Advanced ist die verbesserte Version, die All Nippon Airways am 20. Mai 1971 in Dienst stellte und die ab Juni 1971 Produktionsstandard war. Sie bekam bessere Aerodynamik, automatische Radbremsen, stärkere Triebwerke und mehr Tankvolumen. Von außen sind beide kaum zu unterscheiden, sicher ist nur der Blick in Werknummer und Datenbanken.
Was ist ein Gravel Kit?
Ein Nachrüstpaket für den Betrieb auf unbefestigten Pisten. Zur 737-200 gehören eine breite Kufe am Bugfahrwerk, die Steine vom Rumpf und den Triebwerken fernhält, und sogenannte Vortex Dissipators: Düsen vor den Triebwerkseinläufen, die mit Zapfluft Luftwirbel am Boden auflösen, damit kein Kies angesaugt wird. Dazu kamen weitere, kleinere Schutzmaßnahmen an Rumpf und Fahrwerk.
Warum braucht die 737 überhaupt ein Kiesbahn-Kit?
Weil die Triebwerke der 737 sehr tief unter dem Flügel hängen. Beim Rollen auf Schotter können sie Steine ansaugen, und das Bugrad schleudert Kies gegen Rumpf und Flügel. Jets mit Hecktriebwerken haben dieses Problem weniger stark, brauchen aber ebenfalls Abweiser an den Rädern.
Fliegt die 737-200 noch?
Ja, aber nur noch selten. Stand Oktober 2026 sind die bekanntesten Betreiber kanadische Charter- und Arktis-Airlines, allen voran Nolinor Aviation, die sich als größter 737-200-Betreiber der Welt bezeichnet. Canadian North hat ihre letzte -200 im Mai 2023 ausgemustert, Air Inuit setzte Anfang 2026 noch einige -200 Combi neben neuen 737-800 ein. Prüf vor einer Reise aktuelle Flottendaten.
Wo kann ich eine 737-200 in Europa sehen?
Im Linienbetrieb praktisch nicht mehr. Gelegentlich tauchen Charterflüge oder Überführungen auf, doch planbar ist das nicht. Wer die -200 sicher sehen will, reist nach Kanada, etwa zum Flughafen Montréal-Mirabel, der Basis von Nolinor.
Was ist die T-43?
Die T-43 war eine 737-200, die die US Air Force als Navigationstrainer kaufte. 19 Maschinen gingen 1973 und 1974 an die Mather Air Force Base in Kalifornien. Der Auftrag stützte das 737-Programm in einer schwachen Verkaufsphase. Die Air Force setzte die T-43 nach 37 Dienstjahren 2010 außer Dienst.
Boeing 737-200 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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HerstellerPratt & Whitney
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