Planespotting auf Mallorca: Spots am Flughafen Palma und Sommerverkehr

Palma ist Europas Ferienflughafen: im Sommer Bewegungen fast im Minutentakt, Airlines aus halb Europa und Anflüge über das Meer. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – dieser Guide zeigt, wie die Bahnen genutzt werden, wo Spotter stehen und wann das Licht passt.

Planetrack RedaktionVeröffentlicht: 15. Oktober 202613 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Parallelbahnen, klare Rollen: 06L/24R und 06R/24L liegen auf einer Achse von Nordost nach Südwest. In der Regel wird auf einer Bahn gelandet und auf der anderen gestartet.
  • Betriebsrichtung 06 bringt das Meer ins Bild: Dann kommen die Landungen von Südwesten über die Bucht von Palma herein – das klassische Mallorca-Motiv vom Strand bei Can Pastilla.
  • Betriebsrichtung 24 heißt Sant Jordi: Bei 24 landen die Jets von Nordosten über Land. Rund um den Ort Sant Jordi stehst du dann morgens mit der Sonne im Rücken.
  • Keine Terrasse, aber ein Parkhaus: Eine offizielle Aussichtsplattform gibt es nicht. Das oberste Deck des öffentlichen Parkhauses am Terminal ist der bequemste Notbehelf mit Blick aufs Vorfeld.
  • Sommer ist Hochsaison – und Hitzeflimmern auch: Von Mai bis September ist am meisten los. Die besten Bilder gelingen dann früh morgens und am späten Nachmittag.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Planespotting in Palma: die kurze Antwort
  2. 2.Das Pistensystem: eine Bahn landet, eine startet
  3. 3.Die Spots bei Betriebsrichtung 06
  4. 4.Die Spots bei Betriebsrichtung 24
  5. 5.Parkhaus, Businessjets und Vorfeld
  6. 6.Sommerverkehr: Was dich in der Hochsaison erwartet
  7. 7.Licht und Hitze: so planst du den Tag
  8. 8.Der perfekte Spotting-Tag auf Mallorca
  9. 9.Worauf du achten solltest
  10. 10.Fazit

Kaum gelandet, schon hörst du den nächsten Jet über Can Pastilla heulen: Im Sommer steht der Flughafen Palma de Mallorca praktisch nie still. Planespotting auf Mallorca heißt Ferienflieger aus halb Europa, Anflüge über das türkisfarbene Wasser der Bucht und Businessjets, die für ein paar Tage auf der Insel parken. Eine Besucherterrasse gibt es nicht, dafür eine Handvoll bewährter Standorte rund um das Gelände. Dieser Guide erklärt, wie die beiden Bahnen genutzt werden, an welchem Spot du bei welcher Betriebsrichtung stehst und wie du den Sommerverkehr mit Licht und Hitze unter einen Hut bekommst.

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Planespotting in Palma: die kurze Antwort

Zuerst klärst du die Betriebsrichtung, dann den Spot. Bei Betriebsrichtung 06 kommen die Landungen von Südwesten über die Bucht von Palma – dann gehst du an den Strand bei Can Pastilla oder später am Tag an die Nordwestseite des Geländes. Bei Betriebsrichtung 24 landen die Flugzeuge von Nordosten über Land, und du stehst vormittags rund um Sant Jordi. Für Kennzeichen, Rollverkehr und das Vorfeld ist das oberste Deck des öffentlichen Parkhauses am Terminal die bequemste Wahl. Im Hochsommer planst du deinen Tag um das Hitzeflimmern herum: früh raus, mittags Pause, am späten Nachmittag wieder an den Zaun.

Mehr Hintergrund zu Geschichte, Betreiber und Terminal findest du im Steckbrief zum Flughafen Palma de Mallorca.

33,8 Mio.Passagiere im Jahr 2025 laut Aena
2parallele Bahnen: 06L/24R und 06R/24L
3.270 mLänge der 06L/24R, der längeren Bahn
9,8 Mio.Passagiere von und nach Deutschland 2025

Das Pistensystem: eine Bahn landet, eine startet

Palma hat zwei parallele Asphaltbahnen, die von Nordost nach Südwest verlaufen. Die nordwestliche Bahn 06L/24R ist 3.270 Meter lang und liegt näher am Terminal. Die südöstliche 06R/24L misst 3.000 Meter. Warum die Bahnen „L“ und „R“ heißen und wie sich die Nummern aus der Richtung ergeben, erklärt der Beitrag zu den Pistenbezeichnungen am Flughafen.

Im Alltag teilen sich die Bahnen die Arbeit. Nach übereinstimmenden Spotterberichten gilt als Grundmuster:

Betriebsrichtung Landungen meist auf Starts meist auf Anflug kommt aus
24 24L (südöstliche Bahn) 24R (nordwestliche Bahn) Nordosten, über Land und Sant Jordi
06 06L (nordwestliche Bahn) 06R (südöstliche Bahn) Südwesten, über die Bucht von Palma

Das ist eine Tendenz, keine Garantie. Bei hohem Aufkommen, Bauarbeiten oder besonderen Windlagen kann die Verteilung abweichen. Welche Richtung an einem Tag gilt, bestimmt vor allem der Wind, denn Flugzeuge starten und landen möglichst gegen den Wind. Wie du aus Windvorhersage und Live-Daten die Betriebsrichtung ableitest, steht im Guide Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ein schneller Blick auf eine Flugverfolgung vor der Abfahrt spart dir auf Mallorca viele Kilometer – mehr dazu im Beitrag Flugverfolgung mit ADS-B für Spotter.

Militär auf derselben Bahn

Eine Besonderheit, die du kennen solltest: Der Zivilflughafen teilt sich die Bahnen mit dem Luftwaffenstützpunkt Son San Juan der spanischen Luft- und Weltraumstreitkräfte. Hin und wieder siehst du deshalb Militärhubschrauber oder Flugzeuge der Luftwaffe. Der militärische Teil des Geländes ist allerdings Sperrgebiet. Was Spanien bei Militärflugplätzen erlaubt und was nicht, fasst der Beitrag Fotografieren an Militärflugplätzen zusammen.

Welche Bahn läuft gerade?

Planetrack zeigt dir Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – so weißt du schon im Hotel, ob du an den Strand oder nach Sant Jordi fährst. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Die Spots bei Betriebsrichtung 06

Bei 06 wird es spektakulär: Die Landungen schweben von Südwesten über das Meer heran und queren kurz vor der Schwelle den Küstenstreifen.

Strand bei Can Pastilla: Landungen über dem Meer

Der Klassiker schlechthin. An der Küste südwestlich des Flughafens, im Bereich von Can Pastilla, fliegen die Maschinen im Endanflug auf die 06L über das Wasser. Du kannst direkt am Strand stehen und mit Meer im Hintergrund fotografieren oder dich auf die etwas höher gelegene Straße stellen – dort bist du weiter weg und brauchst mehr Brennweite. Spotterberichte nennen den Vormittag bis frühen Nachmittag als beste Zeit, je nach Jahreszeit. Restaurants und Toiletten liegen in der Nähe, Schatten gibt es am Strand kaum. Dafür ist das Meer zur Abkühlung nur ein paar Schritte entfernt.

Der Spot ist auch ohne Auto gut erreichbar und lässt sich bestens mit einem Badetag verbinden – ein Grund, warum er bei Urlaubern mit Kamera so beliebt ist.

Nordwestseite am Einkaufszentrum: Abendlicht für die 06L

Wenn die Sonne am späten Nachmittag nach Westen wandert, wechseln viele Spotter auf die Nordwestseite des Anflugs. Spotterguides beschreiben einen Standort an einer Stichstraße nahe dem Einkaufszentrum FAN Mallorca, von dem aus du Landungen auf die 06L ab etwa 17 Uhr im Seitenlicht bekommst. Das Einkaufszentrum mit Toiletten und Geschäften erreichst du zu Fuß in einigen Minuten, am Spot selbst gibt es weder Schatten noch Infrastruktur. Spotter berichten außerdem von freilaufenden Hunden auf einem Nachbargrundstück – bleib am besten in der Nähe deines Autos.

Ein Spot, von dem abgeraten wird

Ebenfalls an der Nordwestseite des Geländes, etwa auf Höhe der Bahnmitte, beschreiben Spotterseiten einen Erdhügel, von dem aus sowohl Starts auf der 24R als auch Landungen auf der 06L zu sehen sind. Dort wird seit einigen Jahren vor der Umgebung gewarnt, vor allem in den Abendstunden; die Lage wird unterschiedlich eingeschätzt, und der Zugang führt teils über Gelände mit unklarem Status. Unsere Empfehlung: Lass den Spot aus, es gibt genügend Alternativen.

Die Spots bei Betriebsrichtung 24

Bei 24 kommen die Flugzeuge von Nordosten über Land. Jetzt verlagert sich das Geschehen in die ländliche Umgebung des Ortes Sant Jordi östlich des Flughafens.

Rund um Sant Jordi: Landungen auf der 24L am Vormittag

Am Rand von Sant Jordi, in der Nähe einer der typischen Windmühlen, gibt es einen ruhigen Standort mit Bänken und ein paar Schattenbäumen. Von dort siehst du die Landungen auf die 24L. Die Sonne kommt morgens von Osten und steht damit hinter dir – laut Spotterguides funktioniert das Licht im Sommer vom frühen Morgen bis in den frühen Nachmittag.

Etwas näher an der Anfluglinie liegen Haltebuchten und Feldwegeinfahrten an der Straße nach Sant Jordi. Der Blickwinkel ist dort besser, aber: Parken ist an diesen Stellen verboten und wird geahndet, und auf der Straße sind schnelle Reisebusse unterwegs. Stell dein Auto legal in einer Seitenstraße ab und geh zu Fuß. Ein kleiner Tritt hilft, über den Zaun zu kommen – was dabei zu beachten ist, steht im Beitrag Leiter, Tritt und Stativ am Flughafenzaun.

Sant Jordi am Nachmittag: die andere Seite des Anflugs

Am späten Nachmittag dreht sich das Licht. Spotter wechseln dann auf die gegenüberliegende Seite der Anfluglinie, etwa an einen kleinen Weg nahe einem Kreisverkehr bei Sant Jordi oder an einen Hügel neben einer Modellauto-Rennstrecke am Ende des Carrer Caixo. Dort bekommst du Landungen auf die 24L ab etwa 16:30 Uhr im Sommer mit der tief stehenden Westsonne. Der Hügel liegt auf Privatgrund; der Eigentümer duldet Spotter nach deren Berichten, aber wenn du gebeten wirst zu gehen, gehst du sofort.

Gewerbegebiet Son Oms: Starts auf der 06R

Südlich des Flughafens liegt das Gewerbegebiet Son Oms. Von erhöhten Ebenen dortiger Gebäude sehen Spotter Starts auf der 06R. Wichtig: Es handelt sich um Privatgelände, der Zugang ist je nach Gebäude und Wochentag unterschiedlich geregelt, und Eigentümer können dich jederzeit wegschicken. Klettere über kein Tor und respektiere jede Absperrung.

Parkhaus, Businessjets und Vorfeld

Oberstes Deck des Parkhauses

Ohne offizielle Terrasse ist das oberste Deck des öffentlichen Parkhauses am Terminal der zentrale Allround-Spot. Du blickst auf die nahe 06L/24R, Rollwege und Teile des Vorfelds – ideal für Kennzeichen und Rollbilder. Leitwerke und Lichtmasten verdecken einzelne Abstellpositionen. Im Sommer ist hier laut Spotterberichten vor allem der Morgen brauchbar, weil später Hitzeflimmern über dem Asphalt liegt. Von November bis Januar funktioniert der Spot an kühlen, klaren Tagen dagegen fast den ganzen Tag. Wasser und Proviant bringst du am besten selbst mit, alles andere findest du im Terminal.

Businessjets in der Saison

Mallorca ist im Sommer ein Magnet für Privat- und Geschäftsreiseflugzeuge, die oft mehrere Tage auf eigenen Abstellflächen parken. Durch den Zaun an Straßen nahe dem Abstellbereich der allgemeinen Luftfahrt lassen sich einige davon fotografieren. Bleib dort nur kurz, versperre keine Zufahrten und betrete keine Mietwagen- oder Firmengelände ohne Erlaubnis. Wie du Gulfstream, Global und Falcon auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Businessjets spotten.

Verbote gelten auch im Urlaub

Viele Spots in Palma liegen an Straßen mit Parkverbot, an Privatgrund oder in der Nähe von Sicherheitsbereichen. Park nur legal, nimm keine Abkürzungen durch Tore oder Schranken und folge Anweisungen von Guardia Civil und Sicherheitspersonal. Wie du eine Kontrolle in Spanien entspannt überstehst, steht im Beitrag Spotten in Spanien.

Sommerverkehr: Was dich in der Hochsaison erwartet

Palma ist ein Ferienflughafen mit extremer Saisonalität. Die Hauptsaison läuft von etwa Mai bis September, mit Spitzen im Juli und August und besonders dichtem Verkehr an Wochenenden, wenn viele Reiseveranstalter ihre Gäste wechseln. Im Winter wird es deutlich ruhiger, viele Ferienairlines reduzieren ihr Angebot oder fliegen andere Ziele an. Den Rhythmus der Flugplanperioden erklärt der Beitrag IATA-Sommer- und Winterflugplan.

Die Airline-Mischung

Für deutschsprachige Spotter ist Palma fast ein Heimspiel. Deutschland war 2025 laut Aena mit knapp 9,8 Millionen Passagieren der größte Auslandsmarkt, vor Großbritannien und der Schweiz. Entsprechend dicht ist das Feld an Airlines aus diesen Ländern. Eine Auswahl der Gesellschaften, die du in der Saison typischerweise siehst:

Herkunft Airlines (Auswahl)
Deutschland Eurowings, Condor, TUIfly, Discover Airlines, Marabu, Sundair
Großbritannien Jet2, easyJet, TUI Airways
Schweiz und Österreich Edelweiss, easyJet Switzerland, Austrian Airlines
Spanien Air Europa, Vueling, Iberia Express, Volotea
Europaweit Ryanair, Norwegian, Transavia, Smartwings

Welche Airline in welcher Saison wirklich fliegt, ändert sich mit jedem Flugplan – sieh die Tabelle als Orientierung, nicht als Liste fester Verbindungen. Dazu kommen Inselverkehr nach Ibiza und Menorca sowie Verbindungen aufs Festland. Air Europa hat ihren Firmensitz auf Mallorca, ihr Drehkreuz liegt allerdings in Madrid – mehr dazu im Madrid-Guide.

Die Flotte: Schmalrumpf, so weit das Auge reicht

Das Flottenbild ist stark von zwei Familien geprägt: der Boeing 737-800 und 737 MAX 8 auf der einen Seite, der Airbus-Familie vom A320 über den A320neo bis zum A321neo auf der anderen. Im Regionalverkehr begegnen dir außerdem Turboprops wie die ATR 72-600. Großraumflugzeuge sind in Palma die Ausnahme. Gerade weil so viele gleiche Typen kommen, lohnt sich der Blick aufs Detail: Der Beitrag A320-Familie unterscheiden hilft dir, A319, A320 und A321 sicher zu trennen, und bei der 737 klärt Boeing 737 Generationen unterscheiden, ob du eine NG oder eine MAX vor dir hast.

Das Kennzeichen macht den Unterschied

Bei Dutzenden 737 und A320 am Tag ist das Kennzeichen oft die einzige Möglichkeit, Sichtungen sauber auseinanderzuhalten. Leg Sichtungs-Alarme für gesuchte Kennzeichen oder Special Liveries an – Planetrack meldet dir, wenn sie Palma anfliegen. Was dir noch fehlt, merkst du dir auf der Wunschliste deines Hangars. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.

Licht und Hitze: so planst du den Tag

Die Bahnen verlaufen von Nordost nach Südwest. Das bedeutet: Auf der Südostseite (Sant Jordi, Son Oms) hast du am Vormittag die Sonne im Rücken, auf der Nordwestseite (Einkaufszentrum, Parkhaus-Blick nach Südosten) wird das Licht erst am späten Nachmittag gut – wobei das Parkhaus selbst eher morgens wegen des Flimmerns punktet. Die Logik dahinter erklärt der Guide Sonnenstand planen im Detail.

Das größere Problem im Sommer ist nicht die Lichtrichtung, sondern die Hitze. Über heißem Asphalt flimmert die Luft und verwischt Details – je länger die Brennweite und je weiter das Motiv, desto schlimmer. Wind hilft, weil er die warme Luft durchmischt. Tipps gegen Flimmern und für den eigenen Hitzeschutz findest du in den Beiträgen Hitzeflimmern vermeiden und Planespotting im Sommer.

Brennweite

An den meisten Spots reicht ein Telezoom bis etwa 300 Millimeter, für das Parkhaus und die Businessjet-Abstellflächen darf es mehr sein. Am Strand bei Can Pastilla kommen dir die Maschinen nah genug, dass auch kürzere Brennweiten funktionieren, wenn du das Meer mit ins Bild nehmen willst. Welche Objektive sich bewähren, steht im Beitrag zur richtigen Brennweite fürs Planespotting.

Der perfekte Spotting-Tag auf Mallorca

1. Am Vorabend: Wind und Betriebsrichtung prüfen

Die Windvorhersage verrät dir, ob am nächsten Morgen Richtung 06 oder 24 geflogen wird. Davon hängt ab, ob du nach Sant Jordi oder an den Strand fährst.

2. Früh morgens: ruhige Luft nutzen

Bei 24 stehst du rund um Sant Jordi mit der Sonne im Rücken, alternativ auf dem Parkhausdeck. Die erste Stunde nach Sonnenaufgang liefert oft die schärfsten Bilder des Tages.

3. Vormittag: Strand bei Betriebsrichtung 06

Läuft 06, ist der Strand bei Can Pastilla erste Wahl – Landungen über dem Meer, Badesachen gleich dabei.

4. Mittags: Pause einlegen

Zwischen Mittag und Nachmittag sind Flimmern und Hitze am stärksten. Zeit für Siesta, Strand oder das Sichten der Bilder.

5. Später Nachmittag: die Abendseite

Ab etwa 16:30 Uhr wechselst du je nach Betriebsrichtung auf die Abendspots an der 24L oder auf die Nordwestseite für Landungen auf der 06L.

Wer Mallorca gezielt als Spotting-Reise plant, findet Tipps zu Unterkunft, Mietwagen und Timing im Beitrag Spotting-Urlaub planen. Lust auf mehr? Die Nachbarinseln haben eigene Flughäfen, etwa Ibiza und Menorca, und auf dem Festland lohnt Barcelona.

Strand bei Can Pastilla, wenn …

  • Betriebsrichtung 06 läuft
  • du ohne Auto unterwegs bist
  • du Spotting und Badetag verbinden willst

Sant Jordi, wenn …

  • Betriebsrichtung 24 läuft
  • du einen Mietwagen hast
  • du Landungen mit Morgenlicht oder Abendsonne suchst

Parkhaus, wenn …

  • du vor allem Kennzeichen sammeln willst
  • du nur wenig Zeit vor oder nach deinem eigenen Flug hast
  • es Winter ist und das Licht den ganzen Tag mild bleibt

Worauf du achten solltest

  • Legal parken. An vielen Straßen rund um den Flughafen gilt Parkverbot, und es wird kontrolliert. Lieber ein paar Minuten laufen als ein Strafzettel im Urlaub.
  • Privatgrund respektieren. Gewerbegebäude, Felder und Hügel gehören jemandem. Wirst du gebeten zu gehen, gehst du – ohne Diskussion.
  • Militär meiden. Der Stützpunkt Son San Juan ist Sperrgebiet. Keine gezielten Aufnahmen von Wachen, Zäunen oder militärischen Anlagen.
  • Keine Drohne. Rund um den Flughafen gelten besondere Beschränkungen für Drohnen.
  • Wasser, Sonnenschutz, Kopfbedeckung. Schatten ist an fast allen Spots Mangelware, im Sommer wird es schnell über 30 Grad.
  • Bilder spät am Tag checken. Kontrolliere zwischendurch am Display, ob das Flimmern die Schärfe schon ruiniert – dann lieber pausieren.

Grundsätzliches zur Rechtslage am Zaun fasst der Beitrag Ist Planespotting erlaubt? zusammen.

Bereit für Palma?

Hak ab, was du vor dem Spotting-Tag geklärt hast.

  • Ich habe die Windvorhersage geprüft und weiß, ob 06 oder 24 erwartet wird.
  • Ich kenne für beide Betriebsrichtungen einen Spot.
  • Ich weiß, wo ich legal parken oder welchen Bus ich nehmen kann.
  • Ich habe Wasser, Sonnenschutz und Kopfbedeckung dabei.
  • Ich plane die Mittagszeit als Pause ein.
  • Ich weiß, dass der militärische Teil des Geländes tabu ist.

Spots, Licht und Sichtungen in einer App

Auf der Spot-Karte von Planetrack findest du Anreise, bestes Licht, Bewertungen und Community-Fotos – und mit dem Sonnenstand-Planer weißt du, wann am Strand oder in Sant Jordi die Sonne im Rücken steht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

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Fazit

Palma de Mallorca belohnt Spotter, die die Betriebsrichtung lesen können. Bei 06 lockt der Strand bei Can Pastilla mit Landungen über dem Meer, bei 24 die ländliche Umgebung von Sant Jordi, und das Parkhausdeck ist der Allround-Spot für Kennzeichen und Vorfeld. Im Sommer bekommst du eine Airline-Vielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht – musst dafür aber früh aufstehen und die Mittagshitze aussitzen. Wer Verbote und Privatgrund respektiert, hat hier einen der entspanntesten Spotting-Urlaube Europas.

Kurzfazit

Erst Betriebsrichtung prüfen, dann Spot wählen: 06 heißt Strand und Bucht, 24 heißt Sant Jordi. Spotte im Sommer morgens und am späten Nachmittag, park nur legal, meide den militärischen Teil – und notiere die Kennzeichen, denn bei so vielen 737 und A320 sind sie dein bester Freund.

Zusammenfassung

  • Palma de Mallorca (PMI/LEPA) ist der drittgrößte Flughafen Spaniens und lebt vom Ferienverkehr. 2025 zählte Aena rund 33,8 Millionen Passagiere, Deutschland war mit knapp 9,8 Millionen der größte Auslandsmarkt.
  • Die Betriebsrichtung entscheidet über den Spot: bei 06 Strand und Bucht im Südwesten, bei 24 die Felder und Wege rund um Sant Jordi im Nordosten.
  • Fast alle Standorte liegen an öffentlichen Straßen, Feldwegen oder am Strand – ohne Infrastruktur, Schatten oder Toiletten. Ein Mietwagen macht den Wechsel zwischen den Seiten deutlich einfacher.
  • Der Flughafen teilt sich die Bahnen mit dem Luftwaffenstützpunkt Son San Juan. Militärische Bereiche sind tabu, und Park- und Betretungsverbote gelten auch für Spotter.

Häufige Fragen

Gibt es am Flughafen Palma eine Besucherterrasse?

Nach unserem Kenntnisstand nicht. Spotter weichen auf öffentliche Flächen rund um das Gelände aus: den Strand an der Bucht für Landungen auf der 06L, Wege rund um Sant Jordi für Landungen auf der 24L und das oberste Deck des öffentlichen Parkhauses am Terminal mit Blick auf Rollwege und Vorfeld.

Welche Bahn wird in Palma für Landungen genutzt?

Spotterberichten zufolge wird bei Betriebsrichtung 24 meist auf der 24L gelandet und auf der 24R gestartet. Bei Betriebsrichtung 06 landen die Flugzeuge meist auf der 06L und starten auf der 06R. Die Verteilung kann sich je nach Verkehrslage, Bauarbeiten oder Wind ändern – ein Blick auf eine Live-Karte vor der Abfahrt lohnt sich immer.

Wann ist die beste Reisezeit fürs Spotten auf Mallorca?

Am meisten Verkehr und die größte Airline-Vielfalt gibt es in der Sommersaison, besonders von Juni bis September und an Wochenenden mit vielen Charterwechseln. Im Spätherbst und Winter ist deutlich weniger los, dafür ist das Licht milder und die Luft ruhiger. Wer viele unterschiedliche Airlines sammeln will, kommt im Sommer; wer saubere Bilder ohne Flimmern will, findet im Frühjahr und Herbst oft den besseren Kompromiss.

Wo sehe ich in Palma Landungen über dem Meer?

Bei Betriebsrichtung 06. Dann kommen die Flugzeuge von Südwesten über die Bucht von Palma und überfliegen kurz vor der Schwelle den Küstenstreifen bei Can Pastilla. Vom Strand oder von der höher gelegenen Uferstraße aus fotografierst du sie mit Wasser im Hintergrund. Schatten gibt es dort kaum, Restaurants und Toiletten liegen aber in der Nähe.

Brauche ich auf Mallorca ein Auto zum Spotten?

Für den Strand bei Can Pastilla und das Parkhaus am Terminal nicht unbedingt. Laut Aena verbindet die Buslinie A1 den Flughafen mit dem Zentrum von Palma, die A2 fährt nach S'Arenal. Die Standorte rund um Sant Jordi und an der Westseite des Geländes erreichst du mit dem Mietwagen aber deutlich leichter – vor allem, wenn du bei einem Wechsel der Betriebsrichtung schnell die Seite wechseln willst.

Welche Airlines sehe ich in Palma?

Im Sommer einen großen Querschnitt durch Europas Ferien- und Billigflieger: aus Deutschland unter anderem Eurowings, Condor und TUIfly, aus Großbritannien Jet2 und easyJet, aus der Schweiz Edelweiss, dazu Ryanair und spanische Airlines wie Air Europa und Vueling. Welche Airline an welchem Tag fliegt, ändert sich mit dem Flugplan.

Darf ich am Flughafen Palma fotografieren?

Von öffentlich zugänglichen Orten aus ist das Fotografieren startender und landender Flugzeuge in Spanien grundsätzlich kein Problem. Grenzen setzen Privatgrund, Park- und Betretungsverbote, das Hausrecht von Aena und vor allem der militärische Teil: Der Luftwaffenstützpunkt Son San Juan ist Sperrgebiet. Mehr dazu im Beitrag Spotten in Spanien.

PT

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