Das Wichtigste in Kürze
- KLM ist die Netzwerk-Airline der Niederlande, gegründet am 7. Oktober 1919 und nach eigener Darstellung die älteste Airline, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen fliegt.
- Codes: IATA KL, ICAO KLM, Rufzeichen „KLM“. Das Kennzeichen-Präfix ist PH-.
- Amsterdam-Schiphol ist das einzige Drehkreuz; Zubringer aus Europa füttern die Langstrecke.
- KLM gehört zu Air France-KLM und ist seit 2004 Mitglied von SkyTeam.
- Die Flotte ist im Umbruch: A321neo ersetzen nach und nach die Boeing 737, und seit Oktober 2026 ist der erste Airbus A350-900 da.
Inhaltsverzeichnis
- 1.KLM im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.KLM und ihre Töchter
- 4.Die Flotte: mitten im Wechsel
- 5.Neuzugang A350: das lohnende Motiv 2026
- 6.Abschied von der 747 und der MD-11
- 7.Woran du KLM erkennst
- 8.Die Delfter Häuschen
- 9.KLM spotten: Schiphol und Deutschland
- 10.KLM im Vergleich mit Lufthansa
- 11.Häufige Verwechslungen
- 12.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | KL |
|---|---|
| ICAO-Code | KLM |
| Rufzeichen | KLM |
| Drehkreuze | AMS |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke über ein Drehkreuz |
| Gegründet | 7. Oktober 1919; erster Flug am 17. Mai 1920 zwischen London und Amsterdam |
| Name | Koninklijke Luchtvaart Maatschappij – „Königliche Luftfahrtgesellschaft“ |
| Sitz | Amstelveen bei Amsterdam |
| Drehkreuz | Amsterdam-Schiphol (AMS) |
| Konzern | Air France-KLM, seit 2004 gemeinsam mit Air France |
| Allianz | SkyTeam, Mitglied seit 2004 |
| Töchter | KLM Cityhopper (Regionalverkehr), Transavia (Low-Cost), Martinair (Fracht) |
| Kennzeichen | Niederländische Registrierung mit PH- |
| Markenzeichen | Hellblauer Rumpf, weißes Leitwerk mit hellblauer Krone |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich KLM Royal Dutch Airlines?
- Oberer Rumpf in Hellblau, darunter ein dunkelblauer Streifen und ein hellgrauer Unterbauch
- Weißes Seitenleitwerk mit der stilisierten Krone und dem Schriftzug „KLM“ in Hellblau
- Schriftzug „Royal Dutch Airlines“ neben dem Emblem am vorderen Rumpf
- Flugnummer beginnt mit KL, auf Trackern und im Funk heißt der Flug KLM
- Niederländisches Kennzeichen mit PH-; viele Flugzeuge tragen zusätzlich einen Eigennamen am Bug
- Embraer-Jets in derselben Bemalung gehören in der Regel zu KLM Cityhopper
Hellblauer Rumpf, weißes Leitwerk, eine kleine Krone: KLM gehört zu den Airlines, die du schon aus großer Entfernung zuordnen kannst. Spannend wird es beim zweiten Blick. Hinter der vertrauten Bemalung steckt gerade eine Flotte im Umbruch – von Boeing zu Airbus, von der 737 zum A321neo, von der 777-200ER zum A350. Dazu kommen eine Regionaltochter mit eigenen Codes, Flugzeuge mit Namen und eine Geschichte, die bis 1919 zurückreicht. Diese Seite zeigt dir, wie du KLM sauber einordnest und welche Sichtungen sich gerade besonders lohnen.
Jede KLM einzeln im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst auf einen Blick, welche KLM-Typen in deiner Sammlung noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
KLM im Überblick
KLM ist die Netzwerk-Airline der Niederlande. Der volle Name lautet Koninklijke Luchtvaart Maatschappij, also „Königliche Luftfahrtgesellschaft“. Gegründet wurde KLM am 7. Oktober 1919; den Titel „Koninklijke“ hatte Königin Wilhelmina schon wenige Wochen zuvor verliehen. Der erste Flug folgte am 17. Mai 1920 zwischen London und Amsterdam, mit einem kleinen Doppeldecker vom Typ Airco D.H.16. KLM sieht sich selbst als älteste Airline der Welt, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen fliegt.
Heute sitzt KLM in Amstelveen, nur wenige Kilometer vom Flughafen Amsterdam-Schiphol entfernt. Schiphol ist das einzige Drehkreuz. Das Prinzip ist klassisch: Zubringerflüge aus ganz Europa bringen Umsteiger nach Amsterdam, von dort geht es auf die Langstrecke nach Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und in den Nahen Osten. Für den Winterflugplan 2026/27 nennt KLM 164 Ziele.
2004 schlossen sich KLM und Air France unter dem Dach von Air France-KLM zusammen. Beide Airlines behielten ihre Marken, ihre Drehkreuze und ihre eigene Bemalung. Im selben Jahr trat KLM der Allianz SkyTeam bei, zu der auch Air France und Delta Air Lines gehören.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code KL: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code KLM: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen KLM: Im Funk meldet sich die Crew mit „KLM“ plus Flugnummer.
Bei KLM ist das angenehm einfach: Marke, ICAO-Code und Rufzeichen sind identisch. Anders als bei SWISS, wo LX und SWR aus zwei verschiedenen Vorgängerfirmen stammen, musst du hier nichts übersetzen. Nur die Flugnummer weicht ab – aus KL 1234 im Ticket wird KLM1234 auf dem Tracker. Warum das so ist, erklärt der Artikel zum Unterschied zwischen Callsign und Flugnummer, und wie IATA- und ICAO-Codes allgemein funktionieren, liest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Achtung bei Codeshares
Eine KL-Flugnummer heißt nicht, dass auch ein KLM-Flugzeug kommt. Im Codeshare mit Air France, Delta oder anderen SkyTeam-Partnern verkauft KLM Plätze auf Flügen anderer Airlines. Für deine Sichtung zählt immer die durchführende Airline – also das, was am Leitwerk steht und im Tracker als ICAO-Code auftaucht.
KLM und ihre Töchter
KLM ist nicht nur eine Airline, sondern eine kleine Gruppe innerhalb des Konzerns. Für Spotter ist das wichtig, weil zwei der Töchter in sehr ähnlicher Optik oder ganz anders unterwegs sind.
| Gesellschaft | Rolle | Codes | Flotte (Auswahl) | Optik |
|---|---|---|---|---|
| KLM | Netzwerk-Airline | KL / KLM | 737, A321neo, A330, 777, 787, A350 | Hellblau mit Krone |
| KLM Cityhopper | Regionalverkehr in Europa | WA / KLC, fliegt mit KL-Flugnummern | Embraer 175, 190 und 195-E2 | Wie KLM |
| Transavia | Low-Cost- und Ferienverkehr | HV / TRA | Boeing 737, zunehmend A320neo-Familie | Grün-weiß, eigene Marke |
| Martinair | Fracht | MP / MPH | Boeing 747-400-Frachter | Teils in KLM-Cargo-Bemalung mit „Operated by Martinair“ |
KLM Cityhopper ist der Partner für die kleinen Strecken. Laut Flottenübersicht fliegt die Tochter Stand Herbst 2026 rund 58 Embraer-Jets: Embraer 175, Embraer 190 und die neuere Embraer 195-E2. Weil Cityhopper unter KL-Flugnummern und in KLM-Farben fliegt, wirken die Jets wie Teil der Hauptflotte. Das Kennzeichen und der Typ verraten dir trotzdem, wer fliegt.
Transavia dagegen tritt als eigene grün-weiße Marke auf und ist leicht zu unterscheiden. Martinair betreibt die Frachter der Gruppe, derzeit Boeing 747-400 – teils in KLM-Cargo-Farben mit dem Zusatz „Operated by Martinair“.
Die Flotte: mitten im Wechsel
Kaum eine große Netzwerk-Airline in Europa erneuert ihre Flotte gerade so sichtbar wie KLM. Laut der Flottenübersicht in den einschlägigen Nachschlagewerken (Stand Oktober 2026) fliegt KLM ohne Töchter rund 125 Passagierflugzeuge. Die folgende Tabelle zeigt die Typen; Stückzahlen ändern sich in der Umstellungsphase laufend.
| Typ | Rund im Einsatz | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Boeing 737-700 | 6–7 | Europa | Kürzeste 737 der Flotte, wird ersetzt |
| Boeing 737-800 | 26 | Europa | Häufigste 737 bei KLM |
| Boeing 737-900 | 5 | Europa | Längste 737 der KLM-Flotte |
| Airbus A321neo | 18, weitere bestellt | Europa | Nachfolger der 737, in leicht angepasster Bemalung |
| Airbus A330-200 / -300 | je 5 | Langstrecke | Läuft in den nächsten Jahren aus |
| Boeing 777-200ER | 15 | Langstrecke | Wird ab 2026 durch den A350 ersetzt |
| Boeing 777-300ER | 16 | Langstrecke | Größtes Passagierflugzeug der Flotte |
| Boeing 787-9 | 13 | Langstrecke | Dreamliner, auch in Sonderbemalung |
| Boeing 787-10 | 15 | Langstrecke | Gestreckter Dreamliner |
| Airbus A350-900 | 1, weitere bestellt | Langstrecke | Seit Oktober 2026 neu in der Flotte |
Auf der Kurz- und Mittelstrecke ist die Boeing 737 noch das Rückgrat, vor allem die 737-800. Daneben fliegen die kleinere 737-700 und die gestreckte 737-900, die auf der Seite zur 737-900ER näher beschrieben ist. Ihre Nachfolger kommen von Airbus: Air France-KLM bestellte Ende 2021 eine große Zahl an Flugzeugen der A320neo-Familie für KLM und Transavia. Bei KLM sind davon vor allem A321neo im Einsatz.
Auf der Langstrecke dominieren noch Boeing-Typen: die 777-200ER, die große 777-300ER und die Dreamliner 787-9 und 787-10. Die 787-10 kam ab Juni 2019 in die Flotte – das erste Exemplar zum hundertsten Geburtstag der Airline mit Jubiläumsaufschrift. Dazu kommen A330-200 und A330-300, die mittelfristig ausscheiden.
Der erste KLM-A350 fehlt dir noch?
Setz den Typ auf deine Wunschliste und lass dich benachrichtigen, wenn er im Anflug ist – ideal für Neuzugänge wie den A350. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Neuzugang A350: das lohnende Motiv 2026
Am 2. Oktober 2026 landete der erste Airbus A350-900 von KLM in Schiphol. Damit fliegt KLM erstmals den modernen Airbus-Langstreckenjet, den Schwester Air France schon seit Jahren einsetzt. Laut KLM bietet der A350 331 Plätze in drei Bereichen: 34 in der World Business Class, 26 in Premium Comfort und 271 in der Economy. Als erste Ziele nennt KLM Toronto, danach Montreal sowie mehrere Ziele in Ostafrika, darunter Nairobi, Dar es Salaam, Kilimanjaro und Sansibar.
Für Spotter ist das die interessanteste Phase: Solange nur wenige A350 in KLM-Farben fliegen, ist jede Sichtung etwas Besonderes. Auch die Flugzeuge des neuen Typs tragen Namen mit niederländischem Bezug – KLM greift dafür auf bekannte Werke der niederländischen Malerei zurück. Wie viele A350 genau zu KLM kommen und wann, hängt von der Verteilung innerhalb des Konzerns ab; die Bestellung umfasst A350-900 und A350-1000 für Air France und KLM gemeinsam.
So erkennst du den A350
- Geschwungene, nach oben gezogene Flügelspitzen ohne separates Winglet
- Dunkle Cockpitfenster mit markanter „Maske“
- Zwei große Triebwerke unter dem Flügel
- Auf Trackern als A350-900 bzw. A359 geführt
So erkennst du die 777
- Gerade Flügelspitzen ohne Biegung
- Hauptfahrwerk mit je drei Achsen pro Bein
- Klassische Cockpitfenster ohne dunkle Umrandung
- Auf Trackern als B772 oder B77W geführt
Der A350 ersetzt bei KLM vor allem die 777-200ER und die A330. Wer diese älteren Typen noch in KLM-Farben sammeln will, wartet also besser nicht zu lange.
Abschied von der 747 und der MD-11
Für viele Spotter war KLM jahrzehntelang die Airline der Boeing 747. Seit 1971 flog der Jumbo für KLM, zuletzt als 747-400 und als Kombi-Version, die Passagiere und Fracht im selben Flugzeug transportierte. Im März 2020 nahm KLM die Passagier-747 im Zuge der Corona-Krise aus dem Verkehr, früher als vorgesehen. Nur die von Martinair betriebenen Frachter halten die 747 im Umfeld von KLM noch am Leben; als Nachfolger sind A350F bestellt.
Schon 2014 verabschiedete sich KLM von der McDonnell Douglas MD-11. KLM gilt als letzte Airline, die den Dreistrahler noch im regulären Passagierverkehr einsetzte. Beide Typen sind heute gesuchte Motive für Fotoarchive – bei KLM aber Geschichte.
Woran du KLM erkennst
Die Bemalung ist seit den frühen 1970er-Jahren im Kern gleich: oberer Rumpf in Hellblau, darunter ein dunkelblauer Streifen, ein hellgrauer Unterbauch und ein weißes Leitwerk mit hellblauem Logo. Das Logo zeigt eine stilisierte Krone über dem Schriftzug „KLM“; entworfen wurde es 1961, überarbeitet 1991. Ende 2014 bekam die Bemalung eine neu geformte blaue Fläche am Bug, außerdem steht seitdem „Royal Dutch Airlines“ neben dem Emblem. Mit den A321neo kam 2024 eine nochmals leicht überarbeitete Variante dazu.
Typisch für KLM sind auch die Flugzeugnamen. Jeder Typ hat ein eigenes Thema: Die 737 tragen Vogelnamen, die A330 Namen berühmter Plätze, die 787 Blumennamen und die A321neo Namen von Schmetterlingen. Die 777 wurden zunächst nach UNESCO-Welterbestätten benannt, später vor allem nach Nationalparks. Die frühere 747-Flotte war nach Städten benannt. Den Namen findest du meist am vorderen Rumpf – ein schönes Detail für Nahaufnahmen auf dem Vorfeld.
Farbe prüfen
Hellblauer Rumpf und weißes Leitwerk mit Krone – damit ist KLM klar.
Typ bestimmen
Embraer heißt fast immer Cityhopper, 737 oder A321neo heißt Europa, Großraumjet heißt Langstrecke.
Kennzeichen lesen
PH- plus drei Buchstaben. Bei Sonderbemalungen hilft dir das Kennzeichen, das konkrete Flugzeug zuzuordnen.
Namen notieren
Der Eigenname am Bug macht die Sichtung später leicht wiederauffindbar.
Wie Kennzeichen aufgebaut sind und warum die Niederlande PH- tragen, erklären die Artikel zu Flugzeug-Kennzeichen und zu den Länderkennungen.
Sonderbemalungen
KLM setzt immer wieder Sonderbemalungen ein. Besonders bekannt ist eine 777-300ER mit dem Kennzeichen PH-BVA, deren vorderer Rumpf in leuchtendem Orange gestrichen ist – die Nationalfarbe der Niederlande. Die erste 787-10 trug zum hundertsten Geburtstag eine Jubiläumsaufschrift. Solche Flugzeuge wechseln häufig das Ziel; wie du sie gezielt findest, zeigt der Guide zu Special Liveries.
Achtung Verwechslung
KLM und Air France fliegen im selben Konzern teils dieselben Typen, etwa die 777-300ER und den A350. Die Bemalung trennt sie zuverlässig: Air France fliegt weiß mit blau-weiß-roten Streifen am Leitwerk, KLM hellblau mit Krone. Unklar wird es nur bei Nahaufnahmen ohne Leitwerk – dann hilft das Kennzeichen: PH- steht für KLM, F- für Air France.
Die Delfter Häuschen
Ein Detail, das du nicht am Flugzeug siehst, das aber zu KLM gehört wie die Krone: Seit 1952 erhalten Fluggäste der höchsten Reiseklasse auf der Langstrecke kleine Häuschen aus Delfter Blau, gefüllt mit Genever. Jedes Jahr am 7. Oktober, dem Gründungstag, kommt ein neues Motiv dazu, und die Nummer des jüngsten Häuschens entspricht dem Alter der Airline. Unter Sammlern ist die Reihe längst Kult – ein Hobby, das manchen Spotter auch über den Zaun hinaus begleitet.
KLM spotten: Schiphol und Deutschland
Die größte Auswahl hast du natürlich in Amsterdam. Schiphol ist mit seinen sechs Pisten ein besonderer Flughafen, weil die Betriebsrichtung stark vom Wind abhängt und manche Pisten weit draußen liegen. Ein bekannter legaler Spot ist der Spotterplatz an der Polderbaan. Bevor du losfährst, lohnt der Blick auf die aktuelle Pistenbelegung – Grundlagen dazu im Guide zur Betriebsrichtung am Flughafen. Weitere Ziele für eine Spotter-Reise findest du unter die besten Spotting-Spots in Europa.
In Deutschland siehst du KLM vor allem mit Zubringerflügen nach Amsterdam. Große Flughäfen wie Frankfurt, München, Hamburg oder Düsseldorf bekommen regelmäßig KLM-Verkehr, meist mit 737, A321neo oder Embraer-Jets von Cityhopper. Langstreckenjets in KLM-Farben siehst du in Deutschland dagegen kaum – dafür lohnt sich der Ausflug nach Amsterdam.
Gute Chancen auf KLM, wenn …
- dein Flughafen mehrmals täglich mit Amsterdam verbunden ist
- du in den Morgen- und Abendwellen am Spot bist, wenn Zubringer zum Drehkreuz fliegen
- du in Schiphol stehst und die Betriebsrichtung kennst
Prüf es vorher, wenn …
- du gezielt einen A350 oder eine Sonderbemalung suchst
- du eine bestimmte 737 noch erwischen willst, bevor sie ausgemustert wird
Eher kein KLM-Tag, wenn …
- du an einem kleinen Flughafen ohne Amsterdam-Verbindung stehst
- du in Deutschland auf eine KLM-777 hoffst
Gute Plätze für den Zubringerverkehr sind etwa die Besucherterrasse am Flughafen Düsseldorf oder die Besucherterrasse am Flughafen Hamburg. Plane dein Licht mit dem Guide zum Sonnenstand: Das helle Blau von KLM wirkt bei frontalem Sonnenlicht deutlich besser als im Gegenlicht.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus – in den Niederlanden genauso wie in Deutschland. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in Flughafennähe nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
KLM im Vergleich mit Lufthansa
Für deutsche Spotter liegt der Vergleich mit Lufthansa nahe. Beide sind klassische Netzwerk-Airlines mit großer Geschichte, beide stecken in großen Konzernen. Die Unterschiede sind trotzdem deutlich: Lufthansa arbeitet mit zwei großen Drehkreuzen und gehört zur Star Alliance, KLM bündelt alles in Schiphol und ist Teil von SkyTeam. Bei der Flotte setzt Lufthansa auf der Kurzstrecke seit Langem auf Airbus, KLM wechselt gerade erst von der Boeing 737 dorthin. Wie die drei großen Allianzen zueinander stehen, erklärt der Überblick zu Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Häufige Verwechslungen
- Cityhopper-Embraer als KLM-Hauptflotte notieren – Embraer in KLM-Farben gehören zu KLM Cityhopper, auch wenn die Flugnummer mit KL beginnt.
- KL-Flugnummer mit durchführender Airline gleichsetzen – im Codeshare fliegt oft Air France, Delta oder ein anderer Partner.
- 737-900 als 737-800 eintragen – die -900 ist sichtbar länger; im Zweifel klärt das Kennzeichen den Typ.
- A350 mit 777 verwechseln – geschwungene Flügelspitzen und die dunkle Cockpitmaske verraten den Airbus.
- KLM für ein Star-Alliance-Mitglied halten – KLM gehört zu SkyTeam, nicht zur Allianz von Lufthansa.
- Transavia als KLM-Ableger in KLM-Farben erwarten – Transavia fliegt mit eigener grün-weißer Marke.
KLM im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, den A350 oder Sonderbemalungen wie die orange 777 und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
KLM ist eine der traditionsreichsten Airlines der Welt und gleichzeitig eine, deren Flotte sich gerade stark verändert. Die hellblaue Bemalung macht die Zuordnung leicht, die Details machen die Sichtung wertvoll: Typ, Kennzeichen, Name am Bug und die Frage, ob KLM selbst oder Cityhopper fliegt. Wer jetzt noch 737 und 777-200ER festhält und gleichzeitig die ersten A350 jagt, dokumentiert einen echten Generationswechsel.
Kurzfazit
KLM (IATA KL, ICAO KLM) ist die niederländische Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam. Hellblau mit Krone zeigt KLM, der Typ zeigt, ob Cityhopper fliegt, und das Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig.
Zusammenfassung
- KLM erkennst du am hellblauen Rumpf und an der hellblauen Krone auf dem weißen Leitwerk – eine der markantesten Bemalungen in Europa.
- Auf der Kurzstrecke begegnen dir Boeing 737, Airbus A321neo und die Embraer-Jets von KLM Cityhopper; auf der Langstrecke 777, 787, A330 und neu der A350.
- Der Wechsel von Boeing zu Airbus macht KLM gerade besonders spannend: Erste A350 und weitere A321neo kommen, 737 und ältere Langstreckenjets gehen.
- In Deutschland siehst du KLM an vielen Flughäfen mit Zubringerflügen nach Amsterdam, oft mit Embraer-Jets von KLM Cityhopper.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat KLM?
Der IATA-Code von KLM ist KL, der ICAO-Code KLM. Auch das Rufzeichen im Funk lautet schlicht „KLM“ – ICAO-Code, Rufzeichen und Markenname sind also identisch.
Wofür steht die Abkürzung KLM?
KLM steht für Koninklijke Luchtvaart Maatschappij, auf Deutsch etwa „Königliche Luftfahrtgesellschaft“. Den Zusatz „Koninklijke“ verlieh Königin Wilhelmina schon im September 1919, also noch vor der offiziellen Gründung. International tritt KLM als „KLM Royal Dutch Airlines“ auf.
Zu welcher Allianz gehört KLM?
KLM ist Mitglied von SkyTeam, gemeinsam mit Air France, Delta und weiteren Airlines. Beigetreten ist KLM 2004, im selben Jahr, in dem der Zusammenschluss mit Air France zur Gruppe Air France-KLM vollzogen wurde. Mit der Star Alliance von Lufthansa hat KLM nichts zu tun.
Welche Flugzeuge fliegt KLM?
Auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt KLM Boeing 737-700, 737-800 und 737-900 sowie den Airbus A321neo. Auf der Langstrecke sind Airbus A330-200 und A330-300, Boeing 777-200ER und 777-300ER sowie Boeing 787-9 und 787-10 im Einsatz. Seit Oktober 2026 kommt der Airbus A350-900 dazu. Die Tochter KLM Cityhopper fliegt Embraer 175, Embraer 190 und Embraer 195-E2.
Fliegt KLM noch die Boeing 747?
Nein. Die 747 war jahrzehntelang das Aushängeschild der KLM-Langstrecke, wurde aber im März 2020 im Zuge der Corona-Krise aus dem Passagierdienst genommen – früher als ursprünglich vorgesehen. Im Frachtbereich der Gruppe sind 747-Frachter dagegen weiter unterwegs, betrieben von Martinair.
Was ist der Unterschied zwischen KLM und KLM Cityhopper?
KLM Cityhopper ist die Regionaltochter. Sie fliegt kleinere Embraer-Jets auf Strecken innerhalb Europas, trägt dieselbe Bemalung und fliegt mit KL-Flugnummern. Eigene Codes hat sie trotzdem: IATA WA und ICAO KLC. Für Spotter ist der Typ das einfachste Merkmal: Ein Embraer in KLM-Farben ist fast immer ein Cityhopper.
Was sind die Delfter Häuschen von KLM?
Seit 1952 bekommen Fluggäste der höchsten Reiseklasse auf der Langstrecke kleine Häuschen aus Delfter Blau, gefüllt mit Genever. Jedes Jahr am 7. Oktober, dem Gründungstag, kommt ein neues Motiv dazu. Für Sammler sind sie längst ein Kult – und ein schönes Beispiel dafür, wie stark KLM auf niederländische Tradition setzt.
Wo kann ich KLM am besten spotten?
Am meisten Auswahl hast du natürlich in Amsterdam-Schiphol, etwa am Spotterplatz an der Polderbaan. In Deutschland fliegt KLM viele große Flughäfen mit Zubringern nach Amsterdam an, meist mit 737 oder Embraer. Langstreckenjets wie 777 oder A350 siehst du dagegen fast nur in Schiphol.
KLM Royal Dutch Airlines im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737-700
Kurz, stämmig und seit 1997 in der Luft: Die 737-700 ist die kompakte Next-Generation-737. Sie wird seltener – so erkennst du sie und weißt, wo du sie noch findest.
FlugzeugtypBoeing 737-900ER
Die längste 737 der Next Generation: Die 737-900ER hat ein zusätzliches Notausgangspaar hinter dem Flügel und prägt vor allem den US-Inlandsverkehr. In Europa ist sie ein seltener Fang – so erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
Weitere Airlines
KLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
Low-CostTransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
FrachtMartinair
Die Frachtairline von Air France-KLM: gegründet 1958 als Martin's Air Charter, seit 2011 reiner Frachtbetrieb ab Amsterdam-Schiphol, heute mit einer kleinen Flotte Boeing 747-400-Frachter – teils in Martinair-, teils in KLM-Cargo-Farben.
NetzwerkAir France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
HerstellerBoeing
Boeing ist der US-amerikanische Gegenpol zu Airbus und baut seit der 707 Verkehrsjets in Serie. Wer 737, 777 und 787 an Fahrwerk, Flügelspitzen und Heck auseinanderhalten kann, bestimmt einen großen Teil des Verkehrs an jedem europäischen Flughafen – auch ohne Lackierungshinweis.
Wo du KLM Royal Dutch Airlines vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Spotterplaats Polderbaan am Flughafen Amsterdam Schiphol
Der offizielle Spotterplatz an Schiphols längster Piste: Auf der Westseite der Polderbaan siehst du Landungen auf der 18R und Starts auf der 36L ohne Zaun im Bild – mit großem Gratisparkplatz, Toiletten und der Sonne am Nachmittag im Rücken.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
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