Das Wichtigste in Kürze
- Air France ist die Netzwerk-Airline Frankreichs und bündelt ihren Verkehr am Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle.
- Codes: IATA AF, ICAO AFR, Rufzeichen „AIRFRANS“.
- Allianz und Konzern: Gründungsmitglied von SkyTeam, seit 2004 mit KLM in der Gruppe Air France-KLM.
- Langstrecke: Airbus A350-900 und Boeing 777-300ER prägen das Bild, der A380 ist seit 2020 ausgemustert.
- Kurzstrecke im Umbruch: Der Airbus A220-300 ersetzt A318 und A319, regional fliegt Air France Hop mit Embraer-Jets.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air France im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Air France, Hop und die Schwestern
- 4.Die Flotte: vom A220 bis zum A350
- 5.A220 oder A320? So unterscheidest du die Kurzstrecke
- 6.A350 oder 777? Die Langstrecke erkennen
- 7.Woran du Air France erkennst
- 8.Air France in Deutschland spotten
- 9.Air France im Vergleich zu Lufthansa
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | AF |
|---|---|
| ICAO-Code | AFR |
| Rufzeichen | AIRFRANS |
| Drehkreuze | CDG |
| Allianz | SkyTeam |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Sitz | Roissypôle am Flughafen Paris-Charles de Gaulle (Tremblay-en-France) |
| Gegründet | 1933 (Gründung im August, feierliche Eröffnung im Oktober in Le Bourget) |
| Konzern | Air France-KLM, gemeinsam mit KLM, Transavia und weiteren Gesellschaften |
| Drehkreuz | Paris-Charles de Gaulle (CDG); Orly seit dem Sommerflugplan 2026 nur noch für Korsika-Strecken |
| Allianz | SkyTeam, Gründungsmitglied (2000) |
| Regionalverkehr | Air France Hop mit Embraer 170 und 190, fliegt unter AF-Flugnummern |
| Flotte (Stand Herbst 2026, ohne Hop) | Rund 230 Flugzeuge, darunter A220-300, A320-Familie, A330-200, A350-900, Boeing 777 und 787-9 |
| Markenzeichen | Weißes Leitwerk mit schrägen Streifen in Blau und Rot |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air France?
- Weißes Leitwerk mit schräg nach hinten laufenden blauen und roten Streifen
- Weißer Rumpf mit dunkelblauem Schriftzug „AIR FRANCE“
- Kleines Logo von Air France-KLM am Rumpf
- Flugnummer mit AF, auf dem Tracker mit AFR – außer bei Air France Hop (ICAO HOP)
- Französisches Kennzeichen mit F- am Heck, meist F-G… oder F-H…
- Kurzstrecke heute oft mit dem schlanken Airbus A220-300
Air France gehört zu den Airlines, die an fast jedem größeren deutschen Flughafen mehrmals täglich auftauchen – und trotzdem oft nur mit einem kurzen Blick bedacht werden. Dabei steckt in der schlichten weißen Maschine mit den blauen und roten Streifen eine Menge Spotter-Stoff: ein Flottenwechsel auf der Kurzstrecke, eine Regionaltochter unter fremdem ICAO-Code und eine Langstreckenflotte, die du in Deutschland kaum zu sehen bekommst. Hier erfährst du, wie du Air France sicher zuordnest und worauf es am Spot ankommt.
Jede Air-France-Sichtung im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – und siehst in deinem Hangar, welche A220 dir noch fehlen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air France im Überblick
Air France ist die Netzwerk-Airline Frankreichs. Entstanden ist sie 1933 aus dem Zusammenschluss mehrerer französischer Fluggesellschaften; im Oktober desselben Jahres wurde sie am Pariser Flughafen Le Bourget feierlich eröffnet. Aus dieser Zeit stammt auch das geflügelte Seepferdchen, das die Vorgängergesellschaft Air Orient in die neue Airline einbrachte und das bis heute zum Markenauftritt gehört.
Ihren Sitz hat die Airline im Bürokomplex Roissypôle direkt am Flughafen Paris-Charles de Gaulle. Dort liegt auch das einzige echte Drehkreuz: Von CDG aus fliegt Air France Ziele in Frankreich und Europa ebenso an wie Langstreckenziele auf allen Kontinenten. Große französische Städte wie Marseille, Nizza und Toulouse bindet Air France ebenfalls über CDG an.
Zwei Daten prägen die jüngere Geschichte. Im Jahr 2000 gründete Air France gemeinsam mit Delta Air Lines und weiteren Partnern die Allianz SkyTeam. Und 2004 schloss sie sich mit der niederländischen KLM zur Gruppe Air France-KLM zusammen. Beide Airlines behalten seitdem eigene Marken, Codes und Drehkreuze, arbeiten aber eng zusammen – etwa beim Vielfliegerprogramm Flying Blue und bei Flugzeugbestellungen.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code AF: steht in der Flugnummer, auf der Anzeigetafel und im Ticket.
- ICAO-Code AFR: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf Flugtrackern.
- Rufzeichen AIRFRANS: so meldet sich die Besatzung im Funk – mit „S“ am Ende, nicht „AIR FRANCE“.
Das Rufzeichen ist ein schönes Detail für alle, die Flugfunk verfolgen: Es weicht bewusst vom Markennamen ab. Warum Flugnummer, ICAO-Code und Rufzeichen nicht dasselbe sind, erklärt der Artikel zu Callsign und Flugnummer. Einen Überblick über die Code-Systeme findest du unter IATA- und ICAO-Codes erklärt.
AF ist nicht immer AFR
Flüge mit AF-Flugnummer werden teils von Air France Hop durchgeführt. Auf dem Tracker steht dann HOP statt AFR, im Funk hörst du „AIR HOP“. Dazu kommen Codeshare-Flüge mit Partnern wie KLM oder Delta. Wie du ADS-B-Daten richtig liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Air France, Hop und die Schwestern
Unter dem Dach von Air France-KLM fliegen mehrere Airlines, die du am Spot auseinanderhalten musst. Für Air France selbst sind vor allem zwei Gesellschaften wichtig: die Regionaltochter Air France Hop und die Low-Cost-Schwester Transavia France.
| Airline | Rolle | IATA / ICAO | Typische Flotte | Erkennungszeichen |
|---|---|---|---|---|
| Air France | Netzwerk-Airline, Drehkreuz CDG | AF / AFR | A220, A320-Familie, A330, A350, 777, 787 | Streifen am Leitwerk, ICAO AFR |
| Air France Hop | Regionalverkehr, Sitz in Nantes | A5 / HOP | Embraer 170 und 190 | Volle Air-France-Bemalung, aber ICAO HOP |
| Transavia France | Low-Cost, Schwerpunkt Paris-Orly | TO / TVF | Boeing 737 und Airbus A320neo | Grün-blaue Bemalung |
| KLM | Netzwerk-Airline, Drehkreuz Amsterdam | KL / KLM | Boeing und Airbus, Embraer bei KLM Cityhopper | Hellblauer Rumpf mit Krone |
Air France Hop ist für Spotter die heimliche Falle. Seit 2019 fliegen die Embraer-Jets unter AF-Flugnummern und wurden nach und nach in Air-France-Farben umlackiert – von außen sind sie kaum von anderen Air-France-Maschinen zu unterscheiden. Die Flotte besteht aus Embraer 170 und der etwas längeren Embraer 190. Wer nur das Leitwerk notiert, ordnet sie später falsch ein.
Transavia France ist dagegen leicht zu unterscheiden: eigene Marke, eigene Farben. Seit dem Sommerflugplan 2026 ist sie die wichtigste Airline der Gruppe in Paris-Orly und hat dort die Inlandsstrecken nach Nizza, Marseille und Toulouse übernommen, die zuvor Air France bedient hat.
Leitwerk prüfen
Weiß mit blauen und roten Streifen – damit ist Air France oder Air France Hop klar.
Typ bestimmen
Ein Embraer-Jet in Air-France-Farben ist fast immer ein Hop-Flugzeug.
Tracker abgleichen
AFR heißt Air France, HOP heißt Air France Hop – unabhängig von der AF-Flugnummer.
Kennzeichen notieren
Das F-Kennzeichen macht jede Sichtung eindeutig. Wie französische Kennzeichen aufgebaut sind, zeigt der Artikel zu Länderkennungen.
Die Flotte: vom A220 bis zum A350
Air France steckt mitten in einem Flottenwechsel. Auf der Kurzstrecke ersetzt der A220 die kleinen A318 und A319, auf der Langstrecke übernimmt der A350 nach und nach die Aufgaben älterer Boeing 777 und der letzten A330. Laut öffentlich zugänglichen Flottenübersichten sieht das Bild im Herbst 2026 ungefähr so aus – die Zahlen ändern sich mit jeder Auslieferung und Ausmusterung:
| Typ | Rolle | Ungefähre Zahl (Stand Herbst 2026) | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|
| Airbus A220-300 | Kurz- und Mittelstrecke | knapp 60, weitere bestellt | Neuer Standardjet, auch nach Deutschland |
| Airbus A318 | Kurzstrecke | nur noch wenige | Air France ist einer der letzten Betreiber, Ausmusterung läuft |
| Airbus A319 | Kurzstrecke | Einzelstücke | Wird durch den A220 ersetzt |
| Airbus A320 | Kurz- und Mittelstrecke | über 30 | Rückgrat neben dem A220 |
| Airbus A321 | Mittelstrecke | kleine Flotte | Längster Rumpf der Familie |
| Airbus A330-200 | Langstrecke | wenige | Ausmusterung angekündigt |
| Airbus A350-900 | Langstrecke | über 40, weitere bestellt | Moderner Langstrecken-Standard |
| Boeing 777-200ER | Langstrecke | knapp 20 | Wird durch den A350 ersetzt |
| Boeing 777-300ER | Langstrecke | über 40 | Größtes Flugzeug der Flotte |
| Boeing 787-9 | Langstrecke | etwa 10 | Kleine, aber feste Teilflotte |
| Boeing 777F | Fracht | zwei | Nachfolger A350F bestellt |
Den Airbus A380-800 suchst du bei Air France vergeblich: Die zehn Exemplare wurden 2020 vorzeitig ausgemustert. Gleiches gilt für den A340 und den Jumbo – die letzte 747-400 hatte Air France schon 2016 abgegeben. Und natürlich die Concorde: Air France flog sie bis Mai 2003. Die Geschichte des Überschalljets erzählt der Artikel zur Concorde. Eine ehemalige Air-France-Concorde kannst du übrigens im Technik Museum Sinsheim aus der Nähe ansehen.
Spannend für Typen-Sammler ist der A318. Das kleinste Mitglied der A320-Familie wurde nur in geringer Stückzahl gebaut, und Air France gehört zu den letzten Airlines, die ihn noch im Linienbetrieb einsetzen. Wenn er in deiner Sammlung fehlt, wird die Zeit knapp.
Den letzten A318 nicht verpassen
Leg Sichtungs-Alarme für Typen, Kennzeichen oder Airlines an und lass dich benachrichtigen, wenn sie anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
A220 oder A320? So unterscheidest du die Kurzstrecke
An deutschen Flughäfen begegnen dir bei Air France vor allem zwei Familien. Beide sind von Airbus und tragen dieselbe Bemalung – trotzdem lassen sie sich gut auseinanderhalten.
Das spricht für den A220-300
- Schlanker Rumpf mit fünf Sitzen pro Reihe
- Im Verhältnis zum Rumpf sehr große Triebwerke
- Hohes, schmales Fahrwerk und spitze Nase
- Im Verhältnis zum Rumpf große Kabinenfenster
- Auf Trackern als BCS3 geführt
Das spricht für die A320-Familie
- Breiterer Rumpf mit sechs Sitzen pro Reihe
- Rundere Nase mit klassischem Airbus-Cockpitfenster
- Kleinere, ovale Kabinenfenster
- Je nach Länge A318, A319, A320 oder A321
- Auf Trackern als A318, A319, A320 oder A321 geführt
Der A220 wurde ursprünglich von Bombardier als C Series entwickelt und erst später von Airbus übernommen. Das sieht man ihm an: Er wirkt neben einem A320 fast zierlich, und die Proportionen von Rumpf und Triebwerken sind anders. Innerhalb der A320-Familie entscheidet die Länge – zählst du die Fenster zwischen Tür und Flügel, kommst du dem Typ schnell auf die Spur. Mehr Tipps dazu findest du unter Flugzeugtypen erkennen.
A350 oder 777? Die Langstrecke erkennen
Auf der Langstrecke stehen bei Air France zwei Hersteller nebeneinander. Den Unterschied zwischen Boeing und Airbus siehst du hier besonders deutlich:
- Airbus A350-900: dunkel umrandete Cockpitfenster, die wie eine Maske wirken, stark nach oben geschwungene Flügelspitzen und zwei große Triebwerke mit glatter Hinterkante.
- Boeing 777-300ER: sehr langer Rumpf, riesige Triebwerke, Flügelspitzen ohne Winglets und ein Hauptfahrwerk mit sechs Rädern pro Seite.
- Boeing 777-200ER: wie die 777-300ER, aber deutlich kürzer – am besten erkennst du sie am Verhältnis von Rumpflänge zu Flügel.
- Boeing 787-9: Triebwerksverkleidungen mit gezackter Hinterkante, im Flug stark nach oben gebogene Flügel und eine glatte, runde Nase mit nur vier Cockpitfenstern.
Allgemeine Merkmale, mit denen du Airbus und Boeing auseinanderhältst, erklärt der Guide Airbus und Boeing unterscheiden.
Woran du Air France erkennst
Die Grundform der aktuellen Bemalung stammt aus dem Jahr 2009 und wurde seither nur im Detail angepasst. Sie geht auf das sogenannte Eurowhite-Design zurück, das Air France seit Ende der 1970er-Jahre nutzt. Typisch sind ein weißer Rumpf, der dunkelblaue Schriftzug „AIR FRANCE“ und ein weißes Leitwerk mit schräg verlaufenden Streifen in Blau und Rot. Damit trägt jede Maschine die Farben der französischen Flagge – ganz ohne großflächige Lackierung. Seit der Fusion mit KLM weist ein kleines Logo am Rumpf auf die Gruppe Air France-KLM hin.
Weil die Bemalung so zurückhaltend ist, fallen Ausnahmen umso mehr auf. Zum 75-jährigen Jubiläum erhielt ein A320 zum Beispiel eine Retro-Lackierung im Stil der frühen Air-France-Jahre. Solche Sonderbemalungen sind begehrte Motive – wie du sie gezielt findest, zeigt der Artikel zu Special Liveries.
Achtung Verwechslung
Auch andere Airlines nutzen weiße Rümpfe mit Akzenten in Blau und Rot. Achte deshalb auf das Leitwerk: Bei Air France laufen die Streifen schräg nach hinten, und der Schriftzug „AIR FRANCE“ steht in Großbuchstaben am vorderen Rumpf. Im Zweifel klärt das F-Kennzeichen am Heck die Sache.
Air France in Deutschland spotten
In Deutschland ist Air France vor allem als Zubringer nach Paris-CDG unterwegs. Sie verbindet ihr Drehkreuz mit mehreren großen deutschen Flughäfen, etwa Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart. Welche Städte und wie viele Umläufe gerade im Plan stehen, hängt von der Saison ab.
Eingesetzt werden auf diesen Strecken meist A220, Flugzeuge der A320-Familie oder die Embraer-Jets von Air France Hop. Langstreckenflugzeuge wie A350 oder 777 siehst du in Deutschland dagegen nur ausnahmsweise, etwa bei Ausweichlandungen. Wer die Langstreckenflotte sammeln will, plant am besten einen Ausflug nach Paris-CDG oder an einen anderen großen Interkontinental-Flughafen in Europa.
Gute Ausgangspunkte für Air-France-Sichtungen in Deutschland:
- Frankfurt: Von der Aussichtsplattform Zeppelinheim siehst du Air France neben Lufthansa und vielen SkyTeam-Partnern.
- München: Am Besucherhügel hast du einen weiten Blick auf das Vorfeld.
- Düsseldorf: Die Besucherterrasse liegt nah an Rollwegen und Positionen.
- Berlin, Hamburg und Stuttgart: Die Terrassen in Berlin, Hamburg und Stuttgart bieten sich ebenfalls an.
Gute Chancen auf Air France, wenn …
- dein Flughafen eine direkte Verbindung nach Paris-CDG hat
- du die Ankunfts- und Abflugzeiten der AF-Flüge im Plan nachgesehen hast
- du A220 oder Hop-Embraer gezielt für deine Sammlung suchst
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – Strecken und Typen ändern sich
- du einen bestimmten Typ wie den A318 suchst, der gerade ausgemustert wird
Eher kein Air-France-Tag, wenn …
- du in Deutschland gezielt A350 oder 777 von Air France sehen willst – die fliegen hier planmäßig nicht
Bevor du losfährst, lohnt sich ein Blick auf die Betriebsrichtung und den Sonnenstand. Air France fliegt viele deutsche Flughäfen nur wenige Male am Tag an – wer auf der falschen Seite steht oder im Gegenlicht fotografiert, wartet sonst Stunden auf die nächste Chance.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Air France im Vergleich zu Lufthansa
Air France und Lufthansa sind die großen Netzwerk-Airlines in Frankreich und Deutschland – und gehören zu konkurrierenden Allianzen. Lufthansa ist Teil der Star Alliance, Air France von SkyTeam. Wie sich die drei großen Bündnisse unterscheiden, zeigt der Artikel Star Alliance, oneworld und SkyTeam.
Ein wichtiger Unterschied liegt in der Struktur: Lufthansa betreibt zwei große Drehkreuze in Frankfurt und München, Air France konzentriert sich auf ein einziges in Paris-CDG. Auf Konzernebene ähneln sich beide Gruppen dagegen: Hier die Lufthansa Group mit Swiss, Austrian und Eurowings, dort Air France-KLM mit KLM und Transavia.
Häufige Verwechslungen
- Jede Air-France-Maschine für AFR halten – Embraer-Jets in Air-France-Farben gehören zu Air France Hop und laufen unter dem ICAO-Code HOP.
- AIR FRANCE als Rufzeichen erwarten – im Funk heißt es „AIRFRANS“.
- Transavia France für Air France halten – Transavia gehört zur selben Gruppe, hat aber eigene Farben und eigene Codes.
- A220 für einen Regionaljet halten – der A220-300 ist bei Air France ein vollwertiger Kurz- und Mittelstreckenjet.
- A380 bei Air France suchen – der Superjumbo ist seit 2020 nicht mehr in der Flotte.
- Orly als zweites Drehkreuz notieren – seit dem Sommerflugplan 2026 fliegt Air France ab Orly nur noch nach Korsika.
Air France im Blick behalten
Beobachte einzelne Kennzeichen, den A220 oder ganze Airlines und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt. Mit der Spot-Karte findest du dazu den passenden Standort mit Anreise und bestem Licht. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air France ist an deutschen Flughäfen ein vertrauter Gast – meist als A220, A320 oder Hop-Embraer auf dem Weg nach Paris. Gerade deshalb lohnt der genaue Blick: Der Flottenwechsel zum A220 läuft, der A318 verschwindet, und hinter der AF-Flugnummer steckt nicht immer Air France selbst. Wer Kennzeichen und ICAO-Code mitnotiert, macht aus jeder Sichtung einen sauberen Eintrag in seiner Sammlung.
Kurzfazit
Air France (IATA AF, ICAO AFR) ist die französische Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Paris-CDG und Gründungsmitglied von SkyTeam. In Deutschland siehst du vor allem A220, A320-Familie und die Embraer-Jets von Air France Hop – das Kennzeichen und der Tracker-Code zeigen, wer wirklich fliegt.
Zusammenfassung
- Air France erkennst du am weißen Leitwerk mit blauen und roten Streifen – die Trikolore ist bewusst schlicht gehalten.
- In Deutschland siehst du vor allem die Kurz- und Mittelstreckenflotte: A220-300, A320-Familie und die Embraer-Jets von Air France Hop auf Zubringerflügen nach Paris-CDG.
- Wer die Langstreckenflotte spotten will, braucht Paris-CDG oder einen anderen großen Interkontinental-Flughafen außerhalb Deutschlands.
- Das Kennzeichen am Heck und der ICAO-Code im Tracker zeigen, ob Air France selbst oder Air France Hop fliegt.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air France?
Der IATA-Code von Air France ist AF, der ICAO-Code AFR. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AIRFRANS“. Flüge von Air France Hop tragen ebenfalls AF-Flugnummern, laufen im Flugplan aber unter dem ICAO-Code HOP.
Zu welcher Allianz gehört Air France?
Air France gehört zu SkyTeam und hat die Allianz im Jahr 2000 gemeinsam mit Delta Air Lines und weiteren Partnern gegründet. Auch KLM ist Mitglied. Damit unterscheidet sich Air France von Lufthansa, die zur Star Alliance gehört.
Welches Drehkreuz hat Air France?
Das Drehkreuz ist Paris-Charles de Gaulle (CDG), wo auch der Konzernsitz liegt. Den Flughafen Paris-Orly hat Air France zum Sommerflugplan 2026 weitgehend verlassen; dort bleiben nur die Verbindungen nach Korsika. Die Inlandsstrecken ab Orly nach Nizza, Marseille und Toulouse hat die Schwester Transavia France übernommen.
Welche Flugzeuge fliegt Air France?
Auf der Kurz- und Mittelstrecke fliegt Air France vor allem Airbus A220-300 und Flugzeuge der A320-Familie, dazu einige letzte A318 und A319. Auf der Langstrecke sind Airbus A350-900 und Boeing 777-300ER die wichtigsten Typen, ergänzt um Boeing 777-200ER, Boeing 787-9 und wenige A330-200. Die genaue Zahl ändert sich laufend, weil Air France neue A220 und A350 übernimmt und ältere Typen abgibt.
Fliegt Air France noch den Airbus A380?
Nein. Air France hat ihre zehn A380 im Jahr 2020 vorzeitig ausgemustert, als die Corona-Pandemie den Langstreckenverkehr einbrechen ließ. Ihre Rolle übernehmen heute vor allem A350-900 und Boeing 777-300ER.
Was ist Air France Hop?
Air France Hop ist die Regionaltochter von Air France mit Sitz in Nantes. Seit 2019 fliegt sie unter AF-Flugnummern, ihre Maschinen wurden nach und nach in Air-France-Farben umlackiert. Die Flotte besteht aus Embraer 170 und Embraer 190. Erkennbar ist Hop vor allem am ICAO-Code HOP im Tracker und am Rufzeichen „AIR HOP“.
Wie hängen Air France und KLM zusammen?
Beide Airlines gehören seit 2004 zur Gruppe Air France-KLM, behalten aber ihre eigenen Marken, Codes und Drehkreuze: Air France in Paris-CDG, KLM in Amsterdam-Schiphol. Gemeinsam haben sie unter anderem das Vielfliegerprogramm Flying Blue und eine A350-Bestellung.
Wo kann ich Air France in Deutschland spotten?
Air France verbindet Paris-CDG mit mehreren großen deutschen Flughäfen, etwa Frankfurt, München, Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Stuttgart. Dort fliegt sie überwiegend mit A220, A320-Familie oder den Embraer-Jets von Air France Hop. Welche Strecken und Typen gerade im Plan stehen, ändert sich je nach Saison – prüf vor der Tour den aktuellen Flugplan deines Flughafens.
Air France im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-9 Dreamliner
Gezackte Triebwerksenden, schräg auslaufende Flügel und eine glatte, runde Nase: Die 787-9 ist die meistgeflogene Dreamliner-Version. So erkennst du sie und trennst sie von 787-8 und 787-10.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A318
Kurz, gedrungen, mit überraschend hohem Leitwerk: Die A318 ist das kleinste Mitglied der A320-Familie und im Linienverkehr fast verschwunden. So erkennst du den „Baby Bus“ und findest ihn noch.
FlugzeugtypBoeing 777-200ER
Die 777-200ER ist die Langstrecken-777 der ersten Generation: kürzer als die 300ER, ohne schräge Flügelspitzen und mit drei möglichen Triebwerken. So erkennst du sie sicher – auch in Wien.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypAirbus A380-800
Zwei durchgehende Passagierdecks, vier Triebwerke, fast 80 Meter Spannweite: Der A380 ist das größte Passagierflugzeug der Welt. Die Produktion ist beendet, sehen kannst du ihn trotzdem noch regelmäßig.
Weitere Airlines
KLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
Low-CostTransavia France
Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.
RegionalKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
Low-CostTransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
NetzwerkDelta Air Lines
Die US-Netzwerk-Airline aus Atlanta: 1925 als Schädlingsbekämpfer gestartet, Gründungsmitglied von SkyTeam und mit rund 1.000 Flugzeugen eine der größten Airlines der Welt – in Deutschland vor allem in Frankfurt und München zu sehen.
NetzwerkLufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Air France-KLM
Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.
AllianzSkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
Wo du Air France vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
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