Das Wichtigste in Kürze
- Die Flugbereitschaft ist keine Airline, sondern ein Verband der Luftwaffe, der Regierung, Parlament und Bundeswehr fliegt.
- Codes: Kein IATA-Code, ICAO GAF, Rufzeichen „GERMAN AIR FORCE“.
- Drei Airbus A350-900 mit den Namen „Konrad Adenauer“, „Theodor Heuss“ und „Kurt Schumacher“ bilden die Langstreckenflotte.
- Die A340 und A310 sind Geschichte: Die A340 flogen bis 2023, die letzte A310 bis Juni 2022.
- Basis ist Köln/Bonn, in Berlin nutzt die Flugbereitschaft das Regierungsterminal am BER.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief
| ICAO-Code | GAF |
|---|---|
| Rufzeichen | GERMAN AIR FORCE |
| Drehkreuze | CGN, BER |
| Art | Lufttransportverband der Luftwaffe in Geschwaderstärke, keine Airline im zivilen Sinn |
| Aufgaben | Flüge für Verfassungsorgane und Regierung, Lufttransport und MedEvac für die Bundeswehr |
| Gegründet | 1. April 1957 auf dem Fliegerhorst Nörvenich |
| Hauptstandort | Militärischer Teil des Flughafens Köln/Bonn, neben der Luftwaffenkaserne Wahn (seit 1959) |
| Berlin | Regierungsterminal am BER (Interimslösung seit Oktober 2020), Hubschrauber seit Oktober 2025 ebenfalls am BER |
| Unterstellung | Luftwaffentruppenkommando; militärischer Lufttransport wird über das European Air Transport Command (EATC) koordiniert |
| Personal | rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten sowie etwa 100 zivile Beschäftigte |
| Flotte (Stand 2026) | 3 Airbus A350-900, A319, 1 A321-200, 2 A321LR, 3 Bombardier Global 5000, 3 Global 6000, 3 AS532 Cougar |
| Kennzeichnung | Militärische Kennungen statt ziviler Kennzeichen, z. B. 10+01 (A350), 15+xx (A319/A321), 14+xx (Global) |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Flugbereitschaft des BMVg?
- Weißer Rumpf mit schwarz-rot-goldenem Zierstreifen und dem Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“
- Kleiner Schriftzug „Luftwaffe“ am Leitwerk statt eines Airline-Logos
- Militärische Kennung wie 10+01 oder 15+04 statt eines D-Kennzeichens
- Die zwei A321LR fliegen in Grau – die „graue Flotte“ für Truppentransport und MedEvac
- Auf dem Tracker als GAF geführt, im Funk „GERMAN AIR FORCE“ – keine Flugnummer, kein IATA-Code
- Abstellung auf dem militärischen Bereich in Köln/Bonn oder am Regierungsterminal am BER, nicht an den Passagiergates
Ein weißer A350 mit schwarz-rot-goldenem Streifen auf dem Vorfeld – für viele Spotter ist das die Sichtung des Jahres. Die Flugzeuge der Flugbereitschaft des BMVg fliegen ohne Flugplan, ohne Flugnummer und ohne Buchungssystem. Genau das macht sie so reizvoll und zugleich so schwer planbar. Diese Seite erklärt dir, was hinter den Regierungsfliegern steckt, welche Typen dazugehören, wie du die Kennungen liest und wo deine Chancen am besten sind.
Regierungsflieger nicht mehr verpassen
Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für einzelne Kennungen oder Typen an und wirst bei Anflug und Landung benachrichtigt – ideal für Maschinen ohne Flugplan. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Die Flugbereitschaft im Überblick
Die Flugbereitschaft ist keine Airline, auch wenn sie hier zwischen Lufthansa und Condor steht. Sie ist ein Verband der Luftwaffe in Geschwaderstärke und gehört zum Luftwaffentruppenkommando. Ihre Kunden sind die Verfassungsorgane – also etwa Bundespräsident, Bundestag und Bundesregierung –, außerdem Delegationen und die Bundeswehr selbst, für die sie Truppen transportiert und Verwundete oder Kranke ausfliegt.
Die Geschichte beginnt am 1. April 1957 auf dem Fliegerhorst Nörvenich, damals als kleine Einheit für Verbindungsflüge des Verteidigungsministeriums. Schon im Juli 1959 zog sie an den Flughafen Köln/Bonn um, zunächst als Staffel eines Lufttransportgeschwaders. 1963 wurde sie selbstständig, 1974 bekam sie den Status eines Geschwaders. Heute arbeiten dort rund 1.200 Soldatinnen und Soldaten und etwa 100 Zivilbeschäftigte.
Mit dem Regierungsumzug nach Berlin wuchs die Rolle der Hauptstadt. Ab 1998 stationierte die Flugbereitschaft Flugzeug und Crew zeitweise in Berlin, um Parlament und Regierung zu fliegen. Seit Oktober 2020 gibt es am BER ein Regierungsterminal als Interimslösung, und im Oktober 2025 sind auch die Hubschrauber von Tegel an den BER umgezogen.
Codes, Rufzeichen und Kennungen
Bei einer Airline schaust du auf IATA-Code, Flugnummer und Kennzeichen. Bei der Flugbereitschaft funktioniert das anders:
- Kein IATA-Code: Es gibt keine Tickets und keine Flugnummern, also auch keinen zweistelligen Airline-Code.
- ICAO-Code GAF: Der Code steht für die German Air Force und taucht im Flugplan der Flugsicherung und auf Trackern auf.
- Rufzeichen „GERMAN AIR FORCE“: So meldet sich die Besatzung im Funk, ergänzt um eine Nummer.
- Kennung statt Kennzeichen: Am Rumpf steht kein D-Kennzeichen, sondern eine Bundeswehr-Kennung mit Pluszeichen.
Die Kennungen sind für Spotter ein echtes Geschenk, weil die erste Zifferngruppe grob die Flugzeugklasse verrät. Wie zivile Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklärt der Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen.
| Kennung | Typ | Rolle |
|---|---|---|
| 10+01 bis 10+03 | Airbus A350-900 | Langstrecke für Regierung und große Delegationen |
| 15+01, 15+02 | Airbus A319 (Corporate Jet) | Regierungsflüge auf Kurz- und Mittelstrecke |
| 15+03 | Airbus A319 | Beobachtungsflüge nach dem Vertrag über den Offenen Himmel |
| 15+04 | Airbus A321-200 | Gebraucht von Lufthansa übernommen |
| 15+10, 15+11 | Airbus A321LR | Graue Flotte: Truppentransport und MedEvac |
| 14+02 bis 14+04 | Bombardier Global 5000 | Kleinere Delegationen |
| 14+05 bis 14+07 | Bombardier Global 6000 | Kleinere Delegationen |
| 82+01 bis 82+03 | Eurocopter AS532 Cougar | Hubschrauber, vor allem im Raum Berlin |
Tracker richtig lesen
Militärflüge erscheinen auf öffentlichen Trackern nicht immer vollständig. Taucht ein GAF-Flug auf, sagt dir das Rufzeichen allein nicht, welche Maschine fliegt – gleich Typ und Kennung ab, sobald die Daten es hergeben. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: vom Cougar bis zum A350
Die Flotte ist klein, aber erstaunlich vielfältig. Für Sammler heißt das: Mit gut einem Dutzend Flächenflugzeugen und drei Hubschraubern ist die Flugbereitschaft eine der wenigen Flotten, die du theoretisch komplett abhaken kannst – praktisch brauchst du dafür viel Geduld.
Airbus A350-900 – die Langstrecke
Das Aushängeschild sind drei Airbus A350-900. Den Ausbau der Regierungskabine übernahm Lufthansa Technik, der Vertrag dafür wurde im April 2019 unterschrieben. Als erste übernahm die Luftwaffe im August 2020 die 10+03 „Kurt Schumacher“; im Oktober 2020 wurde sie nach Köln überführt. Später folgten die 10+02 „Theodor Heuss“ und – im November 2022 – die 10+01 „Konrad Adenauer“. Die Namen erinnern an Politiker aus den Gründerjahren der Bundesrepublik.
Den Namen „Konrad Adenauer“ trug vorher schon ein A340 der Flugbereitschaft – Fotos aus den 2010er-Jahren zeigen also unter demselben Namen ein ganz anderes Flugzeug. Achte deshalb beim Sortieren immer auf die Kennung, nicht auf den Namen.
A319, A321 und A321LR – die Mittelstrecke
Auf kürzeren Strecken fliegen Airbus A319 in der Corporate-Jet-Ausführung und eine Airbus A321, die früher bei Lufthansa im Einsatz war. Eine weitere A319 ist ein Sonderfall: Sie wurde für Beobachtungsflüge nach dem Vertrag über den Offenen Himmel ausgerüstet und fliegt für das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, nicht als Regierungsflieger.
Die zwei A321LR (15+10 und 15+11) kamen im Juni und August 2022. Sie sind grau lackiert und gehören zur „grauen Flotte“: Sie übernehmen Truppentransporte und nationale MedEvac-Aufgaben, die früher der A310 MRTT erledigte. Die Langstreckenversion der A321 erkennst du von außen kaum – die Lackierung ist hier das beste Merkmal.
Bombardier Global 5000 und 6000 – die kleinen Delegationen
Für kleine Delegationen und kurze Reisen setzt die Flugbereitschaft je drei Bombardier Global 5000 (14+02 bis 14+04) und Global 6000 (14+05 bis 14+07) ein. Die drei Global 6000 kamen 2019. Eine Global 5000, die 14+01, wurde im selben Jahr bei einer missglückten Landung in Berlin-Schönefeld so schwer beschädigt, dass sie abgeschrieben wurde.
Verwechslungsgefahr: Die größere Bombardier Global 7500 siehst du zwar an deutschen Flughäfen, bei der Flugbereitschaft aber nicht. Und auch Gulfstream-Jets auf dem Regierungsvorfeld gehören in der Regel ausländischen Delegationen. Mehr Tipps für die kleinen Jets findest du im Beitrag Businessjets spotten.
AS532 Cougar – die Hubschrauber
Drei Eurocopter AS532 Cougar (82+01 bis 82+03) fliegen vor allem im Raum Berlin, etwa für kurze Transfers von Regierungsmitgliedern. Seit Oktober 2025 sind sie am BER stationiert.
Die ganze Flotte im Hangar
Setz alle Kennungen von 10+01 bis 82+03 auf deine Wunschliste und hak sie in deinem Hangar ab, sobald du sie erwischt hast. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Ausgemustert: A340, A310 und die Ostflotte
Wer in alten Spotterfotos stöbert, findet bei der Flugbereitschaft Typen, die du heute nicht mehr siehst:
- Airbus A340-300: Die beiden A340 flogen ab 2011 für die Flugbereitschaft. Nach technischen Problemen während einer Reise der damaligen Außenministerin in den Pazifikraum endete der A340-Betrieb im September 2023.
- Airbus A310: Mehrere A310 flogen als Regierungsflieger, vier davon als MRTT-Tanker und Transporter mit MedEvac-Ausrüstung. Die letzte A310 verließ den Dienst am 15. Juni 2022 – ihr Abschied war wegen des Kriegs in der Ukraine noch einmal verschoben worden. Tanken und strategische MedEvac übernahm danach die multinationale MRTT-Einheit.
- Ehemalige NVA-Flugzeuge: Nach der Wiedervereinigung übernahm die Flugbereitschaft kurzzeitig Tupolew Tu-134 und Iljuschin Il-62 der DDR-Regierungsstaffel. Zwei Tu-154M blieben von 1991 bis 1999; eine davon ging 1997 bei einem Zusammenstoß vor der Küste Namibias verloren.
- Frühere Typen wie Boeing 707, VFW 614 oder Canadair Challenger 601 gehören zur älteren Geschichte des Verbands.
Nicht verwechseln: Der Airbus A400M der Luftwaffe gehört nicht zur Flugbereitschaft, sondern zu den Transportverbänden. Er übernimmt seit dem Abschied der A310 einen Teil der Transportaufgaben.
Woran du Regierungsflieger erkennst
Bis Juli 2003 waren die Regierungsflugzeuge weiß mit blauen Streifen und trugen groß den Schriftzug „Luftwaffe“. Seitdem gilt ein neues Design: weißer Rumpf, schwarz-rot-goldener Streifen und der Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“. „Luftwaffe“ steht nur noch klein am Leitwerk. Diese Optik nennt man auch die „weiße Flotte“.
Die militärischen Transportflugzeuge – heute vor allem die A321LR – sind dagegen grau. Sie wirken von Weitem unscheinbar und gehen zwischen anderen Jets leicht unter – für viele Sammler gerade deshalb ein reizvolles Ziel.
Lackierung prüfen
Weiß mit Schwarz-Rot-Gold heißt Regierungsflotte, Grau heißt militärischer Transport.
Kennung lesen
Die Zahl mit Pluszeichen am Rumpf verrät Klasse und Einzelflugzeug – 10+ ist ein A350, 14+ eine Global.
Typ bestätigen
Bei A319 und A321 hilft die Rumpflänge, beim A350 die markanten Cockpitfenster mit schwarzer „Maske“.
Sauber notieren
Notiere Kennung, Typ und Ort – der Name allein reicht nicht, weil Namen schon auf frühere Flugzeuge übertragen wurden.
Achtung Verwechslung
Ausländische Regierungsflugzeuge tragen oft ebenfalls Weiß mit Nationalfarben. Ein Blick auf Schriftzug und Kennung klärt die Herkunft. Wie du Staatsflieger aus aller Welt einordnest, steht im Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Die Flugbereitschaft spotten
Regierungsflieger haben keinen Flugplan, den du im Internet nachschlagen kannst. Deine Chancen hängen davon ab, wo du stehst und was politisch gerade los ist.
Köln/Bonn ist die Heimatbasis. Hier sind alle Flächenflugzeuge beheimatet, deshalb siehst du sie dort am regelmäßigsten. Die Flugzeuge stehen auf dem militärischen Teil des Platzes; nutze für Fotos die öffentlich zugänglichen Bereiche des Flughafens, etwa die Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn.
Berlin ist der Ort für Regierungsflüge mit Kanzler, Ministerinnen und Ministern. Das Regierungsterminal liegt am BER, und von der Besucherterrasse am BER hast du die Chance, einen Start oder eine Landung zu erwischen.
Gipfel und Konferenzen bringen Regierungsflieger an andere Flughäfen. Am Flughafen München sorgt etwa die Sicherheitskonferenz im Februar für viel Staats- und Delegationsverkehr. Auch Staatsbesuche und internationale Treffen in Frankfurt, Wien oder Brüssel lohnen einen Blick in die Nachrichten.
Gute Chancen, wenn …
- du in Köln/Bonn oder Berlin spottest und Zeit mitbringst
- eine Auslandsreise des Kanzlers oder der Außenministerin angekündigt ist
- ein Gipfel oder eine große Konferenz in deiner Nähe stattfindet
Prüf es vorher, wenn …
- du dich nur auf Tracker verlässt – Militärflüge fehlen dort manchmal
- der Zugang zu Aussichtspunkten wegen Sicherheitslagen eingeschränkt sein könnte
Eher kein Erfolg, wenn …
- du einen festen Flugplan erwartest – den gibt es bei der Flugbereitschaft nicht
Lies vor jeder Tour die Betriebsrichtung – sie entscheidet, ob du auf der richtigen Seite des Platzes stehst. Wie das geht, zeigt der Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Für die richtige Brennweite und Kamera-Einstellungen hilft dir die Ausrüstungs-Checkliste.
Sicherheit und Regeln
Rund um Regierungsmaschinen gelten oft verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Fotografiere nur von öffentlichen Bereichen aus, folge Anweisungen von Polizei und Feldjägern und betritt keine Sperrzonen. Für militärische Bereiche gelten eigene Regeln – mehr dazu in Militärflugplätze fotografieren und Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- Die Flugbereitschaft für eine Airline halten – sie ist ein Verband der Luftwaffe ohne Ticketverkauf und ohne IATA-Code.
- Namen statt Kennungen notieren – „Konrad Adenauer“ war erst ein A340, heute ist es der A350 10+01.
- Jede weiße Maschine mit Nationalfarben für deutsch halten – auch andere Staaten fliegen weiße Regierungsjets.
- Global 6000 und Global 7500 verwechseln – die Flugbereitschaft fliegt nur Global 5000 und 6000.
- Den A400M zur Flugbereitschaft zählen – er gehört zu den Lufttransportgeschwadern der Luftwaffe.
- Die A321LR übersehen – die grauen Jets sind Teil der Flugbereitschaft, auch wenn sie nicht wie Regierungsflieger aussehen.
Deine Regierungsflieger-Sichtung teilen
Poste deine Sichtung mit Foto, Typ, Kennung und Spot, sammle Likes und Kommentare in der Community und plane mit dem Sonnenstand-Planer das beste Licht für den nächsten Versuch. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Die Flugbereitschaft des BMVg ist die exklusivste Flotte, die du in Deutschland spotten kannst: kein Flugplan, rund 15 Flächenflugzeuge und drei Hubschrauber, dafür eine Mischung aus A350, A319, A321, Businessjets und Hubschraubern. Wer Kennungen lesen kann, Köln/Bonn und Berlin im Blick behält und die Nachrichtenlage verfolgt, macht aus Zufallssichtungen eine planbare Jagd – und bleibt dabei immer auf öffentlichem Gelände.
Kurzfazit
Die Flugbereitschaft (ICAO GAF, Rufzeichen „GERMAN AIR FORCE“) ist ein Verband der Luftwaffe mit Basis in Köln/Bonn und Regierungsterminal am BER. Weiß mit Schwarz-Rot-Gold zeigt die Regierungsflotte, die Kennung wie 10+01 zeigt, welche Maschine du vor dir hast.
Zusammenfassung
- Regierungsflieger erkennst du an Schwarz-Rot-Gold, dem Schriftzug „Bundesrepublik Deutschland“ und einer Kennung wie 10+02 statt eines Kennzeichens.
- Die Flotte reicht vom Hubschrauber bis zum A350; spannend sind vor allem die drei A350-900 und die grauen A321LR.
- Köln/Bonn ist der beste Ort für Regelmäßigkeit, Berlin für Regierungsflüge mit Kanzler, Ministerinnen und Delegationen.
- Flugpläne gibt es nicht. Wer Regierungsflieger erwischen will, kombiniert Nachrichtenlage, Tracker und Geduld – und bleibt dabei streng auf öffentlichem Gelände.
Häufige Fragen
Was ist die Flugbereitschaft des BMVg?
Die Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung ist ein Verband der Luftwaffe. Sie fliegt Mitglieder der Verfassungsorgane und der Regierung, Delegationen und Parlamentarier, übernimmt aber auch Lufttransport und medizinische Evakuierungen (MedEvac) für die Bundeswehr. Umgangssprachlich heißen ihre Maschinen „Regierungsflieger“.
Welchen IATA- und ICAO-Code hat die Flugbereitschaft?
Einen IATA-Code gibt es nicht, weil die Flugbereitschaft keine Tickets verkauft. Der ICAO-Code der Luftwaffe ist GAF, das Rufzeichen im Funk lautet „GERMAN AIR FORCE“. Auf Flugtrackern taucht ein Regierungsflug deshalb mit GAF und einer Nummer auf, nicht mit einer Flugnummer.
Welche Flugzeuge fliegt die Flugbereitschaft?
Stand 2026: drei Airbus A350-900 für die Langstrecke, mehrere A319, eine A321-200 und zwei graue A321LR für Truppentransport und MedEvac, dazu je drei Bombardier Global 5000 und Global 6000 für kleinere Delegationen sowie drei Eurocopter AS532 Cougar-Hubschrauber in Berlin.
Wie heißen die A350 der Flugbereitschaft?
Die drei A350-900 tragen die Kennungen 10+01 bis 10+03 und die Namen „Konrad Adenauer“ (10+01), „Theodor Heuss“ (10+02) und „Kurt Schumacher“ (10+03) – Politiker aus den Anfangsjahren der Bundesrepublik. Die 10+03 wurde als erste im August 2020 übergeben.
Fliegt die Flugbereitschaft noch den Airbus A340?
Nein. Die beiden A340-300 für Regierungsflüge wurden 2023 ausgemustert, nachdem es im Sommer 2023 eine Reihe technischer Probleme gegeben hatte. Die letzte A310, zuletzt als MRTT-Tanker und MedEvac-Flugzeug genutzt, verließ den Dienst bereits im Juni 2022.
Wo ist die Flugbereitschaft stationiert?
Hauptstandort ist der militärische Teil des Flughafens Köln/Bonn in Wahn. Dort sind alle Flächenflugzeuge beheimatet. In Berlin nutzt die Flugbereitschaft das Regierungsterminal am BER, das seit Oktober 2020 als Interimslösung in Betrieb ist; die Hubschrauber sind im Oktober 2025 von Tegel an den BER umgezogen.
Warum haben Regierungsflieger kein D-Kennzeichen?
Weil sie Militärluftfahrzeuge sind. Statt eines zivilen Kennzeichens wie D-AIxx tragen sie eine Kennung der Bundeswehr, etwa 10+01. Die vorderen Ziffern zeigen grob die Flugzeugklasse: 10+ für die A350, 14+ für die Globals, 15+ für A319 und A321, 82+ für die Hubschrauber.
Wo kann ich Regierungsflieger spotten?
Am verlässlichsten in Köln/Bonn und Berlin. Dazu kommen Flughäfen, an denen gerade Gipfel, Staatsbesuche oder Konferenzen stattfinden. Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen wie Besucherterrassen – Sperrzonen rund um Regierungsmaschinen sind tabu.
Flugbereitschaft des BMVg im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A319
Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.
FlugzeugtypAirbus A340-300
Vier schlanke Triebwerke, ein drittes Fahrwerksbein unter dem Rumpf und der Rumpf einer A330: Die A340-300 ist Airbus’ klassischer Langstrecken-Vierstrahler – und verschwindet gerade aus Europas Flotten. So erkennst du sie, solange es noch geht.
FlugzeugtypAirbus A310
Kurz, bullig, mit kleinen Zäunen an den Flügelspitzen: Die A310 war Airbus’ zweiter Großraumjet und lange in Deutschland zu Hause. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBombardier Global 7500
Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A400M Atlas
Vier Turboprops mit sichelförmigen Achtblatt-Propellern, hoch angesetzter Flügel, T-Leitwerk und eine große Heckrampe: Der A400M ist Europas Militärtransporter. So erkennst du ihn sicher und weißt, wo du ihn siehst.
Weitere Airlines
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
FrachtLufthansa Cargo
Die Frachttochter der Lufthansa Group: Boeing-777F-Flotte mit Basis Frankfurt, ICAO-Code GEC aus German-Cargo-Zeiten, dazu Beiladefracht in den Passagierjets des Konzerns und die Beteiligung an AeroLogic.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Berlin Brandenburg
Der Hauptstadtflughafen mit der langen Vorgeschichte: zwei parallele Pisten am Südrand Berlins, viel Europaverkehr mit Low-Cost- und Netzwerkairlines, eine Handvoll Langstrecken, die Flugbereitschaft der Bundesregierung – und eine Besucherterrasse direkt über dem Vorfeld.
Wo du Flugbereitschaft des BMVg vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn
Die Dachterrasse auf Terminal 1 ist der bequemste legale Standpunkt am Flughafen Köln/Bonn: kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle, mit dem Zug direkt erreichbar – und mit Blick auf Vorfeld, Hauptpiste und den militärischen Teil des Platzes.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
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