Avanti Air

Kleine Charter- und Wet-Lease-Airline mit Wurzeln am Flughafen Siegerland: Avanti Air flog einst Fokker 100 für HOP! und Reiseveranstalter, heute sind zwei Dash 8 Q400 im Einsatz – eine echte Rarität fürs Logbuch.

Auch bekannt als: avantiair · Avanti Air GmbH & Co. KG · 4A · ATV

DeutschlandDeutschlandCharter & Wet-LeaseIATA: 4AICAO: ATV11 Min. Lesezeit

ATV

ICAO-Code

4A

IATA-Code

2

Dash 8 Q400 in der Flotte

1994

Gründungsjahr

Das Wichtigste in Kürze

  • Avanti Air ist eine kleine deutsche Charter- und ACMI-Airline mit Sitz in Haiger und Firmengebäude am Flughafen Siegerland.
  • Codes: IATA 4A, ICAO ATV, Rufzeichen „AVANTI AIR“.
  • Flotte 2026: zwei De Havilland Canada Dash 8-400 mit je 78 Sitzen, Kennzeichen D-AASH und D-AASG.
  • Fokker-100-Ära: Von 2015 bis 2021 flog Avanti Air bis zu drei Fokker 100, unter anderem im Wet-Lease für HOP!.
  • Keine A320-Familie: Ein Einstieg mit dem A319 wurde 2021 geprüft und verworfen.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Avanti Air im Überblick
  2. 2.Von der Piaggio Avanti zur Dash 8: die Geschichte
  3. 3.Warum keine A320-Familie?
  4. 4.Die aktuelle Flotte: Dash 8 Q400
  5. 5.Woran du Avanti Air erkennst
  6. 6.Avanti Air spotten
  7. 7.Avanti Air im Vergleich
  8. 8.Häufige Verwechslungen
  9. 9.Fazit

Steckbrief

IATA-Code4A
ICAO-CodeATV
RufzeichenAVANTI AIR
GeschäftsmodellWet-Lease (ACMI) für andere Airlines, Ad-hoc- und Sondercharter, Firmen- und Crew-Shuttles
SitzHaiger (Hessen), Firmengebäude am Flughafen Siegerland seit 2002
Gegründet1994 von den Piloten Markus Baumann und Stefan Kissinger
RechtsformGmbH & Co. KG
Allianzkeine
Flotte (Stand 2026)2 De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400) mit je 78 Sitzen
Frühere TypenFokker 100, ATR 42 und ATR 72, Beechcraft 1900, Piaggio P180 Avanti und weitere Geschäftsflugzeuge
ZulassungenDeutsches AOC mit weltweiter Betriebsgenehmigung, eigene CAMO und Part-145-Wartung, IOSA-registriert
VerbandMitglied der European Regions Airline Association (ERA) seit 2005
RufzeichenAVANTI AIR

Woran du die Airline erkennst

Ist das wirklich Avanti Air?

Hak ab, was auf das Flugzeug zutrifft, das du gerade siehst.

  • Heute immer ein Turboprop vom Typ Dash 8-400: Schulterdecker mit zwei Propellertriebwerken, T-Leitwerk und langem, schlankem Rumpf
  • Deutsche Kennzeichen aus der Reihe D-AAS… – bekannt sind D-AASH und D-AASG
  • Auf dem Tracker mit ICAO-Code ATV, im Funk mit dem Rufzeichen „AVANTI AIR“
  • Historisch: Fokker 100 mit den Kennzeichen D-AOLG, D-AGPH und D-AOLH, im Einsatz von 2015 bis 2021
  • Kein Airbus: Eine A320-Familie hat Avanti Air nach allen verfügbaren Quellen nie betrieben
  • Oft an Regional- und Ferienflughäfen statt an großen Drehkreuzen unterwegs, etwa in Friedrichshafen oder Graz

Avanti Air gehört zu den Airlines, die du nicht jeden Tag siehst – und genau das macht sie spannend. Die kleine Gesellschaft aus Mittelhessen fliegt fast nie unter eigenem Linienflugplan, sondern im Auftrag anderer: für Reiseveranstalter, für Fußballclubs, für Airlines, denen gerade ein Flugzeug fehlt. Früher war sie mit der Fokker 100 unterwegs, heute mit zwei Turboprops vom Typ Dash 8 Q400. Hier erfährst du, wie du Avanti Air sicher erkennst, was aus der Fokker-Zeit geworden ist und warum du hinter dem Namen keinen Airbus suchen musst.

Seltene Charterflieger festhalten

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Avanti Air im Überblick

Avanti Air ist eine deutsche Charter- und Wet-Lease-Airline. Die Verwaltung sitzt in Haiger, wenige Kilometer vom Flughafen Siegerland entfernt, wo die Airline seit 2002 ein eigenes Firmengebäude hat. Auf ihrer Website schreibt sich die Marke klein und zusammen: „avantiair“.

Das Geschäftsmodell ist bewusst schmal gehalten. Avanti Air vermietet Flugzeuge samt Besatzung, Wartung und Versicherung an andere Airlines – das sogenannte ACMI- oder Wet-Lease-Geschäft – und fliegt Ad-hoc-Charter rund um die Uhr. Dazu kommen Firmen- und Crew-Shuttles, Sonderflüge für Sportteams und Künstler sowie Wartungs- und Trainingsleistungen. Wie Wet-Lease grundsätzlich funktioniert, erklärt der Artikel Wet-Lease erklärt; den Unterschied zwischen Charter und Linie findest du unter Charterflug und Linienflug.

Technisch steht die Airline auf eigenen Beinen: Sie betreibt laut eigenen Angaben eine eigene CAMO und einen Part-145-Wartungsbetrieb, besitzt ein deutsches Luftverkehrsbetreiberzeugnis mit weltweiter Betriebsgenehmigung und ist im IOSA-Register der IATA geführt. Seit 2005 ist sie Mitglied im europäischen Regionalluftfahrtverband ERA.

4AIATA-Code
ATVICAO-Code auf dem Tracker
78Sitze pro Dash 8 Q400

Von der Piaggio Avanti zur Dash 8: die Geschichte

Gründung als Pilotenfirma

Avanti Air begann 1994 als Unternehmen für Flugzeugmanagement. Gegründet haben es die beiden Piloten Markus Baumann und Stefan Kissinger, die es bis heute führen. Das erste Flugzeug war eine Piaggio P180 Avanti – der zweimotorige Geschäftsreise-Turboprop mit den Druckpropellern gab der Firma ihren Namen. In den ersten Jahren kamen weitere Geschäftsflugzeuge hinzu, darunter eine King Air sowie Business-Jets wie Citation, Hawker 800 und Learjet.

1996 übernahm Avanti Air mit einer Beechcraft 1900C das erste eigene Verkehrsflugzeug und stieg ins Chartergeschäft ein. Bis 2000 folgten zwei Beechcraft 1900D. Mit ihnen flog die Airline Shuttles für die Öl- und Gasindustrie und 1999 einen Crew-Shuttle für die britische Britannia Airways. Im selben Zeitraum zog der Firmensitz von Frankfurt an den Flughafen Siegerland.

Die ATR-Jahre

2002 kam die erste ATR 42-300, 2005 die erste ATR 72-200. Mit den Turboprops flog Avanti Air Liniendienste im Auftrag anderer Gesellschaften, Frachtflüge für FedEx und Charter für Fußballclubs. Zu den Wet-Lease-Kunden gehörten Anfang der 2010er-Jahre unter anderem Air Berlin und die österreichische InterSky. 2010 erhielt Avanti Air die IOSA-Zertifizierung.

Die Fokker-100-Ära

Mitte der 2010er-Jahre wechselte Avanti Air zum Jet. 2015 erteilte die Behörde die Zulassung für die Fokker 100, im selben Jahr wurde die letzte ATR 72 ausgeflottet. Avanti Air war damit eine reine Jet-Airline. 2015 flog sie zudem Wet-Lease-Einsätze für Germania und Germanwings.

2016 kam die zweite Fokker 100 dazu, die D-AGPH. Für die Air-France-Regionaltochter HOP! flog Avanti Air ab 2016 im ACMI-Auftrag, etwa zwischen Paris-Orly und Tarbes-Lourdes. Ab 2017 kamen Sommercharter für den Reiseveranstalter Idealtours ab Innsbruck hinzu. 2018 vergrößerte sich die Flotte mit der D-AOLH auf drei Fokker 100.

Lange hielt das Jet-Kapitel trotzdem nicht. Schon 2019 suchte die Airline nach einem Nachfolger, die D-AGPH wurde im selben Jahr ausgeflottet. 2021 verkaufte Avanti Air die übrigen Fokker – nach Angaben des Unternehmens eine Folge der Corona-Krise. In einem Interview nannte Mitgründer Stefan Kissinger außerdem die aufwendige Wartung als Grund: Triebwerke ließen sich weltweit nur noch in einem einzigen Betrieb überholen.

Fokker 100 heute: historische Sichtung

Hast du eine Avanti-Air-Fokker im Archiv, gehört sie in die Kategorie „historisch“. Die Kennzeichen D-AOLG, D-AGPH und D-AOLH sind unter Avanti Air nicht mehr unterwegs. Mehr zum Hersteller liest du auf der Seite zu Fokker, die kleinere Schwester findest du unter Fokker 70.

Neustart mit der Dash 8 Q400

Als Fokker-Ersatz entschied sich Avanti Air für die De Havilland Canada Dash 8-400. Die erste Maschine, D-AASH, kam Ende 2021 zur Flotte und wird von der Airline dem Jahr 2022 zugeordnet; 2023 folgte die D-AASG. Mit den Q400 flog Avanti Air ab Graz Saisoncharter für die Reiseveranstalter Rhomberg Reisen und Springer Reisen, 2023 ACMI für Air Serbia und 2024 für die Kanalinsel-Airline Aurigny. Hinzu kam ein Shuttle-Dienst für Mercedes-AMG.

Seit Anfang 2026 fliegt Avanti Air für Air Uniqon, eine 2025 gegründete virtuelle Airline ohne eigene Flugzeuge. Die Verbindungen führen vom Flughafen Friedrichshafen unter anderem nach Berlin Brandenburg und Hamburg. Wie lange solche Aufträge laufen, ist bei einer ACMI-Airline nie sicher – prüf vor einem Spotting-Ausflug die aktuellen Flugpläne.

Zeitraum Typ Spotter-Hinweis
1994–1999 Piaggio P180, King Air und weitere Geschäftsflugzeuge Anfänge als Flugzeugmanagement
ab 1996 Beechcraft 1900C/D Erste eigene Verkehrsflugzeuge
2002–2015 ATR 42 und ATR 72 Turboprop-Charter und Wet-Lease
2015–2021 Fokker 100 (bis zu drei Maschinen) Historisch: D-AOLG, D-AGPH, D-AOLH
seit 2021/2022 Dash 8-400 (Q400) Aktuell: D-AASH, D-AASG

Warum keine A320-Familie?

Oft wird Avanti Air mit größeren Charterfliegern in einen Topf geworfen, die auf die A320-Familie setzen. Nach allen verfügbaren Quellen hat Avanti Air jedoch nie einen Airbus der A320-Familie betrieben. Auf der Suche nach einem Fokker-Nachfolger rechnete die Airline auch die Embraer E190 durch. In einem Interview vom November 2021 erklärte Stefan Kissinger, die E190 liege bei den Betriebskosten zu nah am Airbus A319 – und gegen den A319 habe man sich bewusst entschieden, weil der Wettbewerb in diesem Marktsegment kaum zu gewinnen sei.

Stattdessen setzte Avanti Air auf den Turboprop. Die Begründung: Die Dash 8 ist im Betrieb günstiger als ein vergleichbarer Jet und auf typischen Charterstrecken nur wenig langsamer. Gleichzeitig gibt es in diesem Segment weniger Konkurrenz. Für Gruppen von 60 bis 80 Fluggästen, wie sie die Airline mit der Fokker oft hatte, passt die Q400 gut.

A320 im Charterdienst gesehen?

Dann ist es nicht Avanti Air. Prüf ICAO-Code und Kennzeichen – Avanti Air fliegt mit ATV und D-AAS…-Kennzeichen. Wie du A318 bis A321 auseinanderhältst, zeigt der Guide A320-Familie unterscheiden.

Die aktuelle Flotte: Dash 8 Q400

Avanti Air betreibt 2026 zwei Dash 8-400. Laut Airline bieten beide Maschinen 78 Ledersitze in einer reinen Economy-Bestuhlung mit rund 76 Zentimetern Sitzabstand. An Bord sind zwei Piloten und zwei Flugbegleiter. Die Airline gibt eine Reisegeschwindigkeit von 330 Knoten und eine Reichweite von bis zu rund 2.775 Kilometern an, je nach Zuladung. Damit erreicht die Q400 von Mitteleuropa aus problemlos Ziele am Mittelmeer, etwa in Griechenland oder auf Korsika.

Typ Anzahl Sitze Kennzeichen Spotter-Hinweis
De Havilland Canada Dash 8-400 2 (Stand 2026) 78 D-AASH, D-AASG Gebraucht übernommen, häufig an Regionalflughäfen

Neuflugzeuge sind das nicht: Beide Maschinen wurden gebraucht übernommen. Die Q400 ist in Deutschland als Typ eher selten, weil die großen deutschen Airlines kaum Turboprops dieser Größe betreiben. Umso besser fällt sie auf, wenn sie an einem Regionalflughafen zwischen Jets auftaucht.

D-AASG noch nicht im Hangar?

Setz einzelne Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

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Woran du Avanti Air erkennst

Bei einer Flotte aus zwei Flugzeugen ist die Zuordnung eigentlich einfach – wenn du weißt, worauf du achten musst. Weil Avanti Air oft für andere fliegt, kann die Flugnummer vom Kunden stammen. Verlass dich deshalb nicht auf den Namen auf der Anzeigetafel, sondern auf Typ, Kennzeichen und den ICAO-Code.

Typ prüfen

Ist es eine Dash 8-400? Jets und andere Turboprops schließen das heutige Avanti Air aus.

Kennzeichen lesen

D-AASH oder D-AASG am Rumpf passen zu Avanti Air.

Tracker abgleichen

Steht ATV im Flugplan, fliegt Avanti Air selbst.

Auftraggeber notieren

Fliegt die Maschine für einen Kunden, notier ihn zusätzlich – das macht die Sichtung später nachvollziehbar.

Die Dash 8-400 erkennst du an den hoch angesetzten Tragflächen, den zwei großen Propellertriebwerken, in deren Gondeln das Hauptfahrwerk verschwindet, und dem T-Leitwerk. Bei der ATR 72 sitzt das Hauptfahrwerk dagegen in Verkleidungen am Rumpf. Wie du die beiden Turboprop-Familien sicher trennst, zeigt der Guide Turboprops unterscheiden. Was die Buchstaben nach dem D- bedeuten, erklärt Deutsche Luftfahrzeugkennzeichen.

Das spricht für Avanti Air

  • Dash 8-400 mit deutschem Kennzeichen
  • Kennzeichen D-AASH oder D-AASG
  • ICAO-Code ATV auf dem Tracker
  • Rufzeichen „AVANTI AIR“ im Funk

Das spricht gegen Avanti Air

  • Jet, insbesondere ein Airbus der A320-Familie
  • ATR 42 oder ATR 72 – die sind seit 2015 ausgeflottet
  • Ausländisches Kennzeichen
  • Fokker 100 mit aktuellem Flugdatum – das Kapitel ist seit 2021 beendet

Wie ICAO-Code, Flugnummer und Rufzeichen zusammenhängen, liest du unter Callsign und Flugnummer und in der Übersicht IATA- und ICAO-Codes erklärt.

Avanti Air spotten

Einen festen Heimatflughafen mit täglichem Verkehr hat Avanti Air für Spotter nicht. Die Maschinen sind dort, wo gerade ein Auftrag läuft. Das macht sie zu einer typischen „Glückssichtung“ – oder zu einem Ziel für gezielte Planung.

Friedrichshafen und die Air-Uniqon-Strecken

2026 ist der Bodensee die beste Adresse. Für Air Uniqon fliegt eine Q400 ab Friedrichshafen, unter anderem nach Berlin und Hamburg. Am BER bietet sich die Besucherterrasse am Flughafen Berlin an, in Hamburg der bekannte Affenfelsen. Dort ist ein Turboprop zwischen Airbus- und Boeing-Jets ein echter Hingucker.

Graz und Innsbruck

Im Sommer flog Avanti Air in den vergangenen Jahren Ferien-Charter ab dem Flughafen Graz. Zur Fokker-Zeit war Innsbruck eine Saisonbasis; von der Besucherterrasse in Innsbruck aus waren damals Fokker-Sichtungen vor Alpenpanorama möglich. Ob und wann es solche Saisonprogramme wieder gibt, hängt von den Reiseveranstaltern ab.

Regionalflughäfen und Sonderflüge

Sportcharter, Firmen-Shuttles und Ad-hoc-Flüge führen die Q400 auch an Flughäfen, an denen sie sonst nie auftaucht. Wenn ein Fußballclub zum Auswärtsspiel fliegt oder ein Unternehmen einen Shuttle bucht, kann sie plötzlich an deinem Heimatflughafen stehen. Tipps für kleinere Plätze findest du unter Regionalflughäfen in Deutschland und Spotting an kleinen Regionalflughäfen.

Gute Chancen auf Avanti Air, wenn …

  • du 2026 in Friedrichshafen spottest
  • der Tracker einen Flug mit ATV in der Nähe zeigt
  • an deinem Flughafen ein Sportteam oder eine Reisegruppe per Charter erwartet wird

Prüf es vorher, wenn …

  • du nach alten Berichten über Saisoncharter planst
  • du Avanti Air an einem großen Drehkreuz suchst

Eher kein Avanti-Air-Tag, wenn …

  • du gezielt eine Fokker 100 oder einen Airbus suchst

Weil die Flotte so klein ist, lohnt sich gezieltes Verfolgen per Kennzeichen. Wie das mit Tracking-Diensten funktioniert, zeigt der Artikel Flugzeug per Kennzeichen verfolgen. Wie selten deine Sichtung im Vergleich wirklich ist, kannst du mit dem Guide Seltenheit einer Sichtung einschätzen beurteilen.

Sicherheit und Regeln

Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Gerade an kleinen Plätzen ist der Zaun oft nah – Absperrungen und Vorfeld sind trotzdem tabu. Was gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.

Avanti Air im Vergleich

Avanti Air ist nicht die einzige deutsche ACMI-Airline. Der Vergleich hilft beim Einordnen:

Airline Heimat Typische Flugzeuge Merkmal
Avanti Air Haiger / Flughafen Siegerland Dash 8-400 Kleine Charter- und ACMI-Airline, früher Fokker 100
German Airways Köln Embraer E190 Wet-Lease-Spezialist der Zeitfracht-Gruppe
HOP! (früherer Kunde) Frankreich Regionaljets Air-France-Regionaltochter, flog Avanti-Fokker im ACMI

Wer sich für deutsche Wet-Lease-Anbieter interessiert, sollte auch German Airways kennen. Auch dort führt die Flugnummer oft zum Kunden, während Kennzeichen und ICAO-Code den tatsächlichen Betreiber verraten.

Häufige Verwechslungen

  • Avanti Air mit der Piaggio P180 Avanti verwechseln – das Geschäftsflugzeug gab der Airline zwar den Namen, gehört aber längst nicht mehr zur Flotte.
  • Avanti Air eine A320-Flotte zuschreiben – nach allen verfügbaren Quellen hat die Airline nie einen Airbus betrieben.
  • Eine Fokker 100 heute Avanti Air zuordnen – die letzten Fokker wurden 2021 verkauft.
  • Die Flugnummer für den Betreiber halten – im Wet-Lease steht oft der Kunde im Flugplan, nicht Avanti Air.
  • Die Q400 mit einer ATR 72 verwechseln – die Lage des Hauptfahrwerks verrät den Unterschied.

Avanti Air im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Auf der Spot-Karte findest du den passenden Standort mit Anreise und bestem Licht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Avanti Air ist ein Stück deutscher Charter-Geschichte im Kleinformat: von der Piaggio Avanti über Beech 1900 und ATR bis zur Fokker 100 und schließlich zur Dash 8 Q400. Für Spotter ist die Airline heute vor allem eine Sammelaufgabe mit zwei Kennzeichen. Wer weiß, wo gerade ein Auftrag läuft, hat gute Chancen – alle anderen freuen sich über eine Überraschungssichtung am Regionalflughafen.

Kurzfazit

Avanti Air (IATA 4A, ICAO ATV) ist eine kleine Charter- und ACMI-Airline aus Haiger mit Wurzeln am Flughafen Siegerland. Nach der Fokker-100-Ära von 2015 bis 2021 fliegt sie heute zwei Dash 8 Q400 – eine A320-Familie hatte sie nie.

Zusammenfassung

  • Avanti Air ist eine der kleinsten deutschen Airlines mit Linienjet-Vergangenheit. Heute fliegst du ihr nur noch in einem Typ über den Weg: der Dash 8 Q400.
  • Weil die Airline vor allem im Auftrag anderer fliegt, taucht sie mal unter eigener Kennung ATV, mal im Flugplan eines Kunden auf. Kennzeichen und ICAO-Code sind dein sicherster Anker.
  • Die Fokker-100-Zeit ist abgeschlossen. Wer D-AOLG, D-AGPH oder D-AOLH im Logbuch hat, besitzt heute eine historische Sichtung aus dem Avanti-Air-Kapitel.
  • Mit nur zwei Flugzeugen ist die Flotte schnell komplett gesammelt – wenn du weißt, wo die Maschinen gerade im Einsatz sind.

Häufige Fragen

Welchen IATA- und ICAO-Code hat Avanti Air?

Avanti Air nutzt den IATA-Code 4A und den ICAO-Code ATV. Im Funk meldet sich die Besatzung als „AVANTI AIR“. Bei Wet-Lease-Einsätzen kann die Flugnummer allerdings vom Auftraggeber stammen.

Wo hat Avanti Air ihren Sitz?

Die Verwaltung sitzt in Haiger in Mittelhessen. Um die Jahrtausendwende verlegte die Airline ihren Firmensitz von Frankfurt an den Flughafen Siegerland, wo sie 2002 ein eigenes Firmengebäude bezog. Deshalb wird sie oft als Airline aus dem Siegerland bezeichnet.

Welche Flugzeuge fliegt Avanti Air heute?

Im Jahr 2026 besteht die Flotte aus zwei De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400) mit je 78 Sitzen. Die erste Maschine, D-AASH, kam um den Jahreswechsel 2021/2022, die zweite, D-AASG, folgte 2023.

Fliegt Avanti Air noch die Fokker 100?

Nein. Die Fokker 100 war von 2015 bis 2021 im Einsatz, zeitweise mit drei Maschinen. 2021 verkaufte Avanti Air die verbliebenen Jets, auch als Folge der Corona-Krise. Laut Unternehmen war zudem die Wartung immer aufwendiger geworden.

Hat Avanti Air Flugzeuge der A320-Familie?

Nach den verfügbaren Quellen nicht. Die Geschäftsführung prüfte 2021 den Airbus A319 als Fokker-Nachfolger, entschied sich aber dagegen und setzte stattdessen auf den Turboprop Dash 8. Siehst du eine A320 mit deutschem Kennzeichen im Charterdienst, gehört sie zu einer anderen Airline.

Was bedeutet ACMI bei Avanti Air?

ACMI steht für Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance: Avanti Air stellt einer anderen Airline Flugzeug, Besatzung, Wartung und Versicherung bereit, der Kunde verkauft die Tickets. Kunden waren im Laufe der Jahre zum Beispiel HOP!, Air Serbia und Aurigny.

Für wen fliegt Avanti Air 2026?

Avanti Air nennt auf der eigenen Website Buchungspartner wie die Reiseveranstalter Rhomberg Reisen und Springer Reisen sowie Air Uniqon, für die sie ab Friedrichshafen fliegt. Hinzu kommen Ad-hoc-Charter, etwa für Sportteams oder Unternehmen. Aufträge wechseln häufig – prüf im Zweifel aktuelle Flugpläne.

Wo kann ich Avanti Air spotten?

Es gibt keinen festen Ort mit Dauerverkehr. Gute Chancen bieten Flughäfen, an denen gerade ein Auftrag läuft – 2026 etwa Friedrichshafen mit Flügen nach Berlin und Hamburg. Am einfachsten ist es, die beiden Kennzeichen gezielt zu verfolgen.

Avanti Air im Blick behalten

Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Flugzeugtypen in der Flotte

Flugzeugtyp

De Havilland Canada Dash 8-400 (Q400)

Hochdecker, T-Leitwerk, Sechsblatt-Propeller und ein Fahrwerk, das nach hinten in die Triebwerksgondeln klappt: Die Dash 8-400 ist der schnellste und größte Regional-Turboprop im Liniendienst. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Fokker 100

Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.

Flugzeugtyp

Fokker 70

Kurz, gedrungen, zwei Tay-Triebwerke am Heck und ein Rumpfende, das bei der Landung aufklappt: Die Fokker 70 ist die kleine Schwester der Fokker 100 – bekannt von KLM Cityhopper, als Regierungsjet und heute ein seltener Fang.

Flugzeugtyp

ATR 72-200/210

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 72-200 und -210 sind die erste Generation der großen ATR. Viele fliegen heute fensterlos als Frachter. So erkennst du sie und so findest du sie.

Flugzeugtyp

ATR 42-300/320

Hochdecker, T-Leitwerk und nur vier Blätter pro Propeller: Die ATR 42-300 und -320 sind die erste Generation des ATR-Turboprops. Heute triffst du sie vor allem als Frachter. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Beechcraft 1900D

19 Sitze, zwei PT6A, ein Buckel über der Kabine und kleine Flossen überall am Heck: Die Beechcraft 1900D ist der Zubringer-Turboprop, der Kanada, die USA und viele Inselnetze geprägt hat. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

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