Planespotting in Griechenland heute: Militärflugplätze, Inselflughäfen und erlaubte Spots

Skiathos und Korfu sind Spotter-Klassiker, gleichzeitig gehört Griechenland zu den Ländern, in denen Fotos von Militär ernsthaft Ärger bedeuten. Der Guide erklärt die Rechtslage, nennt gemischt genutzte Flughäfen und zeigt, wie du am Zaun auf der sicheren Seite bleibst.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202611 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Militär ist absolut tabu: Fotos von militärischen Anlagen, Flugzeugen und Personal gelten in Griechenland als mögliches Spionagedelikt – auch für EU-Bürger und auch von öffentlichem Grund aus.
  • Die offizielle Linie ist streng: Das Auswärtige Amt nennt neben Militär ausdrücklich auch wichtige zivile Anlagen wie Flughäfen und Häfen als Fotografierverbot. Das griechische Außenministerium verlangt für Aufnahmen an Flughäfen eine besondere Genehmigung.
  • Viele Flughäfen sind gemischt genutzt: Chania, Heraklion, Kalamata, Araxos, Aktion/Preveza, Thessaloniki und Limnos teilen sich ihre Anlagen mit der Luftwaffe oder der NATO.
  • Der Fall Chania zeigt die Aktualität: Im Juni 2026 wurde am Flughafen Chania ein deutscher Tourist mit Profi-Kamera festgenommen und wegen Spionage angeklagt.
  • Zivile Ferienspots sind gelebte Praxis: Am Pistenende von Skiathos oder in Kanoni auf Korfu fotografieren täglich viele Menschen Ferienjets – dort gelten vor allem Sicherheitsregeln wie Jetblast und Ampeln.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Die kurze Antwort
  2. 2.Was offizielle Stellen sagen
  3. 3.Warum Griechenland so empfindlich ist
  4. 4.Der Fall Chania 2026
  5. 5.Gemischt genutzte Flughäfen: die Gefahrenzone
  6. 6.Die Inselflughäfen: wo Spotten gelebte Praxis ist
  7. 7.Militärluftfahrt legal erleben
  8. 8.Drohnen: in Flughafennähe ein No-Go
  9. 9.Wenn die Polizei vorbeikommt
  10. 10.Fazit

Griechenland ist für viele Spotter ein Sehnsuchtsziel: Ferienjets, die in Skiathos knapp über die Köpfe am Pistenende fliegen, die Landungen vor der Mausinsel auf Korfu, dazu Sonne, Meer und klare Sicht. Gleichzeitig hat das Land in der Szene einen zweiten Ruf. Seit dem Kalamata-Fall von 2001 weiß jeder ältere Spotter, dass Fotos und Notizen von Militär hier schnell als Spionage gelten können – und eine Festnahme am Flughafen Chania im Juni 2026 hat gezeigt, dass das keine Geschichte von gestern ist. Dieser Guide erklärt, was Planespotting in Griechenland heute rechtlich bedeutet, welche Flughäfen zivil und militärisch genutzt werden und wo du ohne Bauchschmerzen fotografierst.

Deine Griechenland-Sichtungen an einem Ort

Mit Planetrack postest du jede Sichtung mit Foto, Flugzeugtyp, Kennzeichen, Airline, Flughafen und Spot – und siehst auf der Spot-Karte, welche Standorte andere Spotter bewertet haben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Die kurze Antwort

Ein Gesetz gegen Planespotting gibt es in Griechenland nicht – aber eine sehr strenge Haltung gegenüber allem, was militärisch ist. In der Praxis lassen sich drei Ebenen unterscheiden:

  • Militär: Militärische Anlagen, Flugzeuge, Schiffe und Personal fotografierst du nicht. Punkt. Das gilt auch von öffentlichen Straßen und Stränden aus und auch dann, wenn du gar keine böse Absicht hast.
  • Flughäfen allgemein: Offizielle Stellen formulieren hier strenger, als viele denken. Das Auswärtige Amt zählt Flughäfen und Häfen zu den wichtigen zivilen Anlagen, deren Fotografieren aus Spionagegründen verboten ist. Das griechische Außenministerium verlangt für Aufnahmen an Flughäfen eine besondere Genehmigung.
  • Gelebte Praxis: An zivilen Ferienflughäfen wie Skiathos oder Korfu fotografieren trotzdem jeden Sommer unzählige Menschen landende Flugzeuge von öffentlichen Flächen aus, ohne dass das jemanden stört.

Zwischen Regelwerk und Praxis liegt also eine Lücke, in der du dich mit gesundem Menschenverstand bewegst. Stand dieser Übersicht ist Oktober 2026. Den allgemeinen Rahmen für Reisen mit Kamera findest du im Guide Spotten im Ausland: Rechtslage, konkrete Flughäfen und Standorte im Planespotting-Guide für Griechenland.

14Regionalflughäfen betreibt Fraport Greece seit April 2017
7+Flughäfen mit ziviler und militärischer Nutzung
2001Kalamata-Fall: 14 Spotter wegen Spionage angeklagt

Was offizielle Stellen sagen

Wer die Rechtslage verstehen will, muss die Formulierungen der Behörden kennen – denn auf sie berufen sich Polizei und Gerichte, nicht auf Spotterforen.

Die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts für Griechenland sind deutlich: Das Fotografieren militärischer und wichtiger ziviler Anlagen, ausdrücklich genannt sind Flughäfen und Häfen, ist aus Spionagegründen verboten. Verstöße werden nach diesen Hinweisen auch bei EU-Bürgern strafrechtlich verfolgt und hart bestraft. Zusätzlich rät das Amt Wanderern, Schilder zu militärischen Sperrgebieten zu beachten.

Das griechische Außenministerium beschreibt die Lage etwas differenzierter: Fotografieren im öffentlichen Raum ist grundsätzlich ohne Genehmigung möglich, solange es nicht gegen den Anstand verstößt, den Verkehr behindert oder öffentliche Interessen berührt. Für Aufnahmen in militärischen Einrichtungen und Häfen, in Grenzregionen, an archäologischen Stätten, in Museen und an Flughäfen braucht es dagegen eine besondere Genehmigung. Für Luftaufnahmen mit Drohnen ist eine Erlaubnis der Luftfahrtbehörde nötig.

Für die Praxis heißt das: Wer ohne Erlaubnis Militärpersonal, militärische Einrichtungen oder auch Polizeikräfte fotografiert, muss mit einer Kontrolle und im Ernstfall mit einer Festnahme rechnen.

Warnschilder sind ernst gemeint

An militärischen Anlagen in Griechenland stehen oft Schilder mit durchgestrichener Kamera. Sie sind keine Empfehlung, sondern ein Verbot. Umgekehrt gilt aber auch: Fehlt ein Schild, heißt das nicht, dass ein Motiv unbedenklich ist. Militärisches Gerät bleibt tabu, egal ob ein Schild davor steht.

Warum Griechenland so empfindlich ist

Die Strenge hat Gründe. Griechenland unterhält eine schlagkräftige Luftwaffe mit F-16 Fighting Falcon, Mirage 2000 und Dassault Rafale; die modernisierte F-4 Phantom II wird schrittweise ausgemustert. Die Lage in der Ägäis gilt als sicherheitspolitisch angespannt, und auf Kreta liegt mit Souda Bay ein Stützpunkt, den neben der griechischen Luftwaffe auch NATO-Partner nutzen. Militärische Präsenz ist deshalb nicht auf abgelegene Basen beschränkt, sondern reicht bis an die Ferienflughäfen heran.

Hinzu kommt die Geschichte der Szene. Im November 2001 nahm die griechische Polizei vierzehn Spotter aus Großbritannien und den Niederlanden fest, nachdem sie einen Tag der offenen Tür auf dem Luftwaffenstützpunkt Kalamata besucht hatten. Neben Fotos ging es auch um Notizen mit Kennungen der Militärflugzeuge. Die Gruppe saß mehrere Wochen in Untersuchungshaft, wurde im April 2002 zunächst verurteilt und erst im Berufungsverfahren freigesprochen. Die ganze Geschichte erzählt der Artikel Der Kalamata-Fall 2001. Die wichtigste Lehre daraus: Auch Listen und Logbücher mit Kennungen von Militärmaschinen können als Sammeln von Informationen gewertet werden.

Der Fall Chania 2026

Dass sich daran wenig geändert hat, zeigt ein Fall aus diesem Jahr. Nach einem Bericht von iefimerida.gr nahmen Zivilbeamte Anfang Juni 2026 am Flughafen Chania auf Kreta einen 56-jährigen deutschen Touristen fest. Er hatte mit professioneller Kameraausrüstung fotografiert, die Polizei warf ihm vor, sensible Anlagen, Flugzeuge und Bewegungen von Personal aufgenommen zu haben. Kamera und Speichermedien wurden zur Auswertung beschlagnahmt, er wurde wegen Spionage angeklagt und einem Richter in Chania vorgeführt. Seine Anwälte erklärten, er sei ein Luftfahrtfan im Familienurlaub und habe von den Beschränkungen trotz Warnschildern nichts gewusst. Wie das Verfahren ausgegangen ist, war bei Redaktionsschluss nicht öffentlich bekannt.

Der Flughafen Chania ist genau der Typ Platz, an dem Urlauber-Spotter in die Falle tappen: ein moderner Ferienflughafen, betrieben von Fraport Greece, mit Ferienjets aus ganz Europa – und gleichzeitig eine intensiv genutzte Basis der griechischen Luftwaffe in direkter Nachbarschaft zu Souda Bay. Was du durch den Sucher siehst, ist hier selten nur zivil. Was bei einer Beschlagnahme gilt, beschreibt Kamera oder Speicherkarte beschlagnahmt.

Gemischt genutzte Flughäfen: die Gefahrenzone

Das größte Risiko für Spotter in Griechenland sind nicht reine Militärbasen – die meidet man ohnehin –, sondern Flughäfen, die zivil und militärisch genutzt werden. Hier landen Ferienflieger, während auf der anderen Seite der Piste Kampfjets oder NATO-Maschinen stehen. Einige Beispiele:

Flughafen Militärische Nutzung Worauf du achtest
Chania (Kreta) gemeinsame zivil-militärische Anlage, intensiv von der Luftwaffe genutzt, Nähe zu Souda Bay Festnahme im Juni 2026, extrem sensibel
Heraklion (Kreta) gemeinsam zivil und militärisch genutzt Militärbereich nicht ins Bild nehmen
Kalamata (Peloponnes) Ausbildungsbasis der Luftwaffe, internationales Flugtrainingszentrum Ort des Kalamata-Falls 2001
Araxos (Westgriechenland) Basis des 116. Kampfgeschwaders mit F-16, im Sommer Ferienflüge Zivilverkehr nur ein Nebenaspekt
Aktion/Preveza von NATO und Luftwaffe genutzt Ferienflughafen mit Militärteil
Thessaloniki als zivil und militärisch geführt Großflughafen, trotzdem Militärseite meiden
Limnos Luftwaffenbasis auf dem Flughafengelände Insel nahe sensibler Seegebiete

Die Liste ist nicht vollständig. Gerade auf kleineren Inseln in der Ostägäis kannst du davon ausgehen, dass Militär eine Rolle spielt. Für den Flughafen Heraklion lohnt außerdem ein Blick nach vorn: Mit dem neuen Flughafen Kastelli im Osten der Insel ist ein Ersatz im Bau, dessen Eröffnung nach bisherigem Stand für 2027 angesetzt ist.

Eher unkritisch

  • Zivile Ferienjets im Anflug von öffentlichem Grund aus
  • Pistenende-Spots an rein zivilen Flughäfen wie Skiathos
  • Exponate in Museen mit Fotoerlaubnis
  • Bilder aus dem Flugzeugfenster ohne Militär im Hintergrund

Riskant oder verboten

  • Militärflugzeuge, Hallen und Personal – auch zufällig im Hintergrund
  • Lange Teleobjektive am Zaun gemischt genutzter Flughäfen
  • Notizen oder Listen mit Kennungen von Militärmaschinen
  • Drohnen in Flughafennähe oder über militärischem Gelände

Grundsätzliches zum Umgang mit Basen und Fliegerhorsten findest du im Guide Militärflugplätze fotografieren. In Griechenland gilt die Faustregel noch eine Stufe strenger: Wenn Militär im Bild sein könnte, lass die Kamera unten.

Die Inselflughäfen: wo Spotten gelebte Praxis ist

Die gute Nachricht: Die bekanntesten griechischen Spots sind rein zivile Ferienflughäfen, an denen Spotten seit Jahrzehnten zum Urlaubsalltag gehört. Seit April 2017 betreibt Fraport Greece 14 Regionalflughäfen des Landes, darunter viele Inselplätze.

  • Skiathos: Das Pistenende am Flughafen Skiathos ist einer der spektakulärsten Anflugspots Europas. Hier ist nicht die Rechtslage das Problem, sondern die Sicherheit: Bei Starts gibt es heftigen Abgasstrahl, und im Sommer 2022 wurden Menschen bei zwei Vorfällen schwer verletzt. Ampel, Polizei und Flughafenpersonal haben immer Vorrang. Warum Jetblast so gefährlich ist, erklärt Jetblast: unterschätzte Gefahr.
  • Korfu: Am Kanoni-Hügel mit Blick auf die Mausinsel fotografierst du Landungen von einem belebten Ausflugsziel aus. Café-Terrassen sind privat, an der Straße am Nordende der Piste folgst du der Polizei. Mehr zum Flughafen auf der Seite Flughafen Korfu.
  • Rhodos und Kos: Auch am Flughafen Rhodos und am Flughafen Kos dominiert im Sommer der Ferienverkehr. Bleib auf öffentlichen Wegen, klettere nicht auf Zäune und achte auf Hinweisschilder.
  • Athen: Der Flughafen Athen ist der größte des Landes und Drehkreuz von Aegean Airlines. Rund um den Platz findest du öffentliche Standorte, ein offizieller Spotterbereich ist uns nicht bekannt. Neben Aegean siehst du hier auch SKY express und Olympic Air.

Auch an diesen Orten gilt: Die strengen Formulierungen der Behörden zu Flughäfen sind nicht außer Kraft gesetzt, nur weil viele Menschen fotografieren. Ein unauffälliger Auftritt, zivile Motive und Kooperation bei Kontrollen machen den Unterschied.

Wissen, wann der Ferienjet kommt

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und Pistenrichtung am Flughafen und meldet per Sichtungs-Alarm, wenn ein gesuchtes Kennzeichen, ein Typ, eine Airline oder eine Special Livery im Anflug ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Wer griechische Kampfjets sehen will, muss nicht am Zaun einer Basis stehen. Der sichere Weg führt über Museen und offizielle Veranstaltungen. Am besten eignet sich das Museum der griechischen Luftwaffe in Tatoi nördlich von Athen. Es liegt auf einer aktiven Basis, ist für Einzelbesucher am Wochenende geöffnet, und am Tor zeigst du deinen Ausweis. Fotografiere dort nur die Exponate, nicht die Anlagen oder aktiven Flugzeuge der Basis.

Bei Flugtagen und Tagen der offenen Tür gilt die Lehre aus Kalamata: Eine Einladung aufs Gelände ist keine pauschale Fotoerlaubnis. Achte auf Hinweise der Veranstalter, frag im Zweifel nach und verzichte auf Notizen mit Kennungen. Entspanntere Bedingungen für Militärfotos findest du bei großen Airshows in Europa, wo Fotografieren ausdrücklich erwünscht ist.

Drohnen: in Flughafennähe ein No-Go

Griechenland wendet als EU-Mitglied die europäischen Drohnenregeln an. Im Umfeld von Flughäfen ist der Betrieb ohne Genehmigung untersagt, und für Luftaufnahmen mit Drohnen verlangt Griechenland nach Angaben des Außenministeriums eine Erlaubnis der Luftfahrtbehörde. Über militärisch genutzten Flughäfen oder Häfen kommt das Spionagethema hinzu – eine Drohne ist dort der schnellste Weg in eine Festnahme. Die EU-Grundlagen erklärt Mit der Drohne in den Urlaub, die Regeln rund um Flughäfen Drohnen am Flughafen.

Wenn die Polizei vorbeikommt

Wirst du angesprochen, ist das meistens eine Routinefrage. Entscheidend ist, dass du sie zur Routinefrage machst:

1. Ruhig bleiben

Grüß freundlich und nimm die Kamera herunter. Hektik oder Wegpacken wirkt verdächtig.

2. Ausweis zeigen

Hab Personalausweis oder Reisepass dabei. Ein Lichtbildausweis macht jede Kontrolle kürzer und entspannter.

3. Hobby erklären

Sag kurz, dass du Ferienflugzeuge fotografierst, und zeig auf Wunsch deine Bilder. Zivile Jets vor blauem Himmel sind die beste Erklärung.

4. Anweisungen folgen

Wirst du gebeten zu gehen oder Bilder zu löschen, diskutiere nicht vor Ort. Kläre die Rechtslage später.

Kommt es doch zur Festnahme: Unterschreib nichts, was du nicht verstehst, bestehe auf einem Dolmetscher und verlange, dass deine Botschaft oder dein Konsulat informiert wird. Allgemeine Tipps für Kontrollen liefert Polizeikontrolle beim Spotten.

Gute Wahl, wenn …

  • du an rein zivilen Ferienflughäfen von öffentlichen Flächen aus fotografierst
  • du Museen wie Tatoi oder offizielle Veranstaltungen besuchst
  • du aus dem Flugzeugfenster ohne Militär im Bild fotografierst

Vorsicht, wenn …

  • dein Urlaubsflughafen auch militärisch genutzt wird
  • du mit langem Tele lange an einer Stelle stehst
  • Schilder in der Nähe auf Sperrgebiete hinweisen

Lass es, wenn …

  • Militärflugzeuge, Anlagen oder Personal ins Bild kämen
  • ein Schild das Fotografieren verbietet
  • du eine Drohne in Flughafennähe starten willst

Bereit für den Spottertrip nach Griechenland?

Hak ab, was du erledigt hast – am Ende siehst du, ob du gut vorbereitet bist.

  • Ich weiß, ob mein Zielflughafen auch militärisch genutzt wird.
  • Ich habe die aktuellen Reisehinweise des Auswärtigen Amts gelesen.
  • Personalausweis oder Reisepass sind beim Spotten dabei.
  • Meine Standorte liegen auf öffentlichem Grund, ohne Kletterei am Zaun.
  • Ich notiere keine Kennungen von Militärmaschinen.
  • Die Drohne bleibt fern von Flughäfen.
  • In Skiathos halte ich Abstand bei Starts und achte auf die Ampel.

Spots, Sichtungen und Community in einer App

Finde in Planetrack Spots mit Anreise, bestem Licht, Bewertungen und Community-Fotos, plane mit dem Sonnenstand-Planer und sammle deine Griechenland-Sichtungen im Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Planetrack im App Store laden Planetrack bei Google Play laden

Fazit

Griechenland steht auf der Liste der Länder mit strengen Fotografierverboten an Flughäfen nicht wegen Skiathos oder Korfu, sondern wegen seiner kompromisslosen Haltung gegenüber Militär. Wer an rein zivilen Ferienflughäfen von öffentlichen Flächen aus fotografiert, bewegt sich in gelebter Praxis. Wer an gemischt genutzten Plätzen wie Chania, Heraklion oder Araxos Militär ins Bild nimmt oder Kennungen von Kampfjets notiert, riskiert Beschlagnahme, Haft und eine Spionageanklage – das zeigen Kalamata 2001 und Chania 2026.

Kurzfazit

Spotten in Griechenland geht, aber nur zivil. Prüf, ob dein Flughafen militärisch genutzt wird, halte Kampfjets und Anlagen konsequent aus dem Bild, verzichte auf Drohne und Militär-Notizen, nimm deinen Ausweis mit und folge der Polizei ohne Diskussion.

Zusammenfassung

  • Griechenland unterscheidet in der Praxis klar zwischen zivilen Ferienflughäfen, an denen Spotten verbreitet ist, und allem, was militärisch genutzt wird. Dort ist die Toleranz gleich null.
  • Offizielle Stellen formulieren strenger, als die Praxis an Orten wie Skiathos vermuten lässt: Flughäfen zählen nach deutschen Reisehinweisen zu den sensiblen Anlagen, für Aufnahmen dort verlangt Griechenland eine Genehmigung.
  • An gemischt genutzten Flughäfen wie Chania oder Araxos stehen Kampfjets und Militäranlagen oft direkt neben dem Ferienflieger im Bild. Wer dort fotografiert, muss jeden Ausschnitt bewusst wählen.
  • Der Kalamata-Fall von 2001 und die Festnahme in Chania 2026 zeigen, dass Notizen und Fotos von Militär zu Haft, Beschlagnahme und Spionageanklage führen können.
  • Mit zivilem Motiv, öffentlichem Standort, Ausweis, Respekt vor Schildern und ohne Drohne kommst du in Griechenland in aller Regel gut durch.

Häufige Fragen

Ist Planespotting in Griechenland erlaubt?

Ein spezielles Spotting-Gesetz gibt es nicht, aber eine strenge Rechtslage zu sensiblen Anlagen. Fotos von Militär sind verboten und werden als mögliche Spionage verfolgt. Für Flughäfen nennen deutsche Reisehinweise ebenfalls ein Fotografierverbot, das griechische Außenministerium verlangt für Aufnahmen an Flughäfen eine besondere Genehmigung. In der Praxis fotografieren an zivilen Ferienflughäfen wie Skiathos oder Korfu trotzdem täglich viele Menschen landende Jets von öffentlichen Flächen aus. Ein Restrisiko bleibt, besonders an gemischt genutzten Plätzen.

Welche griechischen Flughäfen werden auch militärisch genutzt?

Unter anderem Chania auf Kreta, Heraklion, Kalamata, Araxos, Aktion bei Preveza, Thessaloniki und Limnos. An diesen Plätzen sind Luftwaffe oder NATO präsent, teilweise mit Kampfjets direkt neben dem zivilen Vorfeld. Fotografiere dort nur zivile Flugzeuge in der Luft oder auf der Piste und achte darauf, dass keine militärischen Anlagen, Flugzeuge oder Personen im Bild sind.

Was ist im Juni 2026 in Chania passiert?

Nach einem Bericht von iefimerida.gr nahmen Zivilbeamte Anfang Juni 2026 am Flughafen Chania einen 56-jährigen deutschen Touristen fest, der mit professioneller Ausrüstung fotografiert hatte. Die Polizei warf ihm vor, sensible Anlagen, Flugzeuge und Personalbewegungen aufgenommen zu haben, Kamera und Speicher wurden beschlagnahmt, und er wurde wegen Spionage angeklagt. Laut seinen Anwälten ist er Luftfahrtfan und kannte die Beschränkungen trotz Warnschildern nicht. Den Ausgang des Verfahrens kennen wir nicht.

Was war der Kalamata-Fall?

Im November 2001 wurden vierzehn britische und niederländische Spotter nach einem Tag der offenen Tür auf dem Luftwaffenstützpunkt Kalamata festgenommen und wegen Spionage angeklagt. Nach einer erstinstanzlichen Verurteilung wurden alle im Berufungsverfahren freigesprochen. Der Fall gilt bis heute als Warnung, dass auch Notizen mit Kennungen von Militärflugzeugen problematisch sein können.

Darf ich in Griechenland eine Drohne am Flughafen fliegen lassen?

Nein. Im Umfeld von Flughäfen ist Drohnenbetrieb ohne Genehmigung untersagt, und für Luftaufnahmen mit Drohnen verlangt Griechenland nach Angaben des Außenministeriums eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde. Über militärisch genutzten Flughäfen ist eine Drohne zudem ein schnelles Ticket in ernsthafte Schwierigkeiten.

Muss ich beim Spotten einen Ausweis dabeihaben?

Nimm auf jeden Fall Personalausweis oder Reisepass mit. Ohne Lichtbildausweis kann eine Kontrolle deutlich länger dauern und schneller auf der Wache enden. Für den Besuch des Luftwaffenmuseums in Tatoi ist ein Ausweis am Tor ohnehin Pflicht.

Was mache ich, wenn mich die Polizei anspricht?

Bleib ruhig und freundlich, zeig deinen Ausweis, erkläre kurz dein Hobby und zeig auf Wunsch deine Bilder. Folge Anweisungen ohne Diskussion. Wirst du festgenommen, unterschreib nichts, was du nicht verstehst, bestehe auf einem Dolmetscher und verlange, dass deine Botschaft informiert wird.

PT

Planetrack Redaktion

Wir bauen die Planetrack App und spotten selbst – auf Besucherterrassen, an Anflugschneisen und am Zaun. Alle Guides entstehen aus eigener Praxis und werden regelmäßig aktualisiert.

Mehr Artikel aus Fotografierverbote & Sperrzonen →

Weiterlesen in Fotografierverbote & Sperrzonen

Flughäfen & Hersteller dazu

Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.

Alle Flughäfen & Hersteller →

Passende Spotting-Spots

Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

← Zurück zum Blog