Flughafen Bordeaux-Mérignac

Ziviler Flughafen, Luftwaffenbasis und Flugzeugwerk in einem: In Mérignac westlich von Bordeaux teilen sich easyJet, Volotea und Air France die Bahnen mit Rafale- und Falcon-Testflügen von Dassault, Transportern der Armée de l’Air und einem Parabelflug-Airbus.

Auch bekannt als: Aéroport de Bordeaux-Mérignac · Bordeaux Airport · Base aérienne 106 Bordeaux-Mérignac (militärischer Teil) · Aéroport de Bordeaux-Mérignac SA (Betreiber)

FrankreichFrankreichFlughäfenBOD / LFBD14 Min. Lesezeit

BOD

IATA-Code

LFBD

ICAO-Code

3.100 m

Länge der Hauptbahn 05/23

5,9 Mio.

Passagiere im Jahr 2025

Das Wichtigste in Kürze

  • IATA BOD, ICAO LFBD: wichtigster Flughafen im Südwesten Frankreichs neben Toulouse, 2025 mit rund 5,9 Millionen Passagieren.
  • Zwei gekreuzte Bahnen: die 3.100 Meter lange Hauptbahn 05/23 und die 2.415 Meter lange Nebenbahn 11/29.
  • Dassault vor Ort: Am Flughafen liegt das Werk, in dem Dassault Aviation Rafale und Falcon endmontiert und zum Erstflug schickt.
  • Ziviler und militärischer Platz: Die Base aérienne 106 nutzt dieselben Bahnen wie easyJet, Volotea und Air France.
  • Seit Ende 2024 ohne Ryanair: Der Abzug des irischen Billigfliegers hat die Verkehrszahlen spürbar gedrückt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Geschichte im Zeitraffer
  4. 4.Was du als Spotter wissen solltest
  5. 5.Stärken und Schwächen
  6. 6.Über hundert Jahre Fluggeschichte in Mérignac
  7. 7.Dassault in Mérignac: wo Rafale und Falcon entstehen
  8. 8.Base aérienne 106: Militär auf demselben Platz
  9. 9.Der A310 ZERO-G: Schwerelosigkeit aus Bordeaux
  10. 10.Zwei gekreuzte Bahnen
  11. 11.Terminals: Hall A, Hall B und Billi
  12. 12.Wer in Bordeaux fliegt
  13. 13.Verkehrsentwicklung: Rekord, Einbruch, Ryanair-Delle
  14. 14.Wartung und Industrie rund um den Platz
  15. 15.Spotten in Bordeaux: was du wissen musst
  16. 16.Anreise: Straßenbahn, Shuttle und Auto
  17. 17.Zwischenfälle in der Geschichte
  18. 18.Bordeaux im Vergleich
  19. 19.Fazit
  20. 20.Häufige Fragen

Steckbrief

IATA-CodeBOD
ICAO-CodeLFBD
BetreiberAéroport de Bordeaux-Mérignac (ADBM), eine Gesellschaft, in deren Aufsichtsrat der französische Staat, die Industrie- und Handelskammer Bordeaux und die großen Gebietskörperschaften der Region vertreten sind
LageIn der Gemeinde Mérignac, rund 12 km westlich des Stadtzentrums von Bordeaux im Département Gironde
HöheRund 50 m über dem Meeresspiegel
Start- und LandebahnenZwei sich kreuzende Bahnen: 05/23 mit 3.100 × 45 m und 11/29 mit 2.415 × 45 m
PassagierbereicheHall A (vor allem internationaler Verkehr) und Hall B (seit 1996, vor allem Air France); dazu kam 2010 das Low-Cost-Terminal Billi (2015 erweitert)
Militärische NutzungBase aérienne 106 der französischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte teilt sich die Bahnen mit dem zivilen Verkehr
IndustrieWerk von Dassault Aviation mit Endmontage und Flugerprobung von Rafale und Falcon; dazu Wartungsbetriebe wie Sabena technics
Verkehr 2025Rund 5,9 Mio. Passagiere – nach dem Rückzug von Ryanair weniger als im Vorjahr
BahnanbindungStraßenbahn bis zum Terminal (heute Linie F), rund 35 Minuten bis ins Zentrum; Shuttlebus 30’Direct zum Bahnhof Bordeaux-Saint-Jean
Für Spotter relevantMix aus Low-Cost-Verkehr, Werksflügen von Dassault und Militär – kein offizieller Spotterbereich, Standorte nur auf öffentlichem Grund
Offizielle Websitewww.bordeaux.aeroport.fr

Tätigkeitsfelder

Passagierverkehr – Low-Cost- und Ferienverkehr, Zubringer zu den großen Drehkreuzen Europas, Verbindungen nach Nordafrika und einzelne Langstrecken
Luftfracht – Express- und Beiladefracht in überschaubarem Umfang
Militär – Base aérienne 106 mit Transport-, Unterstützungs- und Wartungsdienststellen der Luftwaffe
Luftfahrtindustrie – Dassault-Werk mit Endmontage und Erstflügen von Rafale und Falcon, dazu Wartungs- und Umbaubetriebe
Infrastruktur – Betrieb von Bahnen, Vorfeldern, Terminals und Parkierungsanlagen

Geschichte im Zeitraffer

1910Auf dem Gelände von Beau-Désert in Mérignac findet eine Flugwoche statt – der Beginn einer der ältesten noch genutzten Flugplatz-Geschichten Frankreichs.
1917Das Kriegsministerium erwirbt rund 60 Hektar auf dem Gut Teynac, wo heute die Hallen A und B stehen; amerikanische Truppen richten eine Beobachterschule ein.
1931–1937Die Handelskammer Bordeaux erhält die Konzession für den zivilen Betrieb, 1936 ist das erste feste Abfertigungsgebäude fertig. Zum 1. Januar 1937 entsteht offiziell die Luftwaffenbasis.
1940–1944Im Juni 1940 fliegt Charles de Gaulle von hier nach England. Danach nutzt die Luftwaffe den Platz unter anderem für Fernaufklärer vom Typ Fw 200 Condor; bei Abzug im August 1944 wird vieles zerstört.
1951–1958Die US Air Force ist auf dem Platz stationiert, unter anderem mit B-26 Invader.
1959Am 8. November eröffnet das neue Abfertigungsgebäude des Architekten Raymond Mothe.
1963Am 4. Mai hebt in Mérignac der Prototyp des Mystère 20 ab – der Urahn aller Dassault Falcon.
1964Die Luftwaffe stationiert in Bordeaux Bomber vom Typ Mirage IV; das zugehörige Bombergeschwader wird 1978 aufgelöst.
1987Am 21. Dezember stürzt eine Embraer Brasilia der Air Littoral im Anflug ab; alle 16 Menschen an Bord kommen ums Leben.
1996Hall B geht in Betrieb, ursprünglich für die Verbindungen nach Paris.
2000Der neue Kontrollturm nach einem Entwurf von Philippe Starck nimmt den Betrieb auf.
2005Die neue Hall A und der Flugsteig für Verbindungen auf die Iberische Halbinsel eröffnen.
2010Das Low-Cost-Terminal Billi öffnet; 2015 wird es vergrößert.
2011Die Hauptbahn 05/23 wird vollständig erneuert.
2015Der Parabelflug-Airbus A310 ZERO-G von Novespace bekommt Bordeaux als Heimatbasis; am 6. Februar startet zudem die Falcon 8X zum Erstflug.
2019Mit rund 7,7 Millionen Passagieren erreicht Bordeaux seinen bisherigen Höchststand.
2023Die Straßenbahn erreicht im Frühjahr den Flughafen – nach einer rund fünf Kilometer langen Verlängerung.
2024Nach einem Streit um Flughafenentgelte zieht sich Ryanair vollständig aus Bordeaux zurück; ab November gibt es keine Ryanair-Flüge mehr.
2026Im Juni hebt die Falcon 10X zu ihrem Erstflug ab. Im Oktober beginnt der Bau eines Verbindungsgebäudes zwischen den Hallen A und B.

Flughafen Bordeaux-Mérignac aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Flughafen Bordeaux-Mérignac

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Die Betriebsrichtung vor dem Besuch geprüft – meist läuft der Verkehr über die lange Bahn 05/23
  • Eine Rafale oder einen neuen Falcon-Businessjet bei einem Werks- oder Abnahmeflug von Dassault gesehen
  • Den orangen easyJet-Airbus und einen Jet der Basis-Airline Volotea notiert
  • Den Parabelflug-Airbus A310 ZERO-G mit dem Kennzeichen F-WNOV erwischt
  • Ein Flugzeug der Luftwaffe oder ein Löschflugzeug der Sécurité Civile auf dem gemeinsamen Platz beobachtet
  • Eine Maschine aus Nordafrika – etwa von Royal Air Maroc oder Air Algérie – ins Logbuch geschrieben
  • Das Kennzeichen jeder Sichtung festgehalten, nicht nur Airline und Typ

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Seltene Mischung aus Airline-Verkehr, Dassault-Werksflügen und Militär auf einem Platz
  • Chance auf Rafale, neue Falcons und den A310 ZERO-G – Motive, die es anderswo kaum gibt
  • Überschaubares Verkehrsaufkommen, gut zum sauberen Mitschreiben von Kennzeichen
  • Straßenbahn bis vor das Terminal
  • Atlantiknähe: oft klare Luft nach Frontdurchgängen

Wo es hakt

  • Kein ausgewiesener Spotterbereich
  • Militär- und Werksgelände sind streng gesperrt – Fotografierverbote unbedingt beachten
  • Werksflüge von Dassault sind nicht planbar und tauchen in keinem Flugplan auf
  • Wenig Langstrecke und seit dem Ryanair-Abzug weniger Verkehr
  • Wechselhaftes Atlantikwetter mit Regen und Wind

Bordeaux-Mérignac sieht auf den ersten Blick aus wie ein typischer französischer Regionalflughafen: orange Jets von easyJet, blau-weiße von Volotea, dazu Air France und die Zubringer der großen Netzairlines. Wer genauer hinschaut, merkt schnell, dass hier mehr los ist. Auf denselben Bahnen startet die Luftwaffe von der Base aérienne 106, am Rand des Geländes montiert Dassault Aviation Kampfjets vom Typ Rafale und Businessjets der Falcon-Familie, und ab und zu rollt ein Airbus A310 an den Start, der Wissenschaftler in die Schwerelosigkeit bringt. Für Spotter ist Bordeaux damit ein Ort, an dem der Normalbetrieb solide ist – und die Überraschungen den Unterschied machen.

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Über hundert Jahre Fluggeschichte in Mérignac

Die Geschichte des Platzes reicht weit zurück. Schon 1910 fand auf dem Gelände von Beau-Désert in Mérignac eine Flugwoche statt, und damit gehört Bordeaux zu den ältesten noch genutzten Flugplätzen Frankreichs. Im Ersten Weltkrieg kaufte das Kriegsministerium 1917 rund 60 Hektar auf dem Gut Teynac – genau dort, wo heute die Passagierhallen A und B stehen. Amerikanische Truppen richteten eine Schule für Beobachter ein.

In den 1920er- und 1930er-Jahren wuchs der Platz Schritt für Schritt. 1931 übertrug ein Dekret der Handelskammer Bordeaux für 50 Jahre den zivilen Betrieb, 1936 wurde das erste feste Abfertigungsgebäude fertig. Zum 1. Januar 1937 entstand offiziell die Luftwaffenbasis – das Nebeneinander von zivilem und militärischem Flugbetrieb, das Bordeaux bis heute prägt, ist also fast 90 Jahre alt.

Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren. Im Juni 1940 startete General Charles de Gaulle von Mérignac aus nach England. Kurz darauf besetzte die deutsche Luftwaffe den Platz und nutzte ihn unter anderem für viermotorige Fernaufklärer vom Typ Focke-Wulf Fw 200 Condor, die über dem Atlantik nach Schiffen suchten. Alliierte Bombenangriffe trafen den Flugplatz schwer, beim Abzug im August 1944 zerstörten die Besatzer vieles.

Nach dem Krieg kam erst die französische Luftwaffe zurück, von 1951 bis 1958 war zusätzlich die US Air Force stationiert. Am 8. November 1959 eröffnete ein neues Abfertigungsgebäude nach Plänen von Raymond Mothe, 1962 nahm die Inlandsgesellschaft Air Inter regelmäßige Flüge nach Paris auf. 1970 zählte der Flughafen bereits mehr als eine halbe Million Passagiere im Jahr.

5,9 Mio.Passagiere im Jahr 2025
3.100 mLänge der Hauptbahn 05/23
7,7 Mio.Passagiere im Rekordjahr 2019
1910erste Flugwoche in Mérignac

Dassault in Mérignac: wo Rafale und Falcon entstehen

Für viele Luftfahrtfans ist Bordeaux vor allem eins: die Heimat der Dassault-Endmontage. Der Hersteller ist seit Jahrzehnten in Mérignac aktiv, und heute ist das Werk am Flughafen der Ort, an dem die Rafale und die Businessjets der Falcon-Familie zusammengebaut werden. Zulieferteile kommen aus anderen Dassault-Standorten in Frankreich, in Mérignac entsteht daraus das fertige Flugzeug, das hier auch seine ersten Flüge absolviert.

Die Liste der Erstflüge, die in Mérignac begonnen haben, liest sich wie eine Kurzgeschichte der Falcon-Familie. Am 4. Mai 1963 hob hier der Prototyp des Mystère 20 ab, der in Nordamerika als Fan Jet Falcon und später als Falcon 20 vermarktet wurde. Am 6. Februar 2015 folgte die Falcon 8X, im Juni 2026 schließlich die Falcon 10X, das bislang größte Modell der Reihe. Auch Typen wie die Falcon 7X und die Falcon 6X wurden hier endmontiert. Viele Falcons verlassen Mérignac übrigens noch in Grundierung: Lackierung und Innenausstattung erhalten sie häufig in Little Rock in den USA.

Bei der Rafale steht Bordeaux im Mittelpunkt eines Produktionshochlaufs. Neben der französischen Luftwaffe und Marine haben zahlreiche Exportkunden bestellt, und Dassault hat angekündigt, die Fertigungsrate deutlich zu erhöhen. Für dich heißt das: Die Chance, eine fabrikneue Rafale bei einem Abnahmeflug zu sehen, ist in Bordeaux so gut wie nirgends sonst – planbar ist sie aber nicht. Werksflüge stehen in keinem Flugplan, und Testflugzeuge tragen oft keine endgültige Bemalung.

Dassault-Typ Bezug zu Bordeaux-Mérignac Was du beachten solltest
Rafale Endmontage und Abnahmeflüge Exportmaschinen mit wechselnden Bemalungen, nicht planbar
Falcon 6X, 7X, 8X Endmontage, Erstflug der 8X 2015 häufig noch in Grundierung oder mit Testkennzeichen
Falcon 10X Erstflug im Juni 2026, Flugerprobung Prototypen unter französischem Kennzeichen
Mystère 20 / Falcon 20 Erstflug 1963 historisch, heute nur noch selten im Einsatz

Mehr über den Hersteller selbst, seine Geschichte und die übrigen Standorte erfährst du im Steckbrief zu Dassault Aviation. Wie du die verschiedenen Falcon-Modelle von Gulfstream, Global und Co. unterscheidest, erklärt der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.

Werksgelände ist kein Spotting-Gelände

Das Dassault-Werk ist ein hochsensibler Rüstungsstandort. Fotografiere niemals vom Werksgelände, von Zufahrten oder durch Zäune, und beachte Fotografierverbote. Wer sich in Frankreich in der Nähe militärischer oder industrieller Sperrbereiche aufhält, muss mit Kontrollen rechnen. Der Beitrag Fotografieren an französischen Flughäfen fasst zusammen, was erlaubt ist.

Base aérienne 106: Militär auf demselben Platz

Die Luftwaffenbasis BA 106 nutzt dieselben Bahnen wie der zivile Verkehr. Ihre Geschichte ist bewegt: Ab 1964 waren hier Atombomber vom Typ Mirage IV stationiert, von 1979 bis 1992 eine Jagdstaffel. Benannt ist die Basis seit 1995 nach Hauptmann Michel Croci, einem Piloten, der 1984 im Tschad abgeschossen wurde.

Heute ist die BA 106 weniger ein Kampfjet-Standort als ein Platz für Transport, Unterstützung und Verwaltung. Die Transportstaffel ET 43 „Médoc“ fliegt einmotorige Turboprops vom Typ Daher TBM für Personen- und Kuriertransporte. Dazu kommen ein Hubschrauber für die Luftraumsicherung, Dienststellen für Flugsicherung und Logistik sowie die Direktion, die für die Wartung der Luftfahrzeuge der französischen Streitkräfte zuständig ist.

Ein Extra für Spotter ist das sogenannte Pélicandrome: An dieser Station werden Löschflugzeuge der französischen Sécurité Civile mit Löschmittel betankt. Hier tauchen Maschinen wie die Canadair CL-415, umgebaute Dash 8 und seit 2023 auch Air Tractor AT-802 auf – vor allem in der Waldbrandsaison, wenn es in den Kiefernwäldern der Landes brennt.

Wie du militärische Typen sicher erkennst, erklären die Beiträge Kampfjets in Europa erkennen und Militärtransporter erkennen. Für die Vorbereitung lohnt außerdem Militärflugzeuge online verfolgen.

Rafale, Falcon und Co. im Blick

Mit Planetrack legst du Sichtungs-Alarme für Kennzeichen, Typen, Airlines und Special Liveries an und wirst benachrichtigt, wenn sie Bordeaux anfliegen. Die App startet bald – trag dich unten in die Warteliste ein.

Der A310 ZERO-G: Schwerelosigkeit aus Bordeaux

Ein Flugzeug, das du fast nur in Bordeaux zu sehen bekommst, ist der A310 ZERO-G mit dem Kennzeichen F-WNOV. Der französische Betreiber Novespace setzt den umgebauten Airbus A310 für Parabelflüge ein: Auf jedem Flug fliegt er Dutzende steile Bögen, in deren Scheitelpunkt die Menschen an Bord für rund 20 Sekunden schwerelos sind. Raumfahrtagenturen wie CNES, ESA und das deutsche DLR nutzen das Flugzeug für Experimente.

Spannend ist auch seine Vorgeschichte. Die Maschine flog zunächst bei der DDR-Airline Interflug und danach bei der Flugbereitschaft der Bundeswehr als „Konrad Adenauer“. 2014 kaufte Novespace sie, seit März 2015 ist Bordeaux-Mérignac ihre Heimat. Flugkampagnen finden mehrmals im Jahr statt, oft über mehrere Tage am Stück – wer zur richtigen Zeit vor Ort ist, hat gute Chancen.

Zwei gekreuzte Bahnen

Das Bahnsystem besteht aus zwei sich kreuzenden Pisten. Die Hauptbahn 05/23 ist 3.100 Meter lang und verläuft von Nordost nach Südwest. Sie wurde 2011 vollständig erneuert und trägt den allergrößten Teil des Verkehrs. Die Nebenbahn 11/29 misst 2.415 Meter und verläuft annähernd von Ost-Südost nach West-Nordwest. Beide Bahnen sind 45 Meter breit.

Welche Richtung aktiv ist, entscheidet der Wind. Bei schwachem Wind oder Wind aus westlichen Richtungen ist meist die Richtung 23 aktiv – die Flugzeuge landen dann von Nordosten kommend in Richtung Südwesten. Bei Ostwind dreht der Betrieb auf 05. Prüf die aktuelle Lage vor der Abfahrt in einer Flugverfolgung oder einer Wetterkarte; wie das geht, erklären die Beiträge Betriebsrichtung am Flughafen verstehen und Windy und andere Wetterkarten für Spotter.

Diagonale Bahn, wanderndes Licht

Weil die Hauptbahn schräg von Nordost nach Südwest verläuft, wandert die Sonne im Tagesverlauf über beide Bahnseiten. Auf der Südostseite hast du eher vormittags gutes Licht, auf der Nordwestseite eher am Nachmittag und Abend. Mit dem Beitrag zum Sonnenstand am Fotospot planst du das vorher – und Planetrack zeigt dir mit dem Sonnenstand-Planer, wann dein Standpunkt im besten Licht liegt.

Terminals: Hall A, Hall B und Billi

Die Passagierabfertigung verteilt sich auf drei Bereiche. Hall A ist die klassische Halle für internationale Verbindungen; ihr heutiger Bau stammt aus dem Jahr 2005. Hall B eröffnete 1996 auf zwei Ebenen und war ursprünglich für die Verbindungen nach Paris gedacht; heute fertigt dort vor allem Air France ab. Dazu kam 2010 das einstöckige Low-Cost-Terminal Billi, 2015 erweitert, mit Fußwegen über das Vorfeld zum Flugzeug. Die Flughafen-Website nennt aktuell nur noch die Hallen A und B – wie Billi im laufenden Umbau genutzt wird, prüfst du am besten vor der Reise.

Der Flughafen steckt mitten in einem Umbau. Seit Mitte September 2026 kannst du laut Betreiber auf Abflug- und Ankunftsebene nicht mehr direkt von Hall A nach Hall B laufen, sondern musst den Weg außen herum nehmen. Mitte Oktober 2026 hat der Bau eines Verbindungsgebäudes zwischen den beiden Hallen begonnen. Weil sich Wege und Zugänge während der Bauzeit ändern können, lohnt vor dem Besuch ein Blick auf die Website des Flughafens.

Wer in Bordeaux fliegt

Im Linienverkehr dominieren die Billigflieger. easyJet unterhält in Bordeaux eine Basis und fliegt von hier aus ein breites Netz in europäische Städte und Urlaubsregionen. Auch Volotea ist mit einer Basis vertreten und verbindet Bordeaux vor allem mit Zielen in Frankreich und rund ums Mittelmeer. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch Transavia France, Vueling und Wizz Air. Technisch prägt die Airbus-A320-Familie das Bild, bei Transavia ergänzt um die Boeing 737-800.

Bis Herbst 2024 war auch Ryanair ein wichtiger Kunde; zeitweise entfiel rund ein Fünftel der Passagiere auf die Iren. Im Mai 2024 kündigte Ryanair nach einem Streit um höhere Entgelte den Rückzug an, ab November 2024 gab es keine Ryanair-Flüge mehr. Die Lücke ist in den Zahlen von 2025 deutlich sichtbar.

Air France verbindet Bordeaux heute vor allem mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle und mit Lyon. Die früher wichtige Pendelverbindung nach Paris-Orly ist Geschichte: Seit der Schnellfahrstrecke nach Paris fährt der TGV in rund zwei Stunden, und Frankreich hat Inlandsflüge auf Strecken mit schneller Bahnalternative stark eingeschränkt. Die großen Netzairlines bringen Zubringer zu ihren Drehkreuzen: KLM nach Amsterdam, Lufthansa nach Frankfurt und saisonal München, Turkish Airlines nach Istanbul.

Aus Nordafrika kommen Royal Air Maroc und Air Algérie, im Flugplan stehen außerdem Verbindungen nach Tunesien. Echte Langstrecke ist selten: Air Transat fliegt nach Montréal. Weil sich Strecken, Frequenzen und eingesetzte Typen mit jedem Flugplan ändern, gilt hier ausdrücklich Stand Herbst 2026 – vor dem Besuch die Ankunftstafel prüfen.

Verkehrsart Typische Betreiber Was du zu sehen bekommst
Low-Cost und Ferien easyJet, Volotea, Transavia, Vueling, Wizz Air A320-Familie, Boeing 737-800
Inland und Paris-CDG Air France Schmalrumpfjets der A320-Familie
Zubringer zu Drehkreuzen KLM, Lufthansa, Turkish Airlines Schmalrumpf- und Regionaljets
Nordafrika Royal Air Maroc, Air Algérie Airlines, die in Mitteleuropa seltener auftauchen
Langstrecke Air Transat Großraumflugzeug, nur wenige Bewegungen
Werksverkehr Dassault Aviation Rafale und Falcon bei Test- und Abnahmeflügen
Militär und Staat Armée de l’Air et de l’Espace, Sécurité Civile TBM, Hubschrauber, Löschflugzeuge, Gäste anderer Basen

Verkehrsentwicklung: Rekord, Einbruch, Ryanair-Delle

Zwischen 2015 und 2019 wuchs Bordeaux kräftig – von rund 5,3 auf rund 7,7 Millionen Passagiere. 2017 wurde erstmals die Marke von sechs Millionen überschritten, getragen vor allem vom Low-Cost-Verkehr. Die Pandemie ließ die Zahlen 2020 auf rund 2,3 Millionen einbrechen. Bis 2023 erholte sich der Verkehr auf rund 6,6 Millionen, 2024 blieb er etwa auf diesem Niveau. 2025 sank die Zahl nach dem Abzug von Ryanair auf rund 5,9 Millionen; damit lag Bordeaux unter den französischen Flughäfen auf Platz zehn.

Jahr Passagiere (gerundet)
2015 5,3 Mio.
2017 6,2 Mio.
2019 7,7 Mio.
2020 2,3 Mio.
2022 5,7 Mio.
2023 6,6 Mio.
2024 6,6 Mio.
2025 5,9 Mio.

Für dich als Spotter heißt das: Weniger Bewegungen als vor ein paar Jahren, dafür mehr Ruhe, um Kennzeichen sauber zu notieren und auf die Extras zu warten.

Wartung und Industrie rund um den Platz

Neben Dassault sind am Flughafen weitere Luftfahrtbetriebe zu Hause. Der Wartungsspezialist Sabena technics betreut in Bordeaux-Mérignac unter anderem Airbus-Typen und Militärtransporter. Dadurch tauchen auf dem Platz immer wieder Werftgäste auf, die nicht zum regulären Flugplan gehören – ein weiterer Grund, die Augen offen zu halten. Für die Wartung der Flugzeuge der französischen Streitkräfte ist zudem die zuständige Direktion auf der Luftwaffenbasis angesiedelt.

Spotten in Bordeaux: was du wissen musst

Einen offiziellen Spotterbereich weist der Flughafen Bordeaux nicht aus. Wer spotten will, sucht sich öffentlich zugängliche Stellen außerhalb des Zauns, idealerweise in Verlängerung der aktiven Bahn. Weil sich an das Flughafengelände militärische und industrielle Sperrbereiche anschließen, ist hier besondere Vorsicht geboten: Was nach einer harmlosen Straße aussieht, kann an ein Sperrgebiet grenzen. Informier dich vorher in aktuellen Spotterforen über bewährte Standorte und deren Regeln.

Für Landungen und Starts auf der Hauptbahn 05/23 sind die beiden Bahnenden entscheidend. Bei Betriebsrichtung 23 kommen die Landungen von Nordosten, bei Betriebsrichtung 05 von Südwesten. Für formatfüllende Aufnahmen von Schmalrumpfjets reicht meist ein Teleobjektiv um 300 bis 400 Millimeter; für Kampfjets im Steigflug darf es mehr sein. Welche Brennweite wofür passt, erklärt der Beitrag zur Objektivwahl beim Planespotting.

Betriebsrichtung prüfen

Meist ist 23 aktiv, bei Ostwind 05. Daraus ergibt sich, von welcher Seite die Landungen kommen.

Licht und Bahnseite abstimmen

Die Hauptbahn liegt diagonal. Wähl die Seite so, dass du die Sonne im Rücken hast.

Highlights heraussuchen

Langstrecke und Nordafrika-Verkehr kommen nur wenige Male am Tag. Für den A310 ZERO-G lohnt ein Blick auf angekündigte Kampagnen.

Sperrbereiche respektieren

Dassault-Werk und Luftwaffenbasis sind tabu. Bleib auf öffentlichem Grund und halte Abstand zum Zaun.

Kennzeichen notieren

Bei vielen gleichen A320-Jets und Falcons in Grundierung ist das Kennzeichen der einzige Weg, Sichtungen später sauber zuzuordnen.

Frankreich nimmt Sicherheit ernst

An französischen Flughäfen kontrollieren Gendarmerie und Sicherheitsdienst häufig – an einem Platz mit Luftwaffenbasis und Rüstungswerk erst recht. Sperrzonen, Zäune und Hinweisschilder gelten ohne Ausnahme, Drohnen sind in Flughafennähe tabu. Halte einen Ausweis bereit und erkläre ruhig, was du tust. Hintergründe liefern Militärflugplätze fotografieren und Ist Planespotting erlaubt?.

Anreise: Straßenbahn, Shuttle und Auto

Seit 2023 fährt die Straßenbahn bis zum Flughafen. Eine rund fünf Kilometer lange Verlängerung hat den Platz an das Netz von Bordeaux angeschlossen; laut Flughafen bringt dich heute die Linie F in etwa 35 Minuten zum Hôtel de Ville und in etwa 45 Minuten zum Bahnhof Saint-Jean. Werktags und samstags fährt sie alle zehn Minuten, sonntags alle 15 Minuten. Schneller zum Hauptbahnhof geht es mit dem Shuttlebus 30’Direct, der in rund einer halben Stunde nach Saint-Jean fährt. Dazu kommen Buslinien in die Nachbarorte Le Haillan und Pessac.

Mit dem Auto erreichst du den Flughafen über die Ringautobahn von Bordeaux. Für Standorte an den Bahnenden ist ein eigenes Fahrzeug oder ein Fahrrad praktisch, weil die Wege um das große Gelände lang sind. Parkgebühren und Zufahrten können sich während der Bauarbeiten ändern – prüf sie vorher.

Zwischenfälle in der Geschichte

Der schwerste Unfall in der jüngeren Geschichte des Flughafens ereignete sich am 21. Dezember 1987: Eine Embraer EMB 120 Brasilia der Regionalairline Air Littoral stürzte im Anflug auf Bordeaux ab. Alle 16 Menschen an Bord kamen ums Leben. Die Airline selbst gibt es heute nicht mehr; sie stellte 2004 den Betrieb ein.

Bordeaux passt zu dir, wenn …

  • du neben Linienverkehr auch Werks- und Militärflüge sehen willst
  • du auf eine Rafale, eine neue Falcon oder den A310 ZERO-G hoffst
  • du ruhige Tage magst, an denen du jedes Kennzeichen mitschreiben kannst

Bedingt geeignet, wenn …

  • du einen festen, ausgeschilderten Spotterplatz suchst
  • du ohne Auto die Bahnenden erreichen willst

Eher woanders, wenn …

  • du Großraumflugzeuge im Minutentakt erwartest – dafür ist Paris-CDG die bessere Wahl

Bordeaux im Vergleich

Im Südwesten Frankreichs ist Bordeaux der große Nachbar von Toulouse. Wer Airbus-Produktion mit A350-Erstflügen und dem Beluga sehen will, fährt zum Flughafen Toulouse-Blagnac; Tipps dazu stehen im Beitrag Planespotting in Toulouse-Blagnac, und das Museum Aeroscopia liegt gleich nebenan. Die Kombination Bordeaux und Toulouse ergibt so eine Tour durch die beiden großen Luftfahrtindustrien Frankreichs: Dassault hier, Airbus dort.

An der Atlantikküste weiter nördlich liegt der Flughafen Nantes Atlantique mit ähnlichem Low-Cost-Profil. Ein vergleichbar gemischtes Angebot mit mehr Nordafrika-Verkehr findest du am Flughafen Lyon-Saint Exupéry. Wer Langstrecke und das Drehkreuz von Air France sehen will, fährt mit dem TGV in rund zwei Stunden nach Paris und weiter zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle.

Falcons im Kundendienst siehst du besonders häufig am Geschäftsflughafen Paris-Le Bourget, wo alle zwei Jahre auch die Paris Air Show stattfindet. Wie du Businessjets gezielt fotografierst, erklärt Businessjets spotten. Und wenn du die Reise mit weiteren Flughäfen kombinierst, hilft die Checkliste Spotting-Trip planen.

Jede Sichtung in Bordeaux zählt

Beiträge mit Flugzeugdaten, Spot-Karte, Sonnenstand-Planer, Wetter, Wind und Pisten am Flughafen sowie eine Community in einer App – das ist Planetrack. Planetrack startet bald. Die Warteliste findest du unten auf dieser Seite.

Fazit

Bordeaux-Mérignac ist ein Flughafen mit doppeltem Boden. Der Linienverkehr mit easyJet, Volotea, Air France und den Zubringern der Netzairlines ist solide, aber nicht spektakulär – und seit dem Abzug von Ryanair etwas ruhiger. Was den Platz besonders macht, sind die Extras: Dassault montiert hier Rafale und Falcon und schickt sie auf Test- und Abnahmeflüge, die Luftwaffe teilt sich die Bahnen mit den Airlines, und der A310 ZERO-G startet zu seinen Parabelflügen.

Den Unterschied machen wie überall Betriebsrichtung, Licht und Geduld. Wer dazu die strengen Sicherheitsregeln an Werks- und Militärgelände respektiert, kann in Bordeaux Motive ins Logbuch schreiben, die an kaum einem anderen Flughafen Europas zu finden sind.

Kurzfazit

BOD verbindet Low-Cost-Verkehr mit dem Dassault-Werk und der Luftwaffenbasis 106. Plane nach Betriebsrichtung und Sonnenstand, bring Geduld für Werksflüge mit – und halte dich strikt an Sperrbereiche.

Zusammenfassung

  • Bordeaux-Mérignac ist kein großes Drehkreuz, aber einer der vielseitigsten Plätze Frankreichs: Linienverkehr, Luftwaffe und ein Flugzeugwerk teilen sich dieselben Bahnen.
  • Im Airline-Verkehr prägen easyJet und Volotea das Bild, ergänzt um Air France, die Zubringer der Netzairlines und Verbindungen nach Nordafrika.
  • Für Spotter liegt der Reiz in den Extras: Rafale- und Falcon-Flüge von Dassault, Transporter der Luftwaffe und der A310 ZERO-G.
  • Ein ausgewiesener Spotterbereich fehlt; Sicherheitsregeln an Militär- und Werksgelände sind in Frankreich streng.

Häufige Fragen

Was sind die Codes des Flughafens Bordeaux?

Der IATA-Code ist BOD, der ICAO-Code LFBD. BOD steht auf Bordkarten und Gepäckanhängern, LFBD nutzen Flugsicherung und Flugverfolgungsdienste.

Wie viele Start- und Landebahnen hat der Flughafen Bordeaux?

Zwei, die sich kreuzen: die Hauptbahn 05/23 mit 3.100 Metern und die Nebenbahn 11/29 mit 2.415 Metern, beide 45 Meter breit. Der Großteil des Verkehrs läuft über 05/23.

Baut Dassault in Bordeaux wirklich Flugzeuge?

Ja. Am Flughafen liegt das Werk von Dassault Aviation, in dem die Rafale und die Businessjets der Falcon-Familie endmontiert werden. Viele Erstflüge starten hier, etwa der Mystère 20 im Jahr 1963, die Falcon 8X 2015 und die Falcon 10X im Juni 2026.

Darf ich das Dassault-Werk oder die Luftwaffenbasis fotografieren?

Werks- und Militärgelände sind Sperrbereiche, an manchen Stellen gelten ausdrückliche Fotografierverbote. Fotografiere ausschließlich von öffentlich zugänglichem Grund, halte Abstand zu Zäunen und folge Anweisungen von Gendarmerie und Sicherheitsdienst. Mehr dazu im Beitrag Militärflugplätze fotografieren.

Fliegt Ryanair noch nach Bordeaux?

Nein. Nach einem Streit um höhere Flughafenentgelte hat Ryanair ihre Basis aufgegeben; seit November 2024 gibt es keine Ryanair-Flüge mehr ab Bordeaux. Das ist einer der Gründe, warum die Passagierzahl 2025 gesunken ist.

Wie komme ich ohne Auto zum Flughafen Bordeaux?

Mit der Straßenbahn: Laut Flughafen bringt dich die Linie F in rund 35 Minuten zum Hôtel de Ville und in rund 45 Minuten zum Bahnhof Saint-Jean. Schneller zum Bahnhof geht es mit dem Shuttlebus 30’Direct. Für Standorte entlang der Bahnen brauchst du ab dem Terminal eigene Mobilität.

Was ist der A310 ZERO-G?

Ein umgebauter Airbus A310 mit dem Kennzeichen F-WNOV, den der französische Betreiber Novespace für Parabelflüge in Schwerelosigkeit einsetzt. Die Maschine war früher als „Konrad Adenauer“ bei der deutschen Flugbereitschaft im Dienst und ist seit 2015 in Bordeaux-Mérignac stationiert.

Sichtungen rund um Flughafen Bordeaux-Mérignac sammeln

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

U2 / EZY

easyJet

Die orange Low-Cost-Airline aus Luton: ausschließlich Airbus der A320-Familie, Basen in ganz Europa und drei Gesellschaften unter einer Marke – mit britischen, österreichischen und Schweizer Kennzeichen.

V7 / VOE

Volotea

Die spanische Low-Cost-Airline der Vueling-Gründer: Direktflüge zwischen mittelgroßen Städten in Frankreich, Italien und Spanien, eine reine Flotte aus Airbus A319 und A320 – und der Werksshuttle für Airbus.

AF / AFR

Air France

Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.

TO / TVF

Transavia France

Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.

FR / RYR

Ryanair

Europas größte Low-Cost-Airline aus Irland: fast reine Boeing-737-Flotte, Punkt-zu-Punkt-Verkehr statt Drehkreuz und mehrere Schwestergesellschaften, die unter Ryanair-Flugnummern fliegen.

FU / LIT

Air Littoral

Historische französische Regionalairline aus Montpellier. Air Littoral begann 1972 mit einer Islander, brachte die ATR 42 als Erstkunde in den Liniendienst, flog zuletzt CRJ100 und ATR 42-500 und wurde im Februar 2004 eingestellt.

TS / TSC

Air Transat

Kanadas Ferienflieger aus Montréal: Air Transat fliegt mit Airbus A321LR und A330 im Sommer nach Europa und im Winter in die Sonne – und ist mit Berlin auch für deutsche Spotter erreichbar.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Dassault Rafale

Canards dicht vor dem Deltaflügel, zwei seitliche Lufteinlässe, ein fest eingebauter Tankstutzen neben dem Cockpit: Die Rafale ist Frankreichs Allzweck-Kampfjet. So erkennst du sie und ihre Versionen B, C und M.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 8X

Drei Triebwerke am Heck, eines davon mitten im Rumpf: Die Falcon 8X ist der größte Dreistrahler im aktuellen Dassault-Programm. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 7X.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 7X

Drei Triebwerke am Heck, Sidesticks statt Steuerhorn: Die Falcon 7X war 2005 der erste Businessjet mit voller Fly-by-Wire-Steuerung. So erkennst du sie und trennst sie von der fast gleichen Falcon 8X.

Flugzeugtyp

Dassault Falcon 6X

Zwei Triebwerke am Heck, ein auffällig voluminöser Rumpf und dahinter die laut Dassault breiteste Kabine der Geschäftsluftfahrt: Die Falcon 6X ist der große Zweistrahler aus Frankreich. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Airbus A310

Kurz, bullig, mit kleinen Zäunen an den Flügelspitzen: Die A310 war Airbus’ zweiter Großraumjet und lange in Deutschland zu Hause. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst und findest du sie.

Flugzeugtyp

Airbus A320 (ceo)

Der Jet, mit dem Airbus den Kurzstreckenmarkt umgekrempelt hat: Die A320 der ersten Generation ist seit 1988 im Dienst und noch immer an fast jedem Flughafen zu sehen. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Airbus A319

Kurz, kompakt und seit 1996 im Liniendienst: Die A319 ist das gestutzte Mitglied der A320-Familie. So trennst du sie sicher von A318, A320 und A319neo.

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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