Das Wichtigste in Kürze
- Lufthansa Cargo ist die Frachtairline der Lufthansa Group mit Sitz und Heimatbasis in Frankfurt am Main.
- Codes: IATA LH wie die Mutter, ICAO GEC und Rufzeichen „LUFTHANSA CARGO“ – GEC stammt noch aus der Zeit von German Cargo.
- Die eigene Frachterflotte besteht vor allem aus Boeing 777F; sieben Boeing 777-8F sind bestellt.
- Die MD-11F ist Geschichte: Im Oktober 2021 flog Lufthansa Cargo die letzte MD-11 aus.
- Ein großer Teil der Fracht reist im Bauch von Passagierflugzeugen der Lufthansa Group, die Lufthansa Cargo mitvermarktet.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | LH |
|---|---|
| ICAO-Code | GEC |
| Rufzeichen | LUFTHANSA CARGO |
| Drehkreuze | FRA |
| Geschäftsmodell | Frachtairline mit eigenen Nurfrachtern und Vermarktung der Frachträume in Passagierflugzeugen der Lufthansa Group |
| Sitz | Frankfurt am Main, Basis am Flughafen Frankfurt |
| Konzern | Tochter der Deutschen Lufthansa, Teil der Lufthansa Group |
| Vorgänger | German Cargo Services, 1977 als Frachttochter der Lufthansa gegründet |
| Als Lufthansa Cargo AG | Ende 1994 verselbstständigt; Flugbetrieb unter dem Namen Lufthansa Cargo seit 1993 |
| Flotte (Stand 2026) | Zwölf Boeing 777F, dazu vier zu Frachtern umgebaute Airbus A321 (Status 2026 uneinheitlich dokumentiert) |
| Bestellung | Sieben Boeing 777-8F, Auslieferung laut Bestellung zwischen 2027 und 2030 |
| Beteiligung | 50 Prozent an AeroLogic (Leipzig/Halle), Gemeinschaftsunternehmen mit DHL Express |
| Kennzeichen | Deutsche Registrierung, bei den 777F in der Reihe D-ALF… |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Lufthansa Cargo?
- Rumpf ohne Fensterreihe – nur vorn am Cockpit gibt es wenige Fenster
- Großes Hauptdeck-Frachttor hinten links am Rumpf der Boeing 777F
- Dunkelblaues Leitwerk mit weißem Kranich – oder auf älteren Fotos der Kranich im gelben Kreis
- Schriftzug „Lufthansa Cargo“ am vorderen Rumpf statt nur „Lufthansa“
- Deutsches Kennzeichen mit D-ALF… bei den 777F
- Auf dem Tracker als GEC statt DLH geführt, im Funk „LUFTHANSA CARGO“
Lufthansa Cargo ist die Airline, die du in Frankfurt jeden Tag siehst und trotzdem leicht übersiehst: Auf den ersten Blick ist da einfach eine Lufthansa-777 – erst beim zweiten Hinsehen fällt auf, dass ihr die Fenster fehlen. Genau dieser zweite Blick lohnt sich. Die Flotte ist klein, die Kennzeichen sind übersichtlich, und hinter der Frachttochter steckt ein Stück Luftfahrtgeschichte, von der 747-200F über die MD-11 bis zur kommenden 777-8F. Hier erfährst du, wie du Lufthansa Cargo sicher erkennst und wo du sie am besten erwischst.
Zwölf 777F – wie viele hast du schon?
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Foto, Typ, Kennzeichen, Airline und Spot fest, sammelst sie in deinem Hangar und setzt fehlende D-ALF-Maschinen auf deine Wunschliste. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Lufthansa Cargo im Überblick
Lufthansa Cargo ist die Frachtairline der Lufthansa Group mit Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Wurzeln reichen bis 1977 zurück: Damals gründete Lufthansa die Frachttochter German Cargo Services. Seit 1993 fliegen die Frachter unter dem Namen Lufthansa Cargo, Ende 1994 wurde das Frachtgeschäft als eigene Gesellschaft verselbstständigt.
Das Geschäft ruht auf zwei Säulen. Die erste sind die eigenen Nurfrachter, die du am Flughafen siehst. Die zweite ist unsichtbarer, aber genauso wichtig: Lufthansa Cargo vermarktet die Frachträume im Unterdeck der Passagierflugzeuge des Konzerns. Ein großer Teil der Sendungen reist also im Bauch eines ganz normalen Linienflugs von Lufthansa oder anderer Passagierairlines des Konzerns.
Heimatbasis und mit Abstand wichtigster Standort ist der Flughafen Frankfurt. Dort nutzt Lufthansa Cargo vor allem die Cargo City Nord, einen der großen Frachtbereiche des Flughafens.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code LH: Lufthansa Cargo teilt sich den IATA-Code mit der Mutter. In der Flugnummer allein siehst du deshalb nicht sofort, ob ein Passagier- oder ein Frachtflug dahintersteckt.
- ICAO-Code GEC: Das ist der eindeutige Code der Frachtairline. Er erinnert noch an die Vorgängerin German Cargo und steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen LUFTHANSA CARGO: So meldet sich die Besatzung im Funk.
Gerade der Unterschied zwischen IATA- und ICAO-Code ist bei Lufthansa Cargo lehrreich: Der gemeinsame IATA-Code LH dient dem Verkauf und der Buchung, der ICAO-Code GEC trennt im Betrieb sauber zwischen Mutter und Tochter. Wie beide Systeme zusammenhängen, erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Warum Flugnummer und Rufzeichen nicht dasselbe sind, liest du in Callsign und Flugnummer: der Unterschied.
Tracker-Trick
Filter auf deinem Flugtracker nach GEC statt nach DLH. So siehst du auf einen Blick, welche Lufthansa-Cargo-Frachter gerade unterwegs sind – ohne dich durch Hunderte Passagierflüge zu klicken. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: Boeing 777F als Rückgrat
Lufthansa Cargo setzt seit Jahren auf eine einheitliche Langstrecken-Frachterflotte. Stand 2026 sieht das Bild so aus:
| Typ | Anzahl | Status | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 777F | 12 | im Einsatz | Rückgrat der Flotte, Kennzeichen D-ALF…, rund 103 Tonnen Nutzlast |
| Airbus A321 (zum Frachter umgebaut) | 4 | Status 2026 uneinheitlich dokumentiert | Für Express-Fracht in Europa, zunächst von Lufthansa CityLine betrieben, im Oktober 2024 an Lufthansa Cargo übergeben |
| Boeing 777-8F | 7 bestellt | Auslieferung 2027–2030 vorgesehen | Frachtversion der 777X-Familie |
Die Boeing 777F ist der Typ, den du mit Lufthansa Cargo verbindest. Lufthansa kündigte 2011 eine erste Bestellung über fünf Maschinen an; seitdem ist die Flotte schrittweise gewachsen. Die zweistrahlige 777F ersetzte nach und nach die dreistrahlige MD-11F und machte die Flotte einheitlicher und sparsamer. Hersteller ist Boeing.
Spannend für die nächsten Jahre ist die Boeing 777-8F. Lufthansa Cargo hat sieben Exemplare bestellt, deren Auslieferung für 2027 bis 2030 vorgesehen ist. Sie gehört zur neuen 777X-Familie, deren Passagierversion du als Boeing 777-9 kennst. Bis zur ersten Auslieferung kann sich der Zeitplan noch verschieben – das ist bei neuen Flugzeugtypen eher die Regel als die Ausnahme.
Bei den A321-Frachtern lohnt ein genauer Blick vor Ort: Sie basieren auf dem Airbus A321 und wurden für schnelle Sendungen innerhalb Europas eingesetzt. Ob alle vier Ende 2026 noch für Lufthansa Cargo fliegen, ist in öffentlichen Quellen nicht einheitlich belegt. Wenn du einen erwischst, hast du eine eher seltene Sichtung im Logbuch.
Die fehlende 777F nicht verpassen
Richte Sichtungs-Alarme für einzelne Kennzeichen oder für Lufthansa Cargo als Airline ein – Planetrack benachrichtigt dich, wenn die Maschinen deinen Flughafen anfliegen oder dort landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ein Blick zurück: 747, DC-8 und MD-11
Wer alte Spotterfotos sortiert, stößt bei Lufthansa Cargo auf deutlich mehr Typen als heute. In den 1990er-Jahren flogen unter anderem Boeing 737-Frachter, Douglas DC-8-73F und zehn Boeing 747-200F für die Airline. Die letzten 747-200F schieden 2005 aus.
Prägend für eine ganze Spotter-Generation war die McDonnell Douglas MD-11. Ab 1998 setzte Lufthansa Cargo insgesamt 19 MD-11F ein, lange Zeit war sie das Bild der Lufthansa-Fracht schlechthin. 2020 kündigte die Airline an, den Typ früher als ursprünglich vorgesehen auszumustern. Im Oktober 2021 war Schluss: Die letzte Maschine, D-ALCC, trug zum Abschied eine eigene Sonderbemalung.
1977
Lufthansa gründet die Frachttochter German Cargo Services – daher der ICAO-Code GEC.
1993/1994
Der Flugbetrieb läuft unter dem Namen Lufthansa Cargo, Ende 1994 wird das Frachtgeschäft eigenständig.
1998–2021
Die MD-11F prägt die Flotte, bevor die Boeing 777F sie vollständig ablöst.
Ab 2027
Die Auslieferung der sieben bestellten Boeing 777-8F ist ab diesem Jahr vorgesehen.
Woran du Lufthansa Cargo erkennst
Die Bemalung folgt dem Design der Mutter: dunkelblaues Leitwerk mit weißem Kranich, weißer Rumpf. Den Unterschied macht der Schriftzug „Lufthansa Cargo“ am vorderen Rumpf. Auf Fotos aus der Zeit vor 2018 siehst du noch das ältere Design mit dem Kranich im gelben Kreis – die Umstellung lief schrittweise, deshalb können beide Varianten eine Zeit lang nebeneinander aufgetaucht sein.
Das sicherste Merkmal ist aber der Rumpf selbst. Eine 777F hat keine Passagierfenster, nur das Cockpit und ein kleiner Bereich direkt dahinter haben Fenster. Hinten links sitzt das große Hauptdeck-Frachttor, durch das ganze Paletten und Container geladen werden. Steht die Maschine auf der Parkposition, siehst du oft den Hauptdeck-Lader davor – ein schönes Motiv für Bodenfotos.
Ein charmantes Detail sind die Namen: Viele Frachter tragen Grüße in der Sprache der Länder, die Lufthansa Cargo anfliegt. Die erste 777F hieß „Good day, USA“. Daneben gibt es Sonderbemalungen, etwa „Cargo Human Care“ auf D-ALFI oder die „Sharkskin“-Folie auf D-ALFG – eine Oberflächentechnik nach dem Vorbild der Haifischhaut, die den Luftwiderstand verringert. Wie du solche Motive gezielt aufspürst, liest du in Special Liveries finden.
Achtung Verwechslung
Auch Lufthansa fliegt Boeing 777 – allerdings Passagierversionen. Und AeroLogic, an der Lufthansa Cargo beteiligt ist, fliegt ebenfalls 777F. Die Fensterreihe trennt Passagier- von Frachtversion, die Bemalung am Leitwerk trennt Lufthansa Cargo von AeroLogic.
AeroLogic: die Schwester in Leipzig
AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Cargo und DHL Express, an dem Lufthansa Cargo 50 Prozent hält. Sitz ist der Flughafen Leipzig/Halle, nach eigenen Angaben fliegt AeroLogic 28 Boeing 777F. Für Spotter ist das eine interessante Konstellation: Die Flugzeuge gehören zum gleichen Typ wie die Lufthansa-Cargo-Flotte, fliegen aber vor allem im Netz von DHL und tragen nicht den Kranich.
Wenn du also in Leipzig/Halle eine 777F siehst, lohnt sich ein genauer Blick. Neben AeroLogic ist dort auch die DHL-Gesellschaft European Air Transport Leipzig zu Hause. Ein Vergleich der Frachtairlines lohnt sich auch mit Blick auf Cargolux oder FedEx Express, die ebenfalls in Frankfurt auftauchen. Einen Überblick über die typischen Merkmale von Frachtern gibt der Artikel Frachtflugzeuge erkennen.
Lufthansa Cargo spotten
Frankfurt ist der Ort, an dem du Lufthansa Cargo sicher siehst. Die Frachter starten und landen über den Tag verteilt, im Anflug und beim Start sind sie mit dem fensterlosen Rumpf leicht von den Passagier-777 anderer Airlines zu unterscheiden. Ein bewährter Standort ist die Aussichtsplattform Zeppelinheim. Welche Pisten gerade genutzt werden, hängt vom Wind ab – lies vor der Tour die Betriebsrichtung, wie im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen beschrieben.
Für Frachtfans ist außerdem wichtig: In Frankfurt gilt ein Nachtflugverbot. Anders als an reinen Fracht-Drehkreuzen findet der Verkehr deshalb überwiegend tagsüber statt – gut für dich, denn so bekommst du die Frachter bei Tageslicht vor die Linse. Hintergründe liefert der Artikel zum Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen.
Seit Juli 2024 bietet Lufthansa Cargo auch Frachterflüge ab München an – gestartet mit einem A321-Frachter auf der Strecke nach Istanbul, nur an wenigen Tagen pro Woche. Eigene Lufthansa-Cargo-Frachter sind dort deutlich seltener als in Frankfurt, dafür eine willkommene Abwechslung am Besucherhügel. Weil Strecken, Flugzeugtypen und Frequenzen sich ändern, prüf vorab den Tracker.
Gute Chancen auf Lufthansa Cargo, wenn …
- du in Frankfurt spottest und dir einige Stunden Zeit nimmst
- du vorher auf dem Tracker nach GEC-Flügen gefiltert hast
- die Betriebsrichtung zu deinem Spot passt
Prüf es vorher, wenn …
- du in München auf einen Lufthansa-Cargo-Frachter hoffst
- du gezielt einen A321-Frachter suchst
Eher kein Lufthansa-Cargo-Tag, wenn …
- du an einem Flughafen ohne Frachtverbindungen der Lufthansa Group spottest
Sicherheit und Regeln
Frachtbereiche sind Sicherheitszonen. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Flächen, bleib außerhalb von Zäunen und Zufahrten der Cargo City und lass die Drohne zu Hause. Was erlaubt ist, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Jede Lufthansa-777 für einen Frachter halten – Passagierversionen haben eine durchgehende Fensterreihe.
- AeroLogic-777F als Lufthansa Cargo notieren – gleicher Typ, aber andere Bemalung und anderer Betreiber.
- Nach DLH statt GEC suchen – auf dem Tracker läuft die Frachtairline unter ihrem eigenen ICAO-Code.
- LH-Flugnummer als Beweis nehmen – die Mutter nutzt denselben IATA-Code, erst Typ und Kennzeichen klären die Sache.
- Alte MD-11-Fotos als aktuelle Flotte führen – die MD-11F ist seit Oktober 2021 nicht mehr bei Lufthansa Cargo im Einsatz.
- Die 777-8F schon heute erwarten – die Auslieferung ist erst ab 2027 vorgesehen.
Kennzeichen sauber zu lesen, hilft bei allen diesen Punkten. Wie deutsche Registrierungen aufgebaut sind, erfährst du in Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Frachter-Sichtungen teilen
Poste deine Lufthansa-Cargo-Sichtung mit Foto, Kennzeichen und Spot, plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht und tausch dich mit anderen Frachtfans in der Community aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Lufthansa Cargo ist eine der zugänglichsten Frachtairlines für Spotter in Deutschland: eine überschaubare 777F-Flotte, eine klare Heimatbasis in Frankfurt und Flüge, die dank Nachtflugverbot oft bei Tageslicht stattfinden. Wer auf die fehlenden Fenster, den Schriftzug „Lufthansa Cargo“ und den ICAO-Code GEC achtet, ordnet jede Sichtung sicher zu – und hat mit der kommenden 777-8F schon das nächste Ziel auf der Liste.
Kurzfazit
Lufthansa Cargo (IATA LH, ICAO GEC) ist die Frachtairline der Lufthansa Group mit Basis Frankfurt. Ihre Flotte besteht im Kern aus zwölf Boeing 777F mit D-ALF-Kennzeichen, sieben 777-8F sind bestellt.
Zusammenfassung
- Eine Lufthansa-777 ohne Fenster ist eine Lufthansa Cargo – auf dem Tracker bestätigt der ICAO-Code GEC die Zuordnung.
- Die Flotte ist klein und einheitlich: Die zwölf 777F mit Kennzeichen der Reihe D-ALF… lassen sich vergleichsweise schnell komplett sammeln.
- Frankfurt ist der Ort, an dem du Lufthansa Cargo sicher siehst; München und Leipzig/Halle spielen eine kleinere Rolle.
- Nicht jede 777F mit Lufthansa-Bezug gehört Lufthansa Cargo: AeroLogic fliegt ebenfalls 777F, aber für DHL und in eigener Optik.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Lufthansa Cargo?
Lufthansa Cargo nutzt den IATA-Code LH der Mutter Lufthansa. Der eigene ICAO-Code ist GEC, das Rufzeichen im Funk lautet „LUFTHANSA CARGO“. Der Code GEC geht auf die Vorgängerin German Cargo Services zurück.
Welche Flugzeuge fliegt Lufthansa Cargo?
Das Rückgrat ist die Boeing 777F: Stand 2026 sind zwölf Exemplare im Einsatz. Für den europäischen Expressverkehr kamen zusätzlich vier umgebaute Airbus A321 als Frachter hinzu, die zunächst Lufthansa CityLine betrieb; ob sie 2026 noch fliegen, ist uneinheitlich dokumentiert. Bestellt sind sieben Boeing 777-8F, deren Auslieferung für 2027 bis 2030 vorgesehen ist.
Fliegt Lufthansa Cargo noch die MD-11?
Nein. Lufthansa Cargo setzte die MD-11F ab 1998 ein und hatte insgesamt 19 Exemplare. 2020 kündigte die Airline den vorgezogenen Abschied an, der letzte MD-11-Flug fand im Oktober 2021 statt. Die letzte Maschine, D-ALCC, trug dafür eine Abschiedsbemalung.
Wo ist die Basis von Lufthansa Cargo?
Heimatbasis ist der Flughafen Frankfurt. Dort nutzt Lufthansa Cargo vor allem die Cargo City Nord. Seit Juli 2024 gibt es außerdem Frachterflüge ab München, gestartet mit einem A321-Frachter; in Leipzig/Halle ist der Konzern über AeroLogic präsent.
Was ist der Unterschied zwischen Lufthansa Cargo und AeroLogic?
AeroLogic ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Lufthansa Cargo und DHL Express mit Sitz am Flughafen Leipzig/Halle. Es fliegt nach eigenen Angaben 28 Boeing 777F, vor allem im DHL-Netz. Die Flugzeuge tragen nicht die Lufthansa-Cargo-Bemalung, deshalb lassen sie sich am Leitwerk gut trennen.
Transportiert Lufthansa Cargo auch Fracht in Passagierflugzeugen?
Ja. Neben den eigenen Frachtern vermarktet Lufthansa Cargo die Frachträume im Unterdeck von Passagierflugzeugen der Lufthansa Group. Für Spotter heißt das: Auch ein Lufthansa-Langstreckenjet wie die Boeing 747-8 oder der Airbus A350-900 hat Lufthansa-Cargo-Fracht an Bord, zählt aber natürlich nicht als Cargo-Sichtung.
Wie erkenne ich eine Lufthansa-Cargo-777F?
Achte auf den Rumpf ohne Passagierfenster, das große Frachttor hinten links, den Schriftzug „Lufthansa Cargo“ und das Kennzeichen D-ALF… am Heck. Auf dem Tracker steht GEC statt DLH.
Haben die Frachter von Lufthansa Cargo Namen?
Ja, viele Frachter tragen Grußformeln in der Sprache der Länder, die Lufthansa Cargo anfliegt. Die erste 777F hieß zum Beispiel „Good day, USA“. Die Namen stehen klein am Rumpf – ein schönes Detail für Nahaufnahmen.
Lufthansa Cargo im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 777F
Ein 777-Rumpf ganz ohne Fensterreihe, ein riesiges Tor hinter dem Flügel und zwei GE90 unter den Tragflächen: Die 777F ist der wichtigste Langstrecken-Frachter unserer Zeit. So erkennst du sie und findest sie in Frankfurt und Leipzig.
FlugzeugtypMcDonnell Douglas MD-11
Drei Triebwerke, Winglets und ein Triebwerk mitten im Seitenleitwerk: Die MD-11 war der letzte große Trijet und fliegt heute fast nur noch als Frachter. So erkennst du sie, so grenzt du sie von der DC-10 ab und so stehen deine Chancen nach dem Grounding 2025.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 747-8
Der letzte Jumbo: Die 747-8 ist die längste und modernste Version der Boeing 747. So erkennst du Passagierversion und Frachter und grenzt sie von der 747-400 ab.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
Weitere Airlines
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
FrachtAeroLogic
Die Frachtairline aus Leipzig ist ein Gemeinschaftsunternehmen von DHL Express und Lufthansa Cargo und fliegt ausschließlich Boeing 777F – teils in DHL-Gelb, teils im eigenen weißen Look.
FrachtCargolux
Europas große Nurfracht-Airline aus Luxemburg: eine reine Flotte aus Boeing 747-400F und 747-8F, Erstkunde der 747-8F, Basis am Flughafen Luxemburg und eine Tochter in Mailand.
FrachtEuropean Air Transport Leipzig
Die Frachtairline von DHL mit Sitz am Flughafen Leipzig/Halle: gelbe A300-600F, A330-Frachter und 757F, viel Nachtbetrieb und ein ICAO-Code, der verrät, wer im DHL-Netz wirklich fliegt.
FrachtFedEx Express
Die größte Frachtairline der Welt aus Memphis: eine bunte Flotte aus MD-11, Boeing 777F, 767, 757 und A300, dazu Zubringer-Turboprops – und in Europa Drehkreuze in Paris und Köln/Bonn.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Lufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
FlughafenFlughafen München
Zweitgrößter Flughafen Deutschlands und zweites Drehkreuz der Lufthansa: zwei parallele 4.000-Meter-Bahnen im Erdinger Moos, ein Terminal 2 nur für Lufthansa und Star Alliance – und mit dem Besucherpark einer der bequemsten Spotterplätze des Landes.
Wo du Lufthansa Cargo vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle
Der alte Tower zwischen Passagierterminal und General Aviation Terminal ist die klassische Besucherterrasse am Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle. Was du von dort siehst, warum du vor der Anreise den Status prüfen musst und welche legalen Alternativen es am Flughafen gibt.
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