Das Wichtigste in Kürze
- Die DC-6 ist die Druckkabinen-Weiterentwicklung der DC-4: länger, stärker motorisiert und dadurch über dem Wetter unterwegs – ein großer Komfortsprung im Langstreckenverkehr der Nachkriegszeit.
- 704 Exemplare entstanden zwischen 1946 und 1958: die Ur-DC-6, der Frachter DC-6A, die besonders erfolgreiche Passagierversion DC-6B sowie die Militärversionen C-118 und R6D.
- Ein Fehlstart 1947: Nach Bränden im Flug musste die Flotte für rund vier Monate am Boden bleiben, danach entwickelte sich die DC-6 zum zuverlässigen Arbeitspferd.
- In Europa siehst du sie in Salzburg: Die DC-6B OE-LDM der Flying Bulls, einst VIP-Flugzeug von Jugoslawiens Präsident Tito, ist im Hangar-7 zu Hause und tritt auf Flugshows auf.
- Im Arbeitsalltag fliegt sie noch in Alaska: Everts Air Cargo aus Fairbanks setzt DC-6 und C-118 als Frachter auf kurzen Pisten ein.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Douglas DC-6?
- 2.Entstehung: aus der C-54 wird die DC-6
- 3.Die Versionen im Überblick
- 4.Die DC-6 bei Airlines in Europa und der Welt
- 5.Die DC-6B der Flying Bulls in Salzburg
- 6.Die Arbeitspferde in Alaska
- 7.So erkennst du die DC-6
- 8.DC-6, DC-4, DC-7 oder Constellation?
- 9.Wo du die DC-6 heute siehst
- 10.Fototipps für die DC-6
- 11.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Douglas Aircraft Company, Santa Monica (Kalifornien) |
|---|---|
| Vorgänger | Douglas DC-4 / C-54 Skymaster |
| Nachfolger | Douglas DC-7 |
| Erstflug | Prototyp XC-112A: 15. Februar 1946; zivile DC-6: 29. Juni 1946 |
| Erstflug Varianten | DC-6A: 29. September 1949; DC-6B: 2. Februar 1951 |
| Indienststellung | Erste Auslieferungen an American Airlines und United Airlines am 24. November 1946, Linieneinsatz ab 1947 |
| Bauzeit | 1946 bis 1958 |
| Stückzahl | 704 einschließlich Militärversionen, davon laut Literatur 288 DC-6B, 101 C-118A und 65 R6D-1 |
| Status | historisch – nur noch sehr wenige Exemplare flugfähig, vor allem Frachter in Alaska und die DC-6B der Flying Bulls |
| Bauart | Viermotoriger Ganzmetall-Tiefdecker mit Druckkabine und Bugradfahrwerk |
| Triebwerke | 4 × Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp, Doppelsternmotoren mit Wassereinspritzung, je rund 2.400 PS (spätere DC-6B bis rund 2.500 PS) |
| Propeller | Dreiblättrige Hamilton-Standard-Verstellpropeller mit Umkehrschub-Funktion |
| Länge | rund 30,7 m (DC-6), rund 32,2 m (DC-6A/DC-6B) |
| Spannweite | rund 35,8 m |
| Höhe | rund 8,7 m |
| Max. Startgewicht | rund 44 t (DC-6) bis rund 48,5 t (DC-6B) |
| Passagiere | DC-6: typisch 48 bis 68; DC-6B: je nach Bestuhlung rund 42 bis knapp 90 |
| Reisegeschwindigkeit | rund 500 km/h |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Vier Sternmotoren mit dreiblättrigen Propellern an einem geraden, langen Flügel – und beim Anlassen die typische Rauchwolke
- Bugradfahrwerk: Anders als die DC-3 steht die DC-6 waagerecht auf dem Boden, das Bugrad sitzt unter dem Cockpit
- Einfaches, hohes Seitenleitwerk – im Gegensatz zum Dreifachleitwerk der Lockheed Constellation
- Rechteckige Kabinenfenster in einer langen Reihe; die Frachtversion DC-6A hat links große Frachttüren vor und hinter dem Flügel
- Rumpf rund zwei Meter länger als bei der DC-4 – auf den ersten Blick schwer zu sehen, deshalb zählt am Ende das Kennzeichen
- In Europa fast immer die blank polierte DC-6B OE-LDM der Flying Bulls mit Red-Bull-Schriftzug
Aktualisiert: Oktober 2026 – Vier Doppelsternmotoren, eine Druckkabine und Platz für bis zu knapp 90 Passagiere: Die Douglas DC-6 gehört zu den Flugzeugen, mit denen das Reisen über Kontinente und Ozeane nach dem Zweiten Weltkrieg alltäglich wurde. Zwischen 1946 und 1958 entstanden 704 Exemplare. Heute ist sie selten geworden – aber nicht ausgestorben. In Alaska schleppt sie noch Fracht in abgelegene Orte, und in Salzburg glänzt die frühere VIP-Maschine von Josip Broz Tito als DC-6B der Flying Bulls. Hier liest du, wie die DC-6 entstand, welche Versionen es gibt, wie du sie von DC-4, DC-7 und Constellation unterscheidest und wo du sie heute noch siehst.
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Was ist die Douglas DC-6?
Die DC-6 ist ein viermotoriges Verkehrsflugzeug mit Kolbenmotoren der Douglas Aircraft Company aus Santa Monica. Technisch ist sie die konsequente Weiterentwicklung der Douglas DC-4: gleiches Grundkonzept mit Tiefdecker-Flügel, Bugradfahrwerk und vier Sternmotoren, aber mit Druckkabine, längerem Rumpf und deutlich mehr Leistung. Die Druckkabine war der eigentliche Fortschritt – sie erlaubte es, in größerer Höhe über dem Wetter zu fliegen, ruhiger und schneller als die ungedruckte DC-4.
Angetrieben wird die DC-6 von vier Pratt & Whitney R-2800 Double Wasp, 18-Zylinder-Doppelsternmotoren mit Wassereinspritzung und rund 2.400 PS pro Motor. Bei späten DC-6B kamen Versionen mit rund 2.500 PS zum Einsatz. Die Reisegeschwindigkeit liegt bei etwa 500 km/h. Das klingt im Vergleich zu Jets bescheiden, war Ende der 1940er-Jahre aber Spitzenklasse.
Entstehung: aus der C-54 wird die DC-6
Die DC-6 begann als Militärprojekt. Noch während des Zweiten Weltkriegs bestellten die US-Luftstreitkräfte 1944 eine verlängerte und druckbelüftete Version der C-54 Skymaster mit stärkeren Motoren. Daraus wurde der Prototyp XC-112A, der am 15. Februar 1946 erstmals flog. Als der Krieg vorbei war, interessierte sich das Militär zunächst weniger für das Muster – Douglas machte daraus ein ziviles Verkehrsflugzeug.
Die zivile DC-6 flog am 29. Juni 1946 zum ersten Mal. Ihr Rumpf war gegenüber der DC-4 um gut zwei Meter verlängert. Am 24. November 1946 gingen die ersten Maschinen an American Airlines und United Airlines, im Frühjahr 1947 begann der reguläre Linieneinsatz. Damit trat die DC-6 direkt gegen die Lockheed Constellation an, die ebenfalls eine Druckkabine bot – mehr dazu im Beitrag Lockheed Constellation.
Der holprige Start 1947
Im Jahr der Indienststellung kam es zu mehreren Bränden im Flug, einer davon führte zum Absturz von United-Airlines-Flug 608. Als Ursache fand man eine Tankentlüftung, die zu nah an einem Lufteinlass der Kabinenanlage lag – Treibstoff konnte dort hineingelangen. Die DC-6-Flotte blieb rund vier Monate am Boden, bis das Problem behoben war. Danach entwickelte sich der Typ zu einem zuverlässigen Arbeitspferd.
Die Versionen im Überblick
Über zwölf Jahre Produktion entstand eine ganze Familie. Für Spotter sind vor allem drei zivile Versionen und die Militärableger wichtig.
| Version | Erstflug | Merkmale | Hinweis |
|---|---|---|---|
| DC-6 | 29. Juni 1946 | erste Serienversion, kürzerer Rumpf (rund 30,7 m) | Passagierflugzeug, typisch 48 bis 68 Sitze |
| DC-6A | 29. September 1949 | Rumpf leicht verlängert, verstärkter Boden, große Frachttüren links | Frachter und Kombi; erster Airline-Einsatz 1951 bei Slick Airways |
| DC-6B | 2. Februar 1951 | langer Rumpf der DC-6A, aber ohne Frachttüren | reine Passagierversion, mit 288 Exemplaren die meistgebaute |
| DC-6C | – | wie DC-6A, zwischen Fracht und Passagieren umrüstbar | Convertible-Version |
| C-118A Liftmaster | – | Militärversion der DC-6A für die US Air Force | 101 gebaut |
| R6D-1 | – | Version der US Navy (später C-118B) | 65 gebaut |
Die DC-6B gilt bis heute als die gelungenste Version. Sie war wirtschaftlich, zuverlässig und auf Kurz- wie Langstrecken einsetzbar. Pan Am nutzte sie ab 1952 für Touristenklasse-Flüge über den Nordatlantik und machte das Fliegen damit für mehr Menschen bezahlbar. Einige DC-6B wurden später zu Frachtern umgebaut, darunter eine Handvoll mit schwenkbarem Heck (Swing-Tail) für sperrige Ladung – eine Umrüstung, die auf Sabena zurückgeht.
Den Militärversionen begegnest du häufig, ohne es zu merken: Einige DC-6, die heute noch als Frachter fliegen, sind ehemalige C-118A der US Air Force. Wer alte Seriennummern einordnen will, findet Hilfe im Beitrag US-Militärkennzeichen.
Ein Präsidentenflugzeug
Die VC-118 Independence war die Maschine von US-Präsident Harry S. Truman und von 1947 bis 1953 im Einsatz. Ihr Name erinnert an Trumans Heimatstadt Independence in Missouri. Heute steht sie im National Museum of the US Air Force – den Spot dazu findest du unter National Museum of the USAF in Dayton.
Die DC-6 bei Airlines in Europa und der Welt
Ab Ende der 1940er-Jahre verbreitete sich die DC-6 rasch. Schon 1949 flogen KLM, SAS und Sabena mit ihr über den Atlantik. Laut Literatur gehörten in Europa außerdem Swissair, Alitalia, Olympic Airways, die französische UAT und die jugoslawische JAT zu den Betreibern. Auch die Flugbereitschaft der Bundeswehr setzte in den 1960er-Jahren einige DC-6 ein.
Ihr Ende als Linienflugzeug kam mit den Jets. Douglas selbst schob mit der DC-7 noch eine schnellere Weiterentwicklung nach, doch ab Ende der 1950er-Jahre übernahmen Jets wie die Douglas DC-8 die Langstrecke. Die DC-6 wanderte zu Charter- und Frachtgesellschaften, in die Feuerbekämpfung und zu kleineren Betreibern weltweit – eine zweite Karriere, die bei manchen Maschinen Jahrzehnte dauerte. Die Douglas-Tradition führte später McDonnell Douglas weiter.
Die DC-6B der Flying Bulls in Salzburg
Für Spotter im deutschsprachigen Raum ist eine DC-6 ganz besonders: die DC-6B OE-LDM der Flying Bulls. Die Maschine wurde 1958 in Santa Monica gebaut und gehört damit zu den letzten DC-6 überhaupt. Ihre Geschichte liest sich wie ein Roman:
1958: Jugoslawien
Auslieferung an die jugoslawische Staatsairline JAT. Präsident Josip Broz Tito lässt die Maschine zu einem luxuriösen Reiseflugzeug für sich und seine Gäste umbauen.
1975: Sambia
Tito verkauft die DC-6B an Sambias Präsidenten Kenneth Kaunda, der sie ebenfalls als VIP-Flugzeug nutzt. Später steht sie abgestellt am Flughafen Lusaka.
Namibia
Chris Schutte, Chef eines kleinen Luftfahrtunternehmens in Windhoek, entdeckt die Maschine samt einer Schwester-DC-6B, kauft beide und beginnt mit der Instandsetzung. In Namibia trägt sie das Kennzeichen V5-NCF und den Namen „Fish Eagle“.
Ab 2000: Salzburg
Flying-Bulls-Chefpilot Sigi Angerer entdeckt im März 2000 eine Verkaufsanzeige. Am 7. Juli 2000 startet die DC-6B in Windhoek und erreicht Salzburg nach rund 28 Stunden mit vier Zwischenstopps. Ab 2001 wird sie restauriert und verlässt rund drei Jahre später wieder die Werkstatt.
Bei der Restaurierung erhielt die Maschine laut Flying Bulls eine komplett neue Kabine, vier neue Motoren und moderne Technik. Zunächst flog sie mit dem US-Kennzeichen N996DM, erst rund 13 Jahre nach ihrer Ankunft bekam sie die österreichische Zulassung OE-LDM. Nach Angaben der Betreiber ist sie die erste DC-6B, die überhaupt ein österreichisches Kennzeichen erhielt. Wie österreichische Kennzeichen aufgebaut sind, erklärt der Beitrag OE-Kennzeichen.
Zu Hause ist die DC-6B im gläsernen Hangar-7 an der Ostseite des Flughafens Salzburg, wo sie zu den größten Exponaten der Sammlung gehört. Gewartet werden die Flugzeuge im benachbarten Hangar-8, der nicht öffentlich ist. Praktische Tipps zum Besuch findest du unter Hangar-7 am Flughafen Salzburg. Willst du sie in Bewegung erleben, ist die Besucherterrasse am Flughafen Salzburg die erste Adresse: Von dort blickst du über die Piste auf den Hangar-7.
Kein Start der OE-LDM verpassen
Setz ein Kennzeichen wie OE-LDM oder den Typ DC-6 auf deine Liste – Planetrack meldet sich per Sichtungs-Alarm, wenn die Maschine anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Auf Flugshows ist die DC-6B ein Publikumsmagnet. Bei der AIRPOWER in Zeltweg gehören die Flying Bulls regelmäßig zum Programm, und auch bei anderen Veranstaltungen tritt die DC-6B auf. Welche Termine sie in einer Saison fliegt, steht oft erst kurzfristig fest – ein Überblick über die großen Veranstaltungen steht in Airshows in Europa.
Die Arbeitspferde in Alaska
Während die Flying-Bulls-Maschine poliert und gepflegt wird, verdienen DC-6 in Alaska noch ihr Geld. Everts Air Cargo aus Fairbanks fliegt mit DC-6 und ehemaligen C-118A Fracht und Treibstoff in Orte ohne Straßenanschluss und gehört zu den letzten Betreibern weltweit, die den Typ noch regelmäßig im Einsatz haben. Die robusten Maschinen kommen mit kurzen, unbefestigten Pisten zurecht – ein Einsatzgebiet, in dem moderne Jets an Grenzen stoßen.
Wie viele DC-6 dort aktuell fliegen, schwankt: Ein Teil der Flotte steht eingelagert oder dient als Ersatzteillager. Deine besten Chancen hast du in Fairbanks, gelegentlich tauchen die Frachter auch in Anchorage auf. Wie du dort spottest, erklärt Planespotting in Anchorage; ein bewährter Standort ist Point Woronzof am Flughafen Anchorage.
So erkennst du die DC-6
Motoren und Propeller zählen
Vier Sternmotoren mit dreiblättrigen Propellern an einem geraden Flügel. Ein Jet oder Turboprop scheidet damit sofort aus.
Fahrwerk und Leitwerk prüfen
Bugradfahrwerk und ein einzelnes, hohes Seitenleitwerk. Drei Seitenflossen bedeuten Constellation, ein Spornrad eher eine ältere Maschine.
Rumpfseite ansehen
Große Frachttüren links vor und hinter dem Flügel deuten auf eine DC-6A oder C-118. Fehlen sie und reihen sich viele Fenster aneinander, ist es eher eine DC-6B.
Kennzeichen nachschlagen
DC-4, DC-6 und DC-7 sehen sich ähnlich. Die letzte Sicherheit bringt das Register – Tipps dazu in Flugzeugkennzeichen verstehen.
DC-6, DC-4, DC-7 oder Constellation?
Viermotorige Kolbenflugzeuge der Nachkriegszeit lassen sich leicht verwechseln. Der Finder grenzt die Möglichkeiten ein.
Schnellbestimmung: viermotoriger Kolbenmotor-Airliner
Douglas DC-6
Einzelnes Leitwerk, langer Rumpf, dreiblättrige Propeller: Das passt zur DC-6. In Europa ist es fast sicher die OE-LDM der Flying Bulls.
Douglas DC-4 / C-54
Sehr ähnlich, aber kürzer und ohne Druckkabine. Prüf das Kennzeichen, denn mit dem bloßen Auge ist der Unterschied gering.
Douglas DC-7
Die Weiterentwicklung mit noch längerem Rumpf und anderen Motoren. Heute noch seltener als die DC-6.
Lockheed Constellation
Drei Seitenflossen und ein geschwungener Rumpf – das ist die Konkurrentin von Lockheed, etwa als Super Constellation.
Boeing 377 Stratocruiser
Der bauchige, doppelstöckig wirkende Rumpf verrät den Stratocruiser, einen weiteren Konkurrenten der Nachkriegszeit.
Die DC-4 und ihre Militärversion C-54 Skymaster sind die engsten Verwandten. Die DC-7 baut direkt auf der DC-6 auf. Die Lockheed L-1049 Super Constellation erkennst du am Dreifachleitwerk, die Boeing 377 Stratocruiser am bauchigen Rumpf. Mit der zweimotorigen DC-3 oder der DC-2 mit Spornrad ist eine Verwechslung kaum möglich. Einen breiteren Einstieg bietet Oldtimer am Himmel erkennen.
Es spricht für eine DC-6, wenn …
- vier Sternmotoren mit dreiblättrigen Propellern und ein Bugrad zu sehen sind
- ein einzelnes Seitenleitwerk den langen Rumpf abschließt
- die Maschine in Salzburg mit Red-Bull-Schriftzug oder in Alaska als Frachter unterwegs ist
- im Tracker oder Register DC6 steht
Sieh genauer hin, wenn …
- der Rumpf auffallend kurz wirkt – dann könnte es eine DC-4 sein
- eine ehemalige Militärmaschine vor dir steht – C-118 und C-54 sind leicht zu verwechseln
Es ist keine DC-6, wenn …
- drei Seitenflossen dran sind – dann eine Constellation
- nur zwei Motoren und ein Spornrad zu sehen sind – dann eher DC-3 oder DC-2
- Turboprops mit schlanken Gondeln montiert sind – dann zum Beispiel eine Lockheed L-188 Electra
Wo du die DC-6 heute siehst
Österreich. Die OE-LDM im Hangar-7 ist deine sicherste Chance in Mitteleuropa – mal am Boden in der Halle, mal in der Luft über Salzburg oder auf Flugshows.
USA. In Alaska fliegen die Frachter von Everts, in Dayton steht die Independence. Das Pima Air & Space Museum in Tucson zeigt eine VC-118A.
Weitere Orte. Statische DC-6B stehen unter anderem am Flughafen Ljubljana und im Luftfahrtmuseum in Sola (Norwegen). In Bad Laer in Niedersachsen steht eine frühere DC-6 auf dem Gelände eines Unternehmens. Den Zustand solcher Ausstellungsstücke solltest du vor einem Besuch prüfen.
Status vorher prüfen
Bei einem Typ mit so wenigen aktiven Exemplaren ändert sich viel: Frachter werden eingelagert, Museumsmaschinen umgestellt, und die Flying-Bulls-DC-6B ist in der Saison oft unterwegs. Kläre vor einer weiten Anreise, ob die Maschine wirklich da ist.
Bereit für deine DC-6-Sichtung?
- Ich weiß, ob die DC-6B gerade im Hangar-7 steht oder unterwegs ist.
- Ich habe die Wetterlage am Flughafen geprüft.
- Ich kenne eine Verschlusszeit, bei der die Propeller nicht einfrieren.
- Ich habe ein Weitwinkel für die Halle und ein Tele für die Terrasse dabei.
- Ich kenne den Unterschied zur DC-4 und DC-7.
Fototipps für die DC-6
Eine DC-6 ist ein Fest für die Kamera: blankes Metall, vier Sternmotoren und beim Anlassen Rauch und Flammen aus den Auspuffrohren.
Propeller drehen lassen
Bei einem Vorbeiflug wählst du eine längere Verschlusszeit, damit die Propeller als Scheibe erscheinen. Wie du das ohne Verwacklung schaffst, steht in Propeller fotografieren.
Den Motorstart einfangen
Der Startvorgang der Sternmotoren mit Rauch ist ein Klassiker. Ein Serienbild hilft, den richtigen Moment zu erwischen.
Spiegelungen bändigen
Die polierte Haut der OE-LDM spiegelt stark – in der Glashalle wie im Freien. Ein Polfilter oder ein kleiner Standortwechsel hilft.
Licht planen
Mit dem Planetrack-Sonnenstand-Planer siehst du vorab, wann die Sonne die Seite der Maschine trifft, die du fotografieren willst – und Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen gleich dazu.
Wie besonders deine Sichtung ist, ordnest du mit Seltenheit einer Sichtung einschätzen ein.
Fazit
Die Douglas DC-6 brachte die Druckkabine in den Alltag der Langstrecke und war mit 704 Exemplaren einer der großen Erfolge der Kolbenmotor-Ära. Die DC-6B wurde zum Liebling vieler Airlines, Präsidenten reisten in ihr, und nach dem Ende der Linienkarriere fand sie neue Aufgaben als Frachter und Spezialflugzeug. Dass du sie heute noch fliegen sehen kannst, verdankst du Betreibern in Alaska – und den Flying Bulls in Salzburg, die Titos ehemalige DC-6B wieder zum Glänzen gebracht haben.
Kurzfazit
Vier Sternmotoren mit dreiblättrigen Propellern, Bugrad, einfaches Leitwerk und ein langer Rumpf: Das ist die DC-6. In Europa ist dein Ziel die DC-6B OE-LDM der Flying Bulls im Hangar-7 Salzburg, im Arbeitseinsatz findest du die DC-6 nur noch in Alaska.
Zusammenfassung
- Die DC-6 entstand aus einem Auftrag der US-Luftstreitkräfte für eine verlängerte C-54 mit Druckkabine; der Prototyp XC-112A flog im Februar 1946, die zivile DC-6 im Juni 1946.
- American Airlines und United Airlines erhielten im November 1946 die ersten Maschinen, nach einem Startverbot wegen Bränden im Flug 1947 setzte sich der Typ weltweit durch.
- Die DC-6B von 1951 wurde zur meistgebauten Version und flog bei Airlines wie KLM, SAS, Sabena, Swissair und Pan Am, auch über den Nordatlantik.
- Mit der DC-7 folgte eine noch schnellere Weiterentwicklung, bevor Jets wie die DC-8 die Kolbenmotor-Ära beendeten; einige DC-6 fliegen bis heute.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen DC-6, DC-6A und DC-6B?
Die DC-6 ist die erste Serienversion mit etwas kürzerem Rumpf. Die DC-6A hat einen leicht verlängerten Rumpf, einen verstärkten Boden und große Frachttüren – sie ist als Frachter oder Kombi gedacht. Die DC-6B nutzt den langen Rumpf der DC-6A, verzichtet aber auf die Frachttüren und ist ein reines Passagierflugzeug. Die DC-6C ist eine umrüstbare Variante zwischen Fracht und Passagieren.
Was ist der Unterschied zwischen DC-6 und DC-4?
Die DC-6 basiert auf der DC-4, hat aber eine Druckkabine, einen rund zwei Meter längeren Rumpf und deutlich stärkere Pratt-&-Whitney-R-2800-Motoren. Dadurch fliegt sie höher, schneller und mit mehr Passagieren. Von außen sehen sich die beiden sehr ähnlich, im Zweifel klärt das Kennzeichen den Typ.
Welche DC-6 fliegt bei den Flying Bulls?
Die Flying Bulls aus Salzburg betreiben die DC-6B OE-LDM, gebaut 1958 in Santa Monica. Sie ging zunächst an die jugoslawische JAT und wurde für Präsident Josip Broz Tito zum Luxusflugzeug umgebaut. 1975 kam sie zu Sambias Präsident Kenneth Kaunda, später stand sie abgestellt in Lusaka. Über Namibia gelangte sie im Jahr 2000 nach Salzburg und wurde dort ab 2001 rund drei Jahre lang restauriert.
Kann ich die DC-6B im Hangar-7 besichtigen?
Der Hangar-7 am Flughafen Salzburg ist öffentlich zugänglich, und die DC-6B gehört dort zu den Hauptattraktionen. Weil sie aber fliegt, ist sie nicht immer in der Halle – während der Flugshow-Saison oder bei Wartungsarbeiten im nicht öffentlichen Hangar-8 kann sie fehlen. Frag vor dem Besuch nach, wenn du gezielt wegen der DC-6B anreist.
Wo fliegen heute noch DC-6 im kommerziellen Einsatz?
Am bekanntesten ist Everts Air Cargo in Fairbanks, Alaska. Die Firma setzt DC-6 und ex-militärische C-118 als Frachter ein und gehört zu den letzten Betreibern, die den Typ noch regelmäßig fliegen. Wie viele Maschinen gerade aktiv sind, schwankt, weil einzelne Flugzeuge eingelagert sind oder als Ersatzteilspender dienen.
Was ist die „Independence“?
Die VC-118 Independence war ein Regierungsflugzeug auf DC-6-Basis und diente Präsident Harry S. Truman von 1947 bis 1953. Benannt ist sie nach Trumans Heimatstadt Independence in Missouri. Heute steht sie im National Museum of the US Air Force in Dayton, Ohio.
Welchen ICAO-Typcode hat die DC-6?
Alle Versionen laufen unter DC6. In Trackern taucht der Code vor allem bei den Frachtern in Alaska auf – und gelegentlich, wenn die Flying Bulls mit ihrer DC-6B unterwegs sind.
Douglas DC-6 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Hangar-7 Salzburg
Der Hangar-7 am Flughafen Salzburg ist Ausstellungshalle, Gourmet-Adresse und Heimat der Flying Bulls zugleich. Unter einer gläsernen Kuppel stehen flugfähige Klassiker wie die frühere Tito-DC-6B, eine B-25J, eine P-38 Lightning und eine Corsair – bei freiem Eintritt und direkt gegenüber der Besucherterrasse.
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Wo du die Douglas DC-6 siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
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