Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Saisons pro Jahr: Der IATA-Sommerflugplan beginnt am letzten Sonntag im März, der Winterflugplan am letzten Sonntag im Oktober – also jeweils mit der Zeitumstellung in Europa.
- Der Sommer ist länger: Die Sommersaison dauert rund sieben Monate, die Wintersaison rund fünf. Die Kürzel lauten etwa S26 und W26.
- Slots hängen an der Saison: An koordinierten Flughäfen werden Start- und Landerechte je Saison vergeben. Wer seine Slots zu mindestens 80 Prozent nutzt, darf sie in der nächsten gleichen Saison wieder beanspruchen.
- Der Wechsel verschiebt deinen Spotting-Tag: Neue Strecken, wegfallende Saisonverbindungen, andere Flugzeuggrößen und um eine Stunde verschobene Ankunftszeiten – das alles passiert in derselben Nacht.
- Die letzten und ersten Wochen sind spannend: Letzte Umläufe vor dem Wechsel und Erstflüge, Gerätewechsel und Anlaufprobleme danach bringen oft ungewohnte Motive.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Sommer- und Winterflugplan: die kurze Antwort
- 2.Warum gerade Ende März und Ende Oktober?
- 3.Slots: das Gerüst hinter dem Flugplan
- 4.Was sich mit dem Wechsel für Spotter ändert
- 5.Licht und Flugplan: der doppelte Wechsel
- 6.Die Wochen vor dem Wechsel: deine Abschiedsliste
- 7.Die Wochen nach dem Wechsel: neue Gäste, ungewohnte Bilder
- 8.Häufige Fehler rund um den Flugplanwechsel
- 9.Der Flugplan als Teil deiner Dokumentation
- 10.Fazit
Am letzten Sonntag im Oktober drehst du die Uhr eine Stunde zurück – und an den Flughäfen tauscht in derselben Nacht der halbe Flugplan die Plätze. Ferienziele verschwinden, Winterstrecken kommen dazu, ein Langstreckenflug landet plötzlich eine Stunde früher, und die Maschine, die du jeden Samstag fotografiert hast, ist auf einmal ein kleineres Muster. Der Wechsel zwischen IATA-Sommerflugplan und Winterflugplan ist für Spotter einer der wichtigsten Stichtage im Jahr. Dieser Guide erklärt, wie die Saisons festgelegt sind, was Slots damit zu tun haben und wie du die Wochen rund um den Wechsel gezielt nutzt.
Den neuen Flugplan im Blick behalten
Mit Sichtungs-Alarmen in Planetrack beobachtest du Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries und wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt – egal, wie sich die Uhrzeiten verschieben. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Sommer- und Winterflugplan: die kurze Antwort
Die zivile Luftfahrt plant weltweit in zwei Saisons. Die Sommersaison beginnt am letzten Sonntag im März und endet am Samstag vor dem letzten Sonntag im Oktober. Die Wintersaison schließt direkt an und läuft bis zum Samstag vor dem letzten Sonntag im März. Festgelegt sind diese Grenzen in den Worldwide Airport Slot Guidelines, die IATA, der Flughafenverband ACI und die weltweite Vereinigung der Flughafenkoordinatoren gemeinsam herausgeben.
Für dich als Spotter heißt das: Zweimal im Jahr ändern sich an deinem Hausflughafen gleichzeitig Ziele, Frequenzen, Flugzeuggrößen und Uhrzeiten. Der Winterflugplan 2026/27 beginnt am 25. Oktober 2026, der nächste Sommerflugplan am 28. März 2027.
Warum gerade Ende März und Ende Oktober?
Die Saisongrenzen sind nicht zufällig gewählt: Sie fallen mit dem Wechsel zwischen Sommer- und Normalzeit in Europa zusammen, der ebenfalls am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober stattfindet. Airlines müssen ihre Umläufe – also die Abfolge von Flügen, die ein Flugzeug am Tag fliegt – dadurch nur einmal anpassen, statt erst auf die neue Uhrzeit und wenige Tage später auf einen neuen Flugplan zu reagieren.
Die Kürzel kennst du vielleicht aus Pressemitteilungen: S26 steht für den Sommer 2026, W26 für den Winter 2026/27. Die Zahl bezeichnet immer das Jahr, in dem die Saison beginnt. Liest du also „neue Verbindung ab W26“, ist die Strecke ab Ende Oktober 2026 geplant.
Die Sommersaison ist mit rund sieben Monaten deutlich länger als der Winter. Das passt zum Reiseverhalten in Europa: Von Ostern bis in die Herbstferien ist die Nachfrage nach Urlaubsflügen am größten, und genau dann fliegen die Ferienflieger ihre dichtesten Programme.
Slots: das Gerüst hinter dem Flugplan
Wer verstehen will, warum Airlines so streng in Saisons denken, kommt an den Slots nicht vorbei. An stark ausgelasteten Flughäfen darf nicht jeder starten und landen, wann er will. Dort vergibt ein unabhängiger Koordinator Zeitfenster für jede Bewegung. In der EU bildet die Verordnung (EWG) Nr. 95/93 die rechtliche Grundlage, in Deutschland ist per Verordnung festgelegt, welche Flughäfen koordiniert sind; die Slots selbst vergibt die Flughafenkoordination Deutschland. Große Drehkreuze wie der Flughafen Frankfurt und der Flughafen München gehören dazu.
Slots werden immer für eine Saison vergeben. Der entscheidende Mechanismus ist das sogenannte historische Vorrecht („Grandfather Rights“): Hat eine Airline eine Slotserie in einer Saison zu mindestens 80 Prozent geflogen, darf sie dieselbe Serie in der nächsten gleichen Saison wieder beanspruchen – also Sommer zu Sommer und Winter zu Winter, nicht Sommer zu Winter. Diese Regel wird oft „Use it or lose it“ genannt.
Abgestimmt wird das alles auf den IATA-Slotkonferenzen, die zweimal im Jahr stattfinden: Im Juni geht es um den kommenden Winter, im November um den Sommer des Folgejahres. Dort verhandeln Airlines und Koordinatoren Zeiten und tauschen Slots. Für dich ist das ein nützlicher Hinweis: Was im Juni und November verhandelt wird, landet Monate später als neue Verbindung oder neue Uhrzeit an deinem Zaun.
Warum manche Flüge fast leer weiterfliegen
Vielleicht wunderst du dich über Verbindungen, die eine Airline auch in schwachen Wochen durchzieht. Ein Grund kann die Slotregel sein: Wer eine Serie zu stark ausdünnt, riskiert, sie in der nächsten gleichen Saison nicht mehr zu bekommen. An begehrten Flughäfen ist das ein echtes Argument.
Was sich mit dem Wechsel für Spotter ändert
Für Passagiere verschieben sich ein paar Abflugzeiten. Für dich ändert sich das Motiv am Zaun – und zwar auf mehreren Ebenen gleichzeitig.
| Was ändert sich | Typisch im Sommerflugplan | Typisch im Winterflugplan | Was das für dich heißt |
|---|---|---|---|
| Ferienverkehr | dichte Programme ans Mittelmeer, viele Zusatzflüge am Wochenende | weniger Mittelmeer, dafür Kanaren, Fernziele, Wintersportregionen | Ferienflieger und ihre Farben siehst du im Sommer in Massen, im Winter gezielter |
| Langstrecke | saisonale Sommerstrecken, oft mehr Frequenzen | einige Strecken pausieren, andere kommen dazu | neue Gäste oder fehlende Stammgäste am Hausflughafen |
| Flugzeuggröße | auf beliebten Strecken häufig größeres Gerät | Anpassung an geringere Nachfrage | ein Typ, den du sonst täglich hattest, kann wochenweise fehlen |
| Uhrzeiten | Sommerzeit in Europa | Normalzeit in Europa | Ankünfte aus Ländern ohne Zeitumstellung verschieben sich um eine Stunde |
| Tageslicht | lange Abende, frühe Sonnenaufgänge | Abendankünfte oft im Dunkeln | dasselbe Ankunftsfenster kann vom Fotoslot zum Nachtmotiv werden |
Ferienflüge: die sichtbarste Änderung
Am deutlichsten merkst du den Wechsel beim Urlaubsverkehr. Im Sommer prägen Ziele am Mittelmeer den Flugplan vieler deutscher Flughäfen; Ferienairlines wie Condor oder Discover Airlines und viele Billigflieger fliegen dann ihre dichtesten Programme. Ein Ferienflughafen wie der Flughafen Palma de Mallorca lebt stark von diesem Saisonrhythmus. Im Winter verschiebt sich der Schwerpunkt auf Ziele mit mildem Klima – etwa die Kanaren – und auf Fernreiseziele. Was der Unterschied zwischen Charter- und Linienverkehr ist und warum er heute oft verschwimmt, erklärt der Artikel Charterflug und Linienflug.
Langstrecke: neue Gäste und Pausen
Viele Airlines planen Langstrecken saisonal. Manche Verbindungen gibt es nur im Sommer, andere nur im Winter, und auch die Zahl der wöchentlichen Flüge kann sich ändern. Für Spotter ist das die spannendste Ebene, denn hier tauchen neue Airlines, neue Typen oder seltene Muster am Hausflughafen auf. Wann Langstreckenflüge in Europa typischerweise ankommen und abfliegen, fasst der Guide Langstrecken-Ankunftszeiten in Europa zusammen.
Uhrzeiten: die Stunde, die alles verschiebt
Europa stellt die Uhren um, viele andere Regionen nicht. Bleibt die Abflugzeit in einem Land ohne Sommerzeit gleich, kommt der Flug nach der Umstellung in europäischer Ortszeit eine Stunde früher oder später an. Hinzu kommt: Auf der Südhalbkugel gibt es Länder, die ihre Uhren genau entgegengesetzt umstellen. Die Folge für dich: Eine Ankunft, die du seit Monaten auswendig kennst, liegt nach dem Wechsel womöglich in einem anderen Lichtfenster.
Neue Uhrzeit, gleiches Ziel
Setz die Flieger, die du im neuen Flugplan nicht verpassen willst, auf deine Wunschliste im Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, sobald sie im Anflug sind. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Licht und Flugplan: der doppelte Wechsel
Die Zeitumstellung verändert nicht nur die Flugzeiten, sondern auch die Uhrzeit, zu der die Sonne steht, wo du sie brauchst. Nach der Umstellung im Oktober geht die Sonne nach der Uhr eine Stunde früher unter – und die Tage werden ohnehin immer kürzer. Eine Langstreckenwelle am späten Nachmittag, die im Spätsommer noch in warmem Licht landete, kommt im November oft schon in der Dämmerung oder im Dunkeln.
Umgekehrt bringt der Winter Vorteile: Die Sonne steht flacher, das Licht bleibt den ganzen Tag weich, und klare, kalte Luft verringert das Hitzeflimmern über dem Asphalt. Wie du Pistenachse und Sonnenstand kombinierst, erklärt der Guide Sonnenstand planen. Wie du Kälte, Nebel und kurze Tage meisterst, steht in Planespotting im Winter. Und wenn ein Lieblingsflug im Winter nachts kommt, hilft dir Flugzeuge nachts fotografieren weiter.
Ein zweiter Punkt, der oft vergessen wird: Nachtflugbeschränkungen bleiben an die Ortszeit gebunden. Rutscht eine Verbindung durch die Zeitumstellung an den Rand der Nachtruhe, kann das die Planung einer Airline beeinflussen. Welche Regeln an deutschen Flughäfen gelten, fasst der Artikel Nachtflugverbot an deutschen Flughäfen zusammen.
Die Wochen vor dem Wechsel: deine Abschiedsliste
Mit dem Ende einer Saison verschwinden Verbindungen – manche nur bis zum nächsten Jahr, manche dauerhaft. Für Spotter sind die letzten Wochen vor dem Stichtag deshalb ein eigenes Zeitfenster.
1. Ankündigungen sammeln
Lies die Pressemitteilungen deines Hausflughafens und der wichtigsten Airlines zum kommenden Flugplan. Viele kündigen neue und eingestellte Strecken Monate vorher an, oft mit dem Saisonkürzel im Titel.
2. Abschiedskandidaten markieren
Notier, welche Saisonstrecken und welche Typen mit dem Wechsel verschwinden – besonders seltene Gäste, die du noch nicht in guter Qualität hast.
3. Letzte Umläufe prüfen
Kontrolliere in der Ankunftsübersicht des Flughafens und auf Flugradar-Seiten, an welchen Tagen die Verbindung noch fliegt und mit welchem Gerät.
4. Licht und Betriebsrichtung abgleichen
Prüf, ob das Ankunftsfenster noch in gutem Licht liegt und welche Piste bei der Windvorhersage wahrscheinlich in Betrieb ist.
5. Mehrere Anläufe einplanen
Gerade im Herbst kann Nebel oder Regen einen Termin ruinieren. Wer zwei oder drei Möglichkeiten vor dem Stichtag einplant, ist entspannter.
Wie du Ankunfts- und Abflugpläne für den Spotting-Tag auswertest, zeigt der Guide Abflug- und Ankunftstafel richtig nutzen. Welche Piste bei welchem Wind genutzt wird, erklärt Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Die Wochen nach dem Wechsel: neue Gäste, ungewohnte Bilder
Kaum ist der neue Flugplan in Kraft, beginnt das zweite spannende Fenster. Neue Strecken haben Erstflüge, die an manchen Flughäfen mit einer Wasserfontäne der Flughafenfeuerwehr begrüßt werden. Airlines setzen in den ersten Tagen gelegentlich anderes Gerät ein als geplant, weil Umläufe sich erst einspielen. Und Stammgäste kommen plötzlich zu neuen Zeiten – was bei Spottern am Zaun regelmäßig zu Überraschungen führt.
Unbedingt hingehen, wenn …
- eine neue Airline oder ein neuer Typ erstmals deinen Flughafen anfliegt
- ein Erstflug angekündigt ist und das Wetter mitspielt
- eine Winterstrecke mit seltenem Gerät startet
Flexibel bleiben, wenn …
- sich die Ankunftszeit eines Lieblingsflugs verschoben hat und du das neue Licht erst testen musst
- der geplante Typ in den ersten Tagen noch wechselt
- der Spot nach der Zeitumstellung erst nachmittags gutes Licht hat
Gelassen bleiben, wenn …
- eine Sommerstrecke pausiert – die meisten kommen in der nächsten Sommersaison zurück
- dein Stamm-Spot im Winter lange im Schatten liegt
- der Ferienverkehr deutlich ruhiger wird
Wer gezielt nach Raritäten sucht, findet in Seltene Flugzeuge spotten Strategien, und Special Liveries finden erklärt, wie du Sonderlackierungen im neuen Flugplan aufspürst. Alarme auf Flugradar-Seiten richtest du mit dem Guide Flugverfolgung: Alarme einrichten ein.
Häufige Fehler rund um den Flugplanwechsel
- Alte Uhrzeiten im Kopf behalten. Die Ankunft, die du auswendig kennst, stimmt nach dem Wechsel oft nicht mehr. Prüf jeden Lieblingsflug in der ersten Woche neu.
- Pressemitteilungen wörtlich nehmen. Angekündigte Strecken können verschoben, gekürzt oder mit anderem Gerät geflogen werden. Maßgeblich ist, was in der Ankunftsübersicht steht – und am Ende, was tatsächlich landet.
- Die Zeitumstellung beim Licht vergessen. Ein Spot, der im September um 17 Uhr perfekt war, liegt im November um diese Zeit oft schon im Dunkeln.
- Zu spät planen. Wer erst am letzten Wochenende vor dem Wechsel an einen Abschiedsflug denkt, hat bei Herbstwetter nur einen Versuch.
- Saisonpausen für Abschiede halten. Viele Saisonstrecken kehren im nächsten gleichen Halbjahr zurück. Endgültig ist ein Abschied erst, wenn Airline oder Flughafen das bestätigt.
Der Flugplan als Teil deiner Dokumentation
Wer seine Sichtungen festhält, sieht den Saisonrhythmus nach ein, zwei Jahren schwarz auf weiß: welche Airlines nur im Sommer kamen, welche Typen im Winter häufiger waren, wann der letzte Besuch eines Gastes war. Wie du ein Logbuch aufbaust, das solche Fragen beantwortet, erklärt Sichtungen dokumentieren. Notier dabei immer Datum, Kennzeichen, Typ und Airline – dann kannst du später auch nachvollziehen, wie sich der Verkehrsmix an deinem Flughafen über die Saisons verändert hat.
Bist du bereit für den nächsten Flugplanwechsel?
- Ich kenne das Datum des nächsten Saisonwechsels.
- Ich habe die Ankündigungen meines Hausflughafens zum neuen Flugplan gelesen.
- Ich weiß, welche Saisonstrecken und Typen mit dem Wechsel verschwinden.
- Ich habe die Ankunftszeiten meiner Lieblingsflüge nach der Zeitumstellung geprüft.
- Ich weiß, ob mein Stamm-Spot zu den neuen Zeiten noch gutes Licht hat.
- Ich habe für Abschiedsflüge mehrere Termine eingeplant.
Saisonwechsel planen, Sichtungen festhalten
Finde auf der Spot-Karte Standorte mit bestem Licht, prüf Wetter, Wind und Pisten am Flughafen und poste deine Sichtungen mit Foto, Kennzeichen und Airline in den Hangar. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Sommer- und Winterflugplan sind mehr als zwei Fahrplanhefte. Sie bilden das Gerüst, in dem Airlines Slots halten, Strecken planen und Flugzeuge einsetzen – und sie wechseln in derselben Nacht wie die Uhrzeit. Für Spotter verschieben sich damit Ziele, Typen, Ankunftszeiten und Licht auf einen Schlag. Wer die Ankündigungen verfolgt, vor dem Stichtag eine Abschiedsliste abarbeitet und nach dem Wechsel die neuen Zeiten prüft, macht aus dem Saisonwechsel zwei der spannendsten Spotting-Phasen im Jahr.
Kurzfazit
Der IATA-Sommerflugplan beginnt am letzten Sonntag im März, der Winterflugplan am letzten Sonntag im Oktober – parallel zur Zeitumstellung. Plane die letzten Wochen vor dem Wechsel für Abschiede, die ersten Wochen danach für neue Gäste, und prüf deine Lieblingsflüge und dein Licht nach jeder Umstellung neu.
Zusammenfassung
- Die Luftfahrt plant in zwei Saisons: Sommer vom letzten Sonntag im März bis zum Samstag vor dem letzten Sonntag im Oktober, Winter für den Rest des Jahres.
- Die Saisons bilden den Rahmen für die Vergabe von Slots an koordinierten Flughäfen. Abgestimmt wird auf den IATA-Slotkonferenzen im Juni (für den Winter) und im November (für den folgenden Sommer).
- Für Spotter ändert sich mit dem Wechsel der Verkehrsmix: Ferienflüge, Langstreckenziele, Flugzeuggrößen und Uhrzeiten verschieben sich – zusammen mit dem Licht.
- Wer die Ankündigungen der Airlines und Flughäfen verfolgt und eine kleine Liste anlegt, verpasst weder letzte Saisonflüge noch neue Gäste am Hausflughafen.
Häufige Fragen
Wann beginnt der Sommerflugplan, wann der Winterflugplan?
Nach den weltweiten Slot-Richtlinien von IATA, ACI und den Flughafenkoordinatoren beginnt die Sommersaison am letzten Sonntag im März und endet am Samstag vor dem letzten Sonntag im Oktober. Die Wintersaison beginnt am letzten Sonntag im Oktober und läuft bis zum Samstag vor dem letzten Sonntag im März. Der Winterflugplan 2026/27 (W26) startet damit am 25. Oktober 2026, der Sommerflugplan 2027 (S27) am 28. März 2027.
Warum fällt der Flugplanwechsel mit der Zeitumstellung zusammen?
Die Saisongrenzen sind so gelegt, dass sie mit dem Beginn und Ende der Sommerzeit in Europa zusammenfallen, die ebenfalls am letzten Sonntag im März und im Oktober wechselt. So ändern sich Uhrzeiten und Flugpläne in derselben Nacht, statt dass Airlines zwei Umstellungen kurz hintereinander verkraften müssen.
Was bedeuten die Kürzel S26 und W26?
S steht für Summer, W für Winter, die Zahl für das Jahr, in dem die Saison beginnt. W26 ist also der Winter 2026/27, der Ende Oktober 2026 startet und bis Ende März 2027 läuft. Die Kürzel tauchen in Pressemitteilungen von Airlines und Flughäfen auf und helfen dir beim Einordnen von Streckenankündigungen.
Was hat der Flugplanwechsel mit Slots zu tun?
An koordinierten Flughäfen brauchen Airlines für jeden Start und jede Landung einen Slot, also eine zugewiesene Zeit. Slots werden pro Saison vergeben. Nutzt eine Airline eine Slotserie zu mindestens 80 Prozent, darf sie diese in der nächsten gleichen Saison wieder beanspruchen – Sommer zu Sommer, Winter zu Winter. In der EU regelt das die Verordnung (EWG) Nr. 95/93, in Deutschland vergibt die Flughafenkoordination die Slots.
Warum landen manche Langstreckenflüge nach dem Wechsel eine Stunde früher oder später?
Weil nicht alle Länder ihre Uhren umstellen. Bleibt die Abflugzeit in einem Land ohne Sommerzeit gleich, verschiebt sich die Ankunft in europäischer Ortszeit um eine Stunde. Auch der Gegenverkehr ändert sich: Rückflüge passen ihre Zeiten oft an. Prüf deshalb nach dem Wechsel die Ankunftszeiten deiner Lieblingsflüge neu, statt dich auf die alte Gewohnheit zu verlassen.
Ist der Winter fürs Spotting schlechter als der Sommer?
Nicht unbedingt. Im Winter sind weniger Ferienflüge zum Mittelmeer unterwegs und die Tage kürzer, dafür steht die Sonne flacher und die Luft ist oft klarer. Manche Verbindungen gibt es nur im Winter, etwa zusätzliche Flüge in warme Fernziele oder Wintersportregionen. Welche Saison besser ist, hängt davon ab, was du sehen willst.
Wo erfahre ich, welche Strecken im neuen Flugplan dazukommen?
Airlines und Flughäfen kündigen neue und wegfallende Verbindungen meist Monate im Voraus in Pressemitteilungen an, oft mit dem Saisonkürzel im Titel. Kurz vor dem Wechsel lohnt ein Blick in die Abflug- und Ankunftsübersichten auf der Flughafen-Website, die dann bereits die neuen Zeiten zeigen. Spotter-Foren und Community-Gruppen fassen die Änderungen für einzelne Flughäfen häufig zusammen.
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