Das Wichtigste in Kürze
- IATA PMI, ICAO LEPA: drittgrößter Flughafen Spaniens nach Madrid und Barcelona, 2025 mit rund 33,8 Millionen Passagieren.
- Zwei Parallelbahnen: 06L/24R mit 3.270 m und 06R/24L mit 3.000 m – in der Praxis meist eine Bahn für Starts, eine für Landungen.
- Deutschland ist der größte Auslandsmarkt: knapp 9,8 Millionen Passagiere 2025, dazu Großbritannien und die Schweiz.
- Ferienflughafen mit Saisonspitze: Von Juni bis September ist am meisten los, im Winter wird es deutlich ruhiger.
- Keine Besucherterrasse: Gespottet wird von öffentlichen Flächen rund um das Gelände – mit Rücksicht auf Verbote, Privatgrund und Sicherheitsbereiche.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Geschichte im Zeitraffer
- 4.Was du als Spotter wissen solltest
- 5.Stärken und Schwächen
- 6.Von Son Bonet nach Son Sant Joan
- 7.Zwei Bahnen am Rand der Bucht
- 8.Betriebsrichtung: über Land oder über das Meer?
- 9.Ein Terminal, vier Module
- 10.Wer in Palma landet
- 11.Typenbild: viel 737, viel A320 – und die Ausnahmen
- 12.Wo du in Palma spotten kannst
- 13.Ausrüstung und Licht
- 14.Saison und Tagesrhythmus
- 15.Flughafenbetrieb im Wandel
- 16.Palma im Vergleich
- 17.Fazit
- 18.Häufige Fragen
Steckbrief
| IATA-Code | PMI |
|---|---|
| ICAO-Code | LEPA |
| Betreiber | Aena – der spanische Flughafenbetreiber, der auch Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat führt |
| Lage | Rund 8 km östlich von Palma, direkt an Can Pastilla und der Bucht von Palma; Höhe etwa 8 m über dem Meer |
| Start- und Landebahnen | Zwei parallele Asphaltbahnen: 06L/24R mit 3.270 m und 06R/24L mit 3.000 m Länge |
| Terminal | Ein zentrales Terminalgebäude (eröffnet 1997) mit vier Abfertigungsmodulen A, B, C und D |
| Militärische Mitnutzung | Luftwaffenstützpunkt Son San Juan der spanischen Luft- und Weltraumstreitkräfte teilt sich die Bahnen mit dem Zivilverkehr |
| Verkehr 2025 | 33,8 Mio. Passagiere (+1,5 %) und rund 246.500 Starts und Landungen laut Aena |
| Wichtigster Auslandsmarkt | Deutschland mit rund 9,8 Mio. Passagieren 2025, vor Großbritannien (5,9 Mio.) und der Schweiz (1,3 Mio.) |
| Ziviler Linienbetrieb | Seit 1960 – damals übernahm Son Sant Joan den Verkehr vom älteren Flugplatz Son Bonet |
| Für Spotter relevant | Keine offizielle Besucherterrasse; gespottet wird von öffentlichen Flächen rund um den Zaun, an der Küste und vom Parkhaus aus |
| Offizielle Website | www.aena.es/es/palma-de-mallorca.html |
Tätigkeitsfelder
Geschichte im Zeitraffer
Flughafen Palma de Mallorca aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Flughafen Palma de Mallorca
- Die Betriebsrichtung geprüft: Bei 24 kommen die Landungen von Nordosten über Land, bei 06 von Südwesten über die Bucht von Palma
- Einen Anflug auf die 06L über dem Meer fotografiert – das typische Mallorca-Motiv
- Eine deutsche, eine britische und eine Schweizer Airline an einem Vormittag notiert
- Eine Boeing 737-800 von Ryanair und eine aus der A320-Familie von Eurowings direkt hintereinander gesehen
- Einen Businessjet erwischt, der im Sommer für ein paar Tage auf der Insel parkt
- Einen Hubschrauber oder ein Flugzeug der spanischen Luftwaffe vom Stützpunkt Son San Juan gesehen
- Das Kennzeichen jeder Sichtung notiert – bei Dutzenden gleichen 737 und A320 die einzige saubere Unterscheidung
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Enorm viel Verkehr im Sommer, oft im Minutentakt
- Große Airline-Vielfalt aus Deutschland, Großbritannien, der Schweiz, Skandinavien und Spanien
- Anflüge über die Bucht von Palma mit Meer im Hintergrund
- Viele Businessjets in der Saison
- Lässt sich gut mit einem Badeurlaub verbinden
Wo es hakt
- Keine offizielle Besucherterrasse
- Im Sommer starkes Hitzeflimmern über den Bahnen, besonders mittags
- Viele Standpunkte nur mit Mietwagen sinnvoll erreichbar, kaum Schatten
- Im Winter deutlich weniger Verkehr und kleinere Airline-Auswahl
- Flottenbild stark von 737 und A320-Familie dominiert, Großraumflugzeuge selten
Wer im Sommer auf Mallorca landet, merkt schon beim Aussteigen: Hier ist nie Pause. Palma de Mallorca ist der drittgrößte Flughafen Spaniens und für viele Airlines aus Deutschland, Großbritannien und der Schweiz das wichtigste Ferienziel überhaupt. Für Spotter heißt das: Hunderte Bewegungen am Tag, Anflüge über die Bucht von Palma und eine Airline-Mischung, die du an kaum einem anderen Flughafen in dieser Dichte bekommst. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – wer weiß, wie die beiden Bahnen genutzt werden und wo das Licht steht, findet trotzdem gute Plätze.
Dein Mallorca-Logbuch
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Von Son Bonet nach Son Sant Joan
Die Luftfahrtgeschichte Mallorcas beginnt auf dem Wasser und auf zwei Feldern. Ab 1921 brachten Wasserflugzeuge Post aus Barcelona in den Hafen von Palma. An Land teilten sich später zwei Plätze die Rolle: Son Bonet nördlich von Palma war lange der wichtigste zivile Flugplatz der Insel, während Son Sant Joan östlich der Stadt ab 1935 für die erste regelmäßige Verbindung nach Madrid genutzt wurde und vor allem militärische Bedeutung hatte. 1954 bekam Son Sant Joan eine befestigte, verlängerte Bahn – zunächst, damit dort auch Militärjets operieren konnten.
Der eigentliche Wendepunkt kam mit dem Massentourismus. Son Bonet war für die wachsenden Passagierzahlen zu klein, und so übernahm Son Sant Joan am 7. Juli 1960 offiziell den nationalen und internationalen Zivilverkehr. In den folgenden Jahrzehnten wuchs der Flughafen mit dem Tourismus immer weiter. Das heutige zentrale Terminal nach einem Entwurf des Architekten Pere Nicolau Bover ging 1997 in Betrieb. Den alten Namen hörst du bis heute – im Spanischen heißt der Flughafen oft noch „Son San Juan“.
Zwei Bahnen am Rand der Bucht
Das Layout ist schnell erklärt. Zwei parallele Asphaltbahnen verlaufen von Südwesten nach Nordosten: die 06L/24R mit 3.270 Metern und die 06R/24L mit 3.000 Metern Länge. Das südwestliche Ende liegt nahe der Küste bei Can Pastilla, das nordöstliche Ende Richtung Inselinneres. Zwischen und neben den Bahnen liegen das Terminal mit seinen Vorfeldern, die Abstellflächen für Geschäftsflugzeuge und der militärische Bereich des Luftwaffenstützpunkts.
Wie die Bezeichnungen zustande kommen, erklärt der Beitrag zu Pistenbezeichnungen: „06“ heißt, dass die Bahn ungefähr in Richtung 60 Grad zeigt, „24“ ist die Gegenrichtung. L und R unterscheiden die linke und rechte Bahn aus Sicht des Piloten.
| Bahn | Länge | Typische Nutzung laut Spotterberichten | Was das für dich heißt |
|---|---|---|---|
| 24L | 3.000 m | Landungen bei Betriebsrichtung 24 | Anflüge von Nordosten über Land |
| 24R | 3.270 m | Starts bei Betriebsrichtung 24 | Abflüge Richtung Bucht und Meer |
| 06L | 3.270 m | Landungen bei Betriebsrichtung 06 | Anflüge von Südwesten über die Bucht |
| 06R | 3.000 m | Starts bei Betriebsrichtung 06 | Abflüge Richtung Inselinneres |
Diese Aufteilung – eine Bahn für Landungen, eine für Starts – ist eine Faustregel aus der Spotter-Community, keine feste Vorgabe. Die Flugsicherung kann jederzeit anders verteilen, etwa bei Bauarbeiten oder besonderen Verkehrslagen. Prüf deshalb vor Ort in einer Flugverfolgung, welche Bahn gerade aktiv ist; wie das geht, steht im Beitrag zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Betriebsrichtung: über Land oder über das Meer?
Wie überall wird gegen den Wind gestartet und gelandet. Für Palma bedeutet das zwei sehr unterschiedliche Spottertage. Bei Betriebsrichtung 24 kommen die Landungen von Nordosten über das flache Land um Sant Jordi herein, oft mit den Hügeln im Hintergrund, und gestartet wird hinaus Richtung Bucht. Bei Betriebsrichtung 06 schweben die Maschinen von Südwesten über das Wasser der Bucht von Palma ein – das klassische Mallorca-Bild mit Meer und Strand im Vordergrund.
Welche Richtung gerade gilt, hängt vom Wind ab, und der kann über den Tag drehen: An der Küste spielt die Seebrise eine Rolle, die tagsüber vom Meer her weht. Schau morgens in die aktuellen Wettermeldungen für LEPA und in eine Flugverfolgung, bevor du dich für einen Standpunkt entscheidest. Die Grundlagen dazu findest du im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Hitzeflimmern ernst nehmen
Im Sommer heizen sich Asphalt und Luft über den Bahnen stark auf. Spätestens ab dem späten Vormittag verschwimmen Bilder über größere Distanzen, je länger die Brennweite, desto schlimmer. Plane deine Session für den frühen Morgen oder den späten Nachmittag und such dir Standpunkte, an denen die Flugzeuge nah und eher hoch an dir vorbeikommen. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot legst du die richtige Uhrzeit vorher fest.
Ein Terminal, vier Module
Passagiere gehen in Palma durch ein einziges zentrales Terminalgebäude, das sich in vier Abfertigungsmodule aufteilt. Für dich als Spotter ist die Aufteilung vor allem deshalb interessant, weil sie verrät, wo welche Airlines parken:
| Modul | Lage | Typische Nutzung |
|---|---|---|
| A | Norden | Vor allem Flüge außerhalb des Schengen-Raums, etwa nach Großbritannien und Irland |
| B | Nordosten | Kleinstes Modul ohne Fluggastbrücken, Inselverkehr und Regionalflüge |
| C | Osten | Größtes Modul, Schengen-Flüge vieler europäischer Airlines |
| D | Süden | Spanische und weitere europäische Airlines; seit November 2025 wegen Sanierung geschlossen, Wiedereröffnung war für das Frühjahr 2026 vorgesehen |
Die Zuordnung der Airlines zu den Modulen kann sich von Saison zu Saison ändern, und während der Sanierung von Modul D wurde ohnehin umverteilt. Für den Fotostandpunkt spielt das eine Nebenrolle – entscheidend sind die Bahnen.
Wer in Palma landet
Palma ist kein Drehkreuz im klassischen Sinn, sondern ein riesiger Punkt-zu-Punkt-Flughafen. 2025 flogen laut Aena knapp 24,8 Millionen Passagiere international und rund 9 Millionen innerhalb Spaniens. Der wichtigste Auslandsmarkt ist mit großem Abstand Deutschland, gefolgt von Großbritannien und der Schweiz. Die meistgenutzte internationale Strecke 2025 war laut Flughafenstatistik die nach Düsseldorf, im Inlandsverkehr führten Barcelona und Madrid.
Gemessen an den Passagieren war Ryanair zuletzt (Zahlen für 2023) die größte Airline am Platz. Sie unterhält in Palma eine Basis und das Bild mit ihren Boeing 737-800 und 737 MAX 8 prägt. Aus dem deutschsprachigen Raum kommen vor allem Eurowings, Condor, TUIfly und Discover Airlines, aus der Schweiz Edelweiss und easyJet Switzerland. Aus Großbritannien sind Jet2, easyJet und TUI Airways stark vertreten.
Spanische Airlines dominieren den Inlandsverkehr: Air Europa hat ihre Wurzeln auf Mallorca und nutzt Palma als wichtige Basis, Vueling und Iberia – beide Teil der International Airlines Group – verbinden die Insel mit dem Festland. Im Verkehr nach Ibiza, Menorca und zu kleineren Festlandzielen sind auch Regionalflugzeuge und Turboprops wie die ATR 72-600 unterwegs. Welche Airlines in welcher Saison fliegen, ändert sich mit jedem Flugplan – der Stand im Oktober 2026 kann im nächsten Sommer schon wieder anders aussehen.
| Herkunft | Typische Airlines | Häufige Flugzeugtypen |
|---|---|---|
| Deutschland, Österreich | Eurowings, Condor, TUIfly, Discover, Ryanair | A320-Familie, Boeing 737 |
| Schweiz | Edelweiss, easyJet Switzerland | A320-Familie |
| Großbritannien, Irland | Jet2, easyJet, TUI Airways, Ryanair | Boeing 737, A320-Familie |
| Spanien | Air Europa, Vueling, Iberia | Boeing 737, A320-Familie, Regionalflugzeuge |
Typenbild: viel 737, viel A320 – und die Ausnahmen
Ehrlich gesagt: Wer in Palma Großraumflugzeuge sucht, braucht Geduld. Der Großteil des Verkehrs besteht aus Schmalrumpfjets der Boeing-737- und der Airbus-A320-Familie, vom A319 über den A320 und A320neo bis zum A321neo. Der Reiz liegt deshalb weniger im Typ als in der Vielfalt der Lackierungen: An einem Sommervormittag siehst du Airlines aus einem Dutzend Ländern, dazu Wet-Lease-Maschinen und Sonderlackierungen. Wie du die beiden großen Familien zuverlässig auseinanderhältst, zeigt der Beitrag Airbus oder Boeing?.
Die interessantesten Ausnahmen kommen aus der allgemeinen Luftfahrt. Mallorca ist im Sommer ein beliebtes Ziel für Geschäfts- und Privatflüge, und auf den Abstellflächen für Businessjets parken dann Muster aller Größen – vom kleinen Jet bis zu Langstreckenmaschinen wie der Gulfstream G650 oder der Bombardier Global 7500. Was es dabei zu beachten gibt, steht im Beitrag zum Businessjet-Spotten.
Dazu kommt der militärische Teil: Auf dem Luftwaffenstützpunkt Son San Juan sind Einheiten der spanischen Luft- und Weltraumstreitkräfte stationiert, darunter eine Such- und Rettungsstaffel mit Hubschraubern. Militärische Bewegungen sind im Vergleich zum Ferienverkehr selten, aber eine schöne Abwechslung im Logbuch.
Keinen Businessjet verpassen
Mit Planetrack setzt du Kennzeichen, Typen und Airlines auf die Wunschliste deines Hangars und bekommst einen Sichtungs-Alarm, sobald sie im Anflug sind. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.
Wo du in Palma spotten kannst
Eine offizielle Besucherterrasse wie am Flughafen Düsseldorf gibt es in Palma nach unserem Kenntnisstand nicht. Die Spotter-Community nutzt stattdessen eine Reihe öffentlicher Standpunkte rund um das Gelände. Welche davon gerade funktioniert, hängt von Betriebsrichtung und Tageszeit ab. Die folgenden Bereiche werden in Spotterberichten regelmäßig genannt:
- Strand an der Bucht: Bei Betriebsrichtung 06 kommen die Landungen auf die 06L über die Bucht herein. Vom Strandbereich aus fotografierst du sie mit Wasser im Vordergrund. Laut Spotterberichten passt das Licht hier vom Morgen bis in den Nachmittag; Schatten gibt es kaum, Restaurants und Toiletten dafür in der Nähe.
- Umgebung von Sant Jordi: Bei Betriebsrichtung 24 liegen die Anflüge auf die 24L über den Feldern nordöstlich des Flughafens. Je nach Standpunkt funktioniert das Licht morgens bis in den frühen Nachmittag oder am späten Nachmittag. Achte an den Landstraßen auf den schnellen Verkehr und parke nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
- Son Oms und Son Fangós: Im Gewerbegebiet Son Oms gibt es Blicke auf Starts von der 06R, bei Son Fangós auf Landungen auf der 06L – dort laut Spotterberichten eher am späten Nachmittag. Hier stehst du oft an Firmengelände – Privatgrund bleibt Privatgrund, und wer gebeten wird zu gehen, geht.
- Öffentliches Parkhaus am Terminal: Vom oberen Deck hast du Blick auf Vorfeld, Rollwege und die nahe Bahn. Im Winter ist das Licht laut Spotterberichten über weite Teile des Tages gut, im Sommer macht Hitzeflimmern die Mittagsstunden schwierig.
Konkrete Koordinaten nennen wir hier bewusst nicht: Zufahrten, Parkregeln und Eigentumsverhältnisse ändern sich an einem so stark bebauten Rand schnell, und einzelne Bereiche gelten in Berichten als unsicher. Prüf vor jeder Tour aktuelle Erfahrungsberichte und verlass dich nicht auf ältere Wegbeschreibungen.
Regeln vor Motiv
Parkverbote an Landstraßen werden laut Spotterberichten kontrolliert, Firmenparkplätze sind teils videoüberwacht und Zufahrten zu Mitarbeiterparkplätzen tabu. Dazu kommt der militärische Bereich, der Sperrgebiet ist. Bleib auf öffentlichen Flächen, steig nicht über Zäune oder Tore und folge Anweisungen von Polizei und Sicherheitspersonal sofort. Drohnen haben rund um den Flughafen nichts verloren. Einen Überblick über die Rechtslage gibt der Beitrag Ist Planespotting erlaubt?.
Betriebsrichtung prüfen
24 heißt Landungen über Land von Nordosten, 06 heißt Landungen über die Bucht von Südwesten. Danach richtet sich der ganze Tag.
Früh oder spät losgehen
Im Sommer verschwimmen mittags die Bilder im Hitzeflimmern. Der frühe Morgen und der späte Nachmittag liefern die schärfsten Aufnahmen.
Mietwagen einplanen
Die Buslinie A1 bringt dich zum Terminal, viele Standpunkte rund um das Gelände erreichst du aber nur sinnvoll mit dem Auto.
Wasser und Sonnenschutz mitnehmen
An vielen Spots gibt es weder Schatten noch Läden. Kappe, Sonnencreme und ausreichend Getränke gehören in die Fototasche.
Kennzeichen notieren
Bei Dutzenden gleichen 737 und A320 ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen sauber auseinanderzuhalten.
Ausrüstung und Licht
Die gute Nachricht: In Palma brauchst du nicht zwingend das längste Tele. Bei Anflügen an der Küste und an den Bahnenden kommen die Maschinen relativ nah heran, ein Zoom im Bereich bis etwa 300 oder 400 Millimeter deckt die meisten Situationen ab. Für die Abstellflächen und das Vorfeld über größere Distanzen hilft mehr Brennweite – hier bremst dich im Sommer aber das Hitzeflimmern schneller aus als die Optik. Welche Brennweite für welche Situation passt, erklärt der Beitrag zur Objektivwahl beim Planespotting.
Beim Licht hilft die Lage der Bahnen. Sie verlaufen von Südwesten nach Nordosten, die Sonne wandert im Laufe des Tages von Osten über Süden nach Westen. Je nachdem, auf welcher Seite der Bahn du stehst, hast du morgens oder nachmittags die Sonne im Rücken. Daraus ergibt sich eine einfache Faustregel: Standpunkte südöstlich der Bahnen funktionieren eher am Vormittag, Standpunkte nordwestlich davon eher am Nachmittag. Den genauen Sonnenstand für deinen Wunschtag ermittelst du vorab mit einem Planer.
Palma passt zu dir, wenn …
- du in kurzer Zeit möglichst viele verschiedene europäische Airlines sehen willst
- du Spotten mit einem Urlaub auf der Insel verbindest
- du Anflüge über das Meer fotografieren möchtest
Bedingt geeignet, wenn …
- du ohne Mietwagen unterwegs bist
- du nur im Winter Zeit hast – dann ist deutlich weniger los
Eher woanders, wenn …
- du vor allem Großraumflugzeuge und Langstrecke suchst
- du einen festen, offiziellen Besucherbereich mit Infrastruktur brauchst
Saison und Tagesrhythmus
Palma lebt vom Sommer. Aufs Jahr gerechnet kamen 2025 knapp 34 Millionen Passagiere zusammen, im Dezember waren es dagegen nur knapp 1,1 Millionen in einem Monat. Diese Kurve siehst du auch am Himmel: Von Juni bis September folgt oft eine Landung auf die nächste, und auch der Tagesverlauf hat deutliche Wellen – die Ankunftstafel zeigt dir, wann die Spitzen liegen. Im Winter fliegen deutlich weniger Airlines, manche Verbindungen ruhen ganz.
Fotografisch ist der Winter trotzdem nicht uninteressant: Das Licht steht tiefer, das Hitzeflimmern ist schwächer, und du hast Standpunkte oft für dich allein. Wer gezielt bestimmte Airlines sehen will, kommt besser in der Saison und schaut vorher in die Ankunftstafel.
Flughafenbetrieb im Wandel
Der Flughafen ist seit Jahren nahe an seiner Belastungsgrenze, vor allem in den Sommerspitzen. Aena investiert deshalb laufend in die Abfertigung: Ab dem 4. November 2025 wurde zum Beispiel Modul D für eine umfassende Sanierung von Dach und Innenräumen geschlossen. Wie bei jeder Baustelle können sich dadurch Abstellpositionen und Rollwege zeitweise verschieben – für dich ein Grund mehr, vor dem Besuch aktuelle Informationen zu prüfen.
Auch das Wetter hat den Flughafen schon ausgebremst: Im Juni 2024 setzte ein heftiger Starkregen Teile des Geländes und des Terminals unter Wasser und sorgte für Verspätungen. Solche Ereignisse sind selten, zeigen aber, wie empfindlich ein Ferienflughafen dieser Größe auf Störungen reagiert.
Palma im Vergleich
Innerhalb Spaniens liegt Palma nach Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat auf Platz drei. Während Madrid mit Langstrecke nach Lateinamerika punktet und dort Spots wie La Muñoza bietet, ist Palma ein reiner Europa- und Ferienflughafen. Wer Ferienflieger am Meer mag, findet auf den Kanaren mit Playa Honda auf Lanzarote ein ähnliches Motiv, und das Pistenende von Skiathos ist die extreme Variante davon.
Aus deutscher Sicht ist Palma fast die Verlängerung der heimischen Flughäfen. Die wichtigste Auslandsverbindung führt nach Düsseldorf, und von nahezu jedem größeren Flughafen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es im Sommer Flüge auf die Insel – vom Flughafen Frankfurt bis zum Flughafen Zürich. Eine Übersicht über weitere lohnende Ziele gibt der Beitrag zu den besten Spotting-Spots in Europa.
Urlaub und Logbuch in einer App
Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte mit Anreise und bestem Licht, Sonnenstand-Planer sowie Wetter, Wind und aktive Pisten am Flughafen – das ist Planetrack. Planetrack startet bald – die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.
Fazit
Der Flughafen Palma de Mallorca ist kein klassischer Spotterflughafen mit Terrasse und Infrastruktur, sondern ein riesiger Ferienflughafen, an dem du dir deine Plätze selbst erarbeiten musst. Dafür belohnt er dich mit einer Airline-Vielfalt, die in Europa ihresgleichen sucht, mit Anflügen über das Meer und mit einem Sommer, in dem fast pausenlos etwas in der Luft ist.
Den Unterschied machen drei Dinge: die Betriebsrichtung kennen, das Hitzeflimmern meiden und die Regeln rund um Zäune, Parkplätze und den militärischen Bereich respektieren. Wer das beherzigt, kommt aus dem Mallorca-Urlaub mit einem gut gefüllten Logbuch zurück.
Kurzfazit
PMI ist Spaniens drittgrößter Flughafen und Europas Ferienflughafen schlechthin. Keine Besucherterrasse, aber enorme Airline-Vielfalt – plane nach Betriebsrichtung und Tageszeit, dann lohnt sich jeder Abstecher an den Zaun.
Zusammenfassung
- Palma ist Europas Ferienflughafen schlechthin: kaum Langstrecke, aber eine riesige Bandbreite an Airlines aus ganz Europa.
- Für deutschsprachige Spotter ist PMI fast ein Heimspiel – zahlreiche Airlines aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fliegen die Insel an.
- Die Betriebsrichtung entscheidet, ob die Landungen über die Bucht oder über Land hereinkommen – und damit, wo du stehst.
- Sonne gibt es reichlich, Hitzeflimmern auch: Früh am Morgen und am späten Nachmittag gelingen die besten Bilder.
Häufige Fragen
Was sind die Codes des Flughafens Palma de Mallorca?
Der IATA-Code ist PMI, der ICAO-Code LEPA. PMI steht auf deinem Gepäckanhänger, LEPA verwenden Flugsicherung, Wetterdienste und Flugverfolgungsdienste. Wie die beiden Systeme zusammenhängen, erklärt der Beitrag zu IATA- und ICAO-Codes.
Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Palma?
Zwei parallele Asphaltbahnen: 06L/24R ist 3.270 Meter lang, 06R/24L 3.000 Meter. Spotterberichten zufolge wird bei Betriebsrichtung 24 meist auf der 24L gelandet und auf der 24R gestartet, bei Betriebsrichtung 06 meist auf der 06L gelandet und auf der 06R gestartet. Die Verteilung kann sich je nach Lage aber ändern.
Wer betreibt den Flughafen Palma de Mallorca?
Der spanische Flughafenbetreiber Aena, der auch die großen Festlandflughäfen wie Madrid-Barajas und Barcelona-El Prat betreibt. Die Bahnen teilt sich der Zivilflughafen mit dem Luftwaffenstützpunkt Son San Juan.
Gibt es am Flughafen Palma eine Besucherterrasse?
Eine offizielle Besucherterrasse wie in Düsseldorf oder München bietet der Flughafen nach unserem Kenntnisstand nicht. Spotter nutzen öffentliche Flächen rund um das Gelände, den Strandbereich an der Bucht für Anflüge auf die 06L und das oberste Deck des öffentlichen Parkhauses. Halte dich dabei strikt an Park- und Betretungsverbote.
Wann ist die beste Zeit zum Spotten auf Mallorca?
Am meisten Verkehr gibt es von Juni bis September, im Winter ist es deutlich ruhiger. Fotografisch sind im Sommer der frühe Morgen und der späte Nachmittag am besten, weil mittags starkes Hitzeflimmern über dem Asphalt liegt. Im Winter ist das Licht milder, dafür fliegen deutlich weniger Airlines.
Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen?
Laut Aena verbindet die städtische Buslinie A1 der EMT den Flughafen mit dem Zentrum von Palma, die Linie A2 fährt nach S'Arenal. Dazu kommen Überlandbusse der TIB aus verschiedenen Ferienorten, die am Ankunftsbereich halten. Für viele Spotterstandpunkte rund um das Gelände ist ein Mietwagen trotzdem deutlich praktischer.
Welche Flugzeuge sehe ich in Palma am häufigsten?
Vor allem Schmalrumpfjets: die Boeing 737-800 und 737 MAX 8 sowie die Airbus-Familie vom A319 bis zum A321neo. Dazu kommen Turboprops im Inselverkehr und in der Saison viele Businessjets. Großraumflugzeuge sind die Ausnahme.
Darf ich am Luftwaffenstützpunkt fotografieren?
Der militärische Teil ist Sperrgebiet. Was du von öffentlichen Flächen aus beim Starten oder Landen siehst, ist eine andere Sache als gezielte Aufnahmen militärischer Anlagen – bei Hinweisschildern oder Aufforderungen von Polizei und Sicherheitspersonal gilt: Kamera runter und Anweisungen folgen. Mehr dazu im Beitrag zu Fotografieren an Militärflugplätzen.
Sichtungen rund um Flughafen Palma de Mallorca sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Ryanair
Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.
EW / EWGEurowings
Die Direktflug-Airline der Lufthansa Group: Eurowings fliegt mit Jets der A320-Familie ab Düsseldorf und weiteren deutschen Basen quer durch Europa – und bekommt ab 2027 die Boeing 737 MAX 8.
DE / CFGCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
X3 / TUITUIfly
Der Ferienflieger des TUI-Konzerns aus Hannover: reine Boeing-737-Flotte, Basen an fünf deutschen Flughäfen und eine Geschichte, die 1973 als Hapag-Lloyd Flug begann.
LS / EXSJet2.com
Britischer Ferienflieger aus Leeds: Boeing 737 und Airbus A321neo, 14 Basen im Vereinigten Königreich, enge Verzahnung mit dem Reiseveranstalter Jet2holidays – und ein Rufzeichen, das an die Frachtvergangenheit erinnert.
UX / AEAAir Europa
Spaniens private Netzwerk-Airline von Mallorca: Drehkreuz Madrid-Barajas, SkyTeam-Mitglied, reine Boeing-Flotte aus 737 und 787 Dreamliner und ein starker Fokus auf Lateinamerika.
VY / VLGVueling
Die Low-Cost-Airline aus Barcelona gehört zur IAG: eine Flotte aus der kompletten Airbus-A320-Familie, ein zweites Drehkreuz in Rom und eine Boeing-Bestellung, die das einheitliche Bild aufbricht.
U2 / EZYeasyJet
Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.
WK / EDWEdelweiss Air
Der Ferienflieger aus Zürich mit der Alpenblume am Leitwerk: 1995 gegründet, seit 2008 eine Schwester von SWISS in der Lufthansa Group und gerade mitten im Wechsel von der A340 zur A350.
4Y / OCNDiscover Airlines
Der Ferienflieger der Lufthansa Group: Discover Airlines fliegt seit 2021 mit Airbus A320 und A330 ab Frankfurt und München zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke – ab Mitte 2027 kommt der A350 dazu.
Typische Flugzeuge
Boeing 737-800
Das Arbeitspferd der Kurz- und Mittelstrecke: Die 737-800 ist die meistgebaute Version der 737 Next Generation und an vielen Flughäfen Europas ein Dauergast.
FlugzeugtypBoeing 737 MAX 8
Große LEAP-Triebwerke mit gezackten Gondelkanten, gegabelte Flügelspitzen und ein neu geformtes Heck: Die 737 MAX 8 ist die vierte Generation von Boeings Bestseller. So trennst du sie sicher von der 737-800.
FlugzeugtypAirbus A320 (ceo)
Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypATR 72-600
Hochdecker, T-Leitwerk, zwei sechsblättrige Propeller und ein Rumpf, der fast auf dem Vorfeld aufsitzt: Die ATR 72-600 gehört zu den erfolgreichsten Regional-Turboprops unserer Zeit. So erkennst du sie und so findest du sie.
FlugzeugtypGulfstream G650/G650ER
Riesige ovale Fenster, zwei Triebwerke am Heck und ein Rumpf voller Selbstbewusstsein: Die Gulfstream G650 ist der Businessjet, den Spotter am schnellsten erkennen. So gelingt dir die sichere Bestimmung.
Spotting-Spots rund um Flughafen Palma de Mallorca
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Playa Honda am Flughafen Lanzarote
Am Strand zwischen Playa Honda und Matagorda schweben die Flugzeuge über das Meer heran und setzen kurz hinter der Promenade auf der Piste 03 auf. Was du dort siehst, wo du am besten stehst und wann das Licht passt.
AnflugschneiseLa Muñoza am Flughafen Madrid-Barajas
Südöstlich von Madrid-Barajas, am Rand des Iberia-Technikgeländes La Muñoza, führt ein Schotterweg am Jarama entlang unter den Anflug der Piste 32R. Ein Spot für Spotter mit Geduld: nur bei Nordbetrieb, ohne Infrastruktur, aber mit dem Langstreckenverkehr eines der größten Drehkreuze Europas.
AnflugschneisePistenende am Flughafen Skiathos
Am Südende der kurzen Piste von Skiathos ziehen Ferienjets so tief über die Uferstraße, dass der Spot oft mit Maho Beach verglichen wird. Spektakulär, aber saisonal, wetterabhängig und mit echter Jetblast-Gefahr – hier erfährst du, wie du den Spot sicher und mit gutem Ergebnis nutzt.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
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Flughafen Barcelona-El Prat
Spaniens zweitgrößter Flughafen liegt direkt am Mittelmeer: zwei Parallelbahnen und eine Querbahn, Vueling als Platzhirsch, Low-Cost-Basen von Ryanair und easyJet, dazu Langstrecke vom Golf und aus Nordamerika – und Spotterplätze zwischen Strand, Friedhof und Terminalbalkon.
FlughafenFlughafen Madrid-Barajas
Spaniens größter Flughafen und das Tor nach Lateinamerika: vier Start- und Landebahnen, zwei Betriebsrichtungen mit klaren Regeln, Terminal 4 als Heimat von Iberia und oneworld – und eine Spotterszene, die zwischen Schotterweg, Autobahnbrücke und offizieller Aena-Zone pendelt.
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Größter Flughafen Nordrhein-Westfalens und Heimat der Eurowings: zwei dicht nebeneinander liegende Bahnen im Norden der Stadt, drei Terminals unter einem Dach, strenge Kapazitätsregeln – und für Spotter eine Lage, die sich seit der Pandemie spürbar verändert hat.
FlughafenFlughafen Frankfurt
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