Das Wichtigste in Kürze
- Air France-KLM ist eine Holding, keine Airline. Darunter stehen zwei eigenständige Netzwerk-Airlines mit eigenen Töchtern.
- Zwei Drehkreuze: Paris-Charles de Gaulle für Air France, Amsterdam-Schiphol für KLM.
- Drei Hauptmarken: Air France, KLM und Transavia – Letztere mit einem niederländischen und einem französischen Betrieb.
- Das Kennzeichen trennt die Hälften: F- steht für die französische, PH- für die niederländische Seite.
- SAS ist der jüngste Baustein: 19,9 Prozent seit 2024, eine Mehrheit von 60,5 Prozent ist angekündigt.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Steckbrief
- 2.Tätigkeitsfelder
- 3.Struktur & Marken
- 4.Geschichte im Zeitraffer
- 5.Was du als Spotter wissen solltest
- 6.Stärken und Schwächen
- 7.Zwei Traditions-Airlines unter einem Dach
- 8.Die Airlines der Gruppe im Überblick
- 9.Die Drehkreuze und was du dort siehst
- 10.Transavia, Cityhopper und Hop: die zweite Reihe
- 11.Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt
- 12.So bestimmst du den richtigen Betreiber
- 13.Lackierungen: Woran du die Familie erkennst
- 14.SkyTeam, Delta und SAS: das Umfeld des Konzerns
- 15.Fazit
- 16.Häufige Fragen
Steckbrief
| Rechtsträger | Air France-KLM S.A., börsennotierte Holding nach französischem Recht |
|---|---|
| Sitz | Paris; Verwaltung unter anderem im Roissypôle am Flughafen Paris-Charles de Gaulle |
| Rolle im System | Airline-Gruppe – Holding über Air France und KLM, die jeweils eigene Töchter und Zulassungen haben |
| Netzwerk-Airlines | Air France, KLM |
| Low-Cost und Ferien | Transavia (Niederlande), Transavia France |
| Regional und Zubringer | KLM Cityhopper, Air France Hop |
| Fracht | Air France Cargo, KLM Cargo und Martinair unter der Marke Air France KLM Martinair Cargo |
| Drehkreuze | Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol; Paris-Orly als Basis von Transavia France |
| Allianz | SkyTeam (Air France Gründungsmitglied 2000, KLM seit 2004) |
| Bestimmungsweg im Feld | Länderkennung F- oder PH-, ICAO-Rufzeichen im ADS-B-Signal und Lackierung – nicht nur die Flugnummer |
| Offizielle Website | www.airfranceklm.com |
Tätigkeitsfelder
Struktur & Marken
Geschichte im Zeitraffer
Air France-KLM aus Spotter-Sicht
Deine Checkliste für Air France-KLM
- Air France fliegt mit weißem Rumpf, rot-blauem Leitwerk und dem geflügelten Seepferdchen (hippocampe ailé) nahe dem Cockpit
- KLM erkennst du am hellblauen Rumpf mit Krone im Logo; seit 2024 reicht das Blau beim neuen Design bis über die Nase
- Transavia trägt Weiß und Grün – der niederländische und der französische Betrieb sehen nahezu gleich aus
- Die Länderkennung trennt die Hälften: F- für Air France, Air France Hop und Transavia France, PH- für KLM, KLM Cityhopper, Transavia und Martinair
- Im ADS-B-Rufzeichen steht der ICAO-Code des Betreibers: AFR, KLM, TRA oder TVF
- KLM Cityhopper und Air France Hop fliegen unter den Codes der Mutter – Kennzeichen und Rumpfaufschrift geben den Ausschlag
Stärken und Schwächen
Das spricht dafür
- Zwei große Drehkreuze, beide mit sehr guten Spotter-Möglichkeiten
- Breite Typenpalette vom Embraer-Regionaljet über A220 und 737 bis zu 777-300ER, 787-10 und A350
- Air France ist der letzte Betreiber der A318 – ein echtes Sammlerstück
- KLM Cargo und Martinair setzen noch Boeing 747-400-Frachter ein
- Klar getrennte Länderkennungen F- und PH- erleichtern die Zuordnung
Wo es hakt
- Regionaltöchter fliegen unter den Flugnummern und Rufzeichen der Mutter
- Die beiden Transavia-Betriebe sehen fast identisch aus
- Flotten im Umbruch: A330, 777-200ER, 737 und A318 werden schrittweise ersetzt
- Beteiligungen wie SAS ändern das Konzernbild laufend
- Konkrete Flottenzahlen veralten schnell
Ein blau-weißer Jet mit Krone am Leitwerk in Schiphol, ein weißer Airbus mit rot-blauem Heck in Paris, ein grün-weißer Ferienflieger in Orly: Auf den ersten Blick haben die drei wenig gemeinsam. Tatsächlich gehören sie alle zu Air France-KLM, einem der großen europäischen Luftfahrtkonzerne. Für deine Sichtungen ist das wichtig zu wissen – aber noch wichtiger ist, dass die Holding selbst kein einziges Flugzeug fliegt. Das tun die Airlines darunter, jede mit eigenen Codes, Kennzeichen und Lackierungen.
Air France, KLM und Transavia sauber trennen
Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Betreiber, Flughafen und Spot fest – egal ob F- oder PH-. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Zwei Traditions-Airlines unter einem Dach
Die beiden Kernmarken des Konzerns gehören zu den ältesten der Welt. KLM wurde am 7. Oktober 1919 gegründet und gilt als die älteste Airline, die noch heute unter ihrem ursprünglichen Namen fliegt. Air France entstand 1933 aus dem Zusammenschluss von fünf französischen Gesellschaften und schrieb mit der Concorde Luftfahrtgeschichte – mehr dazu im Beitrag zur Geschichte der Concorde.
Am 5. Mai 2004 wurde der Zusammenschluss vollzogen. Rechtlich übernahm Air France die KLM, die Holding Air France-KLM S.A. sitzt in Frankreich. Entscheidend für das Bild am Vorfeld ist aber, was danach passierte – oder besser: was nicht passierte. Beide Airlines behielten Namen, Lackierung, Drehkreuz und Luftverkehrsbetreiberzeugnis. KLM sitzt weiterhin in Amstelveen bei Amsterdam, Air France fliegt weiter ab Paris. Der Konzern ist eher ein Dach über zwei Häusern als ein gemeinsames Gebäude.
Unter den Aktionären finden sich der französische und der niederländische Staat, die Reederei CMA CGM, China Eastern und Delta Air Lines – Ende 2024 hielt der französische Staat rund 28 Prozent, der niederländische rund 9 Prozent. Für deine Sichtungen spielt das keine Rolle, erklärt aber, warum Entscheidungen des Konzerns in Paris und Den Haag gleichermaßen politisch beobachtet werden.
Die Airlines der Gruppe im Überblick
Die Gruppe ist spiegelbildlich aufgebaut: Jede Hälfte hat eine Netzwerk-Airline, einen Low-Cost-Betrieb unter der Marke Transavia und eine Regionaltochter. Die Tabelle zeigt, wer welche Codes nutzt und welche Länderkennung du am Rumpf erwarten kannst.
| Airline | Rolle | IATA / ICAO | Heimat bzw. Basis | Kennzeichen |
|---|---|---|---|---|
| Air France | Netzwerk | AF / AFR | Paris-Charles de Gaulle | F-… |
| KLM | Netzwerk | KL / KLM | Amsterdam-Schiphol | PH-… |
| Transavia | Low-Cost und Ferien | HV / TRA | Schiphol, Rotterdam, Eindhoven, Brüssel | PH-… |
| Transavia France | Low-Cost und Ferien | TO / TVF | Paris-Orly, Lyon, Nantes, Montpellier | F-… |
| KLM Cityhopper | Regional | fliegt als KL / KLM | Amsterdam-Schiphol | PH-… |
| Air France Hop | Regional | fliegt als AF / AFR | Paris-CDG, Lyon | F-… |
| Martinair | Fracht (KLM) | eigene Codes | Amsterdam-Schiphol | PH-… |
Die Regionaltöchter haben zwar eigene Codes – KLM Cityhopper etwa WA/KLC, Air France Hop A5/HOP –, ihre Flüge laufen aber unter den Nummern und Rufzeichen der Mutter. In der Tracking-App siehst du dann „KLM“ oder „AFR“, obwohl ein Embraer der Tochter kommt. Wie Rufzeichen und Flugnummer zusammenhängen, erklärt der Beitrag Callsign und Flugnummer.
Holding, Airline, Betreiber – drei Ebenen
Die Holding ist Air France-KLM. Die Airline ist die Marke am Rumpf, etwa „KLM“ oder „Transavia“. Der Betreiber ist die Gesellschaft, die das Flugzeug mit ihrer Zulassung fliegt. Bei einem Embraer mit KLM-Schriftzug ist der Betreiber KLM Cityhopper – auch wenn Flugnummer und Rufzeichen „KLM“ lauten.
Die Drehkreuze und was du dort siehst
Anders als die Lufthansa Group mit ihren zahlreichen Drehkreuzen konzentriert sich Air France-KLM auf zwei große Umsteigeflughäfen. Beide gehören zu den verkehrsreichsten Europas, und beide bieten dir als Spotter viel Langstrecke.
Paris-Charles de Gaulle ist die Heimat von Air France. Hier landen die A350-900, die Boeing 777-300ER und die 787-9, dazu die Kurz- und Mittelstrecke mit A220-300 und A320-Familie. Seit Air France im Frühjahr 2026 ihren Linienbetrieb weitgehend aus Orly abgezogen hat, bündelt sie fast alles in CDG. Den Flughafen selbst stellt der Eintrag zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle vor.
Amsterdam-Schiphol gehört KLM. Typisch sind hier die 787-10 und die 777-300ER auf der Langstrecke, auf der Kurzstrecke die Boeing 737 und zunehmend die A321neo. Dazu kommen die Embraer-Jets von KLM Cityhopper, die Frachter von KLM Cargo und Martinair sowie Transavia. Einer der bekanntesten Standorte ist die Spotterplaats an der Polderbaan; mehr zum Flughafen steht beim Flughafen Amsterdam-Schiphol.
Paris-Orly ist inzwischen vor allem das Revier von Transavia France, die hier ihre wichtigste Basis hat. Wer grün-weiße Boeing 737 und A320neo mit F-Kennzeichen sammeln will, ist hier richtig.
Transavia, Cityhopper und Hop: die zweite Reihe
Neben den Netzwerk-Airlines prägen die kleineren Betriebe das Bild – gerade an Flughäfen jenseits der Drehkreuze, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Transavia ist eine Tochter von KLM und fliegt seit 1966. Ihre Flotte besteht aus der Boeing 737-800 und seit Ende 2023 aus der A321neo. Transavia France wurde 2006 gemeinsam von Air France und Transavia gegründet, begann 2007 mit dem Flugbetrieb und setzt neben der 737-800 die A320neo ein. Beide Betriebe tragen seit 2015 dasselbe weiß-grüne Design. Am Rumpf unterscheiden sie sich kaum – das Kennzeichen löst das Rätsel.
KLM Cityhopper fliegt ab Schiphol mit drei Embraer-Mustern: der E175, der E190 und der neueren E195-E2. Die E2 erkennst du an den größeren Triebwerken und den langen, schlanken Flügeln ohne klassische Winglets. Air France Hop ist das französische Gegenstück mit E170 und E190; seit 2019 laufen alle Flüge unter der Marke und den Codes von Air France.
Die letzten A318 und 747-Frachter nicht verpassen
Setz seltene Konzern-Typen auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.
Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt
Air France-KLM erneuert ihre Flotten gerade auf breiter Front. Für Spotter heißt das: Manche Muster lohnen jetzt einen gezielten Ausflug, solange sie noch unterwegs sind.
Air France ist Stand Oktober 2026 der letzte Betreiber der Airbus A318, des kleinsten Mitglieds der A320-Familie. Nur noch eine Handvoll Exemplare ist im Dienst, ersetzt werden sie wie die A319 durch die A220-300. Auf der Langstrecke verdrängt die A350-900 schrittweise die A330-200 und ältere 777-200ER.
KLM ist im Herbst 2026 in die A350-Ära gestartet. Der Konzern hatte 2023 insgesamt 50 A350 für beide Airlines bestellt; bei KLM ersetzen sie nach und nach die A330 und die 777-200ER. Auf der Kurzstrecke löst die A320neo-Familie nach und nach die Boeing 737 ab, also 737-700, 737-800 und 737-900.
Fracht: KLM Cargo und Martinair fliegen noch Boeing 747-400-Frachter, Air France Cargo die 777F. Für die Ablösung der 747-Frachter hat der Konzern den A350F bestellt. Ein Jumbo mit PH-Kennzeichen gehört damit zu den lohnendsten Motiven in Schiphol. Hintergründe zum Muster liefert der Beitrag zur Geschichte der Boeing 747, Tipps zum Erkennen von Frachtern der Guide Frachtflugzeuge erkennen.
Im Passagierdienst sind 747 und A380 dagegen Geschichte: Air France verabschiedete ihre letzte 747 im Januar 2016 und den A380 im Jahr 2020, KLM ihre Passagier-747 ebenfalls 2020.
So bestimmst du den richtigen Betreiber
Bei Air France-KLM führt die Flugnummer oft auf die falsche Fährte – vor allem wegen der Regionaltöchter, die unter Mutter-Codes fliegen. Mit diesen Schritten kommst du zur belastbaren Sichtung.
Lackierung grob einordnen
Weißer Rumpf mit rot-blauem Leitwerk heißt Air France, hellblauer Rumpf KLM, Weiß-Grün Transavia. Das grenzt die Familie ein, aber noch nicht den Betreiber.
Länderkennung lesen
F- steht für die französische, PH- für die niederländische Seite. So trennst du Transavia von Transavia France. Hintergrund liefert der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.
Rufzeichen im ADS-B-Signal prüfen
AFR, KLM, TRA oder TVF zeigen, unter welchem Betreiber-Code der Flug läuft. Wie du das live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.
Muster bestimmen
Ein Embraer unter KLM- oder AFR-Rufzeichen kommt praktisch immer von KLM Cityhopper oder Air France Hop. Die Mutter-Airlines selbst fliegen keine Embraer.
Kennzeichen vollständig notieren
Das Kennzeichen identifiziert das Flugzeug eindeutig – auch wenn es später innerhalb der Gruppe den Betreiber wechselt.
Sicher ein Konzernflugzeug, wenn …
- Lackierung, Länderkennung und Rufzeichen zur selben Konzern-Airline passen
- ein Embraer mit PH- und KLM-Titeln in Schiphol rollt
- das Kennzeichen in einer bekannten Flottenliste steht
Genauer hinsehen, wenn …
- ein grün-weißer Jet landet – Transavia oder Transavia France?
- ein AF- oder KL-Flug in fremder Lackierung kommt
- eine Maschine in Sonderlackierung ohne klaren Schriftzug fliegt
Kein Konzernbetrieb, wenn …
- nur ein Codeshare von Delta oder einer anderen SkyTeam-Airline vorliegt
- ein Wet-Lease-Partner mit eigenem Rufzeichen fliegt
- es um SAS geht – sie ist Beteiligung, aber eigenständiger Betreiber
Lackierungen: Woran du die Familie erkennst
Air France fliegt seit Jahrzehnten im sogenannten Eurowhite-Design: weißer Rumpf, Streifen in Blau, Weiß und Rot am Leitwerk. Warum so viele Airlines auf Weiß setzen, steht im Beitrag Warum Flugzeuge weiß lackiert sind. Seit 2021 sitzt das geflügelte Seepferdchen, das historische Emblem der Airline, zwischen Cockpitfenstern und vorderer Tür. Auch die A350 tragen es an den Winglets – ein schnelles Unterscheidungsmerkmal auf Fotos.
KLM ist am Zaun kaum zu verwechseln: hellblauer Rumpf, weißer Schriftzug, Krone im Logo. Im August 2024 zeigte die erste A321neo eine überarbeitete Version, bei der das Blau die Nase komplett umschließt. Ältere Maschinen tragen noch die vorherige Variante – ein praktisches Datierungsmerkmal für dein Archiv. Transavia setzt seit 2015 auf Weiß und Grün.
Gesuchte Motive sind Sonderlackierungen, etwa im SkyTeam-Design mit silbernem Rumpf und dunkelblauem Leitwerk, das bei mehreren Konzern-Airlines vorkommt. Wie du solche Maschinen gezielt aufspürst, zeigt der Guide Special Liveries finden.
Licht macht den Unterschied
Weiße Air-France-Rümpfe überstrahlen im harten Mittagslicht schnell, das KLM-Blau verliert im Gegenlicht an Farbe. Plane deinen Spot mit dem Guide zum Sonnenstand und prüfe vorher die Betriebsrichtung – in Schiphol entscheidet sie darüber, welche Bahn überhaupt genutzt wird.
SkyTeam, Delta und SAS: das Umfeld des Konzerns
Air France gründete im Jahr 2000 gemeinsam mit Delta, Aeroméxico und Korean Air die SkyTeam-Allianz, KLM kam im September 2004 dazu. Wie sich die drei großen Allianzen unterscheiden, erklärt der Beitrag Star Alliance, Oneworld und SkyTeam.
Über den Nordatlantik arbeitet der Konzern eng mit Delta Air Lines und Virgin Atlantic zusammen. Delta ist außerdem Aktionär von Air France-KLM. Trotzdem bleiben beide eigenständige Airlines – ein Delta-Jet mit AF-Codeshare-Nummer ist für deine Sammlung ein Delta-Jet.
Der jüngste Baustein ist SAS. Air France-KLM stieg 2024 mit 19,9 Prozent ein, im selben Jahr wechselte SAS von der Star Alliance zu SkyTeam. Im Juli 2025 kündigte der Konzern an, seinen Anteil auf 60,5 Prozent zu erhöhen. Ob und wann daraus eine Mehrheit wird, hängt an den Wettbewerbsbehörden. Für dein Logbuch ändert sich wenig: SAS fliegt mit eigenen Codes, eigener Lackierung und skandinavischen Kennzeichen.
Zum Vergleich lohnt der Blick auf die beiden anderen großen europäischen Gruppen, die Lufthansa Group und die International Airlines Group. Alle drei kaufen bei Airbus und Boeing, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Nur von öffentlich zugänglichen Standorten
Auch in Paris und Amsterdam gilt: Zäune, Sperrzonen und Hausrecht der Flughäfen sind tabu. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Wer gerade erst anfängt, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.
Deine Air-France-KLM-Sammlung im Hangar
Hak Air France, KLM, Transavia und Co. Typ für Typ ab, finde auf der Spot-Karte die besten Plätze in Schiphol und Paris und teil deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – sichere dir deinen Platz auf der Warteliste.
Fazit
Air France-KLM ist für Spotter ein Konzern mit zwei Gesichtern: Die französische Hälfte mit F-Kennzeichen rund um Paris, die niederländische mit PH-Kennzeichen rund um Schiphol. Jede hat ihre eigene Netzwerk-Airline, ihren eigenen Transavia-Betrieb und eine Regionaltochter. Wer Lackierung, Länderkennung und Rufzeichen zusammen liest, ordnet jede Sichtung korrekt zu – und weiß zugleich, welche Muster wie A318, A330 oder 747-Frachter nach und nach aus dem Bild verschwinden.
Kurzfazit
Air France-KLM ist eine Holding über zwei eigenständige Airline-Familien. Für die Sichtung zählt der tatsächliche Betreiber – und den verraten dir Kennzeichen, Rufzeichen und Muster, nicht die Flugnummer.
Zusammenfassung
- Air France-KLM bündelt seit 2004 zwei traditionsreiche Netzwerk-Airlines unter einer französischen Holding.
- Jede Hälfte hat eigene Low-Cost-, Regional- und Frachtbetriebe – mit eigenen Codes, Kennzeichen und Lackierungen.
- Beim Spotten bestimmst du den Betreiber über Länderkennung, Rufzeichen und Rumpfaufschrift, nicht über die Flugnummer.
- Die Flotten erneuern sich stark: A350, A220 und A320neo-Familie ersetzen ältere Muster – jetzt ist die Zeit für Abschiedsfotos.
Häufige Fragen
Welche Airlines gehören zu Air France-KLM?
Die beiden Netzwerk-Airlines Air France und KLM, dazu Transavia und Transavia France, die Regionaltöchter KLM Cityhopper und Air France Hop sowie der Frachtbetrieb Martinair. An SAS ist der Konzern seit 2024 mit 19,9 Prozent beteiligt.
Ist Air France-KLM eine Fusion oder eine Übernahme?
Rechtlich hat Air France 2004 KLM übernommen, und die Holding sitzt in Frankreich. Praktisch blieben beide Airlines mit eigenem Namen, eigener Lackierung, eigenem Drehkreuz und eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis bestehen. Am Vorfeld begegnen dir deshalb zwei klar getrennte Marken.
Wo sind die Drehkreuze von Air France-KLM?
Air France fliegt ab Paris-Charles de Gaulle, KLM ab Amsterdam-Schiphol. Paris-Orly ist seit 2026 im Wesentlichen das Revier von Transavia France.
Gehört Transavia zu KLM oder zu Air France?
Beides – je nach Betrieb. Die niederländische Transavia (Code HV) ist eine Tochter von KLM, Transavia France (Code TO) gehört überwiegend zu Air France. Beide tragen fast dasselbe weiß-grüne Design. Unterscheiden kannst du sie am Kennzeichen: PH- für die Niederländer, F- für die Franzosen.
Gehört SAS zu Air France-KLM?
Teilweise. Air France-KLM hält seit 2024 19,9 Prozent an SAS, und SAS ist im selben Jahr von der Star Alliance zu SkyTeam gewechselt. Im Juli 2025 kündigte der Konzern an, auf 60,5 Prozent zu erhöhen. Der Vollzug hängt an Genehmigungen – prüfe für den aktuellen Stand die Mitteilungen der Unternehmen.
Welche Rolle spielen Delta und Virgin Atlantic?
Beide sind SkyTeam-Partner und arbeiten mit Air France und KLM im Nordatlantik-Verkehr eng zusammen. Delta ist zudem Aktionär von Air France-KLM. Zum Konzern gehören Delta und Virgin Atlantic aber nicht – sie fliegen mit eigenen Codes und Kennzeichen.
Fliegt Air France-KLM noch die Boeing 747 oder den A380?
Im Passagierdienst nicht mehr. Air France hat ihre letzte 747 im Januar 2016 verabschiedet und den A380 2020 ausgemustert, KLM ihre Passagier-747 ebenfalls 2020. Bei KLM Cargo und Martinair sind aber noch Boeing 747-400-Frachter im Einsatz, die der Konzern nach und nach durch den A350F ersetzt.
Welche Kennzeichen tragen die Konzern-Airlines?
Die französische Seite – Air France, Air France Hop und Transavia France – fliegt mit F-, die niederländische Seite – KLM, KLM Cityhopper, Transavia und Martinair – mit PH-. Mehr zu Länderkennungen steht im Beitrag Länderkennungen von Flugzeugen.
Sichtungen rund um Air France-KLM sammeln
Foto mit Kennzeichen, Typ, Airline und Spot posten, Funde im Hangar sammeln und Likes und Kommentare aus der Community bekommen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Passende Airlines
Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.
Air France
Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.
KL / KLMKLM Royal Dutch Airlines
Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.
HV / TRATransavia
Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.
TO / TVFTransavia France
Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.
WA / KLCKLM Cityhopper
Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.
MP / MPHMartinair
Die Frachtairline von Air France-KLM: gegründet 1958 als Martin's Air Charter, seit 2011 reiner Frachtbetrieb ab Amsterdam-Schiphol, heute mit einer kleinen Flotte Boeing 747-400-Frachter – teils in Martinair-, teils in KLM-Cargo-Farben.
SK / SASSAS Scandinavian Airlines
Die skandinavische Netzwerk-Airline mit dem blauen Leitwerk: 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gegründet, drei Drehkreuze, seit 2024 bei SkyTeam statt in der Star Alliance – und eine Flotte mit Kennzeichen aus vier Ländern.
Typische Flugzeuge
Airbus A350-900
Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypBoeing 777-300ER
Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.
FlugzeugtypBoeing 787-10 Dreamliner
Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.
FlugzeugtypAirbus A220-300
Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.
FlugzeugtypAirbus A318
Kurz, gedrungen, mit überraschend hohem Leitwerk: Die A318 ist das kleinste Mitglied der A320-Familie und im Linienverkehr fast verschwunden. So erkennst du den „Baby Bus“ und findest ihn noch.
FlugzeugtypAirbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypEmbraer E195-E2
Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.
FlugzeugtypBoeing 747-400
Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.
Spotting-Spots rund um Air France-KLM
Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Weitere Einträge
SkyTeam
Die jüngste der drei großen Airline-Allianzen: im Jahr 2000 von Delta, Air France, Aeroméxico und Korean Air gegründet, heute mit Schwerpunkt in Amsterdam und Paris – und mit einer silbernen Sonderlackierung, die Spotter gezielt suchen.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
FlughafenFlughafen Amsterdam Schiphol
Sechs Start- und Landebahnen, ein einziges Terminal und das Heimatdrehkreuz der KLM: Schiphol ist einer der größten Flughäfen Europas – und mit offiziellen Spotterplätzen wie an der Polderbaan einer der spotterfreundlichsten.
Airline-GruppeLufthansa Group
Die Lufthansa Group ist keine Airline, sondern ein Konzern mit einem Dutzend Flugbetrieben – von Lufthansa über SWISS und Austrian bis Eurowings und ITA Airways. Wer am Zaun nur den Kranich sucht, übersieht die halbe Gruppe.
Passende Guides aus dem Blog
- Star Alliance, oneworld, SkyTeam: die drei Allianzen im Vergleich
- Callsign vs. Flugnummer: Was ist der Unterschied?
- Länderkennungen von Flugzeugen: Präfixe von D- bis N erklärt
- Flugverfolgung für Spotter: ADS-B, Flightradar & Co. richtig nutzen
- Die Geschichte der Concorde: Aufstieg und Abschied einer Legende
- Special Liveries finden: So erwischst du Sonderbemalungen gezielt

