Lufthansa mit den Drehkreuzen Frankfurt und München prägt den Markt, daneben fliegen Ferienflieger wie Condor, Low-Cost-Airlines und Frachtgesellschaften.
32 Airlines
Linienfluggesellschaften mit Drehkreuz und Umsteigeverbindungen – meist auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Air Berlin
AB / BER
Historische Airline aus Berlin: 1978 als US-Charterfirma für Mallorca-Flüge ab Tegel gegründet, später zweitgrößte Airline Deutschlands mit oneworld-Mitgliedschaft – und 2017 insolvent.
dba
DI / BAG
Historische Airline aus München: aus Delta Air wurde 1992 die Deutsche BA mit British-Airways-Beteiligung, Anfang der 2000er die dba – und 2008 ging sie endgültig in Air Berlin auf.
Deutsche Luft Hansa
Historische deutsche Staatsairline von 1926 bis 1945: Drehkreuz Berlin-Tempelhof, Ju 52 als Arbeitspferd, Fw 200 Condor für Rekordflüge, Katapultpost über den Südatlantik – und rechtlich keine Vorgängerin der heutigen Lufthansa.
Interflug
IF / IFL
Historische Staatsairline der DDR: 1958 gegründet, ab 1963 alleiniger ziviler Luftverkehr der DDR mit Il-18, Tu-134 und Il-62 ab Berlin-Schönefeld – und 1991 nach dem Ende der DDR abgewickelt.
Lufthansa
LH / DLH
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Günstige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, oft mit einheitlicher Flotte, vielen Basen und kurzen Bodenzeiten.
Eurowings
EW / EWG
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
Germanwings
4U / GWI
Historische Low-Cost-Airline aus Köln: 2002 als Ableger von Eurowings gestartet, ab 2009 Teil der Lufthansa-Gruppe, ab 2015 Flugbetrieb für Eurowings – und 2020 eingestellt.
Hapag-Lloyd Express
X3 / HLX
Historischer Billigflieger der TUI aus Hannover: Hapag-Lloyd Express flog ab Dezember 2002 mit gelben Boeing 737 im Look eines New Yorker Taxis und ging im Januar 2007 in der Marke TUIfly auf.
Airlines mit Schwerpunkt auf Urlaubszielen – im Linienverkehr und für Reiseveranstalter.
Aero Lloyd
YP / AEF
Historische Ferienfluggesellschaft aus dem Raum Frankfurt: 1979 gegründet, groß geworden mit Caravelle und MD-80, später mit A320 und A321 unterwegs – und im Oktober 2003 über Nacht am Boden.
Condor
DE / CFG
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Discover Airlines
4Y / OCN
Der Ferienflieger der Lufthansa Group: Discover Airlines fliegt seit 2021 mit Airbus A320 und A330 ab Frankfurt und München zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke – ab Mitte 2027 kommt der A350 dazu.
Germania
ST / GMI
Historische Berliner Charter- und Ferienairline (1986–2019): hervorgegangen aus der Kölner SAT von 1978, zuletzt mit gut 30 Airbus A319, A321 und Boeing 737-700 an vielen Regionalflughäfen unterwegs – bis zur Insolvenz im Februar 2019.
Hamburg International
4R / HHI
Historische Charterairline aus Hamburg (1998–2010): Vollcharter für Reiseveranstalter und Ad-hoc-Flüge, erst mit Boeing 737, ab 2008 mit Airbus A319 – bis das LBA im Oktober 2010 die Betriebsgenehmigung aussetzte.
Hapag-Lloyd Flug
HF / HLF
Historischer Ferienflieger aus Hannover (1972–2007): gegründet von der Reederei Hapag-Lloyd, bekannt für Orange und Blau, Airbus A300/A310 und als weltweiter Erstkunde der Boeing 737-800 – 2007 in TUIfly aufgegangen.
LTU International Airways
LT / LTU
Historische Airline: Der rot-weiße Ferienflieger aus Düsseldorf flog von 1956 bis 2009 unter eigenem Namen, war Deutschlands einziger TriStar-Betreiber und ging nach der Übernahme 2007 vollständig in Air Berlin auf.
Marabu Airlines
DI / MBU
Die Ferienairline aus dem Condor-Umfeld: Sitz in Tallinn, Flugzeuge mit estnischem Kennzeichen, Abflüge ab deutschen Flughäfen wie Hamburg, Nürnberg und Leipzig/Halle – und eine Flotte aus Airbus A320neo.
Sundair
SR / SDR
Kleiner deutscher Ferienflieger mit Sitz in Stralsund und Schwerpunkt Berlin: eine Handvoll Airbus A320 und A319, Charterflüge ans Mittelmeer und eine kroatische Schwester, die unter Sundair-Flugnummern fliegt.
TUIfly
X3 / TUI
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
Kurze Strecken mit Turboprops und Regionaljets, häufig als Zubringer zu den großen Drehkreuzen.
Augsburg Airways
IQ / AUB
Historische Regionalairline aus Bayern (1980–2013): vom Werkflugdienst eines Papierkonzerns in Augsburg zum letzten unabhängigen Zubringer der Lufthansa in München – mit Dash 8, Q400 und Embraer 195.
Luftfahrtgesellschaft Walter
HE / LGW
Historische Regionalairline aus Dortmund: 1980 aus einer Flugschule entstanden, später Turboprop-Partner von Air Berlin, Wet-Lease-Betreiber für Eurowings und 2020 nach dem Corona-Einbruch insolvent.
Lufthansa City Airlines
VL / LHX
Die jüngste Airline der Lufthansa Group: Zubringerflüge ab München und Frankfurt unter der Marke „Lufthansa City“, mit A320neo, A319 und dem Airbus A220-300 als nächstem Typ.
Lufthansa CityLine
CL / CLH
Die frühere Regional- und Zubringertochter der Lufthansa: Wurzeln von 1958, als CityLine ab 1992 im Einsatz, mit CRJ, Avro RJ85, Embraer und sogar A340 – im April 2026 ging der Flugbetrieb zu Ende.
OLT Ostfriesische Lufttransport
OL / OLT
Die historische Regionalairline aus Ostfriesland begann 1958 mit Lufttaxi-Flügen von Emden zu den Nordseeinseln, wuchs mit Islander, Metro, Saab und Fokker 100 bis nach Bremen – und endete 2013 als OLT Express Germany in der Insolvenz.
Nurfrachtgesellschaften, Cargo-Töchter und Expressdienste mit eigenen Frachtflugzeugen.
AeroLogic
3S / BOX
Die Frachtairline aus Leipzig ist ein Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo und fliegt ausschließlich Boeing 777F – teils in DHL-Gelb, teils im eigenen weißen Look.
European Air Transport Leipzig
QY / BCS
Die Frachtairline von DHL mit Sitz am Flughafen Leipzig/Halle: gelbe A300-600F, A330-Frachter und 757F, viel Nachtbetrieb und ein ICAO-Code, der verrät, wer im DHL-Netz wirklich fliegt.
Lufthansa Cargo
LH / GEC
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
Gesellschaften, die Flugzeuge samt Besatzung für andere Airlines, Reiseveranstalter oder Sportteams fliegen.
Air Hamburg
VJH
Vom Inselflieger zum großen Businessjet-Charterer: Air Hamburg flog zuletzt über 40 Jets, vor allem von Embraer. Seit der Übernahme durch Vista ist die Marke Geschichte – die Flugzeuge sind es nicht.
Avanti Air
4A / ATV
Kleine Charter- und Wet-Lease-Airline mit Wurzeln am Flughafen Siegerland: Avanti Air flog einst Fokker 100 für HOP! und Reiseveranstalter, heute sind zwei Dash 8 Q400 im Einsatz – eine echte Rarität fürs Logbuch.
German Airways
ZQ / GER
Wet-Lease-Spezialist aus Köln mit Wurzeln bis 1955: German Airways fliegt ausschließlich Embraer E190 – meist für KLM Cityhopper, seit 2026 auch für Condor – und trägt Schwarz-Rot-Gold am Leitwerk.
Hahn Air
HR / HHN
Eine Airline, deren Code du auf Millionen Tickets findest, deren Flugzeuge du aber kaum je siehst: Hahn Air aus Dreieich verkauft Flüge anderer Airlines unter HR-169 und fliegt selbst nur zwei Cessna-Businessjets.
WDL Aviation
WDL
Historische Kölner ACMI-Airline mit Wurzeln in der Westdeutschen Luftwerbung von 1955: WDL Aviation flog BAe 146 im Wet-Lease für Airlines aus halb Europa, stieg 2019 auf die Embraer E190 um und lebt heute als German Airways weiter.
Flugbereitschaften und Staatsflieger, die Regierungsmitglieder und Delegationen befördern.
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