Das Wichtigste in Kürze
- IATA IBZ, ICAO LEIB: Flughafen der Pityusen-Inseln Ibiza und Formentera, betrieben von Aena, 2025 mit dem Rekord von rund 9,14 Millionen Passagieren.
- Eine einzige Bahn 06/24 mit 2.800 Metern Länge – der Wind bestimmt, an welchem Ende gelandet wird.
- Extremer Saisonbetrieb: Im Juli 2025 gab es 13.232 Flugbewegungen, im Dezember nur 2.778. Viele Airlines fliegen nur im Sommer.
- Businessjets gehören zum Sommerbild: Für die allgemeine Luftfahrt gibt es eigene Vorfeldflächen und ein eigenes Gebäude.
- Kein offizieller Spotterplatz: Gespottet wird an öffentlichen Wegen am Zaun und am Strand an den Bahnenden – Sonnenschutz und Wasser sind Pflicht.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Vom Notlandeplatz zum Ferienflughafen
- 7.Eine Bahn zwischen Salinen und Meer
- 8.Saisonbetrieb: Ein Flughafen, zwei Welten
- 9.Wer im Sommer nach Ibiza fliegt
- 10.Businessjets: Der zweite Sommerverkehr
- 11.Spotting in Ibiza: Strand, Zaun und viel Sonne
- 12.Licht und Wetter
- 13.Ausbau und Zukunft
- 14.Ibiza im Vergleich
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | IBZ |
|---|---|
| ICAO-Code | LEIB |
| Betreiber | Aena – der spanische Flughafenbetreiber, der auch Palma de Mallorca, Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat führt |
| Lage | Im Süden der Insel, rund 7 km südwestlich von Ibiza-Stadt, nahe Sant Jordi; das Gelände liegt im Naturpark Ses Salines d'Eivissa i Formentera |
| Höhe | Nur wenige Meter über dem Meeresspiegel (je nach Quelle 6 bis 7 m) |
| Start- und Landebahn | Eine Asphaltbahn 06/24, 2.800 m lang und 45 m breit, mit parallelem Rollweg |
| Terminal | Ein Passagierterminal, 2013 deutlich erweitert; der technische Block des alten Terminals dient heute der allgemeinen Luftfahrt |
| Verkehr 2025 | 9.138.224 Passagiere (+0,7 %) und 85.086 Starts und Landungen (+2,5 %) laut Aena – Rekordjahr |
| Saisonalität | Juli 2025: 13.232 Flugbewegungen; Dezember 2025: 2.778 – im Hochsommer fast fünfmal so viel Verkehr wie im Winter |
| Wichtigste Auslandsmärkte 2025 | Großbritannien (rund 1,87 Mio. Passagiere), Italien (rund 0,97 Mio.), Deutschland (rund 0,69 Mio.) und die Niederlande (rund 0,58 Mio.) |
| Ziviler Linienverkehr | Seit 1. April 1958, international geöffnet seit 15. Juli 1966 |
| Für Spotter relevant | Keine Besucherterrasse; gespottet wird von öffentlichen Wegen am Zaun und am Strand an beiden Bahnenden |
| Offizielle Website | www.aena.es/es/ibiza.html |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Ibiza aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Ibiza
- Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – es gibt nur eine Bahn, und der Wind entscheidet, ob über 06 oder 24 gelandet wird
- Eine Landung vom Strand am Bahnende fotografiert – mit Meer, Sand und Fahrwerk im selben Bild
- Einen Businessjet beim Anflug erwischt, etwa eine Gulfstream, eine Bombardier Global oder eine Dassault Falcon
- Mindestens fünf verschiedene Ferien- und Low-Cost-Airlines an einem Sommertag notiert
- Einen Turboprop im Inlandsverkehr gesehen, etwa eine ATR 72 – zwischen den Jets eine schöne Abwechslung
- Einen Flug aus dem deutschsprachigen Raum mit Kennzeichen notiert – Condor, Eurowings, Discover oder Edelweiss
- Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten, nicht nur Airline und Typ
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Im Sommer extrem bunte Airline-Mischung aus ganz Europa auf engem Raum
- Viele Businessjets – je nach Tag von leichten Jets bis zur Langstrecken-Gulfstream
- Nur eine Bahn: Wer die Betriebsrichtung kennt, weiß genau, wo die Flugzeuge herkommen
- Anflüge übers Meer und Landungen direkt hinter dem Strand liefern Motive, die du an Festlandflughäfen nicht bekommst
- Spotten lässt sich gut mit Strand und Urlaub verbinden
Wo es hakt
- Keine Besucherterrasse und kein offizieller Spotterplatz
- Die Spots am Zaun liegen abgelegen, ohne Schatten, Wasser oder Toiletten
- Im Hochsommer starke Hitze und Hitzeflimmern über dem Asphalt
- Im Winter wenig Verkehr und vor allem spanische Inlandsflüge
- Zäune und Bewuchs schränken den Blick an vielen Stellen ein
Ibiza hat zwei Gesichter. Im Winter geht es ruhig zu, im Juli starten und landen auf der einzigen Bahn im Schnitt mehr als 400 Flugzeuge pro Tag. Dann kommen Ferienflieger aus Manchester, Mailand und Düsseldorf, Low-Cost-Jets aus halb Europa und dazwischen Businessjets, die du an Festlandflughäfen nur selten so dicht gestaffelt siehst. Wer im Sommer auf der Insel ist und die Betriebsrichtung kennt, bekommt an einem Nachmittag eine Airline-Vielfalt, die sonst nur große Drehkreuze bieten.
Dein IBZ-Logbuch für den Sommer
Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Airline und Spot festhalten und später wiederfinden – genau dafür gibt es Planetrack. Die App startet bald, die Anmeldung zur Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Vom Notlandeplatz zum Ferienflughafen
Die Geschichte des Flughafens beginnt im Spanischen Bürgerkrieg. Auf dem flachen Gelände von Es Codolar im Süden der Insel entstand damals ein provisorischer Militärflugplatz, der danach als Notlandeplatz erhalten blieb. Ein erster Versuch mit zivilem Verkehr ab August 1949 scheiterte nach zwei Jahren an der dürftigen Ausstattung.
Der eigentliche Start kam 1958. Am 1. April nahm die Fluggesellschaft Aviaco Linienflüge nach Palma und Barcelona auf, im Sommer folgte Iberia mit Verbindungen nach Valencia und später weiter nach Madrid. In den frühen 1960er-Jahren wurde das Gelände erweitert und die Bahn 1962 und 1964 verlängert. Den entscheidenden Schritt brachte der 15. Juli 1966: Mit der Öffnung für den internationalen Verkehr und dem eigenen Zoll konnten Charterflüge direkt aus Nordeuropa kommen – der Beginn des Ibiza-Tourismus, wie man ihn heute kennt.
Ein dunkles Kapitel gehört auch dazu. Am 7. Januar 1972 verunglückte Iberia-Flug 602 im Anflug auf die Insel an einem Berg; alle 104 Menschen an Bord kamen ums Leben.
Eine Bahn zwischen Salinen und Meer
Das Layout ist so übersichtlich, wie ein Flughafen nur sein kann: eine Start- und Landebahn, ein paralleler Rollweg, ein Terminal. Die Bahn trägt die Bezeichnung 06/24, ist 2.800 Meter lang und 45 Meter breit und verläuft von Südwesten nach Nordosten. Das Gelände liegt nur wenige Meter über dem Meeresspiegel und grenzt an den Naturpark Ses Salines, der sich bis nach Formentera zieht. Aena muss deshalb bei jedem Ausbau besonders auf Umweltauflagen achten.
Für dich als Spotter heißt das: Es gibt genau zwei interessante Enden. Am südwestlichen Ende reicht die Bahn fast bis an die Küste bei Es Codolar – von dort kommen die Landungen auf 06 herein. Die Landungen auf 24 kommen von Nordosten. Terminal und Vorfelder liegen seitlich der Bahn dazwischen.
| Bereich | Lage | Was du dort typischerweise siehst |
|---|---|---|
| Bahnende 06 (Südwesten) | an der Küste bei Es Codolar | Landungen auf 06 über dem Strand, Line-ups und Starts Richtung Nordosten |
| Bahnende 24 (Nordosten) | gegenüber dem Südwestende | Landungen auf 24, Line-ups für Starts Richtung Südwesten |
| Hauptvorfeld | vor dem Passagierterminal | Linien- und Ferienflieger an den Positionen |
| Vorfeld allgemeine Luftfahrt | beim technischen Block des alten Terminals | Businessjets, Turboprops und Hubschrauber |
Eine bevorzugte Betriebsrichtung gibt es nicht. Je nach Wind wird über 06 oder über 24 gelandet. Wie du das vor dem Losfahren einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Live siehst du die aktuelle Richtung in jeder Flugverfolgung – und Planetrack zeigt dir Wind, Wetter und aktive Piste direkt am Flughafen an.
Saisonbetrieb: Ein Flughafen, zwei Welten
Nur wenige Flughäfen in Europa hängen so stark vom Sommer ab wie Ibiza. Die Zahlen von Aena machen das deutlich: Im Juli 2025 zählte der Flughafen 13.232 Starts und Landungen und rund 1,45 Millionen Passagiere. Im Dezember desselben Jahres waren es 2.778 Flugbewegungen und knapp 236.000 Passagiere. Der Hochsommer bringt also fast fünfmal so viel Verkehr wie der Winter.
Der Grund liegt im Flugplan. Viele Airlines aus Mittel- und Nordeuropa fliegen die Insel nur im IATA-Sommerflugplan an, der Ende März beginnt und Ende Oktober endet. Im Winter bleibt vor allem der Verkehr aufs spanische Festland und nach Mallorca übrig – Barcelona und Madrid sind das ganze Jahr über angebunden. Wie sich der Wechsel zwischen den Flugplänen auf deine Spotting-Planung auswirkt, zeigt der Beitrag zum Sommer- und Winterflugplan.
2025 war mit 9.138.224 Passagieren das bisher stärkste Jahr. Der internationale Verkehr wuchs um 2,1 Prozent auf rund 5,35 Millionen Reisende, der Inlandsverkehr ging um 1 Prozent auf rund 3,77 Millionen zurück. Auch 2026 läuft es weiter aufwärts: Bis Ende Juli lag das Aufkommen laut Aena gut 3 Prozent über dem Vorjahr.
Die richtige Woche wählen
Für maximale Airline-Vielfalt bist du von Juni bis Anfang September richtig, vor allem an Wochenenden, wenn Ferienflieger und Charter wechseln. Wer es ruhiger mag und trotzdem viel sehen will, plant Mai oder Ende September ein – dann laufen die Sommerstrecken schon oder noch, die Hitze ist aber erträglicher.
Wer im Sommer nach Ibiza fliegt
Die wichtigsten Auslandsmärkte waren 2025 laut Aena Großbritannien mit rund 1,87 Millionen Passagieren, Italien mit knapp 0,97 Millionen, Deutschland mit knapp 0,7 Millionen und die Niederlande mit knapp 0,58 Millionen. Das spiegelt sich im Airline-Mix wider: Britische Ferien- und Low-Cost-Airlines wie Jet2, easyJet, TUI Airways und British Airways sind im Sommer überall präsent, aus Italien kommen unter anderem ITA Airways und Neos.
Die spanische Seite prägt Vueling, für die Ibiza eine saisonale Basis ist, dazu Ryanair, Iberia und Iberia Express, Air Europa und Volotea. Aus dem deutschsprachigen Raum fliegen im Sommer unter anderem Condor, Eurowings, Discover Airlines, Lufthansa und TUI fly, aus der Schweiz Edelweiss und Swiss, aus Österreich Austrian Airlines.
Dazu kommen Netzwerk-Carrier und ihre Töchter wie KLM, Transavia, Air France, SAS, TAP, Aegean oder Brussels Airlines, viele davon nur an bestimmten Wochentagen. Wie Billigflieger ihr Netz rund um solche Saisonziele planen, erklärt der Beitrag Wie Billigflieger funktionieren. Das Angebot ändert sich mit jedem Flugplan – Stand Oktober 2026 ist das eine Momentaufnahme, kein Versprechen für den nächsten Sommer.
| Herkunft | Typische Airlines (Sommer) | Typisches Flugzeugbild |
|---|---|---|
| Spanien | Vueling, Iberia, Air Europa, Volotea, Ryanair | A320-Familie, Boeing 737, auf kurzen Inlandsstrecken auch Turboprops |
| Großbritannien | Jet2, easyJet, TUI Airways, British Airways | Boeing 737, A320-Familie |
| Deutschsprachiger Raum | Condor, Eurowings, Discover, TUI fly, Edelweiss | A320-Familie, Boeing 737 |
| Italien und Niederlande | ITA, Neos, KLM, Transavia | A320-Familie, Boeing 737 |
Nie wieder den seltenen Gast verpassen
Mit Planetrack setzt du Airlines, Typen und Kennzeichen auf deine Wunschliste und bekommst einen Alarm, sobald sie Ibiza anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Businessjets: Der zweite Sommerverkehr
Neben den Ferienfliegern gibt es auf Ibiza einen zweiten Sommerverkehr, der für viele Spotter der eigentliche Grund für den Besuch ist: die Privat- und Geschäftsluftfahrt. Der Flughafen hat dafür eigene Vorfeldflächen und ein eigenes Gebäude – den technischen Block des alten Terminals, aus dem Aena nach der Terminalerweiterung 2013 seine Büros abgezogen hat. Der Masterplan sieht vor, die Flächen für die allgemeine Luftfahrt zusammenzulegen und zu vergrößern.
Eine offizielle Statistik zu Businessjets veröffentlicht Aena für Ibiza nicht. Einen Hinweis geben aber die Monatszahlen: Im Juli 2025 waren von 13.232 Flugbewegungen 12.376 kommerzielle Flüge. Gut 850 Bewegungen entfielen damit auf andere Verkehrsarten, zu denen Privat- und Geschäftsflüge gehören. Hochgerechnet sind das an einem durchschnittlichen Julitag mehr als zwei Dutzend Starts und Landungen außerhalb des Linien- und Charterverkehrs.
Was auf dem Vorfeld steht, wechselt von Tag zu Tag. Typisch sind leichte und mittlere Jets wie die Embraer Phenom 300 oder die Citation XLS, Turboprops wie die Pilatus PC-12 und an guten Tagen große Langstreckenjets wie die Gulfstream G650, die Bombardier Global 7500 oder die Dassault Falcon 8X. Wer die Muster sicher auseinanderhalten will, findet im Beitrag Gulfstream, Global, Falcon, Citation und Challenger unterscheiden die wichtigsten Merkmale. Allgemeine Tipps zum Thema stehen im Beitrag Businessjets spotten.
Kennzeichen sind bei Businessjets alles
Viele Privatjets tragen schlichte weiße Lackierungen ohne Logo. Erst das Kennzeichen verrät, woher die Maschine kommt und wem sie gehört. Notier es bei jeder Sichtung – wie die Präfixe aufgebaut sind, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Spotting in Ibiza: Strand, Zaun und viel Sonne
Eine Besucherterrasse oder einen eingerichteten Spotterpunkt gibt es in Ibiza nicht. Gespottet wird von öffentlichen Wegen und Straßen entlang des Zauns sowie vom Strand an den Bahnenden. Die Spotter-Community nennt im Wesentlichen vier Bereiche, die sich nach Betriebsrichtung und Tageszeit unterscheiden.
Strand am Südwestende (Landungen auf 06): Wenn über 06 gelandet wird, kommen die Flugzeuge vom Meer herein und überfliegen den Strand kurz vor dem Aufsetzen. Erreichbar ist der Bereich über unbefestigte Wege entlang des Zauns. Laut Spotter-Berichten passt das Licht vom Morgen bis in den frühen Nachmittag, ein Zoom im Bereich von etwa 100 bis 300 Millimetern reicht für Schmalrumpfjets.
Feldweg am Zaun (Landungen und Line-ups auf 24): Entlang des Zauns führen unbefestigte Wege, von denen aus du Landungen auf 24 und Flugzeuge beim Aufrollen auf die Bahn siehst. Hier bist du näher dran, oft reichen 50 bis 150 Millimeter.
Kleine Straße am Zaun (Landungen auf 24 am Abend): Über die Zufahrt zum Terminal erreichst du eine schmale Straße, die direkt am Flughafenzaun entlangführt. Von dort siehst du Landungen auf 24, das Licht passt vor allem am späten Nachmittag und Abend. Weil der Zaun hoch ist, nutzen manche Spotter einen Tritt oder das Autodach – achte darauf, dass du dabei niemanden behinderst und nichts beschädigst.
Carrer des Codolar (Landungen und Starts auf 06 am Abend): Westlich des Flughafens führt eine Straße bis ans Bahnende. Landungen auf 06 lassen sich von dort über den Zaun fotografieren, Line-ups sind wegen Gräben, Betonbauten und hohem Gras schwieriger.
Alle vier Bereiche haben eines gemeinsam: Sie liegen abgelegen, ohne Schatten, Kiosk oder Toilette. Bei 30 Grad und mehr wird ein Nachmittag am Zaun schnell zur Belastung. Pack mehr Wasser ein, als du denkst, und lies vorher den Beitrag Planespotting im Sommer. Gegen das Flimmern über dem heißen Asphalt helfen frühe Morgen- und späte Abendstunden – mehr dazu unter Hitzeflimmern vermeiden.
Wind und Betriebsrichtung prüfen
Landungen über 06 kommen vom Meer im Südwesten, Landungen über 24 von Nordosten. Davon hängt ab, an welches Ende du fährst.
Tageszeit nach dem Licht wählen
Der Strand im Südwesten funktioniert eher vom Morgen bis zum frühen Nachmittag, die Straßen am Zaun eher am Abend. Mit dem Sonnenstand-Planer in Planetrack siehst du vorab, wo die Sonne steht.
Mobil sein
Die Spots liegen weit auseinander und sind schlecht mit Bus erreichbar. Mietwagen, Roller oder Fahrrad machen dich flexibel, wenn der Wind dreht.
Wasser und Sonnenschutz einpacken
Kein Schatten, keine Versorgung: Hut, Sonnencreme und reichlich Wasser gehören in jede Tasche.
Kennzeichen notieren
Bei Dutzenden A320 und 737 am Tag ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber auseinanderzuhalten.
Spanische Regeln ernst nehmen
Zäune, Sperrgebiete und Hinweise des Flughafens gelten ausnahmslos – auch Löcher oder Lücken im Zaun sind kein Freibrief. Wirst du von Sicherheitskräften angesprochen, halte deinen Ausweis bereit und erklär ruhig, was du tust. Drohnen sind in der Nähe des Flughafens tabu. Was in Spanien sonst gilt, fasst der Beitrag Spotten in Spanien zusammen, die allgemeinen Grundlagen stehen unter Ist Planespotting erlaubt?.
Licht und Wetter
Die Bahn verläuft von Südwesten nach Nordosten, die Sonne steht mittags im Süden. Blickst du von einem Standpunkt aus nach Norden, hast du die Sonne tagsüber eher im Rücken; Richtung Süden fotografierst du um die Mittagszeit gegen das Licht. An den Bahnenden wechselt die Situation im Tagesverlauf: Je nach Ende passt der Vormittag oder der Abend besser. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher.
Das Wetter ist im Sommer meist stabil und klar, Regen ist zwischen Juni und August selten. Interessanter für Spotter sind Tage mit kräftigem Wind, an denen die Betriebsrichtung wechselt oder Seitenwind die Anflüge spannender macht – mehr dazu im Beitrag zur Seitenwindlandung. Im Herbst und Winter ziehen gelegentlich Gewitter und Regenfronten durch, dafür ist dann deutlich weniger Verkehr.
Ausbau und Zukunft
Aena hat den Flughafen in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt erweitert: 2013 das Terminal, 2018 die neu angeordneten Sicherheitskontrollen, danach die Vorfelder. 2022 begann die Renovierung des Hauptgebäudes. Der Ausbau der Parkplätze verzögerte sich, weil bei den Grabungen archäologische Funde auftauchten.
Der Masterplan des Flughafens sieht weitere Schritte vor, darunter neue Schnellabrollwege an beiden Bahnenden, ein neues Abfertigungsgebäude für die allgemeine Luftfahrt und einen Hubschrauberlandeplatz. Weil das Gelände im Naturpark liegt, muss jedes dieser Projekte strenge Umweltauflagen erfüllen.
Auch beim Streckennetz tut sich etwas: Mit United Airlines hat eine US-Airline für den Sommer 2027 eine saisonale Verbindung nach Newark angekündigt. Ob und wie sie startet, zeigt der Sommerflugplan 2027.
Ibiza passt zu dir, wenn …
- du im Sommer ohnehin auf der Insel bist und Urlaub mit Spotting verbinden willst
- du Businessjets und eine bunte Airline-Mischung aus ganz Europa suchst
- du Anflugbilder mit Meer und Strand magst
Bedingt geeignet, wenn …
- du große Hitze schlecht verträgst
- du ohne Mietwagen oder Roller unterwegs bist
Eher woanders, wenn …
- du im Winter Großraumflugzeuge und viel Verkehr suchst
- du einen bequemen, offiziellen Spotterplatz mit Infrastruktur brauchst
Ibiza im Vergleich
Auf den Balearen ist der Flughafen Palma de Mallorca der große Bruder: zwei Parallelbahnen, fast viermal so viele Passagiere und eine noch stärkere Ausrichtung auf den deutschen Markt. Der Flughafen Menorca ist dagegen kleiner und ruhiger. Zwischen Ibiza und Mallorca gibt es regelmäßig Flüge, sodass sich ein Balearen-Trip mit mehreren Flughäfen gut planen lässt. Für Mallorca hilft dir der Spotting-Guide Mallorca weiter.
Wer Ibiza mit anderen Sommer-Hotspots für Businessjets vergleichen will, schaut sich den Flughafen Nizza an der Côte d’Azur an. Die großen spanischen Drehkreuze, von denen viele Inselflüge kommen, sind der Flughafen Barcelona-El Prat und der Flughafen Madrid-Barajas. Hinter Iberia und Vueling steht die International Airlines Group. Und wenn du Spotting generell in deinen Urlaub einbauen willst, lies den Beitrag Planespotting im Urlaub.
Jeder Sommertag am Zaun zählt
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit bestem Licht, Wetter und Pisten am Flughafen und eine Community, die deine Bilder sieht – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Ibiza ist klein, überschaubar und im Winter fast verschlafen – im Sommer aber einer der abwechslungsreichsten Ferienflughäfen am Mittelmeer. Eine einzige Bahn, Ferienflieger aus ganz Europa und ein reger Verkehr von Privat- und Geschäftsjets sorgen dafür, dass du an einem Julitag kaum zur Ruhe kommst.
Komfort darfst du nicht erwarten. Die Spots sind inoffiziell, abgelegen und heiß, und ohne Blick auf die Betriebsrichtung stehst du schnell am falschen Ende. Wer Wind, Licht und Wasservorrat im Griff hat, bekommt dafür Bilder mit Meer, Salinen und Sonne, die an keinem Festlandflughafen so entstehen.
Kurzfazit
IBZ ist ein reiner Saisonflughafen mit Rekordverkehr im Sommer, bunter Airline-Mischung und vielen Businessjets. Plane nach Betriebsrichtung und Licht, nimm reichlich Wasser mit – dann lohnt sich ein Nachmittag am Zaun.
Zusammenfassung
- Ibiza ist ein reiner Saisonflughafen: Im Sommer landen hier Ferienflieger, Low-Cost-Airlines, Netzwerk-Carrier und Businessjets aus ganz Europa, im Winter wird es ruhig.
- Mit nur einer Bahn ist das Layout übersichtlich – die Betriebsrichtung entscheidet, welches Bahnende und welche Tageszeit gute Bilder liefert.
- Großbritannien, Italien, Deutschland und die Niederlande sind die wichtigsten Auslandsmärkte; aus dem deutschsprachigen Raum fliegen im Sommer zahlreiche Airlines.
- Die Spots sind inoffiziell, abgelegen und heiß. Wer Wasser, Sonnenschutz und Geduld mitbringt, wird mit Anflügen über Meer und Strand belohnt.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Ibiza?
Der IATA-Code ist IBZ, der ICAO-Code LEIB. IBZ steht auf Gepäckanhängern und Bordkarten, LEIB nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.
Wie viele Start- und Landebahnen hat Ibiza?
Eine einzige: die Bahn 06/24 mit 2.800 Metern Länge und 45 Metern Breite. Parallel dazu verläuft ein Rollweg. Alle Starts und Landungen laufen über diese eine Bahn, je nach Wind in Richtung 06 (Nordosten) oder 24 (Südwesten).
Wie viele Passagiere hat der Flughafen Ibiza?
Laut Aena waren es 2025 genau 9.138.224 Passagiere, so viele wie nie zuvor. Dazu kamen 85.086 Starts und Landungen. Von Januar bis Juli 2026 lag das Aufkommen rund 3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Wann ist auf Ibiza am meisten los?
Von Juni bis September. Im Juli 2025 zählte Aena 13.232 Flugbewegungen, im Juli 2026 sogar 13.544. Im Dezember 2025 waren es dagegen nur 2.778. Viele Airlines aus Mittel- und Nordeuropa fliegen die Insel nur im Sommerflugplan an.
Gibt es auf Ibiza eine Besucherterrasse?
Nein. Eine offizielle Aussichtsplattform oder einen eingerichteten Spotterpunkt gibt es nicht. Spotter nutzen öffentliche Wege entlang des Zauns und den Strand an den Bahnenden. Absperrungen und Hinweise des Flughafens gelten dabei ausnahmslos.
Sieht man auf Ibiza viele Businessjets?
Im Sommer ja. Der Flughafen hat eigene Vorfeldflächen und ein eigenes Gebäude für die allgemeine Luftfahrt; der Masterplan sieht größere Flächen und ein neues Abfertigungsgebäude dafür vor. Laut Aena entfielen im Juli 2025 gut 850 der 13.232 Flugbewegungen nicht auf den kommerziellen Linien- und Charterverkehr – ein großer Teil davon ist Privat- und Geschäftsluftfahrt.
Hat Formentera einen eigenen Flughafen?
Nein. Formentera hat keinen Verkehrsflughafen. Wer auf die Nachbarinsel will, fliegt nach Ibiza und nimmt von dort die Fähre ab dem Hafen von Ibiza-Stadt.
Welche Airlines fliegen von Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Ibiza?
Im Sommer unter anderem Condor, Eurowings, Discover Airlines, Lufthansa, TUI fly, Ryanair, Edelweiss, Swiss, easyJet und Austrian Airlines. Das Angebot ändert sich mit jedem Flugplan – prüf es vor deiner Reise.
Sichtungen rund um Flughafen Ibiza sammeln
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Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Vueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
FR / RYRRyanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
WK / EDWEdelweiss Air
Der Ferienflieger aus Zürich mit der Alpenblume am Leitwerk: 1995 gegründet, seit 2008 eine Schwester von SWISS in der Lufthansa Group und gerade mitten im Wechsel von der A340 zur A350.
IB / IBEIberia
Die spanische Netzwerk-Airline aus Madrid: 1927 gegründet, Drehkreuz Barajas mit Terminal 4, Teil der International Airlines Group, Mitglied von oneworld und Erstkunde der Airbus A321XLR.
Typische Flugzeuge
Airbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypBoeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypGulfstream G650/G650ER
Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.
FlugzeugtypBombardier Global 7500
Zwei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und ein Rumpf, so lang wie bei einem kleinen Regionaljet: Die Global 7500 ist einer der größten Businessjets der Welt. So erkennst du sie.
FlugzeugtypDassault Falcon 8X
Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.
FlugzeugtypPilatus PC-12
Ein einziger Turboprop vorn, ein hohes T-Leitwerk und eine riesige Frachttür hinten links: Die Pilatus PC-12 aus der Schweiz ist Geschäftsflugzeug, Ambulanz und Arbeitstier in einem. So erkennst du sie.
Weitere Einträge
Flughafen Palma de Mallorca
Der Ferienflughafen schlechthin: Auf Mallorca landen im Sommer Hunderte Jets am Tag, ein großer Teil davon aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz. Zwei parallele Bahnen am Rand der Bucht von Palma, Anflüge übers Meer und eine bunte Mischung aus Low-Cost, Charter und Businessjets – nur eine offizielle Besucherterrasse gibt es nicht.
FlughafenFlughafen Menorca
Menorca ist das ruhige Gegenstück zu Mallorca – auch am Flughafen. Eine einzige Bahn, ein kompaktes Terminal und ein Verkehr, der im Sommer explodiert und im Winter fast einschläft. Wer im August kommt, sieht Ferienflieger aus Großbritannien, Deutschland, Italien und Frankreich im dichten Takt; wer im Januar kommt, vor allem Inselverkehr.
FlughafenFlughafen Barcelona-El Prat
Spaniens zweitgrößter Flughafen liegt direkt am Mittelmeer: zwei Parallelbahnen und eine Querbahn, Vueling als Platzhirsch, Low-Cost-Basen von Ryanair und easyJet, dazu Langstrecke vom Golf und aus Nordamerika – und Spotterplätze zwischen Strand, Friedhof und Terminalbalkon.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
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