Das Wichtigste in Kürze
- TAP Air Portugal ist die Netzwerk-Airline Portugals mit Drehkreuz Lissabon und zweiter Basis in Porto.
- Codes: IATA TP, ICAO TAP, Rufzeichen „AIR PORTUGAL“. Das Kennzeichen beginnt mit CS-.
- Die Mainline-Flotte ist reines Airbus-Material – von der A319 bis zur A330-900, für die TAP weltweit Erstbetreiber war.
- TAP Express ist eine Marke, keine eigene Optik-Airline: Die Flüge führt Portugália mit Embraer 190 und 195 durch.
- Star Alliance seit 2005 – und seit Oktober 2026 hat die Lufthansa Group den Zuschlag für einen Minderheitsanteil.
Inhaltsverzeichnis
- 1.TAP Air Portugal im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: Airbus in der Mainline, Embraer bei TAP Express
- 4.Erstbetreiber der A330neo
- 5.TAP Express und Portugália
- 6.Woran du TAP erkennst
- 7.Das Netz: Lissabon als Tor zum Südatlantik
- 8.Eigentümer und Lufthansa-Einstieg
- 9.TAP in Deutschland spotten
- 10.Häufige Verwechslungen
- 11.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | TP |
|---|---|
| ICAO-Code | TAP |
| Rufzeichen | AIR PORTUGAL |
| Drehkreuze | LIS, OPO |
| Allianz | Star Alliance |
| Geschäftsmodell | Netzwerk-Airline mit Kurz-, Mittel- und Langstrecke |
| Gegründet | 14. März 1945 als Transportes Aéreos Portugueses, erster Linienflug 1946 (Lissabon–Madrid) |
| Name | Seit 1979 TAP Air Portugal, zwischen 2005 und 2017 als TAP Portugal vermarktet |
| Sitz und Drehkreuz | Lissabon (LIS), zweite Basis Porto (OPO) |
| Allianz | Mitglied der Star Alliance seit 14. März 2005 |
| Eigentümer | Mehrheitlich im Besitz des portugiesischen Staats; am 14. Oktober 2026 erhielt die Lufthansa Group den Zuschlag für eine Minderheitsbeteiligung (Abschluss steht noch aus) |
| Regionalverkehr | Marke TAP Express, durchgeführt von der Konzerntochter Portugália mit Embraer-Jets |
| Kennzeichen | Portugiesische Registrierung mit CS- |
| Flottenprofil | Airbus A319 bis A330-900, dazu Embraer 190 und 195 bei Portugália |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich TAP Air Portugal?
- Weißer Rumpf mit dem Schriftzug „TAP AIR PORTUGAL“
- Logo in den Nationalfarben Grün und Rot, groß auf dem Leitwerk
- Flugnummer beginnt mit TP, auf Trackern läuft der Flug unter TAP
- Portugiesisches Kennzeichen mit CS-, bei der A330-900 meist CS-TU…
- Im Funk meldet sich die Crew als „AIR PORTUGAL“ – nicht als „TAP“
- Auf Kurzstrecke oft ein Embraer-Jet von Portugália unter TP-Flugnummer
TAP Air Portugal gehört zu den Airlines, die du an deutschen Flughäfen regelmäßig siehst, aber selten bewusst ansteuerst. Dabei lohnt sich der zweite Blick: Hinter dem grün-roten Logo steckt eine reine Airbus-Mainline mit dem weltweit ersten A330neo-Betreiber, eine Embraer-Tochter unter eigener Marke und ein Langstreckennetz, das stark nach Brasilien, Afrika und Nordamerika zeigt. Diese Seite zeigt dir, wie du TAP sauber zuordnest und welche Motive sich wirklich lohnen.
Jede CS-Registrierung im Hangar
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TAP Air Portugal im Überblick
TAP Air Portugal ist die Netzwerk-Airline Portugals mit Sitz und Drehkreuz am Flughafen Lissabon. Porto ist die zweite Basis, Madeira ein weiterer wichtiger Punkt im Netz. Gegründet wurde die Gesellschaft am 14. März 1945 als Transportes Aéreos Portugueses – daher das Kürzel TAP. Der erste Linienflug folgte im September 1946 von Lissabon nach Madrid.
In den 1960er-Jahren stieg TAP früh ins Jet-Zeitalter ein, zunächst mit der Sud Aviation Caravelle. Nach der Nelkenrevolution wurde die Airline 1975 verstaatlicht, 1979 bekam sie ihren heutigen Namen. Zwischen 2005 und 2017 trat sie als „TAP Portugal“ auf, seitdem wieder als TAP Air Portugal. Wer alte Fotos sortiert, findet deshalb beide Schriftzüge in der eigenen Sammlung.
Seit dem 14. März 2005 ist TAP Mitglied der Star Alliance – zusammen mit Lufthansa, SWISS und Austrian. Das macht TAP für Umsteiger aus dem deutschsprachigen Raum attraktiv und erklärt, warum du TP-Flüge oft zu denselben Tageszeiten siehst wie die Zubringer der Partner.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code TP: steht in der Flugnummer, also auf der Anzeigetafel, im Ticket und in Flugplänen.
- ICAO-Code TAP: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR PORTUGAL: so meldet sich die Crew im Funk, gefolgt von der Flugnummer.
Bei TAP passt der ICAO-Code ausnahmsweise zum Markennamen – das macht das Lesen auf dem Tracker angenehm. Ein kleiner Stolperstein bleibt das Rufzeichen: Wer Flugfunk hört, wartet vergeblich auf „TAP“, denn im Funk heißt es „AIR PORTUGAL“. Hintergründe zu den beiden Code-Systemen erklärt der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt, den Unterschied zwischen Flugnummer und Rufzeichen findest du unter Callsign und Flugnummer.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern erscheint TAP meist mit dem ICAO-Präfix, also etwa TAP plus Ziffern statt TP. Steht ein Embraer dahinter, fliegt in der Regel Portugália unter der Marke TAP Express. Wie du ADS-B-Daten sinnvoll liest, zeigt der Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: Airbus in der Mainline, Embraer bei TAP Express
Die Mainline von TAP fliegt ausschließlich Airbus. Auf Kurz- und Mittelstrecke ist die A320-Familie im Einsatz, auf der Langstrecke die A330. Die alten Langstreckentypen wie A340 sind längst ausgemustert, die Flotte ist in den vergangenen Jahren deutlich jünger geworden. Hersteller ist Airbus.
| Typ | Rolle | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|
| Airbus A319 | Kurzstrecke | Kürzestes Mitglied der Familie, nur noch wenige Exemplare |
| Airbus A320 / A321 | Kurz- und Mittelstrecke | Erste Generation mit kleineren Triebwerken |
| Airbus A320neo | Kurz- und Mittelstrecke | Große Triebwerke, Sharklets – häufig in Deutschland |
| Airbus A321neo | Mittelstrecke | Ein Exemplar trägt eine Retro-Lackierung |
| Airbus A321LR | Mittelstrecke und dünne Langstrecke | Schmalrumpf mit großer Reichweite, Kennzeichen CS-TX… |
| Airbus A330-200 | Langstrecke | Ältere Generation, nur noch eine kleine Gruppe |
| Airbus A330-900 | Langstrecke | Rückgrat der Langstrecke, mehrere Sonderlackierungen |
| Embraer 190 | Regional (Portugália) | Unter der Marke TAP Express |
| Embraer 195 | Regional (Portugália) | Etwas länger als die E190 |
Laut gängigen Flottenübersichten liegt die Mainline im Frühjahr 2026 bei knapp 100 Airbus-Jets. Die größten Gruppen bilden die A321neo mit gut 20 Maschinen sowie die A330-900 und die A320neo mit jeweils knapp 20; weitere neo-Jets sind bestellt. Die genauen Zahlen ändern sich durch Auslieferungen und Ausmusterungen laufend – für eine konkrete Sichtung zählt ohnehin das Kennzeichen.
Die Retro-A321neo fehlt noch?
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Erstbetreiber der A330neo
Für Airbus-Fans hat TAP einen festen Platz in der Geschichte: Die Airline war weltweit Erstbetreiber der A330-900, der modernisierten A330 mit Rolls-Royce-Trent-7000-Triebwerken und neuem Flügel. Die erste Maschine wurde im November 2018 ausgeliefert, der erste Linienflug ging am 15. Dezember 2018 nach São Paulo.
Daran erinnern bis heute die Titel „A330neo – First to Fly“ an den ersten Exemplaren. Weitere Maschinen tragen eigene Motive, etwa zum 75. Geburtstag der Airline, zum 100. Flugzeug der Flotte oder die Star-Alliance-Lackierung. Wenn du TAP gezielt sammelst, sind diese A330-900 die begehrtesten Motive. Wie du solche Sonderlackierungen aufspürst, erklärt der Artikel Special Liveries finden. Mehr zum Triebwerkshersteller findest du bei Rolls-Royce.
Die A330-900 erkennst du an den großen Trent-7000-Triebwerken und den markanten, nach oben gezogenen Flügelspitzen. Die ältere A330-200 hat dagegen klassische Winglets und schlankere Triebwerksgondeln.
TAP Express und Portugália
Ein Detail, das Einsteiger oft verwirrt: Nicht jeder TP-Flug wird mit einem Airbus geflogen. Unter der Marke TAP Express laufen Regional- und Kurzstreckenflüge, die die Konzerntochter Portugália durchführt. Portugália wurde 1988 gegründet; TAP kündigte die Übernahme Ende 2006 an, seit 2007 gehört die Gesellschaft zur TAP-Gruppe. Seit 2016 tritt sie unter der Marke TAP Express auf und stellt Flugzeuge und Crews für das TAP-Netz.
Die Flotte besteht aus Embraer 190 und Embraer 195. Früher setzte Portugália auch Fokker 100 und ERJ-145 ein, und ein externer Partner flog zeitweise ATR 72 für TAP – diese Typen sind aus dem Netz verschwunden. Für deine Notizen heißt das: TP-Flugnummer, TAP-Optik, aber Embraer-Jet und durchführende Gesellschaft Portugália.
Optik prüfen
Grün-rotes Logo und Schriftzug „TAP AIR PORTUGAL“ – damit ist die Marke klar.
Typ bestimmen
Airbus oder Embraer? Ein E-Jet unter TP-Flugnummer deutet auf TAP Express hin.
Kennzeichen lesen
CS- zeigt die portugiesische Registrierung. Das volle Kennzeichen macht die Sichtung eindeutig.
Sauber notieren
Halte Marke, durchführende Gesellschaft und Kennzeichen getrennt fest. So bleibt dein Logbuch auch später nachvollziehbar.
Woran du TAP erkennst
Die Lackierung setzt auf einen weißen Rumpf mit dem Schriftzug „TAP AIR PORTUGAL“ und das Logo in Grün und Rot, den Farben der portugiesischen Flagge. Das Logo prägt auch das Leitwerk und ist aus der Entfernung gut von anderen Star-Alliance-Partnern zu unterscheiden: Lufthansa trägt Dunkelblau mit Kranich, SWISS das rote Heck mit weißem Kreuz.
Am Kennzeichen erkennst du die portugiesische Registrierung am Präfix CS-. Innerhalb der Flotte helfen die Buchstabengruppen bei der Einordnung: Die A330-900 tragen typischerweise Kennzeichen mit CS-TU…, die A321LR solche mit CS-TX…. Wie Kennzeichen grundsätzlich aufgebaut sind, erklären die Artikel Flugzeugkennzeichen verstehen und Länderkennungen an Flugzeugen.
Achtung Verwechslung
Auch Azores Airlines ist eine portugiesische Airline mit CS-Kennzeichen, gehört aber nicht zu TAP. Das CS-Präfix allein verrät also nur das Land, nicht die Airline – schau zusätzlich auf Logo und ICAO-Code.
Das Netz: Lissabon als Tor zum Südatlantik
TAP ist vor allem für eines bekannt: Brasilien. Die Airline fliegt seit 1960 nach Brasilien, zunächst in Kooperation mit brasilianischen Partnern, ab 1966 auch auf eigene Rechnung. Heute zählt TAP zu den europäischen Airlines mit den meisten Zielen in Brasilien. Dazu kommen Verbindungen in portugiesischsprachige Länder Afrikas sowie nach Nordamerika.
Für dich als Spotter in Deutschland hat das eine praktische Folge: Die Zubringer aus Frankfurt, München oder Düsseldorf sind so gelegt, dass Passagiere in Lissabon auf die Langstrecke umsteigen können. Die Langstreckenjets selbst siehst du hierzulande kaum – sie fliegen von Lissabon und Porto aus. Wer die A330-900 vor die Linse bekommen will, plant deshalb am besten einen Besuch am Flughafen Lissabon.
Eine Besonderheit ist die A321LR. TAP zählt den Schmalrumpfjet mit zusätzlichen Tanks zur Langstreckenflotte und setzt ihn auf Strecken ein, für die eine A330 zu groß wäre. Damit ist er einer der spannenderen Typen im TAP-Netz.
Eigentümer und Lufthansa-Einstieg
Die Eigentümergeschichte von TAP ist bewegt. Nach der Verstaatlichung 1975 verkaufte der Staat 2015 die Mehrheit an ein privates Konsortium, holte sich aber schon 2016 wieder die Hälfte der Anteile zurück. In der Corona-Krise übernahm der Staat 2020 wieder die Kontrolle und stützte TAP mit Hilfen.
2025 startete Portugal einen neuen Anlauf: Verkauft wird ein Minderheitsanteil von bis zu 49,9 Prozent, davon 44,9 Prozent an einen Investor und bis zu 5 Prozent an Beschäftigte. IAG zog sich zurück, im Finale standen Air France-KLM und die Lufthansa Group. Am 14. Oktober 2026 hat die Regierung das Lufthansa-Angebot ausgewählt. Bis der Einstieg vollzogen ist, stehen noch Verträge und Genehmigungen aus.
Für Spotter ändert sich damit kurzfristig wenig: TAP fliegt weiter unter eigenem Namen, eigenem Code und in eigener Optik. Mittelfristig sind engere Verbindungen mit den Drehkreuzen der Lufthansa Group in Frankfurt, München und Zürich denkbar – konkrete Netzänderungen sind bislang aber nicht bekannt.
TAP in Deutschland spotten
In Deutschland fliegt TAP traditionell die großen Flughäfen an: Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin. Meist geht es nach Lissabon, teils auch nach Porto. Eingesetzt wird überwiegend die A320-Familie, gelegentlich ein Embraer von Portugália. Der Flugplan ändert sich saisonal, prüf also vor jeder Tour, welche TP-Flüge an deinem Flughafen stehen.
Gute Spots für TAP sind etwa die Aussichtsplattform Zeppelinheim in Frankfurt, der Besucherhügel in München, die Besucherterrasse in Düsseldorf und die Besucherterrasse in Hamburg. In der Schweiz bietet sich die Zuschauerterrasse B in Zürich an.
Gute Chancen auf TAP, wenn …
- dein Flughafen eine tägliche Verbindung nach Lissabon oder Porto hat
- du die Zeitfenster der Ankünfte vorher im Flugplan nachschaust
- du am Drehkreuz Lissabon selbst stehst – dort ist die ganze Flotte unterwegs
Prüf es vorher, wenn …
- du nach älteren Spotterberichten planst – einige deutsche Ziele wurden in der Vergangenheit gestrichen
- du gezielt einen Typ suchst: Ob Airbus oder Embraer kommt, entscheidet sich oft kurzfristig
Eher kein TAP-Tag, wenn …
- du in Deutschland auf eine A330-900 hoffst – die Langstrecke startet in Portugal
Weil die meisten TAP-Flüge nur ein- oder zweimal am Tag kommen, lohnt sich ein Blick auf die Betriebsrichtung, bevor du dich an einen Spot stellst. Und wer das Licht für den Anflug optimal haben will, plant mit dem Artikel zum Sonnenstand am Fotospot. Neu im Hobby? Dann hilft dir Planespotting für Einsteiger beim Start.
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, und Drohnen haben in der Nähe von Flughäfen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Häufige Verwechslungen
- „TAP“ im Funk erwarten – das Rufzeichen lautet „AIR PORTUGAL“.
- Jeden TP-Flug für einen Airbus halten – unter der Marke TAP Express fliegt Portugália mit Embraer-Jets.
- A330-900 und A330-200 gleichsetzen – die neo hat größere Triebwerke und neue Flügelspitzen.
- A321LR als normale A321neo notieren – die LR ist eine Langstreckenversion mit Zusatztanks; das Kennzeichen hilft bei der Zuordnung.
- CS- automatisch als TAP lesen – auch andere portugiesische Airlines wie Azores Airlines fliegen mit CS-Kennzeichen.
- TAP schon als Lufthansa-Tochter führen – der Staat bleibt vorerst Mehrheitseigner, der Zuschlag an die Lufthansa Group betrifft einen Minderheitsanteil.
TAP im Blick behalten
Mit Planetrack beobachtest du einzelne Kennzeichen oder die A330neo-Sonderlackierungen, wirst bei Anflug oder Landung benachrichtigt und postest deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
TAP Air Portugal ist mehr als die Airline, die morgens nach Lissabon startet. Sie war Erstbetreiber der A330neo, fliegt eine reine Airbus-Mainline mit der A321LR als Schmalrumpf für dünne Langstrecken und lässt Regionalflüge unter eigener Marke von Portugália mit Embraer-Jets durchführen. Mit dem Zuschlag an die Lufthansa Group rückt sie zudem näher an den Konzern heran. Wer Typ, Kennzeichen und durchführende Gesellschaft notiert, sortiert TAP-Sichtungen sauber ein.
Kurzfazit
TAP Air Portugal (IATA TP, ICAO TAP, Rufzeichen „AIR PORTUGAL“) ist Portugals Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Lissabon und Mitglied der Star Alliance. Die Mainline fliegt nur Airbus, unter TAP Express kommen Embraer-Jets von Portugália dazu.
Zusammenfassung
- TAP erkennst du am weißen Rumpf mit grün-rotem Logo und am Schriftzug „TAP AIR PORTUGAL“. Auf dem Tracker suchst du nach TAP, in der Flugnummer nach TP.
- Die spannendsten Motive sind die A330-900 mit ihren Sonderlackierungen und die A321LR, die TAP als Schmalrumpfjet mit großer Reichweite einsetzt.
- Nicht jeder TP-Flug ist ein Airbus: Portugália setzt unter der Marke TAP Express Embraer-Jets ein, die du über Typ und Kennzeichen sauber zuordnest.
- In Deutschland siehst du TAP vor allem an großen Flughäfen auf Strecken nach Lissabon und Porto – meist mit A320-Familie, gelegentlich mit E-Jets.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat TAP Air Portugal?
Der IATA-Code ist TP, der ICAO-Code TAP. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AIR PORTUGAL“. Dass ICAO-Code und Markenname gleich lauten, macht das Lesen auf Trackern besonders einfach.
Wofür steht TAP?
TAP ist die Abkürzung von Transportes Aéreos Portugueses, also „Portugiesische Lufttransporte“. Unter diesem Namen wurde die Airline 1945 gegründet. Seit 1979 heißt sie TAP Air Portugal; zwischen 2005 und 2017 trat sie als TAP Portugal auf.
Zu welcher Allianz gehört TAP?
TAP ist seit dem 14. März 2005 Mitglied der Star Alliance. Damit ist sie Partnerin von Lufthansa, SWISS, Austrian und vielen weiteren Airlines, was Umsteigeverbindungen und Codeshares erleichtert.
Gehört TAP jetzt zu Lufthansa?
Nein. In der aktuellen Privatisierungsrunde verkauft Portugal nur einen Minderheitsanteil von bis zu 49,9 Prozent, davon bis zu 5 Prozent für Beschäftigte; der Staat bleibt vorerst Mehrheitseigner. Im Oktober 2026 hat die Regierung das Angebot der Lufthansa Group ausgewählt; Air France-KLM ging leer aus. Bis der Einstieg abgeschlossen ist, sind noch Verträge und Genehmigungen nötig.
Welche Flugzeuge fliegt TAP Air Portugal?
Die Mainline setzt ausschließlich auf Airbus: A319, A320, A320neo, A321, A321neo, A321LR, A330-200 und A330-900. Unter der Marke TAP Express fliegt die Konzerntochter Portugália zusätzlich Embraer 190 und Embraer 195.
Was ist das Besondere an der A330-900 von TAP?
TAP war weltweit Erstbetreiber der A330-900, also der A330neo. Die erste Maschine kam im November 2018 zu TAP, der erste Linienflug ging am 15. Dezember 2018 von Lissabon nach São Paulo. Einige Exemplare tragen Sonderlackierungen, etwa zur Star Alliance oder zum 100. Flugzeug der Flotte.
Was ist TAP Express?
TAP Express ist eine Marke für Regional- und Kurzstreckenflüge. Durchgeführt werden sie von Portugália, einer Tochter, die TAP Ende 2006 übernommen hat (Abschluss 2007). Die Flüge laufen mit TP-Flugnummer, die Flugzeuge sind Embraer 190 und 195.
Wo kann ich TAP in Deutschland spotten?
TAP fliegt traditionell große deutsche Flughäfen wie Frankfurt, München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin an, meist mit Verbindungen nach Lissabon, teils auch nach Porto. Weil sich Flugpläne saisonal ändern, prüfst du am besten vor der Tour, welche TP-Flüge an deinem Flughafen stehen.
TAP Air Portugal im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A330-900neo
Klassischer A330-Rumpf, aber mit Sharklets, schwarzer Cockpit-Maske und deutlich größeren Triebwerken: Die A330-900neo ist die Neuauflage eines Langstrecken-Klassikers. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A320neo
Die Neuauflage des Bestsellers: Die A320neo kombiniert die bewährte A320-Zelle mit einer neuen Triebwerksgeneration und ist heute an fast jedem großen Flughafen zu sehen.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypEmbraer E190
Der Regionaljet mit Mittelstrecken-Komfort: Die E190 bringt rund 100 Passagiere in einer 2+2-Kabine ohne Mittelsitz in die Luft – und wird gern mit ihrer Nachfolgerin E190-E2 verwechselt.
FlugzeugtypEmbraer E195
Der größte E-Jet der ersten Generation: Die E195 streckt die E190 um rund 2,4 Meter und bringt typischerweise gut 100 bis 120 Passagiere in einer 2+2-Kabine in die Luft. In Europa ist sie vor allem im Lufthansa-Konzern zu Hause.
Weitere Airlines
Lufthansa
Deutschlands größte Airline und Kern der Lufthansa Group: Netzwerk-Airline mit den Drehkreuzen Frankfurt und München, Gründungsmitglied der Star Alliance.
NetzwerkSwiss International Air Lines
Die Schweizer Netzwerk-Airline mit dem roten Leitwerk: 2002 aus Crossair und dem Erbe der Swissair entstanden, heute Teil der Lufthansa Group und Mitglied der Star Alliance.
NetzwerkAustrian Airlines
Österreichs Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Wien: seit 2009 Teil der Lufthansa Group, seit 2000 in der Star Alliance – und mitten im größten Flottenumbau seit Jahren.
NetzwerkAzores Airlines
Die Airline der Azoren: früher SATA Internacional, heute eine kleine Airbus-Flotte zwischen Ponta Delgada, Lissabon und Nordamerika – und mitten in der Privatisierung.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Star Alliance
Die 1997 gegründete Luftfahrtallianz rund um Lufthansa, United und Air Canada – mit Sitz in Frankfurt am Main und eigener Allianz-Sonderlackierung.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
HerstellerAirbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Lissabon Humberto Delgado
Portugals größter Flughafen liegt mitten in der Stadt: eine einzige Bahn, Anflüge direkt über die Dächer von Lissabon und ein Drehkreuz der TAP Air Portugal mit Verbindungen nach Brasilien, Afrika und Nordamerika. Eine Besucherterrasse gibt es nicht – dafür eine ganze Reihe öffentlicher Plätze rund um den Zaun.
Wo du TAP Air Portugal vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Aussichtsplattform Zeppelinheim am Flughafen Frankfurt
Der Klassiker unter den Frankfurter Spotterpunkten: Von der Plattform an der Autobahnbrücke bei Zeppelinheim schwebt bei Westwind der Großteil der Landungen auf die Südbahn ein – kostenlos, öffentlich und mit der S-Bahn schnell vom Frankfurter Hauptbahnhof erreichbar.
SpotterhügelBesucherhügel am Flughafen München
Der bekannteste Aussichtspunkt am Lufthansa-Drehkreuz München: Vom Besucherhügel im Besucherpark blickst du erhöht über das Flughafengelände – mit eigener S-Bahn-Haltestelle direkt nebenan.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
BesucherterrasseBesucherterrassen am Flughafen Hamburg
Zwei Terrassen auf Ebene 3 der Terminals, täglich von 6 bis 22 Uhr geöffnet und direkt an der S1: Der einfachste Einstieg ins Spotten in Hamburg – mit Blick aufs Vorfeld, Ferngläsern und kurzen Wegen zu Café und Toilette.
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