Flughafen Rhodos Diagoras

Rhodos Diagoras ist einer der großen Ferienflughäfen Griechenlands: eine 3.305 Meter lange Bahn direkt an der Küste bei Paradisi, über sieben Millionen Passagiere im Jahr, ein Sommer voller Charter- und Low-Cost-Jets – und einige der bekanntesten Fence-Spots der Ägäis.

Auch bekannt als: Rhodes International Airport Diagoras · Diagoras International Airport · Flughafen Rhodos-Paradisi · Diethnis Aerolimenas Rodou Diagoras

FlughäfenRHO / LGRPseit 197714 Min. Lesezeit

RHO

IATA-Code

LGRP

ICAO-Code

3.305 m

eine Bahn an der Küste

7 Mio.+

Passagiere 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA RHO, ICAO LGRP: einer der größten Ferienflughäfen Griechenlands, 2025 mit mehr als 7 Millionen Passagieren.
  • Eine Bahn mit 3.305 Metern: heute als 06/24 geführt, in Spotter-Guides oft noch 07/25 – gelandet wird meist von Nordosten her.
  • Betrieb durch Fraport Greece seit 2017 im Rahmen einer 40-jährigen Konzession.
  • Saisonflughafen: Hauptsaison von Juni bis August, im Winter fast nur Inlandsverkehr griechischer Airlines wie Olympic Air und Aegean.
  • Spotten mit Mietwagen: Zaun-, Hügel- und Strandspots rund um die Bahn, aber keine offizielle Plattform.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Von Maritsa nach Paradisi
  7. 7.Wachstum mit dem Tourismus
  8. 8.Fraport Greece übernimmt
  9. 9.Das Layout: eine Bahn zwischen Küste und Hügeln
  10. 10.Betriebsrichtung: meist 24
  11. 11.Olympic Air, Aegean und die Inselflieger
  12. 12.Der Sommer: Ferienflieger aus ganz Europa
  13. 13.Spotting auf Rhodos: die wichtigsten Standorte
  14. 14.Licht, Hitze und Saison
  15. 15.Anreise zum Flughafen
  16. 16.Rhodos und die anderen Ferienflughäfen
  17. 17.Fazit
  18. 18.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeRHO
ICAO-CodeLGRP
BetreiberFraport Greece – Gemeinschaftsunternehmen von Fraport und der griechischen Copelouzos-Gruppe, seit 2017 mit einer Konzession über 40 Jahre; Eigentümer bleibt der griechische Staat
LageWestküste der Insel Rhodos, direkt nördlich des Dorfes Paradisi, rund 13 bis 14 km südwestlich der Stadt Rhodos, nur wenige Meter über dem Meer
Start- und LandebahnEine Asphaltbahn mit 3.305 m × 60 m, aktuell als 06/24 geführt – in vielen Spotter-Guides und älteren Unterlagen noch als 07/25 bezeichnet
TerminalsZwei Terminalgebäude; das neuere ging Mitte der 2000er-Jahre in Betrieb, ab 2017 wurden beide unter Fraport Greece umgebaut und erweitert
Wichtigste NutzerOlympic Air, Aegean Airlines und SKY express im Ganzjahresverkehr, im Sommer eine lange Liste von Ferien-, Low-Cost- und Linienairlines aus ganz Europa und Israel
Verkehr 2025Gut 7,0 Mio. Passagiere – laut Fraport Greece ein Plus von rund 2,5 Prozent gegenüber 2024
Eröffnung28. Juni 1977 als Ersatz für den zu klein gewordenen Flugplatz Maritsa
NameBenannt nach Diagoras von Rhodos, einem Faustkämpfer und Olympiasieger der Antike
Für Spotter relevantKein offizieller Besucherbereich, aber zahlreiche Zaun-, Hügel- und Strandspots rund um die Bahn – fast nur mit Mietwagen erreichbar
Offizielle Websitewww.rho-airport.gr

Tätigkeitsfelder

Ferienverkehr – der Kern des Geschäfts: Von etwa April bis Oktober fliegen Charter-, Ferien- und Low-Cost-Airlines aus Großbritannien, Deutschland, Skandinavien, Mittel- und Osteuropa sowie aus Israel ein
Inlands- und Inselverkehr – ganzjährige Verbindungen nach Athen und Thessaloniki sowie kleine Inselstrecken in der Dodekanes und darüber hinaus, etwa nach Karpathos, Kasos, Kastellorizo und Leros
Allgemeine Luftfahrt – ein eigenes kleines Vorfeld für Privat- und Geschäftsreiseflugzeuge
Infrastruktur und Terminalbetrieb – Betrieb von Bahn, Rollwegen, Vorfeld und Terminals durch Fraport Greece im Rahmen der Konzession

Geschichte im Zeitraffer

nach 1945Der zivile Luftverkehr auf Rhodos startet am nahegelegenen Flugplatz Maritsa im Inselinneren, der heute militärisch genutzt wird.
1977Am 28. Juni geht der neue Flughafen an der Westküste bei Paradisi in Betrieb. Maritsa wird zum reinen Militärflugplatz.
1990erDer Pauschaltourismus wächst kräftig: 1999 nutzen erstmals mehr als 3 Millionen Passagiere den Flughafen.
Mitte 2000erEin zusätzliches Terminal geht in Betrieb, um den wachsenden Charterverkehr abzufertigen.
2015Der griechische Privatisierungsfonds unterzeichnet mit dem Konsortium aus Fraport und Copelouzos den Vertrag über 14 Regionalflughäfen, darunter Rhodos.
2017Fraport Greece übernimmt vor der Sommersaison den Betrieb. Im November beginnen die ersten Umbauten.
2020Die Modernisierung wird abgeschlossen. Die Pandemie drückt den Verkehr gleichzeitig auf rund 1,55 Millionen Passagiere.
2022Mit gut 5,8 Millionen Fluggästen liegt Rhodos bereits wieder über dem Niveau von 2019.
2024Knapp 6,9 Millionen Passagiere und rund 46.700 Flugbewegungen – ein Plus von fast 13 Prozent bei den Fluggästen.
2025Erstmals mehr als 7 Millionen Passagiere in einem Jahr.

Flughafen Rhodos Diagoras aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Rhodos Diagoras

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Die Betriebsrichtung gecheckt – auf Rhodos wird meist in Richtung Südwesten gelandet
  • Einen Ferienflieger von Jet2, TUI oder Condor beim Anflug über die Küste fotografiert
  • Eine ATR von Olympic Air oder SKY express auf dem Weg zu einer Dodekanes-Insel erwischt
  • Einen Flug aus Israel notiert – im Sommer landen mehrere am Tag
  • Einen Line-up am Bahnende im Abendlicht vom Strandweg aus festgehalten
  • Eine Airline gesehen, die du in Mitteleuropa kaum vor die Linse bekommst
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – griechische Flugzeuge tragen das Präfix SX-

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Im Sommer enormer Airline-Mix aus ganz Europa und Israel auf engem Raum
  • Nur eine Bahn – du verpasst keine Bewegung, wenn du richtig stehst
  • Viele Spots mit Meer, Strand oder Hügeln im Hintergrund
  • Sonnensicheres Wetter von Frühjahr bis Herbst
  • Perfekt mit einem Badeurlaub kombinierbar

Wo es hakt

  • Kein offizieller Besucherbereich, viele Spots am Zaun oder auf Privatgrund
  • Im Winter nur wenig Verkehr
  • Starkes Hitzeflimmern ab dem späten Vormittag
  • Fraport Greece hat Zäune erneuert und Fotolücken geschlossen – Spots ändern sich
  • Spotter berichten von Diebstählen an abgelegenen Standorten

Für Millionen Urlauber ist er das erste, was sie von der Insel sehen: Der Flughafen Rhodos Diagoras liegt direkt an der Westküste, zwischen Meer und Hügeln, und fertigt im Sommer einen Ferienflieger nach dem anderen ab. Mit mehr als sieben Millionen Passagieren im Jahr 2025 gehört RHO zu den verkehrsreichsten Flughäfen Griechenlands. Für Spotter ist Rhodos ein klassischer Urlaubsflughafen – eine einzige Bahn, keine offizielle Aussichtsplattform, dafür ein Airline-Mix aus ganz Europa und Israel, der dir an einem guten Sommervormittag mehr Abwechslung bietet als mancher große Hub.

Dein Rhodos-Logbuch

Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot festhalten und später im Hangar wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Von Maritsa nach Paradisi

Die Luftfahrtgeschichte von Rhodos beginnt nicht an der Küste, sondern im Inselinneren. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm der zivile Luftverkehr am Flugplatz Maritsa seinen Anfang, einem Platz wenige Kilometer landeinwärts, der heute als Militärflugplatz dient. Über Jahrzehnte landeten dort die Maschinen der damaligen Staatsairline Olympic Airways und die ersten Charterflüge mit Urlaubern aus Nordeuropa.

Mit dem Pauschaltourismus der 1970er-Jahre stieß Maritsa an seine Grenzen. Griechenland baute deshalb an der flachen Westküste, direkt neben dem Dorf Paradisi, einen neuen Flughafen. Am 28. Juni 1977 ging er in Betrieb, Maritsa blieb seither ein reiner Militärflugplatz. Diese Doppelung ist für Spotter bis heute wichtig: Der zivile Flughafen ist ein entspannter Ferienairport, der alte Platz im Inland dagegen militärisches Sperrgebiet, an dem Kameras nichts verloren haben.

Seinen Namen trägt der Flughafen nach Diagoras von Rhodos, einem Faustkämpfer der Antike, der bei den Olympischen Spielen siegte. Auf Englisch heißt der Airport offiziell Rhodes International Airport „Diagoras“, im Alltag sagen die meisten einfach Rhodes Airport oder RHO.

7 Mio.+Passagiere im Jahr 2025
46.700Flugbewegungen 2024
3.305 mLänge der einzigen Bahn
1977Eröffnung bei Paradisi

Wachstum mit dem Tourismus

Die Verkehrskurve von Rhodos ist die Kurve des griechischen Sommerurlaubs. Mitte der 1990er-Jahre lag der Flughafen bei rund zweieinhalb Millionen Passagieren, 1999 knackte er erstmals die Marke von drei Millionen. Weil der Charterverkehr immer weiter wuchs, kam Mitte der 2000er-Jahre ein zusätzliches Terminalgebäude dazu, das zunächst vor allem Flüge außerhalb des Schengen-Raums abfertigte.

Nach 2010 ging es noch einmal deutlich bergauf: 2017 waren es gut 5,3 Millionen Fluggäste, 2019 rund 5,5 Millionen – damit lag Rhodos auf Platz vier der griechischen Flughäfen. Die Pandemie ließ die Zahl 2020 auf gut 1,5 Millionen einbrechen. Umso schneller kam die Erholung: Schon 2022 lag Rhodos mit knapp 5,9 Millionen Passagieren über dem Vorkrisenniveau, 2024 waren es fast 6,9 Millionen bei rund 46.700 Flugbewegungen. 2025 überschritt der Flughafen laut Fraport Greece erstmals die Marke von sieben Millionen Passagieren.

Typisch für einen Ferienflughafen ist die extreme Saisonalität. Der allergrößte Teil dieser Passagiere reist zwischen April und Oktober. Im Dezember 2025 zählte der Flughafen gerade einmal gut 72.000 Fluggäste – ein Bruchteil dessen, was im Hochsommer an einer einzigen Woche durch die Terminals geht.

Jahr Passagiere (gerundet) Bemerkung
1999 3,3 Mio. erstmals über drei Millionen
2017 5,3 Mio. erstes Jahr unter Fraport Greece
2019 5,5 Mio. Platz vier in Griechenland
2020 1,6 Mio. Pandemie-Tief
2022 5,9 Mio. Vorkrisenniveau übertroffen
2024 6,9 Mio. rund 46.700 Flugbewegungen
2025 7,1 Mio. Rekordjahr

Fraport Greece übernimmt

Ein wichtiger Einschnitt kam mit der Privatisierung der griechischen Regionalflughäfen. Im Dezember 2015 unterzeichnete der staatliche Privatisierungsfonds den Vertrag mit einem Konsortium aus dem Frankfurter Flughafenkonzern Fraport und der griechischen Copelouzos-Gruppe. Es übernahm 14 Regionalflughäfen für 40 Jahre, darunter neben Rhodos auch den Flughafen Kos, den Flughafen Korfu und den Flughafen Thessaloniki. Eigentümer der Flughäfen bleibt der griechische Staat.

Vor der Sommersaison 2017 übernahm Fraport Greece den Betrieb, im November desselben Jahres begannen die Umbauten. Zuerst ging es um Grundsätzliches: Sauberkeit, bessere Beleuchtung und Markierungen auf dem Vorfeld, neue Sanitäranlagen, Brandschutz und eine neue Feuerwache. Danach wurde das Terminal umgebaut und das Vorfeld neu geordnet. Die Zahl der Check-in-Schalter stieg von 40 auf 45, die der Abflug-Gates von 16 auf 18, die Sicherheitskontrollen wuchsen von sieben auf zwölf Spuren, und statt vier gibt es seitdem fünf Gepäckbänder. 2020 waren die Arbeiten abgeschlossen.

Was das für Spotter bedeutet

Mit dem Betreiberwechsel kamen auch neue Zäune. Nach Berichten aus der Spotter-Community wurden an mehreren Stellen Lücken geschlossen und Zaunabschnitte erneuert. Manche Spots, die in älteren Reiseberichten auftauchen, funktionieren heute nur noch mit Trittleiter oder gar nicht mehr. Prüf deshalb immer aktuelle Erfahrungsberichte, bevor du dich auf einen bestimmten Standort festlegst.

Das Layout: eine Bahn zwischen Küste und Hügeln

Der Flughafen ist übersichtlich aufgebaut. Eine einzige Asphaltbahn mit 3.305 Metern Länge und 60 Metern Breite verläuft ungefähr parallel zur Küste, von Nordosten nach Südwesten. Zwischen Bahn und Meer liegt ein schmaler Streifen mit einem Strandweg, auf der anderen Seite schließen sich die Terminals, das Vorfeld, die Hauptstraße und dahinter die Hügel um Paradisi an.

Das Vorfeld bietet laut Nachschlagewerken Platz für bis zu 20 Flugzeuge in der Größe eines A320 oder einer Boeing 737. Drei Positionen sind zusätzlich für größere Muster ausgelegt – etwa für einen A330, wie er im Ferienverkehr gelegentlich auftaucht. Auch eine Boeing 757, die trotz ihrer Länge ein Schmalrumpfflugzeug ist, siehst du im Charterverkehr ab und zu. Für die Allgemeine Luftfahrt gibt es ein kleines eigenes Vorfeld mit drei Stellplätzen.

Eine kleine Verwirrung gibt es bei der Bahnbezeichnung. In aktuellen Nachschlagewerken wird die Bahn als 06/24 geführt, viele Spotter-Guides und ältere Unterlagen sprechen dagegen noch von 07/25. Gemeint ist dieselbe Bahn. Solche Umbenennungen sind nicht ungewöhnlich, weil sich Bahnbezeichnungen nach der magnetischen Kursrichtung richten und die sich über die Jahre langsam verschiebt. Wenn du in einem Reisebericht von „Runway 25“ liest, ist also die heutige 24 gemeint. Was hinter den Zahlen steckt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.

Element Angabe Für Spotter wichtig
Bahn 06/24 (früher 07/25) 3.305 m × 60 m, Asphalt nur eine Bahn – alle Bewegungen laufen hier
Hauptrichtung Landungen meist Richtung Südwesten (24) Anflüge kommen von Nordosten entlang der Küste
Vorfeld bis zu 20 Schmalrumpf-Positionen, drei für Großraumflugzeuge im Sommer oft voll belegt
GA-Vorfeld drei Stellplätze Business Jets im Sommer
Terminals zwei Gebäude, ab 2017 modernisiert Fensterblick aufs Vorfeld nach der Sicherheitskontrolle

Betriebsrichtung: meist 24

Nach Angaben erfahrener Spotter wird auf Rhodos die meiste Zeit in Richtung 24 (in den Guides 25) gelandet und gestartet. Die Flugzeuge kommen dann von Nordosten, ziehen über die Küste und setzen in Richtung Paradisi auf. Läuft der Betrieb andersherum, also Richtung 06, kommen die Anflüge aus Südwesten über die Hügel hinter dem Dorf.

Weil es nur eine Bahn gibt, ist die Planung einfacher als an großen Drehkreuzen: Du musst nicht herausfinden, welche Bahn für Starts und welche für Landungen genutzt wird, sondern nur die Richtung kennen. Einen Blick auf den Wind solltest du trotzdem vorher werfen. Wie das mit Wetterkarten klappt, steht im Beitrag zu Windy und anderen Wetterkarten.

Wind und Piste vor der Fahrt checken

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Piste am Flughafen – so weißt du schon im Hotel, ob sich der Strandweg oder der Hügel lohnt. Planetrack startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Olympic Air, Aegean und die Inselflieger

Das ganze Jahr über halten vor allem die griechischen Airlines den Betrieb am Laufen. Olympic Air nutzt Rhodos als Knotenpunkt für ihre Turboprop-Verbindungen in der Dodekanes. Mit ATR 42-600 und ATR 72-600 geht es zu kleinen Inseln wie Karpathos, Kasos und Kastellorizo. Wenn du Turboprops magst, bekommst du hier Bewegungen, die es an deutschen Flughäfen kaum gibt. Beim Unterscheiden hilft der Beitrag ATR 42/72 und Dash 8 unterscheiden.

Die Muttergesellschaft Aegean Airlines verbindet Rhodos mit dem Flughafen Athen und Thessaloniki und fliegt dabei mit Jets der Airbus-A320-Familie, darunter A320neo und A321neo. Auch SKY express steuert Rhodos an, mit ATR-Turboprops und Airbus-Jets – unter anderem nach Athen, Kos, Kalymnos und Leros.

Der Sommer: Ferienflieger aus ganz Europa

Ab dem Frühjahr verwandelt sich Rhodos. Dann landen Airlines, die du sonst nur verstreut über halb Europa siehst, auf einer einzigen Bahn. 2023 kamen die meisten Passagiere aus Großbritannien, gefolgt von Deutschland und dem griechischen Inlandsverkehr. Danach folgten Polen, Israel, Schweden, die Niederlande, Tschechien, Frankreich und Finnland.

Entsprechend bunt ist das Bild. Aus Großbritannien fliegen unter anderem Jet2, TUI Airways und easyJet. Aus dem deutschsprachigen Raum kommen Condor, TUIfly, Discover Airlines, Eurowings, Marabu und Edelweiss. Dazu kommen Low-Cost-Airlines wie Ryanair und Wizz Air, Ferienflieger wie Smartwings und Neos sowie die Ableger der TUI-Gruppe aus Belgien und den Niederlanden. Einen Überblick über das TUI-Geflecht bietet die Seite zu den TUI-Airlines.

Ein Highlight für viele Spotter sind die Flüge aus Israel. El Al, Israir und Arkia fliegen Rhodos im Sommer an, teilweise mehrmals täglich. Nach Erfahrungsberichten ist bei diesen Ankünften zusätzliches Sicherheitspersonal unterwegs – verzichte dann auf Leitern am Zaun und verhalte dich unauffällig.

Typenmäßig dominiert die Schmalrumpf-Welt: Boeing 737-800 und 737 MAX 8, die A320 und die A321 in alten und neuen Varianten. Wenn du die vielen Varianten sicher auseinanderhalten willst, helfen die Beiträge A320neo oder ceo? und Boeing 737 Generationen unterscheiden.

Herkunft Beispiele für Airlines Typisches Flugzeugbild
Griechenland Olympic Air, Aegean, SKY express ATR 42/72, A320-Familie
Großbritannien Jet2, TUI Airways, easyJet Boeing 737, A320-Familie
Deutschland und Schweiz Condor, TUIfly, Discover, Eurowings, Marabu, Edelweiss A320-Familie, Boeing 737
Israel El Al, Israir, Arkia Boeing 737, Airbus A320-Familie
Low-Cost europaweit Ryanair, Wizz Air Boeing 737, A321neo

Welche Airlines in einer bestimmten Saison tatsächlich fliegen, ändert sich jedes Jahr. Stand Oktober 2026 gilt: Prüf vor deinem Trip die aktuellen Flugpläne, statt dich auf alte Listen zu verlassen. Warum Sommer- und Winterflugplan einen so großen Unterschied machen, erklärt der Beitrag IATA-Sommer- und Winterflugplan.

Spotting auf Rhodos: die wichtigsten Standorte

Eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht. Die Spotter-Community hat aber über die Jahre eine ganze Reihe von Standorten rund um die Bahn gesammelt. Grob lassen sie sich in vier Gruppen einteilen.

Im Terminal: Nach der Sicherheitskontrolle hast du aus dem Abflugbereich durch weitgehend klare Scheiben Blick auf das Vorfeld und die Rollwege. Das ist ideal für die letzten Fotos vor dem Heimflug. Geparkte Flugzeuge und Bodengerät verdecken allerdings manchmal die Sicht.

Entlang der Zufahrt und der Parallelstraße: Auf der Landseite gibt es mehrere Zaunspots an der Flughafenzufahrt, in der Nähe der Mietwagenstationen und an der Straße, die parallel zur Bahn verläuft. Von dort siehst du Rollwege, Bahn und abrollende Maschinen. Ein Spot nahe einem kleinen Sportplatz gilt als guter Allrounder, weil ein Großteil der landenden Flugzeuge dort die Bahn verlässt. Für bessere Sicht über den Zaun brauchst du oft ein, zwei Stufen einer Trittleiter.

Auf den Hügeln: Hinter Paradisi gibt es erhöhte Standorte mit Blick auf Starts in Richtung Südwesten, ein weiterer Hügel liegt gegenüber der Mietwagenzone und zeigt Anflüge mit dem Meer im Hintergrund. Die Zufahrten sind teils schlechte Schotterwege, und nicht immer ist klar, ob du auf öffentlichem oder privatem Grund stehst. Läuft der Betrieb in Richtung 06, ist ein Restaurant mit Blick auf die Bahn ein beliebter Treffpunkt – dort bestellst du selbstverständlich etwas.

Am Strandweg: Zwischen Bahn und Meer führt ein schmaler Weg unter dem Anflug entlang. Von hier aus fotografierst du Landungen, Starts und Line-ups am Bahnende. Weil die Sonne dann im Westen über dem Meer steht, lohnt sich dieser Bereich vor allem am späten Nachmittag und Abend. Ein früher gern genutzter Ruinenbau zum Erhöhen ist nach Community-Berichten inzwischen eingezäunt, und auch der Zaun am Strandweg wurde erneuert.

Betriebsrichtung klären

Landen die Flugzeuge von Nordosten (24) oder von Südwesten (06)? Davon hängt ab, ob du an den Strandweg, auf die Hügel oder ins Restaurant fährst.

Vormittags kommen

Der Betrieb beginnt nach Spotter-Berichten gegen 8 Uhr, die Spitze liegt am Vormittag, nach dem Mittag wird es ruhiger. Am Wochenende ist meist mehr los.

Mietwagen einplanen

Zu den Spots fahren keine Busse. Ein Mietwagen ist praktisch Pflicht, für schlechte Schotterwege ist ein Quad oder ein Fußmarsch manchmal die bessere Wahl.

Trittleiter mitnehmen

An vielen Zaunspots helfen ein paar Stufen. Nutze sie zurückhaltend und nicht bei sensiblen Ankünften oder Militärbewegungen.

Wertsachen sichern

An abgelegenen Spots berichten Spotter von Diebstählen. Auto abschließen, Kamera und Taschen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Licht, Hitze und Saison

Weil die Bahn von Nordosten nach Südwesten verläuft und das Meer im Westen liegt, wandert das Licht im Tagesverlauf von der Landseite zur Seeseite. Vormittags und um die Mittagszeit stehst du an den Spots auf der Terminal- und Straßenseite gut, am späten Nachmittag und Abend sind die Standorte am Strandweg im Vorteil. Wann die Sonne wo steht, planst du am besten mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot.

Die größte Herausforderung ist die Hitze. Im Sommer flimmert die Luft über Asphalt und trockenem Gelände schon ab dem späten Vormittag stark, vor allem bei langen Brennweiten. Wie du gegensteuerst, steht im Beitrag zum Hitzeflimmern in der Flugzeugfotografie. Pack außerdem viel Wasser, Sonnenschutz und eine Kopfbedeckung ein – an den meisten Spots gibt es keinen Schatten. Tipps dafür gibt der Beitrag Planespotting im Sommer.

Bei der Saison ist Rhodos eindeutig: Die Hochsaison läuft von Juni bis August, in den Randmonaten ist schon deutlich weniger los, und von etwa November bis April bleiben fast nur die griechischen Inlandsflüge. Ein Spotting-Trip im Winter lohnt deshalb kaum, ein Badeurlaub mit ein paar Spotting-Vormittagen im Sommer dafür umso mehr.

Griechenland ist beim Fotografieren sensibel

Seit dem Kalamata-Fall 2001 wissen Spotter, dass Griechenland beim Fotografieren militärischer Anlagen keinen Spaß versteht. Am zivilen Flughafen Rhodos wird Spotten nach Erfahrungsberichten meist toleriert, gelegentlich gibt es aber auch Militärbewegungen. Dann gilt: Kamera runter, unauffällig bleiben. Den Militärflugplatz Maritsa im Inselinneren fotografierst du gar nicht. Mehr dazu in den Beiträgen Planespotting in Griechenland heute und Polizeikontrolle beim Spotten.

Anreise zum Flughafen

Der Flughafen liegt rund 13 bis 14 Kilometer südwestlich von Rhodos-Stadt an der Küstenstraße der Westseite. Zwischen Stadt und Flughafen pendeln Linienbusse, nach Angaben aus Nachschlagewerken ungefähr alle 90 Minuten vom frühen Morgen bis in den späten Abend. Dazu kommen Taxis und zahlreiche Mietwagenfirmen direkt am Terminal.

Für das Terminal reicht der Bus. Für die Spots rund um die Bahn kommst du ohne Auto aber kaum aus, denn die Standorte liegen an Nebenstraßen, Feldwegen und am Strand. Essen und Getränke findest du im Dorf Paradisi gleich neben dem Flughafen, Toiletten im Terminal. Allgemeine Tipps zur Anreise gibt es im Beitrag Anreise zum Spot, und wie du Spotting und Familienurlaub unter einen Hut bekommst, zeigt der Beitrag Planespotting im Urlaub.

Rhodos passt zu dir, wenn …

  • du Urlaub und Spotting verbinden willst
  • du viele verschiedene europäische Airlines auf engem Raum sehen möchtest
  • du einen Mietwagen hast und gern verschiedene Spots ausprobierst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du nur mit dem Bus unterwegs bist
  • du nur in der Mittagshitze Zeit hast

Eher woanders, wenn …

  • du im Winter reist
  • du Großraumflugzeuge in großer Zahl oder einen offiziellen Besucherhügel suchst

Rhodos und die anderen Ferienflughäfen

Rhodos ist einer von vielen griechischen Urlaubsairports, und jeder hat seinen eigenen Charakter. Der Nachbar Flughafen Kos ist kleiner, aber ähnlich stark vom Charterverkehr geprägt. Auf Kreta wartet der Flughafen Heraklion mit spektakulären Anflügen über das Meer. Wer die berühmtesten Spots des Landes sucht, plant Kanoni am Flughafen Korfu oder das Pistenende in Skiathos ein.

Einen Überblick über das ganze Land gibt dir der Griechenland-Guide für Spotter. Und wie du einen Urlaub von Anfang an so planst, dass die besten Flughafentage in den Reiseplan passen, zeigt der Beitrag Spotting-Urlaub planen.

Jeder Ferienflieger zählt

Beiträge mit Foto, Typ und Kennzeichen, eine Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer und Sichtungs-Alarme für Airlines und Special Liveries – alles in Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Der Flughafen Rhodos ist ein Paradebeispiel für einen griechischen Ferienairport. Im Winter verschlafen, im Sommer ein Bienenstock: Jet2, TUI, Condor, Ryanair, Wizz Air, israelische Airlines und Olympic-Turboprops wechseln sich auf einer einzigen Bahn ab, und das vor einer Kulisse aus Meer, Strand und Hügeln. Mit mehr als sieben Millionen Passagieren im Jahr 2025 hat der Flughafen unter Fraport Greece einen neuen Rekord aufgestellt.

Bequem ist das Spotten hier allerdings nicht. Es gibt keine Besucherterrasse, viele Spots liegen an Zäunen oder auf Privatgrund, neue Zäune haben einige Klassiker verändert, und die Mittagshitze macht Fotos schwer. Wer früh am Vormittag oder am Abend unterwegs ist, die Betriebsrichtung kennt und sich an die griechischen Spielregeln hält, kommt trotzdem mit einer prall gefüllten Speicherkarte aus dem Urlaub zurück.

Kurzfazit

RHO ist ein Ferienflughafen mit einer Bahn und einem riesigen Sommer-Airline-Mix. Mit Mietwagen, Trittleiter und frühem oder spätem Licht wirst du belohnt – mit Jets aus halb Europa, israelischen Airlines und ATR-Turboprops vor Meereskulisse.

Zusammenfassung

  • Rhodos lebt vom Sommer: Von April bis Oktober bringen Ferien- und Low-Cost-Airlines aus ganz Europa Millionen Urlauber auf die Insel.
  • Mit nur einer Bahn ist der Flughafen übersichtlich – wer die Betriebsrichtung kennt, ist schnell am richtigen Spot.
  • Die Spots liegen an Zäunen, auf Hügeln und an einem Strandweg und haben sich durch neue Zäune in den letzten Jahren verändert.
  • Morgens und am frühen Abend fotografierst du am besten, mittags macht das Hitzeflimmern vieles kaputt.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Rhodos?

Der IATA-Code ist RHO, der ICAO-Code LGRP. RHO steht auf Tickets und Gepäckanhängern, LGRP nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.

Wie lang ist die Bahn am Flughafen Rhodos?

Der Flughafen hat eine einzige Asphaltbahn mit 3.305 Metern Länge und 60 Metern Breite. Sie wird heute als 06/24 geführt. Viele Spotter-Guides und ältere Karten verwenden noch die frühere Bezeichnung 07/25 – gemeint ist dieselbe Bahn.

Warum heißt der Flughafen Diagoras?

Namensgeber ist Diagoras von Rhodos, ein Faustkämpfer aus der Antike, der bei den Olympischen Spielen siegte und auf der Insel bis heute verehrt wird.

Wer betreibt den Flughafen Rhodos?

Seit 2017 ist Fraport Greece zuständig, ein Gemeinschaftsunternehmen des Frankfurter Flughafenkonzerns Fraport und der griechischen Copelouzos-Gruppe. Die Konzession läuft über 40 Jahre und umfasst 14 griechische Regionalflughäfen. Eigentümer der Flughäfen bleibt der griechische Staat.

Wann lohnt sich Spotting auf Rhodos?

Am meisten los ist von Juni bis August, vor allem vormittags und am Wochenende. Von etwa November bis April fliegen fast nur noch griechische Airlines wie Olympic Air, Aegean und SKY express im Inlandsverkehr – dann lohnt ein reiner Spotting-Trip kaum.

Darf man am Flughafen Rhodos spotten?

Vom öffentlichen Grund aus wird Spotten nach Berichten aus der Community in der Regel toleriert. Griechenland reagiert aber sensibel auf das Fotografieren militärischer Anlagen, wie der Kalamata-Fall gezeigt hat. Bleib bei Militärbewegungen zurückhaltend, fotografiere den Militärflugplatz Maritsa nicht und verhalte dich bei Kontrollen ruhig.

Wie komme ich zum Flughafen Rhodos?

Zwischen Rhodos-Stadt und dem Flughafen fahren Linienbusse, nach Angaben aus Nachschlagewerken etwa alle 90 Minuten von morgens bis spätabends. Dazu kommen Taxis und Mietwagen. Für die Spots rund um die Bahn brauchst du praktisch immer ein Auto.

Sichtungen rund um Flughafen Rhodos Diagoras sammeln

Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Früher Zugang, Vorteile zum Start und Mitsprache bei neuen Features.

Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

OA / OAL

Olympic Air

Griechenlands Regionalairline mit den sechs Ringen: 2009 gestartet, seit 2013 Tochter von Aegean und heute mit ATR 42-600, ATR 72-600 und zwei betagten Dash 8-100 vor allem auf Inlands- und Inselstrecken unterwegs.

A3 / AEE

Aegean Airlines

Griechenlands größte Airline mit Drehkreuz Athen: Star-Alliance-Mitglied seit 2010, reine Airbus-A320-Familie im Jetverkehr und mit Olympic Air eine Tochter, die mit ATR-Turboprops die Inseln anfliegt.

GQ / SEH

SKY express

Griechische Airline aus Heraklion, gegründet 2005: ATR-Turboprops für die Inseln, eine junge Airbus-A320neo-Flotte für Athen und Europa und ein Netz, das inzwischen auch fünf deutsche Städte erreicht hat.

LS / EXS

Jet2.com

Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.

X3 / TUI

TUIfly

Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.

DE / CFG

Condor

Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.

LY / ELY

El Al

Israels Nationalairline aus Tel Aviv: reine Boeing-Flotte mit 787 Dreamliner, 777-200ER und 737, keine Allianz – und an europäischen Flughäfen mit besonders strengen Sicherheitsverfahren unterwegs.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

Typische Flugzeuge

Spotting-Spots rund um Flughafen Rhodos Diagoras

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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