Das Wichtigste in Kürze
- German Airways ist ein Wet-Lease- und Charter-Spezialist aus Köln und gehört zur Zeitfracht-Gruppe.
- Codes: ICAO GER (bis 2020 WDL), Rufzeichen „GERMAN EAGLE“, IATA ZQ.
- Die Flotte besteht nur aus Embraer E190 – laut Airline neun Jets mit je 100 Sitzen ohne Mittelplatz.
- Die meisten Flüge laufen für andere Airlines: vor allem für KLM Cityhopper, seit 2026 auch für Condor auf Zubringern nach Frankfurt.
- Die Geschichte reicht bis 1955 zurück: Vorgängerin war die Westdeutsche Luftwerbung (WDL) aus Essen-Mülheim.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| IATA-Code | ZQ |
|---|---|
| ICAO-Code | GER |
| Rufzeichen | GERMAN EAGLE |
| Drehkreuze | CGN |
| Geschäftsmodell | Wet-Lease (ACMI) für andere Airlines sowie Charter, unter anderem für Sportteams |
| Sitz | Köln, mit enger Bindung an den Flughafen Köln/Bonn |
| Wurzeln | 1955 als Westdeutsche Luftwerbung (WDL) in Essen-Mülheim, später WDL Flugdienst und WDL Aviation |
| Name German Airways | Marke seit 2019, Umfirmierung 2020 abgeschlossen |
| Eigentümer | Zeitfracht-Gruppe (Übernahme der WDL Aviation zum 1. Oktober 2017) |
| Allianz | keine |
| Flotte (laut German Airways, Stand 2026) | 9 Embraer E190-100LR mit je 100 Sitzen in 2-2-Bestuhlung |
| Wichtige Kunden | KLM Cityhopper, Condor; als Referenzen nennt die Airline außerdem u. a. Air France, Eurowings, Finnair, LOT, easyJet und SKY express |
| Mitgliedschaften | IATA (seit 1. Dezember 2020) und European Regions Airline Association (ERA) |
| Markenzeichen | Gepunktete schwarz-rot-goldene Flagge am Leitwerk, Winglets in Deutschlandfarben |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich German Airways?
- Leitwerk mit gepunkteter schwarz-rot-goldener Flagge, aber ohne Airline-Namen
- Winglets in den deutschen Farben
- Schriftzug „Operating for KLM Cityhopper“ auf den meisten Flugzeugen
- Immer eine Embraer E190: Zweistrahler mit Triebwerken unter den Flügeln und tief angesetztem Höhenleitwerk
- Deutsches Kennzeichen mit D-A… am Rumpf, etwa D-AJHW oder D-ABKE
- Auf dem Tracker als GER mit Rufzeichen „GERMAN EAGLE“ – die Flugnummer stammt dagegen oft vom Kunden
German Airways ist eine der Airlines, die du oft siehst, ohne es zu merken. Am Gate steht KLM, auf der Bordkarte Condor – geflogen wird aber von einer Embraer E190 aus Köln. Genau das macht German Airways für Spotter spannend: Wer nur auf die Flugnummer schaut, notiert die falsche Airline. Diese Seite zeigt dir, woran du die Jets erkennst, wie du sie im Tracker findest und welche Sonderlackierungen sich lohnen.
Wet-Lease sauber im Hangar
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen fest – so bleibt klar, dass die KLM-Cityhopper-E190 eigentlich von German Airways kam. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
German Airways im Überblick
German Airways ist ein deutscher Wet-Lease- und Charter-Spezialist mit Sitz in Köln. Die Firmenadresse liegt in direkter Nachbarschaft zum Flughafen Köln/Bonn, mit dem die Airline eng verbunden ist. Eigentümer ist die Zeitfracht-Gruppe, ein Berliner Logistik-Familienunternehmen, das die Vorgängerin WDL Aviation zum 1. Oktober 2017 übernommen hat.
Das Geschäftsmodell unterscheidet sich deutlich von dem einer klassischen Airline. German Airways verkauft kaum eigene Tickets. Stattdessen stellt sie anderen Gesellschaften Flugzeug, Crew, Wartung und Versicherung zur Verfügung – das sogenannte ACMI- oder Wet-Lease-Geschäft. Dazu kommen Charterflüge für Firmen, Reisegruppen, Bands und Sportteams. Wie Wet-Lease funktioniert und warum Airlines darauf zurückgreifen, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt.
Laut German Airways ist die Gesellschaft Mitglied der IATA (seit dem 1. Dezember 2020) und der European Regions Airline Association. Eine Allianz-Mitgliedschaft gibt es nicht – im Wet-Lease fliegt sie aber regelmäßig im Netz von Airlines, die zu SkyTeam gehören.
Von der Luftwerbung zum Wet-Lease-Partner
Die Wurzeln von German Airways reichen weiter zurück als bei fast jeder anderen deutschen Airline. Am 29. Juli 1955 gründete Theodor Wüllenkemper am Flughafen Essen-Mülheim die Westdeutsche Luftwerbung (WDL). Sie erhielt als zweite Fluggesellschaft der Bundesrepublik nach Lufthansa eine Betriebsgenehmigung. Anfangs ging es um Werbeflüge und Bannerschlepp, später kamen Werksverkehr, medizinische Sondertransporte und Fracht dazu.
1974 entstand als Ableger der WDL Flugdienst, der später als WDL Aviation firmierte. Über die Jahrzehnte prägten Learjets, Fokker-Turboprops wie die F27 und schließlich die BAe 146 das Bild. Die letzten Fokker verließen die Flotte 2011, danach war WDL ein reiner BAe-146-Betreiber – insgesamt flogen acht Exemplare des Vierstrahlers für die Kölner. Wenn du den Typ heute sehen willst, hilft dir die Seite zur verwandten Avro RJ85 weiter.
Mit dem Einstieg von Zeitfracht begann 2017 der Umbau. Im März 2019 kam die erste Embraer E190, im selben Jahr startete die Marke German Airways. 2020 war die Umfirmierung abgeschlossen, und der ICAO-Code wechselte von WDL zu GER. Ebenfalls 2020 stellte die Airline den Ligaflieger vor, ihre Marke für Charterflüge mit Sportmannschaften.
Achtung Namensverwechslung
Auch die frühere Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), die ebenfalls zu Zeitfracht gehörte und Dash 8-400 für Eurowings flog, trat im Frühjahr 2020 kurz als German Airways auf. Sie stellte im April 2020 den Betrieb ein. Fotos einer Dash 8-400 mit German-Airways-Bezug gehören also zu dieser Episode – die heutige German Airways ist die frühere WDL Aviation.
Codes und Rufzeichen
- ICAO-Code GER: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern. Vor 2020 lautete er WDL.
- Rufzeichen GERMAN EAGLE: so meldet sich die Besatzung im Funk.
- IATA-Code ZQ: ist der Airline zugeordnet, taucht aber selten auf, weil die meisten Flüge unter fremder Flugnummer laufen.
Gerade bei German Airways lohnt sich der Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen. Ein Flug mit KL-Nummer im Ticket kann im Tracker als GER erscheinen, ein Condor-Flug mit DE-Nummer ebenso. Wie Flugnummer und Callsign zusammenhängen, zeigt der Artikel Callsign und Flugnummer; einen Überblick über das Code-System gibt IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Tracker richtig lesen
Suchst du im Tracker nach KLM-Cityhopper-Flügen und siehst eine E190 mit deutschem Kennzeichen, lohnt der Blick auf das Rufzeichen: Steht dort GER, fliegt German Airways. Wie du ADS-B-Daten sauber interpretierst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: nur Embraer E190
Die Flotte ist schnell erklärt – und genau deshalb leicht zu sammeln. Laut der Flottenseite der Airline sieht sie 2026 so aus:
| Typ | Anzahl | Sitze | Bestuhlung | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Embraer E190-100LR | 9 | 100 | 2-2, kein Mittelplatz | Langstreckenversion der E190, Reichweite laut Airline über 4.500 km |
Zum Sommerflugplan 2026 hat German Airways die Flotte um ein weiteres Flugzeug mit dem Kennzeichen D-ABKE ergänzt. Die Jets tragen deutsche Kennzeichen im Format D-A…, darunter D-AJHW, D-ACJJ und D-AMWO. Eine Pilatus PC-12, die 2021 noch für Charterflüge zur Flotte gehörte, wird auf der Flottenseite nicht mehr geführt.
Die Embraer E190 gehört zur ersten E-Jet-Generation des brasilianischen Herstellers. Für ein Wet-Lease-Unternehmen ist sie ideal: groß genug für gut ausgelastete Europastrecken, klein genug für dünne Verbindungen, die sich mit einem A320 oder einer 737 nicht rechnen würden.
Alle neun E190 im Blick
Setz einzelne Kennzeichen wie D-AJHW auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
E190 oder doch ein anderer Regionaljet?
Im Anflug sehen sich Regionaljets ähnlich. Ein paar Merkmale helfen dir, die E190 von German Airways sicher einzuordnen.
Das spricht für eine E190
- Zwei Triebwerke unter den Flügeln, nicht am Heck
- Tief angesetztes Höhenleitwerk am Rumpfende
- Klassische, nach oben gebogene Winglets
- Auf Trackern als E190 bzw. E190-100 geführt
Besonders die Abgrenzung zur E195 und zur E175 klappt am besten von der Seite: Zähl grob die Fensterreihen oder vergleich die Länge des Rumpfs vor und hinter dem Flügel. Bei KLM Cityhopper begegnen dir nämlich auch eigene Embraer-Jets – die tragen aber die blaue KLM-Bemalung und niederländische Kennzeichen mit PH-.
Woran du German Airways erkennst
Im April 2025 hat German Airways eine neue Bemalung vorgestellt und die Flotte nach und nach umlackiert. Das erste Flugzeug im neuen Design war D-AJHW. Die wichtigsten Merkmale:
- Leitwerk: eine dynamisch gepunktete Flagge in Schwarz-Rot-Gold, klar vom Rumpf abgesetzt.
- Winglets: ebenfalls in den deutschen Farben.
- Kein Name am Heck: Den Schriftzug „German Airways“ hat die Airline am Leitwerk bewusst weggelassen.
- Kundenhinweis: Die meisten Jets tragen den Zusatz „Operating for KLM Cityhopper“.
Für Spotter heißt das: Eine E190 mit Deutschlandflagge am Heck und KLM-Cityhopper-Schriftzug ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein German-Airways-Jet. Zur Sicherheit gilt wie immer – das Kennzeichen entscheidet. Wie du Registrierungen liest, erklärt Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Sonderlackierungen
Die kleine Flotte hat schon mehrere Werbelackierungen getragen – ein Grund, warum German Airways bei Sammlern beliebt ist:
| Kennzeichen | Motiv | Zeitraum |
|---|---|---|
| D-ACJJ | Herpa Miniaturmodelle, 75 Jahre | seit Juli 2024 |
| D-AMWO | DTM | seit September 2025 |
| D-APRI | Leysieffer Chocolaterie | November 2022 bis September 2024 |
| D-AWSI | Galaxy European Champions | August 2022 bis März 2023 |
| D-ACJJ, D-AJHW, D-AMWO | Adler Modemärkte | wechselnd zwischen Oktober 2021 und Februar 2025 |
Sonderlackierungen wechseln, und Angaben aus Spotterforen veralten schnell. Bevor du gezielt losfährst, lohnt der Blick in aktuelle Fotos und den Tracker. Tipps dazu findest du unter Special Liveries finden.
Typ prüfen
Embraer E190 mit Triebwerken unter den Flügeln – damit ist das Feld schon klein.
Leitwerk ansehen
Gepunktete Flagge in Schwarz-Rot-Gold oder eine der Werbelackierungen deuten auf German Airways.
Kennzeichen lesen
Ein D-A… am Rumpf bestätigt die deutsche Registrierung, PH- dagegen spricht für eine KLM-eigene Maschine.
Getrennt notieren
Halte Betreiber German Airways, Kunde und Flugnummer getrennt fest. So bleibt deine Sichtung eindeutig.
Für wen German Airways fliegt
Der Großteil der Flotte ist im Wet-Lease unterwegs. Der wichtigste Kunde ist KLM Cityhopper, die Regionaltochter von KLM. Mit KLM-Flugnummer verbinden die E190 europäische Flughäfen mit dem KLM-Drehkreuz Amsterdam-Schiphol. Zeitweise flog German Airways außerdem im Wet-Lease für Luxair.
Seit 2026 fliegt German Airways zudem für Condor. Die E190 verbinden dabei ausgewählte europäische Städte mit dem Condor-Drehkreuz Frankfurt. Als weitere Referenzen nennt die Airline unter anderem Air France, Eurowings, Finnair, LOT, easyJet und SKY express.
Daneben bleibt das Chartergeschäft. Unter der Marke Ligaflieger fliegt German Airways Fußballvereine, Nationalteams sowie Rugby- und Volleyballmannschaften. Auch Firmenshuttles, Incentive-Reisen sowie Bands und Orchester gehören zu den Kunden.
Gute Chancen auf German Airways, wenn …
- dein Flughafen KLM-Cityhopper-Flüge nach Amsterdam im Plan hat
- du in Frankfurt Condor-Zubringer aus Europa beobachtest
- in deiner Stadt ein Bundesliga- oder Europapokalspiel ansteht
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Wet-Lease-Einsätze wechseln
- du eine bestimmte Sonderlackierung suchst
Eher kein German-Airways-Tag, wenn …
- an deinem Flughafen weder KLM noch Condor mit Regionaljets unterwegs sind
German Airways spotten
Der Heimatflughafen Köln/Bonn ist ein naheliegender Startpunkt. Von der Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn hast du einen guten Überblick, auch wenn die Jets einen Großteil des Tages im Kundennetz unterwegs sind. In Frankfurt lohnt bei Condor-Zubringern die Aussichtsplattform Zeppelinheim, in Amsterdam die Spotterplaats an der Polderbaan.
Weil German Airways ein kleiner Betreiber mit wechselnden Einsätzen ist, ist der Tracker dein wichtigstes Werkzeug. Filtere nach dem Code GER und schau, wo die Flotte gerade unterwegs ist. Zusammen mit der aktuellen Betriebsrichtung weißt du dann, an welche Seite des Platzes du musst. Sportcharter tauchen dagegen nicht im regulären Flugplan auf – solche Sichtungen gehören eher in die Kategorie seltene Flugzeuge.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- KL-Flugnummer mit KLM-Flugzeug gleichsetzen – viele KLM-Cityhopper-Flüge führt German Airways mit eigener E190 durch.
- Condor-Zubringer für Condor-Jets halten – seit 2026 stecken hinter einigen Frankfurt-Zubringern E190 von German Airways.
- German Airways mit LGW verwechseln – die Ex-LGW trug den Namen nur kurz im Jahr 2020; die heutige Airline ist die frühere WDL Aviation.
- Die E190 mit der E190-E2 verwechseln – die zweite Generation hat deutlich größere Triebwerke und keine klassischen Winglets.
- Fehlenden Namen am Heck als Leasing-Jet ohne Betreiber deuten – die Flagge ist das Markenzeichen, der Name steht bewusst nicht am Leitwerk.
- German Airways für eine Linien-Airline halten – eigene Linienflüge mit eigenem Ticketverkauf stehen nicht im Mittelpunkt.
German Airways im Blick behalten
Beobachte die E190 von German Airways oder einzelne Sonderlackierungen, werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
German Airways ist klein, aber für Spotter eine der interessantesten deutschen Airlines. Hinter der kompakten E190-Flotte stecken 70 Jahre Geschichte von der Westdeutschen Luftwerbung bis heute, ein Geschäftsmodell, das fast nur im Namen anderer Airlines fliegt, und eine Reihe begehrter Sonderlackierungen. Wer Kennzeichen und Rufzeichen mitnotiert, erkennt die Kölner Jets auch dann, wenn auf dem Rumpf „KLM Cityhopper“ steht.
Kurzfazit
German Airways (ICAO GER, Rufzeichen „GERMAN EAGLE“) ist ein Kölner Wet-Lease- und Charter-Spezialist mit reiner Embraer-E190-Flotte. Die Deutschlandflagge am Leitwerk zeigt den Betreiber, die Flugnummer verrät nur den Kunden.
Zusammenfassung
- German Airways erkennst du an der Embraer E190 mit gepunkteter Deutschlandflagge am Leitwerk und dem Zusatz „Operating for KLM Cityhopper“.
- Weil die Airline fast nur im Wet-Lease fliegt, verrät die Flugnummer den Kunden – und erst der ICAO-Code GER oder das Kennzeichen den tatsächlichen Betreiber.
- Sonderlackierungen wie das Herpa- oder das DTM-Design machen die kleine Flotte für Sammler interessant.
- Nicht verwechseln: Die heutige German Airways ist die frühere WDL Aviation – nicht die Ex-LGW, die 2020 kurz unter demselben Namen auftrat.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Code und welches Rufzeichen hat German Airways?
German Airways fliegt unter dem ICAO-Code GER und meldet sich im Funk als „GERMAN EAGLE“. Bis zur Umfirmierung 2020 nutzte die Vorgängerin WDL Aviation den Code WDL. Als IATA-Code ist ZQ hinterlegt – in der Praxis siehst du ihn selten, weil die meisten Flüge mit der Flugnummer des Kunden laufen.
Welche Flugzeuge fliegt German Airways?
Ausschließlich die Embraer E190, genauer die Langstreckenversion E190-100LR. Laut eigener Flottenseite sind es neun Jets mit je 100 Sitzen in einer 2-2-Anordnung ohne Mittelplatz. Zum Sommerflugplan 2026 kam mit D-ABKE ein weiteres Flugzeug dazu.
Für welche Airlines fliegt German Airways?
Den größten Teil der Flotte setzt German Airways im Wet-Lease ein, also mit eigener Crew, Wartung und Versicherung für andere Airlines. Wichtigster Kunde ist KLM Cityhopper; seit 2026 fliegen außerdem E190 für Condor auf Zubringerstrecken nach Frankfurt. Als weitere Referenzen nennt die Airline unter anderem Air France, Eurowings, Finnair, LOT und easyJet.
Was ist der Unterschied zwischen German Airways und LGW?
Das sorgt oft für Verwirrung. Auch die frühere Luftfahrtgesellschaft Walter (LGW), die ebenfalls zu Zeitfracht gehörte, trat im Frühjahr 2020 kurz als German Airways auf und stellte den Flugbetrieb im April 2020 ein. Die heutige German Airways ist dagegen die frühere WDL Aviation aus Köln – mit ICAO-Code GER und E190-Flotte.
Wie sieht die Lackierung von German Airways aus?
Seit April 2025 trägt die Flotte schrittweise ein neues Design: Am Leitwerk sitzt eine dynamisch gepunktete Flagge in Schwarz-Rot-Gold, die Winglets sind ebenfalls in den Landesfarben gehalten. Den Namen „German Airways“ findest du am Heck nicht mehr. Auf den meisten Jets steht zusätzlich „Operating for KLM Cityhopper“. Das erste umlackierte Flugzeug war D-AJHW.
Was ist der Ligaflieger?
Ligaflieger ist die Marke, unter der German Airways seit 2020 Charterflüge für Sportmannschaften vermarktet – etwa für Fußballvereine und Nationalteams, aber auch für Rugby- oder Volleyballmannschaften. Solche Flüge tauchen nicht im normalen Flugplan auf und sind deshalb echte Überraschungssichtungen.
Wo kann ich German Airways spotten?
Am ehesten dort, wo die Kunden fliegen: Mit KLM-Cityhopper-Flugnummer verbindet die E190 europäische Flughäfen mit Amsterdam-Schiphol, für Condor ist Frankfurt das Ziel. Dazu kommt der Flughafen Köln/Bonn als Heimat der Airline. Weil Einsätze im Wet-Lease wechseln, prüfst du am besten vorher per Tracker, wo die Jets mit dem Code GER gerade unterwegs sind.
German Airways im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Embraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
FlugzeugtypEmbraer E190-E2
Gleicher Rumpf, ganz neuer Flügel: Die E190-E2 ist die zweite Generation des mittleren E-Jets. Lange, schräg auslaufende Flügelspitzen und große Getriebefan-Triebwerke verraten sie – wenn du weißt, worauf du achten musst.
FlugzeugtypEmbraer E175
Der kleine E-Jet mit der großen US-Karriere: Die E175 fliegt mit rund 76 bis 88 Sitzen in 2+2-Kabine, ist Embraers Bestseller und in Europa vor allem bei KLM Cityhopper und LOT zu sehen.
FlugzeugtypBAe 146 / Avro RJ85
Hoch angesetzter Flügel, vier kleine Triebwerke, T-Leitwerk und eine Heckklappe als Luftbremse: Der Avro RJ85 ist eines der markantesten Regionalflugzeuge überhaupt – und inzwischen eine echte Rarität.
FlugzeugtypBombardier CRJ900
Schlanker Rumpf, Triebwerke am Heck, T-Leitwerk obendrauf: Der CRJ900 war jahrelang das Arbeitspferd im Lufthansa-Zubringerverkehr. Seit dem Aus der CityLine ist er in Deutschland selten geworden – so erkennst du ihn trotzdem sicher.
Weitere Airlines
KLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
NetzwerkKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
NetzwerkLuxair
Luxemburgs nationale Airline: seit 1962 in der Luft, Heimat am Findel, eine bunte Flotte aus Q400-Turboprops und Boeing 737 – und mitten im Umbau auf Embraer E2 und neue 737-Generation.
Low-CostEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Flughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Frankfurt
Deutschlands größter Flughafen und Heimatdrehkreuz der Lufthansa: vier Start- und Landebahnen, zwei Passagierterminals und ein Verkehrsmix vom Regionaljet bis zum Großraumfrachter.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Airline-GruppeAir France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
Wo du German Airways vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn
Die Dachterrasse auf Terminal 1 ist der bequemste legale Standpunkt am Flughafen Köln/Bonn: kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle, mit dem Zug direkt erreichbar – und mit Blick auf Vorfeld, Hauptpiste und den militärischen Teil des Platzes.
SpotterhügelAussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelSpotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
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