Dornier 228

Langer, kantiger Rumpf, schlanker Hochdeckerflügel mit schräg abgeschnittenen Spitzen: Die Dornier 228 fliegt seit 1981 Inselstrecken, Küstenwache und Forschung. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Auch bekannt als: Do 228 · Dornier Do 228 · 228NG · Do 228 NG · Do228 NXT · Hindustan-Dornier 228 · HAL Do 228

DeutschlandDornierTurbopropsICAO-Typcode: D22812 Min. Lesezeit

D228

ICAO-Typcode

1981

Erstflug

19

Passagiere max.

16,97 m

Spannweite

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Dornier 228 ist ein 19-sitziger Turboprop-Hochdecker aus Oberpfaffenhofen, gebaut für kurze Pisten, Inselverkehr und Sondermissionen.
  • Schnellster Erkennungsweg: langer, rechteckiger Flügel mit schrägen Spitzen plus Hauptfahrwerk in seitlichen Rumpfverkleidungen.
  • Zwei Rumpflängen: 228-100 mit 15 Sitzen, 228-200 und alle späteren Versionen mit 19 Sitzen und 16,56 m Länge.
  • Der 228NG bringt ab 2009 Glascockpit und Fünfblattpropeller; seit 2021 gehört das Programm General Atomics, in Indien baut HAL weiter in Lizenz.
  • Im Flugplan und in Tracking-Apps läuft der Typ als D228 – mit diesem Code findest du die seltenen Besuche gezielt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Was ist die Dornier 228?
  2. 2.Die Varianten im Überblick
  3. 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
  4. 4.Dornier 228, Twin Otter, L-410 oder C-212?
  5. 5.Inselflieger und Sondermissionen
  6. 6.Wo du die Dornier 228 antriffst
  7. 7.Fototipps speziell für die Dornier 228
  8. 8.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
  9. 9.Fazit

Steckbrief

HerstellerDornier (Oberpfaffenhofen), in Lizenz Hindustan Aeronautics (Kanpur, Indien); 228NG von RUAG, seit 2021 bei General Atomics
ICAO-TypcodeD228
Erstflug28. März 1981 (228-100), 9. Mai 1981 (228-200)
ZulassungDezember 1981 in Deutschland, 228NG im August 2010 durch die EASA
Produktionrund 245 Exemplare bei Dornier (bis 1998), dazu über 100 bei HAL; 228NG ab 2009, Do228 NXT Erstflug Mai 2026
Triebwerke2 × Garrett TPE331, beim 228NG Honeywell TPE331-10 mit je 579 kW
Propeller228NG: fünfblättrige Verbundpropeller von MT-Propeller, 2,5 m Durchmesser
Länge15,04 m (228-100), 16,56 m (228-200 und 228NG)
Spannweite16,97 m
Höhe4,86 m
Sitzplätze15 (228-100), 19 (228-200, 228NG), 2 Piloten
Max. Startgewicht6.400 kg (228-212), beim 228NG laut Datenblatt bis 6.575 kg
Reisegeschwindigkeit228NG je nach Quelle rund 410 bis 440 km/h
Kabineohne Druckkabine, rechteckiger Querschnitt

Erkennungsmerkmale

Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Langer, schlanker Hochdeckerflügel, fast rechteckig, mit schräg abgeschnittenen Flügelspitzen
  • Freitragender Flügel ohne Streben – anders als bei Twin Otter und C-212 ist da nichts zwischen Rumpf und Flügel
  • Einziehfahrwerk: Das Hauptfahrwerk verschwindet in seitlichen Verkleidungen unten am Rumpf
  • Kantiger, nahezu rechteckiger Rumpfquerschnitt mit langer Nase und vielen kleinen Fenstern
  • Konventionelles Leitwerk – kein T-Leitwerk wie bei der größeren Dornier 328
  • Zwei TPE331-Turboprops in schmalen Gondeln, beim 228NG mit Fünfblattpropellern

Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein kleiner, kantiger Hochdecker rollt an dir vorbei, der Flügel wirkt fast wie ein langes Lineal mit schräg abgeschnittenen Enden, und das Fahrwerk sitzt in dicken Verkleidungen an der Rumpfunterseite: Das ist sehr wahrscheinlich eine Dornier 228. Der 19-Sitzer aus Oberpfaffenhofen gehört zu den vielseitigsten Turboprops seiner Klasse. Er fliegt Inselstrecken, überwacht Küsten, transportiert Forschungsinstrumente und landet auf Pisten, auf denen größere Maschinen keine Chance hätten. Hier erfährst du, wie du die 228 sicher erkennst, welche Varianten es gibt und wo du sie mit etwas Glück vor die Linse bekommst.

D228 im Hangar abhaken

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Was ist die Dornier 228?

Die Dornier 228 ist ein zweimotoriger Turboprop-Hochdecker für zwei Piloten und bis zu 19 Passagiere. Entwickelt wurde sie Ende der Siebziger bei Dornier in Oberpfaffenhofen bei München. Konzeptionell baut sie auf der Do 28 auf, einem älteren Dornier-Mehrzweckflugzeug. Neu war vor allem der Flügel – und der machte die 228 berühmt.

Dieser Tragflügel Neuer Technologie (TNT) wurde mit staatlicher Förderung entwickelt und zuerst an einer umgebauten Do 28 erprobt. Sein Profil ähnelt einem superkritischen Profil, wie es die NASA in den Siebzigern untersucht hatte. Der Flügelkasten besteht aus integral gefrästen Leichtmetallplatten, für Rippen, Hinterkante und Fowler-Klappen kommt Kevlar zum Einsatz. Das Ergebnis: mehr Auftrieb, weniger Gewicht und gute Kurzstarteigenschaften.

Den Erstflug absolvierte die kurze 228-100 am 28. März 1981, die verlängerte 228-200 folgte am 9. Mai 1981. Die deutsche Zulassung kam noch im Dezember 1981, Großbritannien und die USA zogen 1984 nach. Bei Dornier entstanden bis zum Ende der deutschen Serienfertigung 1998 rund 245 Exemplare. Parallel schloss Dornier 1983 einen Lizenzvertrag mit Hindustan Aeronautics (HAL), die den Typ seit Mitte der Achtziger in Kanpur baut – vor allem für die indischen Streitkräfte und die Küstenwache.

Eine Druckkabine hat die 228 nicht. Das ist kein Nachteil für ihr Einsatzprofil: kurze Strecken, niedrige Flughöhen, viel Fracht oder Messtechnik. Der kantige Rumpf mit großen seitlichen Ladetüren nimmt sperrige Ausrüstung problemlos auf.

D228ICAO-Typcode für alle Versionen
19Passagiere in der langen 228-200 und im 228NG
16,97 mSpannweite des TNT-Flügels

Die Varianten im Überblick

Die Typenvielfalt der 228 wirkt auf den ersten Blick verwirrend, folgt aber einem einfachen Muster: Die Ziffer nach der „228“ gibt die Rumpflänge an (1 = kurz, 2 = lang), die weiteren Ziffern stehen für höhere Gewichte und Verbesserungen.

Variante Rumpf Sitze Besonderheit
228-100 kurz, 15,04 m 15 Ursprungsversion, Erstflug März 1981
228-101 kurz 15 höheres Startgewicht, geändertes Hauptfahrwerk
228-200 lang, 16,56 m 19 Erstflug Mai 1981, die verbreitetste Grundform
228-201 / -202 lang 19 schrittweise höhere Startgewichte
228-212 lang 19 max. 6.400 kg, verstärktes Fahrwerk, Kielflossen serienmäßig
228NG lang 19 ab 2009 bei RUAG, Glascockpit, Fünfblattpropeller
Do228 NXT lang 19 Weiterentwicklung von General Atomics, Erstflug Mai 2026

Die Ausführungen 228-201K und -202K tragen zwei kleine Kielflossen unter dem Heck, die die Kurzstarteigenschaften verbessern; bei der 228-212 gehören sie zur Serienausstattung. Achte auf diese Flossen, wenn du dein Foto später auswertest.

Der 228NG: Comeback aus Oberpfaffenhofen

Nachdem die deutsche Fertigung 1998 endete, übernahm der Schweizer Konzern RUAG 2002 die Rechte und 2003 die Musterzulassung. 2009 lief die Produktion als 228NG („Next Generation“) wieder an. Grundlage ist die 228-212, ergänzt um ein modernes Glascockpit, Honeywell-TPE331-10-Triebwerke mit je 579 kW und fünfblättrige Verbundpropeller von MT-Propeller. Die EASA-Zulassung erhielt der NG im August 2010, die erste Maschine ging im September 2010 an den Kunden.

Im September 2020 kündigte General Atomics die Übernahme der Produktionslinie in Oberpfaffenhofen an, abgeschlossen wurde sie im Februar 2021. Seitdem baut die Tochter General Atomics AeroTec Systems in Oberpfaffenhofen eine neue Fertigungslinie für die weiterentwickelte Do228 NXT auf. Am 2. Mai 2026 hob der erste NXT-Demonstrator dort zum Erstflug ab. Wie weit Serienfertigung und Auslieferungen gerade sind, liest du am besten direkt beim Hersteller nach.

Hindustan-Dornier 228

HAL in Kanpur hat mehr als hundert Lizenzbauten geliefert, die meisten an Indian Air Force, Indian Navy und Indian Coast Guard. Ende 2017 bekam auch eine zivile HAL-Version die indische Zulassung, mit 17 oder 19 Sitzen. Alliance Air setzte ab April 2022 eine solche Maschine auf Regionalstrecken im Nordosten Indiens ein. Wer in Indien fotografieren möchte, sollte vorher die Regeln kennen – mehr dazu im Beitrag Planespotting in Indien.

Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen

Die 228 ist kein Flugzeug, das man am Hauptflughafen nebenbei sieht. Umso wichtiger, dass du sie im entscheidenden Moment sofort erkennst. Drei Blicke genügen.

Auf den Flügel schauen

Der TNT-Flügel ist lang, schlank und fast rechteckig. Seine Spitzen sind schräg abgeschnitten, als hätte jemand mit dem Messer nachgearbeitet. Streben gibt es keine – der Flügel trägt sich selbst.

Das Fahrwerk suchen

Das Hauptfahrwerk klappt in Verkleidungen an den Rumpfseiten. Im Flug siehst du dort zwei längliche Ausbuchtungen, am Boden stehen die Räder dicht am Rumpf statt unter den Triebwerken.

Rumpfform prüfen

Der Rumpf ist kantig, fast kastenförmig, mit einer langen Nase und einem konventionellen Leitwerk. Ein T-Leitwerk deutet dagegen auf die größere Dornier 328.

Fahrwerksverkleidungen am Rumpf hat zwar auch die L-410, doch die Kombination aus langem Rechteckflügel mit schrägen Spitzen, langem Kastenrumpf und Einziehfahrwerk ist typisch für die 228. Den letzten Beweis liefert das Kennzeichen – damit siehst du auch, ob es eine klassische 228 oder ein 228NG ist. Wie du Kennzeichen liest und zuordnest, erklärt der Guide Flugzeugkennzeichen verstehen.

Praxis-Tipp: Propeller zählen

Fünf Blätter pro Propeller sprechen bei einer 228 für einen 228NG. Bei schnell drehenden Propellern hilft dir eine kurze Belichtungszeit am Boden oder ein Bild beim Rollen, wenn die Propeller langsamer laufen.

Dornier 228, Twin Otter, L-410 oder C-212?

Im 19-Sitzer-Segment tummeln sich mehrere Hochdecker mit zwei Propellerturbinen. Die häufigsten Verwechslungen passieren mit der DHC-6 Twin Otter, der Let L-410 Turbolet und der CASA C-212 Aviocar. Der Finder grenzt in drei Schritten ein.

Schnellbestimmung: zweimotoriger Turboprop-Hochdecker

Drei Fragen, eine Einschätzung. Das Kennzeichen bleibt die letzte Instanz.

Wahrscheinlich

Dornier 228

Freitragender Rechteckflügel mit schrägen Spitzen, Fahrwerk in Rumpfverkleidungen und kantiger Rumpf: Das ist das typische 228-Bild. Fünf Propellerblätter sprechen für einen 228NG.

Wahrscheinlich

DHC-6 Twin Otter

Festes Fahrwerk und Flügelstreben sind die Kennzeichen der Twin Otter. Eine Dornier 228 hat beides nicht.

Wahrscheinlich

Let L-410 Turbolet

Kurzer, gedrungener Rumpf und oft Tanks an den Flügelspitzen deuten auf die L-410. Auch ihr Fahrwerk verschwindet in Rumpfverkleidungen, sie wirkt aber deutlich kompakter.

Wahrscheinlich

CASA C-212 Aviocar

Hochgezogenes Heck mit Laderampe und festes Fahrwerk sprechen für die C-212, einen Transporter mit ähnlicher Größe.

Weitere Abgrenzungen: Die Beechcraft 1900D ist ein Tiefdecker mit Druckkabine, die Tecnam P2012 Traveller fliegt mit Kolbenmotoren statt Turbinen. Und die Dornier 328 sowie ihr Jet-Ableger 328JET sind runde Regionalflugzeuge mit T-Leitwerk – trotz des gleichen Herstellernamens eine ganz andere Klasse. Einen breiteren Überblick über Propellermaschinen bietet der Beitrag Turboprops unterscheiden.

Merkmal Dornier 228 DHC-6 Twin Otter Let L-410
ICAO-Typcode D228 DHC6 L410
Fahrwerk einziehbar, in Rumpfverkleidungen fest einziehbar, in Rumpfverkleidungen
Flügelstreben nein ja nein
Flügelspitzen schräg abgeschnitten gerade oft mit Endtanks
Max. Passagiere 19 rund 19 19

Inselflieger und Sondermissionen

Die 228 hat zwei große Einsatzwelten. Die erste ist der Insel- und Regionalverkehr: kurze Pisten, wenig Infrastruktur, kleine Passagierzahlen. Hier zählt, dass der Typ robust ist, kurz startet und landet und sich schnell zwischen Passagier- und Frachtkonfiguration umbauen lässt.

Ein bekanntes Beispiel in Europa war Aurigny auf den Kanalinseln. Die Airline setzte ab Mitte der 2010er-Jahre zwei 228NG auf den Strecken nach Alderney ein, dessen kleiner Flugplatz für die ATR-Flotte nicht geeignet ist. Seit Ende 2025 übernehmen Twin Otter die Alderney-Strecken, Anfang 2026 landete die letzte Aurigny-Dornier. Damit ist einer der letzten regelmäßigen 228-Liniendienste in Westeuropa Geschichte.

In Nepal ist die 228 ein typischer Bergflieger. Am berühmten Flughafen Lukla teilt sie sich die extrem kurze, steile Piste mit Twin Otter, L-410 und vielen Hubschraubern. Ein Ort, an dem du den Typ in seinem natürlichen Element siehst.

Die zweite Einsatzwelt sind Sondermissionen. Der geräumige, kantige Rumpf, die lange Ausdauer und die niedrige Fluggeschwindigkeit machen die 228 zur idealen Plattform für:

  • Seeüberwachung und Küstenwache – etwa bei der indischen Küstenwache, der niederländischen Küstenwache oder in Finnland
  • Meeresverschmutzungs-Kontrolle – die Deutsche Marine betreibt zwei Maschinen, die von Nordholz aus Ölverschmutzungen auf Nord- und Ostsee aufspüren
  • Militärische Transport- und Patrouillenaufgaben – unter anderem in Indien und bei der italienischen Heeresfliegerei
  • Forschung und Messflüge – das Alfred-Wegener-Institut nutzte 228 mit Skifahrwerk für Polarforschung, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betreibt zwei Maschinen

Beim DLR steht die 228 auch für die Zukunft: 2020 kündigte das Zentrum gemeinsam mit MTU Aero Engines an, eine seiner beiden Maschinen zu einem hybrid-elektrischen Erprobungsträger umzubauen. Wie weit das Projekt gerade ist, prüfst du am besten auf den Seiten des DLR.

Die Kennzeichen der Marine-Dornier folgen dem Bundeswehr-System mit der Zahlengruppe 57+; wie das funktioniert, liest du im Beitrag Kennzeichen von Bundeswehr-Luftfahrzeugen.

Flotten ändern sich

Viele 228 fliegen bei Behörden und kleinen Betreibern, die ihre Flotten selten öffentlich kommunizieren. Zahlen aus älteren Quellen sind schnell überholt. Prüf vor einer Tour, welche Maschinen tatsächlich aktiv sind, und verlass dich auf aktuelle Flugverfolgungsdaten.

Wo du die Dornier 228 antriffst

Im deutschsprachigen Raum ist die 228 ein Glücksfund. Linienverkehr mit dem Typ gibt es hier praktisch nicht, du triffst ihn vor allem bei Behörden-, Forschungs- und Überführungsflügen. Umso reizvoller ist er für deine Sammlung.

Ort Trefferchance Warum
Dornier Museum Friedrichshafen sicher Ausstellungsstück direkt am Bodensee-Airport
Raum Nordholz / Nordseeküste gelegentlich Basis der Marine-Dornier zur Meeresüberwachung
Oberpfaffenhofen gelegentlich Fertigungsstandort des Programms, dazu Forschungsflugbetrieb
Große Drehkreuze sehr niedrig höchstens Überführungen oder Sonderflüge
Nepal, Indien hoch Bergflieger, Militär und Küstenwache

Für ein garantiertes Foto führt kein Weg am Dornier Museum Friedrichshafen vorbei. Es zeigt die Firmengeschichte von der Do X über die Do 27 bis zu 228 und 328 – und liegt direkt am Flughafen Friedrichshafen, wo du nach dem Rundgang noch das Vorfeld im Blick hast. Wer an der Nordsee unterwegs ist, kann einen Besuch im Aeronauticum Nordholz mit einem Blick auf den benachbarten Marineflugplatz verbinden.

Für den Betrieb gilt: Filtere in der Flugverfolgung nach D228. Weil viele Behördenmaschinen nicht in öffentlichen Flugplänen auftauchen, ist ADS-B oft deine einzige Vorwarnung. Wie das funktioniert, zeigt der Guide Flugverfolgung mit ADS-B. Tipps für die gezielte Jagd auf ungewöhnliche Typen findest du unter Seltene Flugzeuge spotten.

Nie wieder eine 228 verpassen

Setz die Dornier 228 auf die Wunschliste deines Hangars und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn eine an deinem Flughafen anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Fototipps speziell für die Dornier 228

Die 228 ist klein, und das ändert deine Herangehensweise. Bei rund 17 Metern Spannweite brauchst du mehr Brennweite als bei einem Airliner, gleichzeitig startet sie oft früh und steil.

Seitenprofil für den Flügel

Die schräg abgeschnittenen Flügelspitzen und die Fahrwerksverkleidungen sind die Erkennungszeichen. Im Seitenprofil kurz nach dem Abheben kommen beide am besten zur Geltung.

Propeller einfrieren – oder bewusst nicht

Für ein dynamisches Bild willst du eine leichte Propellerunschärfe. Bei Turboprops reicht dafür oft eine Belichtungszeit um 1/250 s; zu kurz eingestellt, wirken die Propeller wie stehend.

Kurze Pisten bedenken

Die 228 ist oft schon nach wenigen hundert Metern in der Luft. Such dir einen Standpunkt nah am Pistenanfang, statt auf den üblichen Abhebepunkt der Jets zu warten.

Missionsausrüstung festhalten

Behördenmaschinen tragen oft Radarkuppeln, Sensoren oder Beobachtungsfenster. Ein zweites Bild mit Fokus auf diese Details macht deine Sichtung später nachvollziehbar.

Wann das Licht an deinem Standpunkt passt, berechnest du vorab mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Falls du gerade erst anfängst, bringt dich Planespotting für Einsteiger schnell auf Kurs, und ob dein Standort rechtlich in Ordnung ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.

Bereit für deine 228-Jagd?

Hak ab, was du schon erledigt hast.

  • Ich habe eine aktive Dornier 228 über den Code D228 in der Flugverfolgung gefunden.
  • Ich weiß, ob es eine klassische 228 oder ein 228NG ist.
  • Mein Standpunkt liegt nah genug an der Piste für ein kleines Flugzeug.
  • Ich kenne den Sonnenstand zur erwarteten Uhrzeit.
  • Ich habe einen Plan B, etwa einen Museumsbesuch, falls der Flug ausfällt.

Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt

Es spricht für die Dornier 228, wenn …

  • der Hochdeckerflügel fast rechteckig ist und schräg abgeschnittene Spitzen hat
  • das Hauptfahrwerk in seitlichen Rumpfverkleidungen verschwindet
  • keine Strebe zwischen Rumpf und Flügel sitzt
  • im Tracking-Dienst D228 als Typ steht

Sieh genauer hin, wenn …

  • du die Maschine nur von vorn oder im Gegenlicht siehst
  • der Rumpf auffällig kurz wirkt – dann könnte es eine 228-100 oder eine L-410 sein
  • Sensoren und Radarkuppeln die Silhouette verändern

Es ist keine Dornier 228, wenn …

  • das Fahrwerk fest ist und eine Flügelstrebe zu sehen ist – dann ist es eher eine Twin Otter
  • das Heck mit einer Laderampe hochgezogen ist – das spricht für eine C-212
  • ein T-Leitwerk auf einem runden Rumpf sitzt – dann bist du bei der Dornier 328
  • die Flügel unten am Rumpf ansetzen – dann ist es ein Tiefdecker wie die Beechcraft 1900D

Fazit

Die Dornier 228 ist einer der letzten großen Erfolge des deutschen Flugzeugbaus aus Oberpfaffenhofen. Ihr TNT-Flügel war Anfang der Achtziger ein technischer Fortschritt, und die Mischung aus Kurzstartfähigkeit, Robustheit und viel Platz für Ausrüstung hält sie bis heute im Dienst. Für Spotter in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie ein echtes Sammlerstück: selten im Linienbetrieb, aber dafür bei Marine, Forschung und internationalen Behörden zu finden. Wer die Merkmale kennt, erkennt sie auch aus großer Entfernung.

Kurzfazit

Rechteckiger Hochdeckerflügel mit schrägen Spitzen, Fahrwerk in seitlichen Rumpfverkleidungen, keine Streben: Das ist die Dornier 228. Fünf Propellerblätter verraten den 228NG. Wer sie sehen will, filtert nach D228 oder fährt ins Dornier Museum nach Friedrichshafen.

Zusammenfassung

  • Die Dornier 228 flog erstmals im März 1981 und wurde vor allem durch ihren modernen TNT-Flügel bekannt.
  • Sie fliegt bei Inselairlines, Küstenwachen, Marinen und Forschungseinrichtungen, im deutschsprachigen Raum eher selten.
  • Flügelform, Fahrwerk und fehlende Streben trennen sie sicher von Twin Otter, L-410 und C-212.
  • Wer eine sehen will, sucht gezielt nach D228 oder plant einen Museumsbesuch in Friedrichshafen ein.

Häufige Fragen

Welchen ICAO-Typcode hat die Dornier 228?

Alle Versionen laufen unter D228, auch der modernisierte 228NG und die indischen Lizenzbauten. Welche Variante du vor dir hast, verrät erst das Kennzeichen.

Was ist der Unterschied zwischen Do 228 und 228NG?

Der 228NG („Next Generation“) basiert auf der 228-212. Er hat ein modernes Glascockpit, Honeywell-TPE331-10-Triebwerke und fünfblättrige Verbundpropeller. Von außen erkennst du ihn am schnellsten an den Propellern; der Rumpf ist gleich lang wie bei der 228-200.

Wird die Dornier 228 noch gebaut?

Das deutsche Programm ging 2021 von RUAG an General Atomics. Die weiterentwickelte Do228 NXT flog im Mai 2026 erstmals in Oberpfaffenhofen. In Indien fertigt Hindustan Aeronautics den Typ in Lizenz, vor allem für Streitkräfte und Küstenwache. Den aktuellen Produktionsstand prüfst du am besten direkt beim Hersteller.

Wie unterscheide ich Dornier 228 und Twin Otter?

Die Twin Otter hat ein festes Fahrwerk und eine Strebe zwischen Rumpf und Flügel. Die Dornier 228 zieht ihr Fahrwerk in seitliche Rumpfverkleidungen ein und hat einen freitragenden Flügel mit schräg abgeschnittenen Spitzen.

Wie unterscheide ich Dornier 228 und Dornier 328?

Die Dornier 328 ist ein rundrumpfiger Regionalturboprop mit Druckkabine und T-Leitwerk. Die 228 ist kleiner, kantiger und hat ein konventionelles Leitwerk.

Wo sehe ich in Deutschland eine Dornier 228?

Am sichersten im Dornier Museum Friedrichshafen. Im Betrieb nutzen unter anderem die Marine und das DLR den Typ, dazu kommen gelegentliche Besuche ausländischer Behörden- und Charterflugzeuge. Prüf vor einer Tour die Flugverfolgung nach dem Code D228.

Wofür steht der TNT-Flügel?

TNT steht für „Tragflügel Neuer Technologie“. Dornier entwickelte ihn Ende der Siebziger mit staatlicher Förderung und erprobte ihn zuerst an einer umgebauten Do 28. Das Profil ähnelt einem superkritischen Profil und liefert mehr Auftrieb bei geringerem Gewicht.

Dornier 228 sammeln statt nur sehen

Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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