Das Wichtigste in Kürze
- Hapag-Lloyd Express ist eine historische deutsche Billigairline der TUI: Start im Dezember 2002, Ende der Marke im Januar 2007.
- Codes: IATA X3, ICAO HLX, Rufzeichen „YELLOW CAB“ – passend zum Taxi-Auftritt.
- Unverwechselbare Lackierung: gelber Rumpf mit schwarz-weißem Schachbrettband im Stil eines New Yorker Taxis.
- Keine eigenen Flugzeuge: Hapag-Lloyd Flug und Germania flogen die Boeing 737 und zeitweise Fokker 100 im Wet-Lease.
- Erbe bei TUIfly: Der IATA-Code X3 lebt bei TUIfly weiter, 2024 kehrte das Taxi-Design als Teil einer Retro-Lackierung zurück.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Hapag-Lloyd Express im Überblick
- 2.Die Geschichte in Etappen
- 3.Codes und Rufzeichen
- 4.Fliegen zum Taxipreis: das Geschäftsmodell
- 5.Die Flotte von Hapag-Lloyd Express
- 6.Woran du HLX erkennst: die Taxi-Lackierung
- 7.Stützpunkte und Streckennetz
- 8.Das Ende: Aufgehen in TUIfly
- 9.HLX im Spotter-Alltag heute
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | X3 |
|---|---|
| ICAO-Code | HLX |
| Rufzeichen | YELLOW CAB |
| Drehkreuze | CGN, HAJ, LEJ, STR |
| Status | Historisch – Flüge unter der Marke HLX bis Mitte Januar 2007, danach Vermarktung unter TUIfly |
| Gegründet | 2002 als Low-Cost-Airline innerhalb des TUI-Konzerns |
| Aufnahme des Flugbetriebs | Dezember 2002 ab Köln/Bonn |
| Firmensitz | Hannover bzw. Langenhagen am Flughafen Hannover |
| Geschäftsmodell | Low-Cost-Airline mit Punkt-zu-Punkt-Verkehr, Verkauf vor allem online |
| Stützpunkte | Köln/Bonn, Hannover, Leipzig/Halle und Stuttgart |
| Flugbetrieb | Keine eigenen Flugzeuge – Flüge im Wet-Lease durch Hapag-Lloyd Flug und Germania |
| Eingesetzte Typen | Boeing 737-400, 737-500, 737-700 und 737-800 sowie zeitweise Fokker 100 |
| Werbeslogan | „Fliegen zum Taxipreis“ |
| Ende der Marke | 15. Januar 2007 – Zusammenführung mit Hapagfly unter der Dachmarke TUIfly |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Hapag-Lloyd Express?
- Rumpf in kräftigem Taxi-Gelb – ungewöhnlich für einen Linienflieger der 2000er-Jahre
- Umlaufendes Schachbrettband in Schwarz-Weiß, angelehnt an die Checker Cabs aus New York
- Markenname „HLX“ bzw. die Webadresse „hlx.com“ groß am Rumpf
- Fast immer eine Boeing 737 – nur 2005/06 flogen auch einzelne Fokker 100 von Germania für HLX
- Deutsches Kennzeichen mit D-, je nach Betreiber aus dem Bestand von Hapag-Lloyd Flug oder Germania
- Flugnummer mit X3, im Funk das Rufzeichen „YELLOW CAB“
Gelb wie ein New Yorker Taxi, mit schwarz-weißem Karoband um den Rumpf: Kaum ein Flugzeug der frühen 2000er-Jahre fiel auf dem Vorfeld so auf wie eine Boeing 737 von Hapag-Lloyd Express. Die Billigairline der TUI flog nur gut vier Jahre unter eigenem Namen, hat aber in vielen Spotter-Archiven deutliche Spuren hinterlassen. Hier erfährst du, wie HLX entstand, mit welchen Flugzeugen sie flog, wer die Maschinen wirklich betrieb und woran du die Taxi-Jets auf alten Fotos sicher erkennst.
Dein Archiv, sauber sortiert
Mit Planetrack postest du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Flughafen – so findest du auch deine alten HLX-Aufnahmen jederzeit wieder. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Hapag-Lloyd Express im Überblick
Hapag-Lloyd Express, kurz HLX, war eine deutsche Low-Cost-Airline des TUI-Konzerns, die von Dezember 2002 bis Januar 2007 unter eigener Marke flog. Der Sitz lag in Hannover beziehungsweise in Langenhagen direkt am Flughafen. Innerhalb der TUI-Airlines war HLX eine Ausnahme: Während die Schwestergesellschaften vor allem Urlauber in Ferienziele brachten, setzte HLX auf das Modell der Billigflieger – günstige Tickets, Verkauf übers Internet, Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ohne Umsteigen.
Ein Detail macht HLX für Spotter besonders spannend: Die Airline besaß keine eigenen Flugzeuge. Die Flüge führten Hapag-Lloyd Flug und Germania im Wet-Lease durch, also mit eigenem Flugzeug und eigener Besatzung, aber im Auftrag und im Design von HLX. Was das im Alltag bedeutet, erklärt der Beitrag Wet-Lease erklärt.
Im Januar 2007 ging HLX zusammen mit Hapagfly in der neuen Marke TUIfly auf, und das Taxi-Design verschwand von den Flugzeugen.
Die Geschichte in Etappen
Anfang der 2000er-Jahre veränderten Billigflieger den europäischen Luftverkehr rasant. Ryanair und easyJet wuchsen kräftig, und auch in Deutschland suchten große Konzerne eine Antwort. Eurowings brachte Germanwings an den Start, die TUI setzte auf Hapag-Lloyd Express. Beide wählten ausgerechnet denselben Flughafen als Ausgangspunkt: Köln/Bonn.
2002
Gründung von Hapag-Lloyd Express in Hannover. Im Dezember 2002 nimmt HLX ab Köln/Bonn den Flugbetrieb auf – rund zwei Monate nach dem direkten Konkurrenten Germanwings, zunächst mit wenigen Flugzeugen und Zielen.
2003–2004
Das Netz wächst über weitere deutsche Flughäfen. Neben Köln/Bonn werden Hannover, Stuttgart und Leipzig/Halle zu Stützpunkten.
2004
In der ersten Jahreshälfte kommen viele neue Strecken hinzu, darunter auch Verbindungen nach Dublin, die HLX später wieder einstellt.
2005/2006
Germania fliegt zeitweise auch Fokker 100 für HLX. Im Dezember 2006 kündigt TUI die neue Dachmarke TUIfly an.
15. Januar 2007
HLX und Hapagfly gehen in TUIfly auf. Den Flugbetrieb führt die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft durch, die HLX-Gesellschaft vermarktet die Flüge vorerst weiter.
2010
Die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft heißt nun TUIfly GmbH. Die Markenrechte an HLX gehen an einen Unternehmer, der unter hlx.com einen Online-Reiseveranstalter aufbaut.
Köln/Bonn liegt zentral im bevölkerungsreichen Westen Deutschlands und wurde Anfang der 2000er-Jahre zum Schauplatz des deutschen Billigflieger-Wettbewerbs. Wie der Flughafen heute aufgestellt ist, liest du im Eintrag zum Flughafen Köln/Bonn.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code X3: stand in der Flugnummer, auf Bordkarten und Anzeigetafeln.
- ICAO-Code HLX: nutzte die Flugsicherung im Flugplan, er war zugleich die Kurzform der Marke.
- Rufzeichen YELLOW CAB: so meldeten sich die Besatzungen im Funk – ein Rufzeichen, das die Taxi-Idee bis ins Cockpit trug.
Das Rufzeichen „YELLOW CAB“ gehört zu den Beispielen dafür, dass Airlines ihre Marke auch im Sprechfunk zeigen. Weitere Fälle sammelt der Beitrag Airline-Rufzeichen und ihre Geschichte.
X3 lebt weiter
Der IATA-Code X3 verschwand mit HLX nicht: TUIfly führt ihn bis heute. Stößt du also in Flugdaten auf eine X3-Flugnummer, musst du auf das Datum achten. Vor Mitte Januar 2007 steckt meist HLX dahinter, danach TUIfly. Der ICAO-Code und das Rufzeichen dagegen wechselten.
Fliegen zum Taxipreis: das Geschäftsmodell
HLX folgte den klassischen Regeln eines Billigfliegers: ein einfaches Produkt, ein dichter Umlauf der Flugzeuge, kein kostenloser Service an Bord und ein Verkauf, der fast vollständig im Internet stattfand. Wie dieses Modell grundsätzlich funktioniert, fasst der Beitrag Wie Billigflieger funktionieren zusammen.
Das Preissystem war typisch für die Branche. Es gab ein wechselndes Kontingent sehr günstiger Tickets, die meist schnell vergriffen waren. Danach stiegen die Preise je nach Nachfrage. Auffällig waren die sogenannten „HLX Happy-Hours“: Für schwach gebuchte Flüge zu unbeliebten Uhrzeiten gab es Tickets zum Nulltarif, zu zahlen waren dann nur Steuern und Gebühren.
Bemerkenswert war vor allem das Marketing. Der Slogan „Fliegen zum Taxipreis“ brachte das Versprechen auf eine einfache Formel: Ein Flug durch Europa kostet nicht mehr als eine Taxifahrt in der Stadt. Die Kampagne wurde mit Effie-Preisen für wirksame Werbung ausgezeichnet, in Deutschland und auf europäischer Ebene. Außerdem setzte HLX konsequent auf Online-Vertrieb: Der weit überwiegende Teil der Tickets wurde über die eigene Website hlx.com verkauft.
Alte Fotos richtig beschriften
Notiere bei HLX-Fotos immer Kennzeichen und genauen Typ – und, wenn du es herausfindest, den tatsächlichen Betreiber. Hapag-Lloyd Flug oder Germania macht für die Geschichte einer Maschine einen großen Unterschied. Wie Kennzeichen aufgebaut sind, zeigt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Die Flotte von Hapag-Lloyd Express
Weil HLX selbst keine Flugzeuge hielt, war die „Flotte“ immer eine Auswahl aus den Beständen der Partner. Den größten Teil stellte Hapag-Lloyd Flug, die TUI-Ferienairline aus Hannover. Germania flog zusätzlich einige Maschinen im HLX-Auftrag. Fast alle Flugzeuge waren Varianten der Boeing 737 – ein typisches Bild für Billigflieger, die auf einen einheitlichen Typ setzen.
| Typ | Zeitraum bei HLX | Betreiber | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-400 | nur 2003, Einzelstück | Partnerairline | Selten fotografiert, echtes Archivstück |
| Boeing 737-500 | 2004–2007 | Hapag-Lloyd Flug | Kurzer Classic-Rumpf, auch mit Sonderlackierungen |
| Boeing 737-700 | 2002–2007 | Hapag-Lloyd Flug und Germania | Das Rückgrat der HLX-Flotte |
| Boeing 737-800 | 2006–2007 | Hapag-Lloyd Flug | Kam erst in der Spätphase dazu |
| Fokker 100 | 2005–2006 | Germania | Einziger Nicht-Boeing-Typ im HLX-Design |
Zum Start flogen nur vier Maschinen für HLX; danach schwankte die Zahl, weil Flugzeuge je nach Bedarf zwischen den Partnern und HLX wechselten. Für die Einordnung reicht dir meist der Typ: Die 737-400 und 737-500 gehören zur Classic-Generation, die 737-700 und 737-800 zur Next Generation mit neuem Flügel und modernisiertem Cockpit. Wie du die Generationen sicher auseinanderhältst, zeigt der Guide Boeing 737 Original, Classic, NG und MAX unterscheiden.
Die Fokker 100 ist der Exot in der HLX-Geschichte. Germania setzte zwei dieser Jets des niederländischen Herstellers Fokker für HLX ein. Ein HLX-Foto mit Fokker 100 ist entsprechend selten.
Ex-HLX-Maschinen aufspüren
Setz Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn eine frühere HLX-Maschine heute im Anflug auf deinen Flughafen ist. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du HLX erkennst: die Taxi-Lackierung
Die Lackierung war das Markenzeichen schlechthin. Vorbild waren die gelben Checker Cabs, die über Jahrzehnte das Straßenbild von New York prägten. HLX übertrug deren Look auf das Flugzeug: ein Rumpf in leuchtendem Gelb, darum herum ein schwarz-weißes Schachbrettband, dazu der Markenname in großen Buchstaben. Die Botschaft war klar – schnell, direkt, günstig, wie eine Taxifahrt.
Für Spotter hatte das einen praktischen Vorteil: Eine HLX-Maschine erkennst du auf Fotos schon aus großer Entfernung. Selbst bei schlechtem Licht hebt sich das Gelb deutlich von weißen Rümpfen anderer Airlines ab. Warum Airlines sonst meist zu Weiß greifen und welche Designs Luftfahrtgeschichte geschrieben haben, zeigt der Beitrag zu legendären Airline-Lackierungen.
Zeigt dein altes Foto wirklich HLX?
- Gelber Rumpf mit umlaufendem schwarz-weißem Schachbrettband
- Schriftzug „HLX“ oder „hlx.com“ am Rumpf
- Boeing 737 oder – sehr selten – Fokker 100
- Deutsches Kennzeichen mit D- am Heck
- Aufnahme aus der Zeit zwischen Dezember 2002 und Anfang 2007
- Ort wie Köln/Bonn, Hannover, Stuttgart oder Leipzig/Halle
Sonderlackierungen auf HLX-Basis
Neben dem Standarddesign gab es HLX-Maschinen, die das Taxi-Gelb mit Werbe- oder Zielmotiven kombinierten. Solche Bemalungen sind heute begehrte Archivbilder – prüf bei jedem Foto Kennzeichen und Typ, denn verlässliche Listen sind rar. Wie du Sonderlackierungen systematisch dokumentierst, erklärt der Beitrag Sonderlackierungen sammeln und dokumentieren, einen Überblick über weitere Motive deutscher Airlines bietet Sonderlackierungen deutscher Airlines.
Stützpunkte und Streckennetz
HLX arbeitete mit dezentralen Stützpunkten statt mit einem einzigen Drehkreuz. Die Flugzeuge waren in Köln/Bonn, Hannover, Leipzig/Halle und Stuttgart stationiert. Abflüge gab es darüber hinaus von Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, München, Nürnberg und sogar Sylt. Insgesamt umfasste das Netz rund 40 Ziele in zehn europäischen Ländern, vor allem Städte und Urlaubsorte, die Geschäftsreisende und Wochenendurlauber gleichermaßen ansprachen.
| Stützpunkt | Rolle bei HLX | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Köln/Bonn | Startpunkt im Dezember 2002, Konkurrenz zu Germanwings | Flughafen Köln/Bonn |
| Hannover | Firmensitz, Heimat von Hapag-Lloyd Flug | Flughafen Hannover |
| Stuttgart | Stützpunkt im Süden | Flughafen Stuttgart |
| Leipzig/Halle | Stützpunkt im Osten | Flughafen Leipzig/Halle |
Nicht jede neue Strecke hielt sich. Bei der schnellen Erweiterung 2004 kamen etwa Verbindungen von Hamburg und Stuttgart nach Dublin hinzu, die HLX später wieder strich. Das ständige Testen und Streichen von Strecken war typisch für den harten Preiskampf, den HLX mit Ryanair, easyJet, Germanwings und anderen Anbietern führte.
Das Ende: Aufgehen in TUIfly
Ab 2005 ordnete die TUI ihre Airlines neu. Die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft trat ab 2005 als Hapagfly auf, dann folgte der größere Schritt: Im Dezember 2006 kündigte TUI die Dachmarke TUIfly an, und am 15. Januar 2007 ersetzte sie sowohl Hapagfly als auch Hapag-Lloyd Express. Damit verschwand der Name HLX von den Flugzeugen.
Dezember 2006
TUI kündigt TUIfly als gemeinsame Marke für ihre deutschen Airlines an.
15. Januar 2007
TUIfly ersetzt HLX und Hapagfly. Den Flugbetrieb führt weiter die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft durch.
2009
TUIfly gibt ab dem Winterflugplan 2009/2010 viele Städteverbindungen an Air Berlin ab und konzentriert sich auf Ferienziele.
2010
Aus der Hapag-Lloyd Fluggesellschaft wird die TUIfly GmbH.
Für das Erscheinungsbild hieß das: Das Taxi-Karo verschwand mit der Marke HLX. Seit 2014 fliegt TUIfly im blauen Design des TUI-Konzerns. Im Mai 2024 kehrte das HLX-Design aber noch einmal zurück: Die Boeing 737 MAX 8 D-AMAH trägt eine Retro-Lackierung, deren Mittelteil im gelben Taxi-Look mit schwarzen Karos gehalten ist – flankiert vom Hapag-Lloyd-Flug-Design am Heck und den aktuellen TUIfly-Farben vorn. Die Städteverbindungen, das eigentliche Erbe von HLX, wanderten 2009 zu einem großen Teil an Air Berlin. Wie TUI ihre Airlines heute organisiert, zeigt der Eintrag zu den TUI-Airlines; wie Airlines beim Markenwechsel ihre Flotten umlackieren, liest du unter Wenn Airlines ihr Design wechseln.
Spotten heute: fast nur noch mit Vorgeschichte
Ein Flugzeug im vollständigen HLX-Design wirst du nicht mehr sehen – einzige Ausnahme ist der HLX-Abschnitt der Retro-Lackierung von D-AMAH. Was sonst bleibt, sind Fotos aus den Jahren 2002 bis 2007 und frühere HLX-Maschinen, die bei anderen Betreibern weiterflogen oder längst ausgemustert sind. Fotografiere sie wie jedes andere Flugzeug nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus.
HLX im Spotter-Alltag heute
Für dein Logbuch ist HLX ein klassisches Archiv-Thema. Wer zwischen Ende 2002 und Anfang 2007 in Köln/Bonn, Hannover, Stuttgart oder Leipzig/Halle fotografiert hat, hat gute Chancen auf gelbe Taxi-Jets in der Sammlung. Diese Bilder lohnt es sich nachträglich zu sortieren: Typ, Kennzeichen, Ort und Datum machen aus einem Schnappschuss einen sauberen Eintrag – und mit dem tatsächlichen Betreiber wird er sogar richtig wertvoll.
Spannend ist auch die Suche nach dem Verbleib. Viele 737, die einmal für HLX flogen, blieben zunächst bei TUIfly im Einsatz und gingen später an andere Betreiber. Über das Kennzeichen und die Seriennummer lässt sich der Lebenslauf einer Maschine oft zurückverfolgen; wie das geht, zeigt der Guide Wie alt ist dieses Flugzeug?.
Wer die Orte der HLX-Geschichte besuchen will, findet an der Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn, der Besucherterrasse am Flughafen Hannover, der Besucherterrasse am Flughafen Stuttgart und der Besucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle gute Standpunkte. Mehr Tipps liefern die Guides Planespotting in Köln/Bonn, Planespotting in Hannover und Planespotting in Leipzig/Halle. In Hannover hast du mit etwas Glück auch die Retro-Maschine D-AMAH vor der Linse.
Gute Chancen auf HLX-Spuren, wenn …
- du dein Fotoarchiv aus den Jahren 2002 bis 2007 durchsiehst
- du gezielt nach Kennzeichen früherer HLX-Maschinen suchst
Prüf es genau, wenn …
- ein Foto aus 2007 oder später stammt – dann ist es meist schon TUIfly
- eine Maschine zwar das HLX-Design trägt, aber ein Germania-Kennzeichen hat
Keine Chance auf HLX, wenn …
- du heute im Flugplan nach HLX-Flügen suchst – die Marke fliegt seit 2007 nicht mehr
Häufige Verwechslungen
- HLX mit TUIfly gleichsetzen – TUIfly übernahm den Code X3, aber nicht das Taxi-Karo. Das Karoband auf gelbem Grund ist das sichere HLX-Merkmal – Ausnahme ist die Retro-Maschine D-AMAH von 2024.
- HLX mit Hapag-Lloyd Flug verwechseln – Hapag-Lloyd Flug war die Ferienairline, die die meisten HLX-Flüge technisch durchführte. HLX war die Marke dahinter.
- Jede X3-Flugnummer für HLX halten – ab Januar 2007 lief X3 unter TUIfly weiter.
- Germania-Kennzeichen übersehen – einige HLX-Maschinen, darunter die Fokker 100, kamen von Germania.
- HLX mit Germanwings verwechseln – beide starteten 2002 in Köln/Bonn als Billigflieger, gehörten aber zu verschiedenen Konzernen.
- hlx.com für die Airline halten – seit 2010 steht die Marke für einen Online-Reiseveranstalter ohne eigenen Flugbetrieb.
Geschichte im eigenen Hangar
Sammle deine HLX-Fotos im Hangar, poste sie mit Typ, Kennzeichen und Flughafen und tausch dich in der Community mit anderen Spottern über die Taxi-Jets aus. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Hapag-Lloyd Express war nur kurz in der Luft, aber selten hat eine Airline in so wenigen Jahren einen so bleibenden Eindruck hinterlassen. Das Taxi-Gelb mit dem Schachbrettband, der Slogan „Fliegen zum Taxipreis“ und das Rufzeichen „YELLOW CAB“ machten aus einer Marke ohne eigene Flugzeuge einen echten Hingucker. Für Spotter lohnt der Blick zurück – auf alte Fotos, auf die Frage, wer eine Maschine wirklich geflogen hat, und auf die 737, die danach bei TUIfly und anderswo weiterflogen.
Kurzfazit
Hapag-Lloyd Express (IATA X3, ICAO HLX) flog von Dezember 2002 bis Januar 2007 als Billigflieger der TUI. Gelber Rumpf mit Schachbrettband verrät die Marke, das Kennzeichen zeigt, ob Hapag-Lloyd Flug oder Germania geflogen ist.
Zusammenfassung
- HLX startete Ende 2002 in Köln/Bonn, kurz nach Germanwings, und trat gegen Ryanair, easyJet und andere Billigflieger an.
- Mit dem Slogan „Fliegen zum Taxipreis“ und dem Taxi-Design wurde die kleine Airline bekannter, als es ihr Streckennetz vermuten ließ.
- Die Flugzeuge kamen von Hapag-Lloyd Flug und Germania – vor allem Boeing 737 in mehreren Varianten.
- Im Januar 2007 gingen HLX und Hapagfly in der Marke TUIfly auf, die den Code X3 weiterführt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hatte Hapag-Lloyd Express?
HLX flog mit dem IATA-Code X3 und dem ICAO-Code HLX. Im Funk meldete sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „YELLOW CAB“, also „gelbes Taxi“. Den IATA-Code X3 nutzte später TUIfly weiter, während TUIfly im Flugplan der Flugsicherung mit eigenem ICAO-Code auftrat.
Warum sahen die HLX-Flugzeuge aus wie Taxis?
Die Lackierung zitierte bewusst die gelben Checker Cabs aus New York: gelber Rumpf, dazu ein umlaufendes schwarz-weißes Schachbrettband. Das passte zum Werbeversprechen „Fliegen zum Taxipreis“ und signalisierte, dass man mit HLX schnell, direkt und günstig von A nach B kommt.
Hatte Hapag-Lloyd Express eigene Flugzeuge?
Nein. HLX war vor allem eine Vertriebs- und Marketingmarke. Die Flüge führten Hapag-Lloyd Flug und Germania im Wet-Lease durch, also mit Flugzeug und Besatzung. Deshalb tragen HLX-Maschinen auf alten Fotos Kennzeichen aus den Flotten dieser beiden Gesellschaften.
Welche Flugzeugtypen flogen für HLX?
Überwiegend die Boeing 737 in den Varianten -400, -500, -700 und -800. In den Jahren 2005 und 2006 waren außerdem zwei Fokker 100 von Germania für HLX im Einsatz.
Wann und warum verschwand HLX?
Am 15. Januar 2007 führte TUI ihre deutschen Airline-Marken zusammen: HLX und Hapagfly gingen in der neuen Dachmarke TUIfly auf. Den Flugbetrieb übernahm weiterhin die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft, die Hapag-Lloyd Express GmbH vermarktete die TUIfly-Flüge noch eine Weile. 2010 wurde die Hapag-Lloyd Fluggesellschaft in TUIfly GmbH umbenannt.
Von welchen Flughäfen flog HLX?
Stützpunkte waren Köln/Bonn, Hannover, Leipzig/Halle und Stuttgart. Abflüge gab es außerdem unter anderem ab Berlin-Tegel, Düsseldorf, Hamburg, München, Nürnberg und Sylt. Insgesamt umfasste das Netz rund 40 Ziele in zehn europäischen Ländern.
Was hat hlx.com heute mit der Airline zu tun?
Nur noch den Namen. 2010 übernahm ein Unternehmer die Markenrechte von TUI, um unter hlx.com einen Online-Reiseveranstalter aufzubauen. Eine Airline namens HLX fliegt seit 2007 nicht mehr.
Hapag-Lloyd Express im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-500
Klein, kompakt und mit den typischen platten Triebwerkseinlässen: Die 737-500 war die kürzeste 737 Classic und der moderne Ersatz für die 737-200. Hier liest du, wer sie flog, wo sie heute noch unterwegs ist und wie du sie von -300 und -600 trennst.
FlugzeugtypBoeing 737-400
Drei Meter länger als die -300, zwei Notausgänge über dem Flügel und ein Hecksporn unter dem Heck: Die 737-400 war Boeings Antwort auf volle Ferienflieger. Hier liest du, wie sie entstand, wer sie in Europa flog und wo du sie heute als Frachter triffst.
FlugzeugtypFokker 100
Zwei Tay-Triebwerke am Heck, ein hohes T-Leitwerk und ein Heckkonus, der sich bei der Landung aufklappt: Die Fokker 100 ist der größte Verkehrsjet, den Fokker je gebaut hat – und heute ein seltener Fang.
Weitere Airlines
Hapag-Lloyd Flug
Historischer Ferienflieger aus Hannover (1972–2007): gegründet von der Reederei Hapag-Lloyd, bekannt für Orange und Blau, Airbus A300/A310 und als weltweiter Erstkunde der Boeing 737-800 – 2007 in TUIfly aufgegangen.
FerienfliegerTUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
FerienfliegerGermania
Historische Berliner Charter- und Ferienairline (1986–2019): hervorgegangen aus der Kölner SAT von 1978, zuletzt mit gut 30 Airbus A319, A321 und Boeing 737-700 an vielen Regionalflughäfen unterwegs – bis zur Insolvenz im Februar 2019.
Low-CostGermanwings
Historische Low-Cost-Airline aus Köln: 2002 als Ableger von Eurowings gestartet, ab 2009 Teil der Lufthansa-Gruppe, ab 2015 Flugbetrieb für Eurowings – und 2020 eingestellt.
NetzwerkAir Berlin
Historische Airline aus Berlin: 1978 als US-Charterfirma für Mallorca-Flüge ab Tegel gegründet, später zweitgrößte Airline Deutschlands mit oneworld-Mitgliedschaft – und 2017 insolvent.
Low-CostRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
TUI-Airlines
Fünf Airlines, ein Design: Unter dem TUI-Lächeln fliegen deutsche, britische, belgische, niederländische und schwedische Ferienflieger. Wer am Zaun nur „TUI“ notiert, verschenkt die halbe Sichtung.
FlughafenFlughafen Köln/Bonn
Tagsüber Eurowings und Ferienflieger, abends die Frachter von UPS und FedEx, im Westen die Regierungsjets der Flugbereitschaft: Köln/Bonn ist kein Drehkreuz für Passagiere, aber einer der abwechslungsreichsten Flughäfen Deutschlands – mit Bahnhof unter den Terminals und kostenloser Dachterrasse.
FlughafenFlughafen Hannover
Niedersachsens Tor zur Welt liegt in Langenhagen: zwei parallele Bahnen, ein kompaktes Terminal mit S-Bahn-Halt, TUIfly als Heimat-Airline und keine generelle Nachtsperre. Für Spotter ein entspannter Flughafen mit Ferienfliegern, Zubringern der großen Netzwerk-Airlines und nächtlichem Frachtverkehr.
FlughafenFlughafen Stuttgart
Eine einzige Piste auf der Filderebene, knapp 9,6 Millionen Passagiere im Jahr und eine kostenlose Terrasse mitten im Terminal: Stuttgart ist kein Drehkreuz, aber ein entspannter Flughafen für Spotter – mit Eurowings, Ferienfliegern und mehr Überraschungen, als man denkt.
Wo du Hapag-Lloyd Express vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Köln/Bonn
Die Dachterrasse auf Terminal 1 ist der bequemste legale Standpunkt am Flughafen Köln/Bonn: kostenlos, ohne Sicherheitskontrolle, mit dem Zug direkt erreichbar – und mit Blick auf Vorfeld, Hauptpiste und den militärischen Teil des Platzes.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Hannover
Die offizielle Aussichtsterrasse am Hannover Airport liegt auf dem Dach der Erlebniswelt zwischen Terminal A und B. Für wenige Euro bekommst du einen Rundumblick über Vorfeld und Südbahn – ideal für Einsteiger, Familien und einen entspannten Nachmittag mit TUIfly, Eurowings und der Lufthansa Group.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Stuttgart
Kostenlos, mitten im Terminal und mit Blick auf das Vorfeld und das westliche Ende der einzigen Piste: Die Besucherterrasse auf dem Dach von Terminal 3 ist der einfachste Einstieg ins Planespotting auf den Fildern – am besten an Sommerabenden.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Leipzig/Halle
Der alte Tower zwischen Passagierterminal und General Aviation Terminal ist die klassische Besucherterrasse am Frachtdrehkreuz Leipzig/Halle. Was du von dort siehst, warum du vor der Anreise den Status prüfen musst und welche legalen Alternativen es am Flughafen gibt.
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