Das Wichtigste in Kürze
- Air Transat ist eine kanadische Ferienairline mit Sitz in Montréal und Drehkreuzen in Montréal und Toronto.
- Codes: IATA TS, ICAO TSC, Rufzeichen „AIR TRANSAT“.
- Die Flotte ist reines Airbus-Terrain: Stand Herbst 2026 sind es 41 Flugzeuge – A321, A321LR und A330.
- Das Netz wechselt mit der Saison: im Sommer viel Europa, im Winter Karibik, Mexiko und Mittelamerika.
- Für deutsche Spotter interessant: Im Sommer fliegt Air Transat mit dem A321LR nach Berlin, früher war die Airline über Condor auch in Düsseldorf präsent.
Inhaltsverzeichnis
- 1.Air Transat im Überblick
- 2.Codes und Rufzeichen
- 3.Die Flotte: reine Airbus-Familie
- 4.A321-200 oder A321LR? So unterscheidest du sie
- 5.Woran du Air Transat erkennst
- 6.Air Transat in Deutschland spotten
- 7.Air Transat in Europa: Frankreich als Schwerpunkt
- 8.Geschichte: von der TriStar zum A321LR
- 9.Häufige Verwechslungen
- 10.Fazit
Steckbrief
| IATA-Code | TS |
|---|---|
| ICAO-Code | TSC |
| Rufzeichen | AIR TRANSAT |
| Drehkreuze | YUL, YYZ |
| Geschäftsmodell | Ferien- und Freizeitairline mit Linienflügen nach Europa, in die Karibik, nach Mittelamerika und Nordafrika |
| Sitz | Montréal, Québec, Kanada |
| Gegründet | Dezember 1986, erster Flug am 14. November 1987 (Montréal–Acapulco) |
| Konzern | Geschäftsbereich der börsennotierten Transat A.T. Inc. |
| Drehkreuze | Montréal-Trudeau (YUL) und Toronto Pearson (YYZ), dazu Québec City |
| Allianz | keine; Partnerschaften u. a. mit Porter Airlines |
| Flotte (Stand Herbst 2026) | 41 Flugzeuge: 26 Airbus A321 (davon 19 A321LR) und 15 Airbus A330 (A330-200 und A330-300) |
| Bestellung | 4 Airbus A321XLR, erste Auslieferung laut Airline Ende 2027 erwartet |
| Markenzeichen | Blaues Leitwerk mit Stern-Logo, weißer Rumpf |
Woran du die Airline erkennst
Ist das wirklich Air Transat?
- Blaues Leitwerk mit dem Stern als Markenzeichen, weißer Rumpf
- Neue Bemalung seit Herbst 2026: großer, klein geschriebener Schriftzug „air transat“ mittig am Rumpf, Leitwerk mit Farbverlauf von Dunkel- zu Hellblau
- Ältere Bemalung: silbernes Band und dunkelblaue Akzente am Heck, kleiner Stern am Rumpfende
- Reine Airbus-Flotte: A321 auf der Schmalrumpf-Seite, A330 als Großraumjet
- Kanadisches Kennzeichen mit C-, zum Beispiel C-GTSZ
- Flugnummer mit TS, auf dem Tracker erscheint TSC
Air Transat gehört zu den Airlines, die du in Deutschland nicht jeden Tag siehst – aber wenn, dann fällt sie auf: ein kanadisches Kennzeichen, ein blaues Leitwerk mit Stern und oft ein A321LR, der direkt über den Atlantik gekommen ist. Die Ferienairline aus Montréal ist im Sommer vor allem in Europa unterwegs, im Winter in der Sonne. Hier erfährst du, wie du Air Transat sicher zuordnest, welche Flugzeuge in der Flotte stecken und warum sich gerade jetzt ein genauer Blick auf die Bemalung lohnt.
Gäste aus Kanada im Hangar
Mit Planetrack hältst du Sichtungen mit Foto, Kennzeichen, Typ, Airline und Spot fest – auch den Air-Transat-A321LR vom BER. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Air Transat im Überblick
Air Transat ist eine kanadische Ferienairline mit Sitz in Montréal. Sie gehört zur börsennotierten Transat A.T. Inc. und fliegt von ihren Drehkreuzen Montréal-Trudeau und Toronto Pearson aus; dazu kommt Québec City als wichtiger Abflugort. Im Winter starten Sonnenflüge zusätzlich von weiteren kanadischen Flughäfen, etwa von Ottawa oder Halifax.
Gegründet wurde die Airline im Dezember 1986 von ehemaligen Mitarbeitern der Quebecair, darunter François Legault, der später in die Politik wechselte und Premierminister von Québec wurde. Der erste Flug ging am 14. November 1987 von Montréal nach Acapulco – mit einer Lockheed L-1011 TriStar. 1988 folgte mit Montréal–Paris die erste Transatlantikstrecke.
Air Transat ist kein klassischer Low-Cost-Carrier und auch keine Netzwerk-Airline wie Air Canada. Das Modell zielt auf Urlaubs- und Familienreisende: Pauschalreisen, Sonnenziele, Besuche bei Verwandten in Europa. Dafür gab es Anerkennung von Passagieren: Bei den Skytrax World Airline Awards wurde Air Transat 2026 zum achten Mal als „World’s Best Leisure Airline“ ausgezeichnet.
Codes und Rufzeichen
- IATA-Code TS: steht in der Flugnummer auf Anzeigetafel, Ticket und Flugplan.
- ICAO-Code TSC: steht im Flugplan der Flugsicherung und auf den meisten Flugtrackern.
- Rufzeichen AIR TRANSAT: so meldet sich die Besatzung im Funk.
Die Codes sind angenehm eindeutig, was die Zuordnung leicht macht. Wenn du wissen willst, warum IATA- und ICAO-Codes so unterschiedlich aussehen, hilft dir der Artikel IATA- und ICAO-Codes erklärt. Und das C- am Rumpf ordnest du mit dem Guide zu Länderkennungen an Flugzeugen ein: Es steht für Kanada.
Tracker richtig lesen
Auf Flugtrackern taucht Air Transat meist als TSC mit Flugnummer auf. Achte auf den Typcode: A21N steht für den A321neo bzw. A321LR, A321 für die ältere Version, A332 und A333 für die beiden A330-Varianten. Mehr dazu im Guide zur Flugverfolgung für Spotter.
Die Flotte: reine Airbus-Familie
Air Transat fliegt heute ausschließlich Airbus. Laut aktuellen Angaben (Stand Herbst 2026) besteht die Flotte aus 41 Flugzeugen. Die Aufteilung im Detail:
| Typ | Anzahl | Sitze (ca.) | Einsatz | Spotter-Hinweis |
|---|---|---|---|---|
| Airbus A321LR | 19 | 199, davon 12 Club Class | Transatlantik im Sommer, Sonnenziele im Winter | Große GTF-Triebwerke, Typcode A21N |
| Airbus A321-200 | 7 | rund 200 | Sonnenziele, kürzere Strecken | Ältere Generation, Typcode A321 |
| Airbus A330-200 | 13 | rund 330–345 | Langstrecke, große Europa-Märkte | Typcode A332, im Schnitt rund 20 Jahre alt |
| Airbus A330-300 | 2 | rund 346–363 | Langstrecke | Längerer Rumpf, Typcode A333 |
| Airbus A321XLR | 4 bestellt | – | Auslieferung ausstehend | Erste Auslieferung Ende 2027 erwartet |
Die Sitzzahlen variieren je nach Kabinenversion; nimm sie als Richtwert. Der A321LR ist das Herzstück des Geschäftsmodells. Air Transat war 2019 die erste nordamerikanische Airline mit dieser Langstreckenversion des A321neo. Mit ihm lassen sich Ziele bedienen, für die ein Großraumjet zu groß wäre: Im Sommer fliegt die Airline damit kleinere Ziele in Europa an, im Winter Karibikziele ab Kanada.
Die A330-200 und A330-300 bilden den Großraum-Teil der Flotte. Sie sind inzwischen in die Jahre gekommen; für ihre Ablösung hat Air Transat im Juni 2026 einen Zeitraum von 2029 bis 2032 genannt. Wer die A330 in Transat-Farben im Archiv haben will, wartet also besser nicht zu lange. Hersteller aller Typen ist Airbus.
Triebwerksprobleme als Hintergrund
Die A321LR fliegen mit Pratt-&-Whitney-GTF-Triebwerken. Wegen eines 2023 bekannt gewordenen Materialproblems mussten weltweit viele dieser Triebwerke in die Werkstatt. Bei Air Transat standen deshalb zeitweise mehrere Flugzeuge am Boden; die Airline holte sich ab Dezember 2023 Ersatz per Wet-Lease. Wie solche Mietverträge funktionieren, erklärt Wet-Lease erklärt.
A321-200 oder A321LR? So unterscheidest du sie
Beide Versionen tragen die gleiche Bemalung und sind gleich lang. Aus der Ferne ist die Zuordnung deshalb nicht trivial – ein paar Merkmale helfen aber.
Das spricht für den A321LR
- Auffällig große Triebwerke mit großem Einlauf-Durchmesser
- Auf Trackern als A321neo bzw. A21N geführt
- Direktflug über den Atlantik nach Europa, etwa nach Berlin
Das spricht für den A321-200
- Schlankere, kleinere Triebwerksgondeln
- Auf Trackern als A321 geführt
- Vor allem auf Sonnenstrecken innerhalb Amerikas unterwegs
Am sichersten ist die Kombination aus Kennzeichen und Typcode. Notier beides, dann lässt sich jede Sichtung später eindeutig zuordnen. Grundlagen zum Lesen von Kennzeichen findest du im Artikel Flugzeug-Kennzeichen verstehen. Wie sich der A321neo generell von der älteren A321 unterscheidet, steht auf den jeweiligen Typseiten.
Transat-A330 auf die Wunschliste
Setz die Transat-A330 auf die Wunschliste in deinem Hangar und lass dich per Sichtungs-Alarm für Typ, Airline oder ein bestimmtes Kennzeichen benachrichtigen, wenn sie in deiner Nähe anfliegen oder landen. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein.
Woran du Air Transat erkennst
Das wichtigste Erkennungszeichen ist das blaue Leitwerk mit dem Stern, dazu ein weißer Rumpf. Spannend ist der Moment, in dem du gerade spottest: Im Herbst 2026 hat Air Transat eine überarbeitete Bemalung eingeführt.
- Alte Bemalung: Sie stammt aus dem Jahr des 30. Geburtstags und greift Elemente der ersten Bemalung von 1987 auf. Typisch sind ein silbernes Band und dunkelblaue Akzente am Heck, ein kleiner Stern am Rumpfende und ein kompakter, zweifarbiger Schriftzug im vorderen Rumpfbereich.
- Neue Bemalung: deutlich reduzierter. Der Schriftzug „air transat“ steht groß, klein geschrieben und einfarbig blau in der Rumpfmitte. Das Leitwerk zeigt ein kräftigeres, dunkleres Blau, das zum Rumpf hin heller wird. Silberband, dunkle Akzente und der kleine Stern am Rumpfende fallen weg; der Stern als Markenzeichen bleibt.
Erstes Flugzeug in den neuen Farben ist der A330-200 C-GTSZ, ein knapp 18 Jahre alter Jet. Umlackiert wird nach und nach im Rahmen ohnehin anstehender Wartungen. Für dich heißt das: Über längere Zeit fliegen beide Bemalungen parallel, und die ersten Exemplare in neuer Optik sind begehrte Motive. Daneben gab es immer wieder Sonderbemalungen, etwa einen A321LR im Design des Fußballclubs CF Montréal. Tipps, wie du solche Maschinen gezielt findest, gibt der Guide zu Special Liveries.
Achtung Verwechslung
Ein blaues Leitwerk über weißem Rumpf haben viele Airlines. Bei Air Transat entscheiden der Stern, der Schriftzug und das kanadische Kennzeichen mit C-. Mach im Zweifel ein Bild, auf dem das Kennzeichen lesbar ist.
Air Transat in Deutschland spotten
Die beste Chance auf Air Transat hast du in Berlin. Seit Sommer 2025 fliegt die Airline den Flughafen BER saisonal mit dem A321LR an und verbindet ihn mit Toronto. Für Spotter ist das ein schöner Kontrast zum europäischen Kurzstreckenbetrieb: ein Schmalrumpfjet, der gerade über den Atlantik gekommen ist. Ein guter Standort ist die Besucherterrasse am Flughafen Berlin.
Weil Air Transat ihr Programm stark nach Saison und Nachfrage plant, verlass dich besser nicht auf alte Spotterberichte. 2026 hat die Airline wegen stark gestiegener Treibstoffpreise zudem Frequenzen auf einigen Europa- und Karibikstrecken reduziert. Prüf deshalb vor jeder Tour den aktuellen Flugplan.
Eine besondere Episode spielte in Düsseldorf: Im Winter 2017/18 setzte Condor einen Air-Transat-A330 auf Langstrecken ab Düsseldorf ein, teils in Condor-Farben. Hintergrund war ein Tauschgeschäft mit dem damaligen Condor-Mutterkonzern Thomas Cook: Air Transat stellte im europäischen Winter Großraumjets für Karibikflüge, im Gegenzug kamen Airbus-Schmalrumpfjets für die Sonnenstrecken nach Kanada. Mit der Thomas-Cook-Pleite im Herbst 2019 endete die Zusammenarbeit. Ausgerechnet dieser A330, C-GTSZ, trägt nun als Erster die neue Bemalung. Fotos von damals, etwa von der Besucherterrasse Düsseldorf, sind heute echte Archivstücke.
Gute Chancen auf Air Transat, wenn …
- Sommerflugplan ist und am BER Flüge mit TS-Nummer im Plan stehen
- du auf einem Spottingtrip nach Frankreich, etwa nach Paris, unterwegs bist
- du die Ankunft aus Kanada im Tracker verfolgst und rechtzeitig am Spot bist
Prüf es vorher, wenn …
- du außerhalb der Hauptsaison planst
- du nach Berichten aus früheren Jahren unterwegs bist
Eher kein Transat-Tag, wenn …
- Winter ist – dann fliegt die Flotte überwiegend in die Karibik und nach Mittelamerika
Sicherheit und Regeln
Fotografiere nur von öffentlich zugänglichen Bereichen aus. Zäune, Absperrungen und Sicherheitsbereiche sind tabu, Drohnen haben am Flughafen nichts verloren. Was rechtlich gilt, erklärt der Artikel Ist Planespotting erlaubt?.
Air Transat in Europa: Frankreich als Schwerpunkt
Der wichtigste europäische Markt für Air Transat ist Frankreich – kein Wunder bei einer Airline aus dem französischsprachigen Québec. Paris spielt eine zentrale Rolle: Ab Ende Oktober 2026 fliegt Air Transat Toronto–Paris-Charles de Gaulle ganzjährig. Wer einen Spottingtrip zum Flughafen Paris-Charles de Gaulle plant, hat dort gute Chancen. Auch Montréal–Barcelona läuft ab Ende Oktober 2026 ganzjährig, und Québec City ist saisonal mit Nantes verbunden. 2026 hat Air Transat außerdem eine Nonstop-Verbindung Montréal–Istanbul angekündigt.
Im europäischen Sommer triffst du Air Transat damit oft neben anderen Langstrecken-Ferienfliegern. In Paris stehen die Kanadier zum Beispiel neben französischen Airlines wie Corsair, Air Caraïbes und French bee. Ein Blick auf das Kennzeichen trennt sie sofort: F- für Frankreich, C- für Kanada.
Geschichte: von der TriStar zum A321LR
Die Flottengeschichte von Air Transat liest sich wie ein Querschnitt durch die Ferienfliegerei der letzten Jahrzehnte. Am Anfang stand die Lockheed L-1011 TriStar, 1992 kamen drei Boeing 727-200 dazu. Später flog die Airline unter anderem Boeing 737 und 757, Airbus A320 und den Airbus A310. Heute ist davon nur noch die Airbus-Familie übrig.
Zwei Ereignisse prägen das Bild der Airline bis heute:
- Flug 236 (August 2001): Ein A330-200 auf dem Weg von Toronto nach Lissabon verlor über dem Atlantik durch ein Treibstoffleck den Antrieb beider Triebwerke. Die Besatzung erreichte im Gleitflug den Militärflugplatz Lajes auf den Azoren. Alle 306 Menschen an Bord überlebten. Ursache war ein bei der Wartung falsch eingebautes Hydraulikteil.
- Die gescheiterte Übernahme (2019–2021): Air Canada wollte Transat A.T. kaufen, die Aktionäre stimmten 2019 zu. Nach der Pandemie wurde der Preis stark gesenkt, und im April 2021 wurde der Deal beendet, weil die Europäische Kommission ihn nicht genehmigte.
Statt einer Fusion setzt Air Transat heute auf Partner: Mit Porter Airlines besteht seit 2023 ein Joint Venture, Codeshares gibt es unter anderem mit WestJet und Turkish Airlines, im Juni 2026 kam eine Interline-Partnerschaft mit Iberia hinzu, die Umsteigeverbindungen über Madrid ermöglicht.
Häufige Verwechslungen
- Air Transat für eine Low-Cost-Airline halten – die Airline ist ein Ferienflieger mit Club Class und Pauschalreisegeschäft.
- Jeden A321 für einen A321LR halten – die Flotte hat auch ältere A321-200. Triebwerke und Typcode entscheiden.
- TS mit TSC verwechseln – TS ist der IATA-Code in der Flugnummer, TSC der ICAO-Code auf dem Tracker.
- Alte und neue Bemalung als zwei Airlines notieren – beide Optiken fliegen seit Herbst 2026 parallel.
- Ex-Condor-A330 als Condor-Flugzeug ablegen – die Maschine war nur geleast und gehört zur Transat-Flotte.
- Air Transat mit Air Canada gleichsetzen – die Übernahme ist 2021 gescheitert, beide Airlines sind eigenständig.
Air Transat im Blick behalten
Lass dich benachrichtigen, wenn ein Air-Transat-A321LR oder -A330 in deiner Nähe anfliegt oder landet – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Fazit
Air Transat ist ein Gast, den du in Deutschland vor allem im Berliner Sommer erwischst – und der sich gerade besonders lohnt. Die reine Airbus-Flotte aus A321, A321LR und A330 ist überschaubar, die A330 haben ihre besten Jahre hinter sich, und mit der neuen Bemalung beginnt eine Übergangsphase, in der alte und neue Optik nebeneinander fliegen. Wer Kennzeichen und Typcode sauber notiert, hat am Ende ein vollständiges Bild der kanadischen Ferienairline.
Kurzfazit
Air Transat (IATA TS, ICAO TSC) ist eine kanadische Ferienairline aus Montréal mit reiner Airbus-Flotte. Erkennbar am blauen Leitwerk mit Stern, in Deutschland vor allem im Sommer am BER zu sehen.
Zusammenfassung
- Air Transat erkennst du am blauen Leitwerk mit Stern und an der reinen Airbus-Flotte aus A321 und A330.
- Seit Herbst 2026 rollt eine neue, reduzierte Bemalung auf die Flotte – über Jahre wirst du alte und neue Optik nebeneinander sehen.
- Zwischen A321-200 und A321LR unterscheidest du über die Triebwerke und den Typcode im Tracker (A321 gegen A21N).
- In Deutschland ist Berlin die beste Adresse für Air Transat, und zwar vor allem im Sommerflugplan.
Häufige Fragen
Welchen IATA- und ICAO-Code hat Air Transat?
Air Transat hat den IATA-Code TS und den ICAO-Code TSC. Im Funk meldet sich die Besatzung mit dem Rufzeichen „AIR TRANSAT“. Auf der Anzeigetafel siehst du also Flugnummern mit TS, auf Flugtrackern meist TSC.
Welche Flugzeuge fliegt Air Transat?
Ausschließlich Airbus. Stand Herbst 2026 umfasst die Flotte 41 Flugzeuge: 26 Airbus A321, davon 19 in der Langstreckenversion A321LR, und 15 Airbus A330 in den Versionen -200 und -300. Dazu kommen vier bestellte A321XLR, deren erste Auslieferung die Airline Ende 2027 erwartet.
Gehört Air Transat zu einer Allianz?
Nein. Air Transat ist weder Mitglied der Star Alliance noch von oneworld oder SkyTeam. Stattdessen setzt die Airline auf einzelne Partner: Mit Porter Airlines besteht seit 2023 ein Joint Venture, dazu kommen Codeshares, etwa mit WestJet und Turkish Airlines, und seit Juni 2026 eine Interline-Partnerschaft mit Iberia.
Fliegt Air Transat nach Deutschland?
Ja, aber saisonal. Im Sommer verbindet Air Transat Berlin mit dem A321LR mit Toronto. Weil die Airline ihr Programm stark nach Saison und Nachfrage ausrichtet, prüfst du vor dem Spotten am besten den aktuellen Flugplan des BER. Im Winter 2017/18 war Air Transat außerdem über Condor in Düsseldorf zu sehen.
Was ist der Unterschied zwischen A321 und A321LR bei Air Transat?
Der A321LR ist die Langstreckenversion des A321neo mit zusätzlicher Tankkapazität. Air Transat war 2019 die erste nordamerikanische Airline mit diesem Typ und setzt ihn über den Atlantik ein. Äußerlich hilft vor allem der Blick auf die Triebwerke: Die Pratt-&-Whitney-GTF-Triebwerke des LR sind deutlich größer als die Triebwerke des älteren A321-200. Im Tracker steht der LR als A21N, der ältere Typ als A321.
Was war der Air-Transat-Flug 236?
Im August 2001 verlor ein Airbus A330-200 auf dem Weg von Toronto nach Lissabon über dem Atlantik durch ein Treibstoffleck den Schub beider Triebwerke. Die Besatzung erreichte im Gleitflug den Militärflugplatz Lajes auf den Azoren und landete dort. Alle 306 Menschen an Bord überlebten. Ursache war ein bei der Wartung falsch eingebautes Hydraulikteil.
Wollte Air Canada Air Transat übernehmen?
Ja. 2019 einigten sich Air Canada und Transat A.T. auf eine Übernahme, die Aktionäre stimmten zu. Wegen der Pandemie wurde der Preis 2020 deutlich gesenkt. Im April 2021 wurde der Deal beendet, weil die Europäische Kommission ihn nicht genehmigte. Air Transat blieb eigenständig.
Warum sehe ich zwei verschiedene Bemalungen?
Im Herbst 2026 ist Air Transat mit einer überarbeiteten Bemalung gestartet. Erstes Flugzeug war der A330-200 C-GTSZ. Umlackiert wird im Rahmen ohnehin anstehender Wartungen, deshalb fliegen alte und neue Optik noch lange nebeneinander. Das macht beide Varianten zu lohnenden Motiven.
Air Transat im Blick behalten
Beobachte die Airline oder einzelne Kennzeichen und werde bei Anflug oder Landung benachrichtigt – und poste deine Sichtung mit Typ, Kennzeichen und Spot. Planetrack startet bald – trag dich in die Warteliste ein und sichere dir frühen Zugang.
Flugzeugtypen in der Flotte
Airbus A321neo
Der lange Bruder der A320neo: Die A321neo ist der größte Jet der Familie und fliegt als LR und XLR sogar über den Atlantik. So erkennst du sie und ihre Varianten.
FlugzeugtypAirbus A321 (ceo)
Der lange Airbus aus Hamburg: Die A321ceo ist der gestreckte Ableger der A320 und seit 1994 bei Lufthansa im Einsatz. Vier Türpaare und schlanke Proportionen verraten sie – so erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-200
Kürzer als die A330-300, mit auffällig hohem Seitenleitwerk und großer Reichweite: Die A330-200 ist ein Langstrecken-Klassiker, der langsam aus Europas Flotten verschwindet. So erkennst du sie sicher.
FlugzeugtypAirbus A330-300
Langer Rumpf, zwei Triebwerke, aufgesetzte Winglets: Die A330-300 ist seit über 30 Jahren ein Arbeitstier der Langstrecke. So erkennst du sie und grenzt sie von ihren Geschwistern ab.
FlugzeugtypAirbus A310
Kurz, bullig, mit kleinen Zäunen an den Flügelspitzen: Die A310 war Airbus’ zweiter Großraumjet und lange in Deutschland zu Hause. Heute ist sie eine Rarität – so erkennst und findest du sie.
FlugzeugtypBoeing 727-200
Drei Triebwerke am Heck, ein T-Leitwerk und eine Treppe im Rumpfende: Die 727-200 war einer der meistgebauten Jets ihrer Zeit. Heute ist sie eine echte Rarität – so erkennst du sie und so stehen deine Chancen.
Weitere Airlines
Air Canada
Kanadas größte Airline und Gründungsmitglied der Star Alliance: Drehkreuze in Toronto, Montréal und Vancouver, eine gemischte Airbus-Boeing-Flotte und ein auffälliges schwarzes Leitwerk mit rotem Ahornblatt.
NetzwerkWestJet
Kanadas zweitgrößte Airline aus Calgary: als Low-Cost-Airline gestartet, heute mit Boeing 787-9 auf der Langstrecke, großer 737-Flotte und Dash-8-Turboprops bei WestJet Encore.
FerienfliegerCondor
Einer der bekanntesten deutschen Ferienflieger: Condor fliegt ab Frankfurt und weiteren deutschen Flughäfen zu Urlaubszielen auf Kurz-, Mittel- und Langstrecke.
FerienfliegerCorsair
Französische Langstrecken-Airline mit Basis Paris-Orly: Corsair fliegt mit einer einheitlichen Airbus-A330neo-Flotte in die Antillen, in den Indischen Ozean und nach Westafrika.
NetzwerkAir Caraïbes
Die Airline der französischen Antillen: Sitz auf Guadeloupe, Langstrecke ab Paris-Orly mit Airbus A350 und A330, ein ATR-Netz zwischen den Inseln – und French Bee als Schwester im selben Konzern.
Low-CostFrench bee
Die französische Low-Cost-Airline für die Langstrecke: 2016 als French Blue gestartet, heute mit einer kleinen, reinen Airbus-A350-Flotte ab Paris-Orly nach La Réunion, Nordamerika und Tahiti unterwegs.
Flughäfen & Hersteller dazu
Flughäfen, Hersteller, Airline-Gruppen und Allianzen – wer dahintersteht und was du als Spotter wissen solltest.
Airbus
Europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen und einer der beiden großen Hersteller von Verkehrsflugzeugen – mit Flugzeugfamilien vom A220 bis zum A350.
FlughafenFlughafen Berlin Brandenburg
Der Hauptstadtflughafen mit der langen Vorgeschichte: zwei parallele Pisten am Südrand Berlins, viel Europaverkehr mit Low-Cost- und Netzwerkairlines, eine Handvoll Langstrecken, die Flugbereitschaft der Bundesregierung – und eine Besucherterrasse direkt über dem Vorfeld.
FlughafenFlughafen Paris-Charles de Gaulle
Größter Flughafen der EU und Heimat von Air France: vier Ost-West-Bahnen in zwei Paaren, ein riesiges Terminal 2, das FedEx-Drehkreuz für Europa – und ein Spotter-Umfeld, das ohne Genehmigung, Auto und gute Vorbereitung schnell frustriert.
Wo du Air Transat vor die Linse bekommst
Spotting-Spots, an denen diese Airline regelmäßig zu sehen ist – mit Standpunkten, Lichtzeiten und Koordinaten.
Besucherterrasse am Flughafen Berlin Brandenburg
Der einzige offizielle Aussichtspunkt am Hauptstadtflughafen: Die Besucherterrasse auf Terminal 1 liegt außerhalb des Sicherheitsbereichs, ist täglich geöffnet und mit der Bahn direkt erreichbar. Was du dort siehst, wann das Licht passt und wo ihre Grenzen liegen.
BesucherterrasseBesucherterrasse Flughafen Düsseldorf
Der bequemste Einstieg ins Planespotting an Rhein und Ruhr: Von der Besucherterrasse blickst du über das Vorfeld auf die beiden parallelen Pisten des größten Flughafens in Nordrhein-Westfalen.
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