Das Wichtigste in Kürze
- Die Falcon 7X ist ein dreistrahliger Langstrecken-Businessjet und war 2005 der erste Geschäftsreisejet mit vollständiger digitaler Fly-by-Wire-Steuerung.
- Schnellster Erkennungsweg: drei Triebwerke am Heck plus tief sitzendes Höhenleitwerk – damit scheiden Gulfstream, Global und fast alle anderen Businessjets aus.
- Die Falcon 8X ist eine gestreckte 7X: gut ein Meter länger, stärkere Triebwerke, mehr Reichweite. Optisch sind beide kaum zu trennen, der Typcode schafft Klarheit.
- Rund 290 Exemplare waren bis Anfang 2020 gebaut – die 7X gehört damit zu den verbreiteten großen Falcons, auch im europäischen Businessjet-Verkehr.
- Auch Regierungen fliegen sie: unter anderem Frankreich, Australien und Belgien nutzen die 7X für Staats- und VIP-Transporte.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Dassault Falcon 7X?
- 2.Der erste Fly-by-Wire-Businessjet
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.Falcon 7X oder Falcon 8X?
- 5.Falcon 7X, 900 oder 6X?
- 6.Falcon 7X, Gulfstream oder Global?
- 7.Die Grounding-Episode von 2011
- 8.Wo du die Falcon 7X antriffst
- 9.Spotting in Genf, Zürich, München und Salzburg
- 10.Fototipps speziell für die Falcon 7X
- 11.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 12.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Dassault Aviation (Frankreich) |
|---|---|
| Familie | Falcon (u. a. Falcon 900, 2000, 6X, 7X, 8X) |
| ICAO-Typcode | FA7X |
| Besonderheit | erster Businessjet mit vollständiger digitaler Fly-by-Wire-Steuerung |
| Erstflug | 5. Mai 2005 in Bordeaux-Mérignac |
| Zulassung | 27. April 2007 (EASA und FAA) |
| Indienststellung | Juni 2007 |
| Triebwerke | 3 × Pratt & Whitney Canada PW307A, je rund 28,5 kN Schub |
| Länge | 23,38 m |
| Spannweite | 26,21 m |
| Höhe | 7,83 m |
| Kabine | rund 11,9 m lang, 2,34 m breit, 1,88 m hoch |
| Passagiere | typisch 12 bis 16 (je nach Einrichtung) |
| Reichweite | rund 5.950 nm, etwa 11.000 km (mit 8 Passagieren) |
| Max. Startgewicht | rund 31,8 t |
| Höchstgeschwindigkeit (MMO) | Mach 0,90 |
| Max. Flughöhe | 51.000 ft |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Drei Triebwerke am Heck: zwei seitlich am Rumpf, das dritte mittig im Rumpfende, mit Lufteinlass oben vor dem Seitenleitwerk
- Das Höhenleitwerk sitzt tief am Fuß des Seitenleitwerks, direkt über der Abgasöffnung des mittleren Triebwerks – kein T-Leitwerk
- Schlanker, langer Rumpf mit ausgedehnter Fensterreihe – deutlich gestreckter als bei der Falcon 900
- Stark gepfeilter Flügel mit nach oben gezogenen Winglets
- Spitz zulaufende Nase und vergleichsweise niedriges Fahrwerk
- Rund 1,1 m kürzer als die äußerlich fast identische Falcon 8X – sicher trennst du beide nur über Typcode (FA7X/FA8X) oder Kennzeichen
Aktualisiert: Oktober 2026 – Auf dem Vorfeld der allgemeinen Luftfahrt steht ein schlanker weißer Jet, und am Heck sitzen drei Triebwerke: zwei seitlich, eines mittig im Rumpf. Das ist eine große Dassault Falcon – und gut möglich eine Falcon 7X, einer der häufigsten großen Dreistrahler im heutigen Businessjet-Verkehr. Hinter der unauffälligen Hülle steckt eine kleine Revolution: Die 7X war der erste Businessjet, der vollständig per Fly-by-Wire gesteuert wird. Wie du sie erkennst, wie du sie von der fast identischen Falcon 8X trennst und wo du in Deutschland, Österreich und der Schweiz gute Chancen hast, erfährst du hier.
FA7X im Hangar abhaken
Mit Planetrack hältst du jede Falcon-Sichtung mit Foto, Kennzeichen, Flughafen und Spot fest und baust dir deine eigene Businessjet-Sammlung auf. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Was ist die Dassault Falcon 7X?
Die Falcon 7X ist ein dreistrahliger Langstrecken-Businessjet von Dassault Aviation, dem französischen Hersteller, der auch die Rafale baut. In typischer Einrichtung bietet sie 12 bis 16 Passagieren Platz. Die Kabine ist rund 11,9 Meter lang, 2,34 Meter breit und 1,88 Meter hoch – derselbe Querschnitt wie bei Falcon 900 und Falcon 2000. Die Reichweite liegt bei rund 5.950 nautischen Meilen, also etwa 11.000 Kilometern mit acht Passagieren. Rechnerisch reicht das für Strecken wie Paris–Tokio nonstop, abhängig von Wind und Zuladung.
Der Prototyp startete am 5. Mai 2005 in Bordeaux-Mérignac zum Erstflug. Am 27. April 2007 erteilten die europäische EASA und die amerikanische FAA gemeinsam die Zulassung, im Juni 2007 ging die erste Maschine an einen Kunden. Die Nachfrage war groß: Bereits im November 2010 lieferte Dassault die hundertste 7X aus, bis Anfang 2020 waren rund 290 Exemplare gebaut.
Der erste Fly-by-Wire-Businessjet
Bei klassischen Businessjets übertragen Seilzüge, Stangen und Hydraulik die Bewegungen des Steuerhorns auf die Ruder. In der Falcon 7X gibt es diese mechanische Verbindung nicht mehr. Die Piloten bewegen Sidesticks links und rechts im Cockpit, und digitale Flugsteuerrechner setzen die Eingaben in Ruderausschläge um. Die Rechner schützen dabei den Flugbereich: Sie verhindern etwa, dass die Maschine in zu steile Fluglagen oder zu niedrige Geschwindigkeiten gerät.
Neu war die Technik für Dassault nicht. Der Hersteller hatte Fly-by-Wire bereits in seinen Kampfflugzeugen eingesetzt, etwa in der Mirage 2000 und der Rafale. Mit der 7X brachte er dieses Wissen erstmals in die Geschäftsluftfahrt. Airliner wie die Airbus A320 flogen zwar schon seit den späten 1980er-Jahren per Fly-by-Wire, im Businessjet-Segment war die 7X aber die erste ihrer Art. Gulfstream und Embraer zogen später mit eigenen Fly-by-Wire-Modellen nach.
Ebenfalls bemerkenswert: Laut Dassault war die 7X das erste Flugzeug, das komplett auf einer virtuellen Plattform entworfen wurde. Konstruktion, Fertigungsplanung und Abstimmung mit Zulieferern liefen über die Software CATIA und die Produktdatenwerkzeuge der Schwesterfirma Dassault Systèmes.
Für Spotter ist die Fly-by-Wire-Steuerung von außen natürlich unsichtbar. Sie erklärt aber, warum die 7X so wichtig ist: Ihre Architektur bildet die Basis für die Falcon 8X und floss auch in die zweistrahlige Falcon 6X ein.
Praxis-Tipp: Erst Kennzeichen, dann Motiv
Große Falcons parken oft auf abgelegenen Vorfeldern der allgemeinen Luftfahrt. Fotografiere bei jeder Sichtung zuerst das Kennzeichen am Rumpfheck – zwischen 7X und 8X ist es der einzige sichere Unterschied. In Planetrack ordnest du die Sichtung danach Typ, Flughafen und Spot zu.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Viele Businessjets sehen sich auf den ersten Blick ähnlich: weiß lackiert, Triebwerke am Heck, kaum Logos. Bei der Falcon 7X genügen drei Beobachtungen.
Triebwerke zählen
Zwei Triebwerke hängen seitlich am Heck, das dritte steckt mittig im Rumpfende. Seinen Lufteinlass siehst du als Öffnung oben auf dem Rumpf direkt vor dem Seitenleitwerk. Drei Triebwerke heißen bei aktuellen Businessjets praktisch immer: Dassault Falcon.
Leitwerk anschauen
Das Höhenleitwerk sitzt tief am Fuß des Seitenleitwerks, unmittelbar über der Abgasöffnung des mittleren Triebwerks. Bei der älteren Falcon 900 sitzt es etwas höher. Ein T-Leitwerk wie bei Gulfstream oder Bombardier gibt es nicht.
Proportionen und Typcode prüfen
Wirkt der Rumpf lang und schlank, mit stark gepfeiltem Flügel, ist es eine 7X oder 8X statt einer Falcon 900. Endgültige Klarheit bringt der Typcode FA7X im Tracking-Dienst oder die Kennzeichen-Abfrage.
Wie Kennzeichen aufgebaut sind und welches Land hinter welchem Präfix steckt, erklärt der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen. Begegnet dir eine 7X mit HB-Kennzeichen, hilft der Guide zu Schweizer HB-Kennzeichen beim Einordnen.
Falcon 7X oder Falcon 8X?
Das ist die eigentliche Herausforderung bei diesem Typ. Dassault stellte die 8X 2014 vor, sie flog 2015 erstmals und kam 2016 zu den ersten Kunden. Rechtlich ist sie keine eigenständige Neuentwicklung: Die EASA nahm sie im Juni 2016 als Untervariante in die Musterzulassung der 7X auf.
| Merkmal | Falcon 7X | Falcon 8X |
|---|---|---|
| ICAO-Typcode | FA7X | FA8X |
| Erstflug | Mai 2005 | Februar 2015 |
| Länge | 23,38 m | 24,46 m |
| Spannweite | 26,21 m | 26,29 m |
| Höhe | 7,83 m | 7,94 m |
| Kabinenlänge | ca. 11,9 m | ca. 13 m |
| Triebwerke | 3 × PW307A | 3 × PW307D |
| Max. Startgewicht | ca. 31,8 t | ca. 33,1 t |
| Reichweite | ca. 5.950 nm | ca. 6.450 nm |
Die Zahlen zeigen das Problem: Spannweite und Höhe unterscheiden sich nur um Zentimeter, die Länge um gut einen Meter. Steht nur eine Maschine vor dir, kannst du das mit bloßem Auge kaum beurteilen. Im direkten Vergleich wirkt die 8X etwas gestreckter, ihre Fensterreihe ist länger. Doch auch die Zahl der Fenster hängt von der Kabineneinrichtung ab und taugt nicht als sicheres Kriterium.
Die Abgrenzung gelingt deshalb über Daten: Tracking-Dienste zeigen FA7X oder FA8X, und das Kennzeichen lässt sich in Registern oder Datenbanken nachschlagen. Wie du eine bestimmte Maschine verfolgst, steht im Beitrag Flugzeug per Kennzeichen verfolgen.
Falcon 7X, 900 oder 6X?
Innerhalb der Falcon-Familie gibt es zwei weitere Verwechslungskandidaten.
Die Falcon 900 ist der ältere Dreistrahler. Sie hat denselben Kabinenquerschnitt und ebenfalls drei Hecktriebwerke, ist aber kürzer, gedrungener und konventionell gesteuert. Ihr Flügel ist weniger stark gepfeilt, das Höhenleitwerk sitzt sichtbar höher am Seitenleitwerk. Die 7X ist keine gestreckte 900, sondern eine weitgehende Neukonstruktion mit eigenem Flügel.
Die Falcon 6X ist Dassaults großer Zweistrahler mit besonders breiter und hoher Kabine. Siehst du nur zwei Triebwerke am Heck, ist es keine 7X. Die kleinere Falcon 2000 hat ebenfalls nur zwei Triebwerke und einen deutlich kürzeren Rumpf.
Schnellbestimmung: große Falcon
Falcon 7X (oder 8X)
Drei Triebwerke, tief sitzendes Höhenleitwerk und ein langer Rumpf: Das sind die Fly-by-Wire-Falcons. Ob 7X oder 8X, entscheidet der Typcode.
Falcon 900
Der kürzere Rumpf und das höher angesetzte Höhenleitwerk sprechen für die ältere Dreistrahler-Falcon.
Falcon 6X oder Falcon 2000
Zwei Triebwerke schließen die 7X aus. Ein sehr großer, hoher Rumpf deutet auf die 6X, ein kompakter auf die Falcon 2000.
Falcon 7X, Gulfstream oder Global?
Im Markt der großen Langstrecken-Businessjets konkurriert die 7X mit Modellen wie der Gulfstream G650, der Gulfstream G550 und der Bombardier Global 6000. Optisch ist die Trennung einfach: Gulfstream und Bombardier setzen auf zwei Triebwerke und ein T-Leitwerk, bei dem das Höhenleitwerk oben auf dem Seitenleitwerk thront. Gulfstreams verraten sich zusätzlich durch ihre großen, liegenden Ovalfenster.
Dassault wirbt bei der 7X mit niedrigerem Verbrauch und guten Kurzstartleistungen. Wie gut der Jet auf kurzen Pisten zurechtkommt, zeigte ein Rekordflug im Mai 2014: Eine 7X flog in 5 Stunden und 54 Minuten von Teterboro bei New York nonstop zum London City Airport mit seiner kurzen Innenstadtpiste. Einen systematischen Überblick über die Typen bietet der Beitrag Businessjet-Typen unterscheiden.
Dreistrahler waren früher auch bei Airlinern verbreitet, etwa die Boeing 727-200 mit ihren drei Hecktriebwerken oder die Lockheed L-1011 TriStar. Heute sind die großen Falcons die einzigen neu gebauten Dreistrahler, die du regelmäßig zu sehen bekommst.
Die Grounding-Episode von 2011
Ein Kapitel der 7X-Geschichte kennen viele Spotter nur aus Schlagzeilen. Im Mai 2011 verstellte sich bei einer in der Schweiz registrierten 7X im Sinkflug auf Subang in Malaysia die Trimmung der Höhenflosse unkontrolliert. Die Maschine bäumte sich stark auf, die Piloten konnten sie aber abfangen und sicher landen. Die EASA reagierte am 26. Mai 2011 mit einer Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung, die den Flugbetrieb der 7X stoppte.
Dassault entwickelte innerhalb weniger Wochen Änderungen, mit denen die Flotte im Juni 2011 wieder abheben durfte. Die französische Untersuchungsbehörde BEA legte ihren Abschlussbericht 2016 vor: Ursache war ein Lötfehler in einem elektronischen Steuergerät, das falsche Trimmbefehle an die Höhenflosse gab. Seither fliegt die 7X wieder regulär im weltweiten Einsatz.
Wo du die Falcon 7X antriffst
Businessjets fliegen keine festen Linien. Die 7X erscheint dort, wo ihre Besitzer, Charterkunden oder Regierungen hinwollen. Neben Charter- und Managementfirmen sowie Unternehmen setzen auch zahlreiche Staaten den Typ ein: Frankreichs Luftwaffe nutzt seit 2009 zwei 7X für Regierungsflüge, die Royal Australian Air Force hat drei Maschinen für VIP-Transporte geleast, und auch Belgien, Ungarn, Griechenland und Monaco gehören zu den staatlichen Nutzern. Wie du solche Maschinen erkennst, erklärt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
Schweiz: Der Flughafen Genf ist für Falcon-Fans einer der besten Plätze Europas. Internationale Organisationen, Banken und Privatkunden sorgen ganzjährig für starken Businessjet-Verkehr. Am Flughafen Zürich gibt es rund um das Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar einen Ansturm großer Jets.
Deutschland: Am Flughafen München bringen Messen und die Sicherheitskonferenz zusätzlichen Geschäfts- und Regierungsverkehr. Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg sehen die 7X ebenfalls, aber unregelmäßig.
Österreich: Am Flughafen Salzburg lohnt der Blick zur Festspielzeit und in der Wintersaison, wenn Privatreisende in die Stadt und in die Skigebiete fliegen.
Frankreich: Der Flughafen Paris-Le Bourget ist Europas großes Businessjet-Drehkreuz – und Falcons sind dort Heimspiel. Was du beim Fotografieren in Frankreich beachten solltest, steht im Beitrag Spotting in Frankreich: Regeln.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| Paris-Le Bourget | sehr hoch | Europas größter Businessjet-Flughafen, Falcon-Heimat |
| Genf | hoch | Ganzjährig starker Businessjet-Verkehr |
| Zürich (Januar, WEF) | hoch | Viele Langstrecken-Businessjets in kurzer Zeit |
| München, Salzburg | mittel | Messen, Konferenzen, Saisonverkehr |
| Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf | niedrig bis mittel | Unregelmäßige Einzelankünfte |
Keine Flugpläne, viele Überraschungen
Businessjets stehen in keinem veröffentlichten Flugplan, und manche Betreiber lassen ihre Daten in Tracking-Diensten filtern. Plane mit Wahrscheinlichkeiten statt festen Zeiten und prüfe während deiner Session immer wieder, ob eine FA7X im Anflug ist.
Wie du Flüge live verfolgst und was ADS-B-Daten verraten, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Keine Falcon mehr verpassen
Richte einen Sichtungs-Alarm für den Typ FA7X oder einzelne Kennzeichen ein – Planetrack benachrichtigt dich, sobald eine Falcon 7X anfliegt oder landet. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting in Genf, Zürich, München und Salzburg
In Genf ist die Aussichtsterrasse der naheliegende Startpunkt – mehr Spots und Abläufe beschreibt der Guide Planespotting in Genf. In Zürich bietet der Butzenbüel gute Perspektiven auf Landungen. In München hast du vom Besucherhügel Vorfeld und Pisten im Blick, in Salzburg von der Besucherterrasse. Welche Piste gerade genutzt wird, hängt vom Wind ab – wie du die Betriebsrichtung vorab einschätzt, steht im Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen.
Bereit für die Falcon-Jagd?
- Ich habe geprüft, ob am Zielflughafen gerade ein größeres Ereignis stattfindet.
- Ich habe einen Tracking-Dienst mit Filter auf FA7X offen.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich habe genug Brennweite für Maschinen auf entfernten Vorfeldern dabei.
Ob dein Standpunkt rechtlich unproblematisch ist, klärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?. Bei Gipfeltreffen und Staatsbesuchen gelten oft erweiterte Sicherheitsbereiche – halte dich an Absperrungen.
Fototipps speziell für die Falcon 7X
Mit gut 23 Metern Länge ist die 7X kleiner als jeder Mittelstreckenjet einer Airline. Das hat Folgen für Brennweite und Bildaufbau.
Mehr Brennweite einplanen
Für formatfüllende Bilder brauchst du mehr Brennweite als bei Linienjets, besonders auf entfernten GA-Vorfeldern. Welche Objektive passen, steht im Guide Brennweite fürs Planespotting.
Das Heck in Szene setzen
Die drei Triebwerke sind das Markenzeichen. Ein Winkel leicht schräg von hinten oder ein Seitenprofil mit sichtbarem Lufteinlass macht die Falcon auf dem Foto eindeutig.
Weiß braucht Licht im Rücken
Die meisten 7X sind fast komplett weiß. Gegenlicht schluckt jede Zeichnung, mit der Sonne im Rücken bleiben Fenster und Konturen erhalten. Belichte eher etwas knapper.
Schnell bereit sein
Die 7X landet mit niedriger Anfluggeschwindigkeit und kommt schnell zum Stehen. Halte dich bereit, bevor sie hinter Hangars verschwindet.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du vorab – wie, zeigt der Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Weitere Raritäten behandelt der Beitrag Seltene Flugzeuge spotten.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die Falcon 7X, wenn …
- drei Triebwerke am Heck sitzen, eines davon mittig im Rumpf
- das Höhenleitwerk tief am Fuß des Seitenleitwerks sitzt
- der Rumpf lang und schlank wirkt, der Flügel stark gepfeilt
- im Tracking-Dienst FA7X steht
Sieh genauer hin, wenn …
- alles passt, du aber keinen Typcode hast – dann kann es auch eine Falcon 8X sein
- die Maschine kürzer wirkt und das Höhenleitwerk höher sitzt – dann eher Falcon 900
- du sie nur aus großer Entfernung auf dem Vorfeld siehst
Es ist keine Falcon 7X, wenn …
- nur zwei Triebwerke zu sehen sind – dann etwa Falcon 6X, 2000, Global oder Gulfstream
- ein T-Leitwerk zu sehen ist
- vorn ein Propeller sitzt, etwa bei der Pilatus PC-12
Wie Typcodes wie FA7X aufgebaut sind, erklärt der Beitrag IATA- und ICAO-Codes erklärt.
Fazit
Die Falcon 7X ist ein Meilenstein der Geschäftsluftfahrt: der erste Businessjet mit vollständiger Fly-by-Wire-Steuerung und die Grundlage der heutigen großen Falcons. Für Spotter ist sie leicht einzugrenzen, denn drei Hecktriebwerke schließen fast alle Konkurrenten aus. Knifflig wird es nur gegenüber der Falcon 8X, die ihr bis auf gut einen Meter Rumpf gleicht. Hier entscheidet der Typcode.
Kurzfazit
Drei Hecktriebwerke, tief sitzendes Höhenleitwerk, langer schlanker Rumpf: Das ist eine Fly-by-Wire-Falcon. Ob 7X oder 8X, verrät der Typcode – wer gezielt sucht, filtert nach FA7X und plant Genf, Zürich, München oder Le Bourget ein.
Zusammenfassung
- Dassault ließ die Falcon 7X am 5. Mai 2005 in Bordeaux-Mérignac zum Erstflug starten; EASA und FAA erteilten die Zulassung am 27. April 2007, im Juni 2007 ging sie in Dienst.
- Sie kombiniert eine digitale Fly-by-Wire-Steuerung mit Sidesticks, einen neu entworfenen Flügel und drei PW307A-Triebwerke von Pratt & Whitney Canada.
- Laut Dassault war sie das erste Flugzeug, das vollständig auf einer virtuellen Plattform konstruiert wurde.
- Die Falcon 8X von 2016 basiert direkt auf ihr und teilt sogar die Musterzulassung; außen unterscheidet beide vor allem die Rumpflänge.
Häufige Fragen
Welchen ICAO-Typcode hat die Falcon 7X?
Die Falcon 7X läuft unter FA7X. Die gestreckte Falcon 8X erscheint als FA8X, die zweistrahlige Falcon 6X als FA6X und die Falcon-900-Familie als F900. Mit FA7X filterst du in Tracking-Diensten gezielt nach der 7X.
Was bedeutet Fly-by-Wire bei der Falcon 7X?
Die Steuereingaben der Piloten gehen nicht über Seile und Gestänge, sondern elektrisch an Flugsteuerrechner, die die Ruder bewegen. Die Piloten nutzen Sidesticks statt eines klassischen Steuerhorns. Dassault hatte die Technik aus seinen Kampfflugzeugen wie Mirage 2000 und Rafale übernommen; die 7X war damit der erste Businessjet mit voller digitaler Fly-by-Wire-Steuerung.
Wie unterscheide ich Falcon 7X und Falcon 8X?
Beide teilen Leitwerk, Triebwerksanordnung und Flügelgrundriss. Die 8X ist mit 24,46 Metern rund 1,1 Meter länger als die 7X mit 23,38 Metern, was nur im direkten Vergleich auffällt. Zuverlässig ist allein der Typcode im Tracking-Dienst oder die Abfrage des Kennzeichens.
Wie unterscheide ich die Falcon 7X von der Falcon 900?
Auch die Falcon 900 hat drei Hecktriebwerke. Sie ist aber kürzer und gedrungener, ihr Höhenleitwerk sitzt ein Stück höher am Seitenleitwerk, und sie wird konventionell gesteuert. Die 7X wirkt deutlich gestreckter und hat einen schlankeren, stärker gepfeilten Flügel.
Welche Triebwerke hat die Falcon 7X?
Drei Pratt & Whitney Canada PW307A mit jeweils rund 6.400 lbf, also etwa 28,5 Kilonewton Schub. Die Falcon 8X nutzt die leicht stärkere Version PW307D.
Warum wurde die Falcon 7X 2011 vorübergehend gegroundet?
Im Mai 2011 kam es bei einer 7X im Sinkflug über Malaysia zu einer unkontrollierten Verstellung der Höhenflossen-Trimmung. Die Besatzung bekam die Maschine wieder unter Kontrolle, die EASA ließ die Flotte aber per Notfall-Lufttüchtigkeitsanweisung am Boden. Nach Änderungen durch Dassault flogen die Jets wieder. Die französische Untersuchungsbehörde BEA fand später einen Lötfehler in einem Steuergerät der Trimmung als Ursache.
Wo sehe ich in der DACH-Region eine Falcon 7X?
Am ehesten an Flughäfen mit viel Geschäftsreiseverkehr: Genf, Zürich (besonders rund um das WEF im Januar), München und Salzburg. Feste Zeiten gibt es nicht – Businessjets fliegen nach Bedarf. Mit dem Filter FA7X in einem Tracking-Dienst erkennst du anfliegende Maschinen frühzeitig.
Dassault Falcon 7X sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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Wo du die Dassault Falcon 7X siehst
Konkrete Standpunkte mit Betriebsrichtung, Lichtzeiten, Koordinaten und einer ehrlichen Einschätzung, ob sich die Anreise lohnt.
Aussichtsterrasse Flughafen Genf
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