Das Wichtigste in Kürze
- Die A319 ist die verkürzte A320: gleicher Rumpfquerschnitt, gleiches Cockpit, aber rund 3,7 m weniger Länge und typisch 110 bis 140 Sitze.
- Schnellster Erkennungsweg: Zähl die Notausstiege über dem Flügel. Einer pro Seite spricht für die A319, zwei für die A320.
- Erstflug war 1995 in Hamburg, die Endmontage der A319 lag bei Airbus in Finkenwerder.
- Die ceo-Version erkennst du an den schlanken Triebwerken – die A319neo trägt deutlich dickere LEAP- oder PW1100G-Gondeln.
- Im Flugplan und in Tracking-Apps erscheint der Typ als A319, die neo-Version als A19N.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Was ist die Airbus A319?
- 2.Geschichte: aus Hamburg in die Welt
- 3.Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
- 4.A319, A318, A320 oder A321?
- 5.A319ceo oder A319neo?
- 6.Wo du die A319 antriffst
- 7.Spotting-Tipps: wo die A319 vor die Linse kommt
- 8.Fototipps speziell für die A319
- 9.Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
- 10.Fazit
Steckbrief
| Hersteller | Airbus |
|---|---|
| Familie | A320ceo-Familie (A318, A319, A320, A321) |
| ICAO-Typcode | A319 |
| Erstflug | 25. August 1995 in Hamburg-Finkenwerder |
| Indienststellung | April 1996 bei Swissair |
| Triebwerke | 2 × CFM International CFM56-5 oder IAE V2500-A5 |
| Länge | 33,84 m |
| Spannweite | 35,80 m mit Sharklets |
| Höhe | 11,76 m |
| Rumpfbreite außen | 3,95 m |
| Sitzplätze | typisch 110 bis 140 in zwei Klassen, maximal 156 |
| Reichweite (Herstellerangabe) | rund 6.950 km mit Sharklets |
| Max. Startgewicht | 75,5 t |
| Max. Betriebsgeschwindigkeit | Mach 0,82 |
Erkennungsmerkmale
Hast du wirklich diesen Flugzeugtyp vor dir?
- Typische A320-Familien-Nase mit vier großen Cockpitscheiben und schräg abgesetztem Seitenfenster
- Sichtbar kurzer, gedrungener Rumpf – rund 3,7 m kürzer als die A320, die Flügel wirken im Verhältnis groß
- In der Standardversion nur ein Notausstieg pro Seite über dem Flügel; die A320 hat zwei
- Flügelspitzen mit kleinen, dreieckigen Wingtip Fences oder mit hohen, gebogenen Sharklets
- Schlanke Triebwerksgondeln vom Typ CFM56 oder V2500 – deutlich kleiner als bei der A319neo
- Normales Seitenleitwerk ohne Verlängerung – die noch kürzere A318 hat ein höheres Leitwerk
Aktualisiert: Oktober 2026 – Ein schmaler Airbus rollt zur Piste, die Nase kennst du von der A320, aber irgendetwas wirkt kürzer und stämmiger: Sehr wahrscheinlich steht da eine Airbus A319. Sie gehört seit Mitte der 1990er zum Alltag an europäischen Flughäfen und wird deshalb oft übersehen. Auf dieser Seite erfährst du, wie du sie sicher von A320, A318 und A319neo unterscheidest, wer sie im deutschsprachigen Raum noch fliegt und warum es sich lohnt, sie gerade jetzt bewusst zu fotografieren.
Jede A319 sauber dokumentieren
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Was ist die Airbus A319?
Die A319 ist die verkürzte Version der A320 und damit das zweitkleinste Mitglied der klassischen A320-Familie. Airbus hat sie aus dem Rumpf der A320 abgeleitet: Querschnitt, Cockpit, Flügel und Systeme sind weitgehend gleich, nur vor und hinter dem Flügel fehlen Rumpfsegmente. Das Ergebnis ist ein Schmalrumpfjet mit einer Gesamtlänge von 33,84 Metern – rund 3,7 Meter weniger als bei der A320.
In der Kabine finden laut Airbus typischerweise 110 bis 140 Fluggäste in zwei Klassen Platz, als Höchstwert nennt der Hersteller 156 Sitze. Weil sie leichter ist als die A320, kommt sie weiter: Mit Sharklets nennt Airbus rund 6.950 Kilometer Reichweite. Das macht die A319 zum flexiblen Werkzeug für dünnere Strecken, für Flughäfen mit kürzeren Pisten und für Airlines, die mit einer einheitlichen Familie verschiedene Größen abdecken wollen. Piloten mit A320-Berechtigung dürfen sie ohne eigene Musterberechtigung fliegen.
Die ceo-Generation – „current engine option“ – fliegt mit zwei Triebwerken vom Typ CFM56-5 oder IAE V2500-A5. Das Kürzel ceo kam erst später dazu, als Airbus mit der neo eine neue Triebwerksgeneration einführte. Mehr zur Herstellerseite liest du im Porträt von Airbus.
Geschichte: aus Hamburg in die Welt
Airbus bot die verkürzte A320 ab 1992 an und startete das Programm im Juni 1993. Erstkunde war der Leasinggeber ILFC. Am 25. August 1995 hob die erste A319 in Hamburg-Finkenwerder zum Erstflug ab – passend, denn die Endmontage der A319 lag in Hamburg. Die europäische Zulassung folgte im April 1996, im selben Monat ging der Typ bei Swissair in den Liniendienst. Die Swissair-Maschinen wechselten 2002 zur neu gegründeten Swiss.
Auch für deutsche Spotter ist die A319 von Anfang an ein Heimspiel: Lufthansa nahm ihre erste A319, D-AILA „Frankfurt (Oder)“, im Sommer 1996 in Dienst. Später kam eine zweite Endmontagelinie in Tianjin in China hinzu.
Über die Jahre entstanden mehrere Ableger:
- ACJ319 (früher A319CJ): Business- und Regierungsjet mit Zusatztanks im Frachtraum und deutlich mehr Reichweite.
- A319LR: Langstreckenversion mit Zusatztanks im Frachtraum. PrivatAir flog damit im Auftrag der Lufthansa reine Business-Class-Verbindungen in die USA, auch Qatar Airways setzte die Variante ein.
- A319neo: Neue Triebwerke und Sharklets ab Werk. Laut Bestellstatistik ist sie mit nur wenigen Dutzend Bestellungen ein Nischenmodell geblieben.
Insgesamt hat Airbus nach Angaben aus der Bestellstatistik (Stand 2025) knapp 1.500 A319ceo ausgeliefert. Damit ist sie im Vergleich zur A320 und A321 zwar kein Bestseller, aber ein Typ, den du an praktisch jedem größeren europäischen Flughafen schon gesehen hast.
Die drei Merkmale, die zur Bestimmung reichen
Innerhalb der A320-Familie sehen alle Mitglieder von vorn fast gleich aus. Den Unterschied machen Länge, Ausstiege und Leitwerk.
Proportionen ansehen
Die A319 wirkt kurz und kompakt, der Flügel sitzt optisch fast in der Rumpfmitte und erscheint im Verhältnis groß. Bei der A321 dagegen ragt der Rumpf weit vor und hinter den Flügel.
Notausstiege zählen
Über dem Flügel hat die Standard-A319 nur eine Notausstiegstür pro Seite. Die A320 hat zwei. Am Rumpf erkennst du sie als kleine, rechteckige Türumrisse zwischen den Fenstern.
Leitwerk und Triebwerke prüfen
Ein normal hohes Seitenleitwerk schließt die A318 aus. Schlanke Triebwerksgondeln zeigen dir, dass es die ceo und nicht die A319neo ist.
Diese Kombination grenzt in den allermeisten Fällen sicher ein. Am Ende bestätigt das Kennzeichen den Typ – damit schlägst du die Maschine in jeder Datenbank nach. Wie du Kennzeichen liest und was die Länderpräfixe bedeuten, erklärt der Guide Flugzeug-Kennzeichen verstehen.
Achtung bei dicht bestuhlten A319
Wer die maximale Sitzzahl von 156 nutzen will, braucht zwei Notausstiege pro Seite. easyJet hat solche A319 in großer Zahl betrieben. Bei diesen Maschinen funktioniert die Türregel nicht – dann helfen nur die kürzeren Proportionen und das Kennzeichen.
A319, A318, A320 oder A321?
Die vier ceo-Mitglieder teilen Cockpit, Rumpfquerschnitt und Flügelgrundriss. Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| Merkmal | A318 | A319 | A320 | A321 |
|---|---|---|---|---|
| ICAO-Typcode | A318 | A319 | A320 | A321 |
| Länge | 31,44 m | 33,84 m | 37,57 m | 44,51 m |
| Notausstiege über dem Flügel (pro Seite) | 1 | 1 (dicht bestuhlt: 2) | 2 | keine, dafür zusätzliche Türen vor und hinter dem Flügel |
| Seitenleitwerk | erhöht | normal | normal | normal |
| Typische Wirkung | sehr kurz, hohes Heck | kompakt, Flügel dominiert | ausgewogen | lang gestreckt |
Die Tabelle zeigt: Für die A319 sind nur zwei Nachbarn wirklich gefährlich. Die A318 erkennst du am höheren Leitwerk und ist heute ohnehin selten. Die A320 trennst du über die Ausstiege und das Rumpfverhältnis. Die A321 verrät sich durch ihre Länge und die anders angeordneten Türen fast immer von selbst.
A319ceo oder A319neo?
Die neo-Version ist bisher nur in kleiner Stückzahl bestellt worden, du wirst sie also seltener sehen. Verwechseln kannst du sie trotzdem, weil Rumpf und Länge praktisch identisch sind. Den Ausschlag geben die Triebwerke: Die neo trägt CFM LEAP-1A oder Pratt & Whitney PW1100G mit sichtbar größerem Durchmesser, die Gondeln sitzen höher und weiter vorn unter dem Flügel. Außerdem hat jede neo ab Werk Sharklets – bei der ceo sind sie optional oder wurden nachgerüstet. Wie die neo-Familie im Detail aussieht, zeigt die Seite zur A320neo.
Die Flügelspitzen helfen dir bei der ceo trotzdem weiter: Ältere A319 tragen kleine, dreieckige Wingtip Fences, die nach oben und unten über die Flügelspitze ragen. Seit den 2010er-Jahren bot Airbus die hohen, gebogenen Sharklets an, mit denen die Spannweite auf 35,80 Meter wächst. Siehst du Fences, ist es sicher eine ceo.
Schnellbestimmung: kleiner Airbus-Schmalrumpf
Airbus A319 (ceo)
Kurzer Rumpf, ein Ausstieg pro Seite und schlanke Triebwerke sind das typische A319-Bild. Prüf zur Sicherheit das Kennzeichen.
Airbus A318
Ein besonders kurzer Rumpf mit hohem Seitenleitwerk spricht für das „Baby“ der Familie. Der Typ ist selten geworden – ein guter Fang für deinen Hangar.
Airbus A320 – oder eine dicht bestuhlte A319
Zwei Ausstiege pro Seite deuten meist auf die A320. Wirkt der Rumpf trotzdem kurz, kann es eine A319 mit hoher Sitzzahl sein.
Eine neo-Version
Große, rundliche Triebwerke gehören zur neo-Generation. Bei kurzem Rumpf ist es eine A319neo, sonst A320neo oder A321neo.
Außerhalb der Airbus-Welt ist die Boeing 737-700 der direkte Konkurrent. Sie hat eine spitzere Nase, abgeflachte Triebwerkseinläufe und ein kürzeres Fahrwerk, sodass sie tiefer über dem Boden steht. Die Grundregeln dazu findest du im Beitrag Airbus und Boeing unterscheiden.
Wo du die A319 antriffst
Im deutschsprachigen Raum ist die A319 vor allem mit dem Lufthansa-Konzern verbunden. Lufthansa setzt sie seit 1996 ein, Eurowings betreibt eine eigene A319-Teilflotte, die in den vergangenen Jahren allerdings geschrumpft ist. 2024 gab Eurowings mehrere A319 als Übergangslösung an die neue Lufthansa City Airlines in München ab, die ihren Flugbetrieb im Juni 2024 aufnahm. In der Schweiz begann die Geschichte des Typs mit Swissair; wie viele A319 heute noch bei Swiss fliegen, prüfst du am besten im aktuellen Flugplan. Lufthansa und Swiss gehören zur Lufthansa Group und zur Star Alliance.
Der zweite große Name ist easyJet. Die Airline war über Jahre einer der weltweit größten A319-Betreiber, will den Typ nach eigenen Angaben aber bis Ende September 2029 vollständig ausflotten und durch A320neo und A321neo ersetzen. In den USA fliegen American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines noch größere A319-Flotten.
Eine Besonderheit für Spotter ist die Flugbereitschaft des BMVg: Die Luftwaffe nutzt A319 für Regierungs- und VIP-Flüge, dazu kommt eine von Lufthansa Technik umgebaute Beobachtungsmaschine für Missionen nach dem Vertrag über den Offenen Himmel, die 2019 übergeben wurde. Wie du Regierungsflieger planst, erklärt der Beitrag Regierungsflugzeuge spotten.
| Ort | Trefferchance | Warum |
|---|---|---|
| München | hoch | Lufthansa-Drehkreuz und Basis von Lufthansa City Airlines |
| Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg | mittel bis hoch | Eurowings-Verkehr und Lufthansa-Zubringer |
| Berlin | mittel | easyJet-Verkehr, Regierungsflüge der Flugbereitschaft |
| Zürich | mittel | Swiss-Europaverkehr, aktuellen Stand prüfen |
Die ceo-Flotten schrumpfen
Viele Airlines ersetzen ihre A319 gerade durch neo-Modelle oder die A220. Welche Strecken der Typ noch fliegt, verschiebt sich mit jedem Flugplanwechsel. Prüf vor deiner Tour Ankünfte und Abflüge nach dem Typcode A319.
Wie du solche Flüge live verfolgst, zeigt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Letzte A319 nicht verpassen
Setz die A319 oder ein bestimmtes Kennzeichen auf deine Wunschliste und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegt. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Spotting-Tipps: wo die A319 vor die Linse kommt
In München ist der Besucherhügel der klassische Startpunkt. Von dort siehst du Lufthansa-Verkehr auf dem Vorfeld und kannst die kleinen Airbusse gut nebeneinander vergleichen – ideal, um den Blick für A319 und A320 zu schärfen. In Düsseldorf bietet die Besucherterrasse einen Überblick über den Eurowings-Betrieb, ähnlich die Besucherterrasse in Köln/Bonn.
In Hamburg lohnt der Affenfelsen am Flughafen Hamburg. Die Stadt ist ohnehin ein besonderer Ort für den Typ, weil die A319 hier ihren Erstflug hatte. Was du rund um das Airbus-Werk sehen kannst, steht im Beitrag Airbus in Finkenwerder spotten. In Berlin bietet die Besucherterrasse am BER einen Blick auf easyJet und gelegentlich auf die Flugbereitschaft.
Für jeden Standort gilt: Die Betriebsrichtung entscheidet, ob du Landungen oder Starts vor dir hast. Wie du sie vorab einschätzt, erklärt der Beitrag Betriebsrichtung am Flughafen verstehen. Ob dein Standpunkt erlaubt ist, klärt Ist Planespotting erlaubt?.
Bereit für deine A319-Session?
- Ich habe einen Flug mit dem Typcode A319 im Flugplan gefunden.
- Ich kenne die voraussichtliche Betriebsrichtung.
- Ich weiß, wo die Sonne zur gewünschten Uhrzeit steht.
- Mein Standpunkt ist öffentlich zugänglich und erlaubt.
- Ich weiß, worauf ich achte: Länge, Notausstiege, Triebwerke.
Fototipps speziell für die A319
Die A319 ist kein spektakuläres Motiv auf den ersten Blick – genau deshalb lohnt es sich, sie bewusst und sauber zu fotografieren. Ein paar Punkte helfen.
Seitenprofil zeigen
Die Länge ist das wichtigste Merkmal. Ein sauberes Seitenprofil beim Rollen oder kurz vor dem Aufsetzen macht die kompakten Proportionen und den einzelnen Notausstieg sichtbar.
Brennweite anpassen
Mit knapp 34 Metern Länge ist die A319 kleiner als viele denken. Am Zaun oder auf der Terrasse brauchst du oft etwas mehr Brennweite als für eine A321 im gleichen Abstand.
Flügelspitzen dokumentieren
Fences oder Sharklets? Halte das Detail fest – es hilft dir später beim Bestimmen und macht deine Sammlung aussagekräftiger.
Auslaufmodelle bewusst sammeln
Liveries auf A319 verschwinden mit jeder Ausflottung. Gerade Sonderlackierungen auf alten Maschinen sind später nicht mehr zu bekommen.
Wann das Licht an deinem Spot passt, berechnest du mit dem Guide Sonnenstand planen für deinen Fotospot. Welche Objektive sinnvoll sind, steht in Objektiv und Brennweite fürs Planespotting. Und wenn du gerade erst einsteigst, bringt dich Flugzeugtypen erkennen für Anfänger schnell auf Kurs.
Häufige Verwechslungen und wie du sie ausschließt
Es spricht für die A319, wenn …
- der Rumpf kurz und kompakt wirkt
- du nur einen Notausstieg pro Seite über dem Flügel siehst
- das Seitenleitwerk normal hoch ist
- im Tracking-Dienst A319 als Typ steht
Sieh genauer hin, wenn …
- du zwei Ausstiege pro Seite siehst, der Rumpf aber kurz wirkt – dann kann es eine dicht bestuhlte A319 sein
- die Maschine Sharklets trägt – dann kommt auch eine A319neo infrage
- du sie nur frontal im Anflug siehst
Es ist keine A319ceo, wenn …
- das Seitenleitwerk auffällig erhöht ist – dann ist es eine A318
- die Triebwerke groß und rundlich sind – dann ist es eine neo
- der Rumpf lang gestreckt ist und zusätzliche Türen vor und hinter dem Flügel sitzen – dann ist es eine A321
- die Nase spitzer ist und die Triebwerkseinläufe unten abgeflacht sind – dann bist du bei der Boeing 737
Neben der A320-Familie wird die A319 manchmal auch mit größeren Regionaljets wie der Embraer E195 oder der Airbus A220-100 verwechselt. Beide haben aber eine ganz andere Nase und, bei der A220, auffällig große Triebwerke im Verhältnis zum Rumpf.
Fazit
Die A319 ist der unscheinbare Arbeitstier-Airbus, den man leicht für eine A320 hält. Wer einmal auf die Proportionen und die Notausstiege achtet, erkennt sie aber schnell. Für Spotter im deutschsprachigen Raum hat sie eine besondere Geschichte: Erstflug in Hamburg, erster Linieneinsatz bei Swissair, seit 1996 bei Lufthansa. Weil easyJet und andere Betreiber die ceo-Version nach und nach ersetzen, wird aus dem Alltagsflieger gerade ein Typ, den du bewusst sammeln kannst.
Kurzfazit
Kurzer Rumpf, ein Notausstieg pro Seite, normales Leitwerk und schlanke Triebwerke: Das ist die A319ceo. Such sie gezielt über den Typcode A319, vor allem in München, Düsseldorf, Hamburg und Berlin – solange die Flotten noch da sind.
Zusammenfassung
- Die A319 flog erstmals im August 1995 in Hamburg-Finkenwerder und ging im April 1996 bei Swissair in den Liniendienst.
- Lufthansa übernahm ihre erste A319 im Sommer 1996; im Lufthansa-Konzern ist der Typ seitdem ein vertrauter Anblick.
- Kurzer Rumpf, ein Notausstieg pro Seite und schlanke Triebwerke trennen sie von A320, A318 und A319neo.
- Viele Betreiber flotten die ceo-Version gerade aus – wer sie fotografieren will, wartet besser nicht mehr allzu lange.
Häufige Fragen
Was bedeutet „ceo“ bei der A319?
ceo steht für „current engine option“, also die ursprüngliche Triebwerksgeneration mit CFM56 oder IAE V2500. Erst mit der neo („new engine option“) bekam die Familie die sparsameren LEAP-1A- und PW1100G-Triebwerke. Die Bezeichnung A319ceo wurde nachträglich eingeführt, um beide Generationen zu trennen.
Welchen ICAO-Typcode hat die A319?
Die klassische A319 läuft unter A319, die A319neo unter A19N. In Tracking-Diensten filterst du mit dem Code gezielt nach Ankünften und Abflügen des Typs.
Wie unterscheide ich A319 und A320?
Am einfachsten über die Notausstiege über dem Flügel: Die Standard-A319 hat einen pro Seite, die A320 zwei. Dazu ist die A320 mit 37,57 m rund 3,7 m länger. Achtung: Dicht bestuhlte A319, etwa bei easyJet mit 156 Sitzen, haben ebenfalls zwei Ausstiege pro Seite – dann hilft nur das Rumpfverhältnis oder das Kennzeichen.
Wie unterscheide ich A319 und A318?
Die A318 ist noch einmal deutlich kürzer und hat ein sichtbar höheres Seitenleitwerk, das den kurzen Rumpf ausgleicht. Die A319 trägt das normale Leitwerk der A320-Familie.
Welche Triebwerke hat die A319?
Die Airlines konnten zwischen dem CFM56-5 von CFM International und dem IAE V2500-A5 wählen. Von außen erkennst du das am Triebwerksende: Die CFM56-Gondel ist kürzer und gibt den Blick auf den Abgaskegel frei, die V2500-Gondel ist länger und umschließt den Strahl weiter.
Was ist eine ACJ319?
Die Geschäftsreise- und Regierungsversion der A319, früher A319CJ genannt. Sie hat zusätzliche Tanks im Frachtraum und damit eine viel größere Reichweite als die Linienversion. In Deutschland nutzt die Flugbereitschaft der Luftwaffe A319 für Regierungsflüge.
Wo sehe ich in Deutschland eine A319?
Am ehesten an Flughäfen mit viel Verkehr aus dem Lufthansa-Konzern und von easyJet, etwa in München, Düsseldorf, Köln/Bonn, Hamburg oder Berlin. Weil viele Airlines die ceo-Version gerade ersetzen, prüfst du den aktuellen Einsatz am besten im Flugplan.
Airbus A319 sammeln statt nur sehen
Foto mit Kennzeichen, Typ, Flughafen und Spot posten, den Typ in deinem Hangar abhaken und per Alarm erfahren, wann ein gesuchtes Kennzeichen landet. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
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