Air France-KLM

Air France-KLM ist ein französisch-niederländischer Konzern mit zwei Netzwerk-Airlines, zwei Transavia-Betrieben und eigenen Regionaltöchtern. Wer am Zaun nur auf Blau-Weiß-Rot oder KLM-Blau achtet, verpasst die halbe Gruppe.

Auch bekannt als: Air France-KLM S.A. · AF-KLM · Air France–KLM Group

FrankreichFrankreichAirline-Gruppenseit 200410 Min. Lesezeit

2004

Zusammenschluss von Air France und KLM

2

Drehkreuze: Paris-CDG und Schiphol

1919

Gründungsjahr von KLM

19,9 %

Beteiligung an SAS seit 2024

Das Wichtigste in Kürze

  • Air France-KLM ist eine Holding, keine Airline. Darunter stehen zwei eigenständige Netzwerk-Airlines mit eigenen Töchtern.
  • Zwei Drehkreuze: Paris-Charles de Gaulle für Air France, Amsterdam-Schiphol für KLM.
  • Drei Hauptmarken: Air France, KLM und Transavia – Letztere mit einem niederländischen und einem französischen Betrieb.
  • Das Kennzeichen trennt die Hälften: F- steht für die französische, PH- für die niederländische Seite.
  • SAS ist der jüngste Baustein: 19,9 Prozent seit 2024, eine Mehrheit von 60,5 Prozent ist angekündigt.
Inhaltsverzeichnis
  1. 1.Steckbrief
  2. 2.Tätigkeitsfelder
  3. 3.Struktur & Marken
  4. 4.Geschichte im Zeitraffer
  5. 5.Was du als Spotter wissen solltest
  6. 6.Stärken und Schwächen
  7. 7.Zwei Traditions-Airlines unter einem Dach
  8. 8.Die Airlines der Gruppe im Überblick
  9. 9.Die Drehkreuze und was du dort siehst
  10. 10.Transavia, Cityhopper und Hop: die zweite Reihe
  11. 11.Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt
  12. 12.So bestimmst du den richtigen Betreiber
  13. 13.Lackierungen: Woran du die Familie erkennst
  14. 14.SkyTeam, Delta und SAS: das Umfeld des Konzerns
  15. 15.Fazit
  16. 16.Häufige Fragen

Steckbrief

RechtsträgerAir France-KLM S.A., börsennotierte Holding nach französischem Recht
SitzParis; Verwaltung unter anderem im Roissypôle am Flughafen Paris-Charles de Gaulle
Rolle im SystemAirline-Gruppe – Holding über Air France und KLM, die jeweils eigene Töchter und Zulassungen haben
Netzwerk-AirlinesAir France, KLM
Low-Cost und FerienTransavia (Niederlande), Transavia France
Regional und ZubringerKLM Cityhopper, Air France Hop
FrachtAir France Cargo, KLM Cargo und Martinair unter der Marke Air France KLM Martinair Cargo
DrehkreuzeParis-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol; Paris-Orly als Basis von Transavia France
AllianzSkyTeam (Air France Gründungsmitglied 2000, KLM seit 2004)
Bestimmungsweg im FeldLänderkennung F- oder PH-, ICAO-Rufzeichen im ADS-B-Signal und Lackierung – nicht nur die Flugnummer
Offizielle Websitewww.airfranceklm.com

Tätigkeitsfelder

Netzwerk-Airlines – Air France ab Paris-Charles de Gaulle und KLM ab Amsterdam-Schiphol mit Umsteigeverkehr in alle Kontinente
Low-Cost und Ferienflug – Transavia mit Basen in den Niederlanden sowie Transavia France mit Schwerpunkt Paris-Orly
Regionalverkehr – KLM Cityhopper und Air France Hop als Zubringer mit Embraer-Jets
Fracht – Air France KLM Martinair Cargo mit Beiladung in den Passagierjets und eigenen Frachtern
Technik – Air France Industries KLM Engineering & Maintenance für Wartung, Triebwerke und Komponenten, auch für externe Kunden
Vielfliegerprogramm – Flying Blue, gemeinsam für Air France, KLM und Transavia

Struktur & Marken

Air France – französische Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle
KLM – niederländische Netzwerk-Airline mit Drehkreuz Amsterdam-Schiphol
Transavia – niederländische Low-Cost- und Ferienairline, Tochter von KLM
Transavia France – französischer Low-Cost-Ableger mit Basis Paris-Orly
KLM Cityhopper – Regional- und Europaverkehr ab Schiphol mit Embraer-Jets
Air France Hop – Regionaltochter von Air France mit E170 und E190
Martinair – Frachtbetrieb von KLM, Teil von Air France KLM Martinair Cargo
Air France Industries KLM Engineering & Maintenance – Technik- und Wartungssparte
Flying Blue – gemeinsames Vielfliegerprogramm
Minderheitsbeteiligungen, unter anderem an SAS (19,9 Prozent, Aufstockung angekündigt)

Geschichte im Zeitraffer

1919Gründung der KLM am 7. Oktober in den Niederlanden – heute die älteste Airline, die noch unter ihrem ursprünglichen Namen fliegt.
1933Fünf französische Gesellschaften schließen sich zu Air France zusammen.
1976Air France nimmt die Concorde in den Liniendienst; 2003 endet die Überschall-Ära.
2000Air France gründet mit Delta, Aeroméxico und Korean Air die Allianz SkyTeam.
2004Am 5. Mai wird der Zusammenschluss zu Air France-KLM vollzogen. Im September tritt KLM SkyTeam bei.
2006–2007Air France und Transavia gründen Transavia France; der Flugbetrieb beginnt im Mai 2007.
2013Die französischen Regionalbetriebe fliegen gebündelt als Hop!, seit 2019 unter der Marke Air France Hop.
2016Air France verabschiedet im Januar ihre letzte Boeing 747-400.
2019KLM feiert 100 Jahre. Air France übernimmt im September ihre erste A350-900 und bestellt die A220-300.
2020In der Pandemie verlassen die A380 von Air France und die Passagier-747 von KLM die Flotten.
2023Der Konzern bestellt 50 Airbus A350 für Air France und KLM; Transavia übernimmt im Dezember ihre erste A321neo.
2024Air France-KLM steigt mit 19,9 Prozent bei SAS ein, SAS wechselt am 1. September zu SkyTeam. KLM zeigt im August ihr neues Design auf der A321neo.
2025Im Juli kündigt der Konzern an, seinen SAS-Anteil auf 60,5 Prozent zu erhöhen; der Schritt braucht kartellrechtliche Genehmigungen.
2026Air France zieht ihren Linienbetrieb weitgehend nach Paris-CDG, Orly gehört nun vor allem Transavia France. KLM übernimmt im Herbst ihre erste A350-900.

Air France-KLM aus Spotter-Sicht

Deine Checkliste für Air France-KLM

Hak ab, was du schon gesehen oder erledigt hast.

  • Air France fliegt mit weißem Rumpf, rot-blauem Leitwerk und dem geflügelten Seepferdchen (hippocampe ailé) nahe dem Cockpit
  • KLM erkennst du am hellblauen Rumpf mit Krone im Logo; seit 2024 reicht das Blau beim neuen Design bis über die Nase
  • Transavia trägt Weiß und Grün – der niederländische und der französische Betrieb sehen nahezu gleich aus
  • Die Länderkennung trennt die Hälften: F- für Air France, Air France Hop und Transavia France, PH- für KLM, KLM Cityhopper, Transavia und Martinair
  • Im ADS-B-Rufzeichen steht der ICAO-Code des Betreibers: AFR, KLM, TRA oder TVF
  • KLM Cityhopper und Air France Hop fliegen unter den Codes der Mutter – Kennzeichen und Rumpfaufschrift geben den Ausschlag

Stärken und Schwächen

Das spricht dafür

  • Zwei große Drehkreuze, beide mit sehr guten Spotter-Möglichkeiten
  • Breite Typenpalette vom Embraer-Regionaljet über A220 und 737 bis zu 777-300ER, 787-10 und A350
  • Air France ist der letzte Betreiber der A318 – ein echtes Sammlerstück
  • KLM Cargo und Martinair setzen noch Boeing 747-400-Frachter ein
  • Klar getrennte Länderkennungen F- und PH- erleichtern die Zuordnung

Wo es hakt

  • Regionaltöchter fliegen unter den Flugnummern und Rufzeichen der Mutter
  • Die beiden Transavia-Betriebe sehen fast identisch aus
  • Flotten im Umbruch: A330, 777-200ER, 737 und A318 werden schrittweise ersetzt
  • Beteiligungen wie SAS ändern das Konzernbild laufend
  • Konkrete Flottenzahlen veralten schnell

Ein blau-weißer Jet mit Krone am Leitwerk in Schiphol, ein weißer Airbus mit rot-blauem Heck in Paris, ein grün-weißer Ferienflieger in Orly: Auf den ersten Blick haben die drei wenig gemeinsam. Tatsächlich gehören sie alle zu Air France-KLM, einem der großen europäischen Luftfahrtkonzerne. Für deine Sichtungen ist das wichtig zu wissen – aber noch wichtiger ist, dass die Holding selbst kein einziges Flugzeug fliegt. Das tun die Airlines darunter, jede mit eigenen Codes, Kennzeichen und Lackierungen.

Air France, KLM und Transavia sauber trennen

Mit Planetrack hältst du jede Sichtung mit Kennzeichen, Betreiber, Flughafen und Spot fest – egal ob F- oder PH-. Die App startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.

Zwei Traditions-Airlines unter einem Dach

Die beiden Kernmarken des Konzerns gehören zu den ältesten der Welt. KLM wurde am 7. Oktober 1919 gegründet und gilt als die älteste Airline, die noch heute unter ihrem ursprünglichen Namen fliegt. Air France entstand 1933 aus dem Zusammenschluss von fünf französischen Gesellschaften und schrieb mit der Concorde Luftfahrtgeschichte – mehr dazu im Beitrag zur Geschichte der Concorde.

Am 5. Mai 2004 wurde der Zusammenschluss vollzogen. Rechtlich übernahm Air France die KLM, die Holding Air France-KLM S.A. sitzt in Frankreich. Entscheidend für das Bild am Vorfeld ist aber, was danach passierte – oder besser: was nicht passierte. Beide Airlines behielten Namen, Lackierung, Drehkreuz und Luftverkehrsbetreiberzeugnis. KLM sitzt weiterhin in Amstelveen bei Amsterdam, Air France fliegt weiter ab Paris. Der Konzern ist eher ein Dach über zwei Häusern als ein gemeinsames Gebäude.

2004Zusammenschluss von Air France und KLM
2Drehkreuze: Paris-CDG und Amsterdam-Schiphol
1919KLM-Gründung – älteste Airline unter ursprünglichem Namen
19,9 %Anteil an SAS seit 2024

Unter den Aktionären finden sich der französische und der niederländische Staat, die Reederei CMA CGM, China Eastern und Delta Air Lines – Ende 2024 hielt der französische Staat rund 28 Prozent, der niederländische rund 9 Prozent. Für deine Sichtungen spielt das keine Rolle, erklärt aber, warum Entscheidungen des Konzerns in Paris und Den Haag gleichermaßen politisch beobachtet werden.

Die Airlines der Gruppe im Überblick

Die Gruppe ist spiegelbildlich aufgebaut: Jede Hälfte hat eine Netzwerk-Airline, einen Low-Cost-Betrieb unter der Marke Transavia und eine Regionaltochter. Die Tabelle zeigt, wer welche Codes nutzt und welche Länderkennung du am Rumpf erwarten kannst.

Airline Rolle IATA / ICAO Heimat bzw. Basis Kennzeichen
Air France Netzwerk AF / AFR Paris-Charles de Gaulle F-…
KLM Netzwerk KL / KLM Amsterdam-Schiphol PH-…
Transavia Low-Cost und Ferien HV / TRA Schiphol, Rotterdam, Eindhoven, Brüssel PH-…
Transavia France Low-Cost und Ferien TO / TVF Paris-Orly, Lyon, Nantes, Montpellier F-…
KLM Cityhopper Regional fliegt als KL / KLM Amsterdam-Schiphol PH-…
Air France Hop Regional fliegt als AF / AFR Paris-CDG, Lyon F-…
Martinair Fracht (KLM) eigene Codes Amsterdam-Schiphol PH-…

Die Regionaltöchter haben zwar eigene Codes – KLM Cityhopper etwa WA/KLC, Air France Hop A5/HOP –, ihre Flüge laufen aber unter den Nummern und Rufzeichen der Mutter. In der Tracking-App siehst du dann „KLM“ oder „AFR“, obwohl ein Embraer der Tochter kommt. Wie Rufzeichen und Flugnummer zusammenhängen, erklärt der Beitrag Callsign und Flugnummer.

Holding, Airline, Betreiber – drei Ebenen

Die Holding ist Air France-KLM. Die Airline ist die Marke am Rumpf, etwa „KLM“ oder „Transavia“. Der Betreiber ist die Gesellschaft, die das Flugzeug mit ihrer Zulassung fliegt. Bei einem Embraer mit KLM-Schriftzug ist der Betreiber KLM Cityhopper – auch wenn Flugnummer und Rufzeichen „KLM“ lauten.

Die Drehkreuze und was du dort siehst

Anders als die Lufthansa Group mit ihren zahlreichen Drehkreuzen konzentriert sich Air France-KLM auf zwei große Umsteigeflughäfen. Beide gehören zu den verkehrsreichsten Europas, und beide bieten dir als Spotter viel Langstrecke.

Paris-Charles de Gaulle ist die Heimat von Air France. Hier landen die A350-900, die Boeing 777-300ER und die 787-9, dazu die Kurz- und Mittelstrecke mit A220-300 und A320-Familie. Seit Air France im Frühjahr 2026 ihren Linienbetrieb weitgehend aus Orly abgezogen hat, bündelt sie fast alles in CDG. Den Flughafen selbst stellt der Eintrag zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle vor.

Amsterdam-Schiphol gehört KLM. Typisch sind hier die 787-10 und die 777-300ER auf der Langstrecke, auf der Kurzstrecke die Boeing 737 und zunehmend die A321neo. Dazu kommen die Embraer-Jets von KLM Cityhopper, die Frachter von KLM Cargo und Martinair sowie Transavia. Einer der bekanntesten Standorte ist die Spotterplaats an der Polderbaan; mehr zum Flughafen steht beim Flughafen Amsterdam-Schiphol.

Paris-Orly ist inzwischen vor allem das Revier von Transavia France, die hier ihre wichtigste Basis hat. Wer grün-weiße Boeing 737 und A320neo mit F-Kennzeichen sammeln will, ist hier richtig.

Transavia, Cityhopper und Hop: die zweite Reihe

Neben den Netzwerk-Airlines prägen die kleineren Betriebe das Bild – gerade an Flughäfen jenseits der Drehkreuze, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Transavia ist eine Tochter von KLM und fliegt seit 1966. Ihre Flotte besteht aus der Boeing 737-800 und seit Ende 2023 aus der A321neo. Transavia France wurde 2006 gemeinsam von Air France und Transavia gegründet, begann 2007 mit dem Flugbetrieb und setzt neben der 737-800 die A320neo ein. Beide Betriebe tragen seit 2015 dasselbe weiß-grüne Design. Am Rumpf unterscheiden sie sich kaum – das Kennzeichen löst das Rätsel.

KLM Cityhopper fliegt ab Schiphol mit drei Embraer-Mustern: der E175, der E190 und der neueren E195-E2. Die E2 erkennst du an den größeren Triebwerken und den langen, schlanken Flügeln ohne klassische Winglets. Air France Hop ist das französische Gegenstück mit E170 und E190; seit 2019 laufen alle Flüge unter der Marke und den Codes von Air France.

Die letzten A318 und 747-Frachter nicht verpassen

Setz seltene Konzern-Typen auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm benachrichtigen, wenn sie anfliegen. Planetrack startet bald – hier geht’s zur Warteliste.

Flotte im Umbruch: Was jetzt noch fliegt

Air France-KLM erneuert ihre Flotten gerade auf breiter Front. Für Spotter heißt das: Manche Muster lohnen jetzt einen gezielten Ausflug, solange sie noch unterwegs sind.

Air France ist Stand Oktober 2026 der letzte Betreiber der Airbus A318, des kleinsten Mitglieds der A320-Familie. Nur noch eine Handvoll Exemplare ist im Dienst, ersetzt werden sie wie die A319 durch die A220-300. Auf der Langstrecke verdrängt die A350-900 schrittweise die A330-200 und ältere 777-200ER.

KLM ist im Herbst 2026 in die A350-Ära gestartet. Der Konzern hatte 2023 insgesamt 50 A350 für beide Airlines bestellt; bei KLM ersetzen sie nach und nach die A330 und die 777-200ER. Auf der Kurzstrecke löst die A320neo-Familie nach und nach die Boeing 737 ab, also 737-700, 737-800 und 737-900.

Fracht: KLM Cargo und Martinair fliegen noch Boeing 747-400-Frachter, Air France Cargo die 777F. Für die Ablösung der 747-Frachter hat der Konzern den A350F bestellt. Ein Jumbo mit PH-Kennzeichen gehört damit zu den lohnendsten Motiven in Schiphol. Hintergründe zum Muster liefert der Beitrag zur Geschichte der Boeing 747, Tipps zum Erkennen von Frachtern der Guide Frachtflugzeuge erkennen.

Im Passagierdienst sind 747 und A380 dagegen Geschichte: Air France verabschiedete ihre letzte 747 im Januar 2016 und den A380 im Jahr 2020, KLM ihre Passagier-747 ebenfalls 2020.

So bestimmst du den richtigen Betreiber

Bei Air France-KLM führt die Flugnummer oft auf die falsche Fährte – vor allem wegen der Regionaltöchter, die unter Mutter-Codes fliegen. Mit diesen Schritten kommst du zur belastbaren Sichtung.

Lackierung grob einordnen

Weißer Rumpf mit rot-blauem Leitwerk heißt Air France, hellblauer Rumpf KLM, Weiß-Grün Transavia. Das grenzt die Familie ein, aber noch nicht den Betreiber.

Länderkennung lesen

F- steht für die französische, PH- für die niederländische Seite. So trennst du Transavia von Transavia France. Hintergrund liefert der Beitrag Flugzeugkennzeichen verstehen.

Rufzeichen im ADS-B-Signal prüfen

AFR, KLM, TRA oder TVF zeigen, unter welchem Betreiber-Code der Flug läuft. Wie du das live verfolgst, erklärt der Guide zur Flugverfolgung mit ADS-B.

Muster bestimmen

Ein Embraer unter KLM- oder AFR-Rufzeichen kommt praktisch immer von KLM Cityhopper oder Air France Hop. Die Mutter-Airlines selbst fliegen keine Embraer.

Kennzeichen vollständig notieren

Das Kennzeichen identifiziert das Flugzeug eindeutig – auch wenn es später innerhalb der Gruppe den Betreiber wechselt.

Sicher ein Konzernflugzeug, wenn …

  • Lackierung, Länderkennung und Rufzeichen zur selben Konzern-Airline passen
  • ein Embraer mit PH- und KLM-Titeln in Schiphol rollt
  • das Kennzeichen in einer bekannten Flottenliste steht

Genauer hinsehen, wenn …

  • ein grün-weißer Jet landet – Transavia oder Transavia France?
  • ein AF- oder KL-Flug in fremder Lackierung kommt
  • eine Maschine in Sonderlackierung ohne klaren Schriftzug fliegt

Kein Konzernbetrieb, wenn …

  • nur ein Codeshare von Delta oder einer anderen SkyTeam-Airline vorliegt
  • ein Wet-Lease-Partner mit eigenem Rufzeichen fliegt
  • es um SAS geht – sie ist Beteiligung, aber eigenständiger Betreiber

Lackierungen: Woran du die Familie erkennst

Air France fliegt seit Jahrzehnten im sogenannten Eurowhite-Design: weißer Rumpf, Streifen in Blau, Weiß und Rot am Leitwerk. Warum so viele Airlines auf Weiß setzen, steht im Beitrag Warum Flugzeuge weiß lackiert sind. Seit 2021 sitzt das geflügelte Seepferdchen, das historische Emblem der Airline, zwischen Cockpitfenstern und vorderer Tür. Auch die A350 tragen es an den Winglets – ein schnelles Unterscheidungsmerkmal auf Fotos.

KLM ist am Zaun kaum zu verwechseln: hellblauer Rumpf, weißer Schriftzug, Krone im Logo. Im August 2024 zeigte die erste A321neo eine überarbeitete Version, bei der das Blau die Nase komplett umschließt. Ältere Maschinen tragen noch die vorherige Variante – ein praktisches Datierungsmerkmal für dein Archiv. Transavia setzt seit 2015 auf Weiß und Grün.

Gesuchte Motive sind Sonderlackierungen, etwa im SkyTeam-Design mit silbernem Rumpf und dunkelblauem Leitwerk, das bei mehreren Konzern-Airlines vorkommt. Wie du solche Maschinen gezielt aufspürst, zeigt der Guide Special Liveries finden.

Licht macht den Unterschied

Weiße Air-France-Rümpfe überstrahlen im harten Mittagslicht schnell, das KLM-Blau verliert im Gegenlicht an Farbe. Plane deinen Spot mit dem Guide zum Sonnenstand und prüfe vorher die Betriebsrichtung – in Schiphol entscheidet sie darüber, welche Bahn überhaupt genutzt wird.

SkyTeam, Delta und SAS: das Umfeld des Konzerns

Air France gründete im Jahr 2000 gemeinsam mit Delta, Aeroméxico und Korean Air die SkyTeam-Allianz, KLM kam im September 2004 dazu. Wie sich die drei großen Allianzen unterscheiden, erklärt der Beitrag Star Alliance, Oneworld und SkyTeam.

Über den Nordatlantik arbeitet der Konzern eng mit Delta Air Lines und Virgin Atlantic zusammen. Delta ist außerdem Aktionär von Air France-KLM. Trotzdem bleiben beide eigenständige Airlines – ein Delta-Jet mit AF-Codeshare-Nummer ist für deine Sammlung ein Delta-Jet.

Der jüngste Baustein ist SAS. Air France-KLM stieg 2024 mit 19,9 Prozent ein, im selben Jahr wechselte SAS von der Star Alliance zu SkyTeam. Im Juli 2025 kündigte der Konzern an, seinen Anteil auf 60,5 Prozent zu erhöhen. Ob und wann daraus eine Mehrheit wird, hängt an den Wettbewerbsbehörden. Für dein Logbuch ändert sich wenig: SAS fliegt mit eigenen Codes, eigener Lackierung und skandinavischen Kennzeichen.

Zum Vergleich lohnt der Blick auf die beiden anderen großen europäischen Gruppen, die Lufthansa Group und die International Airlines Group. Alle drei kaufen bei Airbus und Boeing, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte.

Nur von öffentlich zugänglichen Standorten

Auch in Paris und Amsterdam gilt: Zäune, Sperrzonen und Hausrecht der Flughäfen sind tabu. Was erlaubt ist, steht im Beitrag Ist Planespotting erlaubt?. Wer gerade erst anfängt, findet die Grundlagen im Guide Planespotting für Einsteiger.

Deine Air-France-KLM-Sammlung im Hangar

Hak Air France, KLM, Transavia und Co. Typ für Typ ab, finde auf der Spot-Karte die besten Plätze in Schiphol und Paris und teil deine Fotos mit der Community. Planetrack startet bald – sichere dir deinen Platz auf der Warteliste.

Fazit

Air France-KLM ist für Spotter ein Konzern mit zwei Gesichtern: Die französische Hälfte mit F-Kennzeichen rund um Paris, die niederländische mit PH-Kennzeichen rund um Schiphol. Jede hat ihre eigene Netzwerk-Airline, ihren eigenen Transavia-Betrieb und eine Regionaltochter. Wer Lackierung, Länderkennung und Rufzeichen zusammen liest, ordnet jede Sichtung korrekt zu – und weiß zugleich, welche Muster wie A318, A330 oder 747-Frachter nach und nach aus dem Bild verschwinden.

Kurzfazit

Air France-KLM ist eine Holding über zwei eigenständige Airline-Familien. Für die Sichtung zählt der tatsächliche Betreiber – und den verraten dir Kennzeichen, Rufzeichen und Muster, nicht die Flugnummer.

Zusammenfassung

  • Air France-KLM bündelt seit 2004 zwei traditionsreiche Netzwerk-Airlines unter einer französischen Holding.
  • Jede Hälfte hat eigene Low-Cost-, Regional- und Frachtbetriebe – mit eigenen Codes, Kennzeichen und Lackierungen.
  • Beim Spotten bestimmst du den Betreiber über Länderkennung, Rufzeichen und Rumpfaufschrift, nicht über die Flugnummer.
  • Die Flotten erneuern sich stark: A350, A220 und A320neo-Familie ersetzen ältere Muster – jetzt ist die Zeit für Abschiedsfotos.

Häufige Fragen

Welche Airlines gehören zu Air France-KLM?

Die beiden Netzwerk-Airlines Air France und KLM, dazu Transavia und Transavia France, die Regionaltöchter KLM Cityhopper und Air France Hop sowie der Frachtbetrieb Martinair. An SAS ist der Konzern seit 2024 mit 19,9 Prozent beteiligt.

Ist Air France-KLM eine Fusion oder eine Übernahme?

Rechtlich hat Air France 2004 KLM übernommen, und die Holding sitzt in Frankreich. Praktisch blieben beide Airlines mit eigenem Namen, eigener Lackierung, eigenem Drehkreuz und eigenem Luftverkehrsbetreiberzeugnis bestehen. Am Vorfeld begegnen dir deshalb zwei klar getrennte Marken.

Wo sind die Drehkreuze von Air France-KLM?

Air France fliegt ab Paris-Charles de Gaulle, KLM ab Amsterdam-Schiphol. Paris-Orly ist seit 2026 im Wesentlichen das Revier von Transavia France.

Gehört Transavia zu KLM oder zu Air France?

Beides – je nach Betrieb. Die niederländische Transavia (Code HV) ist eine Tochter von KLM, Transavia France (Code TO) gehört überwiegend zu Air France. Beide tragen fast dasselbe weiß-grüne Design. Unterscheiden kannst du sie am Kennzeichen: PH- für die Niederländer, F- für die Franzosen.

Gehört SAS zu Air France-KLM?

Teilweise. Air France-KLM hält seit 2024 19,9 Prozent an SAS, und SAS ist im selben Jahr von der Star Alliance zu SkyTeam gewechselt. Im Juli 2025 kündigte der Konzern an, auf 60,5 Prozent zu erhöhen. Der Vollzug hängt an Genehmigungen – prüfe für den aktuellen Stand die Mitteilungen der Unternehmen.

Welche Rolle spielen Delta und Virgin Atlantic?

Beide sind SkyTeam-Partner und arbeiten mit Air France und KLM im Nordatlantik-Verkehr eng zusammen. Delta ist zudem Aktionär von Air France-KLM. Zum Konzern gehören Delta und Virgin Atlantic aber nicht – sie fliegen mit eigenen Codes und Kennzeichen.

Fliegt Air France-KLM noch die Boeing 747 oder den A380?

Im Passagierdienst nicht mehr. Air France hat ihre letzte 747 im Januar 2016 verabschiedet und den A380 2020 ausgemustert, KLM ihre Passagier-747 ebenfalls 2020. Bei KLM Cargo und Martinair sind aber noch Boeing 747-400-Frachter im Einsatz, die der Konzern nach und nach durch den A350F ersetzt.

Welche Kennzeichen tragen die Konzern-Airlines?

Die französische Seite – Air France, Air France Hop und Transavia France – fliegt mit F-, die niederländische Seite – KLM, KLM Cityhopper, Transavia und Martinair – mit PH-. Mehr zu Länderkennungen steht im Beitrag Länderkennungen von Flugzeugen.

Woran erkenne ich, ob ein KL-Flug von KLM Cityhopper kommt?

Am Flugzeug selbst. KLM Cityhopper fliegt unter KL-Flugnummern und dem Rufzeichen KLM, setzt aber Embraer-Jets wie die E175, E190 und E195-E2 ein. Ein Embraer mit PH-Kennzeichen und KLM-Lackierung ist praktisch immer ein Cityhopper.

Sichtungen rund um Air France-KLM sammeln

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Passende Airlines

Die Fluggesellschaften dazu – mit IATA- und ICAO-Code, Rufzeichen und Lackierung.

AF / AFR

Air France

Frankreichs Netzwerk-Airline mit dem Drehkreuz Paris-Charles de Gaulle: Gründungsmitglied von SkyTeam, Teil der Air France-KLM-Gruppe und mit einer Langstreckenflotte aus Airbus A350 und Boeing 777.

KL / KLM

KLM Royal Dutch Airlines

Die niederländische Netzwerk-Airline mit dem hellblauen Rumpf: 1919 gegründet, Drehkreuz Amsterdam-Schiphol, Teil von Air France-KLM und Mitglied von SkyTeam – mitten im Umbau von Boeing zu Airbus.

HV / TRA

Transavia

Die Low-Cost-Tochter von KLM aus den Niederlanden: Basen in Amsterdam, Rotterdam, Eindhoven und Brüssel, eine Flotte im Umbruch von der Boeing 737-800 zum Airbus A321neo und eine französische Schwester unter gleichem Namen.

TO / TVF

Transavia France

Die französische Low-Cost-Airline der Air France-KLM-Gruppe: Hauptbasis Paris-Orly, Regionalbasen von Lyon bis Bordeaux, eine Flotte im Wechsel von der Boeing 737-800 zum Airbus A320neo – und dieselben grünen Farben wie die niederländische Schwester.

WA / KLC

KLM Cityhopper

Die Regionaltochter von KLM fliegt ab Amsterdam-Schiphol mit einer reinen Embraer-Flotte durch Europa – in voller KLM-Bemalung und unter KL-Flugnummern. Wer sie erkennen will, schaut auf Typ und Kennzeichen.

MP / MPH

Martinair

Die Frachtairline von Air France-KLM: gegründet 1958 als Martin's Air Charter, seit 2011 reiner Frachtbetrieb ab Amsterdam-Schiphol, heute mit einer kleinen Flotte Boeing 747-400-Frachter – teils in Martinair-, teils in KLM-Cargo-Farben.

SK / SAS

SAS Scandinavian Airlines

Die skandinavische Netzwerk-Airline mit dem blauen Leitwerk: 1946 von Dänemark, Norwegen und Schweden gegründet, drei Drehkreuze, seit 2024 bei SkyTeam statt in der Star Alliance – und eine Flotte mit Kennzeichen aus vier Ländern.

Typische Flugzeuge

Flugzeugtyp

Airbus A350-900

Schwarze Cockpit-Maske, elegant hochgebogene Flügelspitzen, zwei mächtige Trent-XWB-Triebwerke: Die A350-900 ist Airbus’ moderner Langstrecken-Twin. So erkennst du sie sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 777-300ER

Der meistverkaufte 777-Ableger: Die 777-300ER ist länger als eine A380, fliegt nur mit GE90-Triebwerken und prägt seit 2004 die Langstrecke. So erkennst du die 77W sicher.

Flugzeugtyp

Boeing 787-10 Dreamliner

Die längste Dreamliner-Version: Die 787-10 streckt die 787-9 um gut fünf Meter, wird nur in South Carolina gebaut und fliegt vor allem auf mittleren Langstrecken. So erkennst du die B78X sicher.

Flugzeugtyp

Airbus A220-300

Schlanker Rumpf, riesige Getriebefan-Triebwerke, große Fenster: Die A220-300 begann als Bombardier CS300 und ist heute bei Swiss, airBaltic und Air France Alltag. So erkennst du sie.

Flugzeugtyp

Airbus A318

Kurz, gedrungen, mit überraschend hohem Leitwerk: Die A318 ist das kleinste Mitglied der A320-Familie und im Linienverkehr fast verschwunden. So erkennst du den „Baby Bus“ und findest ihn noch.

Flugzeugtyp

Airbus A321neo

Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.

Flugzeugtyp

Embraer E195-E2

Der größte Jet, den Embraer je gebaut hat: Die E195-E2 bringt bis zu 146 Sitze in eine 2+2-Kabine, hat extrem lange Flügel und ist in Europa vor allem mit KLM Cityhopper unterwegs.

Flugzeugtyp

Boeing 747-400

Der meistgebaute Jumbo: Woran du die Boeing 747-400 und ihre Frachter erkennst, wie du sie von 747-8 und älteren 747 abgrenzt und wo du sie Stand Oktober 2026 noch erwischst.

Spotting-Spots rund um Air France-KLM

Spots, an denen du die passenden Flugzeuge regelmäßig vor die Linse bekommst – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.

Alle Spotting-Spots im Überblick →

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Planetrack Redaktion

Diese Datenbank beschreibt Flughäfen, Flugzeughersteller, Airline-Gruppen, Allianzen und Luftfahrtmuseen. Eigentümer, Beteiligungen und Mitgliedschaften ändern sich laufend – gesicherte Angaben stehen im Steckbrief, alles Veränderliche ist als solches gekennzeichnet. Die einzelnen Fluggesellschaften findest du in der Airline-Datenbank.

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